Sanandana sprach: Ich werde dir das Nirukta (die Wortableitungslehre) verkünden, das vorzüglichste Glied des Veda für das Verstehen (śrotrāṅga); dieses wird als fünffach bezeichnet, vedisch, in Gestalt der Verbalwurzeln.
Wort für Wort
sanandana uvāca
Sanandana sprach
niruktaṃ te pravakṣyāmi
ich werde dir das Nirukta verkünden
vedaṃ śrotrāṅgamuttamam
das vorzüglichste (Hilfs-)Glied des Veda
tatpañcavidhamākhyātaṃ
dieses wird als fünffach bezeichnet
vaidikaṃ dhāturūpakam
vedisch, in Gestalt der Verbalwurzeln
[Anm.: Dem eigentlichen Vers 1 geht im Quelltext die Kolophonzeile „iti śrībṛhannāradīyapurāṇe pūrvabhāge bṛhadupākhyāne dvitīyapāde vyākaraṇanirūpaṇaṃ nāma dvipañcāśattamo 'dhyāyaḥ“ samt Trennlinie voraus – der Schlusskolophon des vorangehenden (51.) Kapitels. Diese Zeile wurde nicht in den Vers-Text (sa) übernommen, da sie erkennbar nicht zu V.1 gehört.] [?: „śrotrāṅgam“ wörtlich „Ohr-Glied“ – gemeint ist das Nirukta als eines der sechs Vedāṅgas, der dem Verstehen (Hören) des Veda dienenden Hilfswissenschaften.]
Manchmal gibt es dabei den Zusatz eines Lautes, manchmal die Umstellung von Lauten; irgendwo eine Veränderung der Laute, manchmal gilt der Schwund von Lauten.
Wort für Wort
kvacidūrṇāgamastatra
manchmal gibt es dabei den Zusatz eines Lautes
kvacidvarṇaviparyayaḥ
manchmal die Umstellung von Lauten
vikāraḥ kvāpi varṇānāṃ
irgendwo eine Veränderung der Laute
varṇanāśaḥ kvacinmataḥ
manchmal gilt der Schwund von Lauten
[?: „ūrṇāgamaḥ“ als „varṇāgamaḥ“ (Lautzusatz) gedeutet – Standardbegriff der Nirukta-Methodik (varṇāgama, varṇaviparyaya, varṇavikāra, varṇanāśa).]
tathā vikāranāśābhyāṃ varṇānāṃ yatra nārada / dhātoryogātiśayī ca saṃyogaḥ parikīrtitaḥ
Und wobei durch Veränderung und Schwund der Laute, o Nārada, sowie durch eine Verstärkung der Verbindung mit der Verbalwurzel (dies geschieht) — dies wird als 'saṃyoga' (Verbindung, die fünfte Art) bezeichnet.
Wort für Wort
tathā vikāranāśābhyāṃ
und durch Veränderung und Schwund
varṇānāṃ yatra nārada
der Laute, wobei, o Nārada
dhātoryogātiśayī ca
und eine Verstärkung der Verbindung mit der Wurzel
'Haṃsaḥ' (Schwan) entsteht durch Lautzusatz, 'siṃhaḥ' (Löwe) durch Lautumstellung, 'gūḍhātmā' (der Verborgene) durch Lautveränderung, 'pṛṣodara' durch Lautschwund.
Bei Wörtern wie 'bhramara' (Biene) usw. ist die fünfte Art, die 'Verbindung' (yoga), zu erkennen; 'vielfältig im Chandas (vedischen Sprachgebrauch)' wird hierbei gesagt; darüber ist noch weiter zu sprechen.
Wort für Wort
bhramarāduṣu śabdeṣu
bei Wörtern wie 'bhramara' usw.
jñeyo yogo hi pañcamaḥ
ist die fünfte Art, die Verbindung, zu erkennen
bahulaṃ chandasītyuktam
'vielfältig im Chandas' wird gesagt
atra vācyaṃ punarvasū
darüber ist noch weiter zu sprechen
[?: „vācyaṃ punarvasū“ unklar; möglicherweise verderbte Anrede oder Verweis auf weitere Ausführung ('punar vaco' – 'weitere Rede').]
nabhasvadvṛṣaṇaścaivāparasmaipadi cāpi hi / paraṃ vyavahitāścāpi gatisaṃjñāstathā hi ā
'Nabhasvat' (windhaft) und 'vṛṣaṇaḥ' ebenso, auch im Nicht-Parasmaipada (d. h. im Ātmanepada); ferner auch getrennt stehende (vyavahita), ebenso die mit der Bezeichnung 'gati' (Präverb) versehenen, sowie 'ā' (als Präverb).
Wort für Wort
nabhasvadvṛṣaṇaścaiva
'Nabhasvat' und 'vṛṣaṇaḥ' ebenso
aparasmaipadi cāpi hi
auch im Nicht-Parasmaipada
paraṃ vyavahitāścāpi
ferner auch getrennt stehende
gatisaṃjñāstathā hi ā
die mit 'gati' bezeichneten, sowie 'ā'
[?: Verssinn im Detail unsicher; betrifft offenbar Regeln zu Präverbien (gati) und deren Trennbarkeit im vedischen Sprachgebrauch.]
