Kapitel 39: Śraddhātrayavibhāgayogaḥ
Bhagavad Gītā XVII: Das Yoga der dreifachen Unterscheidung des Glaubens
Dieses Kapitel bildet zugleich das siebzehnte Kapitel der Bhagavadgītā (Śraddhātrayavibhāgayoga) innerhalb des Bhīṣmaparvans. Arjunas Frage nach dem Stand derer, die außerhalb der Schrift, aber mit Glauben opfern, und Kṛṣṇas ausführliche Antwort über Sattva, Rajas und Tamas schließen am Ende dieses Kapitels ab; Arjuna stellt im folgenden Kapitel eine neue Frage nach Saṃnyāsa und Tyāga.
arjuna uvāca ye śāstravidhim utsṛjya yajante śraddhayānvitāḥ teṣāṃ niṣṭhā tu kā kṛṣṇa sattvam āho rajas tamaḥ
„ Arjuna sprach: Diejenigen, die die Vorschrift der heiligen Schriften missachten und dennoch mit Glauben erfüllt opfern – welchen Stand haben sie, o Kṛṣṇa? Ist es Sattva, oder Rajas, oder Tamas?“
Wort für Wort
arjuna uvāca
Arjuna sprach (Subst.+Verb Perf. 3. Sg.)
ye śāstravidhim utsṛjya yajante
diejenigen, die die Vorschrift der Schriften missachten und opfern (Rel.-Pron. Nom. Pl.+Kompos. Akk.+Gerund.+Verb Präs. 3. Pl.)
śraddhayānvitāḥ
mit Glauben erfüllt (Kompos. Nom. Pl. m.)
teṣāṃ niṣṭhā tu kā kṛṣṇa
welchen Stand haben sie, o Kṛṣṇa (Pron. Gen. Pl.+Subst. Nom.+Adv.+Pron.+Subst. Vok. Sg. m.)
sattvam āho rajas tamaḥ
ist es Sattva, oder Rajas, oder Tamas (Subst. Nom. Sg., drei Begriffe+Konj.)
Die Sattvischen verehren die Götter, die Rajasischen die Yakṣas und Rākṣasas, die tamasischen Menschen aber verehren die Verstorbenen und Geisterscharen.
Wort für Wort
yajante sāttvikā devān
die Sattvischen verehren die Götter (Verb Präs. 3. Pl.+Adj. Nom. Pl. m.+Subst. Akk. Pl. m.)
yakṣarakṣāṃsi rājasāḥ
die Rajasischen (verehren) die Yakṣas und Rākṣasas (Kompos. Akk. Pl. n.+Adj. Nom. Pl. m.)
pretān bhūtagaṇāṃś ca anye
die anderen aber (verehren) die Verstorbenen und Geisterscharen (Subst.+Kompos. Akk. Pl. m.+Pron.)
yajante tāmasā janāḥ
die tamasischen Menschen verehren (Verb Präs. 3. Pl.+Adj.+Subst. Nom. Pl. m.)
aśāstravihitaṃ ghoraṃ tapyante ye tapo janāḥ dambhāhaṃkārasaṃyuktāḥ kāmarāgabalānvitāḥ
Die Menschen, die eine schreckliche, nicht in der Schrift vorgeschriebene Askese üben, von Verstelltheit und Ich-Bewusstsein erfüllt, von der Macht der Begierde und Leidenschaft getrieben,
Wort für Wort
aśāstravihitaṃ ghoraṃ tapyante
eine schreckliche, nicht schriftgemäße Askese üben (Kompos.+Adj. Akk.+Verb Präs. 3. Pl.)
ye tapo janāḥ
die Menschen, die Askese (üben) (Rel.-Pron.+Subst. Akk.+Subst. Nom. Pl. m.)
dambhāhaṃkārasaṃyuktāḥ
von Verstelltheit und Ich-Bewusstsein erfüllt (Kompos. Nom. Pl. m.)
kāmarāgabalānvitāḥ
von der Macht der Begierde und Leidenschaft getrieben (Kompos. Nom. Pl. m.)
Die den im Körper wohnenden Verband der Elemente auszehren, die Unverständigen, und auch mich, der im Innern des Körpers weilt – wisse, dass sie von dämonischer Gesinnung sind.
