Nārada-Purāṇa (Nāradīya)
Kapitel 4: mārkaṇḍeyacaritaṃ kālavibhāgo bhāgavatalakṣaṇaṃ ca
Die Geschichte des Mārkaṇḍeya, die Einteilung der Zeit und die Merkmale der Bhāgavatas
nārada uvāca
brahmankathaṃ sa bhagavānmṛkaṇḍoḥ putratāṃ gataḥ /
kiṃ cakāra ca tadbruhi harirbhārgavavaṃśajaḥ //
Nārada sprach: O Brahmane, wie wurde jener erhabene Hari zum Sohn Mṛkaṇḍus? Und was tat er, in der Bhṛgu-Sippe geboren? Das sage mir.
Wort für Wort nārada uvāca Nārada sprach brahman kathaṃ sa bhagavān o Brahmane, wie jener Erhabene mṛkaṇḍoḥ putratāṃ gataḥ zum Sohn Mṛkaṇḍus wurde kiṃ cakāra ca tad brūhi und was tat er, das sage mir hariḥ bhārgavavaṃśajaḥ Hari, in der Bhṛgu-Sippe geboren śrūyate capurāṇeṣu mārkaṇḍeyo mahāmuniḥ /
apaśyadvaiṣṇavīṃ māyāṃ cirañjīvyasya saṃplave //
Und man hört in den Purāṇas: der große Weise Mārkaṇḍeya erschaute Viṣṇus Māyā während der kosmischen Flut, er, der Langlebige.
Wort für Wort śrūyate ca purāṇeṣu und man hört in den Purāṇas mārkaṇḍeyo mahāmuniḥ der große Weise Mārkaṇḍeya apaśyat vaiṣṇavīṃ māyām erschaute Viṣṇus Māyā cirañjīvyasya saṃplave während der Flut, er, der Langlebige sanaka uvāca
śruṇu nārada vakṣaayāmi kathāmetāṃ sanātanīm /
viṣṇubhaktisamāyuktāṃ mārkuṇḍeyamuniṃ prati //
Sanaka sprach: Höre, Nārada, ich werde dir diese ewige Erzählung berichten, die von Hingabe an Viṣṇu erfüllt ist, über den Weisen Mārkaṇḍeya.
Wort für Wort sanaka uvāca Sanaka sprach śṛṇu nārada vakṣyāmi höre, Nārada, ich werde berichten kathām etāṃ sanātanīm diese ewige Erzählung viṣṇubhaktisamāyuktāṃ mārkaṇḍeyamuniṃ prati von Viṣṇu-Hingabe erfüllt, über den Weisen Mārkaṇḍeya tapaso 'nte mṛkaṇḍuste mṛkaṇḍustu bhāryāmudūhya sattamaḥ /
gārhasthyamakaroddhṛṣṭaḥ śānto dāntaḥ kṛtārthakaḥ //
Am Ende der Askese nahm Mṛkaṇḍu, der Vorzüglichste, eine Gattin und begründete, erfreut, friedvoll, gezähmt, am Ziel, den Hausstand.
Wort für Wort tapaso 'nte mṛkaṇḍuḥ tu am Ende der Askese aber Mṛkaṇḍu bhāryām udūhya sattamaḥ der Vorzüglichste, eine Gattin nehmend gārhasthyam akarot hṛṣṭaḥ begründete erfreut den Hausstand śānto dāntaḥ kṛtārthakaḥ friedvoll, gezähmt, am Ziel [Anm.: "mṛkaṇḍuste" wirkt wie eine Dittographie vor "mṛkaṇḍustu" - im sa-Feld unverändert wiedergegeben, in der Übersetzung nur einmal berücksichtigt.]
tasya bhāryā śucirdakṣā nityaṃ patiparāyaṇā /
manasā vacasā cāpi dehena ca pativratā //
Seine Gattin, rein, tüchtig, stets dem Gatten ergeben, war mit Gedanke, Wort und auch Körper eine treue Ehefrau.
Wort für Wort tasya bhāryā śucirdakṣā seine Gattin, rein, tüchtig nityaṃ patiparāyaṇā stets dem Gatten ergeben manasā vacasā ca api mit Gedanke, Wort und auch dehena ca pativratā Körper eine treue Ehefrau kāle dadhāra sā garbhaṃ haritejoṃśasaṃbhavam /
ruṣuve daśamāsānte putraṃ tejasvināṃ param //
Zur rechten Zeit trug sie eine Leibesfrucht, entstanden aus einem Teil von Haris Glanz; am Ende des zehnten Monats gebar sie einen Sohn, den Vorzüglichsten der Glanzvollen.
Wort für Wort kāle dadhāra sā garbham zur rechten Zeit trug sie eine Leibesfrucht haritejoṃśasaṃbhavam entstanden aus einem Teil von Haris Glanz ruṣuve daśamāsānte putram am Ende des zehnten Monats gebar sie einen Sohn tejasvināṃ param den Vorzüglichsten der Glanzvollen sa ṛṣiḥ paramaprīto dṛṣṭvā putraṃ sulakṣaṇam /
jātakaṃ kārayāmāsa maṅgalaṃ vidhipūrvakam //
Jener Weise, höchst erfreut, den Sohn mit den guten Merkmalen erblickend, ließ die Geburtszeremonie vorschriftsgemäß und glückverheißend vollziehen.
Wort für Wort sa ṛṣiḥ paramaprītaḥ jener Weise, höchst erfreut dṛṣṭvā putraṃ sulakṣaṇam den Sohn mit den guten Merkmalen erblickend jātakaṃ kārayāmāsa ließ die Geburtszeremonie vollziehen maṅgalaṃ vidhipūrvakam glückverheißend, vorschriftsgemäß sa bālo vavṛdhe tatra śuklapakṣa ivīḍupaḥ /
tatastu pañcame varṣe upanīya mudānvitaḥ //
Jenes Kind wuchs dort heran wie der Mond in der hellen Monatshälfte; dann aber, im fünften Jahr, wurde er mit Freude eingeweiht.
Wort für Wort sa bālo vavṛdhe tatra jenes Kind wuchs dort heran śuklapakṣe iva iḍupaḥ wie der Mond in der hellen Monatshälfte tatastu pañcame varṣe dann aber im fünften Jahr upanīya mudānvitaḥ mit Freude eingeweiht śikṣāṃ cakāra viprendra vaidikīṃ dharmasaṃhitām /
namaskāryā dvijāḥ putra sadādṛṣṭā vidhānataḥ //
Der Vater unterwies ihn, o Fürst der Brahmanen, in der vedischen Pflichtenlehre: 'Die Zweifachgeborenen sind zu verehren, mein Sohn, stets, vorschriftsgemäß gegrüßt...'
Wort für Wort śikṣāṃ cakāra viprendra er unterwies ihn, o Fürst der Brahmanen vaidikīṃ dharmasaṃhitām in der vedischen Pflichtenlehre namaskāryā dvijāḥ putra die Zweifachgeborenen sind zu verehren, mein Sohn sadā dṛṣṭā vidhānataḥ stets vorschriftsgemäß gegrüßt trikālaṃ sūryamabhyarcya salilāñcalidānataḥ /
vaidikaṃ karma tartavyaṃ vedādhyayanapūrvakam //
...zu den drei Tageszeiten die Sonne verehrend, mit dem Darbringen von Wasser aus der hohlen Hand; das vedische Werk ist zu vollziehen, dem Vedenstudium vorangehend...
