Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Bhīṣmaparva

Kapitel 76: duryodhanabhīṣmasaṃvādaḥ Das Gespräch zwischen Duryodhana und Bhīṣma; der erneute Heeresaufmarsch

Drei CQ-Ereignispaare, alle innerhalb der weiterhin offenen SQ Saṃjayas: (Einheit 4) Duryodhanas an Bhīṣma gerichtete Klage-Frage über seine Bedrängnis durch Bhīma (V.4-6, zu einer Einheit verbunden, da grammatisch ein fortlaufender, in der Perspektive wechselnder Satz); (Einheit 6-10) Bhīṣmas Antwort, in der er verspricht, für Duryodhana zu kämpfen und sein Leben zu opfern (CQ_CLOSE mitten in Einheit 10, danach schließt sich in derselben Einheit unmarkierte Erzählung an); (Einheit 11) Duryodhanas kurzer Befehl an die Könige, auszumarschieren ('nirgacchata' - 'marschiert aus!'), als eigenständiges CQ-Ereignis behandelt (Präzedenzfall Kap.71 V.3: kurze, eindeutig zugeschriebene Befehle erhalten CQ-Marker). Kap.76 zählt 19 Verse (davon V.4-19 in einem längeren Versmaß, Triṣṭubh/Upajāti, mit Halbvers-Semikola im Quelltext); hier zu 17 Einheiten zusammengefasst (Merge: V.4-6). Marker-Bilanz: SQ_OPEN=0, SQ_CLOSE=0, CQ_OPEN=3, CQ_CLOSE=3.

saṃjaya uvāca atha śūrā mahārāja parasparakṛtāgasaḥ jagmuḥ svaśibirāṇy eva rudhireṇa samukṣitāḥ

Saṃjaya sprach: Da zogen sich die Helden, o großer König, einander Unrecht zugefügt habend, mit Blut bedeckt, zu ihren eigenen Lagern zurück.

Wort für Wort
saṃjaya uvāca
Saṃjaya sprach (Eigenn. + 3.Sg.Perf. vac-)
atha śūrā mahārāja parasparakṛtāgasaḥ
da die Helden, o großer König, einander Unrecht zugefügt habend (Adv. + Nom.Pl. + Vok. + Nom.Pl.)
jagmuḥ svaśibirāṇy eva rudhireṇa samukṣitāḥ
zogen sich zu ihren eigenen Lagern zurück, mit Blut bedeckt (3.Pl.Perf. gam- + Akk.Pl. + Part. + Instr. + Nom.Pl.)

viśramya ca yathānyāyaṃ pūjayitvā parasparam saṃnaddhāḥ samadṛśyanta bhūyo yuddhacikīrṣayā

Und nachdem sie sich vorschriftsmäßig ausgeruht und einander geehrt hatten, sah man sie wieder gerüstet, in der Absicht, zu kämpfen.

Wort für Wort
viśramya ca yathānyāyaṃ pūjayitvā parasparam
und nachdem sie sich vorschriftsmäßig ausgeruht und einander geehrt hatten (Ger. vi-śram- + Adv. + Ger. pūj- + Akk.)
saṃnaddhāḥ samadṛśyanta bhūyo yuddhacikīrṣayā
sah man sie wieder gerüstet, in der Absicht zu kämpfen (Nom.Pl. + 3.Pl.Impf.Pass. dṛś- + Adv. + Instr.)

tatas tava suto rājaṃś cintayābhipariplutaḥ visravac choṇitāktāṅgaḥ papracchedaṃ pitāmaham

Da fragte dein Sohn, o König, von Sorge überflutet, seine Glieder von fließendem Blut befleckt, den Großvater [Bhīṣma] dies:

Wort für Wort
tatas tava suto rājaṃś cintayābhipariplutaḥ
da dein Sohn, o König, von Sorge überflutet (Adv. + Gen. + Nom. + Vok. + Instr. + Nom.)
visravac choṇitāktāṅgaḥ papracchedaṃ pitāmaham
seine Glieder von fließendem Blut befleckt, fragte er den Großvater dies (Nom. + 3.Sg.Impf. prach- + Akk. + Akk.)