Wort für Wort
karśayantaḥ śarīrasthaṃ bhūtagrāmam
die den im Körper wohnenden Verband der Elemente auszehren (Part.+Kompos. Akk.+Kompos. Akk. Sg. m.)
acetasaḥ māṃ ca eva antaḥśarīrasthaṃ
die Unverständigen, und auch mich, der im Innern des Körpers weilt (Adj. Nom. Pl. m.+Pron.+Kompos. Akk. Sg. m.)
tān viddhy āsuraniścayān
wisse, dass sie von dämonischer Gesinnung sind (Pron.+Verb Imp. 2. Sg.+Kompos. Akk. Pl. m.)
Lebenskraft, Wesen, Stärke, Gesundheit, Glück und Zuneigung mehrend, saftig, fettreich, nahrhaft und dem Herzen wohltuend – solche Speisen sind den Sattvischen lieb.
Wort für Wort
āyuḥsattvabalārogyasukhaprītivivardhanāḥ
Lebenskraft, Wesen, Stärke, Gesundheit, Glück und Zuneigung mehrend (Kompos. Nom. Pl. m.)
rasyāḥ snigdhāḥ sthirā hṛdyā
saftig, fettreich, nahrhaft, dem Herzen wohltuend (Adj. Nom. Pl. m., vier Formen)
āhārāḥ sāttvikapriyāḥ
solche Speisen sind den Sattvischen lieb (Subst. Nom. Pl. m.+Kompos. Nom. Pl. m.)
Bitter, sauer, salzig, übermäßig heiß, scharf, trocken und brennend – solche Speisen sind dem Rajasischen genehm, sie bringen Leid, Kummer und Krankheit.
Wort für Wort
kaṭvamlalavaṇātyuṣṇatīkṣṇarūkṣavidāhinaḥ
bitter, sauer, salzig, übermäßig heiß, scharf, trocken, brennend (Kompos. Nom. Pl. m.)
āhārā rājasasya iṣṭā
solche Speisen sind dem Rajasischen genehm (Subst. Nom.+Adj. Gen.+Adj. Nom. Pl. m.)
duḥkhaśokāmayapradāḥ
sie bringen Leid, Kummer und Krankheit (Kompos. Nom. Pl. m.)
aphalākāṅkṣibhir yajño vidhidṛṣṭo ya ijyate yaṣṭavyam eveti manaḥ samādhāya sa sāttvikaḥ
Das Opfer, das nach der vorgeschriebenen Ordnung von denen dargebracht wird, die nicht nach der Frucht verlangen, mit dem Gedanken 'es ist zu opfern' konzentriert – dieses ist sattvisch.
Wort für Wort
aphalākāṅkṣibhir yajño vidhidṛṣṭo ya ijyate
das Opfer, das nach der Ordnung von denen dargebracht wird, die nicht nach der Frucht verlangen (Kompos. Instr. Pl.+Subst. Nom.+Kompos. Nom.+Rel.-Pron.+Verb Passiv 3. Sg.)
yaṣṭavyam eva iti manaḥ samādhāya
mit dem Gedanken 'es ist zu opfern' konzentriert (Gerundiv+Adv.+Adv.+Subst. Akk.+Gerund.)
abhisaṃdhāya tu phalaṃ dambhārtham api caiva yat ijyate bharataśreṣṭha taṃ yajñaṃ viddhi rājasam
Das Opfer aber, das im Hinblick auf die Frucht dargebracht wird, und auch um der Verstelltheit willen, o Bester der Bharatas – wisse, dass jenes Opfer rajasisch ist.
Wort für Wort
abhisaṃdhāya tu phalaṃ
im Hinblick auf die Frucht (Gerund.+Adv.+Subst. Akk. Sg. n.)
dambhārtham api ca eva yat ijyate
und auch um der Verstelltheit willen dargebracht wird (Kompos. Akk.+Adv.+Rel.-Pron.+Verb Passiv 3. Sg.)
bharataśreṣṭha taṃ yajñaṃ viddhi rājasam
o Bester der Bharatas, wisse, dass jenes Opfer rajasisch ist (Kompos. Vok.+Pron.+Subst.+Verb Imp. 2. Sg.+Adj. Akk. Sg. m.)
Das Opfer, dem die Ordnung fehlt, bei dem keine Speise gereicht wird, dem die Sprüche fehlen, dem die Priestergabe fehlt, dem der Glaube fehlt – dieses nennt man tamasisch.
