Kap.86 (V.1-86, Śloka) setzt Saṃjayas seit Kap.85 Einheit 6 offene Rede fort (der Kapitelbeginn 'saṃjaya uvāca' ist eine bloße Wiederholung, kein SQ_OPEN). Das Kapitel schildert den Tod Irāvāns, des Sohnes Arjunas von der Nāgī Ulūpī: seine Herkunft und sein Zusammentreffen mit Arjuna in Indras Welt (Einheiten 4-11), seinen Kampf gegen die Söhne Subalas (Einheiten 20-36), und seinen finalen Illusions-Zweikampf mit dem von Duryodhana entsandten Rākṣasa Ārśyaśṛṅgi, der ihn schließlich tötet (Einheiten 37-60). Da Kap.87 mit Dhṛtarāṣṭras echter neuer Frage beginnt ('dhṛtarāṣṭra uvāca'), schließt Saṃjayas gesamte, seit Kap.85 Einheit 6 offene SQ-Rede am Ende dieses Kapitels (SQ_CLOSE in der letzten Einheit). Vier in sich geschlossene CQ-Reden: Irāvāns Selbstvorstellung vor Arjuna (Einheit 8), Arjunas Anweisung an Irāvān (Einheit 11), Irāvāns Befehl an seine Krieger (Einheit 21) und Duryodhanas Rede an den Rākṣasa (Einheit 37). Apparatus-Einschübe an V.4b*0341_01, V.11b*0342_01, V.11d*0343_01, V.14d*0344_01-06 (ein ganzer Dialog-Einschub zwischen Airāvata und Arjuna), V.49d*0345_01 und V.64d*0346_01 wurden von der Übersetzung ausgeschlossen und in den Anm. dokumentiert. V.82-83 (kollektive Furcht der Pāṇḍava-Krieger vor Droṇa) als indirekte Rede ohne CQ-Marker wiedergegeben, gemäß dem etablierten Präzedenzfall. Marker-Bilanz: SQ_OPEN=0, SQ_CLOSE=1, CQ_OPEN=4, CQ_CLOSE=4.
tataḥ kāmbojamukhyānāṃ nadījānāṃ ca vājinām āraṭṭānāṃ mahījānāṃ sindhujānāṃ ca sarvaśaḥ vanāyujānāṃ śubhrāṇāṃ tathā parvatavāsinām ye cāpare tittirajā javanā vātaraṃhasaḥ suvarṇālaṃkṛtair etair varmavadbhiḥ sukalpitaiḥ hayair vātajavair mukhyaiḥ pāṇḍavasya suto balī abhyavartata tat sainyaṃ hṛṣṭarūpaḥ paraṃtapaḥ
Dann rückte der starke Sohn des Pāṇḍava [Irāvān], freudig, der Bedränger der Feinde, mit diesen goldgeschmückten, gepanzerten, wohlausgestatteten, windschnellen, vorzüglichen Pferden gegen jenes Heer vor: mit vorzüglichen Kambojas-Rossen und flussgeborenen Pferden, mit Āraṭṭa- und erdgeborenen und überall Sindhu-geborenen Pferden, mit waldgeborenen weißen und ebenso bergbewohnenden, und mit anderen, tittira-geborenen, windgeschwinden, windartig schnellen [Rossen].
Wort für Wort
tataḥ kāmbojamukhyānāṃ nadījānāṃ ca vājinām
dann mit vorzüglichen Kambojas-Rossen und flussgeborenen Pferden (Adv. + Gen.Pl. + Gen.Pl. + Partikel + Gen.Pl.)
āraṭṭānāṃ mahījānāṃ sindhujānāṃ ca sarvaśaḥ
mit Āraṭṭa- und erdgeborenen und überall Sindhu-geborenen [Pferden] (Gen.Pl. + Gen.Pl. + Gen.Pl. + Partikel + Adv.)
vanāyujānāṃ śubhrāṇāṃ tathā parvatavāsinām
mit waldgeborenen weißen und ebenso bergbewohnenden [Pferden] (Gen.Pl. + Gen.Pl. + Adv. + Gen.Pl.)
ye cāpare tittirajā javanā vātaraṃhasaḥ
und mit anderen, tittira-geborenen, windgeschwinden, windartig schnellen [Pferden] (Rel.Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.)
suvarṇālaṃkṛtair etair varmavadbhiḥ sukalpitaiḥ
mit diesen goldgeschmückten, gepanzerten, wohlausgestatteten (Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
hayair vātajavair mukhyaiḥ pāṇḍavasya suto balī
windschnellen, vorzüglichen Pferden, der starke Sohn des Pāṇḍava (Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Gen. + Nom. + Nom.)
abhyavartata tat sainyaṃ hṛṣṭarūpaḥ paraṃtapaḥ
rückte gegen jenes Heer vor, freudig, der Bedränger der Feinde (3.Sg.Impf. abhi-vṛt- + Akk. + Akk. + Nom.Bah. + Nom.)
[Anm.: V.3-V.5 bilden einen zusammenhängenden Satz (Aufzählung der Pferdearten in einer langen Instrumentalreihe, kulminierend im Hauptverb 'abhyavartata') und wurden zu einer Einheit verbunden. Der apparatus-Einschub V.4b*0341_01 ('vājināṃ bahubhiḥ saṃkhye samantāt paryavārayan' - 'mit vielen Pferden im Kampf wurde er allseits umgeben') wurde von der Übersetzung ausgeschlossen.]
