Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Bhīṣmaparva

Kapitel 4: Vyāsopadeśaḥ / Jayalakṣaṇāni Vyāsas Mahnung und die Zeichen des Sieges

vaiśaṃpāyana uvāca evam ukto munis tattvaṃ kavīndro rājasattama putreṇa dhṛtarāṣṭreṇa dhyānam anvagamat param

Vaiśaṃpāyana sprach: So von seinem Sohn Dhṛtarāṣṭra angesprochen, versank der Weise, der Wahrheitskundige, der Fürst der Seher, o bester der Könige, in tiefste Versenkung.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyanaḥ uvāca
Vaiśaṃpāyana sprach (Perf.)
evam uktaḥ muniḥ tattvam
so angesprochen, der Weise, die Wahrheit (Adv. + Nom. Sg. Ppp. + Nom. Sg. + Akk. Sg.)
kavīndraḥ rājasattama
der Fürst der Seher, o bester der Könige (Nom. Sg. + Vok.)
putreṇa dhṛtarāṣṭreṇa
von seinem Sohn Dhṛtarāṣṭra (Instr. Sg.)
dhyānam anvagamat param
versank in tiefste Versenkung (Akk. Sg. + Impf. 3.Sg. + Akk. Sg.)

punar evābravīd vākyaṃ kālavādī mahātapāḥ asaṃśayaṃ pārthivendra kālaḥ saṃkṣipate jagat

Wiederum sprach er, der Zeitkündiger von großer Askese, dieses Wort: ‚Ohne Zweifel, Herr der Könige, zieht die Zeit die Welt zusammen

Wort für Wort
punar eva abravīt vākyam
wiederum sprach er dieses Wort (Adv. + Impf. 3.Sg. + Akk. Sg.)
kālavādī mahātapāḥ
der Zeitkündiger von großer Askese (Nom. Sg.)
asaṃśayam pārthivendra
ohne Zweifel, Herr der Könige (Adv. + Vok.)
kālaḥ saṃkṣipate jagat
die Zeit zieht die Welt zusammen (Nom. Sg. + Präs. Med. 3.Sg. + Akk. Sg.)

sṛjate ca punar lokān neha vidyati śāśvatam jñātīnāṃ ca kurūṇāṃ ca saṃbandhisuhṛdāṃ tathā

und erschafft die Welten wieder; hier gibt es nichts Ewiges, weder für die Verwandten noch für die Kurus, noch für die Verbündeten und Freunde.

Wort für Wort
sṛjate ca punaḥ lokān
und erschafft wieder die Welten (Präs. Med. 3.Sg. + Adv. + Akk. Pl.)
na iha vidyati śāśvatam
hier gibt es nichts Ewiges (Adv. + Präs. 3.Sg. + Nom. Sg.)
jñātīnām ca kurūṇām ca
für die Verwandten und die Kurus (Gen. Pl.)
saṃbandhisuhṛdām tathā
und ebenso für Verbündete und Freunde (Gen. Pl.)

dharmyaṃ deśaya panthānaṃ samartho hy asi vāraṇe kṣudraṃ jñātivadhaṃ prāhur mā kuruṣva mamāpriyam

Zeige den rechtmäßigen Weg, denn du bist fähig, es abzuwenden; man nennt die Tötung der Verwandten niedrig - tue nicht, was mir missfällt.

Wort für Wort
dharmyam deśaya panthānam
zeige den rechtmäßigen Weg (Akk. Sg. + Imp. 2.Sg. + Akk. Sg.)
samarthaḥ hi asi vāraṇe
denn du bist fähig zur Abwehr (Nom. Sg. + Präs. 2.Sg. + Lok. Sg.)
kṣudram jñātivadham prāhuḥ
die Tötung der Verwandten nennt man niedrig (Akk. Sg. + Perf. 3.Pl.)
mā kuruṣva mama apriyam
tue nicht, was mir missfällt (Inj. 2.Sg. + Akk. Sg.)

kālo 'yaṃ putrarūpeṇa tava jāto viśāṃ pate na vadhaḥ pūjyate vede hitaṃ naitat kathaṃ cana

Diese Zeit ist in Gestalt deines Sohnes geboren worden, Herr der Untertanen; Tötung wird im Veda nicht geehrt; dies ist auf keine Weise heilsam.