Eine Vertauschung der Kasus findet statt, wie in 'dadhanā juhoti' (er opfert mit Dickmilch) fürwahr; abhyutsādayāmaketuḥ, dhvanayīt und dergleichen ebenso; niṣṭarkyāndyāḥ werden ebenso genannt, sowie 'gṛbhāya' und dergleichen ebenso.
Wort für Wort
vibhaktīnāṃ viparyāso
eine Vertauschung der Kasus findet statt
yathā dadhanā juhoti hi
wie in 'dadhanā juhoti' fürwahr
abhyutsādayāmaketurdhvanayītpramukhāstathā
abhyutsādayāmaketuḥ, dhvanayīt und dergleichen
niṣṭarkyāndyāstathoktāśca gṛbhāyetyādikāstathā
niṣṭarkyāndyāḥ, sowie 'gṛbhāya' und dergleichen
[Anm.: Liste vedischer Formen mit unregelmäßiger Kasus- bzw. Modusbildung (bahulaṃ chandasi); mehrere Einzelformen (abhyutsādayāmaketuḥ, dhvanayīt, niṣṭarkyāndyāḥ) nicht sicher aufzulösen.]
suptiṅupagrahaliṅganarāṇāṃ kālahalūcūsvarakartṛyaḍāṃ ca / vyatyayamicchati śāsrakṛdeṣāṃ so 'pi ca siddhyati bāhulakena
Einen Wechsel bei sup und tiṅ (Nominal- und Verbalendungen), bei Genus, Person, Tempus, Konsonant und Vokal, Betonung, Handelndem und dem yaṅ(-Suffix) wünscht der Verfasser der Lehrschrift bei diesen (vedischen Formen); auch dies bewahrheitet sich durch freie Bildung (bāhulaka).
Wort für Wort
suptiṅupagrahaliṅganarāṇāṃ
bei sup und tiṅ, bei Genus, Person
kālahalūcūsvarakartṛyaḍāṃ ca
bei Tempus, Konsonant/Vokal, Betonung, Handelndem, yaṅ
vyatyayamicchati śāsrakṛdeṣāṃ
einen Wechsel wünscht der Verfasser der Lehrschrift bei diesen
so 'pi ca siddhyati bāhulakena
auch dies bewahrheitet sich durch freie Bildung
[?: Aufzählung der Vertauschungskategorien im Detail teils unsicher übersetzt.]
[?: „tripañcakam“ wörtlich 'Drei-Fünf-Gruppe'; Bezugsgröße unsicher, hier als 'dreizehn' bzw. Bezeichnung einer Achter-/Fünfzehnergruppe von Beispielen gedeutet.]
urviyā svaprayā vāravadhvādaduhavaivadhī / yajadhvainamemasi ca snātvī gatvā pacāsthabhauḥ
'Urviyā' (weithin), svaprayā, vāravadhvā, adat, uvāha, vidhī; yajadhvai, nam, emasi, sowie 'snātvī' (nach dem Baden), 'gatvā' (nachdem gegangen), paca, sthabhauḥ.
Wort für Wort
urviyā svaprayā vāravadhvād
'urviyā', svaprayā, vāravadhvā
aduhavaivadhī
adat, uvāha, vidhī
yajadhvainamemasi ca
yajadhvai, nam, emasi
snātvī gatvā pacāsthabhauḥ
'snātvī', 'gatvā', paca, sthabhauḥ
[Anm.: Vers besteht aus einer Kette schwer identifizierbarer vedischer Sonderformen (v. a. Absolutiv- und Verbalvarianten); eine sichere Gesamtauflösung ist nicht möglich.]
mitrayuśca durasvā vā hātvā sudhitamityapi / dadhartyādyā svavadbhiśca sasūveti ca dhiṣva ca
mitrayu und durasvā, oder 'hātvā' (nachdem verlassen), 'sudhitam' (wohlgesetzt) ebenso; 'dadharti' (er hält) und dergleichen, mit svavat ebenso, 'sasūva' (sie gebar), sowie 'dhiṣva' (halte!).
