Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Bhīṣmaparva

Kapitel 86: irāvadvadhaḥ Der Tod Irāvāns

Kap.86 (V.1-86, Śloka) setzt Saṃjayas seit Kap.85 Einheit 6 offene Rede fort (der Kapitelbeginn 'saṃjaya uvāca' ist eine bloße Wiederholung, kein SQ_OPEN). Das Kapitel schildert den Tod Irāvāns, des Sohnes Arjunas von der Nāgī Ulūpī: seine Herkunft und sein Zusammentreffen mit Arjuna in Indras Welt (Einheiten 4-11), seinen Kampf gegen die Söhne Subalas (Einheiten 20-36), und seinen finalen Illusions-Zweikampf mit dem von Duryodhana entsandten Rākṣasa Ārśyaśṛṅgi, der ihn schließlich tötet (Einheiten 37-60). Da Kap.87 mit Dhṛtarāṣṭras echter neuer Frage beginnt ('dhṛtarāṣṭra uvāca'), schließt Saṃjayas gesamte, seit Kap.85 Einheit 6 offene SQ-Rede am Ende dieses Kapitels (SQ_CLOSE in der letzten Einheit). Vier in sich geschlossene CQ-Reden: Irāvāns Selbstvorstellung vor Arjuna (Einheit 8), Arjunas Anweisung an Irāvān (Einheit 11), Irāvāns Befehl an seine Krieger (Einheit 21) und Duryodhanas Rede an den Rākṣasa (Einheit 37). Apparatus-Einschübe an V.4b*0341_01, V.11b*0342_01, V.11d*0343_01, V.14d*0344_01-06 (ein ganzer Dialog-Einschub zwischen Airāvata und Arjuna), V.49d*0345_01 und V.64d*0346_01 wurden von der Übersetzung ausgeschlossen und in den Anm. dokumentiert. V.82-83 (kollektive Furcht der Pāṇḍava-Krieger vor Droṇa) als indirekte Rede ohne CQ-Marker wiedergegeben, gemäß dem etablierten Präzedenzfall. Marker-Bilanz: SQ_OPEN=0, SQ_CLOSE=1, CQ_OPEN=4, CQ_CLOSE=4.

vartamāne tathā raudre rājan vīravarakṣaye śakuniḥ saubalaḥ śrīmān pāṇḍavān samupādravat

Während so das schreckliche Vernichten der besten Helden andauerte, o König, griff der glanzvolle Śakuni, der Sohn Subalas, die Pāṇḍavas an.

Wort für Wort
vartamāne tathā raudre rājan vīravarakṣaye
während so das schreckliche Vernichten der besten Helden andauerte, o König (Lok.Abs. + Adv. + Lok. + Vok. + Lok.)
śakuniḥ saubalaḥ śrīmān pāṇḍavān samupādravat
griff der glanzvolle Śakuni, der Sohn Subalas, die Pāṇḍavas an (Nom. + Nom. + Nom. + Akk.Pl. + 3.Sg.Impf. sam-upa-dru-)

tathaiva sātvato rājan hārdikyaḥ paravīrahā abhyadravata saṃgrāme pāṇḍavānām anīkinīm

Ebenso griff der Sātvata, o König, der Sohn Hṛdikas [Kṛtavarman], der Töter feindlicher Helden, im Kampf das Heer der Pāṇḍavas an.

Wort für Wort
tathaiva sātvato rājan hārdikyaḥ paravīrahā
ebenso der Sātvata, o König, der Sohn Hṛdikas, der Töter feindlicher Helden (Adv. + Nom. + Vok. + Nom. + Nom.Bah.)
abhyadravata saṃgrāme pāṇḍavānām anīkinīm
griff im Kampf das Heer der Pāṇḍavas an (3.Sg.Impf. abhi-dru- + Lok. + Gen.Pl. + Akk.)

tataḥ kāmbojamukhyānāṃ nadījānāṃ ca vājinām āraṭṭānāṃ mahījānāṃ sindhujānāṃ ca sarvaśaḥ vanāyujānāṃ śubhrāṇāṃ tathā parvatavāsinām ye cāpare tittirajā javanā vātaraṃhasaḥ suvarṇālaṃkṛtair etair varmavadbhiḥ sukalpitaiḥ hayair vātajavair mukhyaiḥ pāṇḍavasya suto balī abhyavartata tat sainyaṃ hṛṣṭarūpaḥ paraṃtapaḥ

Dann rückte der starke Sohn des Pāṇḍava [Irāvān], freudig, der Bedränger der Feinde, mit diesen goldgeschmückten, gepanzerten, wohlausgestatteten, windschnellen, vorzüglichen Pferden gegen jenes Heer vor: mit vorzüglichen Kambojas-Rossen und flussgeborenen Pferden, mit Āraṭṭa- und erdgeborenen und überall Sindhu-geborenen Pferden, mit waldgeborenen weißen und ebenso bergbewohnenden, und mit anderen, tittira-geborenen, windgeschwinden, windartig schnellen [Rossen].

Wort für Wort
tataḥ kāmbojamukhyānāṃ nadījānāṃ ca vājinām
dann mit vorzüglichen Kambojas-Rossen und flussgeborenen Pferden (Adv. + Gen.Pl. + Gen.Pl. + Partikel + Gen.Pl.)
āraṭṭānāṃ mahījānāṃ sindhujānāṃ ca sarvaśaḥ
mit Āraṭṭa- und erdgeborenen und überall Sindhu-geborenen [Pferden] (Gen.Pl. + Gen.Pl. + Gen.Pl. + Partikel + Adv.)
vanāyujānāṃ śubhrāṇāṃ tathā parvatavāsinām
mit waldgeborenen weißen und ebenso bergbewohnenden [Pferden] (Gen.Pl. + Gen.Pl. + Adv. + Gen.Pl.)
ye cāpare tittirajā javanā vātaraṃhasaḥ
und mit anderen, tittira-geborenen, windgeschwinden, windartig schnellen [Pferden] (Rel.Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.)
suvarṇālaṃkṛtair etair varmavadbhiḥ sukalpitaiḥ
mit diesen goldgeschmückten, gepanzerten, wohlausgestatteten (Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
hayair vātajavair mukhyaiḥ pāṇḍavasya suto balī
windschnellen, vorzüglichen Pferden, der starke Sohn des Pāṇḍava (Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Gen. + Nom. + Nom.)
abhyavartata tat sainyaṃ hṛṣṭarūpaḥ paraṃtapaḥ
rückte gegen jenes Heer vor, freudig, der Bedränger der Feinde (3.Sg.Impf. abhi-vṛt- + Akk. + Akk. + Nom.Bah. + Nom.)

[Anm.: V.3-V.5 bilden einen zusammenhängenden Satz (Aufzählung der Pferdearten in einer langen Instrumentalreihe, kulminierend im Hauptverb 'abhyavartata') und wurden zu einer Einheit verbunden. Der apparatus-Einschub V.4b*0341_01 ('vājināṃ bahubhiḥ saṃkhye samantāt paryavārayan' - 'mit vielen Pferden im Kampf wurde er allseits umgeben') wurde von der Übersetzung ausgeschlossen.]

arjunasyātha dāyāda irāvān nāma vīryavān sutāyāṃ nāgarājasya jātaḥ pārthena dhīmatā

Nun war Arjunas Erbe, namens Irāvān, der Tapfere, von der Tochter des Schlangenkönigs [Ulūpī] durch den weisen Pārtha [Arjuna] geboren worden.

Wort für Wort
arjunasyātha dāyāda irāvān nāma vīryavān
nun Arjunas Erbe, namens Irāvān, der Tapfere (Gen. + Adv. + Nom. + Nom. + Adv. + Nom.Bah.)
sutāyāṃ nāgarājasya jātaḥ pārthena dhīmatā
von der Tochter des Schlangenkönigs durch den weisen Pārtha geboren (Lok. + Gen. + Nom.Part.Perf. + Instr. + Instr.)

airāvatena sā dattā anapatyā mahātmanā patyau hate suparṇena kṛpaṇā dīnacetanā bhāryārthaṃ tāṃ ca jagrāha pārthaḥ kāmavaśānugām evam eṣa samutpannaḥ parakṣetre 'rjunātmajaḥ

Sie [Ulūpī] war, kinderlos, elend und niedergeschlagenen Sinnes, nachdem ihr Gatte von Suparṇa [Garuḍa] erschlagen worden war, vom hochbeseelten Airāvata [dem Schlangenkönig] [dem Arjuna] gegeben worden; und Pārtha nahm sie, die dem Verlangen [ihres eigenen Wunsches] folgte, zur Gattin; so wurde dieser Sohn Arjunas gezeugt - in einem fremden Feld [d.h. im Erbrecht des verstorbenen früheren Gatten].

Wort für Wort
airāvatena sā dattā anapatyā mahātmanā
sie, kinderlos, wurde vom hochbeseelten Airāvata gegeben (Instr. + Nom. + Nom.Part.Perf.Pass. + Nom.Bah. + Instr.)
patyau hate suparṇena kṛpaṇā dīnacetanā
nachdem ihr Gatte von Suparṇa erschlagen worden war, elend und niedergeschlagenen Sinnes (Lok.Abs. + Lok.Part.Perf.Pass. + Instr. + Nom. + Nom.Bah.)
bhāryārthaṃ tāṃ ca jagrāha pārthaḥ kāmavaśānugām
und Pārtha nahm sie, die dem Verlangen folgte, zur Gattin (Adv. + Akk. + Partikel + 3.Sg.Perf. grah- + Nom. + Akk.Bah.)
evam eṣa samutpannaḥ parakṣetre 'rjunātmajaḥ
so wurde dieser Sohn Arjunas in einem fremden Feld gezeugt (Adv. + Nom. + Nom.Part.Perf. sam-ut-pad- + Lok. + Nom.)

[Anm.: V.7-V.8 bilden einen zusammenhängenden Satz und wurden zu einer Einheit verbunden. Die Passage ist stellenweise unklar [?]: sie deutet an, dass Ulūpī vor ihrer Verbindung mit Arjuna bereits verheiratet war und ihr erster Gatte von Suparṇa (Garuḍa, dem Erzfeind der Schlangen) getötet worden war; 'parakṣetre' ('in fremdem Feld') spielt wohl auf die altindische Rechtsvorstellung an, wonach ein durch einen anderen Mann gezeugtes Kind rechtlich dem 'Feld' (der Frau bzw. ihrem [verstorbenen] Gatten) zugerechnet wird.]

sa nāgaloke saṃvṛddho mātrā ca parirakṣitaḥ pitṛvyeṇa parityaktaḥ pārthadveṣād durātmanā

Er wuchs in der Welt der Schlangen heran, von der Mutter behütet, [doch] von seinem bösgesinnten Onkel väterlicherseits aus Hass gegen den Pārtha verlassen.

