Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa
Sarga 100: Lakṣmaṇa-Śakti-Ghātaḥ
Lakṣmaṇa vom Speer Rāvaṇas getroffen
tasminpratihateastre tu rāvaṇo rākṣasādhipaḥ |
krodhan ca dviguṇaṃ cakre krodhāccāstramanantaram ||
Als jene Waffe abgewehrt war, verdoppelte Rāvaṇa, der Rākṣasa-Herrscher, seinen Zorn, und aus Zorn wirkte er sogleich eine weitere Waffe.
Wort für Wort tasmin pratihate astre tu als jene Waffe abgewehrt war rāvaṇo rākṣasādhipaḥ Rāvaṇa, der Rākṣasa-Herrscher krodhaṃ ca dviguṇaṃ cakre verdoppelte seinen Zorn krodhāt ca astram anantaram und aus Zorn sogleich eine Waffe mayena vihitan raudramanyadastraṃ mahādyutiḥ |
utsraṣṭun rāvaṇo ghoraṃ rāghavāya pracakrame ||
Der Glanzvolle begann, die von Maya gewirkte, schreckliche, andere Waffe, die grausige, gegen Rāghava abzuschießen.
Wort für Wort mayena vihitaṃ raudram die von Maya gewirkte, schreckliche anyat astraṃ mahādyutiḥ andere Waffe, der Glanzvolle utsraṣṭuṃ rāvaṇo ghoram abzuschießen begann Rāvaṇa, die grausige rāghavāya pracakrame gegen Rāghava tataḥ śūlāni niścerurgadāśca musalāni ca |
kārmukāddīpyamānāni vajrasārāṇi sarvaśaḥ ||
Da schossen aus dem Bogen Speere, Keulen und Stößel hervor, überall leuchtend, mit der Härte des Vajra.
Wort für Wort tataḥ śūlāni niścaruḥ da schossen Speere hervor gadāḥ ca musalāni ca Keulen und Stößel kārmukāt dīpyamānāni aus dem Bogen leuchtend vajrasārāṇi sarvaśaḥ mit der Härte des Vajra, überall mudgaraḥ kūṭapāśāśca dīptāścāśanayastathā |
niṣpeturvividhāstīkṣṇā vātā iva yugakṣaye ||
Hammerkeulen und heimtückische Fangschlingen, und leuchtende Blitze ebenso, schossen mancherlei scharfe hervor, wie Windstöße am Ende des Zeitalters.
Wort für Wort mudgaraḥ kūṭapāśāḥ ca Hammerkeulen und heimtückische Fangschlingen dīptāḥ ca aśanayaḥ tathā und leuchtende Blitze ebenso niṣpetuḥ vividhāḥ tīkṣṇāḥ schossen mancherlei scharfe hervor vātā iva yugakṣaye wie Windstöße am Ende des Zeitalters tadastran rāghavaḥ śrīmānuttamāstravidāṃ varaḥ |
jaghāna paramāstreṇa gandharveṇa mahādyutiḥ ||
Jene Waffe zerstörte Rāghava, der Glanzreiche, der Beste der Kenner höchster Waffen, mit der höchsten Waffe, der Gāndharva-Waffe, der Glanzvolle.
Wort für Wort tadastraṃ rāghavaḥ śrīmān jene Waffe, Rāghava, der Glanzreiche uttamāstravidāṃ varaḥ der Beste der Kenner höchster Waffen jaghāna paramāstreṇa zerstörte mit der höchsten Waffe gandharveṇa mahādyutiḥ mit der Gāndharva-Waffe, der Glanzvolle tasminpratihateastre tu rāghaveṇa mahātmanā |
rāvaṇaḥ krodhatāmrākṣaḥ sauramastramudīrayat ||
Als jene Waffe durch den hochgesinnten Rāghava abgewehrt war, rief Rāvaṇa, mit vor Zorn geröteten Augen, die Sonnen-Waffe hervor.