Wort für Wort
kālaḥ ayam putrarūpeṇa
diese Zeit in Gestalt des Sohnes (Nom. Sg. + Instr. Sg.)
tava jātaḥ viśām pate
ist geboren worden dir, Herr der Untertanen (Gen. Sg. + Nom. Sg. Ppp. + Vok.)
na vadhaḥ pūjyate vede
die Tötung wird im Veda nicht geehrt (Nom. Sg. + Präs. Pass. 3.Sg. + Lok. Sg.)
hitam na etat kathaṃ cana
dies ist auf keine Weise heilsam (Nom. Sg. + Adv.)

hanyāt sa eva yo hanyāt kuladharmaṃ svakāṃ tanum kālenotpathagantāsi śakye sati yathāpathi

Wer immer tötet, der tötet nur sich selbst, den Familienbrauch, den eigenen Leib; durch die Zeit gerätst du auf einen Abweg, obwohl der rechte Weg möglich wäre.

Wort für Wort
hanyāt saḥ eva yaḥ hanyāt
wer immer tötet, der tötet nur (Opt. 3.Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg. + Opt. 3.Sg.)
kuladharmam svakām tanum
den Familienbrauch, den eigenen Leib (Akk. Sg.)
kālena utpathagantā asi
durch die Zeit bist du einer, der auf Abwege gerät (Instr. Sg. + Nom. Sg. + Präs. 2.Sg.)
śakye sati yathāpathi
obwohl der rechte Weg möglich wäre (Lok. Abs. + Adv.)

kulasyāsya vināśāya tathaiva ca mahīkṣitām anartho rājyarūpeṇa tyajyatām asukhāvahaḥ

Zum Untergang dieser Familie und ebenso der Herrscher der Erde dient das Unheil in Gestalt der Königsherrschaft, das Unglück bringt - lass es fahren.

Wort für Wort
kulasya asya vināśāya
zum Untergang dieser Familie (Gen. Sg. + Dat. Sg.)
tathā eva ca mahīkṣitām
und ebenso der Herrscher der Erde (Adv. + Gen. Pl.)
anarthaḥ rājyarūpeṇa
das Unheil in Gestalt der Königsherrschaft (Nom. Sg. + Instr. Sg.)
tyajyatām asukhāvahaḥ
lass es fahren, das Unglück bringt (Imp. Pass. 3.Sg. + Nom. Sg.)

luptaprajñaḥ pareṇāsi dharmaṃ darśaya vai sutān kiṃ te rājyena durdharṣa yena prāpto 'si kilbiṣam

Du bist durch einen anderen deiner Einsicht beraubt; zeige deinen Söhnen den Dharma; was nützt dir, Unbezwingbarer, die Königsherrschaft, durch die du Schuld auf dich geladen hast?

Wort für Wort
luptaprajñaḥ pareṇa asi
du bist durch einen anderen deiner Einsicht beraubt (Nom. Sg. Ppp. + Instr. Sg. + Präs. 2.Sg.)
dharmam darśaya vai sutān
zeige den Söhnen den Dharma (Akk. Sg. + Imp. 2.Sg. + Akk. Pl.)
kim te rājyena durdharṣa
was nützt dir die Königsherrschaft, Unbezwingbarer (Interrog. + Instr. Sg. + Vok.)
yena prāptaḥ asi kilbiṣam
durch die du Schuld auf dich geladen hast (Instr. Sg. + Nom. Sg. Ppp. + Präs. 2.Sg. + Akk. Sg.)

[?] 'pareṇa' ('durch einen anderen') wird traditionell auf Duryodhanas Einfluss gedeutet, ist im Text selbst aber nicht namentlich benannt.

yaśo dharmaṃ ca kīrtiṃ ca pālayan svargam āpsyasi labhantāṃ pāṇḍavā rājyaṃ śamaṃ gacchantu kauravāḥ

Indem du Ruhm, Dharma und Ehre bewahrst, wirst du den Himmel erlangen; die Pāṇḍavas mögen das Königreich erhalten, die Kauravas mögen zum Frieden gelangen.‘

Wort für Wort
yaśaḥ dharmam ca kīrtim ca
Ruhm, Dharma und Ehre (Akk. Sg.)
pālayan svargam āpsyasi
bewahrend wirst du den Himmel erlangen (Part. Nom. Sg. + Akk. Sg. + Fut. 2.Sg.)
labhantām pāṇḍavāḥ rājyam
die Pāṇḍavas mögen das Königreich erhalten (Imp. Med. 3.Pl. + Nom. Pl. + Akk. Sg.)
śamam gacchantu kauravāḥ
die Kauravas mögen zum Frieden gelangen (Akk. Sg. + Imp. 3.Pl. + Nom. Pl.)

evaṃ bruvati viprendre dhṛtarāṣṭro 'mbikāsutaḥ ākṣipya vākyaṃ vākyajño vākpathenāpy ayāt punaḥ

Als der Fürst der Brahmanen so sprach, entgegnete Dhṛtarāṣṭra, der Sohn der Ambikā, redekundig, das Wort zurückweisend, wiederum auf dem Weg der Rede.

