arjuna uvāca madanugrahāya paramaṃ guhyam adhyātmasaṃjñitam yat tvayoktaṃ vacas tena moho 'yaṃ vigato mama
Arjuna sprach: „Aus Gnade mir gegenüber hast du das höchste Geheimnis verkündet, das Adhyātma genannt wird; durch dieses Wort ist diese meine Verblendung gewichen.
Wort für Wort
arjuna uvāca
Arjuna sprach (Nom. Sg. + 3. Sg. Perfekt)
madanugrahāya paramaṃ guhyam
aus Gnade mir gegenüber das höchste Geheimnis (Dat. Sg. + Adj. + n., Nom. Sg.)
adhyātmasaṃjñitam
das Adhyātma genannt wird (Adj., Nom. Sg.)
yat tvayoktaṃ vacas
das von dir verkündete Wort (Pron. + Instr. Sg. + Part. Perf. Pass. + n., Nom. Sg.)
tena moho 'yaṃ vigato mama
durch dieses Wort ist diese meine Verblendung gewichen (Instr. Sg. + m., Nom. Sg. + Pron. + Part. Perf., Nom. Sg. + Pron.)
Sieh hier heute die ganze Welt, das Bewegliche und Unbewegliche, an einem Ort vereint in meinem Körper, Guḍākeśa, und was immer du sonst noch sehen möchtest.
Wort für Wort
ihaikasthaṃ jagat kṛtsnaṃ
hier an einem Ort vereint die ganze Welt (Adv. + Adj. + n., Akk. Sg. + Adj.)
paśyādya sacarācaram
sieh heute das Bewegliche und Unbewegliche (Imperativ + Adv. + Adj.)
mama dehe guḍākeśa
in meinem Körper, Guḍākeśa (Pron. + m., Lok. Sg. + Vok. Sg.)
yac cānyad draṣṭum icchasi
und was immer du sonst noch sehen möchtest (Pron. + Partikel + Pron. + Inf. + 2. Sg. Präsens)
divyamālyāmbaradharaṃ divyagandhānulepanam sarvāścaryamayaṃ devam anantaṃ viśvatomukham
mit göttlichen Kränzen und Gewändern bekleidet, mit göttlichen Salben gesalbt, den Gott, ganz aus Wundern bestehend, den Unendlichen, mit Angesicht nach allen Seiten.
Wort für Wort
divyamālyāmbaradharaṃ
mit göttlichen Kränzen und Gewändern bekleidet (Adj., Akk. Sg.)
divyagandhānulepanam
mit göttlichen Salben gesalbt (Adj., Akk. Sg.)
sarvāścaryamayaṃ devam
den Gott, ganz aus Wundern bestehend (Adj. + m., Akk. Sg.)
anantaṃ viśvatomukham
den Unendlichen, mit Angesicht nach allen Seiten (Adj. + Adj., Akk. Sg.)
arjuna uvāca paśyāmi devāṃs tava deva dehe; sarvāṃs tathā bhūtaviśeṣasaṃghān brahmāṇam īśaṃ kamalāsanastham; ṛṣīṃś ca sarvān uragāṃś ca divyān
Arjuna sprach: „Ich sehe die Götter in deinem Leib, o Gott, alle zugleich, und die Scharen der besonderen Wesen, Brahmā, den Herrn, auf dem Lotussitz thronend, und alle Seher und die göttlichen Schlangen.
Wort für Wort
arjuna uvāca
Arjuna sprach (Nom. Sg. + 3. Sg. Perfekt)
paśyāmi devāṃs tava deva dehe
ich sehe die Götter in deinem Leib, o Gott (1. Sg. Präsens + m., Akk. Pl. + Pron. + Vok. Sg. + m., Lok. Sg.)
sarvāṃs tathā bhūtaviśeṣasaṃghān
alle zugleich, und die Scharen der besonderen Wesen (Adj., Akk. Pl. + Adv. + m., Akk. Pl.)
brahmāṇam īśaṃ kamalāsanastham
Brahmā, den Herrn, auf dem Lotussitz thronend (m., Akk. Sg. + m., Akk. Sg. + Adj.)
ṛṣīṃś ca sarvān uragāṃś ca divyān
und alle Seher und die göttlichen Schlangen (m., Akk. Pl. + Partikel + Adj. + m., Akk. Pl. + Partikel + Adj.)
anekabāhūdaravaktranetraṃ; paśyāmi tvā sarvato 'nantarūpam nāntaṃ na madhyaṃ na punas tavādiṃ; paśyāmi viśveśvara viśvarūpa
Mit vielen Armen, Bäuchen, Mündern, Augen sehe ich dich, nach allen Seiten von unendlicher Gestalt; weder ein Ende noch eine Mitte noch auch einen Anfang von dir sehe ich, Herr des Alls, Allgestaltiger.
Wort für Wort
anekabāhūdaravaktranetraṃ
mit vielen Armen, Bäuchen, Mündern, Augen (Adj., Akk. Sg.)
paśyāmi tvā sarvato 'nantarūpam
ich sehe dich, nach allen Seiten von unendlicher Gestalt (1. Sg. Präsens + Pron. + Adv. + Adj.)
nāntaṃ na madhyaṃ na punas tavādiṃ
weder Ende, noch Mitte, noch Anfang von dir (Negation + m., Akk. Sg. + Negation + n., Akk. Sg. + Negation + Adv. + Pron. + m., Akk. Sg.)
Mit Diadem, mit Keule und mit Diskus, eine Masse von Glanz, nach allen Seiten leuchtend, sehe ich dich, ringsum kaum anzuschauen, von der Strahlkraft lodernden Feuers und der Sonne, unermesslich.