Wort für Wort
mitrayuśca durasvā vā
mitrayu und durasvā, oder
hātvā sudhitamityapi
'hātvā', 'sudhitam' ebenso
dadhartyādyā svavadbhiśca
'dadharti' und dergleichen, mit svavat ebenso
sasūveti ca dhiṣva ca
'sasūva' sowie 'dhiṣva'
[Anm.: Weitere Liste vedischer Sonderformen; mehrere Einzelformen (mitrayu, durasvā, svavat) unsicher.]
brūhyādyādeḥ parasyāpyau śrāvayetyādike plutaḥ / dāśvāṃśva svatavānyāpautribhiṣṭvaṃ ca nṛbhiṣṭutaḥ
Bei 'brūhi' usw., am Anfang oder auch am Ende (des Wortes), wie bei 'śrāvaya' usw., findet sich die Pluti (dreifache Vokallänge); 'dāśvān' (der Verehrende), svatavān, yāpau, 'tribhiḥ' (mit dreien), 'tvam' (du) und 'nṛbhiḥ' (mit den Männern), 'stutaḥ' (gepriesen).
abhīṣuṇa ṛtāvāhaṃ nyaṣīdannṛmaṇā api / caturvidhādbāhulakātpravṛtterapravṛttitaḥ
abhīṣuṇaḥ, 'ṛtāvā' (der Wahrheitsbringende), 'aham' (ich), 'nyaṣīdan' (sie setzten sich nieder), 'nṛmaṇāḥ' (menschgesinnt) ebenso; von der vierfachen freien Bildung (bāhulaka) her, sei es durch Vorkommen oder durch Nicht-Vorkommen —
— durch fakultative Regel (vibhāṣā), auf andere Weise: alles Vedische bewahrheitet sich so. Die mit 'bhū' beginnenden Wurzeln sind zu erkennen; sie gelten als dem Parasmaipada zugehörig —
Wort für Wort
vibhāṣayānyathābhāvāt
durch fakultative Regel, auf andere Weise
sarvaṃ siddhyeñca vaidikam
alles Vedische bewahrheitet sich so
bhūvādyā dhātavo jñeyāḥ
die mit 'bhū' beginnenden Wurzeln sind zu erkennen
Die mit 'edh' beginnenden Wurzeln sind Ātmanepada-sprechend und mit udātta-Stummlaut versehen, sechsunddreißig an der Zahl; die mit 'at' beginnenden, achtunddreißig, sind Parasmaipada-(verwendend), o Weiser.
Wort für Wort
edhādyā ātmanebhāṣā
die mit 'edh' beginnenden sind Ātmanepada-sprechend
lokṛpūrvā dvicatvāriṃśaduktā ca hyātmane pade / udāttetaratu pañcāśatphakkādyāḥ parikīrtitāḥ
Die mit 'lokṛ' beginnenden, zweiundvierzig, werden für das Ātmanepada genannt; die nicht-akzentuierten (anudātta) aber, fünfzig, mit 'phakk' beginnend, werden genannt.
Die mit 'varc' beginnenden, mit anudātta-Stummlaut, einundzwanzig, werden genannt; die mit 'gup' beginnenden, zweiundvierzig, mit udātta-Stummlaut, werden genannt.
Wort für Wort
varcādyā anudātteta
die mit 'varc' beginnenden, mit anudātta-Stummlaut
dhiṇyādayo 'nudātteto daśa proktā hi śābdikaiḥ / aṇādayopyudāttetaḥ saptaviṃśatidhātavaḥ
Die mit 'dhiṇ' beginnenden, mit anudātta-Stummlaut, zehn, werden von den Grammatikern fürwahr genannt; die mit 'aṇ' beginnenden, mit udātta-Stummlaut, siebenundzwanzig Wurzeln.
Wort für Wort
dhiṇyādayo 'nudātteto
die mit 'dhiṇ' beginnenden, mit anudātta-Stummlaut
Die mit 'am' beginnenden werden fürwahr von den Grammatikern als vierunddreißig bezeichnet; die mit 'mavya' beginnenden, zweiundsiebzig an der Zahl, sind mit udātta-Bindung.
svāriteddhāvudhātustu eka eva prakīrtitaḥ / kṣudhādayo 'nudātteto dviṣapañcāśadudāhṛtāḥ
Die Wurzel mit svarita-Stummlaut und beginnend mit 'dhāv' ist nur eine einzige, wird genannt; die mit 'kṣudh' beginnenden, mit anudātta-Stummlaut, zweiundfünfzig, werden angeführt.
Wort für Wort
svāriteddhāvudhātustu
die Wurzel mit svarita-Stummlaut, beginnend mit 'dhāv'
eka eva prakīrtitaḥ
ist nur eine einzige, wird genannt
kṣudhādayo 'nudātteto
die mit 'kṣudh' beginnenden, mit anudātta-Stummlaut
Die mit 'ghuṣi' beginnenden, mit udātta-Stummlaut, achtundachtzig Wurzeln gelten; die mit 'dyut' beginnenden, mit anudātta-Stummlaut, zweiundzwanzig, gelten dazu.
Wort für Wort
ghuṣirādyā udāttato
die mit 'ghuṣi' beginnenden, mit udātta-Stummlaut
'ṣṭāśītirdhātavo matāḥ
achtundachtzig Wurzeln gelten
dyutādyā anudātteto
die mit 'dyut' beginnenden, mit anudātta-Stummlaut
ṣitasrayodaśa ghaṭādiṣvenudatteta īritaḥ / tato jvaladudātteto dvipañcāśanmitāstathā
Mit ṣ-Stummlaut dreizehn, unter den mit 'ghaṭa' beginnenden, mit anudātta-Stummlaut, werden genannt; sodann die mit 'jval' beginnenden, mit udātta-Stummlaut, zweiundfünfzig an der Zahl ebenso.