Sie [Ulūpī] war, kinderlos, elend und niedergeschlagenen Sinnes, nachdem ihr Gatte von Suparṇa [Garuḍa] erschlagen worden war, vom hochbeseelten Airāvata [dem Schlangenkönig] [dem Arjuna] gegeben worden; und Pārtha nahm sie, die dem Verlangen [ihres eigenen Wunsches] folgte, zur Gattin; so wurde dieser Sohn Arjunas gezeugt - in einem fremden Feld [d.h. im Erbrecht des verstorbenen früheren Gatten].
Wort für Wort
airāvatena sā dattā anapatyā mahātmanā
sie, kinderlos, wurde vom hochbeseelten Airāvata gegeben (Instr. + Nom. + Nom.Part.Perf.Pass. + Nom.Bah. + Instr.)
patyau hate suparṇena kṛpaṇā dīnacetanā
nachdem ihr Gatte von Suparṇa erschlagen worden war, elend und niedergeschlagenen Sinnes (Lok.Abs. + Lok.Part.Perf.Pass. + Instr. + Nom. + Nom.Bah.)
bhāryārthaṃ tāṃ ca jagrāha pārthaḥ kāmavaśānugām
und Pārtha nahm sie, die dem Verlangen folgte, zur Gattin (Adv. + Akk. + Partikel + 3.Sg.Perf. grah- + Nom. + Akk.Bah.)
evam eṣa samutpannaḥ parakṣetre 'rjunātmajaḥ
so wurde dieser Sohn Arjunas in einem fremden Feld gezeugt (Adv. + Nom. + Nom.Part.Perf. sam-ut-pad- + Lok. + Nom.)
[Anm.: V.7-V.8 bilden einen zusammenhängenden Satz und wurden zu einer Einheit verbunden. Die Passage ist stellenweise unklar [?]: sie deutet an, dass Ulūpī vor ihrer Verbindung mit Arjuna bereits verheiratet war und ihr erster Gatte von Suparṇa (Garuḍa, dem Erzfeind der Schlangen) getötet worden war; 'parakṣetre' ('in fremdem Feld') spielt wohl auf die altindische Rechtsvorstellung an, wonach ein durch einen anderen Mann gezeugtes Kind rechtlich dem 'Feld' (der Frau bzw. ihrem [verstorbenen] Gatten) zugerechnet wird.]
sa nāgaloke saṃvṛddho mātrā ca parirakṣitaḥ pitṛvyeṇa parityaktaḥ pārthadveṣād durātmanā
Er wuchs in der Welt der Schlangen heran, von der Mutter behütet, [doch] von seinem bösgesinnten Onkel väterlicherseits aus Hass gegen den Pārtha verlassen.
Wort für Wort
sa nāgaloke saṃvṛddho mātrā ca parirakṣitaḥ
er wuchs in der Welt der Schlangen heran, von der Mutter behütet (Nom. + Lok. + Nom.Part.Perf. + Instr. + Partikel + Nom.Part.Perf.Pass.)
pitṛvyeṇa parityaktaḥ pārthadveṣād durātmanā
von seinem bösgesinnten Onkel väterlicherseits aus Hass gegen den Pārtha verlassen (Instr. + Nom.Part.Perf.Pass. + Abl. + Instr.Bah.)
Schön von Gestalt, mit Tapferkeit begabt, tugendhaft, von wahrhafter Heldenkraft - er ging schnell in Indras Welt, als er gehört hatte, dass Arjuna dorthin gegangen war.
Wort für Wort
rūpavān vīryasaṃpanno guṇavān satyavikramaḥ
schön von Gestalt, mit Tapferkeit begabt, tugendhaft, von wahrhafter Heldenkraft (Nom.Bah. + Nom.Bah. + Nom.Bah. + Nom.Bah.)
indralokaṃ jagāmāśu śrutvā tatrārjunaṃ gatam
er ging schnell in Indras Welt, als er gehört hatte, dass Arjuna dorthin gegangen war (Akk. + 3.Sg.Perf. gam- + Adv. + Ger. + Adv. + Akk. + Akk.Part.Perf.)
so 'bhigamya mahātmānaṃ pitaraṃ satyavikramam abhyavādayad avyagro vinayena kṛtāñjaliḥ irāvān asmi bhadraṃ te putraś cāhaṃ tavābhibho
Er, zu seinem hochbeseelten, wahrhaft heldenhaften Vater herangetreten, grüßte ihn, ungestört, ehrerbietig, mit gefalteten Händen: „Ich bin Irāvān, Heil dir, und ich bin dein Sohn, o Herr.“
Wort für Wort
so 'bhigamya mahātmānaṃ pitaraṃ satyavikramam
er, zu seinem hochbeseelten, wahrhaft heldenhaften Vater herangetreten (Nom. + Ger. + Akk. + Akk. + Akk.Bah.)
'Ich bin Irāvān, Heil dir, und ich bin dein Sohn, o Herr' (Nom. + 1.Sg.Präs. as- + Nom. + Gen. + Nom. + Partikel + Nom. + Gen. + Vok.)