Wort für Wort trikālaṃ sūryam abhyarcya zu den drei Tageszeiten die Sonne verehrend salilāñcalidānataḥ mit dem Darbringen von Wasser aus der hohlen Hand vaidikaṃ karma tartavyam das vedische Werk ist zu vollziehen vedādhyayanapūrvakam dem Vedenstudium vorangehend brahmacaryeṇa tapasā pūjanīyo hariḥ sadā /
niṣiddhaṃ varjanīyaṃ syādṛṣṭasaṃbhāṣaṇādikam //
...durch Keuschheit und Askese ist Hari stets zu verehren; Verbotenes ist zu meiden, wie ungebührliches Ansehen und Gespräch.
Wort für Wort brahmacaryeṇa tapasā durch Keuschheit und Askese pūjanīyo hariḥ sadā ist Hari stets zu verehren niṣiddhaṃ varjanīyaṃ syāt Verbotenes ist zu meiden dṛṣṭasaṃbhāṣaṇādikam wie ungebührliches Ansehen/Gespräch u.dgl. [?] "dṛṣṭasaṃbhāṣaṇādikam" unsicher, sinngemäß als "ungebührliches Ansehen/Gespräch und dergleichen" gedeutet.
sādhubhiḥ saha vastavyaṃ viṣṇubhaktiparaiḥ sadā /
na dveṣaḥ kasyacitkāryaḥ sarveṣāṃ hitamācaret //
...man wohne stets mit den Guten, die der Hingabe an Viṣṇu ergeben sind; gegen niemanden ist Hass zu hegen, man handle zum Wohl aller...
Wort für Wort sādhubhiḥ saha vastavyam man wohne mit den Guten viṣṇubhaktiparaiḥ sadā die stets der Viṣṇu-Hingabe ergeben sind na dveṣaḥ kasyacit kāryaḥ gegen niemanden ist Hass zu hegen sarveṣāṃ hitam ācaret man handle zum Wohl aller ijyādhyaṃyanadānāni sadā kāryāṇi te suta /
evaṃ pitrā samādiṣṭo mārkaṇḍeyo munīśvaraḥ //
...Opfer, Studium und Gaben sind stets zu vollziehen, mein Sohn.' So von seinem Vater unterwiesen, wurde Mārkaṇḍeya, der Fürst der Weisen...
Wort für Wort ijyādhyayanadānāni Opfer, Studium und Gaben sadā kāryāṇi te suta sind stets zu vollziehen, mein Sohn evaṃ pitrā samādiṣṭaḥ so von seinem Vater unterwiesen mārkaṇḍeyo munīśvaraḥ Mārkaṇḍeya, der Fürst der Weisen cacāra dharmaṃ satataṃ sadā saṃcintayanharim /
mārkaṇḍeyo mahābhāgo dayāvāndharmavatsalaḥ //
...der beständig die Pflicht übte, stets an Hari denkend: der hochgesegnete Mārkaṇḍeya, mitfühlend, der Pflicht zugetan.
Wort für Wort cacāra dharmaṃ satatam er übte beständig die Pflicht sadā saṃcintayan harim stets an Hari denkend mārkaṇḍeyo mahābhāgo der hochgesegnete Mārkaṇḍeya dayāvān dharmavatsalaḥ mitfühlend, der Pflicht zugetan ātmavansatyasandhaśca mārtaṇḍasadṛśaprabhaḥ /
vaśīṃ śānto mahājñānī sarvatattvārthakovidaḥ //
...selbstbeherrscht, der Wahrheit verpflichtet, von einem Glanz wie die Sonne, gebändigt, friedvoll, von großer Erkenntnis, kundig in der Bedeutung aller Wahrheiten.
Wort für Wort ātmavān satyasandhaḥ ca selbstbeherrscht und der Wahrheit verpflichtet mārtaṇḍasadṛśaprabhaḥ von einem Glanz wie die Sonne vaśī śānto mahājñānī gebändigt, friedvoll, von großer Erkenntnis sarvatattvārthakovidaḥ kundig in der Bedeutung aller Wahrheiten tapaścacāraṃ mahāmacyutaprītikāraṇam /
ārādhito jagannātho mākraṇḍeyena dhīmatā //
Er übte große Askese, die Ursache für Acyutas Wohlgefallen; der Weltenherr wurde von dem weisen Mārkaṇḍeya verehrt.
Wort für Wort tapaścacāraṃ mahāt er übte große Askese acyutaprītikāraṇam die Ursache für Acyutas Wohlgefallen ārādhito jagannāthaḥ der Weltenherr wurde verehrt mārkaṇḍeyena dhīmatā von dem weisen Mārkaṇḍeya purāṇasaṃhitāṃ karttudattavānvaramacyutaḥ /
mārkaṇḍeyo muni tapaścacāraṃ paramamacyutaprītikāraṇam /
mārkaṇḍeyo munistasmānnārāyaṇa iti smṛtaḥ //
Acyuta gewährte ihm den Segen, ein Purāṇa-Kompendium zu verfassen - der Weise Mārkaṇḍeya übte höchste Askese, die Ursache für Acyutas Wohlgefallen; deshalb wird der Weise Mārkaṇḍeya als 'Nārāyaṇa' angesehen.
Wort für Wort purāṇasaṃhitāṃ karttum ein Purāṇa-Kompendium zu verfassen dattavān varam acyutaḥ gewährte Acyuta den Segen mārkaṇḍeyo munis tapaścacāra der Weise Mārkaṇḍeya übte Askese tasmāt nārāyaṇa iti smṛtaḥ deshalb wird er als "Nārāyaṇa" angesehen [Anm.: Vers wirkt gegenüber V.16 (zweite Hälfte) redundant/dupliziert; drei statt zwei Pādas in der Quelle, unverändert wiedergegeben.]
cirajīvī mahābhakto devadevasya cakriṇaḥ /
jagatyekārṇavībhūte svaprabhāvaṃ janārddanaḥ //
Er wurde langlebig, ein großer Verehrer des Diskusträgers, des Gottes der Götter; als die Welt zu einem einzigen Ozean geworden war, zeigte ihm Janārdana seine eigene Macht...
Wort für Wort cirajīvī mahābhaktaḥ langlebig, ein großer Verehrer devadevasya cakriṇaḥ des Diskusträgers, des Gottes der Götter jagati ekārṇavībhūte als die Welt zu einem Ozean geworden war svaprabhāvaṃ janārddanaḥ seine eigene Macht Janārdana [Anm.: Satz setzt sich in V.19 fort.]
tasya darśayituṃ vigrāstaṃ na saṃhṛtavānhariḥ /
mṛkaṇḍutanayo dhīmānviṣṇubhaktisamanvitaḥ //
...um ihm dies zu zeigen, hatte Hari ihn nicht mitverschlungen; der weise, mit Hingabe an Viṣṇu versehene Sohn des Mṛkaṇḍu blieb übrig.