Wort für Wort
evam bruvati viprendre
als der Fürst der Brahmanen so sprach (Adv. + Part. Lok. Sg. + Lok. Sg.)
dhṛtarāṣṭraḥ ambikāsutaḥ
Dhṛtarāṣṭra, der Sohn der Ambikā (Nom. Sg.)
ākṣipya vākyam vākyajñaḥ
das Wort zurückweisend, redekundig (Absolutiv + Akk. Sg. + Nom. Sg.)
vākpathena api ayāt punaḥ
kam wiederum auf dem Weg der Rede (Instr. Sg. + Impf. 3.Sg. + Adv.)

dhṛtarāṣṭra uvāca yathā bhavān veda tathāsmi vettā bhāvābhāvau viditau me yathāvat svārthe hi saṃmuhyati tāta loko māṃ cāpi lokātmakam eva viddhi

Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Wie du es weißt, so weiß auch ich es; Werden und Vergehen sind mir wahrhaftig bekannt; denn, Vater, die Welt wird hinsichtlich ihres eigenen Vorteils verblendet - und wisse, dass auch ich vom Wesen der Welt bin.

Wort für Wort
dhṛtarāṣṭraḥ uvāca
Dhṛtarāṣṭra sprach (Perf.)
yathā bhavān veda tathā asmi vettā
wie du es weißt, so weiß auch ich es (Adv. + Nom. Sg. + Perf. 3.Sg. + Adv. + Präs. 1.Sg. + Nom. Sg.)
bhāvābhāvau viditau me yathāvat
Werden und Vergehen sind mir wahrhaftig bekannt (Nom. Du. + Nom. Du. Ppp. + Gen. Sg. + Adv.)
svārthe hi saṃmuhyati tāta lokaḥ
denn hinsichtlich ihres Vorteils wird die Welt verblendet, Vater (Lok. Sg. + Präs. Med. 3.Sg. + Vok. + Nom. Sg.)
mām ca api lokātmakam eva viddhi
und wisse, dass auch ich vom Wesen der Welt bin (Akk. Sg. + Akk. Sg. + Imp. 2.Sg.)

prasādaye tvām atulaprabhāvaṃ tvaṃ no gatir darśayitā ca dhīraḥ na cāpi te vaśagā me maharṣe na kalmaṣaṃ kartum ihārhase mām

Ich erbitte deine Gnade, du von unvergleichlicher Macht; du bist unsere Zuflucht und der Standhafte, der uns den Weg weist; doch auch sie [meine Söhne] sind mir nicht untertan, großer Weiser; du solltest mich hier nicht der Schuld bezichtigen.

Wort für Wort
prasādaye tvām atulaprabhāvam
ich erbitte deine Gnade, du von unvergleichlicher Macht (Präs. Med. 1.Sg. + Akk. Sg. + Akk. Sg.)
tvam naḥ gatiḥ darśayitā ca dhīraḥ
du bist unsere Zuflucht und der standhafte Wegweiser (Nom. Sg. + Gen. Pl. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
na ca api te vaśagāḥ me
doch auch sie sind mir nicht untertan (Adv. + Nom. Pl. + Gen. Sg.)
na kalmaṣam kartum iha arhase mām
du solltest mich hier nicht der Schuld bezichtigen (Akk. Sg. + Inf. + Präs. 2.Sg. + Akk. Sg.)

[?] Die Bezugsgröße von 'te' in 'te vaśagāḥ me' ist unklar; hier wird es (wie meist gedeutet) auf Dhṛtarāṣṭras Söhne bezogen, die ihm nicht gehorchen.

tvaṃ hi dharmaḥ pavitraṃ ca yaśaḥ kīrtir dhṛtiḥ smṛtiḥ kurūṇāṃ pāṇḍavānāṃ ca mānyaś cāsi pitāmahaḥ

Denn du bist der Dharma, die Reinheit, der Ruhm, die Ehre, die Standhaftigkeit, das Gedächtnis; und du bist der verehrungswürdige Großvater der Kurus wie der Pāṇḍavas.‘

Wort für Wort
tvam hi dharmaḥ pavitram ca
denn du bist der Dharma und die Reinheit (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
yaśaḥ kīrtiḥ dhṛtiḥ smṛtiḥ
der Ruhm, die Ehre, die Standhaftigkeit, das Gedächtnis (Nom. Sg.)
kurūṇām pāṇḍavānām ca
der Kurus und der Pāṇḍavas (Gen. Pl.)
mānyaḥ ca asi pitāmahaḥ
und du bist der verehrungswürdige Großvater (Nom. Sg. + Präs. 2.Sg. + Nom. Sg.)

