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Mahābhārata · Bhīṣmaparva

Kapitel 72: dhṛtarāṣṭravilāpaḥ Dhṛtarāṣṭras Klage über die Niederlage seines Heeres

NEUE SQ: Dhṛtarāṣṭra unterbricht Saṃjayas am Ende von Kap.71 geschlossenen Bericht mit einer echten neuen Rede (SQ_OPEN in Einheit 1). WICHTIG: SQ_CLOSE am Kapitelende (letzte Einheit) - da Kap.73 mit 'saṃjaya uvāca' als echtem Sprecherwechsel (Saṃjayas Antwort) beginnt. Einheit 1 fasst V.1-19 zusammen: dies ist im Sanskrit EIN einziger, durchgehender Satz (eine lange Kette von Adjektiven und Partizipien, die alle das in V.1 eingeführte 'sainyam', das Heer, beschreiben, mit dem Hauptverb erst in V.19c 'ahanyata') und wurde daher trotz der ungewöhnlichen Länge als eine einzige Einheit belassen, um den Satzcharakter nicht künstlich aufzubrechen; die Wort-für-Wort-Analyse gliedert sie dennoch versweise. Kap.72 zählt 26 Verse; hier zu 8 Einheiten zusammengefasst. Marker-Bilanz: SQ_OPEN=1, SQ_CLOSE=1, CQ_OPEN=0, CQ_CLOSE=0.

dhṛtarāṣṭra uvāca evaṃ bahuguṇaṃ sainyam evaṃ bahuvidhaṃ param vyūḍham evaṃ yathāśāstram amoghaṃ caiva saṃjaya puṣṭam asmākam atyantam abhikāmaṃ ca naḥ sadā prahvam avyasanopetaṃ purastād dṛṣṭavikramam nātivṛddham abālaṃ ca na kṛśaṃ na ca pīvaram laghuvṛttāyataprāyaṃ sāragātram anāmayam āttasaṃnāhaśastraṃ ca bahuśastraparigraham asiyuddhe niyuddhe ca gadāyuddhe ca kovidam prāsarṣṭitomareṣv ājau parigheṣv āyaseṣu ca bhiṇḍipāleṣu śaktīṣu musaleṣu ca sarvaśaḥ kampaneṣu ca cāpeṣu kaṇapeṣu ca sarvaśaḥ kṣepaṇīṣu ca citrāsu muṣṭiyuddheṣu kovidam aparokṣaṃ ca vidyāsu vyāyāmeṣu kṛtaśramam śastragrahaṇavidyāsu sarvāsu pariniṣṭhitam ārohe paryavaskande saraṇe sāntaraplute samyakpraharaṇe yāne vyapayāne ca kovidam nāgāśvarathayāneṣu bahuśaḥ suparīkṣitam parīkṣya ca yathānyāyaṃ vetanenopapāditam na goṣṭhyā nopacāreṇa na ca bandhunimittataḥ na sauhṛdabalaiś cāpi nākulīnaparigrahaiḥ samṛddhajanam āryaṃ ca tuṣṭasatkṛtabāndhavam kṛtopakārabhūyiṣṭhaṃ yaśasvi ca manasvi ca sajayaiś ca narair mukhyair bahuśo mukhyakarmabhiḥ lokapālopamais tāta pālitaṃ lokaviśrutaiḥ bahubhiḥ kṣatriyair guptaṃ pṛthivyāṃ lokasaṃmataiḥ asmān abhigataiḥ kāmāt sabalaiḥ sapadānugaiḥ mahodadhim ivāpūrṇam āpagābhiḥ samantataḥ apakṣaiḥ pakṣasaṃkāśai rathair nāgaiś ca saṃvṛtam nānāyodhajalaṃ bhīmaṃ vāhanormitaraṅgiṇam kṣepaṇyasigadāśaktiśaraprāsasamākulam dhvajabhūṣaṇasaṃbādhaṃ ratnapaṭṭena saṃcitam vāhanaiḥ parisarpadbhir vāyuvegavikampitam apāram iva garjantaṃ sāgarapratimaṃ mahat droṇabhīṣmābhisaṃguptaṃ guptaṃ ca kṛtavarmaṇā kṛpaduḥśāsanābhyāṃ ca jayadrathamukhais tathā bhagadattavikarṇābhyāṃ drauṇisaubalabāhlikaiḥ guptaṃ pravīrair lokasya sāravadbhir mahātmabhiḥ yad ahanyata saṃgrāme diṣṭam etat purātanam

