Sanatkumāra sprach: Nun will ich die Vorschrift der Mantras des in der Dreifach-Gestalt [d.i. als Sonne, Veda-Dreiheit verkörpernd] befindlichen Herrn der Lotusteiche (Sūrya) verkünden, durch deren Verehrung man alles Ersehnte auf Erden erlangt. [?]
Wort für Wort
sanatkumāra uvāca
Sanatkumāra sprach
atha vakṣye trayīmūrter vidhānaṃ
nun will ich die Vorschrift des in Dreifach-Gestalt befindlichen [Sūrya]
tu abjinīpateḥ mantrāṇāṃ
des Herrn der Lotusteiche (Sūrya), der Mantras, verkünden
yat samārādhya sarveṣṭaṃ
durch deren Verehrung [man] alles Ersehnte
prāmuyāt hṛvi [?]
erlangt auf Erden [?]
[Anm.: Der Quelltext von V.1 beginnt mit der vorangestellten Kolophonzeile „iti śrībṛhannāradīyapurāṇe pūrvabhāge bṛhadupākhyāne tṛtīyapāde gaṇeśamantravidhānanirūpaṇaṃ nāmāṣṭaṣaṣṭitamo 'dhyāyaḥ“ samt Trennlinie – der verschleppte Schlusskolophon des vorangehenden (Gaṇeśa-Mantra-)Kapitels. Diese Zeile gehört nicht zu V.1 und wurde nicht in den Vers-Text (sa) übernommen; für Titel und Nummer des vorliegenden Kapitels ist die vom Auftrag mitgeteilte Schlusskolophon-Angabe „mantravidhānanirūpaṇaṃ ... aikonasaptatitamo 'dhyāyaḥ“ maßgeblich. Der Versschluss „prāmuyāhṛvi“ ist im Quelltext unklar/verderbt; sinngemäß als „erlangt man auf Erden [alles Ersehnte]“ wiedergegeben [?].]
Die Praṇava-Silbe (tāra), verbunden mit „recikā“ [?], Medhā verbunden mit Netra [?], Rati mit Visarga, der linksohrige [?] Bhṛgu, der Sitz-Silbe [?], Marut,
Wort für Wort
tāro recikayā yuktaḥ
die Praṇava-Silbe, verbunden mit „recikā“ [?]
medhā netrayutā ratiḥ
Medhā, verbunden mit Netra [?], Rati
sasargā bāmakarṇoḍhyaḥ
mit Visarga, der linksohrige [?]
bhṛguḥ vaḍhyāsano marut
Bhṛgu, die Sitz-Silbe [?], Marut
[?] Dieser Vers eröffnet eine Mantroddhāra-Passage (Kennwort-Verschlüsselung einzelner bīja-Silben) für den in Vv.2–7 dargelegten Sūrya-Mantra; die genaue Entschlüsselung der einzelnen Codewörter (recikā, medhā-netra, bāmakarṇa u.a.) ist ohne Parallelüberlieferung nicht sicher zu leisten und bleibt insgesamt unsicher [?].
— der Übrige, „Āditya“ genannt, [ergibt] die Vasu-Silbe [?], [dieser Mantra] gewährt Genuss und Erlösung. Devabhāga [?] ist der Ṛṣi, das Versmaß Gāyatrī, die Gottheit Ravi (die Sonne).
Wort für Wort
śeṣaḥ ādityaḥ iti proktaḥ
der Übrige, „Āditya“ genannt
vasvarṇo bhuktimuktidaḥ
[ergibt] die Vasu-Silbe, gewährt Genuss und Erlösung
devabhāgo muniḥ chandaḥ gāyatrī
Devabhāga [ist] der Ṛṣi, das Versmaß Gāyatrī
devatā raviḥ
die Gottheit [ist] Ravi (die Sonne)
[?] „devabhāgaḥ“ als Ṛṣi-Name ist ungewöhnlich; möglich wäre auch eine Verschreibung.
Māyā ist das bīja, Ramā die Śakti, der Anwendungszweck [bezieht sich] auf Sichtbares und Unsichtbares. „Satya“ [gehört] zum Herzen, danach ist „Brahman“ als das Haupt genannt,
Wort für Wort
māyā vījaṃ ramā śaktiḥ
Māyā [ist] das bīja, Ramā die Śakti
dṛṣṭādṛṣṭe niyogakaḥ
der Anwendungszweck [bezieht sich] auf Sichtbares und Unsichtbares
„Netra“, „Jvālā“, „Manas“, „huṃ“, „phaṭ“ — [mit diesen] endend auf „svāhā“ [bilden sich] die Mantra-Scharen; wiederum, nachdem man mit den sechs [Silben des] „hrī“ der Lakṣmī, mit den inneren [Konsonanten-]Lauten, die sechs Glieder gebildet hat,
Wort für Wort
netro jvālā mano huṃ phaṭ
„Netra“, „Jvālā“, „Manas“, „huṃ“, „phaṭ“
svāhāntā manavo gaṇāḥ
auf „svāhā“ endend [bilden sich] die Mantra-Scharen
punaḥ ṣaḍarṇair hrī lakṣmyāḥ
wiederum mit den sechs Silben des „hrī“ der Lakṣmī
kṛtvā antaḥsthaiḥ ṣaḍaṅgakam
nachdem man mit den inneren [Halbvokal-]Lauten die sechs Glieder gebildet hat
śiṣṭāraujaṭhare pṛṣṭe tayorṅeṃtākhyayā nyaset / ādityaṃ ca raviṃ paścādbhānuṃ bhāskarameva ca
— setze man die verbleibenden [Silben] mit den Namen „Udara“ und „Pṛṣṭha“, [beide] mit „ṅeṃ“ endend, ein; [dann meditiere man über die Namen] Āditya, Ravi, danach Bhānu, ebenso Bhāskara,
Wort für Wort
śiṣṭārau jaṭhare pṛṣṭe
die verbleibenden zwei [Silben] am Bauch [und] am Rücken [?]
tayoḥ ṅeṃtākhyayā nyaset
setze man diese mit dem Namen „ṅeṃ-endend“ ein
ādityaṃ ca raviṃ paścāt
[man meditiere über] Āditya und Ravi, danach
bhānuṃ bhāskaram eva ca
Bhānu, ebenso Bhāskara
[?] Die genaue Konstruktion „śiṣṭārau jaṭhare pṛṣṭe“ (etwa: ‚die übrigen beiden [Silben] am Bauch [und] am Rücken‘) bleibt im Detail unsicher.