vyāsa uvāca vaicitravīrya nṛpate yat te manasi vartate abhidhatsva yathākāmaṃ chettāsmi tava saṃśayam

Vyāsa sprach: ‚König, Sohn des Vicitravīrya, was dir im Sinn liegt, das sprich aus, wie du wünschst; ich werde deinen Zweifel zerschlagen.‘

Wort für Wort
vyāsaḥ uvāca
Vyāsa sprach (Perf.)
vaicitravīrya nṛpate
Sohn des Vicitravīrya, König (Vok.)
yat te manasi vartate
was dir im Sinn liegt (Nom. Sg. + Gen. Sg. + Lok. Sg. + Präs. Med. 3.Sg.)
abhidhatsva yathākāmam
sprich aus, wie du wünschst (Imp. Med. 2.Sg. + Adv.)
chettā asmi tava saṃśayam
ich werde deinen Zweifel zerschlagen (Nom. Sg. + Präs. 1.Sg. + Gen. Sg. + Akk. Sg.)

dhṛtarāṣṭra uvāca yāni liṅgāni saṃgrāme bhavanti vijayiṣyatām tāni sarvāṇi bhagavañ śrotum icchāmi tattvataḥ

Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Alle jene Zeichen, die im Kampf bei denen erscheinen, die siegen werden - diese alle möchte ich wahrheitsgemäß hören, Erhabener.‘

Wort für Wort
dhṛtarāṣṭraḥ uvāca
Dhṛtarāṣṭra sprach (Perf.)
yāni liṅgāni saṃgrāme bhavanti
jene Zeichen, die im Kampf erscheinen (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Lok. Sg. + Präs. 3.Pl.)
vijayiṣyatām tāni sarvāṇi
bei denen, die siegen werden, diese alle (Gen. Pl. + Nom. Pl. + Nom. Pl.)
bhagavan śrotum icchāmi tattvataḥ
Erhabener, ich möchte wahrheitsgemäß hören (Vok. + Inf. + Präs. 1.Sg. + Adv.)

vyāsa uvāca prasannabhāḥ pāvaka ūrdhvaraśmiḥ pradakṣiṇāvartaśikho vidhūmaḥ puṇyā gandhāś cāhutīnāṃ pravānti jayasyaitad bhāvino rūpam āhuḥ

Vyāsa sprach: ‚Klaren Glanzes, mit aufwärts strebenden Strahlen, mit nach rechts gewundener Flammenspitze, rauchlos das Feuer, und wohlriechende Düfte der Opfergaben verströmen sich - dies, sagt man, ist das Zeichen des bevorstehenden Sieges.

Wort für Wort
vyāsaḥ uvāca
Vyāsa sprach (Perf.)
prasannabhāḥ pāvakaḥ ūrdhvaraśmiḥ
klaren Glanzes, das Feuer mit aufwärts strebenden Strahlen (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
pradakṣiṇāvartaśikhaḥ vidhūmaḥ
mit nach rechts gewundener Flammenspitze, rauchlos (Nom. Sg.)
puṇyāḥ gandhāḥ ca āhutīnām pravānti
und wohlriechende Düfte der Opfergaben verströmen sich (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Gen. Pl. + Präs. 3.Pl.)
jayasya etat bhāvinaḥ rūpam āhuḥ
dies nennt man das Zeichen des bevorstehenden Sieges (Gen. Sg. + Nom. Sg. + Gen. Sg. Part. + Akk. Sg. + Perf. 3.Pl.)

gambhīraghoṣāś ca mahāsvanāś ca śaṅkhā mṛdaṅgāś ca nadanti yatra viśuddharaśmis tapanaḥ śaśī ca jayasyaitad bhāvino rūpam āhuḥ

Wo Muschelhörner und Trommeln mit tiefem und lautem Klang erschallen, und Sonne und Mond mit reinem Licht scheinen - dies, sagt man, ist das Zeichen des bevorstehenden Sieges.

Wort für Wort
gambhīraghoṣāḥ ca mahāsvanāḥ ca
mit tiefem und lautem Klang (Nom. Pl.)
śaṅkhāḥ mṛdaṅgāḥ ca nadanti yatra
wo Muschelhörner und Trommeln erschallen (Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Adv.)
viśuddharaśmiḥ tapanaḥ śaśī ca
mit reinem Licht Sonne und Mond (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
jayasya etat bhāvinaḥ rūpam āhuḥ
dies nennt man das Zeichen des bevorstehenden Sieges (Gen. Sg. + Nom. Sg. + Gen. Sg. + Akk. Sg. + Perf. 3.Pl.)

iṣṭā vācaḥ pṛṣṭhato vāyasānāṃ saṃprasthitānāṃ ca gamiṣyatāṃ ca ye pṛṣṭhatas te tvarayanti rājan ye tv agratas te pratiṣedhayanti

Angenehme Rufe der Krähen von hinten, für die, die aufgebrochen sind und die im Begriff sind zu ziehen - jene von hinten treiben an, König; jene aber von vorne halten zurück.