Wort für Wort tasmin pratihate astre tu als jene Waffe abgewehrt war rāghaveṇa mahātmanā durch den hochgesinnten Rāghava rāvaṇaḥ krodhatāmrākṣaḥ Rāvaṇa, mit vor Zorn geröteten Augen sauram astram udīrayat rief die Sonnen-Waffe hervor tataścakrāṇi niṣpeturbhāsvarāṇi mahānti ca |
kārmukādbhīmavegasya daśagrīvasya dhīmataḥ ||
Da schossen glänzende und gewaltige Wurfscheiben aus dem Bogen des Zehnhalsigen von furchtbarer Wucht, des Weisen, hervor.
Wort für Wort tataḥ cakrāṇi niṣpetuḥ da schossen Wurfscheiben hervor bhāsvarāṇi mahānti ca glänzende und gewaltige kārmukāt bhīmavegasya aus dem Bogen des von furchtbarer Wucht daśagrīvasya dhīmataḥ des Zehnhalsigen, des Weisen tairāsīdgaganan dīptan sampatadbhiritastataḥ |
patadbhiśca diśo dīptaiścandrasūryagrahairiva ||
Von ihnen, die von überall herabstürzten, leuchtete der Himmel; und die herabfallenden Richtungen leuchteten, wie von Mond, Sonne und Planeten.
Wort für Wort taiḥ āsīt gaganaṃ dīptam von ihnen leuchtete der Himmel sampatadbhiḥ itastataḥ die von überall herabstürzten patadbhiḥ ca diśo dīptaiḥ und die fallenden Richtungen leuchteten candrasūryagrahaiḥ iva wie von Mond, Sonne, Planeten tāni ciccheda bāṇaughaiścakrāṇi tu sa rāghavaḥ |
āyudhāni vicitrāṇi rāvaṇasya camūmukhe ||
Jene Wurfscheiben aber zerschnitt Rāghava mit Pfeilscharen, die mannigfaltigen Waffen Rāvaṇas, an der Spitze des Heeres.
Wort für Wort tāni ciccheda bāṇaughaiḥ jene zerschnitt er mit Pfeilscharen cakrāṇi tu sa rāghavaḥ die Wurfscheiben aber, Rāghava āyudhāni vicitrāṇi die mannigfaltigen Waffen rāvaṇasya camūmukhe Rāvaṇas, an der Heeresspitze tadastran tu hataṃ dṛṣṭvā rāvaṇo rākṣasādhipaḥ |
vivyādha daśabhirbāṇai rāman sarveṣu marmasu ||
Als er sah, dass jene Waffe vernichtet war, durchbohrte Rāvaṇa, der Rākṣasa-Herrscher, Rāma mit zehn Pfeilen an allen wunden Punkten.
Wort für Wort tadastraṃ tu hataṃ dṛṣṭvā jene Waffe vernichtet sehend rāvaṇo rākṣasādhipaḥ Rāvaṇa, der Rākṣasa-Herrscher vivyādha daśabhiḥ bāṇaiḥ durchbohrte mit zehn Pfeilen rāmaṃ sarveṣu marmasu Rāma an allen wunden Punkten sa viddho daśabhirbāṇairmahākārmukaniḥsṛtaiḥ |
rāvaṇena mahātejā na prākampata rāghavaḥ ||
Von den zehn Pfeilen durchbohrt, die aus dem großen Bogen hervorgeschossen waren, erzitterte der gewaltige Rāghava, von Rāvaṇa getroffen, nicht.
Wort für Wort sa viddho daśabhiḥ bāṇaiḥ er, durchbohrt von den zehn Pfeilen mahākārmukaniḥsṛtaiḥ die aus dem großen Bogen hervorgeschossen waren rāvaṇena mahātejā von Rāvaṇa, der Gewaltige na prākampata rāghavaḥ erzitterte Rāghava nicht tato vivyādha gātreṣu sarveṣu samitiñjayaḥ |
rāghavastu susaṅkruddho rāvaṇaṃ bahubhiḥ śaraiḥ ||
Da durchbohrte Rāghava, der Schlachtenbezwinger, überaus zornentbrannt, Rāvaṇa an allen Gliedern mit vielen Pfeilen.