sūryaṃ ca mūrdhni vadane hṛdi guhye ca pādayoḥ / sadyādipañca hrasvādyān nyasenṅeṃ hṛdayoṃ'timān
und „Sūrya“ auf dem Scheitel, im Gesicht, am Herzen, an der Scham und an beiden Füßen; die mit „sadya“ beginnenden fünf [Brahman-Häupter-Silben], mit kurzen [Vokalen] beginnend, setze man ein, [je] auf „ṅeṃ“ und „hṛdaya“ endend,
Wort für Wort
sūryaṃ ca mūrdhni vadane hṛdi
und „Sūrya“ auf dem Scheitel, im Gesicht, am Herzen
guhye ca pādayoḥ
an der Scham und an beiden Füßen
sadyādipañca hrasvādyān
die mit „sadya“ beginnenden fünf, mit kurzen [Vokalen] beginnend
hrīṃ ramāmadhyagāmaṣṭau varṇāṃstārādikānnyaset / mūrddhāsyakaṇṭhahṛtkukṣinābhiliṅgagudeṣu ca
man setze die acht, mit „hrīṃ“ [und] „ramā“ inmitten [befindlichen], mit dem Praṇava beginnenden Silben ein — am Scheitel, im Gesicht, am Hals, am Herzen, am Bauch, am Nabel, am Geschlechtsorgan und am After,
Wort für Wort
hrīṃ ramāmadhyagām aṣṭau varṇān
die acht, mit „hrīṃ“ [und] „ramā“ inmitten befindlichen Silben
tārādikān nyaset
mit dem Praṇava beginnend, setze man ein
mūrddhāsyakaṇṭhahṛt-
am Scheitel, im Gesicht, am Hals, am Herzen
kukṣinābhiliṅgagudeṣu ca
am Bauch, am Nabel, am Geschlechtsorgan und am After
sacandrasvarapūrvaṃ tu ṅetaṃ śītāṃśumaṇḍalam / mūrddhādikaṇṭhaparyantaṃ nyaseñcāndrimanuspraran
Mit dem mondversehenen Vokal beginnend, auf „ṅe“ endend, [bezeichnet man] die Mondscheibe; vom Scheitel bis zum Hals setze man, den Mond-Mantra sprechend, ein,
nachdem man die mit dem Mond [Anusvāra] versehenen Berührungslaute [Konsonanten] ausgesprochen hat, setze man, auf „ṅeṃ“ endend, die Sonnenscheibe vom Hals bis zum Nabel ein, im Herzen über den Glanz meditierend,
Wort für Wort
sparśān seṃdūn samuñcārya
nachdem man die mit dem Mond versehenen Konsonanten ausgesprochen hat
yādīnsacandrānuñcārya ṅetaṃ ca vahnimaṇḍalam / nābhyādipādaparyantaṃ nyasedvahnimanusmaran
nachdem man die mit „ya“ beginnenden, mondversehenen [Laute] ausgesprochen hat, setze man, auf „ṅe“ endend, die Feuerscheibe vom Nabel bis zu den Füßen ein, den Feuer-Mantra bedenkend,
Wort für Wort
yādīn sacandrān uñcārya
nachdem man die mit „ya“ beginnenden, mondversehenen [Laute] ausgesprochen hat
Dies ist die genannte Scheiben-Einsetzung, die großen Glanz bewirkt. Mit der von „a“ bis „ṭha“ reichenden Silbenfolge beginnend, auf „ṅeṃ namaḥ“ endend, [bezeichnet man] die Mondscheibe,
Wort für Wort
prokto 'yaṃ maṇḍalanyāsaḥ
dies ist die genannte Scheiben-Einsetzung
mahātejovidhāyakaḥ
die großen Glanz bewirkt
ādiṭhāntārṇapūrvaṃ
mit der von „a“ bis „ṭha“ reichenden Silbenfolge beginnend
ṅeṃ namontaṃ somamaṇḍalam
auf „ṅeṃ namaḥ“ endend [bezeichnet man] die Mondscheibe
mūrddhādihṛdayāntaṃ tu vinyasetsādhakottamaḥ / ḍakārādikṣakārāntavarṇādyaṃ pahnimaṇḍalam
— vom Scheitel bis zum Herzen setze der beste Sādhaka [sie] ein. Mit der von „ḍa“ bis „kṣa“ reichenden Silbenfolge beginnend [bezeichnet man] die Feuerscheibe,
Wort für Wort
mūrddhādihṛdayāntaṃ tu
vom Scheitel bis zum Herzen aber
vinyaset sādhakottamaḥ
setze der beste Sādhaka ein
ḍakārādikṣakārāntavarṇādyaṃ
mit der von „ḍa“ bis „kṣa“ reichenden Silbenfolge beginnend
— auf „ṅeṃ“ endend, setze der wohlgesammelte [Sādhaka] vom Herzen bis zu den Füßen ein. So ist die aus Feuer und Mond bestehende Einsetzung dargelegt, die alle Vollkommenheit gewährt.
Man setze die mondversehenen Mātṛkā-Silben, auf „jaya“ endend, dem Puruṣa [zugeordnet], ein; auf „namaḥ“ endend, [bewirke] der Mantrakundige die alldurchdringende [Einsetzung]. Dies ist die genannte „Haṃsa-Einsetzung“.
Wort für Wort
nyaset seṃdūn mātṛkārṇān
man setze die mondversehenen Mātṛkā-Silben ein
jayāntapuruṣātmane
auf „jaya“ endend, dem Puruṣa [zugeordnet]
namonte vyāpakaṃ mantrī
auf „namaḥ“ endend die alldurchdringende [Einsetzung], der Mantrakundige
am Sitz [ādhāra] und am Geschlechtsorgan, am Nabel, am Herzen, am Hals, im Mund, zwischen den Augenbrauen, ebenso an der Stirn und am Brahma-Scheitel — der Reihe nach setze man ein.
Wort für Wort
ādhāraliṅgayor nābhau hṛdi
am Sitz und am Geschlechtsorgan, am Nabel, am Herzen
haṃsākhyamagnīṣomākhyaṃ maṇḍalatrayameva ca / punarnyāsatrayaṃ kuryānmūlena vyāpakaṃ caret
Die mit „Haṃsa“, [dann] mit „Agni-Soma“ benannte, ebenso die dreifache Scheiben-[Einsetzung] — wiederum vollziehe man die dreifache Einsetzung und bewirke mit dem Wurzelmantra die alldurchdringende [Einsetzung].
Wort für Wort
haṃsākhyam agnīṣomākhyaṃ
die mit „Haṃsa“, [dann] mit „Agni-Soma“ benannte
maṇḍalatrayam eva ca
ebenso die dreifache Scheiben[-Einsetzung]
punar nyāsatrayaṃ kuryāt
wiederum vollziehe man die dreifache Einsetzung
mūlena vyāpakaṃ caret
und bewirke mit dem Wurzelmantra die alldurchdringende Einsetzung
Nachdem man so den Einsetzungsritus vollzogen hat, meditiere man über Sūrya im Lotus des Herzens: über Ravi, der mit seinen Händen ein Lotuspaar samt Gewährungs- und Furchtlosigkeits[geste] trägt,
Wort für Wort
evaṃ nyāsavidhiṃ kṛtvā
nachdem man so den Einsetzungsritus vollzogen hat
dhyāyet sūryaṃ hṛdabuje
meditiere man über Sūrya im Lotus des Herzens
dānābhayābjayugalaṃ
ein Lotuspaar samt Gewährungs- und Furchtlosigkeitsgeste
kuṇḍalāṃ gadakeyūrahāriṇaṃ ca trayītanum / dhyātvaivaṃ prajapenmantrī vasulakṣaṃ daśāṃśataḥ
mit Ohrringen, mit Keule, Armreif und Halskette geschmückt, dessen Leib die Veden-Dreiheit [verkörpert]. So meditierend, murmle der Mantrakundige [den Mantra] achtmal hunderttausend [800.000] mal, [und opfere] ein Zehntel [davon im Feuer].
