Kapitel 79: irāvadvadhaḥ ghaṭotkacabhagadattayuddhaṃ madreśvarayoś ca yamalayoḥ saha yuddham
Dhṛtarāṣṭras Klage und Saṃjayas Antwort; Irāvants Kampf, Ghaṭotkaca gegen Bhagadatta, die Zwillinge gegen Śalya
Zwei SQ-Ereignisse: (Einheit 1) Dhṛtarāṣṭras kurze, in sich geschlossene Klage-Frage an Saṃjaya, SQ_OPEN und SQ_CLOSE innerhalb derselben Einheit, da sie noch in diesem Kapitel beantwortet wird; (Einheit 2) Saṃjayas neue, mit der Restatement-Formel eingeleitete Antwort-Rede, SQ_OPEN, die bis zum Kapitelende und darüber hinaus offen bleibt (Kap.80 beginnt mit einer bloßen Restatement-Formel 'saṃjaya uvāca', keiner echten neuen Frage). Keine CQ-Ereignisse. Kap.79 zählt 55 Verse; hier zu 51 Einheiten zusammengefasst (Merges: V.1-3, V.5-6, V.40-41). Apparat-Einschübe V.30b*0324_01 (die Bharata-Besten, eine endgültige Entscheidung für den Himmel treffend), V.45b*0325_01-03 (Bannerabschuss, Bogenabschuss und Tötung Nakulas durch Śalya sowie Niederwerfen des Wagenlenkers) und V.48f*0326_01-02 (Śalya hält die Zwillinge mit tausend Pfeilen auf, wie eine Wolke einen Berg mit Regen zurückhält) ausgelassen. Marker-Bilanz: SQ_OPEN=2, SQ_CLOSE=1, CQ_OPEN=0, CQ_CLOSE=0.
‚Viele wunderbare Zweikämpfe habe ich hier, o Saṃjaya, zwischen den Pāṇḍavas und den Meinen gehört, wie du sie erzähltest. Doch keinen der Meinen nennst du kühn, o Saṃjaya; stets nennst du die Söhne Pāṇḍus freudig und ungebrochen. Die Meinen [nennst du] besiegt, bedrückten Sinnes, ihrer Kraft beraubt, im Kampf, o Wagenlenker - dies ist zweifellos Schicksal.‘
Wort für Wort
dhṛtarāṣṭra uvāca
Dhṛtarāṣṭra sprach (Eigenn. + 3.Sg.Perf. vac-)
bahūnīha vicitrāṇi dvairathāni sma saṃjaya
viele wunderbare Zweikämpfe habe ich hier, o Saṃjaya (Akk.Pl. + Adv. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Partikel + Vok.)
pāṇḍūnāṃ māmakaiḥ sārdham aśrauṣaṃ tava jalpataḥ
zwischen den Pāṇḍavas und den Meinen gehört, wie du sie erzähltest (Gen.Pl. + Instr.Pl. + Postp. + 1.Sg.Impf. śru- + Gen. + Gen.Part.)
na caiva māmakaṃ kaṃ cid dhṛṣṭaṃ śaṃsasi saṃjaya
doch keinen der Meinen nennst du kühn, o Saṃjaya (Neg. + Akk. + Akk. + Akk. + 2.Sg.Präs. śaṃs- + Vok.)
nityaṃ pāṇḍusutān hṛṣṭān abhagnāṃś caiva śaṃsasi
stets nennst du die Söhne Pāṇḍus freudig und ungebrochen (Adv. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + 2.Sg.Präs. śaṃs-)
jīyamānān vimanaso māmakān vigataujasaḥ
die Meinen besiegt, bedrückten Sinnes, ihrer Kraft beraubt (Akk.Pl.Part. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Akk.Pl.)
vadase saṃyuge sūta diṣṭam etad asaṃśayam
sagst du im Kampf, o Wagenlenker - dies ist zweifellos Schicksal (2.Sg.Präs.Med. vad- + Lok. + Vok. + Nom. + Nom. + Adv.)
[SQ_OPEN/SQ_CLOSE hier: Dhṛtarāṣṭras Klage-Frage an Saṃjaya, in sich geschlossen. V.1-V.3 bilden eine zusammenhängende Klage und wurden zu einer Einheit verbunden.]
gaṅgāyāḥ suranadyā vai svādubhūtaṃ yathodakam mahodadhiguṇābhyāsāl lavaṇatvaṃ nigacchati tathā tat pauruṣaṃ rājaṃs tāvakānāṃ mahātmanām prāpya pāṇḍusutān vīrān vyarthaṃ bhavati saṃyuge
Wie das süße Wasser der Gaṅgā, des Götterflusses, durch die Berührung mit den Eigenschaften des großen Ozeans Salzigkeit annimmt, so wird jene Mannhaftigkeit deiner hochgesinnten [Krieger], o König, wenn sie auf die heldenhaften Söhne Pāṇḍus trifft, im Kampf zunichte.