Wort für Wort
sa nāgaloke saṃvṛddho mātrā ca parirakṣitaḥ
er wuchs in der Welt der Schlangen heran, von der Mutter behütet (Nom. + Lok. + Nom.Part.Perf. + Instr. + Partikel + Nom.Part.Perf.Pass.)
pitṛvyeṇa parityaktaḥ pārthadveṣād durātmanā
von seinem bösgesinnten Onkel väterlicherseits aus Hass gegen den Pārtha verlassen (Instr. + Nom.Part.Perf.Pass. + Abl. + Instr.Bah.)

rūpavān vīryasaṃpanno guṇavān satyavikramaḥ indralokaṃ jagāmāśu śrutvā tatrārjunaṃ gatam

Schön von Gestalt, mit Tapferkeit begabt, tugendhaft, von wahrhafter Heldenkraft - er ging schnell in Indras Welt, als er gehört hatte, dass Arjuna dorthin gegangen war.

Wort für Wort
rūpavān vīryasaṃpanno guṇavān satyavikramaḥ
schön von Gestalt, mit Tapferkeit begabt, tugendhaft, von wahrhafter Heldenkraft (Nom.Bah. + Nom.Bah. + Nom.Bah. + Nom.Bah.)
indralokaṃ jagāmāśu śrutvā tatrārjunaṃ gatam
er ging schnell in Indras Welt, als er gehört hatte, dass Arjuna dorthin gegangen war (Akk. + 3.Sg.Perf. gam- + Adv. + Ger. + Adv. + Akk. + Akk.Part.Perf.)

so 'bhigamya mahātmānaṃ pitaraṃ satyavikramam abhyavādayad avyagro vinayena kṛtāñjaliḥ irāvān asmi bhadraṃ te putraś cāhaṃ tavābhibho

Er, zu seinem hochbeseelten, wahrhaft heldenhaften Vater herangetreten, grüßte ihn, ungestört, ehrerbietig, mit gefalteten Händen: „Ich bin Irāvān, Heil dir, und ich bin dein Sohn, o Herr.“

Wort für Wort
so 'bhigamya mahātmānaṃ pitaraṃ satyavikramam
er, zu seinem hochbeseelten, wahrhaft heldenhaften Vater herangetreten (Nom. + Ger. + Akk. + Akk. + Akk.Bah.)
abhyavādayad avyagro vinayena kṛtāñjaliḥ
grüßte ihn, ungestört, ehrerbietig, mit gefalteten Händen (3.Sg.Impf. abhi-vad- + Nom.Bah. + Instr. + Nom.Bah.)
irāvān asmi bhadraṃ te putraś cāhaṃ tavābhibho
'Ich bin Irāvān, Heil dir, und ich bin dein Sohn, o Herr' (Nom. + 1.Sg.Präs. as- + Nom. + Gen. + Nom. + Partikel + Nom. + Gen. + Vok.)

[Anm.: V.11 (Hauptteil) zu einer Einheit verbunden; CQ_OPEN/CQ_CLOSE um Irāvāns kurze, in sich geschlossene Selbstvorstellung. Die apparatus-Einschübe V.11b*0342_01 ('uvāca vacanaṃ rājann ulūpītanayas tadā' - 'da sprach der Sohn Ulūpīs dieses Wort, o König') und V.11d*0343_01 ('nyavedayata cātmānam arjunasya mahātmanaḥ' - 'und er machte sich dem hochbeseelten Arjuna bekannt') wurden von der Übersetzung ausgeschlossen.]

mātuḥ samāgamo yaś ca tat sarvaṃ pratyavedayat tac ca sarvaṃ yathāvṛttam anusasmāra pāṇḍavaḥ

Und die Vereinigung mit [seiner] Mutter - all das teilte er mit; und der Pāṇḍava [Arjuna] erinnerte sich an all das, so wie es sich zugetragen hatte.

Wort für Wort
mātuḥ samāgamo yaś ca tat sarvaṃ pratyavedayat
und die Vereinigung mit seiner Mutter, die - all das teilte er mit (Gen. + Nom. + Rel.Nom. + Partikel + Akk. + Akk. + 3.Sg.Impf. prati-vid-)
tac ca sarvaṃ yathāvṛttam anusasmāra pāṇḍavaḥ
und der Pāṇḍava erinnerte sich an all das, so wie es sich zugetragen hatte (Akk. + Partikel + Akk. + Akk. + 3.Sg.Perf. anu-smṛ- + Nom.)

pariṣvajya sutaṃ cāpi so 'tmanaḥ sadṛśaṃ guṇaiḥ prītimān abhavat pārtho devarājaniveśane

Und den Sohn umarmend, der ihm selbst an Eigenschaften glich, wurde Pārtha voller Freude im Palast des Götterkönigs.

Wort für Wort
pariṣvajya sutaṃ cāpi so 'tmanaḥ sadṛśaṃ guṇaiḥ
und den Sohn umarmend, der ihm selbst an Eigenschaften glich (Ger. + Akk. + Partikel + Nom. + Gen. + Akk. + Instr.Pl.)
prītimān abhavat pārtho devarājaniveśane
wurde Pārtha voller Freude im Palast des Götterkönigs (Nom.Bah. + 3.Sg.Impf. bhū- + Nom. + Lok.)

so 'rjunena samājñapto devaloke tadā nṛpa prītipūrvaṃ mahābāhuḥ svakāryaṃ prati bhārata yuddhakāle tvayāsmākaṃ sāhyaṃ deyam iti prabho

Er wurde damals in der Welt der Götter von Arjuna, dem Mächtigarmigen, liebevoll unterwiesen, o König, hinsichtlich seiner eigenen Aufgabe, o Bhārata: „Zur Zeit der Schlacht soll von dir uns Hilfe gegeben werden“, o Herr.

Wort für Wort
so 'rjunena samājñapto devaloke tadā nṛpa
er wurde damals in der Welt der Götter von Arjuna unterwiesen, o König (Nom. + Instr. + Nom.Part.Perf.Pass. + Lok. + Adv. + Vok.)
prītipūrvaṃ mahābāhuḥ svakāryaṃ prati bhārata
liebevoll, der Mächtigarmige, hinsichtlich seiner eigenen Aufgabe, o Bhārata (Adv. + Nom. + Akk. + Präp. + Vok.)
yuddhakāle tvayāsmākaṃ sāhyaṃ deyam iti prabho
'Zur Zeit der Schlacht soll von dir uns Hilfe gegeben werden', o Herr (Lok. + Instr. + Gen. + Nom. + Nom.Part.Ger. + Partikel + Vok.)

[Anm.: V.14 (Hauptteil, ohne den apparatus-Einschub) zu einer Einheit verbunden. CQ_OPEN/CQ_CLOSE um Arjunas kurze Anweisung an Irāvān. Der umfangreiche apparatus-Einschub V.14d*0344_01 bis *0344_06 (sechs Zeilen) enthält einen eigenen Dialog, in dem sich der Sprecher [wohl Airāvata, der Schlangenkönig] Arjuna als Diener und Sohn anbietet und Arjuna ihn liebevoll umarmend antwortet; dieser Einschub wurde von der Übersetzung ausgeschlossen.]

bāḍham ity evam uktvā ca yuddhakāla upāgataḥ kāmavarṇajavair aśvaiḥ saṃvṛto bahubhir nṛpa

"So sei es" - dies gesagt habend, kam [Irāvān] zur Zeit der Schlacht, umgeben von vielen Pferden nach Wunsch an Farbe und Schnelligkeit, o König.

Wort für Wort
bāḍham ity evam uktvā ca yuddhakāla upāgataḥ
"So sei es" - dies gesagt habend, kam er zur Zeit der Schlacht (Adv. + Partikel + Adv. + Ger. + Partikel + Nom. + Nom.Part.Perf.)
kāmavarṇajavair aśvaiḥ saṃvṛto bahubhir nṛpa
umgeben von vielen Pferden nach Wunsch an Farbe und Schnelligkeit, o König (Instr.Pl. + Instr.Pl. + Nom.Part.Perf.Pass. + Instr.Pl. + Vok.)

[Anm.: 'bāḍham' - formelhafte Zustimmungsformel, mit ASCII-Anführungszeichen ohne CQ-Marker wiedergegeben, gemäß Präzedenzfall.]

te hayāḥ kāñcanāpīḍā nānāvarṇā manojavāḥ utpetuḥ sahasā rājan haṃsā iva mahodadhau

Jene Pferde, golden bekrönt, von verschiedenen Farben, gedankenschnell, stürmten plötzlich hervor, o König, wie Schwäne auf dem großen Ozean.

Wort für Wort
te hayāḥ kāñcanāpīḍā nānāvarṇā manojavāḥ
jene Pferde, golden bekrönt, von verschiedenen Farben, gedankenschnell (Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Bah.)
utpetuḥ sahasā rājan haṃsā iva mahodadhau
stürmten plötzlich hervor, o König, wie Schwäne auf dem großen Ozean (3.Pl.Perf. ut-pat- + Adv. + Vok. + Nom.Pl. + Partikel + Lok.)

te tvadīyān samāsādya hayasaṃghān mahājavān kroḍaiḥ kroḍān abhighnanto ghoṇābhiś ca parasparam nipetuḥ sahasā rājan suvegābhihatā bhuvi

Jene, nachdem sie auf deine sehr schnellen Pferdeherden gestoßen waren, Brust an Brust und Schnauze an Schnauze einander schlagend, fielen plötzlich zu Boden, o König, von großer Wucht getroffen.

Wort für Wort
te tvadīyān samāsādya hayasaṃghān mahājavān
jene, nachdem sie auf deine sehr schnellen Pferdeherden gestoßen waren (Nom.Pl. + Akk.Pl. + Ger. + Akk.Pl. + Akk.Pl.)
kroḍaiḥ kroḍān abhighnanto ghoṇābhiś ca parasparam
Brust an Brust und Schnauze an Schnauze einander schlagend (Instr.Pl. + Akk.Pl. + Nom.Part.Präs. + Instr.Pl. + Partikel + Adv.)
nipetuḥ sahasā rājan suvegābhihatā bhuvi
fielen plötzlich zu Boden, o König, von großer Wucht getroffen (3.Pl.Perf. ni-pat- + Adv. + Vok. + Nom.Pl.Part. + Lok.)

nipatadbhis tathā taiś ca hayasaṃghaiḥ parasparam śuśruve dāruṇaḥ śabdaḥ suparṇapatane yathā

Und als jene Pferdeherden so einander niederfielen, war ein schrecklicher Laut zu hören, wie wenn Suparṇa [Garuḍa] herabstürzt.