Wort für Wort tasya darśayituṃ um ihm [dies] zu zeigen na saṃhṛtavān hariḥ hatte Hari nicht verschlungen mṛkaṇḍutanayo dhīmān der weise Sohn des Mṛkaṇḍu viṣṇubhaktisamanvitaḥ mit Hingabe an Viṣṇu versehen tasmiñjale mahāghore sthitavāñchīrṇapatravat /
mārkaṇḍeyaḥ sthitastāvadyāvacchete hariḥ svayam //
In jenem schrecklichen Wasser verweilte er wie ein verwelktes Blatt; Mārkaṇḍeya verweilte dort so lange, wie Hari selbst schlief.
Wort für Wort tasmin jale mahāghore in jenem schrecklichen Wasser sthitavān śīrṇapatravat verweilte er wie ein verwelktes Blatt mārkaṇḍeyaḥ sthitastāvat Mārkaṇḍeya verweilte so lange yāvat śete hariḥ svayam wie Hari selbst schlief tasya pramāṇaṃ vakṣyāmi kālasya vadataḥ śruṇu /
daśabhiḥ pañcabhiścaiva nimeṣaiḥ parikīrtitā //
Ich werde dir das Maß jener Zeit erklären, höre mir, der ich davon spreche: durch fünfzehn Augenblicke wird [eine Kāṣṭhā] verkündet...
Wort für Wort tasya pramāṇaṃ vakṣyāmi ich werde ihr Maß erklären kālasya vadataḥ śṛṇu höre mir, der von der Zeit spricht daśabhiḥ pañcabhiḥ ca eva durch fünfzehn nimeṣaiḥ parikīrtitā Augenblicken wird [eine Kāṣṭhā] verkündet [Anm.: Beginn der klassischen Zeiteinteilungssequenz (Nimeṣa-Kāṣṭhā-Kalā... bis Kalpa/Manvantara), V.21-31.]
kāṣṭātatriṃśato jñeyā kalā pahmajanandana /
tatriṃśato kṣaṇo jñeyastaiḥ paṅbharghaṭikā smṛtā //
Dreißig Kāṣṭhās sind als eine Kalā zu erkennen, o Sohn des Lotosgeborenen; dreißig Kalās sind als ein Kṣaṇa zu erkennen, durch fünf davon gilt eine Ghaṭikā.
Wort für Wort kāṣṭhāstriṃśato jñeyā kalā dreißig Kāṣṭhās sind als eine Kalā zu erkennen padmajanandana o Sohn des Lotosgeborenen triṃśato kṣaṇo jñeyaḥ dreißig [Kalās] sind als ein Kṣaṇa zu erkennen taiḥ pañcabhir ghaṭikā smṛtā durch fünf davon gilt eine Ghaṭikā tadvayena muhūrttaṃ syāddinaṃ tatriṃśatā bhavet /
triṃśaddinerbhavenyāsaḥ pakṣadvitayasaṃyutaḥ //
Durch zwei davon [entsteht] ein Muhūrta; durch dreißig [Muhūrtas entsteht] ein Tag; durch dreißig Tage entsteht ein Monat, verbunden aus zwei Pakṣas.
Wort für Wort tadvayena muhūrttaṃ syāt durch zwei davon ein Muhūrta dinaṃ triṃśatā bhavet durch dreißig [Muhūrtas] ein Tag triṃśaddinaiḥ bhavet māsaḥ durch dreißig Tage ein Monat pakṣadvitayasaṃyutaḥ verbunden aus zwei Pakṣas ṛturmāsadvayena syāttatrayeṇāyanaṃ smṛtam /
taddayena bhavedabdaḥ sa devānāṃ dinaṃ bhavet //
Durch zwei Monate entsteht eine Jahreszeit; durch drei Jahreszeiten gilt ein Ayana; durch zwei davon entsteht ein Jahr, das ein Tag der Götter ist.
Wort für Wort ṛtur māsadvayena syāt durch zwei Monate entsteht eine Jahreszeit tattrayeṇa ayanaṃ smṛtam durch drei davon gilt ein Ayana taddvayena bhavet abdaḥ durch zwei davon entsteht ein Jahr sa devānāṃ dinaṃ bhavet das ist ein Tag der Götter uttaraṃ divasaṃ prāhū rātrirvai dakṣiṇāyanam /
mānuṣeṇaiva māsena pitṝṇāṃ dinamucyate //
Man nennt das nördliche Halbjahr den Tag der Götter, die Nacht das südliche Ayana; mit einem menschlichen Monat wird ein Tag der Ahnen bezeichnet.
Wort für Wort uttaraṃ divasaṃ prāhuḥ man nennt [das nördliche] den Tag rātriḥ vai dakṣiṇāyanam die Nacht fürwahr das südliche Ayana mānuṣeṇa eva māsena mit einem menschlichen Monat pitṝṇāṃ dinam ucyate wird ein Tag der Ahnen bezeichnet tasmātsuryendusaṃyoge jñātavyaṃ kalpamuttamam /
divyairvarṣasahasrairdvādaśabhirdaivataṃ yugam //
Deshalb ist bei der Konjunktion von Sonne und Mond der höchste Kalpa zu erkennen; durch zwölftausend göttliche Jahre entsteht ein göttliches Zeitalter.
Wort für Wort tasmāt sūryendusaṃyoge deshalb bei der Konjunktion von Sonne und Mond jñātavyaṃ kalpamuttamam ist der höchste Kalpa zu erkennen divyairvarṣasahasraiḥ durch tausend göttliche Jahre dvādaśabhirdaivataṃ yugam durch zwölf davon ein göttliches Zeitalter daive yugasahasre dve brāhmaḥ kalpau tu tau nṛṇām /
ekasatpatisaṃkhyātairdivyairmanvantaraṃ yugaiḥ //
Zweitausend göttliche Zeitalter ergeben einen Brahmā-Tag; für die Menschen aber zählen diese beiden; durch einundsiebzig göttliche Zeitalter entsteht ein Manvantara.
Wort für Wort daive yugasahasre dve zweitausend göttliche Zeitalter brāhmaḥ kalpau tu tau nṛṇām sind für die Menschen die beiden Brahmā-[Tag/Nacht] ekasaptatisaṃkhyātaiḥ durch einundsiebzig gezählte divyairmanvantaraṃ yugaiḥ göttliche Zeitalter ein Manvantara caturddaśabhiretaiśca brahmaṇo divasaṃmune /
yāvatpramāṇaṃ divasaṃ tāvadrātriḥ prakīrtitā //
Und durch vierzehn dieser Manvantaras entsteht Brahmās Tag, o Weiser; wie groß das Maß des Tages, so wird auch die Nacht verkündet.
Wort für Wort caturdaśabhiḥ etaiḥ ca und durch vierzehn dieser brahmaṇo divasaṃ mune Brahmās Tag, o Weiser yāvat pramāṇaṃ divasam wie groß das Maß des Tages tāvat rātriḥ prakīrtitā so wird auch die Nacht verkündet nāśamāyāti viprendra tasminkāle jagannayam /
manuṣeṇa sahasreṇa yatpramāṇaṃ bhavecchṛṇu //
Zu jener Zeit geht diese Welt, o Fürst der Brahmanen, zugrunde; höre, welches Maß mit tausend menschlichen Jahren gilt.