Wort für Wort
kuṇḍalāṃ gadakeyūrahāriṇaṃ ca
mit Ohrringen, Keule, Armreif und Halskette geschmückt
trayītanum
dessen Leib die Veden-Dreiheit [verkörpert]
dhyātvā evaṃ prajapen mantrī
so meditierend murmle der Mantrakundige
vasulakṣaṃ daśāṃśataḥ
achtmal hunderttausend [Mal], ein Zehntel [davon im Feuer]
mit roten Lotusblüten oder auch mit Sesam opfere man vorschriftsgemäß im Feuer; zuerst, bei der Sitzverehrung, verehre man an der Stelle von Dharma u.a.,
Prabhūta, Vimala, Śāra sorgfältig verehrend, unmittelbar danach verehre man in der Mitte [die Reihe] mit Parama beginnend bis zur Himmelsscheibe (khabiṃba) reichend,
Wort für Wort
prabhūtaṃ vimalaṃ śāraṃ
Prabhūta, Vimala, Śāra
samārādhya anantaram
sorgfältig verehrend, unmittelbar danach
paramādimukhaṃ madhye
in der Mitte, mit Parama beginnend
khabiṃbāntaṃ prapūjayet
bis zur Himmelsscheibe reichend, verehre man
[?] Die genaue Identität der hier genannten Namen (Prabhūta, Vimala, Śāra u.a.) als Bezeichnungen von Sonnenstrahlen/Aspekten bleibt unsicher.
Amoghā, Vidyutā, Sarvatomukhī — [dies sind] die Sitz-Śaktis, aus den drei kurzen [Vokalen] entstanden, mit „ha“ [?] verbunden, verbunden mit Feuer und Mond,
Wort für Wort
amoghā vidyutā sarvatomukhī
Amoghā, Vidyutā, Sarvatomukhī
pīṭhaśaktayaḥ
[dies sind] die Sitz-Śaktis
hrasvatrayoktijāḥ
aus den drei kurzen [Vokalen] entstanden
klībahī nā [?] vahnīndusaṃyutāḥ
mit „ha“ [?] verbunden, verbunden mit Feuer und Mond
[?] Die Wortfolge „klībahī nā“ ist im Quelltext unklar/verderbt.
die Vokale sind die bīja-Silben der Śaktis, mit jenen beginnend; man verehre diese. Sie sind von der Wesenheit Brahmās, Viṣṇus [und] Śivas; jene [Schöpfung, sṛṣṭi] ist ebenso von den übrigen [Kräften] begleitet.
Wort für Wort
svarā bījāni śaktīnāṃ
die Vokale [sind] die bīja-Silben der Śaktis
tadādyāḥ pūjayet tāḥ
mit jenen beginnend, verehre man diese
brahmaviṣṇuśivātmā te
sie sind von der Wesenheit Brahmās, Viṣṇus [und] Śivas
sṛṣṭiḥ śeṣānvitā api asau
jene Schöpfung ist ebenso von den übrigen begleitet
Dhruva, Äther samt Bindu, „khaṃ“, „khakholka“ — [so lautet] der Sehmantra [dṛś-Mantra]; für den Neunsilbigen Mantra bestimme der Kluge das Bildnis [rituell].
Wort für Wort
dhruvo viyadbinduyutaṃ khaṃ
Dhruva, Äther samt Bindu, „khaṃ“
khakholkāya dṛnmanuḥ
„khakholka“ — der Sehmantra
navārṇāya ca manave
für den Neunsilbigen Mantra
mūrtiṃ saṃkalpayet sudhīḥ
bestimme der Kluge das Bildnis rituell
[?] Die genaue Konstruktion dieses kurzen Mantroddhāra-Passus (dhruvaḥ, viyat, khaṃ, khakholka) bleibt im Einzelnen unsicher.
nachdem man den Zeugen der Welten darin herbeigerufen hat, verehre man vorschriftsgemäß; dann, nach Verehrung der sechs Glieder, verehre man in den beiden [übrigen Bereichen] die acht Glieder.
Wort für Wort
sākṣiṇaṃ jagatāṃ tasyām
den Zeugen der Welten, darin
āvāhya vidhivad yajet
herbeigerufen, verehre man vorschriftsgemäß
tataḥ ṣaḍaṅgām ārādhya
dann, nach Verehrung der sechs Glieder
dvikṣv aṣṭāṅgaṃ prapūjayet
verehre man in den beiden [übrigen Bereichen] die acht Glieder
nachdem man in der Mitte Āditya verehrt hat, [verehre man] Ravi, Bhānu, Bhāskara und Sūrya in den [vier] Himmelsrichtungen, [sowie] diese mit „sadya“ beginnenden fünf, mit kurzen [Vokalen beginnend],
Wort für Wort
saṃpūjya madhye vā ādityaṃ
nachdem man in der Mitte Āditya verehrt hat
raviṃ bhānuṃ ca bhāskaram
Ravi, Bhānu und Bhāskara
sūryaṃ diśāsu
Sūrya in den Himmelsrichtungen
sadyādipañca hrasvādikān imān
diese mit „sadya“ beginnenden fünf, mit kurzen [Vokalen] beginnend
svasvanāmādivarṇādyāḥ śaktayor'cyā vidikṣu ca / uṣāṃ prajñāṃ prabhāṃ saṃdhyāṃ tato brahmādikānyajet
— mit dem Anfangsbuchstaben ihres jeweils eigenen Namens beginnend, [seien] die Śaktis in den Zwischenrichtungen zu verehren: Uṣā, Prajñā, Prabhā, Saṃdhyā; danach verehre man Brahmā u.a.,
Wort für Wort
svasvanāmādivarṇādyāḥ
mit dem Anfangsbuchstaben ihres jeweils eigenen Namens beginnend
śaktayo 'rcyā vidikṣu ca
die Śaktis [seien] in den Zwischenrichtungen zu verehren
purato 'ruṇamabhyarcya somaṃ jñaṃ ca guruṃ bhṛgum / dikṣvaryamādikāniṣṭvā bhūmijaṃ ca śanaiścaram
nachdem man voran Aruṇa verehrt hat, [verehre man] Soma, Budha (den Wissenden), Guru (Bṛhaspati) [und] Bhṛgu (Śukra); nachdem man in den Himmelsrichtungen Aryaman u.a. verehrt hat, [verehre man] den Erdensohn (Maṅgala) und Śanaiścara (Śani),
Wort für Wort
purato 'ruṇam abhyarcya
nachdem man voran Aruṇa verehrt hat
somaṃ jñaṃ ca guruṃ bhṛgum
Soma, Budha, Guru und Bhṛgu
dikṣv aryamādikān iṣṭvā
nachdem man in den Richtungen Aryaman u.a. verehrt hat
itthaṃ saṃpūjya vidhivadbhāskaraṃ bhaktavatsalam / samāhito dineśāya dadyādardhyaṃ dine dine
So, nachdem man vorschriftsgemäß Bhāskara, den seinen Verehrern zugetanen, verehrt hat, gebe man wohlgesammelt dem Herrn des Tages täglich ein Arghya dar.