[Anm.: V.11 (Hauptteil) zu einer Einheit verbunden; CQ_OPEN/CQ_CLOSE um Irāvāns kurze, in sich geschlossene Selbstvorstellung. Die apparatus-Einschübe V.11b*0342_01 ('uvāca vacanaṃ rājann ulūpītanayas tadā' - 'da sprach der Sohn Ulūpīs dieses Wort, o König') und V.11d*0343_01 ('nyavedayata cātmānam arjunasya mahātmanaḥ' - 'und er machte sich dem hochbeseelten Arjuna bekannt') wurden von der Übersetzung ausgeschlossen.]
so 'rjunena samājñapto devaloke tadā nṛpa prītipūrvaṃ mahābāhuḥ svakāryaṃ prati bhārata yuddhakāle tvayāsmākaṃ sāhyaṃ deyam iti prabho
Er wurde damals in der Welt der Götter von Arjuna, dem Mächtigarmigen, liebevoll unterwiesen, o König, hinsichtlich seiner eigenen Aufgabe, o Bhārata: „Zur Zeit der Schlacht soll von dir uns Hilfe gegeben werden“, o Herr.
Wort für Wort
so 'rjunena samājñapto devaloke tadā nṛpa
er wurde damals in der Welt der Götter von Arjuna unterwiesen, o König (Nom. + Instr. + Nom.Part.Perf.Pass. + Lok. + Adv. + Vok.)
prītipūrvaṃ mahābāhuḥ svakāryaṃ prati bhārata
liebevoll, der Mächtigarmige, hinsichtlich seiner eigenen Aufgabe, o Bhārata (Adv. + Nom. + Akk. + Präp. + Vok.)
yuddhakāle tvayāsmākaṃ sāhyaṃ deyam iti prabho
'Zur Zeit der Schlacht soll von dir uns Hilfe gegeben werden', o Herr (Lok. + Instr. + Gen. + Nom. + Nom.Part.Ger. + Partikel + Vok.)
[Anm.: V.14 (Hauptteil, ohne den apparatus-Einschub) zu einer Einheit verbunden. CQ_OPEN/CQ_CLOSE um Arjunas kurze Anweisung an Irāvān. Der umfangreiche apparatus-Einschub V.14d*0344_01 bis *0344_06 (sechs Zeilen) enthält einen eigenen Dialog, in dem sich der Sprecher [wohl Airāvata, der Schlangenkönig] Arjuna als Diener und Sohn anbietet und Arjuna ihn liebevoll umarmend antwortet; dieser Einschub wurde von der Übersetzung ausgeschlossen.]
te tvadīyān samāsādya hayasaṃghān mahājavān kroḍaiḥ kroḍān abhighnanto ghoṇābhiś ca parasparam nipetuḥ sahasā rājan suvegābhihatā bhuvi
Jene, nachdem sie auf deine sehr schnellen Pferdeherden gestoßen waren, Brust an Brust und Schnauze an Schnauze einander schlagend, fielen plötzlich zu Boden, o König, von großer Wucht getroffen.
Wort für Wort
te tvadīyān samāsādya hayasaṃghān mahājavān
jene, nachdem sie auf deine sehr schnellen Pferdeherden gestoßen waren (Nom.Pl. + Akk.Pl. + Ger. + Akk.Pl. + Akk.Pl.)
kroḍaiḥ kroḍān abhighnanto ghoṇābhiś ca parasparam
Brust an Brust und Schnauze an Schnauze einander schlagend (Instr.Pl. + Akk.Pl. + Nom.Part.Präs. + Instr.Pl. + Partikel + Adv.)
nipetuḥ sahasā rājan suvegābhihatā bhuvi
fielen plötzlich zu Boden, o König, von großer Wucht getroffen (3.Pl.Perf. ni-pat- + Adv. + Vok. + Nom.Pl.Part. + Lok.)
Gaja, Gavākṣa, Vṛṣaka, Carmavat, Ārjava [und] Śuka - diese sechs, mit Kraft begabt, zogen aus dem großen Heer aus, indem sie an Berührung dem Windstoß gleiche, an Schnelligkeit dem Wind gleiche, wohlgestaltete, in der Blüte ihrer Jahre stehende, vorzügliche Rosse bestiegen; obwohl von Śakuni und ihren eigenen mächtigen Kriegern zurückgehalten, gepanzert, kampferfahren, von schrecklicher Gestalt, gewaltig - jenes Heer, o Mächtigarmiger, äußerst schwer zu bezwingen, durchbrechend, mit großer Kraft ausgestattet, nach dem Sieg trachtend, der zum Himmel führt, drangen jene Gāndhāras, damals freudig, kampfberauscht, [hindurch].
Wort für Wort
vāyuvegasamasparśā jave vāyusamāṃs tathā
an Berührung dem Windstoß gleiche, an Schnelligkeit dem Wind gleiche (Nom.Pl.Bah. + Lok. + Akk.Pl.Bah. + Adv.)
āruhya śīlasaṃpannān vayaḥsthāṃs turagottamān
wohlgestaltete, in der Blüte ihrer Jahre stehende, vorzügliche Rosse bestiegen (Ger. + Akk.Pl.Bah. + Akk.Pl.Bah. + Akk.Pl.)
[Anm.: V.23-V.26 bilden einen zusammenhängenden Satz und wurden zu einer Einheit verbunden. Vier der sechs genannten Söhne Subalas (Gaja, Gavākṣa, Carmavat, Ārjava) erscheinen erstmals; Vṛṣaka und Śuka wurden bereits im Glossar erfasst (Śuka hier als eigener Glossareintrag von Vyāsas gleichnamigem Sohn unterschieden).]
