Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Bhīṣmaparva

Kapitel 5: Bhūmiparimāṇaḥ / Paśujātivarṇanam Dhṛtarāṣṭras Frage nach der Erde und Saṃjayas Aufzählung der Geschöpfe

vaiśaṃpāyana uvāca evam uktvā yayau vyāso dhṛtarāṣṭrāya dhīmate dhṛtarāṣṭro 'pi tac chrutvā dhyānam evānvapadyata

Vaiśaṃpāyana sprach: So gesprochen habend, ging Vyāsa fort und ließ den weisen Dhṛtarāṣṭra zurück; und Dhṛtarāṣṭra, nachdem er dies gehört hatte, versank ebenfalls in Meditation.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyanaḥ uvāca
Vaiśaṃpāyana sprach (Perf.)
evam uktvā yayau vyāsaḥ
so gesprochen habend, ging Vyāsa fort (Adv. + Absolutiv + Perf. 3.Sg. + Nom. Sg.)
dhṛtarāṣṭrāya dhīmate
den weisen Dhṛtarāṣṭra [zurücklassend] (Dat. Sg.)
dhṛtarāṣṭraḥ api tat śrutvā
und Dhṛtarāṣṭra, nachdem er dies gehört hatte (Nom. Sg. + Adv. + Akk. Sg. + Absolutiv)
dhyānam eva anvapadyata
versank ebenfalls in Meditation (Akk. Sg. + Impf. Med. 3.Sg.)

sa muhūrtam iva dhyātvā viniḥśvasya muhur muhuḥ saṃjayaṃ saṃśitātmānam apṛcchad bharatarṣabha

Er, nachdem er einen Augenblick meditiert und immer wieder geseufzt hatte, fragte den gefestigten Saṃjaya, o Stier der Bharatas.

Wort für Wort
saḥ muhūrtam iva dhyātvā
er, nachdem er einen Augenblick meditiert hatte (Nom. Sg. + Akk. Sg. Adv. + Absolutiv)
viniḥśvasya muhur muhuḥ
immer wieder geseufzt habend (Absolutiv + Adv.)
saṃjayam saṃśitātmānam apṛcchat
fragte den gefestigten Saṃjaya (Akk. Sg. + Akk. Sg. + Impf. 3.Sg.)
bharatarṣabha
o Stier der Bharatas (Vok.)

saṃjayeme mahīpālāḥ śūrā yuddhābhinandinaḥ anyonyam abhinighnanti śastrair uccāvacair api

‚Saṃjaya, diese Herrscher der Erde, Helden, die sich am Kampf erfreuen, erschlagen einander mit Waffen, großen wie kleinen.

Wort für Wort
saṃjaya ime mahīpālāḥ
Saṃjaya, diese Herrscher der Erde (Vok. + Nom. Pl. + Nom. Pl.)
śūrāḥ yuddhābhinandinaḥ
Helden, die sich am Kampf erfreuen (Nom. Pl.)
anyonyam abhinighnanti
erschlagen einander (Akk. Adv. + Präs. 3.Pl.)
śastraiḥ uccāvacaiḥ api
mit Waffen, großen wie kleinen (Instr. Pl.)

pārthivāḥ pṛthivīhetoḥ samabhityaktajīvitāḥ na ca śāmyanti nighnanto vardhayanto yamakṣayam

Die Fürsten, die um der Erde willen ihr Leben gänzlich hingegeben haben, kommen nicht zur Ruhe, einander erschlagend, das Reich des Yama mehrend.

Wort für Wort
pārthivāḥ pṛthivīhetoḥ
die Fürsten, um der Erde willen (Nom. Pl. + Gen. Sg. Adv.)
samabhityaktajīvitāḥ
die ihr Leben gänzlich hingegeben haben (Nom. Pl.)
na ca śāmyanti nighnantaḥ
kommen nicht zur Ruhe, erschlagend (Adv. + Präs. 3.Pl. + Part. Nom. Pl.)
vardhayantaḥ yamakṣayam
das Reich des Yama mehrend (Part. Nom. Pl. + Akk. Sg.)

bhaumam aiśvaryam icchanto na mṛṣyante parasparam manye bahuguṇā bhūmis tan mamācakṣva saṃjaya

Nach irdischer Herrschaft verlangend, ertragen sie einander nicht; ich denke, die Erde hat viele Vorzüge - das erkläre mir, Saṃjaya.