Dhṛtarāṣṭra sprach: ‚Ein derart vieltugendhaftes Heer, ein derart vielfach überragendes, so gemäß den Lehrbüchern aufgestellt und unfehlbar, o Saṃjaya - unser eigenes, wohlgenährt, uns allezeit über die Maßen zugetan, gehorsam, frei von Lastern, dessen Tapferkeit schon früher erprobt war, weder allzu alt noch jung, weder mager noch fett, meist schlank und wohlgestaltet, von kräftigem Körperbau, unversehrt, mit angelegter Rüstung und Waffen, viele Waffen führend, kundig im Schwertkampf, im Ringkampf und im Keulenkampf, kundig im Kampf mit Wurfspießen und Lanzen, mit eisernen Streitkolben, mit Bhiṇḍipāla-Wurfstäben, Speeren und Keulen in jeder Hinsicht, mit Kampana-Waffen und Bögen, mit Kaṇapa-Wurfspeeren in jeder Hinsicht, mit bunten Schleudern und im Faustkampf kundig, unmittelbar erfahren in den Wissenschaften, geübt in körperlichen Übungen, in allen Wissenschaften der Waffenführung vollendet, kundig im Aufsteigen, im plötzlichen Angriff, im Vorrücken, im Sprung über Hindernisse, im richtigen Zuschlagen, im Vorwärtsgehen und im geordneten Rückzug, vielfach wohlgeprüft im Führen von Elefanten, Pferden und Wagen, und, nach gebührender Prüfung, mit Sold versehen - nicht durch Geplauder, nicht durch Schmeichelei, nicht aufgrund von Verwandtschaft, auch nicht durch die Macht der Freundschaft, noch durch die Aufnahme von Unadligen [ausgewählt] -, wohlhabend an Leuten und edel, mit zufriedenen, wohlbehandelten Verwandten, reich an erwiesenen Wohltaten, ruhmreich und hochgesinnt, von siegreichen, vorzüglichen Männern, vielfach von vorzüglichen Taten, den Weltenhütern gleichenden, o Lieber, weltberühmten, beschützt, von vielen Kṣatriyas beschützt, auf Erden von den Leuten geachteten, die aus freiem Willen zu uns kamen, samt ihren Truppen und ihrem Gefolge, wie der große Ozean von allen Seiten mit Flüssen angefüllt, von flügellosen, doch flügelgleichen Wagen und Elefanten umgeben, dessen Wasser die verschiedenartigen Krieger waren, furchtbar, dessen Wogen und Wellen die Reittiere waren, gefüllt mit Schleudern, Schwertern, Keulen, Speeren, Pfeilen und Wurfspießen, gedrängt voll von Bannern und Schmuck, mit einem Band von Juwelen bedeckt, von umherkriechenden Reittieren wie vom Wind erzittert, wie ein uferloses, brüllendes [Meer], dem großen Ozean gleich, von Droṇa und Bhīṣma beschützt, und beschützt von Kṛtavarman, sowie von Kṛpa und Duḥśāsana, und von denen mit Jayadratha an der Spitze, von Bhagadatta und Vikarṇa, von Drauṇi, dem Sohn Subalas und den Bāhlikas, beschützt von den Vorkämpfern der Welt, den kraftvollen, hochgesinnten [Helden] - dass ein solches [Heer] in der Schlacht geschlagen wurde: dies ist uraltes Schicksal!