sainyāni raudrāṇi bhayānakāni vyūḍhāni samyag bahuladhvajāni vidārya hatvā ca nipīḍya śūrās te pāṇḍavānāṃ tvaritā rathaughāḥ saṃmohya sarvān yudhi kīrtimanto vyūhaṃ ca taṃ makaraṃ vajrakalpam praviśya bhīmena nibarhito 'smi ghoraiḥ śarair mṛtyudaṇḍaprakāśaiḥ kruddhaṃ tam udvīkṣya bhayena rājan saṃmūrchito nālabhaṃ śāntim adya icche prasādāt tava satyasaṃdha prāptuṃ jayaṃ pāṇḍaveyāṃś ca hantum

„Die schrecklichen, furchterregenden, wohlgeordneten, mit vielen Bannern versehenen Heere durchbrechend, tötend und bedrängend - jene raschen Wagenscharen der Pāṇḍavas, die Helden, ruhmreich, nachdem sie alle im Kampf verwirrt und jene Makara-Formation, dem Vajra gleich, durchdrungen hatten - wurde ich von Bhīma niedergestreckt, mit schrecklichen Pfeilen, dem Stab des Todes gleich. Als ich ihn zornig erblickte, geriet ich vor Furcht in Ohnmacht, o König, und fand heute keine Ruhe. Ich wünsche mir, durch deine Gnade, o Wahrhaft-Gelobender, den Sieg zu erlangen und die Söhne des Pāṇḍu zu töten.“

Wort für Wort
sainyāni raudrāṇi bhayānakāni vyūḍhāni samyag bahuladhvajāni
die schrecklichen, furchterregenden, wohlgeordneten, mit vielen Bannern versehenen Heere (Akk.Pl. x5)
vidārya hatvā ca nipīḍya śūrās te pāṇḍavānāṃ tvaritā rathaughāḥ
durchbrechend, tötend und bedrängend - jene raschen Wagenscharen der Pāṇḍavas, die Helden (Ger. vidṝ- + Ger. han- + Ger. pīḍ- + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Gen.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.)
saṃmohya sarvān yudhi kīrtimanto vyūhaṃ ca taṃ makaraṃ vajrakalpam
nachdem sie alle im Kampf verwirrt, ruhmreich, und jene Makara-Formation, dem Vajra gleich (Ger. sam-muh- + Akk.Pl. + Lok. + Nom.Pl. + Akk. + Akk. + Akk.)
praviśya bhīmena nibarhito 'smi ghoraiḥ śarair mṛtyudaṇḍaprakāśaiḥ
durchdrungen hatten, wurde ich von Bhīma niedergestreckt, mit schrecklichen Pfeilen, dem Stab des Todes gleich (Ger. pra-viś- + Instr. + Nom.Part. + 1.Sg.Präs. as- + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
kruddhaṃ tam udvīkṣya bhayena rājan saṃmūrchito nālabhaṃ śāntim adya
als ich ihn zornig erblickte, geriet ich vor Furcht in Ohnmacht, o König, und fand heute keine Ruhe (Akk. + Akk. + Ger. udvīkṣ- + Instr. + Vok. + Nom. + Neg. + 1.Sg.Impf. labh- + Akk. + Adv.)
icche prasādāt tava satyasaṃdha prāptuṃ jayaṃ pāṇḍaveyāṃś ca hantum
ich wünsche mir, durch deine Gnade, o Wahrhaft-Gelobender, den Sieg zu erlangen und die Söhne des Pāṇḍu zu töten (1.Sg.Präs.Med. iṣ- + Abl. + Gen. + Vok. + Inf. + Akk. + Akk.Pl. + Inf.)