Nachdem man den Atem beherrscht (Prāṇāyāma) und auf gutem Boden die zuvor genannten Einsetzungen vollzogen hat, zeichne man die Scheibe der Sonne und verehre den Sitz wie zuvor,
Wort für Wort
prāṇān āyamya sadbhūmau
nachdem man den Atem beherrscht hat, auf gutem Boden
nyāsān kṛtvā puroditān
nachdem man die zuvor genannten Einsetzungen vollzogen hat
über die Sonne meditierend, verehre man mit den beiden geistigen Opferdarbringungen; ein kupfernes, wohlgestaltetes Gefäß, das ein Prastha [Hohlmaß] Wasser fasst,
nachdem man es auf die aus rotem Sandelholz u.a. gebildete Scheibe gestellt hat, fülle man es, die Mātṛkā rückläufig samt dem Wurzelmantra aussprechend, mit Wasser,
Wort für Wort
nidhāya maṇḍale
nachdem man es auf die Scheibe gestellt hat
raktacandanādivinirmite
die aus rotem Sandelholz u.a. gebildet ist
vilomamātṛkāmūlam uñcaran
die Mātṛkā rückläufig samt dem Wurzelmantra aussprechend
— [dieses Wasser sich vorstellend als] von der Sonnenscheibe ausströmend, vom Nektarmeer durchdrungen —; [man gebe hinein] Safran, Gorocanā, Indigo [?], Sandelholz, rotes Sandelholz,
Wort für Wort
sūryabiṃbavinirgacchat-
von der Sonnenscheibe ausströmend
sudhāṃbudhivibhāvitaiḥ
vom Nektarmeer durchdrungen [vorgestellt]
kuṅkumaṃ rojanāṃ rājīṃ
Safran, Gorocanā, Indigo [?]
candanaṃ raktacandanam
Sandelholz, rotes Sandelholz
[?] „rājīṃ“ könnte auch ‚Streifen/Linie‘ statt eines eigenen Stoffnamens meinen; hier probeweise als Indigo/blauer Farbstoff wiedergegeben.
nachdem man dort die Sonne samt Gliedern und samt Umhüllung herbeigerufen hat, verehre man sie wie zuvor, mit Duftstoff, Blumen, Räucherwerk, Lämpchen, Speiseopfer u.a. vorschriftsgemäß,
Wort für Wort
sāṃgaṃ sāvaraṇaṃ tatra
samt Gliedern und samt Umhüllung, dort
āvāhya arkaṃ pūrvavad yajet
nachdem man die Sonne herbeigerufen hat, verehre man wie zuvor
nachdem man dreimal Prāṇāyāma vollzogen hat, vollziehe man die Glieder-[Einsetzung] wie zuvor; man male mit Sandelholz(-paste) die Nektar-bīja-Silbe auf die rechte Handfläche,
nehme man mit beiden Händen das Gefäß, auf die Knie zu Boden gegangen; nachdem man das Gefäß bis zum Scheitel erhoben hat, [halte man es] mit einem Tuch bedeckt, zur Verehrung der Sonne,
Wort für Wort
hastābhyāṃ pātram ādāya
mit beiden Händen das Gefäß nehmend
jānubhyām avanīṃ gataḥ
auf die Knie zu Boden gegangen
āmūrdhni pātram uddhṛtya
nachdem man das Gefäß bis zum Scheitel erhoben hat
aṃbareṇa varaṇe raveḥ
mit einem Tuch [bedeckt], zur Verehrung der Sonne [?]
[?] „varaṇe raveḥ“ – Sinn und genaue syntaktische Anbindung bleiben unsicher.
und den Blick [auf die Sonne] richtend, nachdem man Ravi im Geiste wiederum verehrt hat, [meditiere] der Sādhaka in Einheit mit seinem eigenen [Selbst], den Wurzelmantra mit dem Verstand murmelnd,
gebe man Ravi das Arghya dar, über ihn in der aus rotem Sandelholz [gebildeten] Scheibe meditierend; nachdem man eine Blütenhandvoll dargebracht hat, murmle man wiederum hundertundacht Mal;
Wort für Wort
ardhyaṃ dadyād raviṃ dhyāyan
gebe man Ravi das Arghya dar, [über ihn] meditierend
raktacandanamaṇḍale
in der aus rotem Sandelholz [gebildeten] Scheibe
dattvā puṣpāñjaliṃ bhūyaḥ
nachdem man wiederum eine Blütenhandvoll dargebracht hat
täglich, auch ohne jenes [Ritual], gebe man so dem Vivasvat (der Sonne) das Arghya dar; durch dieses zufriedengestellt gibt ihm der Herr des Tages Reichtum, Ruhm und Glück,
Wort für Wort
nityaṃ vā tadvine 'pi
täglich, auch ohne jenes,
evam ardhyaṃ dadyād vivasvate
gebe man so dem Vivasvat das Arghya dar
tena tuṣṭo dineśaḥ
durch dieses zufriedengestellt, der Herr des Tages
Dem Vikartana (der Sonne) gebe man so, nach Verehrung, die [zuvor dargebrachten] Opferreste; [nun folgt] der mit Äther, Feuer, Wind, beginnend mit „sa“, bis „tār-vī“, mit dem Mond versehene [Mantra],
Wort für Wort
vikartanāya nirmālyam
dem Vikartana (der Sonne) die Opferreste
evaṃ saṃpūjya dāpayet
so, nach Verehrung, gebe man
viyadvahnimarut-
[der Mantra beginnt mit] Äther, Feuer, Wind
sādyāntārvīseṃdusamanvitam
beginnend mit „sa“ bis „tārvī“, mit dem Mond versehen [?]
[?] Die Silbenfolge „sādyāntārvīseṃdu“ dieser Mantroddhāra-Angabe für den folgenden Candra(Soma)-Mantra ist unsicher zu entschlüsseln.
mārtaṇḍabhairavākhyaṃ hi bījaṃ trailokyamohanam / biṃbabījena puṭitaṃ sarvakāmaphalapradam
— das mit „Mārtaṇḍabhairava“ benannte bīja fürwahr, das die drei Welten Bezaubernde, mit dem Scheiben-bīja umhüllt, das die Frucht aller Wünsche gewährt.
Alles andere sei hier von den Weisen wie zuvor zu erkennen. — Bhṛgu, [verbunden mit] Wasser, Mond, Manu vermehrt, dem Soma [zugeordnet], mit „hṛdaya“ endend,
das erste [Wort] ist das bīja, „namaḥ“ die Śakti, der Anwendungszweck die Erlangung von allem; mit dem eigenen, um die sechs langen [Vokale vermehrten] bīja vollziehe man die sechs Glieder.