Wort für Wort tato vivyādha gātreṣu sarveṣu da durchbohrte er an allen Gliedern samitiñjayaḥ der Schlachtenbezwinger rāghavaḥ tu susaṅkruddho Rāghava aber, überaus zornentbrannt rāvaṇaṃ bahubhiḥ śaraiḥ Rāvaṇa mit vielen Pfeilen etasminnantare kruddho rāghavasyānujo balī |
lakṣmaṇaḥ sāyakānsapta jagrāha paravīrahā ||
In diesem Augenblick ergriff der zornige, starke jüngere Bruder Rāghavas, Lakṣmaṇa, der Töter feindlicher Helden, sieben Pfeile.
Wort für Wort etasmin antare kruddho in diesem Augenblick, der zornige rāghavasya anujo balī der jüngere Bruder Rāghavas, der Starke lakṣmaṇaḥ sāyakān sapta Lakṣmaṇa sieben Pfeile jagrāha paravīrahā ergriff, der Töter feindlicher Helden taiḥ sāyakairmahāvegai rāvaṇasya mahādyutiḥ |
dhvajaṃ manuṣyaśīrṣan tu tasya ciccheda naikadhā ||
Mit jenen überaus schnellen Pfeilen zerschnitt der Glanzvolle Rāvaṇas Feldzeichen mit dem Menschenhaupt vielfach.
Wort für Wort taiḥ sāyakaiḥ mahāvegaiḥ mit jenen überaus schnellen Pfeilen rāvaṇasya mahādyutiḥ Rāvaṇas, der Glanzvolle dhvajaṃ manuṣyaśīrṣaṃ tu das Feldzeichen mit dem Menschenhaupt aber tasya ciccheda naikadhā dessen zerschnitt er vielfach sāratheścāpi bāṇena śiro jvalitakuṇḍalam |
jahāra lakṣmaṇaḥ śrīmānnairṛtasya mahābalaḥ ||
Und mit einem Pfeil trennte Lakṣmaṇa, der Glanzreiche, der Gewaltige, das mit leuchtenden Ohrringen geschmückte Haupt des Wagenlenkers des Rākṣasa ab.
Wort für Wort sāratheḥ ca api bāṇena und mit einem Pfeil des Wagenlenkers śiro jvalitakuṇḍalam das Haupt mit leuchtenden Ohrringen jahāra lakṣmaṇaḥ śrīmān trennte Lakṣmaṇa ab, der Glanzreiche nairṛtasya mahābalaḥ des Rākṣasa, der Gewaltige tasya bāṇaiś ca ciccheda dhanurgajakaropamam |
lakṣmaṇo rākṣasendrasya pañcabhirniśitaiḥ śaraiḥ ||
Und mit fünf scharfen Pfeilen zerschnitt Lakṣmaṇa den Bogen des Rākṣasa-Herrschers, der einem Elefantenrüssel glich.
Wort für Wort tasya bāṇaiḥ ca ciccheda und dessen zerschnitt er mit Pfeilen dhanuḥ gajakaropamam den Bogen, einem Elefantenrüssel gleich lakṣmaṇo rākṣasendrasya Lakṣmaṇa, des Rākṣasa-Herrschers pañcabhiḥ niśitaiḥ śaraiḥ mit fünf scharfen Pfeilen nīlameghanibhāṃścāsya sadaśvānparvatopamān |
jaghānāplutya gadayā rāvaṇasya vibhīṣaṇaḥ ||
Und dessen den blauen Wolken gleichenden, vortrefflichen, den Bergen gleichenden Pferde erschlug Vibhīṣaṇa, herbeispringend, mit der Keule, die Rāvaṇas.
Wort für Wort nīlameghanibhān ca asya und dessen den blauen Wolken gleichende sadaśvān parvatopamān vortreffliche, den Bergen gleichende Pferde jaghāna āplutya gadayā erschlug er, herbeispringend, mit der Keule rāvaṇasya vibhīṣaṇaḥ Rāvaṇas, Vibhīṣaṇa hatāśvādvegavānvegādavaplutya mahārathāt |
krodhamāhārayattīvraṃ bhrātaraṃ prati rāvaṇaḥ ||
Vom großen Wagen mit den getöteten Pferden sprang der Schnelle mit Wucht herab; Rāvaṇa richtete heftigen Zorn gegen seinen Bruder.