Wort für Wort
kirīṭinaṃ gadinaṃ cakriṇaṃ ca
mit Diadem, mit Keule und mit Diskus (Adj., Akk. Sg., Reihe)
tejorāśiṃ sarvato dīptimantam
eine Masse von Glanz, nach allen Seiten leuchtend (m., Akk. Sg. + Adv. + Adj.)
paśyāmi tvāṃ durnirīkṣyaṃ samantād
ich sehe dich, ringsum kaum anzuschauen (1. Sg. Präsens + Pron. + Gerundivum + Adv.)
dīptānalārkadyutim aprameyam
von der Strahlkraft lodernden Feuers und der Sonne, unermesslich (Adj., Akk. Sg. + Adj.)
tvam akṣaraṃ paramaṃ veditavyaṃ; tvam asya viśvasya paraṃ nidhānam tvam avyayaḥ śāśvatadharmagoptā; sanātanas tvaṃ puruṣo mato me
Du bist das Unvergängliche, das höchste zu Erkennende; du bist die höchste Schatzkammer dieses Alls; du bist der Unvergängliche, der Hüter des ewigen Dharma; der ewige Puruṣa bist du, so denke ich.
Wort für Wort
tvam akṣaraṃ paramaṃ veditavyaṃ
du bist das Unvergängliche, das höchste zu Erkennende (Pron. + Adj. + Adj. + Gerundivum, Nom. Sg.)
tvam asya viśvasya paraṃ nidhānam
du bist die höchste Schatzkammer dieses Alls (Pron. + Pron. + Gen. Sg. + Adj. + n., Nom. Sg.)
tvam avyayaḥ śāśvatadharmagoptā
du bist der Unvergängliche, der Hüter des ewigen Dharma (Pron. + Adj. + m., Nom. Sg.)
sanātanas tvaṃ puruṣo mato me
der ewige Puruṣa bist du, so denke ich (Adj. + Pron. + m., Nom. Sg. + Part. Perf. Pass. + Pron.)
Ohne Anfang, Mitte und Ende, von unendlicher Kraft, mit unzähligen Armen, mit Mond und Sonne als Augen, sehe ich dich, mit lodernd feurigem Antlitz, dieses All mit deinem eigenen Glanz erhitzend.
Wort für Wort
anādimadhyāntam anantavīryam
ohne Anfang, Mitte und Ende, von unendlicher Kraft (Adj., Akk. Sg. + Adj.)
anantabāhuṃ śaśisūryanetram
mit unzähligen Armen, mit Mond und Sonne als Augen (Adj. + Adj., Akk. Sg.)
paśyāmi tvāṃ dīptahutāśavaktraṃ
ich sehe dich mit lodernd feurigem Antlitz (1. Sg. Präsens + Pron. + Adj., Akk. Sg.)
svatejasā viśvam idaṃ tapantam
dieses All mit deinem eigenen Glanz erhitzend (n., Instr. Sg. + n., Akk. Sg. + Pron. + Part. Präs., Akk. Sg.)
dyāvāpṛthivyor idam antaraṃ hi; vyāptaṃ tvayaikena diśaś ca sarvāḥ dṛṣṭvādbhutaṃ rūpam idaṃ tavograṃ; lokatrayaṃ pravyathitaṃ mahātman
Denn dieser Raum zwischen Himmel und Erde ist von dir allein durchdrungen, und alle Himmelsrichtungen; da sie diese wunderbare, schreckliche Gestalt von dir sehen, erzittern die drei Welten, große Seele.
Wort für Wort
dyāvāpṛthivyor idam antaraṃ hi
denn dieser Raum zwischen Himmel und Erde (Gen. Du. + Pron. + n., Nom. Sg. + Partikel)
vyāptaṃ tvayaikena diśaś ca sarvāḥ
ist von dir allein durchdrungen, und alle Himmelsrichtungen (Part. Perf. Pass., Nom. Sg. + Instr. Sg. + Partikel + f., Nom. Pl. + Partikel + Adj.)
dṛṣṭvādbhutaṃ rūpam idaṃ tavograṃ
da sie diese wunderbare, schreckliche Gestalt von dir sehen (Ger. + Adj. + n., Akk. Sg. + Pron. + Pron. + Adj.)
lokatrayaṃ pravyathitaṃ mahātman
erzittern die drei Welten, große Seele (n., Nom. Sg. + Part. Perf. Pass., Nom. Sg. + Vok. Sg.)
amī hi tvā surasaṃghā viśanti; ke cid bhītāḥ prāñjalayo gṛṇanti svastīty uktvā maharṣisiddhasaṃghāḥ; stuvanti tvāṃ stutibhiḥ puṣkalābhiḥ
Denn diese Scharen der Götter gehen in dich ein; manche, voller Furcht, sprechen mit gefalteten Händen; 'Heil!' sagend, preisen dich die Scharen der großen Seher und Vollendeten mit reichen Lobpreisungen.
Wort für Wort
amī hi tvā surasaṃghā viśanti
denn diese Scharen der Götter gehen in dich ein (Pron. + Partikel + Pron. + m., Nom. Pl. + 3. Pl. Präsens)
ke cid bhītāḥ prāñjalayo gṛṇanti
manche, voller Furcht, sprechen mit gefalteten Händen (Pron. + Partikel + Adj., Nom. Pl. + Adj. + 3. Pl. Präsens)
svastīty uktvā maharṣisiddhasaṃghāḥ
'Heil!' sagend, die Scharen der großen Seher und Vollendeten (Interj. + Partikel + Ger. + m., Nom. Pl.)
stuvanti tvāṃ stutibhiḥ puṣkalābhiḥ
preisen dich mit reichen Lobpreisungen (3. Pl. Präsens + Pron. + f., Instr. Pl. + Adj.)
rudrādityā vasavo ye ca sādhyā; viśve 'śvinau marutaś coṣmapāś ca gandharvayakṣāsurasiddhasaṃghā; vīkṣante tvā vismitāś caiva sarve
Die Rudras, Ādityas, Vasus, die Sādhyas, die Viśvedevas, die beiden Aśvins, die Maruts und die Ahnen, die Scharen der Gandharvas, Yakṣas, Asuras und Vollendeten — sie alle blicken dich staunend an.