Wort für Wort
nipatadbhis tathā taiś ca hayasaṃghaiḥ parasparam
und als jene Pferdeherden so einander niederfielen (Instr.Pl.Part. + Adv. + Instr.Pl. + Partikel + Instr.Pl. + Adv.)
śuśruve dāruṇaḥ śabdaḥ suparṇapatane yathā
war ein schrecklicher Laut zu hören, wie wenn Suparṇa herabstürzt (3.Sg.Perf.Pass. śru- + Nom. + Nom. + Lok. + Partikel)

tathaiva ca mahārāja sametyānyonyam āhave parasparavadhaṃ ghoraṃ cakrus te hayasādinaḥ

Und ebenso, o Großkönig, nachdem sie im Kampf aufeinandergetroffen waren, wirkten jene Reiter gegenseitig schreckliches Gemetzel.

Wort für Wort
tathaiva ca mahārāja sametyānyonyam āhave
und ebenso, o Großkönig, nachdem sie im Kampf aufeinandergetroffen waren (Adv. + Partikel + Vok. + Ger. + Adv. + Lok.)
parasparavadhaṃ ghoraṃ cakrus te hayasādinaḥ
wirkten jene Reiter gegenseitig schreckliches Gemetzel (Akk. + Akk. + 3.Pl.Perf. kṛ- + Nom.Pl. + Nom.Pl.)

tasmiṃs tathā vartamāne saṃkule tumule bhṛśam ubhayor api saṃśāntā hayasaṃghāḥ samantataḥ

Während so jenes heftige, tumultartige Getümmel andauerte, kamen die Pferdeherden beider [Seiten] überall zum Stillstand.

Wort für Wort
tasmiṃs tathā vartamāne saṃkule tumule bhṛśam
während so jenes heftige, tumultartige Getümmel andauerte (Lok. + Adv. + Lok.Part. + Lok. + Lok. + Adv.)
ubhayor api saṃśāntā hayasaṃghāḥ samantataḥ
kamen die Pferdeherden beider [Seiten] überall zum Stillstand (Gen.Du. + Partikel + Nom.Pl.Part. + Nom.Pl. + Adv.)

prakṣīṇasāyakāḥ śūrā nihatāśvāḥ śramāturāḥ vilayaṃ samanuprāptās takṣamāṇāḥ parasparam

Die Helden, deren Pfeile verbraucht waren, deren Pferde getötet, von Erschöpfung geplagt, gingen unter, sich gegenseitig zerhackend.

Wort für Wort
prakṣīṇasāyakāḥ śūrā nihatāśvāḥ śramāturāḥ
die Helden, deren Pfeile verbraucht waren, deren Pferde getötet, von Erschöpfung geplagt (Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl. + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Bah.)
vilayaṃ samanuprāptās takṣamāṇāḥ parasparam
gingen unter, sich gegenseitig zerhackend (Akk. + Nom.Pl.Part.Perf. + Nom.Pl.Part.Präs. + Adv.)

tataḥ kṣīṇe hayānīke kiṃciccheṣe ca bhārata saubalasyātmajāḥ śūrā nirgatā raṇamūrdhani

Dann, als das Reiterheer geschwunden und nur wenig übrig war, o Bhārata, traten die heldenhaften Söhne des Subala an die Spitze der Schlacht.

Wort für Wort
tataḥ kṣīṇe hayānīke kiṃciccheṣe ca bhārata
dann, als das Reiterheer geschwunden und nur wenig übrig war, o Bhārata (Adv. + Lok. + Lok. + Lok. + Partikel + Vok.)
saubalasyātmajāḥ śūrā nirgatā raṇamūrdhani
traten die heldenhaften Söhne des Subala an die Spitze der Schlacht (Gen. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.Part.Perf. + Lok.)

vāyuvegasamasparśā jave vāyusamāṃs tathā āruhya śīlasaṃpannān vayaḥsthāṃs turagottamān gajo gavākṣo vṛṣakaś carmavān ārjavaḥ śukaḥ ṣaḍ ete balasaṃpannā niryayur mahato balāt vāryamāṇāḥ śakuninā svaiś ca yodhair mahābalaiḥ saṃnaddhā yuddhakuśalā raudrarūpā mahābalāḥ tad anīkaṃ mahābāho bhittvā paramadurjayam balena mahatā yuktāḥ svargāya vijayaiṣiṇaḥ viviśus te tadā hṛṣṭā gāndhārā yuddhadurmadāḥ

Gaja, Gavākṣa, Vṛṣaka, Carmavat, Ārjava [und] Śuka - diese sechs, mit Kraft begabt, zogen aus dem großen Heer aus, indem sie an Berührung dem Windstoß gleiche, an Schnelligkeit dem Wind gleiche, wohlgestaltete, in der Blüte ihrer Jahre stehende, vorzügliche Rosse bestiegen; obwohl von Śakuni und ihren eigenen mächtigen Kriegern zurückgehalten, gepanzert, kampferfahren, von schrecklicher Gestalt, gewaltig - jenes Heer, o Mächtigarmiger, äußerst schwer zu bezwingen, durchbrechend, mit großer Kraft ausgestattet, nach dem Sieg trachtend, der zum Himmel führt, drangen jene Gāndhāras, damals freudig, kampfberauscht, [hindurch].

Wort für Wort
vāyuvegasamasparśā jave vāyusamāṃs tathā
an Berührung dem Windstoß gleiche, an Schnelligkeit dem Wind gleiche (Nom.Pl.Bah. + Lok. + Akk.Pl.Bah. + Adv.)
āruhya śīlasaṃpannān vayaḥsthāṃs turagottamān
wohlgestaltete, in der Blüte ihrer Jahre stehende, vorzügliche Rosse bestiegen (Ger. + Akk.Pl.Bah. + Akk.Pl.Bah. + Akk.Pl.)
gajo gavākṣo vṛṣakaś carmavān ārjavaḥ śukaḥ
Gaja, Gavākṣa, Vṛṣaka, Carmavat, Ārjava und Śuka (Nom. + Nom. + Nom. + Nom. + Nom. + Nom.)
ṣaḍ ete balasaṃpannā niryayur mahato balāt
diese sechs, mit Kraft begabt, zogen aus dem großen Heer aus (Num. + Nom.Pl. + Nom.Pl.Bah. + 3.Pl.Perf. nir-yā- + Abl. + Abl.)
vāryamāṇāḥ śakuninā svaiś ca yodhair mahābalaiḥ
obwohl von Śakuni und ihren eigenen mächtigen Kriegern zurückgehalten (Nom.Pl.Part.Pass. + Instr. + Instr.Pl. + Partikel + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
saṃnaddhā yuddhakuśalā raudrarūpā mahābalāḥ
gepanzert, kampferfahren, von schrecklicher Gestalt, gewaltig (Nom.Pl.Part. + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Bah.)
tad anīkaṃ mahābāho bhittvā paramadurjayam
jenes Heer, o Mächtigarmiger, äußerst schwer zu bezwingen, durchbrechend (Akk. + Akk. + Vok. + Ger. + Akk.Bah.)
balena mahatā yuktāḥ svargāya vijayaiṣiṇaḥ
mit großer Kraft ausgestattet, nach dem zum Himmel führenden Sieg trachtend (Instr. + Instr. + Nom.Pl.Part. + Dat. + Nom.Pl.Bah.)
viviśus te tadā hṛṣṭā gāndhārā yuddhadurmadāḥ
drangen jene Gāndhāras, damals freudig, kampfberauscht, hindurch (3.Pl.Perf. viś- + Nom.Pl. + Adv. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.Bah.)

[Anm.: V.23-V.26 bilden einen zusammenhängenden Satz und wurden zu einer Einheit verbunden. Vier der sechs genannten Söhne Subalas (Gaja, Gavākṣa, Carmavat, Ārjava) erscheinen erstmals; Vṛṣaka und Śuka wurden bereits im Glossar erfasst (Śuka hier als eigener Glossareintrag von Vyāsas gleichnamigem Sohn unterschieden).]

tān praviṣṭāṃs tadā dṛṣṭvā irāvān api vīryavān abravīt samare yodhān vicitrābharaṇāyudhān yathaite dhārtarāṣṭrasya yodhāḥ sānugavāhanāḥ hanyante samare sarve tathā nītir vidhīyatām

Als er sie damals eingedrungen sah, sprach auch der tapfere Irāvān zu [seinen] mit wunderbarem Schmuck und Waffen [versehenen] Kriegern im Kampf: „So soll die Kriegsführung eingerichtet werden, dass all diese Krieger des Sohnes Dhṛtarāṣṭras, samt ihren Gefolgsleuten und Reittieren, im Kampf erschlagen werden.“

Wort für Wort
tān praviṣṭāṃs tadā dṛṣṭvā irāvān api vīryavān
als er sie damals eingedrungen sah, [sprach] auch der tapfere Irāvān (Akk.Pl. + Akk.Pl.Part.Perf. + Adv. + Ger. + Nom. + Partikel + Nom.Bah.)
abravīt samare yodhān vicitrābharaṇāyudhān
sprach zu [seinen] mit wunderbarem Schmuck und Waffen [versehenen] Kriegern im Kampf (3.Sg.Impf. brū- + Lok. + Akk.Pl. + Akk.Pl.Bah.)
yathaite dhārtarāṣṭrasya yodhāḥ sānugavāhanāḥ
'so [soll es geschehen], dass diese Krieger des Sohnes Dhṛtarāṣṭras, samt ihren Gefolgsleuten und Reittieren (Adv. + Nom.Pl. + Gen. + Nom.Pl. + Nom.Pl.Bah.)
hanyante samare sarve tathā nītir vidhīyatām
alle im Kampf erschlagen werden - so soll die Kriegsführung eingerichtet werden' (3.Pl.Präs.Pass. han- + Lok. + Nom.Pl. + Adv. + Nom. + 3.Sg.Impv.Pass. vidhā-)

[Anm.: V.27-V.28 zu einer Einheit verbunden. CQ_OPEN/CQ_CLOSE um Irāvāns in sich geschlossenen Befehl an seine Krieger.]

bāḍham ity evam uktvā te sarve yodhā irāvataḥ jaghnus te vai parānīkaṃ durjayaṃ samare paraiḥ

"So sei es" - dies gesagt habend, schlugen all jene Krieger Irāvāns das feindliche, von den Feinden schwer zu bezwingende Heer im Kampf.

Wort für Wort
bāḍham ity evam uktvā te sarve yodhā irāvataḥ
"So sei es" - dies gesagt habend, alle jene Krieger Irāvāns (Adv. + Partikel + Adv. + Ger. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Gen.)
jaghnus te vai parānīkaṃ durjayaṃ samare paraiḥ
schlugen das feindliche, von den Feinden schwer zu bezwingende Heer im Kampf (3.Pl.Perf. han- + Partikel + Akk. + Akk. + Lok. + Instr.Pl.)

[Anm.: 'bāḍham' - formelhafte Zustimmungsformel, ASCII-Anführungszeichen ohne CQ-Marker.]

tad anīkam anīkena samare vīkṣya pātitam amṛṣyamāṇās te sarve subalasyātmajā raṇe irāvantam abhidrutya sarvataḥ paryavārayan

Als sie sahen, wie jenes Heer im Kampf von [Irāvāns] Heer zu Fall gebracht wurde, es nicht ertragend, stürmten alle jene Söhne Subalas im Kampf auf Irāvān zu und umzingelten ihn von allen Seiten.