Wort für Wort hatāśvāt vegavān vegāt vom [Wagen] mit getöteten Pferden, der Schnelle, mit Wucht avaplutya mahārathāt vom großen Wagen herabspringend krodham āhārayat tīvram richtete heftigen Zorn bhrātaraṃ prati rāvaṇaḥ gegen seinen Bruder, Rāvaṇa tataḥ śaktiṃ mahāśaktirdīptān dīptāśanīm iva |
vibhīṣaṇāya cikṣepa rākṣasendraḥ pratāpavān ||
Da schleuderte der Rākṣasa-Herrscher, der überaus Mächtige, der Glanzvolle, seinen leuchtenden Speer, dem leuchtenden Blitz gleich, gegen Vibhīṣaṇa.
Wort für Wort tataḥ śaktiṃ mahāśaktiḥ da den Speer, der überaus Mächtige dīptāṃ dīptāśanim iva den leuchtenden, dem leuchtenden Blitz gleich vibhīṣaṇāya cikṣepa schleuderte gegen Vibhīṣaṇa rākṣasendraḥ pratāpavān der Rākṣasa-Herrscher, der Glanzvolle aprāptāmeva tāṃ bāṇaistribhiściccheda lakṣmaṇaḥ |
athodatiṣṭhatsaṃnādo vānarāṇān tadā raṇe ||
Noch ehe er ihn traf, zerschnitt Lakṣmaṇa ihn mit drei Pfeilen; da erhob sich damals ein Getöse der Affen im Kampf.
Wort für Wort aprāptām eva tāṃ bāṇaiḥ noch ehe er sie [die Waffe] erreichte, mit Pfeilen tribhiḥ ciccheda lakṣmaṇaḥ mit drei zerschnitt Lakṣmaṇa atha udatiṣṭhat saṃnādo da erhob sich ein Getöse vānarāṇāṃ tadā raṇe der Affen da im Kampf saṃpapāta tridhā chinnā śaktiḥ kāñcanamālinī |
savisphuliṅgā jvalitā maholkeva divaścyutā ||
Der dreifach zerschnittene, mit goldenen Girlanden geschmückte Speer stürzte herab, funkensprühend, lodernd, wie ein großer, vom Himmel gefallener Meteor.
Wort für Wort saṃpapāta tridhā chinnā er stürzte herab, dreifach zerschnitten śaktiḥ kāñcanamālinī der Speer, mit goldenen Girlanden geschmückt savisphuliṅgā jvalitā funkensprühend, lodernd maholkā iva divaścyutā wie ein großer, vom Himmel gefallener Meteor tataḥ sambhāvitatarān kālenāpi durāsadām |
jagrāha vipulān śaktin dīpyamānāṃ svatejasā ||
Da ergriff er einen anderen, hochgeschätzten, selbst für die Zeit unnahbaren, gewaltigen Speer, der von eigenem Glanz leuchtete.
Wort für Wort tataḥ sambhāvitatarām da eine noch hochgeschätztere kālena api durāsadām selbst für die Zeit unnahbare jagrāha vipulāṃ śaktim ergriff er den gewaltigen Speer dīpyamānāṃ svatejasā leuchtend von eigenem Glanz sā veginā balavatā rāvaṇena durātmanā |
jajvāla sumahāghorā śakrāśanisamaprabhā ||
Er, vom schnellen, starken, übelgesinnten Rāvaṇa ergriffen, flammte auf, überaus schrecklich, dem Blitz Indras gleich an Glanz.
Wort für Wort sā veginā balavatā er, vom schnellen, starken rāvaṇena durātmanā vom übelgesinnten Rāvaṇa jajvāla sumahāghorā flammte auf, überaus schrecklich śakrāśanisamaprabhā dem Blitz Indras gleich an Glanz etasminnantare vīro lakṣmaṇastan vibhīṣaṇam |
prāṇasaṃśayamāpannan tūrṇamevābhyapadyata ||
In diesem Augenblick eilte der Held Lakṣmaṇa sogleich zu jenem Vibhīṣaṇa, der in Lebensgefahr geraten war.