Als er sie damals eingedrungen sah, sprach auch der tapfere Irāvān zu [seinen] mit wunderbarem Schmuck und Waffen [versehenen] Kriegern im Kampf: „So soll die Kriegsführung eingerichtet werden, dass all diese Krieger des Sohnes Dhṛtarāṣṭras, samt ihren Gefolgsleuten und Reittieren, im Kampf erschlagen werden.“
Wort für Wort
tān praviṣṭāṃs tadā dṛṣṭvā irāvān api vīryavān
als er sie damals eingedrungen sah, [sprach] auch der tapfere Irāvān (Akk.Pl. + Akk.Pl.Part.Perf. + Adv. + Ger. + Nom. + Partikel + Nom.Bah.)
abravīt samare yodhān vicitrābharaṇāyudhān
sprach zu [seinen] mit wunderbarem Schmuck und Waffen [versehenen] Kriegern im Kampf (3.Sg.Impf. brū- + Lok. + Akk.Pl. + Akk.Pl.Bah.)
yathaite dhārtarāṣṭrasya yodhāḥ sānugavāhanāḥ
'so [soll es geschehen], dass diese Krieger des Sohnes Dhṛtarāṣṭras, samt ihren Gefolgsleuten und Reittieren (Adv. + Nom.Pl. + Gen. + Nom.Pl. + Nom.Pl.Bah.)
hanyante samare sarve tathā nītir vidhīyatām
alle im Kampf erschlagen werden - so soll die Kriegsführung eingerichtet werden' (3.Pl.Präs.Pass. han- + Lok. + Nom.Pl. + Adv. + Nom. + 3.Sg.Impv.Pass. vidhā-)
[Anm.: V.27-V.28 zu einer Einheit verbunden. CQ_OPEN/CQ_CLOSE um Irāvāns in sich geschlossenen Befehl an seine Krieger.]
tad anīkam anīkena samare vīkṣya pātitam amṛṣyamāṇās te sarve subalasyātmajā raṇe irāvantam abhidrutya sarvataḥ paryavārayan
Als sie sahen, wie jenes Heer im Kampf von [Irāvāns] Heer zu Fall gebracht wurde, es nicht ertragend, stürmten alle jene Söhne Subalas im Kampf auf Irāvān zu und umzingelten ihn von allen Seiten.
Wort für Wort
tad anīkam anīkena samare vīkṣya pātitam
als sie sahen, wie jenes Heer im Kampf von [Irāvāns] Heer zu Fall gebracht wurde (Akk. + Akk. + Instr. + Lok. + Ger. + Akk.Part.Perf.Pass.)
amṛṣyamāṇās te sarve subalasyātmajā raṇe
es nicht ertragend, alle jene Söhne Subalas im Kampf (Nom.Pl.Part. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Gen. + Nom.Pl. + Lok.)
irāvantam abhidrutya sarvataḥ paryavārayan
stürmten auf Irāvān zu und umzingelten ihn von allen Seiten (Akk. + Ger. + Adv. + 3.Pl.Impf. pari-ā-vṛ-)
Irāvān, nun von den scharfen, gewaltigen Speeren durchbohrt (Nom. + Adv. + Nom.Part.Perf.Pass. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
sravatā rudhireṇāktas tottrair viddha iva dvipaḥ
mit fließendem Blut besudelt, war wie ein von Stachelstöcken getroffener Elefant (Instr.Part. + Instr. + Nom.Part.Perf.Pass. + Instr.Pl. + Nom.Part.Perf.Pass. + Partikel + Nom.)
urasy api ca pṛṣṭhe ca pārśvayoś ca bhṛśāhataḥ eko bahubhir atyarthaṃ dhairyād rājan na vivyathe
Sowohl an der Brust als auch am Rücken und an beiden Seiten heftig getroffen - einer gegen viele, übermäßig -, wankte er dennoch nicht, aus Standhaftigkeit, o König.
Wort für Wort
urasy api ca pṛṣṭhe ca pārśvayoś ca bhṛśāhataḥ
sowohl an der Brust als auch am Rücken und an beiden Seiten heftig getroffen (Lok. + Partikel + Partikel + Lok. + Partikel + Lok.Du. + Partikel + Nom.Bah.)
eko bahubhir atyarthaṃ dhairyād rājan na vivyathe
einer gegen viele, übermäßig, wankte er dennoch nicht, aus Standhaftigkeit, o König (Nom. + Instr.Pl. + Adv. + Abl. + Vok. + Neg. + 3.Sg.Perf. vyath-)
athābhyāśagatānāṃ sa khaḍgenāmitrakarśanaḥ upahastāvahastābhyāṃ teṣāṃ gātrāṇy akṛntata
Dann zerschnitt er, der Bedränger der Feinde, mit dem Schwert, durch Hand- und Gegenhandstreiche, die Glieder derer, die nahegekommen waren.