Wort für Wort
evaṃ bahuguṇaṃ sainyam evaṃ bahuvidhaṃ param vyūḍham evaṃ yathāśāstram amoghaṃ caiva saṃjaya (V.1)
ein derart vieltugendhaftes Heer, ein derart vielfach überragendes, so gemäß den Lehrbüchern aufgestellt, unfehlbar, o Saṃjaya (Akk. + Akk. + Akk. + Akk. + Akk. + Akk. + Akk. + Vok.)
puṣṭam asmākam atyantam abhikāmaṃ ca naḥ sadā prahvam avyasanopetaṃ purastād dṛṣṭavikramam (V.2)
wohlgenährt, unser eigenes, uns allezeit über die Maßen zugetan, gehorsam, frei von Lastern, dessen Tapferkeit schon früher erprobt war (Akk. x7)
nātivṛddham abālaṃ ca na kṛśaṃ na ca pīvaram laghuvṛttāyataprāyaṃ sāragātram anāmayam (V.3)
weder allzu alt noch jung, weder mager noch fett, meist schlank und wohlgestaltet, von kräftigem Körperbau, unversehrt (Akk. x7)
āttasaṃnāhaśastraṃ ca bahuśastraparigraham asiyuddhe niyuddhe ca gadāyuddhe ca kovidam (V.4)
mit angelegter Rüstung und Waffen, viele Waffen führend, kundig im Schwertkampf, im Ringkampf und im Keulenkampf (Akk. + Akk. + Lok. + Lok. + Lok. + Akk.)
prāsarṣṭitomareṣv ājau parigheṣv āyaseṣu ca bhiṇḍipāleṣu śaktīṣu musaleṣu ca sarvaśaḥ (V.5)
im Kampf mit Wurfspießen und Lanzen, mit eisernen Streitkolben, mit Bhiṇḍipāla-Wurfstäben, Speeren und Keulen in jeder Hinsicht (Lok.Pl. x6 + Adv.)
kampaneṣu ca cāpeṣu kaṇapeṣu ca sarvaśaḥ kṣepaṇīṣu ca citrāsu muṣṭiyuddheṣu kovidam (V.6)
mit Kampana-Waffen und Bögen, mit Kaṇapa-Wurfspeeren in jeder Hinsicht, mit bunten Schleudern und im Faustkampf kundig (Lok.Pl. x5 + Adv. + Akk.)
aparokṣaṃ ca vidyāsu vyāyāmeṣu kṛtaśramam śastragrahaṇavidyāsu sarvāsu pariniṣṭhitam (V.7)
unmittelbar erfahren in den Wissenschaften, geübt in körperlichen Übungen, in allen Wissenschaften der Waffenführung vollendet (Akk. + Lok.Pl. + Lok.Pl. + Akk. + Lok.Pl. + Lok.Pl. + Akk.)
ārohe paryavaskande saraṇe sāntaraplute samyakpraharaṇe yāne vyapayāne ca kovidam (V.8)
kundig im Aufsteigen, im plötzlichen Angriff, im Vorrücken, im Sprung über Hindernisse, im richtigen Zuschlagen, im Vorwärtsgehen und im geordneten Rückzug (Lok. x7 + Akk.)
nāgāśvarathayāneṣu bahuśaḥ suparīkṣitam parīkṣya ca yathānyāyaṃ vetanenopapāditam (V.9)
vielfach wohlgeprüft im Führen von Elefanten, Pferden und Wagen, und, nach gebührender Prüfung, mit Sold versehen (Lok.Pl. + Adv. + Akk. + Ger. + Adv. + Instr. + Akk.)
na goṣṭhyā nopacāreṇa na ca bandhunimittataḥ na sauhṛdabalaiś cāpi nākulīnaparigrahaiḥ (V.10)
nicht durch Geplauder, nicht durch Schmeichelei, nicht aufgrund von Verwandtschaft, auch nicht durch die Macht der Freundschaft, noch durch die Aufnahme von Unadligen [ausgewählt] (Neg. + Instr. + Neg. + Instr. + Neg. + Adv. + Neg. + Instr.Pl. + Neg. + Instr.Pl.)
samṛddhajanam āryaṃ ca tuṣṭasatkṛtabāndhavam kṛtopakārabhūyiṣṭhaṃ yaśasvi ca manasvi ca (V.11)
wohlhabend an Leuten und edel, mit zufriedenen, wohlbehandelten Verwandten, reich an erwiesenen Wohltaten, ruhmreich und hochgesinnt (Akk. x6)
sajayaiś ca narair mukhyair bahuśo mukhyakarmabhiḥ lokapālopamais tāta pālitaṃ lokaviśrutaiḥ (V.12)
von siegreichen, vorzüglichen Männern, vielfach von vorzüglichen Taten, den Weltenhütern gleichenden, o Lieber, weltberühmten, beschützt (Instr.Pl. x5 + Vok. + Akk.)
bahubhiḥ kṣatriyair guptaṃ pṛthivyāṃ lokasaṃmataiḥ asmān abhigataiḥ kāmāt sabalaiḥ sapadānugaiḥ (V.13)
von vielen Kṣatriyas beschützt, auf Erden von den Leuten geachteten, die aus freiem Willen zu uns kamen, samt ihren Truppen und ihrem Gefolge (Instr.Pl. + Instr.Pl. + Akk. + Lok. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Abl. + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
mahodadhim ivāpūrṇam āpagābhiḥ samantataḥ apakṣaiḥ pakṣasaṃkāśai rathair nāgaiś ca saṃvṛtam (V.14)
wie der große Ozean von allen Seiten mit Flüssen angefüllt, von flügellosen, doch flügelgleichen Wagen und Elefanten umgeben (Akk. + Part.wie + Akk. + Instr.Pl. + Adv. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Akk.)
nānāyodhajalaṃ bhīmaṃ vāhanormitaraṅgiṇam kṣepaṇyasigadāśaktiśaraprāsasamākulam (V.15)
dessen Wasser die verschiedenartigen Krieger waren, furchtbar, dessen Wogen und Wellen die Reittiere waren, gefüllt mit Schleudern, Schwertern, Keulen, Speeren, Pfeilen und Wurfspießen (Akk. + Akk. + Akk. + Akk.)
dhvajabhūṣaṇasaṃbādhaṃ ratnapaṭṭena saṃcitam vāhanaiḥ parisarpadbhir vāyuvegavikampitam (V.16)
gedrängt voll von Bannern und Schmuck, mit einem Band von Juwelen bedeckt, von umherkriechenden Reittieren wie vom Wind erzittert (Akk. + Instr. + Akk. + Instr.Pl. + Instr.Pl.Part. + Akk.)
apāram iva garjantaṃ sāgarapratimaṃ mahat droṇabhīṣmābhisaṃguptaṃ guptaṃ ca kṛtavarmaṇā (V.17)
wie ein uferloses, brüllendes [Meer], dem großen Ozean gleich, von Droṇa und Bhīṣma beschützt, und beschützt von Kṛtavarman (Akk. + Part.wie + Akk.Part. + Akk. + Akk. + Akk. + Akk. + Instr.)
kṛpaduḥśāsanābhyāṃ ca jayadrathamukhais tathā bhagadattavikarṇābhyāṃ drauṇisaubalabāhlikaiḥ (V.18)
sowie von Kṛpa und Duḥśāsana, und von denen mit Jayadratha an der Spitze, von Bhagadatta und Vikarṇa, von Drauṇi, dem Sohn Subalas und den Bāhlikas (Instr.Du. + Instr.Pl. + Instr.Du. + Instr.Pl.)
guptaṃ pravīrair lokasya sāravadbhir mahātmabhiḥ yad ahanyata saṃgrāme diṣṭam etat purātanam (V.19)
beschützt von den Vorkämpfern der Welt, den kraftvollen, hochgesinnten [Helden] - dass es in der Schlacht geschlagen wurde: dies ist uraltes Schicksal (Akk. + Instr.Pl. + Gen. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Konj. + 3.Sg.Impf.Pass. han- + Lok. + Nom. + Nom. + Nom.)