Wort für Wort
gaṅgāyāḥ suranadyā vai svādubhūtaṃ yathodakam
wie das süße Wasser der Gaṅgā, des Götterflusses (Gen. + Gen. + Partikel + Nom. + Adv. + Nom.)
mahodadhiguṇābhyāsāl lavaṇatvaṃ nigacchati
durch die Berührung mit den Eigenschaften des großen Ozeans Salzigkeit annimmt (Abl. + Akk. + 3.Sg.Präs. ni-gam-)
tathā tat pauruṣaṃ rājaṃs tāvakānāṃ mahātmanām
so jene Mannhaftigkeit deiner hochgesinnten [Krieger], o König (Adv. + Nom. + Nom. + Vok. + Gen.Pl. + Gen.Pl.)
prāpya pāṇḍusutān vīrān vyarthaṃ bhavati saṃyuge
wenn sie auf die heldenhaften Söhne Pāṇḍus trifft, wird sie im Kampf zunichte (Ger. prāp- + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Nom. + 3.Sg.Präs. bhū- + Lok.)
pūrvāhṇe tu mahārāja prāvartata janakṣayaḥ tan mamaikamanā bhūtvā śṛṇu devāsuropamam
Am Vormittag aber, o großer König, begann die Vernichtung der Menschen; höre das mit ungeteiltem Sinn, [einem Kampf] zwischen Göttern und Asuras gleich.
Wort für Wort
pūrvāhṇe tu mahārāja prāvartata janakṣayaḥ
am Vormittag aber, o großer König, begann die Vernichtung der Menschen (Lok. + Vok. + 3.Sg.Impf.Med. pra-vṛt- + Nom.)
tan mamaikamanā bhūtvā śṛṇu devāsuropamam
höre das von mir, mit ungeteiltem Sinn, [einem Kampf] zwischen Göttern und Asuras gleich (Akk. + Gen. + Nom. + Ger. bhū- + Imp. śru- + Akk.)
Die beiden von Avanti [Vinda und Anuvinda], große Bogenschützen, hochgesinnt und mächtig, sich Irāvant nähernd, trafen sie zusammen, kampfbegierig; zwischen ihnen entbrannte ein tosender, haarsträubender Kampf.
Wort für Wort
āvantyau tu maheṣvāsau mahātmānau mahābalau
die beiden von Avanti, große Bogenschützen, hochgesinnt und mächtig (Nom.Du. + Nom.Du. + Nom.Du. + Nom.Du.)
irāvantam abhiprekṣya sameyātāṃ raṇotkaṭau
sich Irāvant nähernd, trafen sie zusammen, kampfbegierig (Akk. + Ger. abhi-prekṣ- + 3.Du.Perf. sam-i- + Nom.Du.)
teṣāṃ pravavṛte yuddhaṃ tumulaṃ lomaharṣaṇam
zwischen ihnen entbrannte ein tosender, haarsträubender Kampf (Gen.Pl. + 3.Sg.Perf.Med. pra-vṛt- + Nom. + Nom. + Nom.)
Irāvant aber, heftig zornentbrannt, durchbohrte die beiden götterhaft gestalteten Brüder rasch mit scharfen, glatten Pfeilen; sie beide, wunderbar kämpfend, durchbohrten ihn im Kampf zurück.
Wort für Wort
irāvāṃs tu susaṃkruddho bhrātarau devarūpiṇau
Irāvant aber, heftig zornentbrannt, die beiden götterhaft gestalteten Brüder (Nom. + Nom. + Akk.Du. + Akk.Du.)
yudhyatāṃ hi tathā rājan viśeṣo na vyadṛśyata yatatāṃ śatrunāśāya kṛtapratikṛtaiṣiṇām
Denn während sie so kämpften, o König, war kein Unterschied zu erkennen zwischen denen, die sich um die Vernichtung des Feindes bemühten, Tat um Tat erwidernd.