Wort für Wort
tad anīkam anīkena samare vīkṣya pātitam
als sie sahen, wie jenes Heer im Kampf von [Irāvāns] Heer zu Fall gebracht wurde (Akk. + Akk. + Instr. + Lok. + Ger. + Akk.Part.Perf.Pass.)
amṛṣyamāṇās te sarve subalasyātmajā raṇe
es nicht ertragend, alle jene Söhne Subalas im Kampf (Nom.Pl.Part. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Gen. + Nom.Pl. + Lok.)
irāvantam abhidrutya sarvataḥ paryavārayan
stürmten auf Irāvān zu und umzingelten ihn von allen Seiten (Akk. + Ger. + Adv. + 3.Pl.Impf. pari-ā-vṛ-)

tāḍayantaḥ śitaiḥ prāsaiś codayantaḥ parasparam te śūrāḥ paryadhāvanta kurvanto mahad ākulam

Mit scharfen Speeren zustechend, einander anfeuernd, liefen jene Helden umher, großes Durcheinander stiftend.

Wort für Wort
tāḍayantaḥ śitaiḥ prāsaiś codayantaḥ parasparam
mit scharfen Speeren zustechend, einander anfeuernd (Nom.Pl.Part. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Nom.Pl.Part. + Adv.)
te śūrāḥ paryadhāvanta kurvanto mahad ākulam
liefen jene Helden umher, großes Durcheinander stiftend (Nom.Pl. + Nom.Pl. + 3.Pl.Impf. pari-dhāv- + Nom.Pl.Part. + Akk. + Akk.)

irāvān atha nirbhinnaḥ prāsais tīkṣṇair mahātmabhiḥ sravatā rudhireṇāktas tottrair viddha iva dvipaḥ

Irāvān, nun von den scharfen, gewaltigen Speeren durchbohrt, mit fließendem Blut besudelt, war wie ein von Stachelstöcken getroffener Elefant.

Wort für Wort
irāvān atha nirbhinnaḥ prāsais tīkṣṇair mahātmabhiḥ
Irāvān, nun von den scharfen, gewaltigen Speeren durchbohrt (Nom. + Adv. + Nom.Part.Perf.Pass. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
sravatā rudhireṇāktas tottrair viddha iva dvipaḥ
mit fließendem Blut besudelt, war wie ein von Stachelstöcken getroffener Elefant (Instr.Part. + Instr. + Nom.Part.Perf.Pass. + Instr.Pl. + Nom.Part.Perf.Pass. + Partikel + Nom.)

urasy api ca pṛṣṭhe ca pārśvayoś ca bhṛśāhataḥ eko bahubhir atyarthaṃ dhairyād rājan na vivyathe

Sowohl an der Brust als auch am Rücken und an beiden Seiten heftig getroffen - einer gegen viele, übermäßig -, wankte er dennoch nicht, aus Standhaftigkeit, o König.

Wort für Wort
urasy api ca pṛṣṭhe ca pārśvayoś ca bhṛśāhataḥ
sowohl an der Brust als auch am Rücken und an beiden Seiten heftig getroffen (Lok. + Partikel + Partikel + Lok. + Partikel + Lok.Du. + Partikel + Nom.Bah.)
eko bahubhir atyarthaṃ dhairyād rājan na vivyathe
einer gegen viele, übermäßig, wankte er dennoch nicht, aus Standhaftigkeit, o König (Nom. + Instr.Pl. + Adv. + Abl. + Vok. + Neg. + 3.Sg.Perf. vyath-)

irāvān atha saṃkruddhaḥ sarvāṃs tān niśitaiḥ śaraiḥ mohayām āsa samare viddhvā parapuraṃjayaḥ

Irāvān dann, erzürnt, der Eroberer feindlicher Städte, verwirrte sie alle im Kampf, nachdem er sie mit scharfen Pfeilen durchbohrt hatte.

Wort für Wort
irāvān atha saṃkruddhaḥ sarvāṃs tān niśitaiḥ śaraiḥ
Irāvān dann, erzürnt, [durchbohrte] sie alle mit scharfen Pfeilen (Nom. + Adv. + Nom.Part.Perf. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
mohayām āsa samare viddhvā parapuraṃjayaḥ
verwirrte sie im Kampf, nachdem er sie durchbohrt hatte, der Eroberer feindlicher Städte (3.Sg.Perf.Kaus. muh- + Lok. + Ger. + Nom.Bah.)

prāsān uddhṛtya sarvāṃś ca svaśarīrād ariṃdamaḥ tair eva tāḍayām āsa subalasyātmajān raṇe

Der Bezwinger der Feinde, nachdem er alle Speere aus dem eigenen Körper herausgezogen hatte, schlug mit ihnen die Söhne Subalas im Kampf.

Wort für Wort
prāsān uddhṛtya sarvāṃś ca svaśarīrād ariṃdamaḥ
nachdem er alle Speere aus dem eigenen Körper herausgezogen hatte, der Bezwinger der Feinde (Akk.Pl. + Ger. + Akk.Pl. + Partikel + Abl. + Nom.Bah.)
tair eva tāḍayām āsa subalasyātmajān raṇe
schlug mit ihnen die Söhne Subalas im Kampf (Instr.Pl. + Partikel + 3.Sg.Perf.Kaus. tāḍ- + Gen. + Akk.Pl. + Lok.)

nikṛṣya niśitaṃ khaḍgaṃ gṛhītvā ca śarāvaram padātis tūrṇam āgacchaj jighāṃsuḥ saubalān yudhi

Nachdem er ein scharfes Schwert gezogen und einen Schild ergriffen hatte, kam er zu Fuß eilends heran, die Söhne Subalas im Kampf zu töten wünschend.

Wort für Wort
nikṛṣya niśitaṃ khaḍgaṃ gṛhītvā ca śarāvaram
nachdem er ein scharfes Schwert gezogen und einen Schild ergriffen hatte (Ger. + Akk. + Akk. + Ger. + Partikel + Akk.)
padātis tūrṇam āgacchaj jighāṃsuḥ saubalān yudhi
kam er zu Fuß eilends heran, die Söhne Subalas im Kampf zu töten wünschend (Nom. + Adv. + 3.Sg.Impf. ā-gam- + Nom.Bah. + Akk.Pl. + Lok.)

tataḥ pratyāgataprāṇāḥ sarve te subalātmajāḥ bhūyaḥ krodhasamāviṣṭā irāvantam athādravan

Dann, ihr Lebensatem zurückgekehrt, stürmten all jene Söhne Subalas, erneut von Zorn erfüllt, auf Irāvān zu.

Wort für Wort
tataḥ pratyāgataprāṇāḥ sarve te subalātmajāḥ
dann, ihr Lebensatem zurückgekehrt, all jene Söhne Subalas (Adv. + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.)
bhūyaḥ krodhasamāviṣṭā irāvantam athādravan
stürmten, erneut von Zorn erfüllt, auf Irāvān zu (Adv. + Nom.Pl.Part. + Akk. + Adv. + 3.Pl.Impf. ā-dru-)

irāvān api khaḍgena darśayan pāṇilāghavam abhyavartata tān sarvān saubalān baladarpitaḥ

Irāvān auch, mit dem Schwert Fingerfertigkeit zeigend, rückte gegen alle jene Söhne Subalas vor, stolz auf seine Kraft.

Wort für Wort
irāvān api khaḍgena darśayan pāṇilāghavam
Irāvān auch, mit dem Schwert Fingerfertigkeit zeigend (Nom. + Partikel + Instr. + Nom.Part.Präs. + Akk.)
abhyavartata tān sarvān saubalān baladarpitaḥ
rückte gegen alle jene Söhne Subalas vor, stolz auf seine Kraft (3.Sg.Impf. abhi-vṛt- + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Nom.Bah.)

lāghavenātha carataḥ sarve te subalātmajāḥ antaraṃ nādhyagacchanta carantaḥ śīghragāminaḥ

Während er sich mit solcher Gewandtheit bewegte, fanden all jene Söhne Subalas, obwohl sie sich selbst schnell bewegend umherliefen, keine Lücke.

Wort für Wort
lāghavenātha carataḥ sarve te subalātmajāḥ
während er sich mit solcher Gewandtheit bewegte, all jene Söhne Subalas (Instr. + Adv. + Gen.Part. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.)
antaraṃ nādhyagacchanta carantaḥ śīghragāminaḥ
fanden keine Lücke, obwohl sie schnell umherliefen (Akk. + Neg. + 3.Pl.Impf. adhi-gam- + Nom.Pl.Part. + Nom.Pl.Bah.)

bhūmiṣṭham atha taṃ saṃkhye saṃpradṛśya tataḥ punaḥ parivārya bhṛśaṃ sarve grahītum upacakramuḥ

Als sie ihn dann wieder auf dem Boden stehend im Kampf erblickten, umringten ihn alle dicht und begannen, ihn zu ergreifen.

Wort für Wort
bhūmiṣṭham atha taṃ saṃkhye saṃpradṛśya tataḥ punaḥ
als sie ihn dann wieder auf dem Boden stehend im Kampf erblickten (Akk. + Adv. + Akk. + Lok. + Ger. + Adv. + Adv.)
parivārya bhṛśaṃ sarve grahītum upacakramuḥ
umringten ihn alle dicht und begannen, ihn zu ergreifen (Ger. + Adv. + Nom.Pl. + Inf. + 3.Pl.Perf. upa-kram-)

athābhyāśagatānāṃ sa khaḍgenāmitrakarśanaḥ upahastāvahastābhyāṃ teṣāṃ gātrāṇy akṛntata

Dann zerschnitt er, der Bedränger der Feinde, mit dem Schwert, durch Hand- und Gegenhandstreiche, die Glieder derer, die nahegekommen waren.

Wort für Wort
athābhyāśagatānāṃ sa khaḍgenāmitrakarśanaḥ
dann [zerschnitt] er, der Bedränger der Feinde, mit dem Schwert, derer, die nahegekommen waren (Adv. + Gen.Pl.Part.Perf. + Nom. + Instr. + Nom.Bah.)
upahastāvahastābhyāṃ teṣāṃ gātrāṇy akṛntata
durch Hand- und Gegenhandstreiche, die Glieder derer (Instr.Du. + Gen.Pl. + Akk.Pl. + 3.Sg.Impf. kṛt-)

[Anm.: 'upahastāvahastābhyāṃ' (wörtl. 'mit Hand- und Gegenhand[-streichen]') ist unklar [?] - bezeichnet vermutlich zwei verschiedene Schwerttechniken (Vor- und Rückhandstreich); hier behelfsmäßig wiedergegeben.]