Wort für Wort
ṣitasrayodaśa ghaṭādiṣv
mit ṣ-Stummlaut dreizehn, unter den mit 'ghaṭa' beginnenden
enudatteta īritaḥ
mit anudātta-Stummlaut, werden genannt
tato jvaladudātteto
sodann die mit 'jval' beginnenden, mit udātta-Stummlaut
Mit svarita-Stummlaut wird 'rājṛ' genannt; 'stana', 'he', 'bhrājṛ' — drei weitere; mit anudātta-Stummlaut werden (Wurzeln) genannt, von 'bhā' an mit udātta-Akzent bis 'sya'.
saho 'nudāttedekastu ramaiko 'pyātmanaipadī / sadasraya udāttetaḥ kucādvedā udātta it
'Sah' mit anudātta-Stummlaut ist eine einzige Wurzel; auch 'ram' eine einzige, Ātmanepada-(verwendend); 'sad' — drei Wurzeln, mit udātta-Stummlaut; die mit 'kuc' beginnenden Wurzeln haben udātta-Stummlaut.
Mit svarita-Stummlaut, fünfunddreißig, die mit 'hik' beginnenden, sodann weiter; mit svarita-Stummlaut, die mit 'chiñ', 'bhṛñ' beginnenden, vier, mit svarita-Stummlaut sodann.
Wort für Wort
svaritetaḥ pañcatriṃśad
mit svarita-Stummlaut, fünfunddreißig
dhikkādyāśca tataḥ param
die mit 'hik' beginnenden, sodann weiter
svaritecchiñbhṛñādyāś
mit svarita-Stummlaut die mit 'chiñ', 'bhṛñ' beginnenden
Die mit 'dheṭ' beginnenden, Parasmaipada-(verwendend), sechsundvierzig, werden genannt; achtzehn mit 'smiṅ' beginnende aber gelten als Ātmanepada-(verwendend).
Wort für Wort
dheṭaḥ parasmaipadinaḥ
die mit 'dheṭ' beginnenden, Parasmaipada-(verwendend)
Davon drei, mit anudātta-Stummlaut, mit 'pūṅ' beginnend, werden genannt; 'hṛ' ist Parasmaipada-(verwendend), und Ātmanepada-sprechend sind die drei Wurzeln mit 'gup'.
Wort für Wort
tatasrayo 'nudāttetaḥ
davon drei, mit anudātta-Stummlaut
pūṅādyāḥ parikīrtitāḥ
mit 'pūṅ' beginnend, werden genannt
hṛparasmaipadī cātmanebhāṣāstu
'hṛ' ist Parasmaipada-(verwendend), und Ātmanepada-sprechend
'Rabh', 'dabh' mit anudātta-Stummlaut; mit ñ-Stummlaut 'kṣvid', mit udātta-Stummlaut versehen, gilt; fünf sind Parasmaipada-(verwendend), zehn die mit 'skambh' beginnenden ebenso.
Wort für Wort
rabhadyabdayanudātteto
'Rabh', 'dabh' mit anudātta-Stummlaut
ñikṣvidotātta inmataḥ
mit ñ-Stummlaut 'kṣvid', mit udātta-Stummlaut versehen, gilt
Die Wurzel mit kit-Merkmal und udātta-ñ-Stummlaut sowie 'dān', 'śān' sind beide (Diathesen, Ubhayapada); mit svarita-Stummlaut gelten die mit 'pac' beginnenden als Parasmaipada-(verwendend).
Mit svarita-Stummlaut drei, und diese beiden, 'vad' und 'vac', gelten als (in besonderer Weise) erklärend; dies sind die mit 'bhū' beginnenden Wurzeln (der ersten Klasse), tausendsechs an der Zahl gelten sie.
Als Ātmanepada-(verwendend) werden 'ṣūṅ' und 'śīṅ', diese beiden, von den Grammatikern genannt, o Weiser; als Parasmaipada-(verwendend) werden die mit 'ṣu' beginnenden, sieben Wurzeln, genannt.
Wort für Wort
ātmanepadinau proktau
als Ātmanepada-(verwendend) werden genannt
ṣūṅśīṅdvau śābdikairmune
'ṣūṅ' und 'śīṅ', diese beiden, von den Grammatikern, o Weiser
Mit svarita-Stummlaut wird 'ūrṇuñ' als eine einzige Wurzel genannt, o Fürst der Weisen; die mit 'ghu' beginnenden, drei, werden als Parasmaipada-(verwendend) ebenso angeführt.
Achtzehn, die mit 'rā' beginnenden, gelten als Parasmaipada-(verwendend); 'iṅ' wird als Ātmanepada-(verwendend) genannt, eine einzige Wurzel, o Nārada.