Wort für Wort
bhaumam aiśvaryam icchantaḥ
nach irdischer Herrschaft verlangend (Akk. Sg. + Akk. Sg. + Part. Nom. Pl.)
na mṛṣyante parasparam
ertragen sie einander nicht (Präs. Med. 3.Pl. + Akk. Adv.)
manye bahuguṇā bhūmiḥ
ich denke, die Erde hat viele Vorzüge (Präs. Med. 1.Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
tat mama ācakṣva saṃjaya
das erkläre mir, Saṃjaya (Akk. Sg. + Gen. Sg. + Imp. 2.Sg. + Vok.)

bahūni ca sahasrāṇi prayutāny arbudāni ca koṭyaś ca lokavīrāṇāṃ sametāḥ kurujāṅgale

Und viele Tausende, Hunderttausende, Milliarden und Zehnmillionen von Helden der Welt haben sich in Kurujāṅgala versammelt,

Wort für Wort
bahūni ca sahasrāṇi
und viele Tausende (Nom. Pl. + Nom. Pl.)
prayutāni arbudāni ca
Hunderttausende und Milliarden (Nom. Pl.)
koṭyaḥ ca lokavīrāṇām
und Zehnmillionen von Helden der Welt (Nom. Pl. + Gen. Pl.)
sametāḥ kurujāṅgale
haben sich versammelt in Kurujāṅgala (Nom. Pl. Ppp. + Lok. Sg.)

deśānāṃ ca parīmāṇaṃ nagarāṇāṃ ca saṃjaya śrotum icchāmi tattvena yata ete samāgatāḥ

und das Ausmaß der Länder und der Städte, Saṃjaya, möchte ich wahrheitsgemäß hören, aus denen diese zusammengekommen sind,

Wort für Wort
deśānām ca parīmāṇam
und das Ausmaß der Länder (Gen. Pl. + Akk. Sg.)
nagarāṇām ca saṃjaya
und der Städte, Saṃjaya (Gen. Pl. + Vok.)
śrotum icchāmi tattvena
möchte ich wahrheitsgemäß hören (Inf. + Präs. 1.Sg. + Instr. Sg. Adv.)
yataḥ ete samāgatāḥ
aus denen diese zusammengekommen sind (Adv. + Nom. Pl. + Nom. Pl. Ppp.)

divyabuddhipradīpena yuktas tvaṃ jñānacakṣuṣā prasādāt tasya viprarṣer vyāsasyāmitatejasaḥ

da du mit der Lampe göttlicher Erkenntnis, mit dem Auge des Wissens ausgestattet bist, durch die Gnade jenes Brahmanenweisen Vyāsa von unermesslicher Macht.‘

Wort für Wort
divyabuddhipradīpena yuktaḥ
mit der Lampe göttlicher Erkenntnis ausgestattet (Instr. Sg. + Nom. Sg.)
tvam jñānacakṣuṣā
du mit dem Auge des Wissens (Nom. Sg. + Instr. Sg.)
prasādāt tasya viprarṣeḥ
durch die Gnade jenes Brahmanenweisen (Abl. Sg. + Gen. Sg. + Gen. Sg.)
vyāsasya amitatejasaḥ
Vyāsa, von unermesslicher Macht (Gen. Sg. + Gen. Sg.)

saṃjaya uvāca yathāprajñaṃ mahāprājña bhaumān vakṣyāmi te guṇān śāstracakṣur avekṣasva namas te bharatarṣabha

Saṃjaya sprach: ‚Gemäß meinem Wissen, hochweiser Herr, werde ich dir die irdischen Vorzüge verkünden; betrachte sie mit dem Auge der Lehre; Verehrung dir, Stier der Bharatas.