[SQ_OPEN hier: Dhṛtarāṣṭra ergreift mit einer echten neuen Rede das Wort. V.1-19 bilden EINEN einzigen Satz (Hauptverb erst in V.19c) und wurden trotz der Länge als eine Einheit belassen; die Wort-für-Wort-Analyse gliedert sie versweise.]

naitādṛśaṃ samudyogaṃ dṛṣṭavanto 'tha mānuṣāḥ ṛṣayo vā mahābhāgāḥ purāṇā bhuvi saṃjaya

Weder Menschen noch die hochgesegneten Seher der Vorzeit haben je auf Erden eine solche Streitmacht gesehen, o Saṃjaya.

Wort für Wort
naitādṛśaṃ samudyogaṃ dṛṣṭavanto 'tha mānuṣāḥ
weder haben Menschen eine solche Streitmacht gesehen (Neg. + Akk. + Akk. + Nom.Pl.Part. + Adv. + Nom.Pl.)
ṛṣayo vā mahābhāgāḥ purāṇā bhuvi saṃjaya
noch die hochgesegneten Seher der Vorzeit auf Erden, o Saṃjaya (Nom.Pl. + Konj. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Lok. + Vok.)

īdṛśo hi balaughas tu yuktaḥ śastrāstrasaṃpadā vadhyate yatra saṃgrāme kim anyad bhāgadheyataḥ

Denn wenn eine solche Heeresflut, ausgestattet mit einem Reichtum an Waffen und Geschossen, in der Schlacht geschlagen wird - was [ist das] anderes als eine Sache des Schicksals?

Wort für Wort
īdṛśo hi balaughas tu yuktaḥ śastrāstrasaṃpadā
denn eine solche Heeresflut, ausgestattet mit einem Reichtum an Waffen und Geschossen (Nom. + Partikel + Nom. + Nom. + Instr.)
vadhyate yatra saṃgrāme kim anyad bhāgadheyataḥ
wird geschlagen in der Schlacht - was [ist das] anderes als eine Sache des Schicksals (3.Sg.Präs.Pass. han- + Adv. + Lok. + Interrog. + Nom. + Abl.)

viparītam idaṃ sarvaṃ pratibhāti sma saṃjaya yatredṛśaṃ balaṃ ghoraṃ nātarad yudhi pāṇḍavān

Verkehrt erscheint mir dies alles, o Saṃjaya: dass eine derart furchtbare Streitmacht im Kampf die Pāṇḍavas nicht überwältigt hat.