Die mit 'vid' und 'ad' beginnenden, vier, gelten als Parasmaipada-(verwendend); 'ñiṣvap' im Sinn von 'schlafen' wird ebenso als Parasmaipada-(verwendend) angeführt.
parasmaipadinaścaiva te mayoktāḥ syamādayaḥ / dīdhīṅveṅsmṛtau dhātū ātmanepadinau mune
Und als Parasmaipada-(verwendend) wurden diese von mir genannt, die mit 'syam' beginnenden; 'dīdhīṅ' und 'veṅ' sind, nach der Überlieferung, zwei Wurzeln, Ātmanepada-(verwendend), o Weiser.
Wort für Wort
parasmaipadinaścaiva
und als Parasmaipada-(verwendend)
te mayoktāḥ syamādayaḥ
wurden diese von mir genannt, die mit 'syam' beginnenden
dīdhīṅveṅsmṛtau dhātū
'dīdhīṅ' und 'veṅ', nach der Überlieferung, zwei Wurzeln
prathādayasrayaścāpi udāttetaḥ prakīrtitāḥ / carkarītaṃ ca hnuṅ prokto 'nudāttenmunisattama
Die mit 'prath' beginnenden, drei, werden auch mit udātta-Stummlaut genannt; 'carkarīta' und 'hnuṅ' werden mit anudātta-Stummlaut genannt, o Bester der Weisen.
Dreiundsiebzig Wurzeln werden in der 'ad'-Klasse (2. Klasse, adādi) genannt; die mit 'dā' beginnenden Wurzeln gelten, wie überliefert, als Parasmaipada-(verwendend).
Mit svarita-Stummlaut fürwahr wird 'bhṛñ' genannt, mit udātta-Stummlaut wird 'ḍhāk' genannt; 'māṅ' und 'hāṅ', diese beiden, haben anudātta-Stummlaut, mit svarita-Stummlaut steht es bei den 'dā'-Wurzeln.
Wort für Wort
svaritedvai bhṛñākhyāta
mit svarita-Stummlaut fürwahr wird 'bhṛñ' genannt
udāteddhāk prakīrtitaḥ
mit udātta-Stummlaut wird 'ḍhāk' genannt
māṅhāṅdvāvanudāttetau
'māṅ' und 'hāṅ', diese beiden, haben anudātta-Stummlaut
'Vāṇiti', 'ir' und dergleichen, drei, werden auch mit svarita-Stummlaut angeführt; die mit 'ghṛ' beginnenden, zwölf, gelten ebenso als Parasmaipada-(verwendend).
Zweiundzwanzig Wurzeln werden hier in der 'hu'-Klasse (3. Klasse, juhotyādi) angeführt; die mit 'div' beginnenden (4. Klasse), fünfundzwanzig, werden als Parasmaipada-(verwendend) genannt.
'Ṣūṅ' und 'dūṅ', diese beiden Wurzeln, sind auch Ātmanepada-(verwendend), o Nārada; mit o-Stummlaut, die mit 'pūṅ' beginnenden, sieben, gelten als Ātmanepada-(verwendend).
Wort für Wort
ātmanepadinau dhātū
diese beiden Wurzeln sind Ātmanepada-(verwendend)
ṣūṅdūṅdvāvapi nārada
'Ṣūṅ' und 'dūṅ', auch, o Nārada
oditaḥ pūṅmukhāḥ sapta
mit o-Stummlaut, die mit 'pūṅ' beginnenden, sieben
Als Ātmanepada-(verwendend), o Brahmane, werden hier die mit 'dīṅ' beginnenden genannt; die mit 'syati' beginnenden gelten, wie überliefert, als Parasmaipada-(verwendend).
Die mit 'jan' beginnenden, fünfzehn, sind Ātmanepada-(verwendend), o Weiser; die mit 'mṛṣ' beginnenden, mit svarita-Stummlaut, fünf Wurzeln, werden genannt.
Wort für Wort
janyādayaḥ pañcadaśa
die mit 'jan' beginnenden, fünfzehn
ātmanepadino mune
sind Ātmanepada-(verwendend), o Weiser
mṛṣādyāḥ svaritetastu
die mit 'mṛṣ' beginnenden, mit svarita-Stummlaut aber
Elf, die mit 'pad' beginnenden aber, gelten als Ātmanepada-(verwendend); 'rādh' ist hier nur transitiv, in der 'su'-Klasse (5.) und der 'cur'-Klasse (10.) bei der Bedeutung 'wachsen lassen'.
Wort für Wort
ekādaśa padādyāstu
elf, die mit 'pad' beginnenden aber
hyātmanepadino matāḥ
gelten als Ātmanepada-(verwendend)
rādhoḥ karmaka evātra
'rādh' ist hier nur transitiv
vṛddhau svādicurādike
bei der Bedeutung 'wachsen', in der 'su'- und 'cur'-Klasse
Mit udātta-Stummlaut, die mit 'tud' beginnenden aber (6. Klasse), dreizehn, werden genannt; als Parasmaipada-(verwendend), acht hier, die mit 'radh' beginnenden, werden genannt.