Wort für Wort
rudrādityā vasavo ye ca sādhyā
die Rudras, Ādityas, Vasus und die Sādhyas (m., Nom. Pl., Reihe)
viśve 'śvinau marutaś coṣmapāś ca
die Viśvedevas, die beiden Aśvins, die Maruts und die Ahnen (m., Nom. Pl. + m., Nom. Du. + m., Nom. Pl. + Partikel + m., Nom. Pl. + Partikel)
gandharvayakṣāsurasiddhasaṃghā
die Scharen der Gandharvas, Yakṣas, Asuras und Vollendeten (m., Nom. Pl.)
vīkṣante tvā vismitāś caiva sarve
sie alle blicken dich staunend an (3. Pl. Präsens Medium + Pron. + Adj., Nom. Pl. + Partikel + Adj.)
Deine gewaltige Gestalt mit vielen Mündern und Augen, mächtiger Arm, mit vielen Armen, Schenkeln und Füßen, mit vielen Bäuchen, furchtbar von vielen Zähnen — sie sehend, erzittern die Welten, und ebenso ich.
Wort für Wort
rūpaṃ mahat te bahuvaktranetraṃ
deine gewaltige Gestalt mit vielen Mündern und Augen (n., Nom. Sg. + Adj. + Pron. + Adj.)
mahābāho bahubāhūrupādam
mächtiger Arm, mit vielen Armen, Schenkeln und Füßen (Vok. Sg. + Adj., Akk. Sg.)
bahūdaraṃ bahudaṃṣṭrākarālaṃ
mit vielen Bäuchen, furchtbar von vielen Zähnen (Adj., Akk. Sg., zweifach)
dṛṣṭvā lokāḥ pravyathitās tathāham
sie sehend, erzittern die Welten, und ebenso ich (Ger. + m., Nom. Pl. + Part. Perf., Nom. Pl. + Adv. + Pron.)
nabhaḥspṛśaṃ dīptam anekavarṇaṃ; vyāttānanaṃ dīptaviśālanetram dṛṣṭvā hi tvāṃ pravyathitāntarātmā; dhṛtiṃ na vindāmi śamaṃ ca viṣṇo
Denn dich sehend, den Himmel berührend, leuchtend, vielfarbig, mit aufgerissenem Rachen, mit lodernden weiten Augen, in meinem Innern erzitternd finde ich weder Standhaftigkeit noch Ruhe, Viṣṇu.
Wort für Wort
nabhaḥspṛśaṃ dīptam anekavarṇaṃ
den Himmel berührend, leuchtend, vielfarbig (Adj., Akk. Sg., Reihe)
vyāttānanaṃ dīptaviśālanetram
mit aufgerissenem Rachen, mit lodernden weiten Augen (Adj., Akk. Sg., zweifach)
dṛṣṭvā hi tvāṃ pravyathitāntarātmā
denn dich sehend, in meinem Innern erzitternd (Ger. + Partikel + Pron. + Adj., Nom. Sg.)
dhṛtiṃ na vindāmi śamaṃ ca viṣṇo
finde ich weder Standhaftigkeit noch Ruhe, Viṣṇu (f., Akk. Sg. + Negation + 1. Sg. Präsens + m., Akk. Sg. + Partikel + Vok. Sg.)
daṃṣṭrākarālāni ca te mukhāni; dṛṣṭvaiva kālānalasaṃnibhāni diśo na jāne na labhe ca śarma; prasīda deveśa jagannivāsa
Und deine Münder, furchtbar von Zähnen, gleich dem Feuer der Weltzeit, sehend, kenne ich die Himmelsrichtungen nicht mehr und finde kein Glück; sei gnädig, Herr der Götter, Wohnstatt der Welt.
Wort für Wort
daṃṣṭrākarālāni ca te mukhāni
und deine Münder, furchtbar von Zähnen (Adj., Akk. Pl. + Partikel + Pron. + n., Akk. Pl.)
dṛṣṭvaiva kālānalasaṃnibhāni
eben sehend, gleich dem Feuer der Weltzeit (Ger. + Partikel + Adj., Akk. Pl.)
diśo na jāne na labhe ca śarma
kenne ich die Himmelsrichtungen nicht und finde kein Glück (f., Akk. Pl. + Negation + 1. Sg. Präsens + Negation + 1. Sg. Präsens Medium + Partikel + n., Akk. Sg.)
prasīda deveśa jagannivāsa
sei gnädig, Herr der Götter, Wohnstatt der Welt (Imperativ + Vok. Sg. + Vok. Sg.)
amī ca tvāṃ dhṛtarāṣṭrasya putrāḥ; sarve sahaivāvanipālasaṃghaiḥ bhīṣmo droṇaḥ sūtaputras tathāsau; sahāsmadīyair api yodhamukhyaiḥ
Und diese Söhne des Dhṛtarāṣṭra, alle zusammen mit den Scharen der Fürsten, Bhīṣma, Droṇa und ebenso jener Sūta-Sohn, zusammen mit unseren eigenen wichtigsten Kriegern —
Wort für Wort
amī ca tvāṃ dhṛtarāṣṭrasya putrāḥ
und diese Söhne des Dhṛtarāṣṭra dich (Pron. + Partikel + Pron. + m., Gen. Sg. + m., Nom. Pl.)
sarve sahaivāvanipālasaṃghaiḥ
alle zusammen mit den Scharen der Fürsten (Adj., Nom. Pl. + Präp. + Partikel + m., Instr. Pl.)
bhīṣmo droṇaḥ sūtaputras tathāsau
Bhīṣma, Droṇa und ebenso jener Sūta-Sohn (Nom. Sg., Reihe + Adv. + Pron.)
sahāsmadīyair api yodhamukhyaiḥ
zusammen mit unseren eigenen wichtigsten Kriegern (Präp. + Adj., Instr. Pl. + Partikel + m., Instr. Pl.)