Wort für Wort nāśam āyāti viprendra geht zugrunde, o Fürst der Brahmanen tasmin kāle jagat ayam zu jener Zeit diese Welt mānuṣeṇa sahasreṇa mit tausend menschlichen [Jahren] yatpramāṇaṃ bhavet śṛṇu welches Maß gilt, höre caturyugasahasrāṇi brahmaṇo divasaṃ mune /
tadvanmāso vatsaraśca jñeyastasyāpi vedhasaḥ //
Viertausend Catur-Yugas ergeben Brahmās Tag, o Weiser; ebenso sind dessen Monat und Jahr für ihn, den Schöpfer, zu bestimmen.
Wort für Wort caturyugasahasrāṇi viertausend Catur-Yugas brahmaṇo divasaṃ mune Brahmās Tag, o Weiser tadvanmāso vatsaraśca ebenso Monat und Jahr jñeyastasyāpi vedhasaḥ sind für ihn, den Schöpfer, zu bestimmen parārddhadvayakālastu tanmatena bhavedvijāḥ /
viṣṇorahastu vijñeyaṃ tāvadrātriḥ prakīrtitā //
Die Zeitspanne von zwei Parārdhas aber ergibt, dieser Lehre gemäß, o Zweifachgeborene, Brahmās Lebensspanne; als Viṣṇus 'Tag' ist dies zu erkennen, ebenso wird seine 'Nacht' verkündet.
Wort für Wort parārddhadvayakālastu die Zeitspanne von zwei Parārdhas aber tanmatena bhaveddvijāḥ ergibt, dieser Lehre gemäß, o Zweifachgeborene viṣṇoḥ ahastu vijñeyam als Viṣṇus "Tag" ist dies zu erkennen tāvadrātriḥ prakīrtitā ebenso wird seine "Nacht" verkündet mṛkaṇḍutanayastāvatsthitaḥ saṃjīrṇaparṇavat /
tasminghore jalamaye viṣṇuśaktyupabṛṃhitaḥ /
ātmānaṃ paramaṃ dhyāyansthitavānharisānnidhau //
So lange verweilte der Sohn des Mṛkaṇḍu wie ein verwelktes Blatt; in jenem schrecklichen, aus Wasser bestehenden Zustand, durch Viṣṇus Kraft gestärkt, das höchste Selbst betrachtend, verweilte er in Haris Nähe.
Wort für Wort mṛkaṇḍutanayastāvat so lange der Sohn des Mṛkaṇḍu sthitaḥ saṃjīrṇaparṇavat verweilte wie ein verwelktes Blatt tasmin ghore jalamaye in jenem schrecklichen, aus Wasser bestehenden viṣṇuśaktyupabṛṃhitaḥ durch Viṣṇus Kraft gestärkt ātmānaṃ paramaṃ dhyāyan das höchste Selbst betrachtend sthitavān harisānnidhau verweilte er in Haris Nähe atha kāle samāyāte yoganidrāvimocitaḥ /
sṛṣṭavānbrahmarupeṇa jagadetaccarācaram //
Dann, als die Zeit gekommen war, aus dem Yoga-Schlaf erwacht, erschuf er in Brahmā-Gestalt diese bewegliche und unbewegliche Welt.
Wort für Wort atha kāle samāyāte dann, als die Zeit gekommen war yoganidrāvimocitaḥ aus dem Yoga-Schlaf erwacht sṛṣṭavān brahmarupeṇa erschuf er in Brahmā-Gestalt jagadetaccarācaram diese bewegliche und unbewegliche Welt saṃhṛtaṃ tu jalaṃ vīkṣya sṛṣṭaṃ viśvaṃ mṛkaṇḍujaḥ /
vismitaḥ paramaprīto vavande caraṇau hareḥ //
Als er sah, wie das Wasser zurückgezogen und das All wieder erschaffen wurde, verehrte der Sohn des Mṛkaṇḍu, erstaunt und höchst erfreut, Haris Füße.
Wort für Wort saṃhṛtaṃ tu jalaṃ vīkṣya als er sah, wie das Wasser zurückgezogen wurde sṛṣṭaṃ viśvaṃ mṛkaṇḍujaḥ der Sohn des Mṛkaṇḍu [sah] das erschaffene All vismitaḥ paramaprītaḥ erstaunt, höchst erfreut vavande caraṇau hareḥ verehrte er Haris Füße śirasyañjalimādhāya mārkaṇḍeyo mahāmuniḥ /
tuṣṭāva vāgbhiriṣṭābhiḥ sadānandaikavigraham //
Die Hände zum Gruß an sein Haupt legend, pries der große Weise Mārkaṇḍeya mit erlesenen Worten den, dessen einzige Gestalt die immerwährende Wonne ist.
Wort für Wort śirasi añjalim ādhāya die Hände zum Gruß an sein Haupt legend mārkaṇḍeyo mahāmuniḥ der große Weise Mārkaṇḍeya tuṣṭāva vāgbhiḥ iṣṭābhiḥ pries mit erlesenen Worten sadānandaikavigraham den, dessen Gestalt beständige Wonne ist mārkaṇḍeya uvāca
sahasraśirasaṃ devaṃ nārāyaṇamanāmayam /
vāsudevamanādhāraṃ praṇato 'smijanārdanam //
Mārkaṇḍeya sprach: Vor dem tausendköpfigen Gott Nārāyaṇa, dem Leidlosen, vor Vāsudeva, dem Grundlosen, verneige ich mich, vor Janārdana.
Wort für Wort mārkaṇḍeya uvāca Mārkaṇḍeya sprach sahasraśirasaṃ devam vor dem tausendköpfigen Gott nārāyaṇamanāmayam Nārāyaṇa, dem Leidlosen vāsudevam anādhāraṃ praṇato 'smi janārdanam vor Vāsudeva, dem Grundlosen, verneige ich mich, vor Janārdana ameyamajaraṃ nityaṃ sadānandaikavigraham /
apratarkyamanirdeśyaṃ praṇato 'smi janārddanam //
Vor dem Unermesslichen, Alterlosen, Ewigen, dessen einzige Gestalt die immerwährende Wonne ist, dem Unbegreiflichen, Unbezeichenbaren verneige ich mich, vor Janārdana.
Wort für Wort ameyam ajaraṃ nityam dem Unermesslichen, Alterlosen, Ewigen sadānandaikavigraham dessen Gestalt beständige Wonne ist apratarkyam anirdeśyam dem Unbegreiflichen, Unbezeichenbaren praṇato 'smi janārddanam verneige ich mich, vor Janārdana akṣaraṃ paramaṃ nityaṃ viśākṣaṃ viśvasambhavam /
sarvatattvamayaṃ śāntaṃ praṇato 'smi janārddanam //
Vor dem Unvergänglichen, Höchsten, Ewigen, dem mit unzähligen Augen, dem Ursprung des Alls, dem aus allen Wahrheiten Bestehenden, dem Friedvollen verneige ich mich, vor Janārdana.
Wort für Wort akṣaraṃ paramaṃ nityam dem Unvergänglichen, Höchsten, Ewigen viśākṣaṃ viśvasambhavam dem Vieläugigen, dem Ursprung des Alls sarvatattvamayaṃ śāntam dem aus allen Wahrheiten Bestehenden, Friedvollen praṇato 'smi janārddanam verneige ich mich, vor Janārdana purāṇaṃ puruṣaṃ siddhaṃ sarvajñānaikabhājanam /
parātparataraṃ rupaṃ praṇato 'smi janārddanam //
Vor dem uralten, vollendeten Puruṣa, dem alleinigen Gefäß allen Wissens, der Gestalt, die höher ist als das Höchste, verneige ich mich, vor Janārdana.