Wort für Wort etasmin antare vīro in diesem Augenblick der Held lakṣmaṇaḥ tam vibhīṣaṇam Lakṣmaṇa, zu jenem Vibhīṣaṇa prāṇasaṃśayam āpannam der in Lebensgefahr geraten war tūrṇam eva abhyapadyata eilte sogleich hin taṃ vimokṣayituṃ vīraścāpamāyamya lakṣmaṇaḥ |
rāvaṇan śaktihastan taṃ śaravarṣairavākirat ||
Um ihn zu befreien, spannte der Held Lakṣmaṇa seinen Bogen und überschüttete jenen Rāvaṇa, den Speer in der Hand, mit Pfeilregen.
Wort für Wort taṃ vimokṣayituṃ vīraḥ um ihn zu befreien, der Held cāpam āyamya lakṣmaṇaḥ seinen Bogen spannend, Lakṣmaṇa rāvaṇaṃ śaktihastaṃ tam jenen Rāvaṇa, den Speer in der Hand śaravarṣaiḥ avākirat überschüttete er mit Pfeilregen kīryamāṇaḥ śaraugheṇa visṛṣṭtena mahātmanā |
na prahartuṃ manaścakre vimukhīkṛtavikramaḥ ||
Von der Pfeilflut überschüttet, die von dem Hochgesinnten entsandt war, richtete er, seiner Tapferkeit abgewandt, seinen Sinn nicht darauf, Vibhīṣaṇa zu treffen.
Wort für Wort kīryamāṇaḥ śaraugheṇa überschüttet von der Pfeilflut visṛṣṭena mahātmanā die vom Hochgesinnten entsandt war na prahartuṃ manaḥ cakre richtete seinen Sinn nicht darauf zu treffen vimukhīkṛtavikramaḥ seiner Tapferkeit abgewandt mokṣitaṃ bhrātaran dṛṣṭvā lakṣmaṇena sa rāvaṇaḥ |
lakṣmaṇābhimukhastiṣṭhannidan vacanamabravīt ||
Als er sah, dass sein Bruder von Lakṣmaṇa befreit worden war, wandte sich Rāvaṇa Lakṣmaṇa zu und sprach dieses Wort:
Wort für Wort mokṣitaṃ bhrātaraṃ dṛṣṭvā den befreiten Bruder sehend lakṣmaṇena sa rāvaṇaḥ von Lakṣmaṇa, jener Rāvaṇa lakṣmaṇābhimukhaḥ tiṣṭhan Lakṣmaṇa zugewandt dastehend idaṃ vacanam abravīt sprach er dieses Wort mokṣitaste balaślāghinyasmādevan vibhīṣaṇaḥ |
vimucya rākṣasan śaktistvayīyaṃ vinipātyate ||
„Weil du dich, o mit deiner Kraft Prahlender, Vibhīṣaṇa entzogen hast, wird eben dieser Speer, den Rākṣasa loslassend, auf dich niedergesenkt werden.“
Wort für Wort mokṣitaḥ te balaślāghin von dir befreit, o mit deiner Kraft Prahlender yasmāt evaṃ vibhīṣaṇaḥ weil so Vibhīṣaṇa vimucya rākṣasaṃ śaktiḥ den Rākṣasa loslassend, der Speer tvayi ayaṃ vinipātyate wird auf dich niedergesenkt werden eṣā te hṛdayaṃ bhittvā śaktirlohitalakṣaṇā |
madbāhuparighotsṛṣṭā prāṇānādāya yāsyati ||
„Dieser Speer, das Zeichen des Blutes tragend, von meinem eisenstangenartigen Arm entsandt, wird dein Herz durchbohren und mit deinem Leben davongehen.“
Wort für Wort eṣā te hṛdayaṃ bhittvā dieser, dein Herz durchbohrend śaktiḥ lohitalakṣaṇā der Speer, das Zeichen des Blutes tragend madbāhuparighotsṛṣṭā von meinem eisenstangenartigen Arm entsandt prāṇān ādāya yāsyati wird mit deinem Leben davongehen ityevamuktvā tān śaktimaṣṭaghaṇṭāṃ mahāsvanām |
mayena māyāvihitāmamoghān śatrughātinīm ||
lakṣmaṇāya samuddiśya jvalantīmiva tejasā |
rāvaṇaḥ paramakruddhaścikṣepa ca nanāda ca ||
So sprechend, schleuderte der höchst zornentbrannte Rāvaṇa jenen Speer mit acht Glöckchen, von gewaltigem Klang, von Maya durch Zauberkunst gewirkt, unfehlbar, feindetötend, auf Lakṣmaṇa gerichtet, gleichsam von Glanz lodernd, und brüllte auf.