Wie Motten in loderndes Feuer eingehen, um darin zugrunde zu gehen, mit gesteigerter Geschwindigkeit, so gehen auch diese Welten zugrunde, in deine Münder eingehend, mit gesteigerter Geschwindigkeit.
Wort für Wort
yathā pradīptaṃ jvalanaṃ pataṃgā
wie Motten in loderndes Feuer (Adv. + Adj. + n., Akk. Sg. + m., Nom. Pl.)
viśanti nāśāya samṛddhavegāḥ
gehen ein, um zugrunde zu gehen, mit gesteigerter Geschwindigkeit (3. Pl. Präsens + m., Dat. Sg. + Adj., Nom. Pl.)
tathaiva nāśāya viśanti lokās
so gehen auch diese Welten zugrunde ein (Adv. + m., Dat. Sg. + 3. Pl. Präsens + m., Nom. Pl.)
tavāpi vaktrāṇi samṛddhavegāḥ
auch in deine Münder, mit gesteigerter Geschwindigkeit (Pron. + Partikel + n., Akk. Pl. + Adj., Nom. Pl.)
Du leckst ringsum, alle Welten verschlingend, mit lodernden Mündern; das ganze All mit deinem Glanz erfüllend, versengen deine schrecklichen Strahlen, Viṣṇu.
ākhyāhi me ko bhavān ugrarūpo; namo 'stu te devavara prasīda vijñātum icchāmi bhavantam ādyaṃ; na hi prajānāmi tava pravṛttim
Sage mir, wer du bist von so schrecklicher Gestalt; Verehrung sei dir, bester der Götter, sei gnädig; ich möchte dich, den Uranfänglichen, erkennen, denn ich verstehe dein Wirken nicht.“
Wort für Wort
ākhyāhi me ko bhavān ugrarūpo
sage mir, wer du bist von schrecklicher Gestalt (Imperativ + Pron. + Interrog. + Pron., Nom. Sg. + Adj.)
namo 'stu te devavara prasīda
Verehrung sei dir, bester der Götter, sei gnädig (n., Nom. Sg. + Imperativ 3. Sg. + Pron. + Vok. Sg. + Imperativ)
vijñātum icchāmi bhavantam ādyaṃ
ich möchte dich, den Uranfänglichen, erkennen (Inf. + 1. Sg. Präsens + Pron., Akk. Sg. + Adj.)
na hi prajānāmi tava pravṛttim
denn ich verstehe dein Wirken nicht (Negation + Partikel + 1. Sg. Präsens + Pron. + f., Akk. Sg.)
śrībhagavān uvāca kālo 'smi lokakṣayakṛt pravṛddho; lokān samāhartum iha pravṛttaḥ ṛte 'pi tvā na bhaviṣyanti sarve; ye 'vasthitāḥ pratyanīkeṣu yodhāḥ
Der erhabene Herr sprach: „Ich bin die Zeit, die gewaltig gewachsene, die Vernichterin der Welten, hier tätig, die Welten hinwegzuraffen; auch ohne dich werden all die Krieger nicht mehr sein, die in den feindlichen Reihen aufgestellt sind.
Wort für Wort
śrībhagavān uvāca
der erhabene Herr sprach (Nom. Sg. + 3. Sg. Perfekt)
kālo 'smi lokakṣayakṛt pravṛddho
ich bin die Zeit, die gewaltig gewachsene Vernichterin der Welten (m., Nom. Sg. + 1. Sg. Präsens + Adj. + Adj., Nom. Sg.)
lokān samāhartum iha pravṛttaḥ
hier tätig, die Welten hinwegzuraffen (m., Akk. Pl. + Inf. + Adv. + Part. Perf., Nom. Sg.)
ṛte 'pi tvā na bhaviṣyanti sarve
auch ohne dich werden nicht alle sein (Präp. + Partikel + Pron. + Negation + 3. Pl. Futur + Adj.)
ye 'vasthitāḥ pratyanīkeṣu yodhāḥ
die Krieger, die in den feindlichen Reihen aufgestellt sind (Pron. + Part. Perf., Nom. Pl. + n., Lok. Pl. + m., Nom. Pl.)