[CQ_OPEN/CQ_CLOSE hier: Duryodhanas Klage-Frage an Bhīṣma. V.4-V.6 bilden einen fortlaufenden, in der grammatischen Perspektive wechselnden Satz (die Pāṇḍava-Wagenscharen als Subjekt der Gerundien, dann unvermittelter Wechsel zur Ich-Perspektive Duryodhanas) und wurden zu einer Einheit verbunden.]

tenaivam uktaḥ prahasan mahātmā duryodhanaṃ jātamanyuṃ viditvā taṃ pratyuvācāvimanā manasvī gaṅgāsutaḥ śastrabhṛtāṃ variṣṭhaḥ

So von ihm angesprochen, lachte der Hochgesinnte, da er erkannte, dass in Duryodhana Zorn entstanden war; unverzagten Sinnes erwiderte ihm der Sohn der Gaṅgā, der Beste der Waffenträger.

Wort für Wort
tenaivam uktaḥ prahasan mahātmā duryodhanaṃ jātamanyuṃ viditvā
so von ihm angesprochen, lachte der Hochgesinnte, da er erkannte, dass in Duryodhana Zorn entstanden war (Instr. + Adv. + Nom.Part. + Nom.Part. + Nom. + Akk. + Akk. + Ger. vid-)
taṃ pratyuvācāvimanā manasvī gaṅgāsutaḥ śastrabhṛtāṃ variṣṭhaḥ
erwiderte ihm unverzagten Sinnes der Sohn der Gaṅgā, der Beste der Waffenträger (Akk. + 3.Sg.Perf. prati-vac- + Nom. + Nom. + Nom. + Gen.Pl. + Nom.)

pareṇa yatnena vigāhya senāṃ sarvātmanāhaṃ tava rājaputra icchāmi dātuṃ vijayaṃ sukhaṃ ca na cātmānaṃ chādaye 'haṃ tvadarthe

„Mit größter Anstrengung in das Heer eindringend, wünsche ich dir mit ganzer Seele, o Königssohn, Sieg und Glück zu geben; und ich halte mich nicht zurück um deinetwillen.

Wort für Wort
pareṇa yatnena vigāhya senāṃ sarvātmanāhaṃ tava rājaputra
mit größter Anstrengung in das Heer eindringend, wünsche ich dir mit ganzer Seele, o Königssohn (Instr. + Instr. + Ger. vigāh- + Akk. + Instr. + Nom. + Gen. + Vok.)
icchāmi dātuṃ vijayaṃ sukhaṃ ca na cātmānaṃ chādaye 'haṃ tvadarthe
wünsche ich, Sieg und Glück zu geben; und ich halte mich nicht zurück um deinetwillen (1.Sg.Präs. iṣ- + Inf. + Akk. + Akk. + Neg. + Akk. + 1.Sg.Präs.Med. chad- + Nom. + Adv.)

[CQ_OPEN hier: Bhīṣmas Antwort an Duryodhana.]

ete tu raudrā bahavo mahārathā yaśasvinaḥ śūratamāḥ kṛtāstrāḥ ye pāṇḍavānāṃ samare sahāyā jitaklamāḥ krodhaviṣaṃ vamanti

Doch diese zahlreichen schrecklichen großen Wagenkämpfer, ruhmreich, die tapfersten, in den Waffen geübt, die Verbündeten der Pāṇḍavas im Kampf, die Erschöpfung überwunden habend, speien das Gift des Zorns.

Wort für Wort
ete tu raudrā bahavo mahārathā yaśasvinaḥ śūratamāḥ kṛtāstrāḥ
doch diese zahlreichen schrecklichen großen Wagenkämpfer, ruhmreich, die tapfersten, in den Waffen geübt (Nom.Pl. x7)
ye pāṇḍavānāṃ samare sahāyā jitaklamāḥ krodhaviṣaṃ vamanti
die Verbündeten der Pāṇḍavas im Kampf, die Erschöpfung überwunden habend, speien das Gift des Zorns (Nom.Pl. + Gen.Pl. + Lok. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Akk. + 3.Pl.Präs. vam-)

te neha śakyāḥ sahasā vijetuṃ vīryonnaddhāḥ kṛtavairās tvayā ca ahaṃ hy etān pratiyotsyāmi rājan sarvātmanā jīvitaṃ tyajya vīra

Sie sind hier nicht plötzlich zu besiegen, von Kraft geschwellt, in Feindschaft mit dir stehend; ich aber werde gegen sie kämpfen, o König, mit ganzer Seele, mein Leben aufgebend, o Held.