Wort für Wort
udāttetastudādyāstu
mit udātta-Stummlaut, die mit 'tud' beginnenden aber
Die mit 'sam' beginnenden, mit udātta-Stummlaut, sechsundvierzig, werden auch genannt; und hundertvierzig Wurzeln gelten insgesamt in der 'div'-Klasse (4.).
Wort für Wort
samādyāścāpyudāttetaḥ
die mit 'sam' beginnenden, mit udātta-Stummlaut, auch
Die mit 'su' beginnenden (5. Klasse), mit svarita-Stummlaut und o-Endung, Wurzeln werden genannt; sieben werden genannt, 'dunoti' (die Wurzel 'du') aber ist Parasmaipada-(verwendend), o Weiser.
Wort für Wort
svādayaḥ svaritettoṅkā
die mit 'su' beginnenden, mit svarita-Stummlaut und o-Endung
'Aṣṭi' und ghāv, mit anudātta-Stummlaut, diese beiden Wurzeln werden genannt; als Parasmaipada-(verwendend) hier aber, die mit 'tik' beginnenden, vierzehn.
Zweiunddreißig Wurzeln werden, o Herr der Brahmanen, in der 'su'-Klasse (5.) genannt; mit svarita-Stummlaut werden sechs genannt, die mit 'tud' beginnenden, o Bester der Weisen.
'Ṛṣ' mit udātta-Stummlaut, 'juṣī' vorangehend, sind Ātmanepada-(verwendend), ūrṇu; die mit 'vraśc' beginnenden, mit udātta-Stummlaut, werden als hundertfünf genannt.
Wort für Wort
ṛṣyudāttejjuṣīpūrvā
'Ṛṣ' mit udātta-Stummlaut, 'juṣī' vorangehend
atmanepadinorṇavāḥ
sind Ātmanepada-(verwendend), ūrṇu
vraścādaya udāttetaḥ
die mit 'vraśc' beginnenden, mit udātta-Stummlaut
proktāḥ pañcādhikaṃ śatam
werden als hundertfünf genannt
[?: Erste Vershälfte („juṣīpūrvā“, „ūrṇavāḥ“) unsicher segmentiert.]
'Gūr' mit udātta-Stummlaut wird hier als eine einzige Wurzel angeführt, o Fürst der Weisen; und die mit 'ṇu' beginnenden, vier, gelten als Parasmaipada-(verwendend).
'Kuṅ' wird mit anudātta-Stummlaut genannt, und die mit 'kuṭ' beginnenden erreichen die Vollzahl (der 6. Klasse); 'pṛṅ' und 'mṛṅ' sind Ātmanepada-sprechend; sechs im Parasmaipada bei 'rip'.
Wort für Wort
kuṅākhyātonudātteñca
'Kuṅ' wird mit anudātta-Stummlaut genannt
kuṭādyāḥ pūrtimāgatāḥ
und die mit 'kuṭ' beginnenden erreichen die Vollzahl
Als Ātmanepada-(verwendend) werden auch die zwei Wurzeln 'dṛṅ' und 'dhṛṅ' angeführt; die mit 'pracch' beginnenden, sechzehn, werden als Parasmaipada-(verwendend) genannt, o Weiser.
Wort für Wort
ātmanepadino dhātū
als Ātmanepada-(verwendend), die zwei Wurzeln
dṛṅdhṛṅdvau cāpyudāhṛtau
'dṛṅ' und 'dhṛṅ' werden auch angeführt
pracchādiṣoḍaśākhyātāḥ
die mit 'pracch' beginnenden, sechzehn, werden genannt
Mit svarita-Stummlaut sechs, und sodann werden die mit 'mil' beginnenden genannt, o Weiser; und die mit 'kṛt' beginnenden, drei, sind auch Parasmaipada-(verwendend).
Wort für Wort
svaritetaḥ ṣaṭ tataśca
mit svarita-Stummlaut sechs, und sodann
proktā milamukhā mune
werden die mit 'mil' beginnenden genannt, o Weiser
Hundertsiebenundfünfzig Wurzeln werden insgesamt in der 'tud'-Klasse (6.) gezählt; mit svarita-Stummlaut ist 'rudh' (7. Klasse), erfreulich, Parasmaipada-sprechend, wirksam.
Wort für Wort
sapta pañcāśadadhikāstudādau
hundertsiebenundfünfzig in der 'tud'-Klasse
dhātavaḥ śatam
Wurzeln, insgesamt
svariteto rudhonandā
mit svarita-Stummlaut ist 'rudh' erfreulich
parasmaibhāṣitaḥ kṛtī
Parasmaipada-sprechend, wirksam
[?: „nandā“ in diesem Kontext unklar, evtl. Textverderbnis.]