Wort für Wort purāṇaṃ puruṣaṃ siddham dem uralten, vollendeten Puruṣa sarvajñānaikabhājanam dem alleinigen Gefäß allen Wissens parātparataraṃ rupam der Gestalt höher als das Höchste praṇato 'smi janārddanam verneige ich mich, vor Janārdana parañjyotiḥ paraṃ dhāma pavitraṃ paramaṃ padam /
sarvaikarupaṃ paramaṃ praṇato 'smi janārddanamam //
Vor dem höchsten Licht, dem höchsten Glanzort, dem reinen höchsten Zustand, der höchsten Gestalt von allem Einen verneige ich mich, vor Janārdana.
Wort für Wort parañjyotiḥ paraṃ dhāma dem höchsten Licht, dem höchsten Glanzort pavitraṃ paramaṃ padam dem reinen höchsten Zustand sarvaikarupaṃ paramam der höchsten Gestalt von allem Einen praṇato 'smi janārddanam verneige ich mich, vor Janārdana taṃ sadānandacinmātraṃ parāṇāṃ paramaṃ padam /
sarvaṃ sanātanaṃ śreṣṭhaṃ praṇato 'smi janārddanam //
Vor ihm, dessen Wesen beständig Wonne und reines Bewusstsein ist, dem höchsten Zustand der Höchsten, dem Allem, dem Ewigen, dem Besten verneige ich mich, vor Janārdana.
Wort für Wort taṃ sadānandacinmātram ihn, dessen Wesen beständig Wonne und Bewusstsein ist parāṇāṃ paramaṃ padam den höchsten Zustand der Höchsten sarvaṃ sanātanaṃ śreṣṭham das Alles, das Ewige, das Beste praṇato 'smi janārddanam verneige ich mich, vor Janārdana saguṇaṃ nirguṇaṃ śāntaṃ māyātītaṃ sumāyinam /
arupaṃ bahurupaṃ taṃ praṇato 'smi janārddanam //
Vor dem mit Eigenschaften Versehenen, dem Eigenschaftslosen, dem Friedvollen, dem die Māyā Überschreitenden, dem großen Meister der Māyā, dem Gestaltlosen, dem Vielgestaltigen verneige ich mich, vor Janārdana.
Wort für Wort saguṇaṃ nirguṇaṃ śāntam dem Eigenschaftsvollen, Eigenschaftslosen, Friedvollen māyātītaṃ sumāyinam dem die Māyā Überschreitenden, dem Māyā-Meister arupaṃ bahurupaṃ tam dem Gestaltlosen, dem Vielgestaltigen praṇato 'smi janārddanam verneige ich mich, vor Janārdana yatratadbhagavānviśvaṃ sṛjatyavatti hanti ca /
tamādidevamīśānaṃ praṇato 'smi janārddanam //
Vor ihm, dem erhabenen Gott, der das All erschafft, erhält und vernichtet, dem uranfänglichen Gott, dem Herrschenden, verneige ich mich, vor Janārdana.
Wort für Wort yatra tad bhagavān viśvam wo/durch den erhabenen [Gott] das All sṛjati avati hanti ca erschafft, erhält und vernichtet tam ādidevam īśānam jenen uranfänglichen Gott, den Herrschenden praṇato 'smi janārddanam verneige ich mich, vor Janārdana pareśa paramānanda śaraṇāgatavatsala /
trāhi māṃ karuṇāsindho manotīti namo 'stute //
O höchster Herr, höchste Wonne, den Schutzsuchenden Zugetaner - rette mich, o Ozean des Mitgefühls! So [sprach er]: Verehrung sei dir!
Wort für Wort pareśa paramānanda o höchster Herr, höchste Wonne śaraṇāgatavatsala den Schutzsuchenden Zugetaner trāhi māṃ karuṇāsindho rette mich, o Ozean des Mitgefühls namo 'stu te Verehrung sei dir [?] "manotīti" unklar, evtl. Rest einer Sprecher-/Redeformel; sinngemäß als Abschluss des Lobpreises übersetzt.
evaṃ stavantaṃ viprendraṃ mārkaṇḍeyajagadgurum /
uvāca parayā prītyā śaṅkhacakragadādharaḥ //
Zu dem so preisenden Fürsten der Brahmanen, dem Weltenlehrer Mārkaṇḍeya, sprach der Träger von Muschelhorn, Diskus und Keule mit höchster Zuneigung.
Wort für Wort evaṃ stavantaṃ viprendram zu dem so preisenden Fürsten der Brahmanen mārkaṇḍeyajagadgurum dem Weltenlehrer Mārkaṇḍeya uvāca parayā prītyā sprach mit höchster Zuneigung śaṅkhacakragadādharaḥ der Träger von Muschelhorn, Diskus und Keule śrībhagavānuvāca
loke bhāgavatā ye ca bhagavadbhaktamānasāḥ /
teṣāṃ tuṣṭo na sandeho rakṣāmyetāṃśca sarvadā //
Der erhabene Herr sprach: Die in der Welt Bhāgavatas sind und deren Sinn dem Erhabenen hingegeben ist - mit ihnen bin ich zufrieden, ohne Zweifel, und ich beschütze sie stets.
Wort für Wort śrībhagavānuvāca der erhabene Herr sprach loke bhāgavatā ye ca die in der Welt Bhāgavatas sind bhagavadbhaktamānasāḥ deren Sinn dem Erhabenen hingegeben ist teṣāṃ tuṣṭo na sandehaḥ mit ihnen bin ich zufrieden, ohne Zweifel rakṣāmi etān ca sarvadā und ich beschütze sie stets ahameva dvijaśreṣṭha nityaṃ pracchannavigrahaḥ /
bhagavadbhaktarupeṇa lokākrakṣāmi sarvadā //
Ich selbst, o Bester der Zweifachgeborenen, stets in verborgener Gestalt, beschütze in Gestalt der Verehrer des Erhabenen stets die Welt.
Wort für Wort ahameva dvijaśreṣṭha ich selbst, o Bester der Zweifachgeborenen nityaṃ pracchannavigrahaḥ stets in verborgener Gestalt bhagavadbhaktarupeṇa in Gestalt der Verehrer des Erhabenen lokānrakṣāmi sarvadā beschütze ich stets die Welt mārkaṇḍeya uvāca
kiṃlakṣaṇā bhāgavatā jāyante kena karṃmaṇā /
etadicchāmyadaṃ śrotuṃ kautuhalaparo yataḥ //
Mārkaṇḍeya sprach: Woran sind die Bhāgavatas erkennbar, durch welches Werk entstehen sie? Dies möchte ich hören, da ich von Neugier erfüllt bin.
Wort für Wort mārkaṇḍeya uvāca Mārkaṇḍeya sprach kiṃlakṣaṇā bhāgavatā jāyante woran sind die Bhāgavatas erkennbar, [wie] entstehen sie kena karmaṇā durch welches Werk etat icchāmi śrotuṃ dies möchte ich hören kautuhalaparo yataḥ da ich von Neugier erfüllt bin śrībhagavānuvāca
lakṣaṇaṃ bhāgavatānāṃ śruṇuṣva munisattam /
vaktuṃ teṣāṃ prabhāvaṃ hi śakyate nābdakoṭibhiḥ //
Der erhabene Herr sprach: Höre das Kennzeichen der Bhāgavatas, o Bester der Weisen; ihre Macht aber lässt sich nicht einmal in Millionen von Jahren vollständig darlegen.