Wort für Wort
ādyaṃ bījaṃ namaḥ śaktiḥ
das erste [Wort ist] das bīja, „namaḥ“ die Śakti
viniyogo 'khilāptaye
der Anwendungszweck [ist] die Erlangung von allem
ṣaḍdīrgheṇa svabījena
mit dem eigenen, um die sechs langen [Vokale] vermehrten bīja
Man meditiere über den Mond: mit dem Antlitz des Vollmonds, kristallglänzend, mit dunklen Locken, mit schönem Gesicht, eine geliebte Kumuda-Blüte tragend, mit einer Perlenkette geschmückt,
man murmle den Mantra sechsmal hunderttausend [600.000, ṛtu=6] Mal, [und] mit Milchreis samt geklärter Butter opfere man ein Zehntel davon im Feuer; am Sitz, wo bis zu Soma [alle Gottheiten] verehrt sind,
nachdem man das Bildnis mit dem Wurzelmantra [rituell] bestimmt hat, verehre man den Mond vorschriftsgemäß; auf den Staubfäden sei die Gliederverehrung, auf den Blütenblättern [aber] diese Śaktis:
Wort für Wort
mūrtim mūlena saṃkalpya
nachdem man das Bildnis mit dem Wurzelmantra bestimmt hat
— [diese Śaktis, dargestellt] mit reinweißen Kränzen und Gewändern, mit Perlenketten geschmückt, alle von der Fülle ihrer Brüste überwältigt, mit gefalteten [Verehrungs-]Händen, glückverheißend,
deren Sinn ihrem Geliebten zugetan ist, von Rausch und Verwirrung träge — [diese], lotusäugig, mit einem dem Vollmond gleichenden Antlitz, sind zu verehren,
an den Blattspitzen sind die acht, mit der Sonne beginnenden Planeten zu verehren: Āditya, Bhūsuta (Maṅgala), Budha, Manda (Śani), Devejya (Bṛhaspati), Rāhu,
— samt Śukra und Ketu, diese Planeten, an den Blattspitzen befindlich, sind fürwahr zu verehren, [in den Farben] rot, morgenrot, weiß, dunkelblau, gelb, rauchfarben, hellgrau [und] schwarz,
Wort für Wort
śukraketuyutā hy ete
samt Śukra und Ketu, diese fürwahr
pūjyāḥ patragragā grahāḥ
sind zu verehren, die an den Blattspitzen befindlichen Planeten
— mit ihrer [einen] Hand auf den linken Schenkel gelegt, mit der rechten die Furchtlosigkeits[geste] haltend; die Weltenhüter samt ihren Waffen verehre der Kluge außerhalb davon.
maṇḍalatritaryaṃ kuryātprākpratyagāyataṃ bhuvi / paścime maṇḍale sthitvā pūjādravyaṃ ca madhyame
man ziehe drei von Ost nach West ausgerichtete Scheiben auf dem Boden; in der westlichen Scheibe stehend, [stelle man] die Verehrungssubstanzen aber in der mittleren [Scheibe auf],
nachdem man den Mond in der anderen, mit Lotusblüten versehenen Scheibe aufgestellt hat, sei er nach der Vorschrift, nach vorausgehender Sitz-Verehrung, zu verehren.
Wort für Wort
saṃsthāpya somam anyasmin
nachdem man den Mond in der anderen [Scheibe] aufgestellt hat
„o Vidyā, o Vidyāmālinī“, am Ende sei „o Mondtragende“, [dann] spreche man „kaṭa“ [?], „o Mondgesichtige“, mit doppeltem „ṭha“ endend — dies ist der genannte Vidyā-Mantra.
Wort für Wort
vidye vidyāmālini syāt
„o Vidyā, o Vidyāmālinī“ sei [gesprochen]
anta candriṇi katavadet
am Ende „o Mondtragende“, [dann] „kaṭa“ spreche man [?]
candramukhi dviṭhānto 'yaṃ
„o Mondgesichtige“, mit doppeltem „ṭha“ endend, dieser
vidyāmantra udāhṛtaḥ
ist der genannte Vidyā-Mantra
[?] Der Wortlaut dieses Vidyā-Mantras (insbes. „katavadet“) ist im Quelltext unklar/verderbt; die Übersetzung folgt der wahrscheinlichsten Worttrennung.
athāṅgārakamantraṃ tu vakṣye dhanasutapradam / tāro dīrghenduyugvyoma tadevenduyutaḥ punaḥ
Nun will ich den Reichtum und Söhne gewährenden Aṅgāraka(Mars)-Mantra verkünden: die Praṇava-Silbe, das mit dem langen Mond[-Anusvāra] versehene Silbenpaar, Äther, dieser wiederum mit dem Mond versehen,
Wort für Wort
atha aṅgārakamantraṃ tu
nun aber den Aṅgāraka-Mantra
vakṣye dhanasutapradam
will ich verkünden, Reichtum und Söhne gewährend
tāro dīrghenduyugvyoma
die Praṇava-Silbe, das langmond-versehene Silbenpaar, Äther
ṣāntaḥ sargī ca caṇḍīśau kramārdiduvisargiṇai / ṣaḍarṇo 'yaṃ mahāmantro maṅgalasyākhileṣṭadaḥ
auf „ṣa“ endend, mit Visarga, und Caṇḍīśa [Codewort], der Reihe nach mit Visarga versehen — dieser sechssilbige große Mantra des Maṅgala (Mars) gewährt alle Wünsche.
Wort für Wort
ṣāntaḥ sargī ca caṇḍīśau
auf „ṣa“ endend, mit Visarga, und Caṇḍīśa [Codewort] [?]
kramād indu-visargiṇau
der Reihe nach, mit Mond und Visarga versehen
ṣaḍarṇo 'yaṃ mahāmantro
dieser sechssilbige große Mantra
maṅgalasya akhileṣṭadaḥ
des Maṅgala, alle Wünsche gewährend
[?] Die genaue Silben-Zuordnung dieser Mantroddhāra-Angabe (ṣāntaḥ sargī, caṇḍīśau) bleibt unsicher.
Virūpākṣa ist der Ṛṣi, das Versmaß Gāyatra, die Gottheit Kuja (Mars); mit den sechs Mantra-Silben vollziehe man die Glieder-[Einsetzung] und meditiere über den Erdensohn,
Wort für Wort
virūpākṣo muniḥ
Virūpākṣa ist der Ṛṣi
chandaḥ gāyatraṃ devatā kujaḥ
das Versmaß Gāyatra, die Gottheit Kuja
mantrārṇaiḥ ṣaḍbhir aṅgāni kuryāt
mit den sechs Mantra-Silben vollziehe man die Glieder
— man gedenke des Herrn, des Erdensohns, aus dem Schweiß [Śivas] entstanden, auf dem Widder sitzend, an Gewand und Gliedern rot, Dreizack, Speer, Keule und Gewährungs[geste] mit seinen Händen tragend,
Wort für Wort
meṣasthaṃ raktavasrāṅgaṃ
auf dem Widder sitzend, an Gewand und Gliedern rot
śūlaśaktigadāvarān
Dreizack, Speer, Keule und Gewährungsgeste
karair bibhrāṇam īśānam
mit seinen Händen tragend, den Herrn
svedajaṃ bhūṃsutaṃ smaret
man gedenke des aus dem Schweiß [Śivas] entstandenen Erdensohns
man murmle den Mantra sechsmal hunderttausend [Mal, rasa=6], [und] mit aus Khadira-Holz gewonnenen Brennhölzern opfere man ein Zehntel davon im Feuer; am Śiva[-geweihten] Sitz verehre man Kuja,
Wort für Wort
rasalakṣaṃ japen mantraṃ
man murmle den Mantra sechsmal hunderttausend Mal
daśāṃśaṃ khadirodbhavaiḥ
ein Zehntel [davon], mit aus Khadira-Holz gewonnenen
nachdem man zuerst die Glieder verehrt hat, [zeichne man] ein Feld mit einundzwanzig Fächern; [dessen Namen sind:] Maṅgala, Bhūmiputra, Ṛṇahartā (Schuldentilger), Dhanapradā (Reichtumgewährer),
der Mantrakundige verehre die mit Maṅgala beginnenden [Gestalten], der Reihe nach an ihrem jeweils eigenen Platz befindlich; auch Indra u.a. mit dem Blitz u.a. — so wird der Mantra vollendet.