Darum erhebe dich, erlange Ruhm; besiege die Feinde und genieße das blühende Königreich; von mir allein sind diese bereits zuvor erschlagen — sei nur das Werkzeug, Savyasācin.
droṇaṃ ca bhīṣmaṃ ca jayadrathaṃ ca; karṇaṃ tathānyān api yodhavīrān mayā hatāṃs tvaṃ jahi mā vyathiṣṭhā; yudhyasva jetāsi raṇe sapatnān
Droṇa und Bhīṣma und Jayadratha, und Karṇa und ebenso auch die anderen Kriegerhelden, die von mir schon erschlagen sind, töte du; zage nicht, kämpfe, du wirst die Feinde in der Schlacht besiegen.“
Wort für Wort
droṇaṃ ca bhīṣmaṃ ca jayadrathaṃ ca
Droṇa und Bhīṣma und Jayadratha (m., Akk. Sg., Reihe)
karṇaṃ tathānyān api yodhavīrān
und Karṇa und ebenso auch die anderen Kriegerhelden (m., Akk. Sg. + Adv. + Pron. + Partikel + m., Akk. Pl.)
mayā hatāṃs tvaṃ jahi mā vyathiṣṭhā
die von mir erschlagenen töte du, zage nicht (Instr. Sg. + Part. Perf. Pass., Akk. Pl. + Pron. + Imperativ + Negation + 2. Sg. Aorist Inj.)
yudhyasva jetāsi raṇe sapatnān
kämpfe, du wirst die Feinde in der Schlacht besiegen (Imperativ Medium + 2. Sg. Futur Perf. + m., Lok. Sg. + m., Akk. Pl.)
Saṃjaya sprach: Dies Wort des Keśava gehört habend, verneigte sich der Diademträger mit gefalteten Händen, zitternd, und sprach abermals zu Kṛṣṇa, mit stockender Stimme, voller Furcht, sich verneigend:
Wort für Wort
saṃjaya uvāca
Saṃjaya sprach (Nom. Sg. + 3. Sg. Perfekt)
etac chrutvā vacanaṃ keśavasya
dies Wort des Keśava gehört habend (Pron. + Ger. + n., Akk. Sg. + m., Gen. Sg.)
kṛtāñjalir vepamānaḥ kirīṭī
mit gefalteten Händen, zitternd, der Diademträger (Adj., Nom. Sg. + Part. Präs. + m., Nom. Sg.)
namaskṛtvā bhūya evāha kṛṣṇaṃ
sich verneigend, sprach abermals zu Kṛṣṇa (Ger. + Adv. + Partikel + 3. Sg. Perfekt + m., Akk. Sg.)
sagadgadaṃ bhītabhītaḥ praṇamya
mit stockender Stimme, voller Furcht, sich verneigend (Adj. + Adj., Nom. Sg. + Ger.)
arjuna uvāca sthāne hṛṣīkeśa tava prakīrtyā; jagat prahṛṣyaty anurajyate ca rakṣāṃsi bhītāni diśo dravanti; sarve namasyanti ca siddhasaṃghāḥ
Arjuna sprach: „Mit Recht, Hṛṣīkeśa, freut sich die Welt an deinem Ruhm und ist dir zugetan; die Rākṣasas fliehen erschrocken in alle Himmelsrichtungen, und alle Scharen der Vollendeten verneigen sich.
Wort für Wort
arjuna uvāca
Arjuna sprach (Nom. Sg. + 3. Sg. Perfekt)
sthāne hṛṣīkeśa tava prakīrtyā
mit Recht, Hṛṣīkeśa, an deinem Ruhm (Adv. + Vok. Sg. + Pron. + f., Instr. Sg.)
jagat prahṛṣyaty anurajyate ca
freut sich die Welt und ist zugetan (n., Nom. Sg. + 3. Sg. Präsens + 3. Sg. Präsens Medium + Partikel)
rakṣāṃsi bhītāni diśo dravanti
die Rākṣasas fliehen erschrocken in die Himmelsrichtungen (n., Nom. Pl. + Adj., Nom. Pl. + f., Akk. Pl. + 3. Pl. Präsens)
sarve namasyanti ca siddhasaṃghāḥ
und alle Scharen der Vollendeten verneigen sich (Adj. + 3. Pl. Präsens + Partikel + m., Nom. Pl.)
kasmāc ca te na nameran mahātman; garīyase brahmaṇo 'py ādikartre ananta deveśa jagannivāsa; tvam akṣaraṃ sad asat tatparaṃ yat
Und warum sollten sie sich nicht vor dir verneigen, große Seele, der du erhabener bist selbst als der Schöpfer, Brahmā, der du unendlich bist, Herr der Götter, Wohnstatt der Welt; du bist das Unvergängliche, das Sein und Nichtsein und was jenseits davon ist.
Wort für Wort
kasmāc ca te na nameran mahātman
und warum sollten sie sich nicht vor dir verneigen, große Seele (Interrog. + Partikel + Pron. + Negation + 3. Pl. Optativ + Vok. Sg.)
garīyase brahmaṇo 'py ādikartre
der du erhabener bist selbst als der Schöpfer, Brahmā (Adj., Dat. Sg. + m., Gen. Sg. + Partikel + m., Dat. Sg.)
ananta deveśa jagannivāsa
Unendlicher, Herr der Götter, Wohnstatt der Welt (Vok. Sg., Reihe)
tvam akṣaraṃ sad asat tatparaṃ yat
du bist das Unvergängliche, das Sein und Nichtsein und was jenseits davon ist (Pron. + Adj. + n., Nom. Sg. + n., Nom. Sg. + Adj. + Pron.)
tvam ādidevaḥ puruṣaḥ purāṇas; tvam asya viśvasya paraṃ nidhānam vettāsi vedyaṃ ca paraṃ ca dhāma; tvayā tataṃ viśvam anantarūpa
Du bist der Ur-Gott, der uralte Puruṣa; du bist die höchste Schatzkammer dieses Alls; du bist der Kenner und das zu Erkennende und die höchste Stätte; von dir ist das All durchwirkt, du von unendlicher Gestalt.