Wort für Wort
vidhihīnam asṛṣṭānnaṃ
dem die Ordnung fehlt, bei dem keine Speise gereicht wird (Kompos. Akk. Sg. n., zwei Formen)
mantrahīnam adakṣiṇam
dem die Sprüche fehlen, dem die Priestergabe fehlt (Kompos. Akk. Sg. n., zwei Formen)
śraddhāvirahitaṃ yajñaṃ
das Opfer, dem der Glaube fehlt (Kompos. Akk.+Subst. Akk. Sg. m.)
tāmasaṃ paricakṣate
dieses nennt man tamasisch (Adj. Akk. Sg. m.+Verb Präs. 3. Pl.)
devadvijaguruprājñapūjanaṃ śaucam ārjavam brahmacaryam ahiṃsā ca śārīraṃ tapa ucyate
Die Verehrung der Götter, der Zweimalgeborenen, der Lehrer und der Weisen, Reinheit, Aufrichtigkeit, keusches Leben und Gewaltlosigkeit – dies wird als Askese des Körpers bezeichnet.
Wort für Wort
devadvijaguruprājñapūjanaṃ
die Verehrung der Götter, Zweimalgeborenen, Lehrer und Weisen (Kompos. Nom. Sg. n.)
śaucam ārjavam brahmacaryam ahiṃsā ca
Reinheit, Aufrichtigkeit, keusches Leben und Gewaltlosigkeit (Subst. Nom. Sg., vier Begriffe)
śārīraṃ tapa ucyate
dies wird als Askese des Körpers bezeichnet (Adj.+Subst. Nom. Sg. n.+Verb Passiv 3. Sg.)
Diese dreifache Askese, mit höchstem Glauben geübt von Menschen, die im Yoga verbunden sind und nicht nach der Frucht verlangen – man nennt sie sattvisch.
Wort für Wort
śraddhayā parayā taptaṃ tapas tat trividhaṃ naraiḥ
diese dreifache Askese, mit höchstem Glauben geübt von Menschen (Subst. Instr.+Adj.+Part.+Subst.+Pron.+Adj. Akk. Sg. n.+Subst. Instr. Pl. m.)
aphalākāṅkṣibhir yuktaiḥ
die nicht nach der Frucht verlangen, im Yoga verbunden (Kompos. Instr. Pl. m.+Part. Instr. Pl. m.)
sāttvikaṃ paricakṣate
man nennt sie sattvisch (Adj. Akk. Sg. n.+Verb Präs. 3. Pl.)
satkāramānapūjārthaṃ tapo dambhena caiva yat kriyate tad iha proktaṃ rājasaṃ calam adhruvam
Die Askese aber, die um der Ehrung, Anerkennung und Verehrung willen, und auch aus Verstelltheit geübt wird – diese wird hier als rajasisch bezeichnet, wankelmütig und unbeständig.
Wort für Wort
satkāramānapūjārthaṃ tapo
die Askese um der Ehrung, Anerkennung und Verehrung willen (Kompos. Akk.+Subst. Nom. Sg. n.)
dambhena ca eva yat kriyate
und auch aus Verstelltheit geübt wird (Subst. Instr.+Adv.+Rel.-Pron.+Verb Passiv 3. Sg.)
tad iha proktaṃ rājasaṃ
diese wird hier als rajasisch bezeichnet (Pron.+Adv.+Part.+Adj. Nom. Sg. n.)
calam adhruvam
wankelmütig und unbeständig (Adj. Nom. Sg. n., zwei Formen)
mūḍhagrāheṇātmano yat pīḍayā kriyate tapaḥ parasyotsādanārthaṃ vā tat tāmasam udāhṛtam
Die Askese, die aus verblendeter Auffassung durch Selbstquälerei geübt wird, oder um einen anderen zu vernichten – diese wird als tamasisch bezeichnet.