Wort für Wort
athābhyāśagatānāṃ sa khaḍgenāmitrakarśanaḥ
dann [zerschnitt] er, der Bedränger der Feinde, mit dem Schwert, derer, die nahegekommen waren (Adv. + Gen.Pl.Part.Perf. + Nom. + Instr. + Nom.Bah.)
upahastāvahastābhyāṃ teṣāṃ gātrāṇy akṛntata
durch Hand- und Gegenhandstreiche, die Glieder derer (Instr.Du. + Gen.Pl. + Akk.Pl. + 3.Sg.Impf. kṛt-)
[Anm.: 'upahastāvahastābhyāṃ' (wörtl. 'mit Hand- und Gegenhand[-streichen]') ist unklar [?] - bezeichnet vermutlich zwei verschiedene Schwerttechniken (Vor- und Rückhandstreich); hier behelfsmäßig wiedergegeben.]
tān sarvān patitān dṛṣṭvā bhīto duryodhanas tataḥ abhyabhāṣata saṃkruddho rākṣasaṃ ghoradarśanam ārśyaśṛṅgiṃ maheṣvāsaṃ māyāvinam ariṃdamam vairiṇaṃ bhīmasenasya pūrvaṃ bakavadhena vai paśya vīra yathā hy eṣa phalgunasya suto balī māyāvī vipriyaṃ ghoram akārṣīn me balakṣayam tvaṃ ca kāmagamas tāta māyāstre ca viśāradaḥ kṛtavairaś ca pārthena tasmād enaṃ raṇe jahi
Als er sie alle gefallen sah, sprach Duryodhana, erschrocken, dann erzürnt zu dem furchtbar aussehenden Rākṣasa, dem Sohn des Ṛśyaśṛṅga, dem Großbogenschützen, dem Meister der Illusionskunst, dem Bezwinger der Feinde, dem Feind Bhīmasenas wegen der einstigen Tötung Bakas: „Sieh, Held, wie dieser starke Sohn des Phalguna [Irāvān], der Illusionskundige, mir Übles, Schreckliches angetan hat - die Vernichtung meines Heeres! Und du kannst nach Belieben gehen, mein Lieber, und bist kundig in der Illusionswaffe, und du hast Feindschaft mit dem Pārtha [Arjuna] - darum töte diesen im Kampf!“
Wort für Wort
tān sarvān patitān dṛṣṭvā bhīto duryodhanas tataḥ
als er sie alle gefallen sah, sprach Duryodhana, erschrocken, dann (Akk.Pl. + Akk.Pl. + Ger. + Nom. + Nom. + Adv.)
abhyabhāṣata saṃkruddho rākṣasaṃ ghoradarśanam
erzürnt zu dem furchtbar aussehenden Rākṣasa (3.Sg.Impf. abhi-bhāṣ- + Nom.Bah. + Akk. + Akk.Bah.)
ārśyaśṛṅgiṃ maheṣvāsaṃ māyāvinam ariṃdamam
dem Sohn des Ṛśyaśṛṅga, dem Großbogenschützen, dem Meister der Illusionskunst, dem Bezwinger der Feinde (Akk. + Akk. + Akk. + Akk.)
vairiṇaṃ bhīmasenasya pūrvaṃ bakavadhena vai
dem Feind Bhīmasenas wegen der einstigen Tötung Bakas (Akk. + Gen. + Adv. + Instr. + Partikel)
paśya vīra yathā hy eṣa phalgunasya suto balī
'Sieh, Held, wie dieser starke Sohn des Phalguna (Impv. paś- + Vok. + Partikel + Partikel + Nom. + Gen. + Nom. + Nom.)
māyāvī vipriyaṃ ghoram akārṣīn me balakṣayam
der Illusionskundige, mir Übles, Schreckliches angetan hat - die Vernichtung meines Heeres (Nom. + Akk. + Akk. + 3.Sg.Aor. kṛ- + Gen. + Akk.)
tvaṃ ca kāmagamas tāta māyāstre ca viśāradaḥ
und du kannst nach Belieben gehen, mein Lieber, und bist kundig in der Illusionswaffe (Nom. + Partikel + Nom.Bah. + Vok. + Lok. + Partikel + Nom.Bah.)
kṛtavairaś ca pārthena tasmād enaṃ raṇe jahi
und du hast Feindschaft mit dem Pārtha - darum töte diesen im Kampf!' (Nom.Bah. + Partikel + Instr. + Adv. + Akk. + Lok. + Impv. han-)
[Anm.: V.44-V.47 bilden einen zusammenhängenden Satz und wurden zu einer Einheit verbunden. CQ_OPEN/CQ_CLOSE um Duryodhanas in sich geschlossene Rede an den Rākṣasa. Der Rākṣasa wird hier nur mit dem Patronymikon 'Ārśyaśṛṅgi' ('Sohn des Ṛśyaśṛṅga') und als 'rākṣasa' bezeichnet, ohne Eigenname; neuer Glossareintrag angelegt.]
Umgeben von seinen eigenen Truppen, begleitet von seinen wohlberittenen, kampferfahrenen, mit blanken Speeren kämpfenden, schlagkräftigen Helden, wünschte er, den mächtigen Irāvān im Kampf zu töten.
Wort für Wort
svārūḍhair yuddhakuśalair vimalaprāsayodhibhiḥ
von seinen wohlberittenen, kampferfahrenen, mit blanken Speeren kämpfenden (Instr.Pl.Bah. + Instr.Pl.Bah. + Instr.Pl.Bah.)
vīraiḥ prahāribhir yuktaḥ svair anīkaiḥ samāvṛtaḥ
Helden, schlagkräftigen, begleitet, umgeben von seinen eigenen Truppen (Instr.Pl. + Instr.Pl.Bah. + Nom.Part.Perf.Pass. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Nom.Part.Perf.Pass.)
nihantukāmaḥ samare irāvantaṃ mahābalam
wünschte, den mächtigen Irāvān im Kampf zu töten (Nom.Bah. + Lok. + Akk. + Akk.)