Wort für Wort
tvam ādidevaḥ puruṣaḥ purāṇas
du bist der Ur-Gott, der uralte Puruṣa (Pron. + m., Nom. Sg. + m., Nom. Sg. + Adj.)
tvam asya viśvasya paraṃ nidhānam
du bist die höchste Schatzkammer dieses Alls (Pron. + Pron. + Gen. Sg. + Adj. + n., Nom. Sg.)
vettāsi vedyaṃ ca paraṃ ca dhāma
du bist der Kenner und das zu Erkennende und die höchste Stätte (m., Nom. Sg. + 2. Sg. Präsens + Gerundivum + Partikel + Adj. + Partikel + n., Nom. Sg.)
tvayā tataṃ viśvam anantarūpa
von dir ist das All durchwirkt, du von unendlicher Gestalt (Instr. Sg. + Part. Perf. Pass., Nom. Sg. + n., Nom. Sg. + Vok. Sg.)
vāyur yamo 'gnir varuṇaḥ śaśāṅkaḥ; prajāpatis tvaṃ prapitāmahaś ca namo namas te 'stu sahasrakṛtvaḥ; punaś ca bhūyo 'pi namo namas te
Vāyu, Yama, Agni, Varuṇa, der Mond, Prajāpati bist du und der Urgroßvater; Verehrung, Verehrung sei dir, tausendfach, und immer wieder, abermals, Verehrung, Verehrung sei dir.
Wort für Wort
vāyur yamo 'gnir varuṇaḥ śaśāṅkaḥ
Vāyu, Yama, Agni, Varuṇa, der Mond (Nom. Sg., Reihe)
prajāpatis tvaṃ prapitāmahaś ca
Prajāpati bist du und der Urgroßvater (m., Nom. Sg. + Pron. + m., Nom. Sg. + Partikel)
namaḥ purastād atha pṛṣṭhatas te; namo 'stu te sarvata eva sarva anantavīryāmitavikramas tvaṃ; sarvaṃ samāpnoṣi tato 'si sarvaḥ
Verehrung von vorne und ebenso von hinten dir; Verehrung sei dir von allen Seiten, o Allheit; von unendlicher Kraft und unermesslicher Macht durchdringst du alles, darum bist du alles.
Wort für Wort
namaḥ purastād atha pṛṣṭhatas te
Verehrung von vorne und von hinten dir (n., Nom. Sg. + Adv. + Partikel + Adv. + Pron.)
namo 'stu te sarvata eva sarva
Verehrung sei dir von allen Seiten, o Allheit (n., Nom. Sg. + Imperativ 3. Sg. + Pron. + Adv. + Partikel + Vok. Sg.)
anantavīryāmitavikramas tvaṃ
von unendlicher Kraft und unermesslicher Macht bist du (Adj., Nom. Sg. + Pron.)
sarvaṃ samāpnoṣi tato 'si sarvaḥ
du durchdringst alles, darum bist du alles (Pron. + 2. Sg. Präsens + Adv. + 2. Sg. Präsens + Adj., Nom. Sg.)
sakheti matvā prasabhaṃ yad uktaṃ; he kṛṣṇa he yādava he sakheti ajānatā mahimānaṃ tavedaṃ; mayā pramādāt praṇayena vāpi
Was ich, dich als Freund betrachtend, vorschnell gesagt habe — 'He Kṛṣṇa, he Yādava, he Freund!' — ohne diese deine Größe zu kennen, sei es aus Unachtsamkeit oder aus Zuneigung,
Wort für Wort
sakheti matvā prasabhaṃ yad uktaṃ
was ich, dich als Freund betrachtend, vorschnell gesagt habe (Nom. Sg. + Partikel + Ger. + Adv. + Pron. + Part. Perf. Pass.)
he kṛṣṇa he yādava he sakheti
'He Kṛṣṇa, he Yādava, he Freund!' (Interj. + Vok. Sg., dreifach + Partikel)
ajānatā mahimānaṃ tavedaṃ
ohne diese deine Größe zu kennen (Part. Präs., Instr. Sg. + m., Akk. Sg. + Pron. + Pron.)
mayā pramādāt praṇayena vāpi
durch mich, aus Unachtsamkeit oder aus Zuneigung (Instr. Sg. + m., Abl. Sg. + m., Instr. Sg. + Partikel)
— und womit du zum Scherz missachtet wurdest, beim Spiel, im Bett, beim Sitzen, beim Essen, allein oder auch in Gegenwart anderer, Acyuta — dafür bitte ich dich, den Unermesslichen, um Verzeihung.
Wort für Wort
yac cāvahāsārtham asatkṛto 'si
und womit du zum Scherz missachtet wurdest (Pron. + Partikel + m., Akk. Sg. + Part. Perf. Pass., Nom. Sg. + 2. Sg. Präsens)
vihāraśayyāsanabhojaneṣu
beim Spiel, im Bett, beim Sitzen, beim Essen (n., Lok. Pl.)
eko 'tha vāpy acyuta tatsamakṣaṃ
allein oder auch in Gegenwart anderer, Acyuta (Adj., Nom. Sg. + Partikel + Partikel + Vok. Sg. + Adv.)
tat kṣāmaye tvām aham aprameyam
dafür bitte ich dich, den Unermesslichen, um Verzeihung (Pron. + 1. Sg. Präsens Kaus. + Pron. + Pron. + Adj.)
pitāsi lokasya carācarasya; tvam asya pūjyaś ca gurur garīyān na tvatsamo 'sty abhyadhikaḥ kuto 'nyo; lokatraye 'py apratimaprabhāva
Du bist der Vater der beweglichen und unbeweglichen Welt, du bist ihr Verehrungswürdiger und erhabenster Lehrer; keiner ist dir gleich, wie viel weniger einer, der dich übertrifft, in den drei Welten, du von unvergleichlicher Macht.