Wort für Wort
saṃjayaḥ uvāca
Saṃjaya sprach (Perf.)
yathāprajñam mahāprājña
gemäß meinem Wissen, hochweiser Herr (Adv. + Vok.)
bhaumān vakṣyāmi te guṇān
ich werde dir die irdischen Vorzüge verkünden (Akk. Pl. + Fut. 1.Sg. + Dat. Sg. + Akk. Pl.)
śāstracakṣuḥ avekṣasva
betrachte sie mit dem Auge der Lehre (Instr. Sg. Adv. + Imp. Med. 2.Sg.)
namaḥ te bharatarṣabha
Verehrung dir, Stier der Bharatas (Nom. Sg. + Dat. Sg. + Vok.)

dvividhānīha bhūtāni trasāni sthāvarāṇi ca trasānāṃ trividhā yonir aṇḍasvedajarāyujāḥ

Zweifach sind hier die Geschöpfe: die beweglichen und die unbeweglichen; der beweglichen Ursprung ist dreifach: aus dem Ei, aus dem Schweiß, aus der Gebärmutter geboren.

Wort für Wort
dvividhāni iha bhūtāni
zweifach sind hier die Geschöpfe (Nom. Pl. + Adv. + Nom. Pl.)
trasāni sthāvarāṇi ca
die beweglichen und die unbeweglichen (Nom. Pl. + Nom. Pl.)
trasānām trividhā yoniḥ
der beweglichen Ursprung ist dreifach (Gen. Pl. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
aṇḍasvedajarāyujāḥ
aus dem Ei, aus dem Schweiß, aus der Gebärmutter geboren (Nom. Pl.)

trasānāṃ khalu sarveṣāṃ śreṣṭhā rājañ jarāyujāḥ jarāyujānāṃ pravarā mānavāḥ paśavaś ca ye

Von allen beweglichen Geschöpfen, König, sind fürwahr die aus der Gebärmutter Geborenen die besten; unter den aus der Gebärmutter Geborenen sind die Menschen und jene Tiere die vorzüglichsten.

Wort für Wort
trasānām khalu sarveṣām
von allen beweglichen Geschöpfen fürwahr (Gen. Pl. + Partikel + Gen. Pl.)
śreṣṭhāḥ rājan jarāyujāḥ
sind die besten, König, die aus der Gebärmutter Geborenen (Nom. Pl. + Vok. + Nom. Pl.)
jarāyujānām pravarāḥ
unter den aus der Gebärmutter Geborenen die Vorzüglichsten (Gen. Pl. + Nom. Pl.)
mānavāḥ paśavaḥ ca ye
die Menschen und jene Tiere (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Nom. Pl.)

nānārūpāṇi bibhrāṇās teṣāṃ bhedāś caturdaśa araṇyavāsinaḥ sapta saptaiṣāṃ grāmavāsinaḥ

Vielfältige Gestalten tragend, gibt es unter ihnen vierzehn Arten: sieben davon sind Waldbewohner, sieben von ihnen Dorfbewohner.

Wort für Wort
nānārūpāṇi bibhrāṇāḥ
vielfältige Gestalten tragend (Akk. Pl. + Part. Nom. Pl.)
teṣām bhedāḥ caturdaśa
unter ihnen gibt es vierzehn Arten (Gen. Pl. + Nom. Pl. + Zahlwort)
araṇyavāsinaḥ sapta
sieben Waldbewohner (Nom. Pl. + Zahlwort)
sapta eṣām grāmavāsinaḥ
sieben von ihnen Dorfbewohner (Zahlwort + Gen. Pl. + Nom. Pl.)

siṃhavyāghravarāhāś ca mahiṣā vāraṇās tathā ṛkṣāś ca vānarāś caiva saptāraṇyāḥ smṛtā nṛpa

Löwe, Tiger und Eber, Büffel und Elefant, ebenso Bär und Affe - diese sieben gelten als die Waldbewohner, König.