Wort für Wort
te neha śakyāḥ sahasā vijetuṃ vīryonnaddhāḥ kṛtavairās tvayā ca
sie sind hier nicht plötzlich zu besiegen, von Kraft geschwellt, in Feindschaft mit dir stehend (Nom.Pl. + Neg.Adv. + Nom.Pl. + Adv. + Inf. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Instr.)
ahaṃ hy etān pratiyotsyāmi rājan sarvātmanā jīvitaṃ tyajya vīra
ich aber werde gegen sie kämpfen, o König, mit ganzer Seele, mein Leben aufgebend, o Held (Nom. + Partikel + Akk.Pl. + 1.Sg.Fut. prati-yudh- + Vok. + Instr. + Akk. + Ger. tyaj- + Vok.)

raṇe tavārthāya mahānubhāva na jīvitaṃ rakṣyatamaṃ mamādya sarvāṃs tavārthāya sadevadaityāṃl lokān daheyaṃ kim u śatrūṃs taveha

Im Kampf, um deinetwillen, o Hochgesinnter, ist mein Leben heute nicht das, was am meisten zu bewahren ist; um deinetwillen würde ich alle Welten samt Göttern und Daityas verbrennen - wie viel mehr deine Feinde hier!

Wort für Wort
raṇe tavārthāya mahānubhāva na jīvitaṃ rakṣyatamaṃ mamādya
im Kampf, um deinetwillen, o Hochgesinnter, ist mein Leben heute nicht das, was am meisten zu bewahren ist (Lok. + Dat. + Vok. + Neg. + Nom. + Nom. + Gen. + Adv.)
sarvāṃs tavārthāya sadevadaityāṃl lokān daheyaṃ kim u śatrūṃs taveha
um deinetwillen würde ich alle Welten samt Göttern und Daityas verbrennen - wie viel mehr deine Feinde hier (Akk.Pl. + Dat. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + 1.Sg.Opt. dah- + Interrog. + Partikel + Akk.Pl. + Gen. + Adv.)

tat pāṇḍavān yodhayiṣyāmi rājan priyaṃ ca te sarvam ahaṃ kariṣye śrutvaiva caitat paramapratīto duryodhanaḥ prītamanā babhūva

Darum werde ich gegen die Pāṇḍavas kämpfen, o König, und alles, was dir lieb ist, werde ich tun.“ Als er dies gehört hatte, wurde Duryodhana höchst erfreut, frohen Sinnes.

Wort für Wort
tat pāṇḍavān yodhayiṣyāmi rājan priyaṃ ca te sarvam ahaṃ kariṣye
darum werde ich gegen die Pāṇḍavas kämpfen, o König, und alles, was dir lieb ist, werde ich tun (Adv. + Akk.Pl. + 1.Sg.Fut. yudh- kaus. + Vok. + Akk. + Gen. + Akk. + Nom. + 1.Sg.Fut. kṛ-)
śrutvaiva caitat paramapratīto duryodhanaḥ prītamanā babhūva
als er dies gehört hatte, wurde Duryodhana höchst erfreut, frohen Sinnes (Ger. śru- + Akk. + Nom. + Nom. + Nom. + 3.Sg.Perf. bhū-)

[CQ_CLOSE hier: Ende von Bhīṣmas Antwort, im ersten Halbvers; die zweite Hälfte setzt unmarkiert mit der Erzählung fort.]

sarvāṇi sainyāni tataḥ prahṛṣṭo nirgacchatety āha nṛpāṃś ca sarvān tadājñayā tāni viniryayur drutaṃ rathāśvapādātagajāyutāni

Da sprach er hocherfreut zu allen Königen: „Alle Heere sollen ausmarschieren!“ Auf seinen Befehl zogen jene Scharen von Wagen, Pferden, Fußtruppen und Elefanten rasch aus.