Wort für Wort
mūḍhagrāheṇa ātmano yat pīḍayā kriyate tapaḥ
die Askese, die aus verblendeter Auffassung durch Selbstquälerei geübt wird (Kompos. Instr.+Subst. Gen.+Rel.-Pron.+Subst. Instr.+Verb Passiv 3. Sg.+Subst. Nom. Sg. n.)
parasya utsādanārthaṃ vā
oder um einen anderen zu vernichten (Pron. Gen.+Kompos. Akk. Sg. m.+Konj.)
tat tāmasam udāhṛtam
diese wird als tamasisch bezeichnet (Pron.+Adj.+Part. Nom. Sg. n.)
dātavyam iti yad dānaṃ dīyate 'nupakāriṇe deśe kāle ca pātre ca tad dānaṃ sāttvikaṃ smṛtam
Die Gabe, die mit dem Gedanken 'sie ist zu geben' einem gegeben wird, der keine Gegenleistung erbringen kann, an rechtem Ort, zu rechter Zeit und an einen würdigen Empfänger – diese Gabe gilt als sattvisch.
Wort für Wort
dātavyam iti yad dānaṃ dīyate
die Gabe, die mit dem Gedanken 'sie ist zu geben' gegeben wird (Gerundiv+Adv.+Rel.-Pron.+Subst.+Verb Passiv 3. Sg.)
'nupakāriṇe deśe kāle ca pātre ca
einem, der keine Gegenleistung erbringen kann, an rechtem Ort, zu rechter Zeit, an würdigen Empfänger (Adj. Dat.+Subst. Lok., drei Formen)
tad dānaṃ sāttvikaṃ smṛtam
diese Gabe gilt als sattvisch (Pron.+Subst.+Adj.+Part. Nom. Sg. n.)
adeśakāle yad dānam apātrebhyaś ca dīyate asatkṛtam avajñātaṃ tat tāmasam udāhṛtam
Die Gabe, die zur unrechten Zeit am unrechten Ort und an unwürdige Empfänger gegeben wird, ohne Ehrung, mit Geringschätzung – diese wird als tamasisch bezeichnet.
Wort für Wort
adeśakāle yad dānam
die Gabe, die zur unrechten Zeit am unrechten Ort (Kompos. Lok.+Rel.-Pron.+Subst. Nom. Sg. n.)
apātrebhyaś ca dīyate
und an unwürdige Empfänger gegeben wird (Adj. Abl. Pl.+Verb Passiv 3. Sg.)
asatkṛtam avajñātaṃ
ohne Ehrung, mit Geringschätzung (Part. Nom./Akk. Sg. n., zwei Formen)
tat tāmasam udāhṛtam
diese wird als tamasisch bezeichnet (Pron.+Adj.+Part. Nom. Sg. n.)
oṃ tat sad iti nirdeśo brahmaṇas trividhaḥ smṛtaḥ brāhmaṇās tena vedāś ca yajñāś ca vihitāḥ purā
'Oṃ tat sat' – dies ist die dreifache Bezeichnung des Brahman, wie sie überliefert ist; durch sie wurden einst die Brahmanen, die Veden und die Opfer eingesetzt.
Wort für Wort
oṃ tat sad iti nirdeśo
'Oṃ tat sat' – so lautet die Bezeichnung (Silbe+Pron.+Adj.+Adv.+Subst. Nom. Sg. m.)
brahmaṇas trividhaḥ smṛtaḥ
die dreifache Bezeichnung des Brahman, wie überliefert (Subst. Gen.+Adj.+Part. Nom. Sg. m.)
brāhmaṇās tena vedāś ca yajñāś ca vihitāḥ purā
durch sie wurden einst die Brahmanen, die Veden und die Opfer eingesetzt (Subst. Nom. Pl.+Pron. Instr.+Subst.+Subst. Nom. Pl.+Part. Nom. Pl. m.+Adv.)
tasmād om ity udāhṛtya yajñadānatapaḥkriyāḥ pravartante vidhānoktāḥ satataṃ brahmavādinām
Darum beginnen die im Schriftwort vorgeschriebenen Handlungen des Opferns, Spendens und der Askese bei den Verkündern des Brahman stets, nachdem sie 'Oṃ' ausgesprochen haben.
Wort für Wort
tasmād om ity udāhṛtya
darum, nachdem sie 'Oṃ' ausgesprochen haben (Adv.+Silbe+Adv.+Gerund.)
yajñadānatapaḥkriyāḥ
die Handlungen des Opferns, Spendens und der Askese (Kompos. Nom. Pl. f.)
pravartante vidhānoktāḥ satataṃ
beginnen stets, wie in der Schrift vorgeschrieben (Verb Präs. 3. Pl.+Kompos. Nom. Pl. f.+Adv.)
brahmavādinām
bei den Verkündern des Brahman (Kompos. Gen. Pl. m.)
tad ity anabhisaṃdhāya phalaṃ yajñatapaḥkriyāḥ dānakriyāś ca vividhāḥ kriyante mokṣakāṅkṣibhiḥ
Mit dem Wort 'Tat', ohne nach der Frucht zu verlangen, werden die Handlungen des Opferns und der Askese und die vielfältigen Handlungen des Spendens von denen vollzogen, die nach Befreiung verlangen.