Wort für Wort
iṣṭāḥ vācaḥ pṛṣṭhataḥ vāyasānām
angenehme Rufe der Krähen von hinten (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Adv. + Gen. Pl.)
saṃprasthitānām ca gamiṣyatām ca
für die Aufgebrochenen und die, die ziehen werden (Gen. Pl. + Gen. Pl.)
ye pṛṣṭhataḥ te tvarayanti rājan
jene von hinten treiben an, König (Nom. Pl. + Adv. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Vok.)
ye tu agrataḥ te pratiṣedhayanti
jene aber von vorne halten zurück (Nom. Pl. + Adv. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl.)

kalyāṇavācaḥ śakunā rājahaṃsāḥ śukāḥ krauñcāḥ śatapatrāś ca yatra pradakṣiṇāś caiva bhavanti saṃkhye dhruvaṃ jayaṃ tatra vadanti viprāḥ

Wo Vögel mit wohltönenden Rufen - königliche Schwäne, Papageien, Kraniche und Bienenfresser - im Kampf nach rechts umkreisend erscheinen, dort verkünden die Brahmanen sicheren Sieg.

Wort für Wort
kalyāṇavācaḥ śakunāḥ rājahaṃsāḥ
Vögel mit wohltönenden Rufen, königliche Schwäne (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Nom. Pl.)
śukāḥ krauñcāḥ śatapatrāḥ ca
Papageien, Kraniche und Bienenfresser (Nom. Pl.)
yatra pradakṣiṇāḥ ca eva bhavanti saṃkhye
wo sie im Kampf nach rechts umkreisend erscheinen (Adv. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Lok. Sg.)
dhruvam jayam tatra vadanti viprāḥ
dort verkünden die Brahmanen sicheren Sieg (Akk. Sg. + Akk. Sg. + Adv. + Präs. 3.Pl. + Nom. Pl.)

alaṃkāraiḥ kavacaiḥ ketubhiś ca mukhaprasādair hemavarṇaiś ca nṝṇām bhrājiṣmatī duṣpratiprekṣaṇīyā yeṣāṃ camūs te vijayanti śatrūn

Deren Heer, glänzend mit Schmuckstücken, Rüstungen und Bannern, mit heiterem Antlitz der Männer und goldfarben, kaum anzuschauen ist - jene besiegen die Feinde.

Wort für Wort
alaṃkāraiḥ kavacaiḥ ketubhiḥ ca
mit Schmuckstücken, Rüstungen und Bannern (Instr. Pl.)
mukhaprasādaiḥ hemavarṇaiḥ ca nṝṇām
mit heiterem, goldfarbenem Antlitz der Männer (Instr. Pl. + Instr. Pl. + Gen. Pl.)
bhrājiṣmatī duṣpratiprekṣaṇīyā
glänzend, kaum anzuschauen (Nom. Sg.)
yeṣām camūḥ te vijayanti śatrūn
deren Heer - jene besiegen die Feinde (Gen. Pl. + Nom. Sg. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Akk. Pl.)

hṛṣṭā vācas tathā sattvaṃ yodhānāṃ yatra bhārata na mlāyante srajaś caiva te taranti raṇe ripūn

Wo die Reden der Krieger freudig sind und ebenso ihre Kraft, o Bhārata, und ihre Blumengirlanden nicht verwelken - jene überwinden im Kampf die Feinde.

Wort für Wort
hṛṣṭāḥ vācaḥ tathā sattvam yodhānām
freudige Reden und ebenso die Kraft der Krieger (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Adv. + Nom. Sg. + Gen. Pl.)
yatra bhārata na mlāyante srajaḥ
wo, o Bhārata, die Girlanden nicht verwelken (Adv. + Vok. + Präs. Pass. 3.Pl. + Nom. Pl.)
ca eva te taranti raṇe ripūn
und ebenso jene überwinden im Kampf die Feinde (Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Lok. Sg. + Akk. Pl.)

iṣṭo vātaḥ praviṣṭasya dakṣiṇā pravivikṣataḥ paścāt saṃsādhayaty arthaṃ purastāt pratiṣedhate

Ein günstiger Wind von rechts für den, der eindringt, für den, der einzudringen im Begriff ist - von hinten fördert er das Ziel, von vorne hält er zurück.