āyudhāni ca sarveṣāṃ bāhūn api ca bhūṣitān apatanta nikṛttāṅgā gatā bhūmiṃ gatāsavaḥ

Und die Waffen von allen, und auch [ihre] geschmückten Arme fielen; mit abgetrennten Gliedern sanken sie zu Boden, ihr Lebenshauch entwichen.

Wort für Wort
āyudhāni ca sarveṣāṃ bāhūn api ca bhūṣitān
und die Waffen von allen, und auch [ihre] geschmückten Arme (Nom.Pl. + Partikel + Gen.Pl. + Akk.Pl. + Partikel + Partikel + Akk.Pl.Bah.)
apatanta nikṛttāṅgā gatā bhūmiṃ gatāsavaḥ
fielen; mit abgetrennten Gliedern sanken sie zu Boden, ihr Lebenshauch entwichen (3.Pl.Impf. pat- + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Part. + Akk. + Nom.Pl.Bah.)

vṛṣakas tu mahārāja bahudhā parivikṣataḥ amucyata mahāraudrāt tasmād vīrāvakartanāt

Vṛṣaka aber, o Großkönig, vielfach verwundet, entkam jenem höchst schrecklichen Heldengemetzel.

Wort für Wort
vṛṣakas tu mahārāja bahudhā parivikṣataḥ
Vṛṣaka aber, o Großkönig, vielfach verwundet (Nom. + Partikel + Vok. + Adv. + Nom.Part.Perf.Pass.)
amucyata mahāraudrāt tasmād vīrāvakartanāt
entkam jenem höchst schrecklichen Heldengemetzel (3.Sg.Impf.Pass. muc- + Abl. + Abl. + Abl.)

tān sarvān patitān dṛṣṭvā bhīto duryodhanas tataḥ abhyabhāṣata saṃkruddho rākṣasaṃ ghoradarśanam ārśyaśṛṅgiṃ maheṣvāsaṃ māyāvinam ariṃdamam vairiṇaṃ bhīmasenasya pūrvaṃ bakavadhena vai paśya vīra yathā hy eṣa phalgunasya suto balī māyāvī vipriyaṃ ghoram akārṣīn me balakṣayam tvaṃ ca kāmagamas tāta māyāstre ca viśāradaḥ kṛtavairaś ca pārthena tasmād enaṃ raṇe jahi

Als er sie alle gefallen sah, sprach Duryodhana, erschrocken, dann erzürnt zu dem furchtbar aussehenden Rākṣasa, dem Sohn des Ṛśyaśṛṅga, dem Großbogenschützen, dem Meister der Illusionskunst, dem Bezwinger der Feinde, dem Feind Bhīmasenas wegen der einstigen Tötung Bakas: „Sieh, Held, wie dieser starke Sohn des Phalguna [Irāvān], der Illusionskundige, mir Übles, Schreckliches angetan hat - die Vernichtung meines Heeres! Und du kannst nach Belieben gehen, mein Lieber, und bist kundig in der Illusionswaffe, und du hast Feindschaft mit dem Pārtha [Arjuna] - darum töte diesen im Kampf!“

Wort für Wort
tān sarvān patitān dṛṣṭvā bhīto duryodhanas tataḥ
als er sie alle gefallen sah, sprach Duryodhana, erschrocken, dann (Akk.Pl. + Akk.Pl. + Ger. + Nom. + Nom. + Adv.)
abhyabhāṣata saṃkruddho rākṣasaṃ ghoradarśanam
erzürnt zu dem furchtbar aussehenden Rākṣasa (3.Sg.Impf. abhi-bhāṣ- + Nom.Bah. + Akk. + Akk.Bah.)
ārśyaśṛṅgiṃ maheṣvāsaṃ māyāvinam ariṃdamam
dem Sohn des Ṛśyaśṛṅga, dem Großbogenschützen, dem Meister der Illusionskunst, dem Bezwinger der Feinde (Akk. + Akk. + Akk. + Akk.)
vairiṇaṃ bhīmasenasya pūrvaṃ bakavadhena vai
dem Feind Bhīmasenas wegen der einstigen Tötung Bakas (Akk. + Gen. + Adv. + Instr. + Partikel)
paśya vīra yathā hy eṣa phalgunasya suto balī
'Sieh, Held, wie dieser starke Sohn des Phalguna (Impv. paś- + Vok. + Partikel + Partikel + Nom. + Gen. + Nom. + Nom.)
māyāvī vipriyaṃ ghoram akārṣīn me balakṣayam
der Illusionskundige, mir Übles, Schreckliches angetan hat - die Vernichtung meines Heeres (Nom. + Akk. + Akk. + 3.Sg.Aor. kṛ- + Gen. + Akk.)
tvaṃ ca kāmagamas tāta māyāstre ca viśāradaḥ
und du kannst nach Belieben gehen, mein Lieber, und bist kundig in der Illusionswaffe (Nom. + Partikel + Nom.Bah. + Vok. + Lok. + Partikel + Nom.Bah.)
kṛtavairaś ca pārthena tasmād enaṃ raṇe jahi
und du hast Feindschaft mit dem Pārtha - darum töte diesen im Kampf!' (Nom.Bah. + Partikel + Instr. + Adv. + Akk. + Lok. + Impv. han-)

[Anm.: V.44-V.47 bilden einen zusammenhängenden Satz und wurden zu einer Einheit verbunden. CQ_OPEN/CQ_CLOSE um Duryodhanas in sich geschlossene Rede an den Rākṣasa. Der Rākṣasa wird hier nur mit dem Patronymikon 'Ārśyaśṛṅgi' ('Sohn des Ṛśyaśṛṅga') und als 'rākṣasa' bezeichnet, ohne Eigenname; neuer Glossareintrag angelegt.]

bāḍham ity evam uktvā tu rākṣaso ghoradarśanaḥ prayayau siṃhanādena yatrārjunasuto yuvā

"So sei es" - dies gesagt habend, zog der furchtbar aussehende Rākṣasa mit Löwengebrüll dorthin, wo sich der junge Sohn Arjunas befand.

Wort für Wort
bāḍham ity evam uktvā tu rākṣaso ghoradarśanaḥ
"So sei es" - dies gesagt habend, der furchtbar aussehende Rākṣasa (Adv. + Partikel + Adv. + Ger. + Partikel + Nom. + Nom.Bah.)
prayayau siṃhanādena yatrārjunasuto yuvā
zog mit Löwengebrüll dorthin, wo sich der junge Sohn Arjunas befand (3.Sg.Perf. pra-yā- + Instr. + Adv. + Gen. + Nom. + Nom.)

[Anm.: 'bāḍham' - formelhafte Zustimmungsformel, ASCII-Anführungszeichen ohne CQ-Marker.]

svārūḍhair yuddhakuśalair vimalaprāsayodhibhiḥ vīraiḥ prahāribhir yuktaḥ svair anīkaiḥ samāvṛtaḥ nihantukāmaḥ samare irāvantaṃ mahābalam

Umgeben von seinen eigenen Truppen, begleitet von seinen wohlberittenen, kampferfahrenen, mit blanken Speeren kämpfenden, schlagkräftigen Helden, wünschte er, den mächtigen Irāvān im Kampf zu töten.

Wort für Wort
svārūḍhair yuddhakuśalair vimalaprāsayodhibhiḥ
von seinen wohlberittenen, kampferfahrenen, mit blanken Speeren kämpfenden (Instr.Pl.Bah. + Instr.Pl.Bah. + Instr.Pl.Bah.)
vīraiḥ prahāribhir yuktaḥ svair anīkaiḥ samāvṛtaḥ
Helden, schlagkräftigen, begleitet, umgeben von seinen eigenen Truppen (Instr.Pl. + Instr.Pl.Bah. + Nom.Part.Perf.Pass. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Nom.Part.Perf.Pass.)
nihantukāmaḥ samare irāvantaṃ mahābalam
wünschte, den mächtigen Irāvān im Kampf zu töten (Nom.Bah. + Lok. + Akk. + Akk.)

[Anm.: Der apparatus-Einschub V.49d*0345_01 ('hataśeṣair mahārāja dvisāhasrair hayottamaiḥ' - 'mit den zweitausend nach dem Gemetzel verbliebenen vorzüglichen Pferden, o Großkönig') wurde von der Übersetzung ausgeschlossen.]

irāvān api saṃkruddhas tvaramāṇaḥ parākramī hantukāmam amitraghno rākṣasaṃ pratyavārayat

Irāvān auch, erzürnt, eilend, tatkräftig, der Feindevertilger, hielt den tötungswilligen Rākṣasa auf.

Wort für Wort
irāvān api saṃkruddhas tvaramāṇaḥ parākramī
Irāvān auch, erzürnt, eilend, tatkräftig (Nom. + Partikel + Nom.Part.Perf. + Nom.Part.Präs. + Nom.)
hantukāmam amitraghno rākṣasaṃ pratyavārayat
hielt den tötungswilligen Rākṣasa auf, der Feindevertilger (Akk.Bah. + Nom.Bah. + Akk. + 3.Sg.Impf. prati-ā-vṛ-)

tam āpatantaṃ saṃprekṣya rākṣasaḥ sumahābalaḥ tvaramāṇas tato māyāṃ prayoktum upacakrame

Als der sehr mächtige Rākṣasa ihn heranstürmen sah, begann er, eilend, dann Illusion einzusetzen.

Wort für Wort
tam āpatantaṃ saṃprekṣya rākṣasaḥ sumahābalaḥ
als der sehr mächtige Rākṣasa ihn heranstürmen sah (Akk. + Akk.Part. + Ger. + Nom. + Nom.Bah.)
tvaramāṇas tato māyāṃ prayoktum upacakrame
begann, eilend, dann Illusion einzusetzen (Nom.Part.Präs. + Adv. + Akk. + Inf. + 3.Sg.Perf. upa-kram-)

tena māyāmayāḥ kḷptā hayās tāvanta eva hi svārūḍhā rākṣasair ghoraiḥ śūlapaṭṭiśapāṇibhiḥ

Von ihm wurden illusionäre, ebenso viele Pferde erschaffen, bestiegen von schrecklichen Rākṣasas mit Speer und Paṭṭiśa-Waffe in der Hand.

Wort für Wort
tena māyāmayāḥ kḷptā hayās tāvanta eva hi
von ihm wurden illusionäre, ebenso viele Pferde erschaffen (Instr. + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Part.Perf.Pass. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Partikel + Partikel)
svārūḍhā rākṣasair ghoraiḥ śūlapaṭṭiśapāṇibhiḥ
bestiegen von schrecklichen Rākṣasas mit Speer und Paṭṭiśa-Waffe in der Hand (Nom.Pl.Part. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl.Bah.)

te saṃrabdhāḥ samāgamya dvisāhasrāḥ prahāriṇaḥ acirād gamayām āsuḥ pretalokaṃ parasparam

Jene zweitausend wütenden, schlagkräftigen [Krieger], nachdem sie aufeinandergetroffen waren, schickten einander bald in die Welt der Toten.