Wort für Wort
pitāsi lokasya carācarasya
du bist der Vater der beweglichen und unbeweglichen Welt (m., Nom. Sg. + 2. Sg. Präsens + m., Gen. Sg. + Adj.)
tvam asya pūjyaś ca gurur garīyān
du bist ihr Verehrungswürdiger und erhabenster Lehrer (Pron. + Pron. + Gerundivum, Nom. Sg. + Partikel + m., Nom. Sg. + Adj.)
na tvatsamo 'sty abhyadhikaḥ kuto 'nyo
keiner ist dir gleich, wie viel weniger einer, der dich übertrifft (Negation + Adj., Nom. Sg. + 3. Sg. Präsens + Adj. + Adv. + Pron.)
lokatraye 'py apratimaprabhāva
in den drei Welten, du von unvergleichlicher Macht (n., Lok. Sg. + Partikel + Vok. Sg.)
Darum, mich verneigend, den Leib niederwerfend, erbitte ich deine Gnade, dich, den preiswürdigen Herrn; wie ein Vater dem Sohn, wie ein Freund dem Freund, wie ein Liebender der Geliebten, so solltest du, Gott, es ertragen.
Wort für Wort
tasmāt praṇamya praṇidhāya kāyaṃ
darum, mich verneigend, den Leib niederwerfend (Adv. + Ger. + Ger. + m., Akk. Sg.)
prasādaye tvām aham īśam īḍyam
erbitte ich deine Gnade, dich, den preiswürdigen Herrn (1. Sg. Präsens Kaus. + Pron. + Pron. + m., Akk. Sg. + Gerundivum)
piteva putrasya sakheva sakhyuḥ
wie ein Vater dem Sohn, wie ein Freund dem Freund (m., Nom. Sg. + Partikel + m., Gen. Sg. + m., Nom. Sg. + Partikel + m., Gen. Sg.)
priyaḥ priyāyārhasi deva soḍhum
wie ein Liebender der Geliebten, so solltest du, Gott, es ertragen (Adj., Nom. Sg. + f., Dat. Sg. + 2. Sg. Präsens + Vok. Sg. + Inf.)
adṛṣṭapūrvaṃ hṛṣito 'smi dṛṣṭvā; bhayena ca pravyathitaṃ mano me tad eva me darśaya deva rūpaṃ; prasīda deveśa jagannivāsa
Ich bin erfreut, Nie-zuvor-Gesehenes gesehen zu haben, doch mein Geist ist auch von Furcht erschüttert; zeige mir eben jene Gestalt, Gott; sei gnädig, Herr der Götter, Wohnstatt der Welt.
Wort für Wort
adṛṣṭapūrvaṃ hṛṣito 'smi dṛṣṭvā
ich bin erfreut, Nie-zuvor-Gesehenes gesehen zu haben (Adj., Akk. Sg. + Part. Perf., Nom. Sg. + 1. Sg. Präsens + Ger.)
bhayena ca pravyathitaṃ mano me
doch mein Geist ist auch von Furcht erschüttert (n., Instr. Sg. + Partikel + Part. Perf. Pass., Nom. Sg. + n., Nom. Sg. + Pron.)
Mit Diadem, mit Keule, die Scheibe in der Hand — so möchte ich dich sehen, ebenso wie zuvor, in eben jener vierarmigen Gestalt; werde wieder so, Tausendarmiger, Allgestaltiger.“
Wort für Wort
kirīṭinaṃ gadinaṃ cakrahastam
mit Diadem, mit Keule, die Scheibe in der Hand (Adj., Akk. Sg., Reihe)
icchāmi tvāṃ draṣṭum ahaṃ tathaiva
so möchte ich dich sehen, ebenso (1. Sg. Präsens + Pron. + Inf. + Pron. + Adv.)
tenaiva rūpeṇa caturbhujena
in eben jener vierarmigen Gestalt (Pron. + Partikel + n., Instr. Sg. + Adj.)
sahasrabāho bhava viśvamūrte
werde wieder so, Tausendarmiger, Allgestaltiger (Vok. Sg. + Imperativ + Vok. Sg.)
śrībhagavān uvāca mayā prasannena tavārjunedaṃ; rūpaṃ paraṃ darśitam ātmayogāt tejomayaṃ viśvam anantam ādyaṃ; yan me tvad anyena na dṛṣṭapūrvam
Der erhabene Herr sprach: „Von mir, dir gnädig, wurde dir, Arjuna, diese höchste Gestalt gezeigt, durch meine eigene Yoga-Macht, aus Glanz bestehend, universal, unendlich, uranfänglich, die vor dir von keinem anderen je gesehen wurde.
Wort für Wort
śrībhagavān uvāca
der erhabene Herr sprach (Nom. Sg. + 3. Sg. Perfekt)
mayā prasannena tavārjunedaṃ
von mir, dir gnädig, dir, Arjuna, diese (Instr. Sg. + Adj., Instr. Sg. + Pron. + Vok. Sg. + Pron.)
rūpaṃ paraṃ darśitam ātmayogāt
höchste Gestalt gezeigt, durch meine eigene Yoga-Macht (n., Nom. Sg. + Adj. + Part. Perf. Pass. + m., Abl. Sg.)
tejomayaṃ viśvam anantam ādyaṃ
aus Glanz bestehend, universal, unendlich, uranfänglich (Adj., Nom. Sg., Reihe)
yan me tvad anyena na dṛṣṭapūrvam
die vor dir von keinem anderen je gesehen wurde (Pron. + Pron. + Pron. + Adj., Instr. Sg. + Negation + Adj.)
na vedayajñādhyayanair na dānair; na ca kriyābhir na tapobhir ugraiḥ evaṃrūpaḥ śakya ahaṃ nṛloke; draṣṭuṃ tvad anyena kurupravīra
Weder durch das Studium der Veden und Opfer noch durch Gaben, noch durch Riten, noch durch strenge Buße kann ich in dieser Gestalt in der Menschenwelt von einem anderen als dir gesehen werden, bester der Kurus.