Mit svarita-Stummlaut, von 'tan' (8. Klasse), sieben Wurzeln werden genannt; 'man' und 'van' sind Ātmanepada-sprechend, mit svarita-Stummlaut wird 'kṛñ' angeführt.
Sodann werden zwei genannt, o Brahmane; zehn Wurzeln insgesamt von den Grammatikern (in der 'tan'-Klasse); die mit 'krī' beginnenden (9. Klasse), sieben, sind Ubhayapada-(verwendend), aus den Sūtras stammend, ebenso die mit 'stambh' beginnenden.
Wort für Wort
tato dvau kīrtitau vipra
sodann werden zwei genannt, o Brahmane
dhātavo daśa śābdikaiḥ
zehn Wurzeln insgesamt von den Grammatikern
kyādyāḥ saptobhayebhāṣāḥ
die mit 'krī' beginnenden, sieben, sind Ubhayapada-(verwendend)
sautrāḥ staṃbhvādikāstathā
aus den Sūtras stammend, ebenso die mit 'stambh' beginnenden
Als Parasmaipada-(verwendend) werden auch vier genannt, o Fürst der Weisen; zweiundzwanzig, mit udātta-Stummlaut, die mit 'kudh' beginnenden Wurzeln, gelten.
vṛṅṅātmanepadī dhātuḥ śraṃthādyāścaikaviṃśatiḥ / parasmaipadinaścātha svaritedgraha eva ca
'Vṛṅ' ist eine Ātmanepada-(verwendende) Wurzel; die mit 'granth' beginnenden, einundzwanzig; und Parasmaipada-(verwendend) sodann, mit svarita-Stummlaut, 'grah' ebenso.
In der Gruppe mit 'rkya' beginnend, zweiundfünfzig Wurzeln werden von den Kundigen genannt (Gesamtzahl der 9. Klasse); die mit 'cur' beginnenden Wurzeln (10. Klasse), mit ñi-Endung, hundertsechsunddreißig.
Wort für Wort
rkyādikeṣu dvipañcāśad
in der Gruppe mit 'rkya' beginnend, zweiundfünfzig
Die mit 'city' beginnenden, achtzehn, werden als Ātmanepada-(verwendend) genannt, o Weiser; die mit 'carc' beginnenden bis 'ādhṛṣīya' aber werden auch mit p-Endung genannt.
Wort für Wort
cityādyaṣṭādaśākhyātā
die mit 'city' beginnenden, achtzehn, werden genannt
ātmanepadino mune
als Ātmanepada-(verwendend), o Weiser
carcādyā ādhṛṣīyāstu
die mit 'carc' beginnenden bis 'ādhṛṣīya' aber
pyantā vā parikīrtitāḥ
werden auch mit p-Endung genannt
[?: „pyantā“ unsicher, evtl. Hinweis auf eine ergänzende Bildungsweise.]
Die mit 'sūtra' beginnenden, acht, werden hier auch mit ñi-Endung von den Weisen genannt; in der Bedeutung der Verbalwurzel, vom Nominalstamm abgeleitet, gilt vielfältig, wie gewünscht.
Wort für Wort
sūtrādyā aṣṭa cāpyatra
die mit 'sūtra' beginnenden, acht, auch hier
ñyantā proktā manīṣibhiḥ
mit ñi-Endung von den Weisen genannt
dhātvarthe prātipadikād
in der Bedeutung der Verbalwurzel, vom Nominalstamm
'Er macht das', 'er erklärt das' — auch in kausativer Bedeutung gilt das ṇi(-Suffix); in der Bedeutung der Verbalwurzel, bei Handelndem und Mittel, sind auch die mit 'citra' beginnenden Wurzeln (denominativ gebildet).
Wort für Wort
tatkaroti tadācaṣṭe
'er macht das', 'er erklärt das'
hetumatyapi ṇirmataḥ
auch in kausativer Bedeutung gilt das ṇi-Suffix
dhātvarthe kartṛkaraṇāñ
in der Bedeutung der Verbalwurzel, bei Handelndem und Mittel
Acht werden in der Gruppe 'saṃgrāma' von den kundigen Grammatikern mit anudātta-Stummlaut genannt; die mit 'stoma' beginnenden, sechzehn, ebenso — andatasyam als Beispiel.
Wort für Wort
aṣṭa saṃgrāma ākhyāto
acht werden in der Gruppe 'saṃgrāma' genannt
'nudāttecchabdikairbudhaiḥ
mit anudātta-Stummlaut von den kundigen Grammatikern
Ebenso gibt es durch freie Bildung (bāhulaka) andere Wurzeln, aus den Sūtras, aus der Alltagssprache und aus dem Veda stammend; alle können zu allen (Verbal-)Klassen gehören, ebenso solche mit vielfacher Bedeutung.