Wort für Wort
viparītam idaṃ sarvaṃ pratibhāti sma saṃjaya
verkehrt erscheint mir dies alles, o Saṃjaya (Nom. + Nom. + Nom. + 3.Sg.Präs. prati-bhā- + Partikel + Vok.)
yatredṛśaṃ balaṃ ghoraṃ nātarad yudhi pāṇḍavān
dass eine derart furchtbare Streitmacht im Kampf die Pāṇḍavas nicht überwältigt hat (Adv. + Nom. + Nom. + Nom. + Neg. + 3.Sg.Impf. tṝ- + Lok. + Akk.Pl.)

atha vā pāṇḍavārthāya devās tatra samāgatāḥ yudhyante māmakaṃ sainyaṃ yad avadhyanta saṃjaya

Oder aber sind dort um der Pāṇḍavas willen die Götter versammelt und kämpfen selbst - dass mein Heer geschlagen wird, o Saṃjaya?

Wort für Wort
atha vā pāṇḍavārthāya devās tatra samāgatāḥ
oder aber sind dort um der Pāṇḍavas willen die Götter versammelt (Adv. + Dat. + Nom.Pl. + Adv. + Nom.Pl.)
yudhyante māmakaṃ sainyaṃ yad avadhyanta saṃjaya
und kämpfen [selbst] - dass mein Heer geschlagen wird, o Saṃjaya (3.Pl.Präs.Med. yudh- + Akk. + Akk. + Konj. + 3.Pl.Impf.Pass. han- + Vok.)

ukto hi vidureṇeha hitaṃ pathyaṃ ca saṃjaya na ca gṛhṇāti tan mandaḥ putro duryodhano mama

Denn Vidura hat hier das Heilsame und Zuträgliche gesagt, o Saṃjaya, doch mein törichter Sohn Duryodhana nimmt es nicht an.

Wort für Wort
ukto hi vidureṇeha hitaṃ pathyaṃ ca saṃjaya
denn Vidura hat hier das Heilsame und Zuträgliche gesagt, o Saṃjaya (Nom.Part. + Partikel + Instr. + Adv. + Akk. + Akk. + Vok.)
na ca gṛhṇāti tan mandaḥ putro duryodhano mama
doch mein törichter Sohn Duryodhana nimmt es nicht an (Neg. + 3.Sg.Präs. grah- + Akk. + Nom. + Nom. + Nom. + Gen.)

tasya manye matiḥ pūrvaṃ sarvajñasya mahātmanaḥ āsīd yathāgataṃ tāta yena dṛṣṭam idaṃ purā

Ich denke, die Einsicht dieses allwissenden, hochgesinnten [Vidura] war schon zuvor zutreffend, o Lieber, durch den dies bereits vordem vorausgesehen wurde.

Wort für Wort
tasya manye matiḥ pūrvaṃ sarvajñasya mahātmanaḥ
ich denke, die Einsicht dieses allwissenden, hochgesinnten [Vidura] war schon zuvor (Gen. + 1.Sg.Präs. man- + Nom. + Adv. + Gen. + Gen.)
āsīd yathāgataṃ tāta yena dṛṣṭam idaṃ purā
zutreffend, o Lieber, durch den dies bereits vordem vorausgesehen wurde (3.Sg.Impf. as- + Adv. + Vok. + Instr. + Nom. + Nom. + Adv.)

atha vā bhāvyam evaṃ hi saṃjayaitena sarvathā purā dhātrā yathā sṛṣṭaṃ tat tathā na tad anyathā

Oder aber es musste so kommen, o Saṃjaya, auf jeden Fall durch dieses [Schicksal]: wie es einst vom Schöpfer festgelegt wurde, so [geschieht] es, und nicht anders.‘

Wort für Wort
atha vā bhāvyam evaṃ hi saṃjayaitena sarvathā
oder aber es musste so kommen, o Saṃjaya, auf jeden Fall durch dieses [Schicksal] (Adv. + Nom.Ger. + Adv. + Partikel + Vok. + Instr. + Adv.)
purā dhātrā yathā sṛṣṭaṃ tat tathā na tad anyathā
wie es einst vom Schöpfer festgelegt wurde, so [geschieht] es, und nicht anders (Adv. + Instr. + Adv. + Nom. + Nom. + Adv. + Neg. + Nom. + Adv.)

[SQ_CLOSE hier: Dhṛtarāṣṭras Rede endet, da Kap.73 mit 'saṃjaya uvāca' als echtem Sprecherwechsel (Saṃjayas Antwort) beginnt.]

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