Wort für Wort
iṣṭaḥ vātaḥ praviṣṭasya
ein günstiger Wind für den Eindringenden (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Gen. Sg.)
dakṣiṇā pravivikṣataḥ
von rechts, für den, der einzudringen im Begriff ist (Nom. Sg. Adv. + Gen. Sg. Part.)
paścāt saṃsādhayati artham
von hinten fördert er das Ziel (Adv. + Präs. 3.Sg. + Akk. Sg.)
purastāt pratiṣedhate
von vorne hält er zurück (Adv. + Präs. Med. 3.Sg.)

śabdarūparasasparśagandhāś cāviṣkṛtāḥ śubhāḥ sadā yodhāś ca hṛṣṭāś ca yeṣāṃ teṣāṃ dhruvaṃ jayaḥ

Und deren Klänge, Formen, Geschmäcke, Berührungen und Gerüche sich stets als günstig offenbaren, und deren Krieger freudig sind - deren Sieg ist sicher.

Wort für Wort
śabdarūparasasparśagandhāḥ
Klang, Form, Geschmack, Berührung und Geruch (Nom. Pl.)
ca āviṣkṛtāḥ śubhāḥ sadā
und sich stets als günstig offenbarend (Nom. Pl. Ppp. + Nom. Pl. + Adv.)
yodhāḥ ca hṛṣṭāḥ ca yeṣām
und deren Krieger freudig sind (Nom. Pl. + Nom. Pl. + Gen. Pl.)
teṣām dhruvam jayaḥ
deren Sieg ist sicher (Gen. Pl. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)

anv eva vāyavo vānti tathābhrāṇi vayāṃsi ca anuplavante meghāś ca tathaivendradhanūṃṣi ca

Wenn die Winde in gleicher Richtung wehen, und ebenso die Wolken und Vögel, und die Regenwolken mitziehen, und ebenso die Regenbögen [entsprechend erscheinen] -

Wort für Wort
anu eva vāyavaḥ vānti
wenn die Winde in gleicher Richtung wehen (Adv. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl.)
tathā abhrāṇi vayāṃsi ca
und ebenso die Wolken und Vögel (Adv. + Nom. Pl. + Nom. Pl.)
anuplavante meghāḥ ca
und die Regenwolken mitziehen (Präs. Med. 3.Pl. + Nom. Pl.)
tathā eva indradhanūṃṣi ca
und ebenso die Regenbögen (Adv. + Nom. Pl.)

etāni jayamānānāṃ lakṣaṇāni viśāṃ pate bhavanti viparītāni mumūrṣūṇāṃ janādhipa

dies sind die Kennzeichen derer, die siegen werden, o Herr der Untertanen; umgekehrt sind sie bei denen, die dem Tode geweiht sind, Herr der Menschen.

Wort für Wort
etāni jayamānānām lakṣaṇāni
dies sind die Kennzeichen der Siegenden (Nom. Pl. + Gen. Pl. + Nom. Pl.)
viśām pate bhavanti
Herr der Untertanen, sie sind (Vok. + Präs. 3.Pl.)
viparītāni mumūrṣūṇām
umgekehrt bei denen, die sterben werden (Nom. Pl. + Gen. Pl.)
janādhipa
o Herr der Menschen (Vok.)

alpāyāṃ vā mahatyāṃ vā senāyām iti niścitam harṣo yodhagaṇasyaikaṃ jayalakṣaṇam ucyate

Ob in einem kleinen oder in einem großen Heer - dies steht fest: Die Freude der Kriegerschar allein wird als Zeichen des Sieges genannt.

Wort für Wort
alpāyām vā mahatyām vā senāyām
ob in einem kleinen oder großen Heer (Lok. Sg. + Lok. Sg. + Lok. Sg.)
iti niścitam
so steht fest (Zitat + Nom. Sg.)
harṣaḥ yodhagaṇasya ekam
die Freude der Kriegerschar allein (Nom. Sg. + Gen. Sg. + Nom. Sg.)
jayalakṣaṇam ucyate
wird als Zeichen des Sieges genannt (Nom. Sg. + Präs. Pass. 3.Sg.)

eko dīrṇo dārayati senāṃ sumahatīm api taṃ dīrṇam anudīryante yodhāḥ śūratamā api

Ein Einzelner, der bricht, zerbricht selbst ein sehr großes Heer; wenn dieser gebrochen ist, brechen auch die tapfersten Krieger ihm nach.