Wort für Wort
tad ity anabhisaṃdhāya phalaṃ
mit dem Wort 'Tat', ohne nach der Frucht zu verlangen (Pron.+Adv.+Gerund.+Subst. Akk. Sg. n.)
yajñatapaḥkriyāḥ dānakriyāś ca vividhāḥ
die Handlungen des Opferns und der Askese und die vielfältigen Handlungen des Spendens (Kompos. Nom. Pl. f.+Kompos. Nom. Pl. f.+Adj. Nom. Pl. f.)
kriyante mokṣakāṅkṣibhiḥ
werden von denen vollzogen, die nach Befreiung verlangen (Verb Passiv 3. Pl.+Kompos. Instr. Pl. m.)
sadbhāve sādhubhāve ca sad ity etat prayujyate praśaste karmaṇi tathā sacchabdaḥ pārtha yujyate
Im Sinne von Sein und von Gutsein wird das Wort 'Sat' gebraucht; und ebenso wird das Wort 'Sat', o Sohn des Pṛthā, bei einer lobenswerten Handlung verwendet.
Wort für Wort
sadbhāve sādhubhāve ca
im Sinne von Sein und von Gutsein (Subst. Lok. Sg. m., zwei Begriffe)
sad ity etat prayujyate
wird das Wort 'Sat' gebraucht (Adj.+Adv.+Pron.+Verb Passiv 3. Sg.)
praśaste karmaṇi tathā
und ebenso bei einer lobenswerten Handlung (Adj.+Subst. Lok. Sg. n.+Adv.)
sacchabdaḥ pārtha yujyate
wird das Wort 'Sat', o Sohn des Pṛthā, verwendet (Kompos. Nom. Sg. m.+Subst. Vok.+Verb Passiv 3. Sg.)
yajñe tapasi dāne ca sthitiḥ sad iti cocyate karma caiva tadarthīyaṃ sad ity evābhidhīyate
Beständigkeit im Opfer, in der Askese und im Spenden wird ebenfalls 'Sat' genannt; und auch eine diesem Zweck dienende Handlung wird als 'Sat' bezeichnet.
Wort für Wort
yajñe tapasi dāne ca sthitiḥ
Beständigkeit im Opfer, in der Askese und im Spenden (Subst. Lok., drei Begriffe+Subst. Nom. Sg. f.)
sad iti ca ucyate
wird ebenfalls 'Sat' genannt (Adj.+Adv.+Adv.+Verb Passiv 3. Sg.)
karma ca eva tadarthīyaṃ
und auch eine diesem Zweck dienende Handlung (Subst.+Adv.+Kompos. Nom. Sg. n.)
sad ity eva abhidhīyate
wird als 'Sat' bezeichnet (Adj.+Adv.+Adv.+Verb Passiv 3. Sg.)
aśraddhayā hutaṃ dattaṃ tapas taptaṃ kṛtaṃ ca yat asad ity ucyate pārtha na ca tat pretya no iha
Was ohne Glauben geopfert, gegeben, an Askese geübt und getan wird, o Sohn des Pṛthā, das wird 'Asat' genannt, und es hat weder im Jenseits noch hier Bestand.“
Wort für Wort
aśraddhayā hutaṃ dattaṃ
was ohne Glauben geopfert, gegeben wird (Subst. Instr.+Part. Nom./Akk. Sg. n., zwei Formen)
tapas taptaṃ kṛtaṃ ca yat
und was an Askese geübt und getan wird (Subst.+Part.+Part. Nom./Akk. Sg. n.+Rel.-Pron.)
asad ity ucyate pārtha
das wird 'Asat' genannt, o Sohn des Pṛthā (Adj.+Adv.+Verb Passiv 3. Sg.+Subst. Vok. Sg. m.)
na ca tat pretya no iha
und es hat weder im Jenseits noch hier Bestand (Neg.+Pron.+Adv.+Neg.+Adv.)