Vaiśaṃpāyana sprach: So von seinem Sohn Dhṛtarāṣṭra angesprochen, versank der Weise, der Wahrheitskundige, der Fürst der Seher, o bester der Könige, in tiefste Versenkung.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyanaḥ uvāca
Vaiśaṃpāyana sprach (Perf.)
evam uktaḥ muniḥ tattvam
so angesprochen, der Weise, die Wahrheit (Adv. + Nom. Sg. Ppp. + Nom. Sg. + Akk. Sg.)
kavīndraḥ rājasattama
der Fürst der Seher, o bester der Könige (Nom. Sg. + Vok.)
hanyāt sa eva yo hanyāt kuladharmaṃ svakāṃ tanum kālenotpathagantāsi śakye sati yathāpathi
Wer immer tötet, der tötet nur sich selbst, den Familienbrauch, den eigenen Leib; durch die Zeit gerätst du auf einen Abweg, obwohl der rechte Weg möglich wäre.
Wort für Wort
hanyāt saḥ eva yaḥ hanyāt
wer immer tötet, der tötet nur (Opt. 3.Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg. + Opt. 3.Sg.)
kuladharmam svakām tanum
den Familienbrauch, den eigenen Leib (Akk. Sg.)
kālena utpathagantā asi
durch die Zeit bist du einer, der auf Abwege gerät (Instr. Sg. + Nom. Sg. + Präs. 2.Sg.)
śakye sati yathāpathi
obwohl der rechte Weg möglich wäre (Lok. Abs. + Adv.)
luptaprajñaḥ pareṇāsi dharmaṃ darśaya vai sutān kiṃ te rājyena durdharṣa yena prāpto 'si kilbiṣam
Du bist durch einen anderen deiner Einsicht beraubt; zeige deinen Söhnen den Dharma; was nützt dir, Unbezwingbarer, die Königsherrschaft, durch die du Schuld auf dich geladen hast?
Wort für Wort
luptaprajñaḥ pareṇa asi
du bist durch einen anderen deiner Einsicht beraubt (Nom. Sg. Ppp. + Instr. Sg. + Präs. 2.Sg.)
dharmam darśaya vai sutān
zeige den Söhnen den Dharma (Akk. Sg. + Imp. 2.Sg. + Akk. Pl.)
kim te rājyena durdharṣa
was nützt dir die Königsherrschaft, Unbezwingbarer (Interrog. + Instr. Sg. + Vok.)
yena prāptaḥ asi kilbiṣam
durch die du Schuld auf dich geladen hast (Instr. Sg. + Nom. Sg. Ppp. + Präs. 2.Sg. + Akk. Sg.)
[?] 'pareṇa' ('durch einen anderen') wird traditionell auf Duryodhanas Einfluss gedeutet, ist im Text selbst aber nicht namentlich benannt.
yaśo dharmaṃ ca kīrtiṃ ca pālayan svargam āpsyasi labhantāṃ pāṇḍavā rājyaṃ śamaṃ gacchantu kauravāḥ
Indem du Ruhm, Dharma und Ehre bewahrst, wirst du den Himmel erlangen; die Pāṇḍavas mögen das Königreich erhalten, die Kauravas mögen zum Frieden gelangen.‘
Wort für Wort
yaśaḥ dharmam ca kīrtim ca
Ruhm, Dharma und Ehre (Akk. Sg.)
pālayan svargam āpsyasi
bewahrend wirst du den Himmel erlangen (Part. Nom. Sg. + Akk. Sg. + Fut. 2.Sg.)
labhantām pāṇḍavāḥ rājyam
die Pāṇḍavas mögen das Königreich erhalten (Imp. Med. 3.Pl. + Nom. Pl. + Akk. Sg.)
śamam gacchantu kauravāḥ
die Kauravas mögen zum Frieden gelangen (Akk. Sg. + Imp. 3.Pl. + Nom. Pl.)
dhṛtarāṣṭra uvāca yathā bhavān veda tathāsmi vettā bhāvābhāvau viditau me yathāvat svārthe hi saṃmuhyati tāta loko māṃ cāpi lokātmakam eva viddhi
Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Wie du es weißt, so weiß auch ich es; Werden und Vergehen sind mir wahrhaftig bekannt; denn, Vater, die Welt wird hinsichtlich ihres eigenen Vorteils verblendet - und wisse, dass auch ich vom Wesen der Welt bin.