Wort für Wort
yudhyatāṃ hi tathā rājan viśeṣo na vyadṛśyata
denn während sie so kämpften, o König, war kein Unterschied zu erkennen (Gen.Pl.Part. + Partikel + Adv. + Vok. + Nom. + Neg. + 3.Sg.Impf.Pass. dṛś-)
yatatāṃ śatrunāśāya kṛtapratikṛtaiṣiṇām
zwischen denen, die sich um die Vernichtung des Feindes bemühten, Tat um Tat erwidernd (Gen.Pl.Part. + Dat. + Gen.Pl.)
Sie beide, auf einem [Wagen] vereint im Kampf, die Helden von Avanti, die besten der Wagenkämpfer, entließen rasch Pfeile auf den hochgesinnten Irāvant.
Wort für Wort
tāv ekasthau raṇe vīrāv āvantyau rathināṃ varau
sie beide, auf einem [Wagen] vereint im Kampf, die Helden von Avanti, die besten der Wagenkämpfer (Nom.Du. + Nom.Du. + Lok. + Nom.Du. + Nom.Du. + Gen.Pl. + Nom.Du.)
śarān mumucatus tūrṇam irāvati mahātmani
entließen rasch Pfeile auf den hochgesinnten Irāvant (Akk.Pl. + 3.Du.Perf. muc- + Adv. + Lok. + Lok.)
Als jener Wagenlenker zu Boden gefallen war, bewusstlos, da rannte der Wagen mit den durcheinandergeratenen Pferden in [verschiedene] Richtungen davon.
Wort für Wort
tasmin nipatite bhūmau gatasattve 'tha sārathau
als jener Wagenlenker zu Boden gefallen war, bewusstlos (Lok.abs. + Lok.abs. + Lok.abs. + Adv. + Lok.abs.)
rathaḥ pradudrāva diśaḥ samudbhrāntahayas tataḥ
da rannte der Wagen mit den durcheinandergeratenen Pferden in [verschiedene] Richtungen davon (Nom. + 3.Sg.Perf. pra-dru- + Akk.Pl. + Nom. + Adv.)
tau sa jitvā mahārāja nāgarājasutāsutaḥ pauruṣaṃ khyāpayaṃs tūrṇaṃ vyadhamat tava vāhinīm
Nachdem er jene beiden besiegt hatte, o großer König, der Sohn der Tochter des Schlangenkönigs [Irāvant], seine Mannhaftigkeit rasch verkündend, zerschmetterte er dein Heer.
Wort für Wort
tau sa jitvā mahārāja nāgarājasutāsutaḥ
nachdem er jene beiden besiegt hatte, o großer König, der Sohn der Tochter des Schlangenkönigs (Akk.Du. + Nom. + Ger. ji- + Vok. + Nom.)
pauruṣaṃ khyāpayaṃs tūrṇaṃ vyadhamat tava vāhinīm
seine Mannhaftigkeit rasch verkündend, zerschmetterte er dein Heer (Akk. + Nom.Part. + Adv. + 3.Sg.Impf. vi-dham- + Gen. + Akk.)
Nachdem der König [Bhagadatta] jene vom Bogen des Rākṣasas entsandten Pfeile abgewehrt hatte, traf er den Sohn Bhīmasenas rasch im Kampf an allen verwundbaren Stellen.
Wort für Wort
nihatya tāñ śarān rājā rākṣasasya dhanuścyutān
nachdem der König jene vom Bogen des Rākṣasas entsandten Pfeile abgewehrt hatte (Ger. ni-han- + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Nom. + Gen. + Akk.Pl.)
bhaimaseniṃ raṇe tūrṇaṃ sarvamarmasv atāḍayat
traf er den Sohn Bhīmasenas rasch im Kampf an allen verwundbaren Stellen (Akk. + Lok. + Adv. + Lok.Pl. + 3.Sg.Impf. tāḍ-)
sa hatāśve rathe tiṣṭhan rākṣasendraḥ pratāpavān śaktiṃ cikṣepa vegena prāgjyotiṣagajaṃ prati
Er, der mächtige Rākṣasa-Fürst, auf dem Wagen mit den erschlagenen Pferden stehend, schleuderte mit Wucht einen Speer auf den Elefanten des Prāgjyotiṣa-Königs.
Wort für Wort
sa hatāśve rathe tiṣṭhan rākṣasendraḥ pratāpavān
er, der mächtige Rākṣasa-Fürst, auf dem Wagen mit den erschlagenen Pferden stehend (Nom. + Lok. + Lok. + Nom.Part. + Nom. + Nom.)