[Anm.: Der apparatus-Einschub V.49d*0345_01 ('hataśeṣair mahārāja dvisāhasrair hayottamaiḥ' - 'mit den zweitausend nach dem Gemetzel verbliebenen vorzüglichen Pferden, o Großkönig') wurde von der Übersetzung ausgeschlossen.]
tato 'ntarikṣam utpatya irāvān api rākṣasam vimohayitvā māyābhis tasya gātrāṇi sāyakaiḥ ciccheda sarvamarmajñaḥ kāmarūpo durāsadaḥ
Dann flog auch Irāvān in den Luftraum empor, und nachdem er den Rākṣasa durch [eigene] Illusionen verwirrt hatte, zerschnitt er, der alle Verwundbarkeitspunkte Kennende, der nach Belieben Gestaltwandelnde, der Unnahbare, dessen Glieder mit Pfeilen.
Wort für Wort
tato 'ntarikṣam utpatya irāvān api rākṣasam
dann flog auch Irāvān in den Luftraum empor, den Rākṣasa (Adv. + Akk. + Ger. + Nom. + Partikel + Akk.)
vimohayitvā māyābhis tasya gātrāṇi sāyakaiḥ
nachdem er ihn durch Illusionen verwirrt hatte, dessen Glieder mit Pfeilen (Ger. + Instr.Pl. + Gen. + Akk.Pl. + Instr.Pl.)
ciccheda sarvamarmajñaḥ kāmarūpo durāsadaḥ
zerschnitt er, der alle Verwundbarkeitspunkte Kennende, der nach Belieben Gestaltwandelnde, der Unnahbare (3.Sg.Perf. chid- + Nom.Bah. + Nom.Bah. + Nom.Bah.)
tathā sa rākṣasaśreṣṭhaḥ śaraiḥ kṛttaḥ punaḥ punaḥ saṃbabhūva mahārāja samavāpa ca yauvanam
So wurde jener beste der Rākṣasas, obwohl immer wieder von Pfeilen zerschnitten, [immer wieder neu] geboren, o Großkönig, und erlangte [dabei jedesmal] Jugend.
Wort für Wort
tathā sa rākṣasaśreṣṭhaḥ śaraiḥ kṛttaḥ punaḥ punaḥ
so wurde jener beste der Rākṣasas, obwohl immer wieder von Pfeilen zerschnitten (Adv. + Nom. + Nom. + Instr.Pl. + Nom.Part.Perf.Pass. + Adv. + Adv.)
saṃbabhūva mahārāja samavāpa ca yauvanam
[immer wieder neu] geboren, o Großkönig, und erlangte Jugend (3.Sg.Perf. sam-bhū- + Vok. + 3.Sg.Perf. sam-āp- + Partikel + Akk.)
māyā hi sahajā teṣāṃ vayo rūpaṃ ca kāmajam evaṃ tad rākṣasasyāṅgaṃ chinnaṃ chinnaṃ vyarohata
Denn Illusion ist ihnen [den Rākṣasas] angeboren, und Alter und Gestalt entstehen nach Belieben; so wuchs das Glied jenes Rākṣasas, immer wieder abgeschnitten, [stets] nach.
Wort für Wort
māyā hi sahajā teṣāṃ vayo rūpaṃ ca kāmajam
denn Illusion ist ihnen angeboren, und Alter und Gestalt entstehen nach Belieben (Nom. + Partikel + Nom.Bah. + Gen.Pl. + Nom. + Nom. + Partikel + Nom.Bah.)
evaṃ tad rākṣasasyāṅgaṃ chinnaṃ chinnaṃ vyarohata
so wuchs das Glied jenes Rākṣasas, immer wieder abgeschnitten, nach (Adv. + Nom. + Gen. + Nom. + Nom.Part.Perf.Pass. + Nom.Part.Perf.Pass. + 3.Sg.Impf. vi-ruh-)
ārśyaśṛṅgis tato dṛṣṭvā samare śatrum ūrjitam kṛtvā ghoraṃ mahad rūpaṃ grahītum upacakrame saṃgrāmaśiraso madhye sarveṣāṃ tatra paśyatām
Der Sohn des Ṛśyaśṛṅga, nun, als er seinen mächtigen Feind im Kampf sah, nahm eine schreckliche, riesige Gestalt an und begann, [den glorreichen Helden Irāvān, Arjunas Sohn,] inmitten der Spitze der Schlacht zu ergreifen, während dort alle zusahen.
Wort für Wort
ārśyaśṛṅgis tato dṛṣṭvā samare śatrum ūrjitam
der Sohn des Ṛśyaśṛṅga, nun, als er seinen mächtigen Feind im Kampf sah (Nom. + Adv. + Ger. + Lok. + Akk. + Akk.Bah.)
kṛtvā ghoraṃ mahad rūpaṃ grahītum upacakrame
nahm eine schreckliche, riesige Gestalt an und begann, [ihn] zu ergreifen (Ger. + Akk. + Akk. + Akk. + Inf. + 3.Sg.Perf. upa-kram-)
saṃgrāmaśiraso madhye sarveṣāṃ tatra paśyatām
inmitten der Spitze der Schlacht, während dort alle zusahen (Gen. + Lok. + Gen.Pl. + Adv. + Gen.Pl.Part.)