Wort für Wort
dhṛtarāṣṭraḥ uvāca
Dhṛtarāṣṭra sprach (Perf.)
yathā bhavān veda tathā asmi vettā
wie du es weißt, so weiß auch ich es (Adv. + Nom. Sg. + Perf. 3.Sg. + Adv. + Präs. 1.Sg. + Nom. Sg.)
bhāvābhāvau viditau me yathāvat
Werden und Vergehen sind mir wahrhaftig bekannt (Nom. Du. + Nom. Du. Ppp. + Gen. Sg. + Adv.)
svārthe hi saṃmuhyati tāta lokaḥ
denn hinsichtlich ihres Vorteils wird die Welt verblendet, Vater (Lok. Sg. + Präs. Med. 3.Sg. + Vok. + Nom. Sg.)
mām ca api lokātmakam eva viddhi
und wisse, dass auch ich vom Wesen der Welt bin (Akk. Sg. + Akk. Sg. + Imp. 2.Sg.)
prasādaye tvām atulaprabhāvaṃ tvaṃ no gatir darśayitā ca dhīraḥ na cāpi te vaśagā me maharṣe na kalmaṣaṃ kartum ihārhase mām
Ich erbitte deine Gnade, du von unvergleichlicher Macht; du bist unsere Zuflucht und der Standhafte, der uns den Weg weist; doch auch sie [meine Söhne] sind mir nicht untertan, großer Weiser; du solltest mich hier nicht der Schuld bezichtigen.
Wort für Wort
prasādaye tvām atulaprabhāvam
ich erbitte deine Gnade, du von unvergleichlicher Macht (Präs. Med. 1.Sg. + Akk. Sg. + Akk. Sg.)
tvam naḥ gatiḥ darśayitā ca dhīraḥ
du bist unsere Zuflucht und der standhafte Wegweiser (Nom. Sg. + Gen. Pl. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
na ca api te vaśagāḥ me
doch auch sie sind mir nicht untertan (Adv. + Nom. Pl. + Gen. Sg.)
na kalmaṣam kartum iha arhase mām
du solltest mich hier nicht der Schuld bezichtigen (Akk. Sg. + Inf. + Präs. 2.Sg. + Akk. Sg.)
[?] Die Bezugsgröße von 'te' in 'te vaśagāḥ me' ist unklar; hier wird es (wie meist gedeutet) auf Dhṛtarāṣṭras Söhne bezogen, die ihm nicht gehorchen.
tvaṃ hi dharmaḥ pavitraṃ ca yaśaḥ kīrtir dhṛtiḥ smṛtiḥ kurūṇāṃ pāṇḍavānāṃ ca mānyaś cāsi pitāmahaḥ
Denn du bist der Dharma, die Reinheit, der Ruhm, die Ehre, die Standhaftigkeit, das Gedächtnis; und du bist der verehrungswürdige Großvater der Kurus wie der Pāṇḍavas.‘
Wort für Wort
tvam hi dharmaḥ pavitram ca
denn du bist der Dharma und die Reinheit (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
yaśaḥ kīrtiḥ dhṛtiḥ smṛtiḥ
der Ruhm, die Ehre, die Standhaftigkeit, das Gedächtnis (Nom. Sg.)
kurūṇām pāṇḍavānām ca
der Kurus und der Pāṇḍavas (Gen. Pl.)
mānyaḥ ca asi pitāmahaḥ
und du bist der verehrungswürdige Großvater (Nom. Sg. + Präs. 2.Sg. + Nom. Sg.)
Vyāsa sprach: ‚Klaren Glanzes, mit aufwärts strebenden Strahlen, mit nach rechts gewundener Flammenspitze, rauchlos das Feuer, und wohlriechende Düfte der Opfergaben verströmen sich - dies, sagt man, ist das Zeichen des bevorstehenden Sieges.
Wort für Wort
vyāsaḥ uvāca
Vyāsa sprach (Perf.)
prasannabhāḥ pāvakaḥ ūrdhvaraśmiḥ
klaren Glanzes, das Feuer mit aufwärts strebenden Strahlen (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
pradakṣiṇāvartaśikhaḥ vidhūmaḥ
mit nach rechts gewundener Flammenspitze, rauchlos (Nom. Sg.)
puṇyāḥ gandhāḥ ca āhutīnām pravānti
und wohlriechende Düfte der Opfergaben verströmen sich (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Gen. Pl. + Präs. 3.Pl.)
jayasya etat bhāvinaḥ rūpam āhuḥ
dies nennt man das Zeichen des bevorstehenden Sieges (Gen. Sg. + Nom. Sg. + Gen. Sg. Part. + Akk. Sg. + Perf. 3.Pl.)
gambhīraghoṣāś ca mahāsvanāś ca śaṅkhā mṛdaṅgāś ca nadanti yatra viśuddharaśmis tapanaḥ śaśī ca jayasyaitad bhāvino rūpam āhuḥ
Wo Muschelhörner und Trommeln mit tiefem und lautem Klang erschallen, und Sonne und Mond mit reinem Licht scheinen - dies, sagt man, ist das Zeichen des bevorstehenden Sieges.