Wort für Wort
sarvāṇi sainyāni tataḥ prahṛṣṭo nirgacchatety āha nṛpāṃś ca sarvān
da sprach er hocherfreut zu allen Königen: alle Heere sollen ausmarschieren (Nom.Pl. + Nom.Pl. + Adv. + Nom. + Impv. nis-gam- + Part.zit. + 3.Sg.Perf. ah- + Akk.Pl. + Akk.Pl.)
tadājñayā tāni viniryayur drutaṃ rathāśvapādātagajāyutāni
auf seinen Befehl zogen jene Scharen von Wagen, Pferden, Fußtruppen und Elefanten rasch aus (Instr. + Nom.Pl. + 3.Pl.Perf. vi-nis-yā- + Adv. + Nom.Pl.)

[CQ_OPEN/CQ_CLOSE hier: Duryodhanas kurzer Befehl an die Könige, mitten im Vers (Präzedenzfall Kap.71 V.3).]

praharṣayuktāni tu tāni rājan mahānti nānāvidhaśastravanti sthitāni nāgāśvapadātimanti virejur ājau tava rājan balāni

Jene freudig gestimmten, großen, mit vielerlei Waffen versehenen, mit Elefanten, Pferden und Fußtruppen aufgestellten Heere, o König, erstrahlten im Kampf, deine Truppen, o König.

Wort für Wort
praharṣayuktāni tu tāni rājan mahānti nānāvidhaśastravanti
jene freudig gestimmten, großen, mit vielerlei Waffen versehenen [Heere], o König (Nom.Pl. + Nom.Pl. + Vok. + Nom.Pl. + Nom.Pl.)
sthitāni nāgāśvapadātimanti virejur ājau tava rājan balāni
mit Elefanten, Pferden und Fußtruppen aufgestellt, erstrahlten im Kampf deine Truppen, o König (Nom.Pl. + Nom.Pl. + 3.Pl.Perf. vi-rāj- + Lok. + Gen. + Vok. + Nom.Pl.)

vṛndaiḥ sthitāś cāpi susaṃprayuktāś cakāśire dantigaṇāḥ samantāt śastrāstravidbhir naradeva yodhair adhiṣṭhitāḥ sainyagaṇās tvadīyāḥ

Und in Scharen aufgestellt, wohlgeordnet, leuchteten die Elefantenherden ringsum; von in Waffen und Geschossen kundigen Kriegern besetzt waren deine Heerscharen, o Herr der Menschen.

Wort für Wort
vṛndaiḥ sthitāś cāpi susaṃprayuktāś cakāśire dantigaṇāḥ samantāt
und in Scharen aufgestellt, wohlgeordnet, leuchteten die Elefantenherden ringsum (Instr.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + 3.Pl.Perf. kāś- + Nom.Pl. + Adv.)
śastrāstravidbhir naradeva yodhair adhiṣṭhitāḥ sainyagaṇās tvadīyāḥ
von in Waffen und Geschossen kundigen Kriegern besetzt waren deine Heerscharen, o Herr der Menschen (Instr.Pl. + Vok. + Instr.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.)

rathaiś ca pādātagajāśvasaṃghaiḥ prayādbhir ājau vidhivat praṇunnaiḥ samuddhataṃ vai taruṇārkavarṇaṃ rajo babhau chādayat sūryaraśmīn

Und von den Wagen, Fußtruppenscharen, Elefanten und Pferden, die vorschriftsmäßig im Kampf vorwärtsgetrieben wurden, erhob sich Staub, von der Farbe der jungen Sonne, der die Sonnenstrahlen verhüllend erstrahlte.