Wort für Wort
siṃhavyāghravarāhāḥ ca
Löwe, Tiger und Eber (Nom. Pl.)
mahiṣāḥ vāraṇāḥ tathā
Büffel und Elefant, ebenso (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Adv.)
ṛkṣāḥ ca vānarāḥ ca eva
Bär und Affe (Nom. Pl. + Nom. Pl.)
sapta āraṇyāḥ smṛtāḥ nṛpa
diese sieben gelten als Waldbewohner, König (Zahlwort + Nom. Pl. + Nom. Pl. Ppp. + Vok.)

gaur ajo manujo meṣo vājyaśvataragardabhāḥ ete grāmyāḥ samākhyātāḥ paśavaḥ sapta sādhubhiḥ

Kuh, Ziege, Mensch, Schaf, Pferd, Maultier und Esel - diese sieben werden von den Weisen als die Haustiere bezeichnet.

Wort für Wort
gauḥ ajaḥ manujaḥ meṣaḥ
Kuh, Ziege, Mensch, Schaf (Nom. Sg. je)
vājyaśvataragardabhāḥ
Pferd, Maultier und Esel (Nom. Pl.)
ete grāmyāḥ samākhyātāḥ
diese werden als Haustiere bezeichnet (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Nom. Pl. Ppp.)
paśavaḥ sapta sādhubhiḥ
die sieben Tiere, von den Weisen (Nom. Pl. + Zahlwort + Instr. Pl.)

ete vai paśavo rājan grāmyāraṇyāś caturdaśa vedoktāḥ pṛthivīpāla yeṣu yajñāḥ pratiṣṭhitāḥ

Dies sind wahrlich die vierzehn Haus- und Waldtiere, König, Hüter der Erde, die im Veda genannt werden und auf denen die Opfer gegründet sind.

Wort für Wort
ete vai paśavaḥ rājan
dies sind wahrlich die Tiere, König (Nom. Pl. + Partikel + Nom. Pl. + Vok.)
grāmyāraṇyāḥ caturdaśa
die vierzehn Haus- und Waldtiere (Nom. Pl. + Zahlwort)
vedoktāḥ pṛthivīpāla
im Veda genannt, Hüter der Erde (Nom. Pl. + Vok.)
yeṣu yajñāḥ pratiṣṭhitāḥ
auf denen die Opfer gegründet sind (Lok. Pl. + Nom. Pl. + Nom. Pl. Ppp.)

grāmyāṇāṃ puruṣaḥ śreṣṭhaḥ siṃhaś cāraṇyavāsinām sarveṣām eva bhūtānām anyonyenābhijīvanam

Unter den Haustieren ist der Mensch der beste, und der Löwe unter den Waldbewohnern; alle Geschöpfe leben voneinander.

Wort für Wort
grāmyāṇām puruṣaḥ śreṣṭhaḥ
unter den Haustieren ist der Mensch der beste (Gen. Pl. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
siṃhaḥ ca araṇyavāsinām
und der Löwe unter den Waldbewohnern (Nom. Sg. + Gen. Pl.)
sarveṣām eva bhūtānām
aller Geschöpfe (Gen. Pl. + Gen. Pl.)
anyonyena abhijīvanam
das Leben voneinander (Instr. Sg. + Nom. Sg.)

udbhijjāḥ sthāvarāḥ proktās teṣāṃ pañcaiva jātayaḥ vṛkṣagulmalatāvallyas tvaksārās tṛṇajātayaḥ

Die aus dem Boden Hervorbrechenden werden als unbeweglich bezeichnet; von ihnen gibt es fünf Arten [?]: Bäume, Sträucher, Schlingpflanzen, Ranken, rindenreiche Pflanzen und Grasarten.

Wort für Wort
udbhijjāḥ sthāvarāḥ proktāḥ
die Hervorbrechenden werden als unbeweglich bezeichnet (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Nom. Pl. Ppp.)
teṣām pañca eva jātayaḥ
von ihnen gibt es fünf Arten (Gen. Pl. + Zahlwort + Nom. Pl.)
vṛkṣagulmalatāvallyaḥ
Bäume, Sträucher, Schlingpflanzen, Ranken (Nom. Pl.)
tvaksārāḥ tṛṇajātayaḥ
rindenreiche Pflanzen und Grasarten (Nom. Pl. + Nom. Pl.)