Wort für Wort
gambhīraghoṣāḥ ca mahāsvanāḥ ca
mit tiefem und lautem Klang (Nom. Pl.)
śaṅkhāḥ mṛdaṅgāḥ ca nadanti yatra
wo Muschelhörner und Trommeln erschallen (Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Adv.)
viśuddharaśmiḥ tapanaḥ śaśī ca
mit reinem Licht Sonne und Mond (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
jayasya etat bhāvinaḥ rūpam āhuḥ
dies nennt man das Zeichen des bevorstehenden Sieges (Gen. Sg. + Nom. Sg. + Gen. Sg. + Akk. Sg. + Perf. 3.Pl.)
iṣṭā vācaḥ pṛṣṭhato vāyasānāṃ saṃprasthitānāṃ ca gamiṣyatāṃ ca ye pṛṣṭhatas te tvarayanti rājan ye tv agratas te pratiṣedhayanti
Angenehme Rufe der Krähen von hinten, für die, die aufgebrochen sind und die im Begriff sind zu ziehen - jene von hinten treiben an, König; jene aber von vorne halten zurück.
Wort für Wort
iṣṭāḥ vācaḥ pṛṣṭhataḥ vāyasānām
angenehme Rufe der Krähen von hinten (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Adv. + Gen. Pl.)
saṃprasthitānām ca gamiṣyatām ca
für die Aufgebrochenen und die, die ziehen werden (Gen. Pl. + Gen. Pl.)
ye pṛṣṭhataḥ te tvarayanti rājan
jene von hinten treiben an, König (Nom. Pl. + Adv. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Vok.)
ye tu agrataḥ te pratiṣedhayanti
jene aber von vorne halten zurück (Nom. Pl. + Adv. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl.)
kalyāṇavācaḥ śakunā rājahaṃsāḥ śukāḥ krauñcāḥ śatapatrāś ca yatra pradakṣiṇāś caiva bhavanti saṃkhye dhruvaṃ jayaṃ tatra vadanti viprāḥ
Wo Vögel mit wohltönenden Rufen - königliche Schwäne, Papageien, Kraniche und Bienenfresser - im Kampf nach rechts umkreisend erscheinen, dort verkünden die Brahmanen sicheren Sieg.
Wort für Wort
kalyāṇavācaḥ śakunāḥ rājahaṃsāḥ
Vögel mit wohltönenden Rufen, königliche Schwäne (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Nom. Pl.)
śukāḥ krauñcāḥ śatapatrāḥ ca
Papageien, Kraniche und Bienenfresser (Nom. Pl.)
yatra pradakṣiṇāḥ ca eva bhavanti saṃkhye
wo sie im Kampf nach rechts umkreisend erscheinen (Adv. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Lok. Sg.)
dhruvam jayam tatra vadanti viprāḥ
dort verkünden die Brahmanen sicheren Sieg (Akk. Sg. + Akk. Sg. + Adv. + Präs. 3.Pl. + Nom. Pl.)
alaṃkāraiḥ kavacaiḥ ketubhiś ca mukhaprasādair hemavarṇaiś ca nṝṇām bhrājiṣmatī duṣpratiprekṣaṇīyā yeṣāṃ camūs te vijayanti śatrūn
Deren Heer, glänzend mit Schmuckstücken, Rüstungen und Bannern, mit heiterem Antlitz der Männer und goldfarben, kaum anzuschauen ist - jene besiegen die Feinde.
Wort für Wort
alaṃkāraiḥ kavacaiḥ ketubhiḥ ca
mit Schmuckstücken, Rüstungen und Bannern (Instr. Pl.)
mukhaprasādaiḥ hemavarṇaiḥ ca nṝṇām
mit heiterem, goldfarbenem Antlitz der Männer (Instr. Pl. + Instr. Pl. + Gen. Pl.)
bhrājiṣmatī duṣpratiprekṣaṇīyā
glänzend, kaum anzuschauen (Nom. Sg.)
yeṣām camūḥ te vijayanti śatrūn
deren Heer - jene besiegen die Feinde (Gen. Pl. + Nom. Sg. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Akk. Pl.)
hṛṣṭā vācas tathā sattvaṃ yodhānāṃ yatra bhārata na mlāyante srajaś caiva te taranti raṇe ripūn
Wo die Reden der Krieger freudig sind und ebenso ihre Kraft, o Bhārata, und ihre Blumengirlanden nicht verwelken - jene überwinden im Kampf die Feinde.