Wort für Wort
te saṃrabdhāḥ samāgamya dvisāhasrāḥ prahāriṇaḥ
jene zweitausend wütenden, schlagkräftigen [Krieger], nachdem sie aufeinandergetroffen waren (Nom.Pl. + Nom.Pl.Bah. + Ger. + Nom.Pl. + Nom.Pl.)
acirād gamayām āsuḥ pretalokaṃ parasparam
schickten einander bald in die Welt der Toten (Abl. + 3.Pl.Perf.Kaus. gam- + Akk. + Adv.)

tasmiṃs tu nihate sainye tāv ubhau yuddhadurmadau saṃgrāme vyavatiṣṭhetāṃ yathā vai vṛtravāsavau

Aber als jenes Heer vernichtet war, standen jene beiden, kampfberauscht, einander im Kampf gegenüber, wie Vṛtra und Vāsava [Indra].

Wort für Wort
tasmiṃs tu nihate sainye tāv ubhau yuddhadurmadau
aber als jenes Heer vernichtet war, jene beiden, kampfberauscht (Lok. + Partikel + Lok.Part.Perf.Pass. + Lok. + Nom.Du. + Nom.Du. + Nom.Du.Bah.)
saṃgrāme vyavatiṣṭhetāṃ yathā vai vṛtravāsavau
standen im Kampf einander gegenüber, wie Vṛtra und Vāsava (Lok. + 3.Du.Impf. vy-ava-sthā- + Partikel + Partikel + Nom.Du.)

ādravantam abhiprekṣya rākṣasaṃ yuddhadurmadam irāvān krodhasaṃrabdhaḥ pratyadhāvan mahābalaḥ

Als er den kampfberauschten Rākṣasa auf sich zustürmen sah, stürmte der mächtige Irāvān, von Zorn erfasst, zurück.

Wort für Wort
ādravantam abhiprekṣya rākṣasaṃ yuddhadurmadam
als er den kampfberauschten Rākṣasa auf sich zustürmen sah (Akk.Part. + Ger. + Akk. + Akk.Bah.)
irāvān krodhasaṃrabdhaḥ pratyadhāvan mahābalaḥ
stürmte der mächtige Irāvān, von Zorn erfasst, zurück (Nom. + Nom.Bah. + 3.Sg.Impf. prati-dhāv- + Nom.Bah.)

samabhyāśagatasyājau tasya khaḍgena durmateḥ ciccheda kārmukaṃ dīptaṃ śarāvāpaṃ ca pañcakam

Von diesem, der im Kampf nahegekommen war, dem Übelgesinnten, zerschnitt er mit dem Schwert den blitzenden Bogen und die fünf Köcher.

Wort für Wort
samabhyāśagatasyājau tasya khaḍgena durmateḥ
von diesem, der im Kampf nahegekommen war, dem Übelgesinnten, mit dem Schwert (Gen.Part. + Lok. + Gen. + Instr. + Gen.Bah.)
ciccheda kārmukaṃ dīptaṃ śarāvāpaṃ ca pañcakam
zerschnitt er den blitzenden Bogen und die fünf Köcher (3.Sg.Perf. chid- + Akk. + Akk. + Akk. + Partikel + Akk.)

sa nikṛttaṃ dhanur dṛṣṭvā khaṃ javena samāviśat irāvantam abhikruddhaṃ mohayann iva māyayā

Er, als er seinen zerschnittenen Bogen sah, drang eilends in den Himmel ein, als wolle er den erzürnten Irāvān durch Illusion verwirren.

Wort für Wort
sa nikṛttaṃ dhanur dṛṣṭvā khaṃ javena samāviśat
er, als er seinen zerschnittenen Bogen sah, drang eilends in den Himmel ein (Nom. + Akk.Part. + Akk. + Ger. + Akk. + Instr. + 3.Sg.Impf. sam-ā-viś-)
irāvantam abhikruddhaṃ mohayann iva māyayā
als wolle er den erzürnten Irāvān durch Illusion verwirren (Akk. + Akk.Bah. + Nom.Part.Präs. + Partikel + Instr.)

tato 'ntarikṣam utpatya irāvān api rākṣasam vimohayitvā māyābhis tasya gātrāṇi sāyakaiḥ ciccheda sarvamarmajñaḥ kāmarūpo durāsadaḥ

Dann flog auch Irāvān in den Luftraum empor, und nachdem er den Rākṣasa durch [eigene] Illusionen verwirrt hatte, zerschnitt er, der alle Verwundbarkeitspunkte Kennende, der nach Belieben Gestaltwandelnde, der Unnahbare, dessen Glieder mit Pfeilen.

Wort für Wort
tato 'ntarikṣam utpatya irāvān api rākṣasam
dann flog auch Irāvān in den Luftraum empor, den Rākṣasa (Adv. + Akk. + Ger. + Nom. + Partikel + Akk.)
vimohayitvā māyābhis tasya gātrāṇi sāyakaiḥ
nachdem er ihn durch Illusionen verwirrt hatte, dessen Glieder mit Pfeilen (Ger. + Instr.Pl. + Gen. + Akk.Pl. + Instr.Pl.)
ciccheda sarvamarmajñaḥ kāmarūpo durāsadaḥ
zerschnitt er, der alle Verwundbarkeitspunkte Kennende, der nach Belieben Gestaltwandelnde, der Unnahbare (3.Sg.Perf. chid- + Nom.Bah. + Nom.Bah. + Nom.Bah.)

tathā sa rākṣasaśreṣṭhaḥ śaraiḥ kṛttaḥ punaḥ punaḥ saṃbabhūva mahārāja samavāpa ca yauvanam

So wurde jener beste der Rākṣasas, obwohl immer wieder von Pfeilen zerschnitten, [immer wieder neu] geboren, o Großkönig, und erlangte [dabei jedesmal] Jugend.

Wort für Wort
tathā sa rākṣasaśreṣṭhaḥ śaraiḥ kṛttaḥ punaḥ punaḥ
so wurde jener beste der Rākṣasas, obwohl immer wieder von Pfeilen zerschnitten (Adv. + Nom. + Nom. + Instr.Pl. + Nom.Part.Perf.Pass. + Adv. + Adv.)
saṃbabhūva mahārāja samavāpa ca yauvanam
[immer wieder neu] geboren, o Großkönig, und erlangte Jugend (3.Sg.Perf. sam-bhū- + Vok. + 3.Sg.Perf. sam-āp- + Partikel + Akk.)

māyā hi sahajā teṣāṃ vayo rūpaṃ ca kāmajam evaṃ tad rākṣasasyāṅgaṃ chinnaṃ chinnaṃ vyarohata

Denn Illusion ist ihnen [den Rākṣasas] angeboren, und Alter und Gestalt entstehen nach Belieben; so wuchs das Glied jenes Rākṣasas, immer wieder abgeschnitten, [stets] nach.

Wort für Wort
māyā hi sahajā teṣāṃ vayo rūpaṃ ca kāmajam
denn Illusion ist ihnen angeboren, und Alter und Gestalt entstehen nach Belieben (Nom. + Partikel + Nom.Bah. + Gen.Pl. + Nom. + Nom. + Partikel + Nom.Bah.)
evaṃ tad rākṣasasyāṅgaṃ chinnaṃ chinnaṃ vyarohata
so wuchs das Glied jenes Rākṣasas, immer wieder abgeschnitten, nach (Adv. + Nom. + Gen. + Nom. + Nom.Part.Perf.Pass. + Nom.Part.Perf.Pass. + 3.Sg.Impf. vi-ruh-)

irāvān api saṃkruddho rākṣasaṃ taṃ mahābalam paraśvadhena tīkṣṇena ciccheda ca punaḥ punaḥ

Irāvān auch, erzürnt, zerschnitt jenen mächtigen Rākṣasa immer wieder mit einer scharfen Axt.

Wort für Wort
irāvān api saṃkruddho rākṣasaṃ taṃ mahābalam
Irāvān auch, erzürnt, jenen mächtigen Rākṣasa (Nom. + Partikel + Nom.Bah. + Akk. + Akk. + Akk.Bah.)
paraśvadhena tīkṣṇena ciccheda ca punaḥ punaḥ
zerschnitt mit einer scharfen Axt immer wieder (Instr. + Instr. + 3.Sg.Perf. chid- + Partikel + Adv. + Adv.)

sa tena balinā vīraś chidyamāna iva drumaḥ rākṣaso vyanadad ghoraṃ sa śabdas tumulo 'bhavat

Er [der Rākṣasa], von jenem starken Helden wie ein gefällter Baum zerschnitten, brüllte schrecklich; jener Laut wurde tumultartig.

Wort für Wort
sa tena balinā vīraś chidyamāna iva drumaḥ
er, von jenem starken Helden wie ein gefällter Baum zerschnitten (Nom. + Instr. + Instr. + Nom. + Nom.Part.Präs.Pass. + Partikel + Nom.)
rākṣaso vyanadad ghoraṃ sa śabdas tumulo 'bhavat
der Rākṣasa brüllte schrecklich; jener Laut wurde tumultartig (Nom. + 3.Sg.Impf. vi-nad- + Akk. + Nom. + Nom. + Nom. + 3.Sg.Impf. bhū-)

paraśvadhakṣataṃ rakṣaḥ susrāva rudhiraṃ bahu tataś cukrodha balavāṃś cakre vegaṃ ca saṃyuge

Der durch die Axt verwundete Rākṣasa vergoss viel Blut; dann wurde der Starke zornig und steigerte seine Wucht im Kampf.

Wort für Wort
paraśvadhakṣataṃ rakṣaḥ susrāva rudhiraṃ bahu
der durch die Axt verwundete Rākṣasa vergoss viel Blut (Nom.Bah. + Nom. + 3.Sg.Perf. sru- + Akk. + Akk.)
tataś cukrodha balavāṃś cakre vegaṃ ca saṃyuge
dann wurde der Starke zornig und steigerte seine Wucht im Kampf (Adv. + 3.Sg.Perf. krudh- + Nom.Bah. + 3.Sg.Perf. kṛ- + Akk. + Partikel + Lok.)

ārśyaśṛṅgis tato dṛṣṭvā samare śatrum ūrjitam kṛtvā ghoraṃ mahad rūpaṃ grahītum upacakrame saṃgrāmaśiraso madhye sarveṣāṃ tatra paśyatām

Der Sohn des Ṛśyaśṛṅga, nun, als er seinen mächtigen Feind im Kampf sah, nahm eine schreckliche, riesige Gestalt an und begann, [den glorreichen Helden Irāvān, Arjunas Sohn,] inmitten der Spitze der Schlacht zu ergreifen, während dort alle zusahen.