Wort für Wort iti evam uktvā tāṃ śaktim so sprechend, jenen Speer aṣṭaghaṇṭāṃ mahāsvanām mit acht Glöckchen, von gewaltigem Klang mayena māyāvihitām amoghām von Maya durch Zauberkunst gewirkt, unfehlbar śatrughātinīm lakṣmaṇāya samuddiśya feindetötend, auf Lakṣmaṇa gerichtet jvalantīm iva tejasā gleichsam von Glanz lodernd rāvaṇaḥ paramakruddhaḥ cikṣepa ca nanāda ca schleuderte der höchst zornentbrannte Rāvaṇa und brüllte auf sā kṣiptā bhīmavegena śakrāśanisamasvanā |
śaktirabhyapatadvegāllakṣmaṇan raṇamūrdhani ||
Jener geschleuderte Speer, von furchtbarer Wucht, dem Klang von Indras Blitz gleich, stürzte mit Wucht auf Lakṣmaṇa zu, an der Spitze der Schlacht.
Wort für Wort sā kṣiptā bhīmavegena er, geschleudert mit furchtbarer Wucht śakrāśanisamasvanā dem Klang von Indras Blitz gleich śaktiḥ abhyapatat vegāt der Speer stürzte mit Wucht heran lakṣmaṇaṃ raṇamūrdhani auf Lakṣmaṇa, an der Schlachtspitze tāmanuvyāharacchaktimāpatantīn sa rāghavaḥ |
svastyastu lakṣmaṇāyeti moghā bhava hatodyamā ||
Rāghava sprach zu jenem herannahenden Speer: „Heil sei Lakṣmaṇa! Werde wirkungslos, deine Kraft vernichtet!“
Wort für Wort tām anuvyāharat śaktim zu jenem Speer sprach er āpatantīṃ sa rāghavaḥ dem herannahenden, Rāghava svasti astu lakṣmaṇāya iti 'Heil sei Lakṣmaṇa!' moghā bhava hatodyamā 'werde wirkungslos, deine Kraft vernichtet' tāvaṇena raṇe śaktiḥ kruddhenāśīviṣopamā |
muktāśūrasyabhītasya lakṣmaṇasya mamajja sā ||
Jener Speer, vom zornigen Rāvaṇa im Kampf abgeschossen, der giftigen Schlange gleich, drang bei Lakṣmaṇa, dem tapferen, unerschrockenen, ein.
Wort für Wort tāṃ rāvaṇena raṇe śaktiḥ jener, von Rāvaṇa im Kampf, der Speer kruddhena āśīviṣopamā vom Zornigen, der giftigen Schlange gleich muktā śūrasya abhītasya abgeschossen, beim Tapferen, Unerschrockenen lakṣmaṇasya mamajja sā bei Lakṣmaṇa drang er ein nyapatatsā mahāvegā lakṣmaṇasya mahorasi |
jihvevoragarājasya dīpyamānā mahādyutiḥ ||
Er fiel mit gewaltiger Wucht auf Lakṣmaṇas breite Brust, wie die Zunge des Schlangenkönigs, leuchtend, von gewaltigem Glanz.
Wort für Wort nyapatat sā mahāvegā er fiel, jener, von gewaltiger Wucht lakṣmaṇasya mahorasi auf Lakṣmaṇas breite Brust jihvā iva uragarājasya wie die Zunge des Schlangenkönigs dīpyamānā mahādyutiḥ leuchtend, von gewaltigem Glanz tato rāvaṇavegena sudūramavagāḍhayā |
śaktyā nirbhinnahṛdayaḥ papāta bhuvi lakṣmaṇaḥ ||
Da, durch Rāvaṇas Wucht tief eingedrungen, stürzte Lakṣmaṇa, das Herz durchbohrt von dem Speer, zu Boden.