Wort für Wort śrībhagavānuvāca der erhabene Herr sprach lakṣaṇaṃ bhāgavatānām das Kennzeichen der Bhāgavatas śṛṇuṣva munisattam höre, o Bester der Weisen vaktuṃ teṣāṃ prabhāvaṃ hi ihre Macht darzulegen aber na śakyate abdakoṭibhiḥ ist nicht möglich, nicht in Millionen von Jahren yo hitāḥ sarvajantūnāṃ gatāsūyā aamatsarā /
viśino nispṛhāḥ śāntāste vai bhāgavatottamāḥ //
Die allen Geschöpfen wohlgesinnt sind, frei von Missgunst, frei von Neid, besonnen, frei von Verlangen, friedvoll - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort yo hitāḥ sarvajantūnām die allen Geschöpfen wohlgesinnt sind gatāsūyā amatsarāḥ frei von Missgunst, frei von Neid viśino nispṛhāḥ śāntāḥ besonnen, frei von Verlangen, friedvoll te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas [?] "viśino" unklar, sinngemäß als "besonnen" wiedergegeben.
karṃmaṇā manasā vācā parapīḍāṃ na kurvate /
aparigrahaśīlāśca te vai bhāgavatāḥ smṛtāḥ //
Die durch Tat, Gedanke und Wort keinem anderen Schmerz zufügen und von besitzlosem Wesen sind - sie gelten als Bhāgavatas.
Wort für Wort karmaṇā manasā vācā durch Tat, Gedanke und Wort parapīḍāṃ na kurvate fügen keinem anderen Schmerz zu aparigrahaśīlāḥ ca und sind von besitzlosem Wesen te vai bhāgavatāḥ smṛtāḥ sie gelten als Bhāgavatas satkathāśravaṇe yeṣāṃ vartate sāttvikī matiḥ /
tadbhaktaviṣṇubhaktāśca te vai bhāgavatottamāḥ //
Deren Sinn beim Hören guter Erzählungen von sattvischer Natur ist, und die den Verehrern Viṣṇus ergeben sind - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort satkathāśravaṇe yeṣām deren [Sinn] beim Hören guter Erzählungen vartate sāttvikī matiḥ von sattvischer Natur ist tadbhaktaviṣṇubhaktāḥ ca und die den Verehrern Viṣṇus ergeben sind te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas mātāpitrośca śuśruṣāṃ kurvanti ye narottamāḥ /
gaṅgāviśveśvaradhiyā te vai bhāgavatottamāḥ //
Die besten Menschen, die Vater und Mutter dienen, mit der Gesinnung, sie als Gaṅgā und Viśveśvara zu betrachten - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort mātāpitroḥ ca śuśruṣām Vater und Mutter Dienst kurvanti ye narottamāḥ erweisen die besten Menschen gaṅgāviśveśvaradhiyā mit der Gesinnung [sie als] Gaṅgā/Viśveśvara [zu sehen] te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas ye tu devārccanaratā ye tu tatsādhakāḥ smṛtāḥ /
pūjāṃ dṛṣṭvānumodante te vai bhāgavatottamāḥ //
Die der Götterverehrung zugetan sind, die als deren rechte Vollzieher gelten, die, fremde Verehrung sehend, sich mitfreuen - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort ye tu devārccanaratāḥ die der Götterverehrung zugetan sind ye tu tatsādhakāḥ smṛtāḥ die als deren Vollzieher gelten pūjāṃ dṛṣṭvā anumodante die, Verehrung sehend, sich mitfreuen te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas vratināṃ ca yatīnāṃ ca paricaryāparāśaaca ye /
viyuktaparanindāśca te va bhāgavatottamāḥ //
Die den Gelübdeübenden und den Asketen zu dienen bereit sind, die frei von der Verleumdung anderer sind - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort vratināṃ ca yatīnāṃ ca den Gelübdeübenden und den Asketen paricaryāparāḥ ca ye die zu dienen bereit sind viyuktaparanindāḥ ca und frei von der Verleumdung anderer te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas sarveṣāṃ hitavākyāni ye vadanti narottamāḥ /
ye guṇagrāhiṇo loke te vai bhāgavatāḥ smṛtāḥ //
Die besten Menschen, die zu allen wohltuende Worte sprechen, die in der Welt die guten Eigenschaften anderer erfassen - sie gelten als Bhāgavatas.
Wort für Wort sarveṣāṃ hitavākyāni zu allen wohltuende Worte ye vadanti narottamāḥ sprechen die besten Menschen ye guṇagrāhiṇo loke die in der Welt die guten Eigenschaften erfassen te vai bhāgavatāḥ smṛtāḥ sie gelten als Bhāgavatas ātmavatsarvabhūtāni ye paśyanti narottamāḥ /
tulyāḥ śatruṣu mitreṣu te vai bhāgavatottamāḥ //
Die besten Menschen, die alle Wesen wie sich selbst betrachten, die Feinden und Freunden gleich gesinnt sind - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort ātmavat sarvabhūtāni alle Wesen wie sich selbst ye paśyanti narottamāḥ betrachten die besten Menschen tulyāḥ śatruṣu mitreṣu Feinden und Freunden gleich gesinnt te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas dharṃmaśāstrapravaktāraḥ satyavākyaratāśca ye /
satāṃ śuśrūṣavo ye ca te vai bhāgavatottamāḥ //
Die Verkünder der Pflichtenlehre, die an wahrhaftiger Rede Gefallen finden, die den Guten dienen - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort dharmaśāstrapravaktāraḥ die Verkünder der Pflichtenlehre satyavākyaratāḥ ca ye die an wahrhaftiger Rede Gefallen finden satāṃ śuśrūṣavo ye ca die den Guten dienen te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas vyākurvate purāṇāni tāni śṛṇvanti ye tathā /
tadvaktari ca bhaktā ye te vai bhāgavatottamāḥ //
Die die Purāṇas auslegen, und ebenso die, die sie anhören, und die dem, der sie vorträgt, hingegeben sind - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort vyākurvate purāṇāni die die Purāṇas auslegen tāni śṛṇvanti ye tathā und ebenso die, die sie anhören tadvaktari ca bhaktā ye und die dem Vortragenden hingegeben sind te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas ye gobrāhmaṇaśuśrūṣāṃ kurvate satataṃ narāḥ /
tīrthayātrāparā ye ca te vai bhāgavatottamāḥ //
Die Menschen, die beständig Kühen und Brahmanen dienen, und die den Pilgerfahrten zugetan sind - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort ye gobrāhmaṇaśuśrūṣām die Kühen und Brahmanen Dienst kurvate satataṃ narāḥ beständig erweisen, die Menschen tīrthayātrāparā ye ca und die den Pilgerfahrten zugetan sind te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas anyeṣāmudayaṃ dṛṣṭvā ye 'bhinavandanti mānavāḥ /
harināmaparā ye ca te vai bhāgavatottamāḥ //
Die Menschen, die, den Aufstieg anderer sehend, sich darüber freuen, und die dem Namen Haris zugetan sind - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort anyeṣāmudayaṃ dṛṣṭvā den Aufstieg anderer sehend ye abhinavandanti mānavāḥ die Menschen, die sich [darüber] freuen harināmaparā ye ca und die dem Namen Haris zugetan sind te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas ārāmāropaṇaratāstaḍāparirakṣakāḥ /
kāsārakūpakarttāraste vai bhāgavatottamāḥ //
Die dem Anlegen von Gärten zugetan sind, die Hüter von Teichen, die Erbauer von Weihern und Brunnen - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort ārāmāropaṇaratāḥ die dem Anlegen von Gärten zugetan sind taḍāgaparirakṣakāḥ die Hüter von Teichen kāsārakūpakarttāraḥ die Erbauer von Weihern und Brunnen te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas ye vai taḍāgakarttāro devasahmāni kurvate /
goyatrīniratā ye ca te vai bhāgavatottamāḥ //
Die fürwahr Teiche anlegen, die Göttersitze errichten, und die der Gāyatrī zugetan sind - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort ye vai taḍāgakarttāraḥ die fürwahr Teiche anlegen devasadmāni kurvate die Göttersitze errichten gāyatrīniratā ye ca und die der Gāyatrī zugetan sind te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas [?] "devasahmāni" vermutlich für "devasadmāni" ("Göttersitze/-tempel"), "goyatrīniratā" vermutlich für "gāyatrīniratā" ("der Gāyatrī zugetan").