Wort für Wort
ekaḥ dīrṇaḥ dārayati senām
ein Einzelner, der bricht, zerbricht das Heer (Nom. Sg. + Nom. Sg. Ppp. + Präs. 3.Sg. + Akk. Sg.)
sumahatīm api
selbst ein sehr großes (Akk. Sg.)
tam dīrṇam anudīryante
wenn dieser gebrochen ist, brechen sie ihm nach (Akk. Sg. + Akk. Sg. Ppp. + Präs. Pass. 3.Pl.)
yodhāḥ śūratamāḥ api
auch die tapfersten Krieger (Nom. Pl. + Nom. Pl.)

durnivāratamā caiva prabhagnā mahatī camūḥ apām iva mahāvegas trastā mṛgagaṇā iva

Und ein gebrochenes großes Heer ist am schwersten aufzuhalten, wie die gewaltige Strömung der Gewässer, wie eine verängstigte Herde von Wildtieren.

Wort für Wort
durnivāratamā ca eva
und am schwersten aufzuhalten (Nom. Sg.)
prabhagnā mahatī camūḥ
das gebrochene große Heer (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
apām iva mahāvegaḥ
wie die gewaltige Strömung der Gewässer (Gen. Pl. + Adv. + Nom. Sg.)
trastā mṛgagaṇāḥ iva
wie eine verängstigte Herde von Wildtieren (Nom. Sg. + Nom. Pl. + Adv.)

naiva śakyā samādhātuṃ saṃnipāte mahācamūḥ dīrṇā ity eva dīryante yodhāḥ śūratamā api bhītān bhagnāṃś ca saṃprekṣya bhayaṃ bhūyo vivardhate

Ein großes Heer lässt sich im Zusammenstoß keineswegs wieder sammeln; sobald es heißt 'es ist gebrochen', brechen auch die tapfersten Krieger; und beim Anblick der Verängstigten und Gebrochenen wächst die Furcht noch mehr.

Wort für Wort
na eva śakyā samādhātum
lässt sich keineswegs wieder sammeln (Adv. + Nom. Sg. + Inf.)
saṃnipāte mahācamūḥ
im Zusammenstoß das große Heer (Lok. Sg. + Nom. Sg.)
dīrṇā iti eva dīryante yodhāḥ śūratamāḥ api
sobald 'gebrochen' heißt, brechen auch die tapfersten Krieger (Nom. Sg. + Zitat + Präs. Pass. 3.Pl. + Nom. Pl. + Nom. Pl.)
bhītān bhagnān ca saṃprekṣya
beim Anblick der Verängstigten und Gebrochenen (Akk. Pl. + Akk. Pl. + Absolutiv)
bhayam bhūyaḥ vivardhate
wächst die Furcht noch mehr (Nom. Sg. + Adv. + Präs. Med. 3.Sg.)

prabhagnā sahasā rājan diśo vibhrāmitā paraiḥ naiva sthāpayituṃ śakyā śūrair api mahācamūḥ

Ein plötzlich gebrochenes, von den Feinden in die Flucht getriebenes großes Heer, König, lässt sich nicht einmal von den Tapferen wieder aufstellen.

Wort für Wort
prabhagnā sahasā rājan
plötzlich gebrochen, König (Nom. Sg. + Adv. + Vok.)
diśaḥ vibhrāmitā paraiḥ
in die Flucht getrieben von den Feinden [in alle Richtungen] (Akk. Pl. + Nom. Sg. Ppp. + Instr. Pl.)
na eva sthāpayitum śakyā
lässt sich nicht wieder aufstellen (Adv. + Inf. + Nom. Sg.)
śūraiḥ api mahācamūḥ
selbst von den Tapferen, das große Heer (Instr. Pl. + Nom. Sg.)

saṃbhṛtya mahatīṃ senāṃ caturaṅgāṃ mahīpatiḥ upāyapūrvaṃ medhāvī yateta satatotthitaḥ

Nachdem er ein großes vierteiliges Heer aufgestellt hat, sollte ein kluger Herrscher der Erde, stets wachsam, sich mit Bedacht auf die rechten Mittel bemühen.

Wort für Wort
saṃbhṛtya mahatīm senām
nachdem er ein großes Heer aufgestellt hat (Absolutiv + Akk. Sg. + Akk. Sg.)
caturaṅgām mahīpatiḥ
vierteiliges, der Herrscher der Erde (Akk. Sg. + Nom. Sg.)
upāyapūrvam medhāvī yateta
mit Bedacht auf die Mittel sollte sich der Kluge bemühen (Adv. + Nom. Sg. + Opt. Med. 3.Sg.)
satatotthitaḥ
stets wachsam (Nom. Sg.)

upāyavijayaṃ śreṣṭham āhur bhedena madhyamam jaghanya eṣa vijayo yo yuddhena viśāṃ pate mahādoṣaḥ saṃnipātas tato vyaṅgaḥ sa ucyate

Den Sieg durch kluge Mittel nennt man den besten, durch Spaltung der Feinde den mittleren; der geringste Sieg ist jener, der durch offene Schlacht [erlangt wird], Herr der Untertanen; der Zusammenstoß birgt großen Fehler, deshalb nennt man ihn den mangelhaften.