Wort für Wort
maṅgalādīn yajen mantrī
der Mantrakundige verehre die mit Maṅgala beginnenden
Eine sich einen Sohn wünschende, rehäugige [Frau] vollziehe das Bhauma(Maṅgala)-Gelübde; im Mārgaśīrṣa- oder im Vaiśākha-Monat ist der Gelübdebeginn gepriesen.
Zur Zeit der Morgenröte aufstehend, nachdem man wiederum die [morgendlichen] Notwendigkeiten verrichtet hat, putze man, schweigend, die Zähne mit einem Apāmārga-Zweig,
Wort für Wort
aruṇodayavelāyām utthāya
zur Zeit der Morgenröte aufstehend
āvaśyakaṃ punaḥ vinirvartya
nachdem man wiederum die Notwendigkeiten verrichtet hat
nachdem man einen geeigneten Brahmanen herbeigerufen hat, verehre man Kuja nach dessen Anweisung; man setze sich auf ein rotes Sitzpolster, auf mit rotem Kuhdung bestrichenem Boden,
Wort für Wort
yogyaṃ vipraṃ samāhūya
nachdem man einen geeigneten Brahmanen herbeigerufen hat
nachdem man rituelle Wassernahme vollzogen und Ort und Zeit sowie das Wunschziel bedacht hat, aussprechend, setze man die mit Maṅgala beginnenden Namen an den eigenen Gliedern ein,
Wort für Wort
ācamya deśakālau ca
nachdem man rituelle Wassernahme vollzogen hat, und Ort und Zeit
die Fromme setze in das Gesicht [den Namen] „der den Sāmaveda-Sängern Gnade Erweisende“, an Nase und Augen „Dharātmaja“, [den Namen] „Kuja“ [und] „Bhauma“ an die Stirn,
vinyasedrṛṣṭihartāraṃ mūrddhāntaṃ caraṇāditaḥ / nyasedante tato dikṣu sarvakāryārthasiddhidam
„Vṛṣṭihartā“ setze sie von den Füßen an bis zum Scheitel ein; am Ende setze sie sodann in den Himmelsrichtungen „der alle Vorhaben und Anliegen zur Vollendung Bringende“ ein,
Wort für Wort
vinyased vṛṣṭihartāraṃ
„Vṛṣṭihartā“ setze sie ein
mūrddhāntaṃ caraṇāditaḥ
bis zum Scheitel, von den Füßen an
nyaset ante tato dikṣu
am Ende setze sie sodann in den Richtungen ein
sarvakāryārthasiddhidam
„der alle Vorhaben und Anliegen zur Vollendung Bringende“
nābhau hṛdi śirasyāraṃ vakre bhūmijameva ca / vinyasyaivaṃ nije dehe dhyāyetprāgvaddharātmajam
— an den Nabel, das Herz [und] den Kopf „Ara“ [?], in das Gesicht ebenso „Bhūmija“ — nachdem man so am eigenen Leib eingesetzt hat, meditiere man wie zuvor über den Erdensohn.
Wort für Wort
nābhau hṛdi śirasi āraṃ
an den Nabel, das Herz [und] den Kopf „Ara“ [?]
vakre bhūmijam eva ca
in das Gesicht ebenso „Bhūmija“
vinyasya evaṃ nije dehe
nachdem man so am eigenen Leib eingesetzt hat
dhyāyet prāgvad dharātmajam
meditiere man wie zuvor über den Erdensohn
[?] „āraṃ“ als Name ist unklar; möglich wäre eine Kurzform eines der zuvor genannten 21 Namen.
und mit geistigen Opferdarbringungen verehrend, stelle man das Arghya bereit; in einem Dreieck, versehen mit einundzwanzig Fächern, auf einem kupfernen Blatt gezeichnet,
Wort für Wort
mānasair upacāraiś ca
und mit geistigen Opferdarbringungen
saṃpūjya ardhyaṃ nidhāpayet
verehrend stelle man das Arghya bereit
ekaviṃśatikoṣṭhāḍhye trikoṇe
in einem mit einundzwanzig Fächern versehenen Dreieck
āvāhyāṅgārakaṃ tatra raktapuṣpādibhiryajet / aṅgāni pūrvamārādhya maṅgalādīnprapūjayet
nachdem man dort Aṅgāraka herbeigerufen hat, verehre man ihn mit roten Blüten u.a.; nachdem man zuerst die Glieder verehrt hat, verehre man die mit Maṅgala beginnenden [Gestalten].
Wort für Wort
āvāhya aṅgārakaṃ tatra
nachdem man dort Aṅgāraka herbeigerufen hat
raktapuṣpādibhir yajet
verehre man mit roten Blüten u.a.
aṅgāni pūrvam ārādhya
nachdem man zuerst die Glieder verehrt hat
maṅgalādīn prapūjayet
verehre man die mit Maṅgala beginnenden [Gestalten]
ekaviṃśatikoṣṭheṣu cakramāraṃ ca bhūmijam / trikoṇeṣu ca sampūjya bahiraṣṭau ca mātṛkāḥ
in den einundzwanzig Fächern [verehre man] den Kreis, Māra und Bhūmija; und nachdem man in den Dreiecken verehrt hat, [verehre man] außen die acht Mütter,
Wort für Wort
ekaviṃśatikoṣṭheṣu
in den einundzwanzig Fächern
cakram āraṃ ca bhūmijam
den Kreis, Āra [?] und Bhūmija
trikoṇeṣu ca sampūjya
und nachdem man in den Dreiecken verehrt hat
bahir aṣṭau ca mātṛkāḥ
außen die acht Mütter
[?] „cakramāraṃ“ ist unklar; vermutlich zwei getrennte Bezeichnungen (‚Kreis‘ und ‚Māra‘, ein Beiname des Maṅgala) gemeint.