ye 'bhinandanti nāmāni hareḥ śrutvātiharṣitāḥ /
romāñcitaśarīrāśca te vai bhāgavatottamāḥ //
Die sich an Haris Namen erfreuen, die, sie hörend, überaus erfreut sind, deren Körper sich dabei sträuben - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort ye abhinandanti nāmāni hareḥ die sich an Haris Namen erfreuen śrutvā atiharṣitāḥ die, sie hörend, überaus erfreut sind romāñcitaśarīrāḥ ca deren Körper sich sträuben te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas tulasīkāvanaṃ dṛṣṭvā ye namaskurvate narāḥ /
tatkāṣṭāṅkitakarṇā ye te vai bhāgavatottamāḥ //
Die Menschen, die, einen Tulasī-Hain erblickend, Verehrung erweisen, deren Ohren mit deren Holz geschmückt sind - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort tulasīkāvanaṃ dṛṣṭvā einen Tulasī-Hain erblickend ye namaskurvate narāḥ die Menschen, die Verehrung erweisen tatkāṣṭāṅkitakarṇā ye deren Ohren mit deren Holz geschmückt sind te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas tulasīgandhamāghrāya santoṣaṃ kurvate tu ye /
tanmūlamṛttikāṃ ye ca te vai bhāgavatottamāḥ //
Die, den Duft der Tulasī einatmend, Zufriedenheit empfinden, und die deren Wurzelerde verehren - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort tulasīgandham āghrāya den Duft der Tulasī einatmend santoṣaṃ kurvate tu ye die aber Zufriedenheit empfinden tanmūlamṛttikāṃ ye ca und die deren Wurzelerde [verehren] te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas āśramācācaraniratāstathaivātithipūjakāḥ /
ye ca vedārthavaktāraste vai bhāgavatottamāḥ //
Die dem Brauch ihres Lebensstandes zugetan sind, ebenso die Gastverehrer, und die Verkünder der Bedeutung des Veda - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort āśramācāraniratāḥ die dem Brauch ihres Lebensstandes zugetan sind tathā eva atithipūjakāḥ ebenso die Gastverehrer ye ca vedārthavaktāraḥ und die Verkünder der Bedeutung des Veda te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas śivāpriyāḥ śivāsaktāḥ śivapādārccane ratāḥ /
tripuṇḍradhāriṇo ye ca te vai bhāgavatottamāḥ //
Die Śiva lieb sind, an Śiva hängen, der Verehrung von Śivas Füßen zugetan sind, und die das dreifache Stirnzeichen tragen - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort śivāpriyāḥ śivāsaktāḥ die Śiva lieb sind, an Śiva hängen śivapādārccane ratāḥ der Verehrung von Śivas Füßen zugetan tripuṇḍradhāriṇo ye ca und die das dreifache Stirnzeichen tragen te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas vyāharanti ca nāmāni hareḥ śambhormahātmanaḥ /
rudrākṣālaṅkṛtā ye ca te vai bhāgavatottamāḥ //
Die die Namen Haris und des großmütigen Śambhu aussprechen, und die mit Rudrākṣa-Perlen geschmückt sind - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort vyāharanti ca nāmāni und die die Namen aussprechen hareḥ śambhormahātmanaḥ Haris und des großmütigen Śambhu rudrākṣālaṅkṛtā ye ca und die mit Rudrākṣa geschmückt sind te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas ye yajanti mahādevaṃ ṛtubhirbahudakṣiṇaiḥ /
hariṃ vā parayā bhaktyā te vai bhāgavatottamāḥ //
Die den großen Gott mit den vorgeschriebenen Jahreszeiten-Riten und reichen Priestergaben verehren, oder Hari mit höchster Hingabe - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort ye yajanti mahādevam die den großen Gott verehren ṛtubhirbahudakṣiṇaiḥ mit Jahreszeiten-Riten und reichen Priestergaben hariṃ vā parayā bhaktyā oder Hari mit höchster Hingabe te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas viditāni ca śāstrāṇi parārthaṃ gravadanti ye /
sarvatra guṇabhājo ye te vai bhāgavatāḥ smṛtāḥ //
Die die ihnen bekannten Lehrschriften zum Nutzen anderer verkünden, die überall an guten Eigenschaften teilhaben - sie gelten als Bhāgavatas.
Wort für Wort viditāni ca śāstrāṇi und die bekannten Lehrschriften parārthaṃ pravadanti ye zum Nutzen anderer verkünden sarvatra guṇabhājo ye die überall an guten Eigenschaften teilhaben te vai bhāgavatāḥ smṛtāḥ sie gelten als Bhāgavatas śive ca parameśe ca viṣṇau ca paramātmani /
samabuddhyā pravarttante te vai bhāgavatāḥ smṛtāḥ //
Die gegenüber Śiva, dem höchsten Herrn, und Viṣṇu, dem höchsten Selbst, mit gleichmütiger Gesinnung handeln - sie gelten als Bhāgavatas.