Wort für Wort
hṛṣṭāḥ vācaḥ tathā sattvam yodhānām
freudige Reden und ebenso die Kraft der Krieger (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Adv. + Nom. Sg. + Gen. Pl.)
yatra bhārata na mlāyante srajaḥ
wo, o Bhārata, die Girlanden nicht verwelken (Adv. + Vok. + Präs. Pass. 3.Pl. + Nom. Pl.)
ca eva te taranti raṇe ripūn
und ebenso jene überwinden im Kampf die Feinde (Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Lok. Sg. + Akk. Pl.)
Ein günstiger Wind von rechts für den, der eindringt, für den, der einzudringen im Begriff ist - von hinten fördert er das Ziel, von vorne hält er zurück.
Wort für Wort
iṣṭaḥ vātaḥ praviṣṭasya
ein günstiger Wind für den Eindringenden (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Gen. Sg.)
dakṣiṇā pravivikṣataḥ
von rechts, für den, der einzudringen im Begriff ist (Nom. Sg. Adv. + Gen. Sg. Part.)
paścāt saṃsādhayati artham
von hinten fördert er das Ziel (Adv. + Präs. 3.Sg. + Akk. Sg.)
purastāt pratiṣedhate
von vorne hält er zurück (Adv. + Präs. Med. 3.Sg.)
śabdarūparasasparśagandhāś cāviṣkṛtāḥ śubhāḥ sadā yodhāś ca hṛṣṭāś ca yeṣāṃ teṣāṃ dhruvaṃ jayaḥ
Und deren Klänge, Formen, Geschmäcke, Berührungen und Gerüche sich stets als günstig offenbaren, und deren Krieger freudig sind - deren Sieg ist sicher.
Wort für Wort
śabdarūparasasparśagandhāḥ
Klang, Form, Geschmack, Berührung und Geruch (Nom. Pl.)
ca āviṣkṛtāḥ śubhāḥ sadā
und sich stets als günstig offenbarend (Nom. Pl. Ppp. + Nom. Pl. + Adv.)
yodhāḥ ca hṛṣṭāḥ ca yeṣām
und deren Krieger freudig sind (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Gen. Pl.)
teṣām dhruvam jayaḥ
deren Sieg ist sicher (Gen. Pl. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
anv eva vāyavo vānti tathābhrāṇi vayāṃsi ca anuplavante meghāś ca tathaivendradhanūṃṣi ca
Wenn die Winde in gleicher Richtung wehen, und ebenso die Wolken und Vögel, und die Regenwolken mitziehen, und ebenso die Regenbögen [entsprechend erscheinen] -
Wort für Wort
anu eva vāyavaḥ vānti
wenn die Winde in gleicher Richtung wehen (Adv. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl.)
tathā abhrāṇi vayāṃsi ca
und ebenso die Wolken und Vögel (Adv. + Nom. Pl. + Nom. Pl.)
anuplavante meghāḥ ca
und die Regenwolken mitziehen (Präs. Med. 3.Pl. + Nom. Pl.)
naiva śakyā samādhātuṃ saṃnipāte mahācamūḥ dīrṇā ity eva dīryante yodhāḥ śūratamā api bhītān bhagnāṃś ca saṃprekṣya bhayaṃ bhūyo vivardhate
Ein großes Heer lässt sich im Zusammenstoß keineswegs wieder sammeln; sobald es heißt 'es ist gebrochen', brechen auch die tapfersten Krieger; und beim Anblick der Verängstigten und Gebrochenen wächst die Furcht noch mehr.
Wort für Wort
na eva śakyā samādhātum
lässt sich keineswegs wieder sammeln (Adv. + Nom. Sg. + Inf.)
saṃnipāte mahācamūḥ
im Zusammenstoß das große Heer (Lok. Sg. + Nom. Sg.)
dīrṇā iti eva dīryante yodhāḥ śūratamāḥ api
sobald 'gebrochen' heißt, brechen auch die tapfersten Krieger (Nom. Sg. + Zitat + Präs. Pass. 3.Pl. + Nom. Pl. + Nom. Pl.)
bhītān bhagnān ca saṃprekṣya
beim Anblick der Verängstigten und Gebrochenen (Akk. Pl. + Akk. Pl. + Absolutiv)
bhayam bhūyaḥ vivardhate
wächst die Furcht noch mehr (Nom. Sg. + Adv. + Präs. Med. 3.Sg.)