[Anm.: Der apparatus-Einschub V.64d*0346_01 ('arjunasya sutaṃ vīram irāvantaṃ yaśasvinam' - 'den glorreichen Helden Irāvān, Arjunas Sohn') wurde von der Übersetzung ausgeschlossen und ist als Objekt des Hauptsatzes in eckigen Klammern in der Übersetzung ergänzend angedeutet.]
tasya krodhābhibhūtasya saṃyugeṣv anivartinaḥ yo 'nvayo mātṛkas tasya sa enam abhipedivān
Ihm, dem von Zorn überwältigten, in Kämpfen nie Zurückweichenden - dessen mütterliche Abstammung [seine Schlangenherkunft], die kam ihm zu Hilfe.
Wort für Wort
tasya krodhābhibhūtasya saṃyugeṣv anivartinaḥ
ihm, dem von Zorn überwältigten, in Kämpfen nie Zurückweichenden (Gen. + Gen.Bah. + Lok.Pl. + Gen.Bah.)
yo 'nvayo mātṛkas tasya sa enam abhipedivān
dessen mütterliche Abstammung, die kam ihm zu Hilfe (Rel.Nom. + Nom. + Nom.Bah. + Gen. + Nom. + Akk. + Nom.Part.Perf. abhi-pad-)
[Anm.: 'yo 'nvayo mātṛkas' (wörtl. 'die mütterliche Abstammung/Linie') bezieht sich auf Irāvāns Nāga-Erbe durch seine Mutter Ulūpī, das ihm nun beisteht.]
sa nāgair bahuśo rājan sarvataḥ saṃvṛto raṇe dadhāra sumahad rūpam ananta iva bhogavān tato bahuvidhair nāgaiś chādayām āsa rākṣasam
Er, von vielen Schlangen von allen Seiten im Kampf umgeben, o König, nahm eine sehr gewaltige Gestalt an, wie der schlangenreiche Ananta [Śeṣa]; dann bedeckte er den Rākṣasa mit vielfältigen Schlangen.
Wort für Wort
sa nāgair bahuśo rājan sarvataḥ saṃvṛto raṇe
er, von vielen Schlangen von allen Seiten im Kampf umgeben, o König (Nom. + Instr.Pl. + Adv. + Vok. + Adv. + Nom.Part.Perf.Pass. + Lok.)
dadhāra sumahad rūpam ananta iva bhogavān
nahm eine sehr gewaltige Gestalt an, wie der schlangenreiche Ananta (3.Sg.Perf. dhṛ- + Akk. + Akk. + Nom. + Partikel + Nom.Bah.)
tato bahuvidhair nāgaiś chādayām āsa rākṣasam
dann bedeckte er den Rākṣasa mit vielfältigen Schlangen (Adv. + Instr.Pl.Bah. + Instr.Pl. + 3.Sg.Perf.Kaus. chad- + Akk.)
chādyamānas tu nāgaiḥ sa dhyātvā rākṣasapuṃgavaḥ sauparṇaṃ rūpam āsthāya bhakṣayām āsa pannagān
Der Stier unter den Rākṣasas aber, von den Schlangen bedeckt, nahm, nachdem er meditiert hatte, die Gestalt Suparṇas [Garuḍas] an und verzehrte die Schlangen.
Wort für Wort
chādyamānas tu nāgaiḥ sa dhyātvā rākṣasapuṃgavaḥ
der Stier unter den Rākṣasas aber, von den Schlangen bedeckt, nachdem er meditiert hatte (Nom.Part.Präs.Pass. + Partikel + Instr.Pl. + Nom. + Ger. + Nom.)
sauparṇaṃ rūpam āsthāya bhakṣayām āsa pannagān
nahm die Gestalt Suparṇas an und verzehrte die Schlangen (Akk. + Akk. + Ger. + 3.Sg.Perf.Kaus. bhakṣ- + Akk.Pl.)
hayā gajāḥ padātāś ca vimiśrā dantibhir hatāḥ rathāś ca dantinaś caiva pattibhis tatra sūditāḥ
Pferde, Elefanten und Fußsoldaten, durcheinandergemischt, wurden von Elefanten getötet; und Streitwagen und Elefanten wurden dort von Fußsoldaten vernichtet.
Wort für Wort
hayā gajāḥ padātāś ca vimiśrā dantibhir hatāḥ
Pferde, Elefanten und Fußsoldaten, durcheinandergemischt, wurden von Elefanten getötet (Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl.Bah. + Instr.Pl. + Nom.Pl.Part.Perf.Pass.)
rathāś ca dantinaś caiva pattibhis tatra sūditāḥ
und Streitwagen und Elefanten wurden dort von Fußsoldaten vernichtet (Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl. + Partikel + Instr.Pl. + Adv. + Nom.Pl.Part.Perf.Pass.)
tathā pattirathaughāś ca hayāś ca bahavo raṇe rathibhir nihatā rājaṃs tava teṣāṃ ca saṃkule
Ebenso wurden im Kampfgetümmel viele Scharen von Fußsoldaten und Streitwagen, und Pferde, sowohl von deinen [Leuten] als auch von jenen, durch Wagenkämpfer getötet, o König.