śaktiṃ cikṣepa vegena prāgjyotiṣagajaṃ prati
schleuderte mit Wucht einen Speer auf den Elefanten des Prāgjyotiṣa-Königs (Akk. + 3.Sg.Perf. kṣip- + Instr. + Akk. + Postp.)
Nachdem er jenen Helden besiegt hatte, den Tapferen, dessen Mannhaftigkeit berühmt war, im Kampf unbesiegbar selbst von Yama und Varuṇa, o König, zermalmte er mit seinem Elefanten das Heer der Pāṇḍavas im Kampf, wie ein Waldelefant, o König, zertrampelnd einen Lotusteich durchzieht.
Wort für Wort
taṃ vijitya raṇe śūraṃ vikrāntaṃ khyātapauruṣam
nachdem er jenen Helden besiegt hatte, den Tapferen, dessen Mannhaftigkeit berühmt war (Akk. + Ger. vi-ji- + Lok. + Akk. + Akk. + Akk.)
ajeyaṃ samare rājan yamena varuṇena ca
im Kampf unbesiegbar selbst von Yama und Varuṇa, o König (Akk. + Lok. + Vok. + Instr. + Instr.)
pāṇḍavīṃ samare senāṃ saṃmamarda sakuñjaraḥ
zermalmte er mit seinem Elefanten das Heer der Pāṇḍavas im Kampf (Akk. + Lok. + Akk. + 3.Sg.Perf. sam-mṛd- + Nom.)
yathā vanagajo rājan mṛdnaṃś carati padminīm
wie ein Waldelefant, o König, zertrampelnd einen Lotusteich durchzieht (Adv. + Nom. + Vok. + Nom.Part. + 3.Sg.Präs. car- + Akk.)
[Anm.: V.40-V.41 bilden einen Satz (Hauptverb 'saṃmamarda' erst in V.41) und wurden zu einer Einheit verbunden.]
madreśvaras tu samare yamābhyāṃ saha saṃgataḥ svasrīyau chādayāṃ cakre śaraughaiḥ pāṇḍunandanau
Der Herr der Madras [Śalya] aber, im Kampf mit den beiden Zwillingen zusammengetroffen, bedeckte seine beiden Schwestersöhne, die Söhne Pāṇḍus, mit einer Flut von Pfeilen.
Wort für Wort
madreśvaras tu samare yamābhyāṃ saha saṃgataḥ
der Herr der Madras aber, im Kampf mit den beiden Zwillingen zusammengetroffen (Nom. + Adv. + Lok. + Instr.Du. + Postp. + Nom.)
svasrīyau chādayāṃ cakre śaraughaiḥ pāṇḍunandanau
bedeckte seine beiden Schwestersöhne, die Söhne Pāṇḍus, mit einer Flut von Pfeilen (Akk.Du. + 3.Sg.Perf.periphr. chad- + Instr.Pl. + Akk.Du.)
Sahadeva aber, als er seinen Onkel mütterlicherseits im Kampf zusammengetroffen sah, hielt ihn mit einer Flut von Pfeilen auf, wie eine Wolke die Sonne.
Wort für Wort
sahadevas tu samare mātulaṃ vīkṣya saṃgatam
Sahadeva aber, als er seinen Onkel mütterlicherseits im Kampf zusammengetroffen sah (Nom. + Lok. + Akk. + Ger. vīkṣ- + Akk.)
avārayac charaugheṇa megho yadvad divākaram
hielt ihn mit einer Flut von Pfeilen auf, wie eine Wolke die Sonne (3.Sg.Impf. vṛ- + Instr. + Nom. + Part.wie + Akk.)
Von der Pfeilflut bedeckt, wurde er [Śalya] noch freudiger; und zwischen ihnen beiden entstand unvergleichliche Zuneigung, wegen der Mutter [Śalya ist der Bruder der Mutter Mādrī].
Wort für Wort
chādyamānaḥ śaraugheṇa hṛṣṭarūpataro 'bhavat
von der Pfeilflut bedeckt, wurde er noch freudiger (Nom.Part. + Instr. + Nom. + 3.Sg.Impf. bhū-)
tayoś cāpy abhavat prītir atulā mātṛkāraṇāt
und zwischen ihnen beiden entstand unvergleichliche Zuneigung, wegen der Mutter (Gen.Du. + 3.Sg.Impf. bhū- + Nom. + Nom. + Abl.)
tataḥ prahasya samare nakulasya mahārathaḥ aśvān vai caturo rājaṃś caturbhiḥ sāyakottamaiḥ preṣayām āsa samare yamasya sadanaṃ prati
Da, lachend im Kampf, entsandte der große Wagenkämpfer [Śalya] Nakulas vier Pferde mit vier vorzüglichen Pfeilen im Kampf zur Wohnstatt Yamas, o König.