Wort für Wort
na vedayajñādhyayanair na dānair
weder durch das Studium der Veden und Opfer noch durch Gaben (Negation + n., Instr. Pl. + Negation + n., Instr. Pl.)
na ca kriyābhir na tapobhir ugraiḥ
noch durch Riten, noch durch strenge Buße (Negation + Partikel + f., Instr. Pl. + Negation + n., Instr. Pl. + Adj.)
evaṃrūpaḥ śakya ahaṃ nṛloke
kann ich in dieser Gestalt in der Menschenwelt (Adj., Nom. Sg. + Adj. + Pron. + m., Lok. Sg.)
draṣṭuṃ tvad anyena kurupravīra
von einem anderen als dir gesehen werden, bester der Kurus (Inf. + Pron. + Adj., Instr. Sg. + Vok. Sg.)
mā te vyathā mā ca vimūḍhabhāvo; dṛṣṭvā rūpaṃ ghoram īdṛṅ mamedam vyapetabhīḥ prītamanāḥ punas tvaṃ; tad eva me rūpam idaṃ prapaśya
Keine Furcht, keine Verwirrung soll dich befallen, da du diese meine schreckliche Gestalt gesehen hast; frei von Furcht, frohen Sinnes, sieh nun wieder eben jene meine Gestalt.“
Wort für Wort
mā te vyathā mā ca vimūḍhabhāvo
keine Furcht, keine Verwirrung soll dich [befallen] (Negation + Pron. + f., Nom. Sg. + Negation + Partikel + m., Nom. Sg.)
dṛṣṭvā rūpaṃ ghoram īdṛṅ mamedam
da du diese meine schreckliche Gestalt gesehen hast (Ger. + n., Akk. Sg. + Adj. + Adj. + Pron. + Pron.)
vyapetabhīḥ prītamanāḥ punas tvaṃ
frei von Furcht, frohen Sinnes, nun wieder du (Adj., Nom. Sg. + Adj. + Adv. + Pron.)
Saṃjaya sprach: So zu Arjuna gesprochen habend, zeigte Vāsudeva ihm wieder seine eigene Gestalt; und die große Seele tröstete den Erschrockenen, indem er wieder eine milde Gestalt annahm.
Wort für Wort
saṃjaya uvāca
Saṃjaya sprach (Nom. Sg. + 3. Sg. Perfekt)
ity arjunaṃ vāsudevas tathoktvā
so zu Arjuna gesprochen habend, Vāsudeva (Partikel + m., Akk. Sg. + m., Nom. Sg. + Adv. + Ger.)
svakaṃ rūpaṃ darśayām āsa bhūyaḥ
zeigte ihm wieder seine eigene Gestalt (Adj. + n., Akk. Sg. + Kaus. Perfektumschr. + Adv.)
āśvāsayām āsa ca bhītam enaṃ
und tröstete den Erschrockenen (Kaus. Perfektumschr. + Partikel + Part. Perf., Akk. Sg. + Pron.)
bhūtvā punaḥ saumyavapur mahātmā
indem die große Seele wieder eine milde Gestalt annahm (Ger. + Adv. + Adj., Nom. Sg. + m., Nom. Sg.)
Arjuna sprach: „Da ich nun diese deine milde, menschliche Gestalt sehe, Janārdana, bin ich jetzt wieder zu mir gekommen, bei Verstand, in meinen natürlichen Zustand zurückgekehrt.“
Wort für Wort
arjuna uvāca
Arjuna sprach (Nom. Sg. + 3. Sg. Perfekt)
dṛṣṭvedaṃ mānuṣaṃ rūpaṃ tava saumyaṃ
da ich diese deine milde, menschliche Gestalt sehe (Ger. + Pron. + Adj. + n., Akk. Sg. + Pron. + Adj.)
janārdana idānīm asmi saṃvṛttaḥ
Janārdana, jetzt bin ich wieder geworden (Vok. Sg. + Adv. + 1. Sg. Präsens + Part. Perf., Nom. Sg.)
sacetāḥ prakṛtiṃ gataḥ
bei Verstand, in meinen natürlichen Zustand zurückgekehrt (Adj., Nom. Sg. + f., Akk. Sg. + Part. Perf., Nom. Sg.)
śrībhagavān uvāca sudurdarśam idaṃ rūpaṃ dṛṣṭavān asi yan mama devā apy asya rūpasya nityaṃ darśanakāṅkṣiṇaḥ
Der erhabene Herr sprach: „Diese meine Gestalt, die du gesehen hast, ist sehr schwer zu erblicken; selbst die Götter verlangen stets danach, diese Gestalt zu sehen.
Wort für Wort
śrībhagavān uvāca
der erhabene Herr sprach (Nom. Sg. + 3. Sg. Perfekt)
sudurdarśam idaṃ rūpaṃ dṛṣṭavān asi
diese meine Gestalt, die du gesehen hast, ist sehr schwer zu erblicken (Adj. + Pron. + n., Nom. Sg. + Part. Perf., Nom. Sg. + 2. Sg. Präsens)
yan mama devā apy asya
die selbst die Götter dieser meiner (Pron. + Pron. + m., Nom. Pl. + Partikel + Pron.)
rūpasya nityaṃ darśanakāṅkṣiṇaḥ
Gestalt stets zu sehen verlangen (n., Gen. Sg. + Adv. + Adj., Nom. Pl.)