in ein kupfernes, mit reinem Wasser gefülltes Gefäß werfe man rotes Sandelholz, rote Blüten, ungeschälten Reis (Akṣata) und Früchte hinein und stelle [so] das Arghya bereit; dem Maṅgala lese der Mantrakundige sodann diese beiden Mantras vor:
Wort für Wort
tāmrapātre śuddhatoyapūrite
in ein kupfernes, mit reinem Wasser gefülltes Gefäß
raktacandanaṃ raktapuṣpākṣataphalāni ākṣipya
rotes Sandelholz, rote Blüten, Akṣata und Früchte hineinwerfend
ardhyaṃ samarpayet
stelle man das Arghya bereit
maṅgalāya tato mantrī idaṃ mantradvayaṃ paṭhet
dem Maṅgala lese der Mantrakundige sodann diese beiden Mantras vor
bhūmiputra mahātejaḥ svedodbhavapinākinaḥ / sutārthinī prapannā tvāṃ gṛhāṇārdhyaṃ namo 'stu te
„O Erdensohn, von großem Glanz, aus dem Schweiß des Pinākaträgers (Śiva) entstanden — sich einen Sohn wünschend, bin ich dir ergeben; empfange das Arghya, Verehrung sei dir!“
Mit den einundzwanzig zuvor genannten, auf „ṅe namaḥ“ endenden Namen, mit dem Praṇava beginnend, verneige man sich danach, und [vollziehe] ebenso viele Umwandlungen (Pradakṣiṇā),
Wort für Wort
ekaviṃśatipūrvoktair
mit den einundzwanzig zuvor genannten
ṅenamontaiś ca nāmabhiḥ
auf „ṅe namaḥ“ endenden Namen
tārādyaiḥ praṇamet paścāt
mit dem Praṇava beginnend verneige man sich danach
dharaṇīgarbhasaṃbhūtaṃ vidyuttejaḥ samaprabham / kumāraṃ śaktihastaṃ ca maṅgalaṃ praṇamāmyaham
„Den aus dem Schoß der Erde Entstandenen, dem Glanz des Blitzes gleichenden, den Jüngling, den den Speer in der Hand Haltenden, den Maṅgala, verneige ich mich vor ihm.“
tato rekhātrayaṃ kuryātkhadirāṅgārakeṇa ca / mārjayedvāmapādena mantrābhyāṃ ca samāhitā
dann ziehe man mit Khadira-Holzkohle drei Linien [auf den Boden], und wische [sie] wohlgesammelt mit dem linken Fuß und mit den beiden [folgenden] Mantras aus:
„zur Vernichtung von Schuld und Leid, zur Erfüllung des im Herzen ersehnten Anliegens wische ich die drei dunklen, aus drei Geburten entstandenen Linien aus.“
Er, der, wenn er in rückläufigen Lauf gerät, den Menschen Leid bereitet, [aber] verehrt Glück und Wohlergehen [schenkt] — Verehrung sei ihm, dem Erdensohn!
man überreiche dem Lehrer ein goldenes Bhauma-Bildnis; in dem in der Scheibe stehenden Krug sei [der Gott] zu verehren, zur Erlangung von Sohn und Glück,
Wort für Wort
bhaumamūrtiṃ svarṇamayīm
ein goldenes Bhauma-Bildnis
ācāryāya samarpayet
überreiche man dem Lehrer
maṇḍalasthe ghaṭe 'bhyarcyet
in dem in der Scheibe stehenden Krug sei zu verehren
— so erlangt die dem Gelübde ergebene Frau glückhafte Söhne; zur Vernichtung von Schuld und um des Reichtums willen möge auch ein Mann das Gelübde vollziehen,
Wort für Wort
evaṃ vrataparā nārī
so [erlangt] die dem Gelübde ergebene Frau
prāpnuyāt subhagān sutān
erlangt glückhafte Söhne
ṛṇanāśāya vittārthaṃ
zur Vernichtung von Schuld, um des Reichtums willen
der Brahmane murmle den vedischen Mantra „agnirmūrdhā“ [d.h. den Puruṣasūkta-Vers]. Nun will ich, zur Vollendung der Verehrung, die Gāyatrī des Aṅgāraka verkünden:
tanno bhaumaḥ pracovarṇāndayānditi ca saṃvadet / bhaumasyaiṣā tu gāyatrī japtuḥ sarveṣṭasiddhidā
„tanno bhaumaḥ“, die Silben „praco“ [und] „dayāt“ spreche man aus. Dies aber ist die Gāyatrī des Bhauma; sie gewährt dem Murmelnden die Erfüllung aller Wünsche.
Wort für Wort
tanno bhaumaḥ pracovarṇān
„tanno bhaumaḥ“, die Silben „praco“
dayāt iti ca saṃvadet
[und] „dayāt“ spreche man aus
bhaumasya eṣā tu gāyatrī
dies aber ist die Gāyatrī des Bhauma
japtuḥ sarveṣṭasiddhidā
sie gewährt dem Murmelnden die Erfüllung aller Wünsche
Dies ist fürwahr die Bhauma-Verehrung. Nun wird der Budha(Merkur)-Mantra genannt: auf „pha“ endend, mit Karṇa und Indu verbunden, „budhaḥ“, auf „ṅeṃ“ [und dann] auf „ha“ endend,
Wort für Wort
bhaumopāsanam etad dhi
dies ist fürwahr die Bhauma-Verehrung
budhamantram atha ucyate
nun wird der Budha-Mantra genannt
phaāntaḥ karṇendusaṃyukto
auf „pha“ endend, mit Karṇa und Indu verbunden
budho ṅeṃte hadantimaḥ
„budhaḥ“, auf „ṅeṃ“ [und dann] auf „ha“ endend [?]
[?] Die genaue Silben-Konstruktion dieser Mantroddhāra-Angabe (phaāntaḥ karṇendusaṃyukto, ṅeṃte hadantimaḥ) bleibt im Detail unsicher.
— dieser sechssilbige [rasa=6] Budha-Mantra; sein Ṛṣi ist als Brahmā verkündet, das Versmaß die Paṅkti, die Gottheit aber Budha, der den Menschen alle Wünsche Gewährende,
das erste [Wort] ist das bīja, „namaḥ“ die Śakti, der Anwendungszweck die Erlangung von allem. Ich verehre stets voll Hingabe Budha, in gelbe Gewänder und Schmuck gekleidet,
mit seiner linken Hand auf dem Knie ruhend, mit der anderen die Furchtlosigkeits[geste haltend] — so meditierend, murmle man, mit gebändigten Sinnen, tausendmal,
Wort für Wort
jānustha-vāmahastāḍhyaṃ
mit seiner auf dem Knie ruhenden linken Hand
sābhaya-itara-pāṇikam
mit der anderen Hand die Furchtlosigkeitsgeste [haltend]
[und] opfere ein Zehntel davon mit geklärter Butter; am Sitz verehre man mit den zuvor genannten [Śaktis]; mit den Gliedern, den Müttern, den Weltenhütern und ihren Waffen verehre man Budha,
Wort für Wort
daśāṃśaṃ juhuyād ājyaiḥ
opfere ein Zehntel mit geklärter Butter
pīṭhe pūrvoditaiḥ arcayet
am Sitz verehre man mit den zuvor genannten [Śaktis]
aṅgamātṛdiśāpālahetibhiḥ
mit den Gliedern, Müttern, Weltenhütern und ihren Waffen
— dann schwindet zweifellos rasch seine von den Planeten verursachte Not. Dies ist die Verehrung des Budha verkündet; höre [nun] die Verehrung des Guru (Bṛhaspati):
Das Wort „Bṛhaspati“, auf „ṅeṃ“ endend, mit dem mondversehenen Anfangsbuchstaben geschmückt, auf „namaḥ“ endend — dieser achtsilbige [Mantra]; sein Ṛṣi gilt als Brahmā,
Wort für Wort
bṛhaspatipadaṃ ṅeṃtaṃ
das Wort „Bṛhaspati“, auf „ṅeṃ“ endend
seṃdvādyarṇāghamaṇḍitam
mit dem mondversehenen Anfangsbuchstaben geschmückt
das Versmaß ist Anuṣṭubh, die Gottheit der Lehrer der Götter (Bṛhaspati); das erste [Wort] ist das bīja, „hṛdaya“ die Śakti; mit dem Paar der langen [Vokale des] Feuers und des Mondes [vollziehe man] die Glieder-Bildung.