Wort für Wort
tataḥ prahasya samare nakulasya mahārathaḥ
da, lachend im Kampf, der große Wagenkämpfer Nakulas (Adv. + Ger. pra-has- + Lok. + Gen. + Nom.)
aśvān vai caturo rājaṃś caturbhiḥ sāyakottamaiḥ
vier Pferde, o König, mit vier vorzüglichen Pfeilen (Akk.Pl. + Partikel + Num. + Vok. + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
preṣayām āsa samare yamasya sadanaṃ prati
entsandte im Kampf zur Wohnstatt Yamas (3.Sg.Perf.periphr. preṣ- + Lok. + Gen. + Akk. + Postp.)
[Anm.: Apparat-Zeilen V.45b*0325_01-03 (Śalya zerschneidet Nakulas Banner und Bogen, hüllt ihn ein, erschlägt ihn im Kampf und wirft auch den Wagenlenker nieder) ausgelassen.]
sa cchādyamāno bahubhiḥ śaraiḥ saṃnataparvabhiḥ svasrīyābhyāṃ naravyāghro nākampata yathācalaḥ prahasann iva tāṃ cāpi śaravṛṣṭiṃ jaghāna ha
Er, der Tiger unter den Männern [Śalya], von vielen glatten Pfeilen seiner beiden Schwestersöhne bedeckt, erzitterte nicht, wie ein Berg; gleichsam lachend, schlug er auch jenen Pfeilregen zurück.
Wort für Wort
sa cchādyamāno bahubhiḥ śaraiḥ saṃnataparvabhiḥ
er, bedeckt von vielen glatten Pfeilen (Nom. + Nom.Part. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
svasrīyābhyāṃ naravyāghro nākampata yathācalaḥ
seiner beiden Schwestersöhne, der Tiger unter den Männern, erzitterte nicht, wie ein Berg (Instr.Du. + Nom. + Neg. + 3.Sg.Impf. kamp- + Part.wie + Nom.)
prahasann iva tāṃ cāpi śaravṛṣṭiṃ jaghāna ha
gleichsam lachend, schlug er auch jenen Pfeilregen zurück (Nom.Part. + Part.wie + Akk. + Akk. + 3.Sg.Perf. han- + Partikel)
[Anm.: Apparat-Zeilen V.48f*0326_01-02 (Śalya entsendet tausend Pfeile, gleichsam über die beiden lachend, und hält sie im Kampf auf, wie eine Wolke mit Regen einen Berg zurückhält) ausgelassen.]
Als die Söhne Dhṛtarāṣṭras den Wagen des Herrn der Madras zurückweichen sahen, wurden sie alle mutlos und dachten: 'Dies ist nicht [gut so].'
Wort für Wort
dṛṣṭvā madreśvararathaṃ dhārtarāṣṭrāḥ parāṅmukham
als die Söhne Dhṛtarāṣṭras den Wagen des Herrn der Madras zurückweichen sahen (Ger. dṛś- + Akk. + Nom.Pl. + Akk.)
sarve vimanaso bhūtvā nedam astīty acintayan
wurden sie alle mutlos und dachten: dies ist nicht [gut so] (Nom.Pl. + Nom.Pl. + Ger. bhū- + Neg. + Nom. + 3.Sg.Präs. as- + Part.zit. + 3.Pl.Impf. cint-)
[Anm.: 'nedam astīti' als indirekt wiedergegebener Gedanke, ohne eigenen Anführungszeichen-Marker (Präzedenzfall Kap.69 V.13).]
Nachdem sie ihren Onkel im Kampf besiegt hatten, bliesen die beiden großen Wagenkämpfer, die Söhne Mādrīs, freudig ihre Muschelhörner und stießen einen Löwenschrei aus.
Wort für Wort
nirjitya mātulaṃ saṃkhye mādrīputrau mahārathau
nachdem sie ihren Onkel im Kampf besiegt hatten, die beiden großen Wagenkämpfer, die Söhne Mādrīs (Ger. nis-ji- + Akk. + Lok. + Nom.Du. + Nom.Du.)
dadhmatur muditau śaṅkhau siṃhanādaṃ vinedatuḥ
bliesen freudig ihre Muschelhörner und stießen einen Löwenschrei aus (3.Du.Perf. dhmā- + Nom.Du. + Akk.Du. + Akk. + 3.Du.Perf. vi-nad-)