Wort für Wort
ārśyaśṛṅgis tato dṛṣṭvā samare śatrum ūrjitam
der Sohn des Ṛśyaśṛṅga, nun, als er seinen mächtigen Feind im Kampf sah (Nom. + Adv. + Ger. + Lok. + Akk. + Akk.Bah.)
kṛtvā ghoraṃ mahad rūpaṃ grahītum upacakrame
nahm eine schreckliche, riesige Gestalt an und begann, [ihn] zu ergreifen (Ger. + Akk. + Akk. + Akk. + Inf. + 3.Sg.Perf. upa-kram-)
saṃgrāmaśiraso madhye sarveṣāṃ tatra paśyatām
inmitten der Spitze der Schlacht, während dort alle zusahen (Gen. + Lok. + Gen.Pl. + Adv. + Gen.Pl.Part.)

[Anm.: Der apparatus-Einschub V.64d*0346_01 ('arjunasya sutaṃ vīram irāvantaṃ yaśasvinam' - 'den glorreichen Helden Irāvān, Arjunas Sohn') wurde von der Übersetzung ausgeschlossen und ist als Objekt des Hauptsatzes in eckigen Klammern in der Übersetzung ergänzend angedeutet.]

tāṃ dṛṣṭvā tādṛśīṃ māyāṃ rākṣasasya mahātmanaḥ irāvān api saṃkruddho māyāṃ sraṣṭuṃ pracakrame

Als er jene derartige Illusion des hochbeseelten Rākṣasas sah, begann auch Irāvān, erzürnt, [eigene] Illusion zu erschaffen.

Wort für Wort
tāṃ dṛṣṭvā tādṛśīṃ māyāṃ rākṣasasya mahātmanaḥ
als er jene derartige Illusion des hochbeseelten Rākṣasas sah (Akk. + Ger. + Akk. + Akk. + Gen. + Gen.)
irāvān api saṃkruddho māyāṃ sraṣṭuṃ pracakrame
begann auch Irāvān, erzürnt, Illusion zu erschaffen (Nom. + Partikel + Nom.Bah. + Akk. + Inf. + 3.Sg.Perf. pra-kram-)

tasya krodhābhibhūtasya saṃyugeṣv anivartinaḥ yo 'nvayo mātṛkas tasya sa enam abhipedivān

Ihm, dem von Zorn überwältigten, in Kämpfen nie Zurückweichenden - dessen mütterliche Abstammung [seine Schlangenherkunft], die kam ihm zu Hilfe.

Wort für Wort
tasya krodhābhibhūtasya saṃyugeṣv anivartinaḥ
ihm, dem von Zorn überwältigten, in Kämpfen nie Zurückweichenden (Gen. + Gen.Bah. + Lok.Pl. + Gen.Bah.)
yo 'nvayo mātṛkas tasya sa enam abhipedivān
dessen mütterliche Abstammung, die kam ihm zu Hilfe (Rel.Nom. + Nom. + Nom.Bah. + Gen. + Nom. + Akk. + Nom.Part.Perf. abhi-pad-)

[Anm.: 'yo 'nvayo mātṛkas' (wörtl. 'die mütterliche Abstammung/Linie') bezieht sich auf Irāvāns Nāga-Erbe durch seine Mutter Ulūpī, das ihm nun beisteht.]

sa nāgair bahuśo rājan sarvataḥ saṃvṛto raṇe dadhāra sumahad rūpam ananta iva bhogavān tato bahuvidhair nāgaiś chādayām āsa rākṣasam

Er, von vielen Schlangen von allen Seiten im Kampf umgeben, o König, nahm eine sehr gewaltige Gestalt an, wie der schlangenreiche Ananta [Śeṣa]; dann bedeckte er den Rākṣasa mit vielfältigen Schlangen.

Wort für Wort
sa nāgair bahuśo rājan sarvataḥ saṃvṛto raṇe
er, von vielen Schlangen von allen Seiten im Kampf umgeben, o König (Nom. + Instr.Pl. + Adv. + Vok. + Adv. + Nom.Part.Perf.Pass. + Lok.)
dadhāra sumahad rūpam ananta iva bhogavān
nahm eine sehr gewaltige Gestalt an, wie der schlangenreiche Ananta (3.Sg.Perf. dhṛ- + Akk. + Akk. + Nom. + Partikel + Nom.Bah.)
tato bahuvidhair nāgaiś chādayām āsa rākṣasam
dann bedeckte er den Rākṣasa mit vielfältigen Schlangen (Adv. + Instr.Pl.Bah. + Instr.Pl. + 3.Sg.Perf.Kaus. chad- + Akk.)

chādyamānas tu nāgaiḥ sa dhyātvā rākṣasapuṃgavaḥ sauparṇaṃ rūpam āsthāya bhakṣayām āsa pannagān

Der Stier unter den Rākṣasas aber, von den Schlangen bedeckt, nahm, nachdem er meditiert hatte, die Gestalt Suparṇas [Garuḍas] an und verzehrte die Schlangen.

Wort für Wort
chādyamānas tu nāgaiḥ sa dhyātvā rākṣasapuṃgavaḥ
der Stier unter den Rākṣasas aber, von den Schlangen bedeckt, nachdem er meditiert hatte (Nom.Part.Präs.Pass. + Partikel + Instr.Pl. + Nom. + Ger. + Nom.)
sauparṇaṃ rūpam āsthāya bhakṣayām āsa pannagān
nahm die Gestalt Suparṇas an und verzehrte die Schlangen (Akk. + Akk. + Ger. + 3.Sg.Perf.Kaus. bhakṣ- + Akk.Pl.)

māyayā bhakṣite tasminn anvaye tasya mātṛke vimohitam irāvantam asinā rākṣaso 'vadhīt

Als jene mütterliche Abstammung durch die Illusion aufgezehrt war, erschlug der Rākṣasa den bestürzten Irāvān mit dem Schwert.

Wort für Wort
māyayā bhakṣite tasminn anvaye tasya mātṛke
als jene mütterliche Abstammung durch die Illusion aufgezehrt war (Instr. + Lok.Part.Perf.Pass. + Lok. + Lok. + Gen. + Lok.)
vimohitam irāvantam asinā rākṣaso 'vadhīt
erschlug der Rākṣasa den bestürzten Irāvān mit dem Schwert (Akk.Part.Perf.Pass. + Akk. + Instr. + Nom. + 3.Sg.Impf. vadh-)

sakuṇḍalaṃ samukuṭaṃ padmendusadṛśaprabham irāvataḥ śiro rakṣaḥ pātayām āsa bhūtale

Der Rākṣasa ließ Irāvāns Haupt, mit seinen Ohrringen, mit seiner Krone, strahlend wie Lotus und Mond, zu Boden fallen.

Wort für Wort
sakuṇḍalaṃ samukuṭaṃ padmendusadṛśaprabham
mit Ohrringen, mit Krone, strahlend wie Lotus und Mond (Akk.Bah. + Akk.Bah. + Akk.Bah.)
irāvataḥ śiro rakṣaḥ pātayām āsa bhūtale
Irāvāns Haupt ließ der Rākṣasa zu Boden fallen (Gen. + Akk. + Nom. + 3.Sg.Perf.Kaus. pat- + Lok.)

tasmiṃs tu nihate vīre rākṣasenārjunātmaje viśokāḥ samapadyanta dhārtarāṣṭrāḥ sarājakāḥ

Als aber jener Held, Arjunas Sohn, vom Rākṣasa getötet war, wurden die Söhne Dhṛtarāṣṭras, samt ihrem König, frei von Kummer.

Wort für Wort
tasmiṃs tu nihate vīre rākṣasenārjunātmaje
als aber jener Held, Arjunas Sohn, vom Rākṣasa getötet war (Lok. + Partikel + Lok.Part.Perf.Pass. + Lok. + Instr. + Lok.)
viśokāḥ samapadyanta dhārtarāṣṭrāḥ sarājakāḥ
wurden die Söhne Dhṛtarāṣṭras, samt ihrem König, frei von Kummer (Nom.Pl.Bah. + 3.Pl.Impf. sam-pad- + Nom.Pl. + Nom.Pl.Bah.)

tasmin mahati saṃgrāme tādṛśe bhairave punaḥ mahān vyatikaro ghoraḥ senayoḥ samapadyata

In jenem großen, so furchtbaren Kampf entstand wiederum ein gewaltiges, schreckliches Durcheinander zwischen den beiden Heeren.

Wort für Wort
tasmin mahati saṃgrāme tādṛśe bhairave punaḥ
in jenem großen, so furchtbaren Kampf wiederum (Lok. + Lok. + Lok. + Lok. + Lok. + Adv.)
mahān vyatikaro ghoraḥ senayoḥ samapadyata
entstand ein gewaltiges, schreckliches Durcheinander zwischen den beiden Heeren (Nom. + Nom. + Nom. + Gen.Du. + 3.Sg.Impf. sam-pad-)

hayā gajāḥ padātāś ca vimiśrā dantibhir hatāḥ rathāś ca dantinaś caiva pattibhis tatra sūditāḥ

Pferde, Elefanten und Fußsoldaten, durcheinandergemischt, wurden von Elefanten getötet; und Streitwagen und Elefanten wurden dort von Fußsoldaten vernichtet.

Wort für Wort
hayā gajāḥ padātāś ca vimiśrā dantibhir hatāḥ
Pferde, Elefanten und Fußsoldaten, durcheinandergemischt, wurden von Elefanten getötet (Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl.Bah. + Instr.Pl. + Nom.Pl.Part.Perf.Pass.)
rathāś ca dantinaś caiva pattibhis tatra sūditāḥ
und Streitwagen und Elefanten wurden dort von Fußsoldaten vernichtet (Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl. + Partikel + Instr.Pl. + Adv. + Nom.Pl.Part.Perf.Pass.)

tathā pattirathaughāś ca hayāś ca bahavo raṇe rathibhir nihatā rājaṃs tava teṣāṃ ca saṃkule

Ebenso wurden im Kampfgetümmel viele Scharen von Fußsoldaten und Streitwagen, und Pferde, sowohl von deinen [Leuten] als auch von jenen, durch Wagenkämpfer getötet, o König.

Wort für Wort
tathā pattirathaughāś ca hayāś ca bahavo raṇe
ebenso viele Scharen von Fußsoldaten und Streitwagen, und Pferde, im Kampf (Adv. + Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl. + Lok.)
rathibhir nihatā rājaṃs tava teṣāṃ ca saṃkule
wurden durch Wagenkämpfer getötet, o König, sowohl von deinen als auch von jenen, im Getümmel (Instr.Pl. + Nom.Pl.Part.Perf.Pass. + Vok. + Gen. + Gen.Pl. + Partikel + Lok.)

ajānann arjunaś cāpi nihataṃ putram aurasam jaghāna samare śūrān rājñas tān bhīṣmarakṣiṇaḥ

Und auch Arjuna, nicht wissend, dass sein leiblicher Sohn getötet worden war, erschlug im Kampf jene heldenhaften Könige, die von Bhīṣma beschützt wurden.