Wort für Wort
chando 'nuṣṭup surācāryo devatā
das Versmaß Anuṣṭubh, die Gottheit der Lehrer der Götter
bījam ādimam
das erste [Wort ist] das bīja
hṛcchaktir
„hṛdaya“ [ist] die Śakti
dīrghavahnīnduyugalena aṅgakalpanā
mit dem Paar der langen [Vokale des] Feuers und Mondes die Glieder-Bildung
— [man meditiere über Bṛhaspati], mit seiner linken Hand auf einem Haufen [Schätze] ruhend, aus der rechten Hand Juwelen ausstreuend, mit gelben Blumen, Schmuck, Salbe und Gewändern geehrt,
Wort für Wort
nyastavāmakaraṃ rāśau
mit seiner linken Hand auf einem Haufen ruhend
ratnānāṃ dakṣiṇāt karāt
aus der rechten Hand mit Juwelen
kirantaṃ
ausstreuend
pītapuṣpālaṅkārālepāṃśukārcitam
mit gelben Blumen, Schmuck, Salbe und Gewändern geehrt
— man gedenke des Lehrers der Götter, des Schatzes allen Wissens, von goldenem Glanz; der Japa [betrage] hunderttausend[-mal], [und] mit einem Zehntel davon opfere man mit geklärter Butter oder Speise,
Wort für Wort
sarvavidyānidhiṃ devaguruṃ
den Schatz allen Wissens, den Lehrer der Götter
svarṇadyutiṃ smaret
von goldenem Glanz, man gedenke [seiner]
lakṣaṃ japo daśāṃśena
der Japa [betrage] hunderttausend[-mal], mit einem Zehntel davon
am [aus] Dharma u.a. [gebildeten] Sitz verehre man, samt Gliedern, Weltenhütern und ihren Waffen; wenn so der Mantra vollendet ist, erlange der Mantrakundige das eigene Ersehnte,
Wort für Wort
dharmādipīṭhe prayajet
am aus Dharma u.a. gebildeten Sitz verehre man
aṅgadikpālahetibhiḥ
samt Gliedern, Weltenhütern und ihren Waffen
evaṃ siddhe manau mantrī
wenn so der Mantra vollendet ist, der Mantrakundige
— bei Nöten wie Unglück, Krankheit u.a., bei Streit unter den eigenen Angehörigen entstandenem, opfere man mit aus Pippala-Holz gewonnenen Brennhölzern zu deren Beseitigung,
Wort für Wort
viparogādipīḍāsu
bei Nöten wie Unglück, Krankheit u.a.
kalahe svajanodbhave
bei Streit unter den eigenen Angehörigen entstandenem
— nachdem der Mantrakundige drei Tage lang mit in geklärter Butter getränkten Jasminblüten geopfert hat, erlangt er rasch hundertzwanzig[fach Reichtum], Gewänder [und] Erde (Land).
Wort für Wort
hutvā dinatrayaṃ mantrī
nachdem der Mantrakundige drei Tage lang geopfert hat
niśāpuṣpair ghṛtaplutaiḥ
mit in geklärter Butter getränkten Jasminblüten
sa viṃśatiśataṃ śīghraṃ [?]
er [erlangt] rasch hundertzwanzig[fach] [?]
vāsāṃsi labhate mahīm
Gewänder [und] Land erlangt er
[?] „sa viṃśatiśataṃ“ (etwa: ‚hundertzwanzig‘) bleibt als Zahlangabe ohne klaren Bezugsgegenstand unsicher; sinngemäß auf die folgenden Genüsse bezogen wiedergegeben.
Dies ist die Verehrung des Guru verkündet; höre nun die des Śukra (Venus): „Vastraṃ me dehi“, [gerichtet] an Śukra, mit doppeltem „ṭha“ endend, mit Dhruva u.a. beginnend,
Wort für Wort
guror ārādhanaṃ proktaṃ
die Verehrung des Guru ist verkündet
śṛṇu śukrasya sāṃpratam
höre nun die des Śukra
vastraṃ me dehi śukrāya
„gib mir ein Gewand“, an Śukra [gerichtet]
ṭhadvayānto dhruvādikaḥ
mit doppeltem „ṭha“ endend, mit Dhruva u.a. beginnend
[?] Die genaue Mantroddhāra-Konstruktion „vasraṃ me dehi śukrāya ṭhadvayānto“ bleibt im Detail unsicher.
— dieser elfsilbige [rudra=11] Mantra; sein Ṛṣi ist Brahmā, das Versmaß Virāḍvirāj[?], die Gottheit der Priester der Daityas (Śukra); das bīja ist Dhruva, die Śakti Vasupriyā,
Wort für Wort
rudrārṇo 'yaṃ manur
dieser elfsilbige Mantra
brahmā munir chando virāhuta
sein Ṛṣi ist Brahmā, das Versmaß Virāhuta [?]
daityejyo devatā bījaṃ dhruvaḥ
die Gottheit der Priester der Daityas, das bīja Dhruva
śaktir vasupriyā
die Śakti Vasupriyā
[?] „virāhuta“ als Versmaßname bleibt unklar; möglicherweise eine Sonderform von „Virāṭ“.
mit den Silben „Erde-Auge“, „Mond-Auge“, „Feuer-Auge“ bilde sich die Sechsglieder-[Einsetzung]. [Man meditiere über Śukra] in weißes Gewand, Salbe und Schmuck gekleidet, mit der Hand Reichtum Gewährend,
Wort für Wort
bhūnetra-candranetra-agninetrārṇaiḥ
mit den Silben „Erde-Auge“, „Mond-Auge“, „Feuer-Auge“
— mit der linken [Hand] die Lehr-Mudrā [haltend] — der Kluge gedenke des Śukra [nach vorstehender Beschreibung, ohne] Fehler; man murmle den Mantra zehntausendmal und opfere ein Zehntel davon mit geklärter Butter,
Wort für Wort
vāmena śukraṃ
mit der linken [Hand hält er]; Śukra
vyākhyānamudrā-adoṣaṃ smaret sudhīḥ
der Kluge gedenke [seiner], die Lehr-Mudrā [haltend], fehlerfrei [?]
ayutaṃ prajapen mantraṃ
man murmle den Mantra zehntausendmal
daśāṃśaṃ juhuyād ghṛtaiḥ
und opfere ein Zehntel davon mit geklärter Butter
[?] „doṣaṃ“ im Zusammenhang mit „vyākhyānamudrā“ ist syntaktisch unklar; probeweise als ‚ohne Fehler‘ (a-doṣam?) gedeutet.
am [aus] Dharma u.a. [gebildeten] Sitz verehre man, samt Gliedern, Indra u.a. und deren Waffen; mit weißen, wohlduftenden Blüten opfere man am Freitag (Bhṛgu-Tag),