Wort für Wort śive ca parameśe ca gegenüber Śiva, dem höchsten Herrn viṣṇau ca paramātmani und Viṣṇu, dem höchsten Selbst samabuddhyā pravarttante mit gleichmütiger Gesinnung handeln te vai bhāgavatāḥ smṛtāḥ sie gelten als Bhāgavatas śivāgrikāryaniratāḥ pañcākṣarajape ratāḥ /
śivadhyānaratā ye ca te vai bhāgavatottamāḥ //
Die den vorrangigen Werken Śivas zugetan sind, dem Murmeln des Fünf-Silben-Mantras zugetan, und die der Śiva-Meditation zugetan sind - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort śivāgrikāryaniratāḥ den vorrangigen Werken Śivas zugetan pañcākṣarajape ratāḥ dem Murmeln des Fünf-Silben-Mantras zugetan śivadhyānaratā ye ca und die der Śiva-Meditation zugetan sind te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas pānīyadānaniratā ye 'nnadānaratāstathā /
ekādarśīvrataratā vai bhāgavatottamāḥ //
Die dem Spenden von Trinkwasser zugetan sind, ebenso dem Spenden von Speise, und die dem Ekādaśī-Gelübde zugetan sind - sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort pānīyadānaniratā ye die dem Spenden von Trinkwasser zugetan sind annadānaratāstathā ebenso dem Spenden von Speise zugetan ekādaśīvrataratā die dem Ekādaśī-Gelübde zugetan sind vai bhāgavatottamāḥ sind die besten Bhāgavatas [?] "ekādarśīvrataratā" vermutlich für "ekādaśīvrataratāḥ" ("dem Ekādaśī-Fastengelübde zugetan").
godānaniratā ye ca kanyādānaratāśca ye /
madarthaṃ karṃmakarttāraste vai bhāgavatottamāḥ //
Die dem Spenden von Kühen zugetan sind, und die dem Spenden von Mädchen zur Heirat zugetan sind, die um meinetwillen Werke vollziehen - sie sind die besten Bhāgavatas.
Wort für Wort godānaniratā ye ca die dem Spenden von Kühen zugetan sind kanyādānaratāśca ye und die dem Spenden von Mädchen zugetan sind madarthaṃ karmakarttāraḥ die um meinetwillen Werke vollziehen te vai bhāgavatottamāḥ sie sind die besten Bhāgavatas ete bhāgavatā vipra kecidatra prakīrtitāḥ /
mayāpi gadituṃ śakyā nābdakoṭiśatairapi //
Dies sind, o Brahmane, einige der hier genannten Bhāgavatas; selbst von mir lassen sie sich nicht vollständig darlegen, nicht einmal in hundert Millionen Jahren.
Wort für Wort ete bhāgavatā vipra dies sind, o Brahmane, Bhāgavatas kecidatra prakīrtitāḥ einige hier genannte mayāpi gadituṃ śakyā selbst von mir lassen sie sich darlegen na abdakoṭiśataiḥ api nicht einmal in hundert Millionen Jahren tasmāttvamapi viprendra suśīlo bhava sarvadā /
sarvabhūtāśrayo dānto metro dharṃmaparāyaṇaḥ //
Deshalb sei auch du, o Fürst der Brahmanen, stets von gutem Wesen: eine Zuflucht für alle Geschöpfe, gezähmt, freundlich, der Pflicht ergeben.
Wort für Wort tasmāt tvam api viprendra deshalb auch du, o Fürst der Brahmanen suśīlo bhava sarvadā sei stets von gutem Wesen sarvabhūtāśrayo dāntaḥ eine Zuflucht für alle Geschöpfe, gezähmt maitro dharmaparāyaṇaḥ freundlich, der Pflicht ergeben [?] "metro" vermutlich für "maitro" ("freundlich").
punaryugāntaparyyantaṃ dharṃmaṃ sarvaṃ samācaran /
manmūrttidhyānanirataḥ paraṃ nirvāṇamāpsyasi //
Bis ans Ende des Zeitalters alle Pflicht vollziehend, der Meditation über meine Gestalt zugetan, wirst du das höchste Erlöschen erlangen.
Wort für Wort punaryugāntaparyyantam bis ans Ende des Zeitalters dharmaṃ sarvaṃ samācaran alle Pflicht vollziehend manmūrttidhyānaniratah der Meditation über meine Gestalt zugetan paraṃ nirvāṇamāpsyasi wirst du das höchste Erlöschen erlangen evaṃ mṛkaṇḍuputrasya svabhaktasya kṛpānidhiḥ /
dattvā varaṃ sa deveśastatraivāntaradhīyata //
So, dem Sohn des Mṛkaṇḍu, seinem eigenen Verehrer, den Segen gewährend, verschwand jener Herr der Götter, der Quell des Mitgefühls, eben dort.
Wort für Wort evaṃ mṛkaṇḍuputrasya so dem Sohn des Mṛkaṇḍu svabhaktasya kṛpānidhiḥ seinem eigenen Verehrer, der Quell des Mitgefühls dattvā varaṃ sa deveśaḥ den Segen gewährend, jener Herr der Götter tatraiva antaradhīyata verschwand eben dort mārkaṇḍeyo mahābhāgo haribhaktirataḥ sadā /
cacāra paramaṃ dharmamīje ca vidhivanmakhaiḥ //
Der hochgesegnete Mārkaṇḍeya, stets der Hari-Hingabe zugetan, übte die höchste Pflicht und opferte vorschriftsgemäß mit rituellen Opfern.
Wort für Wort mārkaṇḍeyo mahābhāgo der hochgesegnete Mārkaṇḍeya haribhaktirataḥ sadā stets der Hari-Hingabe zugetan cacāra paramaṃ dharmam übte die höchste Pflicht īje ca vidhivanmakhaiḥ und opferte vorschriftsgemäß mit Opfern śālaprāme mahākṣetre tatāpa paramaṃ tapaḥ /
dhyānakṣapitakarmā tu paraṃ nirvāṇamātpavān //
In der großen heiligen Stätte Śālagrāma übte er höchste Askese; durch Meditation sein Karma vertilgend, erlangte er das höchste Nirvāṇa.
Wort für Wort śālagrāme mahākṣetre in der großen heiligen Stätte Śālagrāma tatāpa paramaṃ tapaḥ übte er höchste Askese dhyānakṣapitakarmā tu durch Meditation sein Karma vertilgend paraṃ nirvāṇam āptavān erlangte er das höchste Nirvāṇa tasmājjantuṣu sarveṣu hitakṛddharipūjakaḥ /
īpsivaṃ manasā yadyanattadānprotyasaṃśayam //
Deshalb erlangt ein Verehrer Haris, der allen Geschöpfen Wohltat erweist, was immer sein Sinn begehrt - ohne Zweifel.
Wort für Wort tasmāt jantuṣu sarveṣu deshalb allen Geschöpfen hitakṛt haripūjakaḥ ein wohltuender Verehrer Haris īpsitaṃ manasā yad yat was immer sein Sinn begehrt tad āpnoti asaṃśayam das erlangt er ohne Zweifel [?] zweiter Vershalbteil stark verderbt, sinngemäß als "īpsitaṃ manasā yad yat tad āpnoty asaṃśayam" rekonstruiert.
sanaka uvāca
etatsarvaṃ nigaditaṃ tvayā pṛṣṭaṃ dvijottama /
bhagavadbhakti māhātmyaṃ kimanyacchrotumicchasi //
Sanaka sprach: All dies, wonach du gefragt hast, o bester Zweifachgeborener, ist dargelegt - die Größe der Hingabe an den Erhabenen. Was anderes möchtest du noch hören?
Wort für Wort sanaka uvāca Sanaka sprach etatsarvaṃ nigaditam all dies ist dargelegt tvayā pṛṣṭaṃ dvijottama wonach du gefragt hast, o bester Zweifachgeborener bhagavadbhaktimāhātmyam die Größe der Hingabe an den Erhabenen kimanyacchrotumicchasi was anderes möchtest du hören
Interaktive Leseansicht des ganzen Werks
← Kapitel 3 Kapitel 5 →