Wort für Wort
ajānann arjunaś cāpi nihataṃ putram aurasam
und auch Arjuna, nicht wissend, dass sein leiblicher Sohn getötet worden war (Nom.Part.Präs. + Nom. + Partikel + Akk.Part.Perf.Pass. + Akk. + Akk.Bah.)
jaghāna samare śūrān rājñas tān bhīṣmarakṣiṇaḥ
erschlug im Kampf jene heldenhaften Könige, die von Bhīṣma beschützt wurden (3.Sg.Perf. han- + Lok. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Akk.Pl.Bah.)

tathaiva tāvakā rājan sṛñjayāś ca mahābalāḥ juhvataḥ samare prāṇān nijaghnur itaretaram

Ebenso, o König, opferten deine Leute und die mächtigen Sṛñjayas im Kampf ihre Leben und erschlugen einander.

Wort für Wort
tathaiva tāvakā rājan sṛñjayāś ca mahābalāḥ
ebenso, o König, deine Leute und die mächtigen Sṛñjayas (Adv. + Nom.Pl. + Vok. + Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl.Bah.)
juhvataḥ samare prāṇān nijaghnur itaretaram
opferten im Kampf ihre Leben und erschlugen einander (Nom.Pl.Part.Präs. + Lok. + Akk.Pl. + 3.Pl.Perf. han- + Akk.)

muktakeśā vikavacā virathāś chinnakārmukāḥ bāhubhiḥ samayudhyanta samavetāḥ parasparam

Mit gelöstem Haar, ohne Panzer, ohne Wagen, mit zerschnittenen Bogen, kämpften sie mit ihren Armen, aufeinandergetroffen.

Wort für Wort
muktakeśā vikavacā virathāś chinnakārmukāḥ
mit gelöstem Haar, ohne Panzer, ohne Wagen, mit zerschnittenen Bogen (Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Bah.)
bāhubhiḥ samayudhyanta samavetāḥ parasparam
kämpften sie mit ihren Armen, aufeinandergetroffen (Instr.Pl. + 3.Pl.Impf. sam-yudh- + Nom.Pl.Part. + Adv.)

tathā marmātigair bhīṣmo nijaghāna mahārathān kampayan samare senāṃ pāṇḍavānāṃ mahābalaḥ

So erschlug Bhīṣma, der Mächtige, mit [Pfeilen], die die Verwundbarkeitspunkte durchdrangen, die großen Wagenkämpfer, und ließ dabei im Kampf das Heer der Pāṇḍavas erzittern.

Wort für Wort
tathā marmātigair bhīṣmo nijaghāna mahārathān
so erschlug Bhīṣma mit [Pfeilen], die die Verwundbarkeitspunkte durchdrangen, die großen Wagenkämpfer (Adv. + Instr.Pl.Bah. + Nom. + 3.Sg.Perf. han- + Akk.Pl.)
kampayan samare senāṃ pāṇḍavānāṃ mahābalaḥ
und ließ dabei im Kampf das Heer der Pāṇḍavas erzittern, der Mächtige (Nom.Part.Präs.Kaus. + Lok. + Akk. + Gen.Pl. + Nom.Bah.)

tena yaudhiṣṭhire sainye bahavo mānavā hatāḥ dantinaḥ sādinaś caiva rathino 'tha hayās tathā

Durch ihn wurden im Heer Yudhiṣṭhiras viele Menschen getötet - Elefanten, Reiter, und auch Wagenkämpfer, und ebenso Pferde.

Wort für Wort
tena yaudhiṣṭhire sainye bahavo mānavā hatāḥ
durch ihn wurden im Heer Yudhiṣṭhiras viele Menschen getötet (Instr. + Lok.Bah. + Lok. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.Part.Perf.Pass.)
dantinaḥ sādinaś caiva rathino 'tha hayās tathā
Elefanten, Reiter, und auch Wagenkämpfer, und ebenso Pferde (Nom.Pl. + Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl. + Adv. + Nom.Pl. + Adv.)

tatra bhārata bhīṣmasya raṇe dṛṣṭvā parākramam atyadbhutam apaśyāma śakrasyeva parākramam

Dort, o Bhārata, als wir Bhīṣmas Tapferkeit im Kampf sahen, erblickten wir [sie] als höchst wunderbar, wie die Tapferkeit Śakras [Indras].

Wort für Wort
tatra bhārata bhīṣmasya raṇe dṛṣṭvā parākramam
dort, o Bhārata, als wir Bhīṣmas Tapferkeit im Kampf sahen (Adv. + Vok. + Gen. + Lok. + Ger. + Akk.)
atyadbhutam apaśyāma śakrasyeva parākramam
erblickten wir sie als höchst wunderbar, wie die Tapferkeit Śakras (Akk.Bah. + 1.Pl.Impf. paś- + Gen. + Partikel + Akk.)

tathaiva bhīmasenasya pārṣatasya ca bhārata raudram āsīt tadā yuddhaṃ sātvatasya ca dhanvinaḥ

Und ebenso, o Bhārata, war damals der Kampf Bhīmasenas, und des Sohnes des Pṛṣata [Dhṛṣṭadyumna], und des Sātvata-Bogenschützen [Sātyaki] schrecklich.

Wort für Wort
tathaiva bhīmasenasya pārṣatasya ca bhārata
und ebenso, o Bhārata, [der Kampf] Bhīmasenas und des Sohnes des Pṛṣata (Adv. + Gen. + Gen. + Partikel + Vok.)
raudram āsīt tadā yuddhaṃ sātvatasya ca dhanvinaḥ
war damals der Kampf schrecklich, und des Sātvata-Bogenschützen (Nom.Bah. + 3.Sg.Impf. as- + Adv. + Nom. + Gen. + Partikel + Gen.Bah.)

dṛṣṭvā droṇasya vikrāntaṃ pāṇḍavān bhayam āviśat eka eva raṇe śakto hantum asmān sasainikān kiṃ punaḥ pṛthivīśūrair yodhavrātaiḥ samāvṛtaḥ ity abruvan mahārāja raṇe droṇena pīḍitāḥ

Als sie Droṇas Tapferkeit sahen, ergriff die Pāṇḍavas Furcht: Er allein sei im Kampf imstande, uns samt unserem Heer zu töten - wieviel mehr, wenn er von Scharen erdenbester Krieger umgeben sei! - so sprachen sie, o Großkönig, von Droṇa im Kampf bedrängt.

Wort für Wort
dṛṣṭvā droṇasya vikrāntaṃ pāṇḍavān bhayam āviśat
als sie Droṇas Tapferkeit sahen, ergriff die Pāṇḍavas Furcht (Ger. + Gen. + Akk. + Akk.Pl. + Akk. + 3.Sg.Impf. ā-viś-)
eka eva raṇe śakto hantum asmān sasainikān
er allein sei im Kampf imstande, uns samt unserem Heer zu töten (Nom. + Partikel + Lok. + Nom.Bah. + Inf. + Akk.Pl. + Akk.Pl.Bah.)
kiṃ punaḥ pṛthivīśūrair yodhavrātaiḥ samāvṛtaḥ
wieviel mehr, wenn er von Scharen erdenbester Krieger umgeben sei (Interrog. + Adv. + Instr.Pl.Bah. + Instr.Pl. + Nom.Part.Perf.Pass.)
ity abruvan mahārāja raṇe droṇena pīḍitāḥ
so sprachen sie, o Großkönig, von Droṇa im Kampf bedrängt (Partikel + 3.Pl.Impf. brū- + Vok. + Lok. + Instr. + Nom.Pl.Part.Perf.Pass.)

[Anm.: V.82-V.83 zu einer Einheit verbunden. Die eingebettete kollektive Furchtäußerung der Pāṇḍava-Krieger ('eka eva raṇe śakto hantum asmān...') wurde als indirekte Rede ohne CQ-Marker wiedergegeben, gemäß dem Präzedenzfall generischer, nicht einzeln zugeschriebener kollektiver Redewendungen.]

vartamāne tathā raudre saṃgrāme bharatarṣabha ubhayoḥ senayoḥ śūrā nāmṛṣyanta parasparam

Während so jener schreckliche Kampf andauerte, o Stier der Bharatas, konnten die Helden beider Heere einander nicht ertragen.

Wort für Wort
vartamāne tathā raudre saṃgrāme bharatarṣabha
während so jener schreckliche Kampf andauerte, o Stier der Bharatas (Lok. + Adv. + Lok. + Lok. + Vok.)
ubhayoḥ senayoḥ śūrā nāmṛṣyanta parasparam
konnten die Helden beider Heere einander nicht ertragen (Gen.Du. + Gen.Du. + Nom.Pl. + Neg.+3.Pl.Impf. mṛṣ- + Adv.)

āviṣṭā iva yudhyante rakṣobhūtā mahābalāḥ tāvakāḥ pāṇḍaveyāś ca saṃrabdhās tāta dhanvinaḥ

Wie besessen kämpften sie, zu mächtigen Rākṣasas geworden - deine Leute und die Pāṇḍava-Leute, wütende Bogenschützen, mein Sohn.

Wort für Wort
āviṣṭā iva yudhyante rakṣobhūtā mahābalāḥ
wie besessen kämpften sie, zu mächtigen Rākṣasas geworden (Nom.Pl.Part. + Partikel + 3.Pl.Präs. yudh- + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Bah.)
tāvakāḥ pāṇḍaveyāś ca saṃrabdhās tāta dhanvinaḥ
deine Leute und die Pāṇḍava-Leute, wütende Bogenschützen, mein Sohn (Nom.Pl. + Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl.Part. + Vok. + Nom.Pl.Bah.)

na sma paśyāmahe kaṃ cid yaḥ prāṇān parirakṣati saṃgrāme daityasaṃkāśe tasmin yoddhā narādhipa

Wir sahen niemanden unter den Kriegern dort, o Herrscher der Menschen, der [sein] Leben schützte, in jenem Kampf, der einem Daitya-Kampf glich.‘

Wort für Wort
na sma paśyāmahe kaṃ cid yaḥ prāṇān parirakṣati
wir sahen niemanden, der [sein] Leben schützte (Neg. + Partikel + 1.Pl.Präs. paś- + Interrog. + Partikel + Rel.Nom. + Akk.Pl. + 3.Sg.Präs. pari-rakṣ-)
saṃgrāme daityasaṃkāśe tasmin yoddhā narādhipa
unter den Kriegern in jenem Kampf, der einem Daitya-Kampf glich, o Herrscher der Menschen (Lok. + Lok.Bah. + Lok. + Nom. + Vok.)

[SQ/CQ-Hinweis: SQ_CLOSE am Ende dieser Einheit - hier endet Saṃjayas seit Kap.85 Einheit 6 offene Rede, da Kap.87 mit Dhṛtarāṣṭras echter neuer Frage ('dhṛtarāṣṭra uvāca') beginnt.]

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