Wort für Wort
rathaiś ca pādātagajāśvasaṃghaiḥ prayādbhir ājau vidhivat praṇunnaiḥ
und von den Wagen, Fußtruppenscharen, Elefanten und Pferden, die vorschriftsmäßig im Kampf vorwärtsgetrieben wurden (Instr.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl.Part. + Lok. + Adv. + Instr.Pl.)
samuddhataṃ vai taruṇārkavarṇaṃ rajo babhau chādayat sūryaraśmīn
erhob sich Staub, von der Farbe der jungen Sonne, der die Sonnenstrahlen verhüllend erstrahlte (Nom. + Partikel + Nom. + Nom. + 3.Sg.Perf. bhā- + Nom.Part. + Akk.Pl.)

rejuḥ patākā rathadantisaṃsthā vāteritā bhrāmyamāṇāḥ samantāt nānāraṅgāḥ samare tatra rājan meghair yuktā vidyutaḥ khe yathaiva

Es leuchteten die vielfarbigen Banner, auf Wagen und Elefanten befestigt, vom Wind bewegt, ringsum wirbelnd, im Kampf dort, o König, wie Blitze am Himmel, mit Wolken verbunden.

Wort für Wort
rejuḥ patākā rathadantisaṃsthā vāteritā bhrāmyamāṇāḥ samantāt
es leuchteten die Banner, auf Wagen und Elefanten befestigt, vom Wind bewegt, ringsum wirbelnd (3.Pl.Perf. rāj- + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Adv.)
nānāraṅgāḥ samare tatra rājan meghair yuktā vidyutaḥ khe yathaiva
vielfarbig, im Kampf dort, o König, wie Blitze am Himmel, mit Wolken verbunden (Nom.Pl. + Lok. + Adv. + Vok. + Instr.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Lok. + Part.wie)

dhanūṃṣi visphārayatāṃ nṛpāṇāṃ babhūva śabdas tumulo 'tighoraḥ vimathyato devamahāsuraughair yathārṇavasyādiyuge tadānīm

Vom Spannen der Bögen der Könige erhob sich ein tosender, überaus schrecklicher Lärm, wie der des Ozeans, als er damals am Anfang des Zeitalters von den Scharen der Götter und großen Asuras gequirlt wurde.

Wort für Wort
dhanūṃṣi visphārayatāṃ nṛpāṇāṃ babhūva śabdas tumulo 'tighoraḥ
vom Spannen der Bögen der Könige erhob sich ein tosender, überaus schrecklicher Lärm (Akk.Pl. + Gen.Pl.Part. + Gen.Pl. + 3.Sg.Perf. bhū- + Nom. + Nom. + Nom.)
vimathyato devamahāsuraughair yathārṇavasyādiyuge tadānīm
wie der des Ozeans, als er damals am Anfang des Zeitalters von den Scharen der Götter und großen Asuras gequirlt wurde (Gen.Part. + Instr.Pl. + Part.wie + Gen. + Lok. + Adv.)

tad ugranādaṃ bahurūpavarṇaṃ tavātmajānāṃ samudīrṇam evam babhūva sainyaṃ ripusainyahantṛ yugāntameghaughanibhaṃ tadānīm

Jenes Heer deiner Söhne, mit schrecklichem Klang, vielgestaltig und vielfarbig, so erhoben, wurde damals zum Vernichter des feindlichen Heeres, den Wolkenmassen am Ende eines Zeitalters gleich.

Wort für Wort
tad ugranādaṃ bahurūpavarṇaṃ tavātmajānāṃ samudīrṇam evam
jenes Heer deiner Söhne, mit schrecklichem Klang, vielgestaltig und vielfarbig, so erhoben (Nom. + Nom. + Nom. + Gen.Pl. + Nom. + Adv.)
babhūva sainyaṃ ripusainyahantṛ yugāntameghaughanibhaṃ tadānīm
wurde das Heer zum Vernichter des feindlichen Heeres, den Wolkenmassen am Ende eines Zeitalters gleich, damals (3.Sg.Perf. bhū- + Nom. + Nom. + Nom. + Adv.)

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