Wort für Wort
tathā bāhulakādanye
ebenso gibt es durch freie Bildung andere
sautralaukikavaidikāḥ
aus den Sūtras, der Alltagssprache und dem Veda stammende
sanādyantā dhātavaśca tathā vai nāmadhātavaḥ / evamānantyamudbhāvyaṃ dhātūnāmiha nārada / saṃkṣepo 'yaṃ samuddiṣṭo vistarastatra tatra ca
Und die auf 'san' usw. endenden abgeleiteten Wurzeln, ebenso fürwahr die Nominalverben (nāmadhātu) — so ist die Unendlichkeit der Wurzeln hier zu erkennen, o Nārada; dies ist die Kurzfassung, die dargelegt wurde, die ausführliche Darstellung findet sich da und dort.
Wort für Wort
sanādyantā dhātavaśca
und die auf 'san' usw. endenden Wurzeln
tathā vai nāmadhātavaḥ
ebenso fürwahr die Nominalverben
evamānantyamudbhāvyaṃ dhātūnāmiha nārada
so ist die Unendlichkeit der Wurzeln hier zu erkennen, o Nārada
saṃkṣepo 'yaṃ samuddiṣṭo vistarastatra tatra ca
dies ist die Kurzfassung, die ausführliche Darstellung findet sich da und dort
ūdṛdantairyaunti rukṣṇuśūṅsnunukṣuściḍīṅśribhiḥ / vṛṅvṛñbhyāṃ ca vinaikāco 'janteṣu nihatāḥ smṛtāḥ
Mit den auf ū und ṛ endenden Wurzeln vereinigen sich ruh, kṣṇu, śūṅ, snu, nu, kṣu, ściḍ, īṅ, śri, sowie mit vṛṅ und vṛñ, ausgenommen die einsilbigen unter den auf -a endenden Wurzeln, die als 'reduziert' (nihata) gelten.
Wort für Wort
ūdṛdantairyaunti
mit den auf ū und ṛ endenden vereinigen sich
rukṣṇuśūṅsnunukṣuściḍīṅśribhiḥ
ruh, kṣṇu, śūṅ, snu, nu, kṣu, ściḍ, īṅ, śri
vṛṅvṛñbhyāṃ ca
sowie mit vṛṅ und vṛñ
vinaikāco 'janteṣu nihatāḥ smṛtāḥ
ausgenommen die einsilbigen auf -a endenden, als 'reduziert' geltenden
[?: Verssinn als phonologische Regel zu Wurzelklassen bzw. reduplizierten Formen rekonstruiert; einzelne Wurzelnamen unsicher segmentiert.]
Unter den auf Konsonant endenden Wurzeln sind dies hundertzwei Wurzeln mit anudātta-Stummlaut; die mit 'ca' beginnenden Partikeln (nipāta), Wörter wie 'gavaya' (Waldrind), die mit 'pra' beginnenden — aus Richtung, Ort und Zeit entstandene —
Wort für Wort
anudāttā halanteṣu
unter den auf Konsonant endenden mit anudātta-Stummlaut
dhātavo dvyadhikaṃ śatam
sind dies hundertzwei Wurzeln
cādyā nipātā gavayaḥ
die mit 'ca' beginnenden Partikeln, 'gavaya'
prādyā digdeśakālajāḥ
die mit 'pra' beginnenden — aus Richtung, Ort, Zeit entstandene
śabdāḥ proktā hyanekārthāḥ sarvaliṅgā api dvija / gaṇapāṭhaḥ sūtrapāṭho dhātupāṭhastathaiva ca
— Wörter, die als vieldeutig bezeichnet werden, mit allen Genera versehen, o Zweifachgeborener. Der Gaṇapāṭha, der Sūtrapāṭha und ebenso der Dhātupāṭha —
pāṭhonunāsikānāṃ ca parāyaṇamihocyate / śabdāḥ siddhā vaidikāstu laukikāścāpi nārada
— sowie das Verzeichnis der nasalierten Laute — wird hier als das grammatische Grundlagenwerk (parāyaṇa) bezeichnet; die Wörter sind so begründet, sowohl die vedischen als auch die weltlichen, o Nārada.
Deshalb ist das Śabdapārāyaṇa (die vollständige Durchdringung der Wörter) die Ursache in der Zusammenfassung der Wörter; auf leichtem, das heißt verständlichem Weg erfolgt die genaue Bestimmung der korrekten Wörter.
itthametatsamākhyātaṃ niruktaṃ kiñcidevate / kātsnyerna vaktumānantyātko 'piśakto na nārada
So wurde dies, das Nirukta, hier nur zu einem geringen Teil dargelegt; aus Unendlichkeit vermag es niemand vollständig zu verkünden, auch nicht, o Nārada.
Wort für Wort
itthametatsamākhyātaṃ
so wurde dies dargelegt
niruktaṃ kiñcidevate
das Nirukta, hier nur zu einem geringen Teil
kātsnyerna vaktumānantyāt
aus Unendlichkeit vermag es niemand vollständig zu verkünden
ko 'piśakto na nārada
niemand ist dazu imstande, o Nārada
[?: „evate“ unsicher, evtl. „iha te“ (hier für dich).]