Wort für Wort
tathā pattirathaughāś ca hayāś ca bahavo raṇe
ebenso viele Scharen von Fußsoldaten und Streitwagen, und Pferde, im Kampf (Adv. + Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl. + Partikel + Nom.Pl. + Lok.)
rathibhir nihatā rājaṃs tava teṣāṃ ca saṃkule
wurden durch Wagenkämpfer getötet, o König, sowohl von deinen als auch von jenen, im Getümmel (Instr.Pl. + Nom.Pl.Part.Perf.Pass. + Vok. + Gen. + Gen.Pl. + Partikel + Lok.)
Und auch Arjuna, nicht wissend, dass sein leiblicher Sohn getötet worden war, erschlug im Kampf jene heldenhaften Könige, die von Bhīṣma beschützt wurden.
Wort für Wort
ajānann arjunaś cāpi nihataṃ putram aurasam
und auch Arjuna, nicht wissend, dass sein leiblicher Sohn getötet worden war (Nom.Part.Präs. + Nom. + Partikel + Akk.Part.Perf.Pass. + Akk. + Akk.Bah.)
jaghāna samare śūrān rājñas tān bhīṣmarakṣiṇaḥ
erschlug im Kampf jene heldenhaften Könige, die von Bhīṣma beschützt wurden (3.Sg.Perf. han- + Lok. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Akk.Pl.Bah.)
So erschlug Bhīṣma, der Mächtige, mit [Pfeilen], die die Verwundbarkeitspunkte durchdrangen, die großen Wagenkämpfer, und ließ dabei im Kampf das Heer der Pāṇḍavas erzittern.
Wort für Wort
tathā marmātigair bhīṣmo nijaghāna mahārathān
so erschlug Bhīṣma mit [Pfeilen], die die Verwundbarkeitspunkte durchdrangen, die großen Wagenkämpfer (Adv. + Instr.Pl.Bah. + Nom. + 3.Sg.Perf. han- + Akk.Pl.)
kampayan samare senāṃ pāṇḍavānāṃ mahābalaḥ
und ließ dabei im Kampf das Heer der Pāṇḍavas erzittern, der Mächtige (Nom.Part.Präs.Kaus. + Lok. + Akk. + Gen.Pl. + Nom.Bah.)
Als sie Droṇas Tapferkeit sahen, ergriff die Pāṇḍavas Furcht: Er allein sei im Kampf imstande, uns samt unserem Heer zu töten - wieviel mehr, wenn er von Scharen erdenbester Krieger umgeben sei! - so sprachen sie, o Großkönig, von Droṇa im Kampf bedrängt.
Wort für Wort
dṛṣṭvā droṇasya vikrāntaṃ pāṇḍavān bhayam āviśat
als sie Droṇas Tapferkeit sahen, ergriff die Pāṇḍavas Furcht (Ger. + Gen. + Akk. + Akk.Pl. + Akk. + 3.Sg.Impf. ā-viś-)
eka eva raṇe śakto hantum asmān sasainikān
er allein sei im Kampf imstande, uns samt unserem Heer zu töten (Nom. + Partikel + Lok. + Nom.Bah. + Inf. + Akk.Pl. + Akk.Pl.Bah.)
kiṃ punaḥ pṛthivīśūrair yodhavrātaiḥ samāvṛtaḥ
wieviel mehr, wenn er von Scharen erdenbester Krieger umgeben sei (Interrog. + Adv. + Instr.Pl.Bah. + Instr.Pl. + Nom.Part.Perf.Pass.)
ity abruvan mahārāja raṇe droṇena pīḍitāḥ
so sprachen sie, o Großkönig, von Droṇa im Kampf bedrängt (Partikel + 3.Pl.Impf. brū- + Vok. + Lok. + Instr. + Nom.Pl.Part.Perf.Pass.)
[Anm.: V.82-V.83 zu einer Einheit verbunden. Die eingebettete kollektive Furchtäußerung der Pāṇḍava-Krieger ('eka eva raṇe śakto hantum asmān...') wurde als indirekte Rede ohne CQ-Marker wiedergegeben, gemäß dem Präzedenzfall generischer, nicht einzeln zugeschriebener kollektiver Redewendungen.]
na sma paśyāmahe kaṃ cid yaḥ prāṇān parirakṣati saṃgrāme daityasaṃkāśe tasmin yoddhā narādhipa
Wir sahen niemanden unter den Kriegern dort, o Herrscher der Menschen, der [sein] Leben schützte, in jenem Kampf, der einem Daitya-Kampf glich.‘
Wort für Wort
na sma paśyāmahe kaṃ cid yaḥ prāṇān parirakṣati
wir sahen niemanden, der [sein] Leben schützte (Neg. + Partikel + 1.Pl.Präs. paś- + Interrog. + Partikel + Rel.Nom. + Akk.Pl. + 3.Sg.Präs. pari-rakṣ-)
saṃgrāme daityasaṃkāśe tasmin yoddhā narādhipa
unter den Kriegern in jenem Kampf, der einem Daitya-Kampf glich, o Herrscher der Menschen (Lok. + Lok.Bah. + Lok. + Nom. + Vok.)
[SQ/CQ-Hinweis: SQ_CLOSE am Ende dieser Einheit - hier endet Saṃjayas seit Kap.85 Einheit 6 offene Rede, da Kap.87 mit Dhṛtarāṣṭras echter neuer Frage ('dhṛtarāṣṭra uvāca') beginnt.]