[?] Die Aufzählung nennt sechs Gruppen (Bäume, Sträucher, Schlingpflanzen, Ranken, rindenreiche Pflanzen, Gräser), obwohl der Text 'fünf' (pañca) sagt; vermutlich werden zwei der genannten Kategorien traditionell als eine gezählt.

eṣāṃ viṃśatir ekonā mahābhūteṣu pañcasu caturviṃśatir uddiṣṭā gāyatrī lokasaṃmatā

Von diesen [Wesensarten] ergeben sich neunzehn [an der Zahl]; zusammen mit den fünf großen Elementen wird die Zahl vierundzwanzig erreicht, die als die von der Welt anerkannte Gāyatrī bezeichnet wird.

Wort für Wort
eṣām viṃśatiḥ ekonā
von diesen ergeben sich neunzehn (Gen. Pl. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
mahābhūteṣu pañcasu
zusammen mit den fünf großen Elementen (Lok. Pl. + Lok. Pl.)
caturviṃśatiḥ uddiṣṭā
wird die Zahl vierundzwanzig erreicht (Nom. Sg. + Nom. Sg. Ppp.)
gāyatrī lokasaṃmatā
die von der Welt anerkannte Gāyatrī (Nom. Sg. + Nom. Sg.)

Gemeint ist eine symbolische Zahlenentsprechung: 14 Tierarten + 5 Pflanzenarten = 19 ('zwanzig minus eins'), zusammen mit den 5 Elementen ergibt sich 24 - die Silbenzahl eines Gāyatrī-Versfußes.

ya etāṃ veda gāyatrīṃ puṇyāṃ sarvaguṇānvitām tattvena bharataśreṣṭha sa lokān na praṇaśyati

Wer diese heilige, mit allen Vorzügen versehene Gāyatrī der Wahrheit nach kennt, bester der Bharatas, der geht unter den Welten nicht unter.

Wort für Wort
yaḥ etām veda gāyatrīm
wer diese Gāyatrī kennt (Nom. Sg. + Akk. Sg. + Perf. 3.Sg. + Akk. Sg.)
puṇyām sarvaguṇānvitām
die heilige, mit allen Vorzügen versehene (Akk. Sg. + Akk. Sg.)
tattvena bharataśreṣṭha
der Wahrheit nach, bester der Bharatas (Instr. Sg. Adv. + Vok.)
saḥ lokān na praṇaśyati
der geht unter den Welten nicht unter (Nom. Sg. + Akk. Pl. + Präs. 3.Sg.)

bhūmau hi jāyate sarvaṃ bhūmau sarvaṃ praṇaśyati bhūmiḥ pratiṣṭhā bhūtānāṃ bhūmir eva parāyaṇam

Denn auf der Erde wird alles geboren, auf der Erde geht alles unter; die Erde ist die Grundlage der Geschöpfe, die Erde allein ist die letzte Zuflucht.

Wort für Wort
bhūmau hi jāyate sarvam
denn auf der Erde wird alles geboren (Lok. Sg. + Präs. Med. 3.Sg. + Nom. Sg.)
bhūmau sarvam praṇaśyati
auf der Erde geht alles unter (Lok. Sg. + Nom. Sg. + Präs. 3.Sg.)
bhūmiḥ pratiṣṭhā bhūtānām
die Erde ist die Grundlage der Geschöpfe (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Gen. Pl.)
bhūmiḥ eva parāyaṇam
die Erde allein ist die letzte Zuflucht (Nom. Sg. + Adv. + Nom. Sg.)

yasya bhūmis tasya sarvaṃ jagat sthāvarajaṅgamam tatrābhigṛddhā rājāno vinighnantītaretaram

Wem die Erde gehört, dem gehört die ganze Welt, das Unbewegliche und das Bewegliche; danach gierend vernichten die Könige einander.‘

Wort für Wort
yasya bhūmiḥ tasya sarvam
wem die Erde gehört, dem gehört alles (Gen. Sg. + Nom. Sg. + Gen. Sg. + Nom. Sg.)
jagat sthāvarajaṅgamam
die Welt, das Unbewegliche und Bewegliche (Nom. Sg. + Nom. Sg.)
tatra abhigṛddhāḥ rājānaḥ
danach gierend die Könige (Adv. + Nom. Pl. + Nom. Pl.)
vinighnanti itaretaram
vernichten einander (Präs. 3.Pl. + Akk. Adv.)

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