Wort für Wort
upāyavijayam śreṣṭham āhuḥ
den Sieg durch Mittel nennt man den besten (Akk. Sg. + Akk. Sg. + Perf. 3.Pl.)
bhedena madhyamam
durch Spaltung den mittleren (Instr. Sg. + Akk. Sg.)
jaghanyaḥ eṣaḥ vijayaḥ yaḥ yuddhena viśām pate
der geringste Sieg ist jener durch Schlacht, Herr der Untertanen (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg. + Nom. Sg. + Instr. Sg. + Vok.)
mahādoṣaḥ saṃnipātaḥ tataḥ vyaṅgaḥ saḥ ucyate
der Zusammenstoß birgt großen Fehler, deshalb heißt er der mangelhafte (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Adv. + Nom. Sg. + Nom. Sg. + Präs. Pass. 3.Sg.)

parasparajñāḥ saṃhṛṣṭā vyavadhūtāḥ suniścitāḥ pañcāśad api ye śūrā mathnanti mahatīṃ camūm atha vā pañca ṣaṭ sapta vijayanty anivartinaḥ

Einander vertraut, freudig erregt, allen Zweifel abgeschüttelt, fest entschlossen - selbst fünfzig solcher Helden zermalmen ein großes Heer, oder auch fünf, sechs, sieben, die nicht zurückweichen, erringen den Sieg.

Wort für Wort
parasparajñāḥ saṃhṛṣṭāḥ
einander vertraut, freudig erregt (Nom. Pl.)
vyavadhūtāḥ suniścitāḥ
allen Zweifel abgeschüttelt, fest entschlossen (Nom. Pl.)
pañcāśat api ye śūrāḥ mathnanti mahatīm camūm
selbst fünfzig solcher Helden zermalmen ein großes Heer (Nom. Sg. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Akk. Sg. + Akk. Sg.)
atha vā pañca ṣaṭ sapta vijayanti anivartinaḥ
oder fünf, sechs, sieben, die nicht zurückweichen, siegen (Adv. + Zahlwörter + Präs. 3.Pl. + Nom. Pl.)

na vainateyo garuḍaḥ praśaṃsati mahājanam dṛṣṭvā suparṇopacitiṃ mahatīm api bhārata

Garuḍa, der Sohn der Vinatā, lobt nicht die große Menge, auch wenn er eine noch so große Ansammlung von Vögeln sieht, o Bhārata.

Wort für Wort
na vainateyaḥ garuḍaḥ
nicht Garuḍa, der Sohn der Vinatā (Adv. + Nom. Sg. + Nom. Sg.)
praśaṃsati mahājanam
lobt die große Menge (Präs. 3.Sg. + Akk. Sg.)
dṛṣṭvā suparṇopacitim
auch wenn er die Vogelschar sieht (Absolutiv + Akk. Sg.)
mahatīm api bhārata
eine noch so große, o Bhārata (Akk. Sg. + Adv. + Vok.)

na bāhulyena senāyā jayo bhavati bhārata adhruvo hi jayo nāma daivaṃ cātra parāyaṇam jayanto hy api saṃgrāme kṣayavanto bhavanty uta

Nicht durch die Menge eines Heeres entsteht der Sieg, o Bhārata; denn der sogenannte Sieg ist ungewiss, und das Schicksal ist hierbei die letzte Zuflucht; selbst die Siegenden im Kampf werden mitunter dem Untergang geweiht.‘

Wort für Wort
na bāhulyena senāyāḥ jayaḥ bhavati bhārata
nicht durch die Menge eines Heeres entsteht der Sieg, o Bhārata (Adv. + Instr. Sg. + Gen. Sg. + Nom. Sg. + Präs. 3.Sg. + Vok.)
adhruvaḥ hi jayaḥ nāma
denn der sogenannte Sieg ist ungewiss (Nom. Sg. + Nom. Sg. + Adv.)
daivam ca atra parāyaṇam
und das Schicksal ist hierbei die letzte Zuflucht (Nom. Sg. + Adv. + Nom. Sg.)
jayantaḥ hi api saṃgrāme kṣayavantaḥ bhavanti uta
selbst die Siegenden im Kampf werden mitunter dem Untergang geweiht (Nom. Pl. + Lok. Sg. + Nom. Pl. + Präs. 3.Pl. + Adv.)

Dieses Kapitel in der Leseansicht