Nachdem er ein großes vierteiliges Heer aufgestellt hat, sollte ein kluger Herrscher der Erde, stets wachsam, sich mit Bedacht auf die rechten Mittel bemühen.
Wort für Wort
saṃbhṛtya mahatīm senām
nachdem er ein großes Heer aufgestellt hat (Absolutiv + Akk. Sg. + Akk. Sg.)
caturaṅgām mahīpatiḥ
vierteiliges, der Herrscher der Erde (Akk. Sg. + Nom. Sg.)
upāyapūrvam medhāvī yateta
mit Bedacht auf die Mittel sollte sich der Kluge bemühen (Adv. + Nom. Sg. + Opt. Med. 3.Sg.)
upāyavijayaṃ śreṣṭham āhur bhedena madhyamam jaghanya eṣa vijayo yo yuddhena viśāṃ pate mahādoṣaḥ saṃnipātas tato vyaṅgaḥ sa ucyate
Den Sieg durch kluge Mittel nennt man den besten, durch Spaltung der Feinde den mittleren; der geringste Sieg ist jener, der durch offene Schlacht [erlangt wird], Herr der Untertanen; der Zusammenstoß birgt großen Fehler, deshalb nennt man ihn den mangelhaften.
Wort für Wort
upāyavijayam śreṣṭham āhuḥ
den Sieg durch Mittel nennt man den besten (Akk. Sg. + Akk. Sg. + Perf. 3.Pl.)
bhedena madhyamam
durch Spaltung den mittleren (Instr. Sg. + Akk. Sg.)
jaghanyaḥ eṣaḥ vijayaḥ yaḥ yuddhena viśām pate
der geringste Sieg ist jener durch Schlacht, Herr der Untertanen (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg. + Instr. Sg. + Vok.)
mahādoṣaḥ saṃnipātaḥ tataḥ vyaṅgaḥ saḥ ucyate
der Zusammenstoß birgt großen Fehler, deshalb heißt er der mangelhafte (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Adv. + Nom. Sg. + Nom. Sg. + Präs. Pass. 3.Sg.)
parasparajñāḥ saṃhṛṣṭā vyavadhūtāḥ suniścitāḥ pañcāśad api ye śūrā mathnanti mahatīṃ camūm atha vā pañca ṣaṭ sapta vijayanty anivartinaḥ
Einander vertraut, freudig erregt, allen Zweifel abgeschüttelt, fest entschlossen - selbst fünfzig solcher Helden zermalmen ein großes Heer, oder auch fünf, sechs, sieben, die nicht zurückweichen, erringen den Sieg.
Wort für Wort
parasparajñāḥ saṃhṛṣṭāḥ
einander vertraut, freudig erregt (Nom. Pl.)
vyavadhūtāḥ suniścitāḥ
allen Zweifel abgeschüttelt, fest entschlossen (Nom. Pl.)
pañcāśat api ye śūrāḥ mathnanti mahatīm camūm
selbst fünfzig solcher Helden zermalmen ein großes Heer (Nom. Sg. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Akk. Sg. + Akk. Sg.)
atha vā pañca ṣaṭ sapta vijayanti anivartinaḥ
oder fünf, sechs, sieben, die nicht zurückweichen, siegen (Adv. + Zahlwörter + Präs. 3.Pl. + Nom. Pl.)
na bāhulyena senāyā jayo bhavati bhārata adhruvo hi jayo nāma daivaṃ cātra parāyaṇam jayanto hy api saṃgrāme kṣayavanto bhavanty uta
Nicht durch die Menge eines Heeres entsteht der Sieg, o Bhārata; denn der sogenannte Sieg ist ungewiss, und das Schicksal ist hierbei die letzte Zuflucht; selbst die Siegenden im Kampf werden mitunter dem Untergang geweiht.‘
Wort für Wort
na bāhulyena senāyāḥ jayaḥ bhavati bhārata
nicht durch die Menge eines Heeres entsteht der Sieg, o Bhārata (Adv. + Instr. Sg. + Gen. Sg. + Nom. Sg. + Präs. 3.Sg. + Vok.)
adhruvaḥ hi jayaḥ nāma
denn der sogenannte Sieg ist ungewiss (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Adv.)
daivam ca atra parāyaṇam
und das Schicksal ist hierbei die letzte Zuflucht (Nom. Sg. + Adv. + Nom. Sg.)
jayantaḥ hi api saṃgrāme kṣayavantaḥ bhavanti uta
selbst die Siegenden im Kampf werden mitunter dem Untergang geweiht (Nom. Pl. + Lok. Sg. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Adv.)