Wort für Wort tato rāvaṇavegena da durch Rāvaṇas Wucht sudūram avagāḍhayā tief eingedrungen śaktyā nirbhinnahṛdayaḥ durch den Speer, mit durchbohrtem Herzen papāta bhuvi lakṣmaṇaḥ stürzte Lakṣmaṇa zu Boden tadavasthan samīpastho lakṣmaṇaṃ prekṣya rāghavaḥ |
bhrātṛsnehānmahātejā viṣaṇṇahṛdayoabhavat ||
Als Rāghava, in der Nähe stehend, Lakṣmaṇa in jenem Zustand sah, wurde der Gewaltige aus Bruderliebe von Kummer erfüllt.
Wort für Wort tadavasthaṃ samīpastho in jenem Zustand, in der Nähe stehend lakṣmaṇaṃ prekṣya rāghavaḥ Lakṣmaṇa erblickend, Rāghava bhrātṛsnehāt mahātejā aus Bruderliebe, der Gewaltige viṣaṇṇahṛdayaḥ abhavat wurde von Kummer erfüllt sa muhūrtamanudhyāya bāṣpavyākulalocanaḥ |
babhūva sanrabdhataro yugānta iva pāvakaḥ ||
Er sann einen Augenblick nach, mit tränenverwirrten Augen, dann wurde er noch heftiger, wie das Feuer am Ende des Zeitalters.
Wort für Wort sa muhūrtam anudhyāya er einen Augenblick nachsinnend bāṣpavyākulalocanaḥ mit tränenverwirrten Augen babhūva sanrabdhataro wurde noch heftiger yugānta iva pāvakaḥ wie das Feuer am Ende des Zeitalters na viṣādasya kāloayamiti sañcintya rāghavaḥ |
cakre sutumulan yuddhaṃ rāvaṇasya vadhe dhṛtaḥ ||
„Dies ist nicht die Zeit für Verzagtheit“, so bedachte Rāghava, und führte, entschlossen zur Tötung Rāvaṇas, einen überaus tumultartigen Kampf.
Wort für Wort na viṣādasya kālaḥ ayam iti 'dies ist nicht die Zeit für Verzagtheit' sañcintya rāghavaḥ so bedenkend, Rāghava cakre sutumulaṃ yuddham führte einen überaus tumultartigen Kampf rāvaṇasya vadhe dhṛtaḥ entschlossen zur Tötung Rāvaṇas sa dadarśa tato rāmaḥ śaktyā bhinnaṃ mahāhave |
lakṣmaṇan rudhirādigdhaṃ sapannagamivācalam ||
Da sah Rāma im großen Kampf Lakṣmaṇa, vom Speer durchbohrt, mit Blut beschmiert, wie einen Berg mit einer Schlange darauf.
Wort für Wort sa dadarśa tato rāmaḥ da sah Rāma śaktyā bhinnaṃ mahāhave vom Speer durchbohrt, im großen Kampf lakṣmaṇaṃ rudhirādigdham Lakṣmaṇa, mit Blut beschmiert sapannagam iva acalam wie einen Berg mit einer Schlange tāmapi prahitān śaktiṃ rāvaṇena balīyasā |
yatnataste hariśreṣṭhā na śekuravamarditum |
arditāścaiva bāṇaughaiḥ kṣiprahastena rakṣasā ||
Auch jenen von dem gewaltigen Rāvaṇa geschleuderten Speer konnten die besten Affen trotz Mühe nicht aus Lakṣmaṇa herausziehen, selbst gequält von den Pfeilscharen des schnellhändigen Rākṣasa.
Wort für Wort tām api prahitāṃ śaktim auch jenen geschleuderten Speer rāvaṇena balīyasā von dem gewaltigen Rāvaṇa yatnataḥ te hariśreṣṭhā trotz Mühe, die besten Affen na śekuḥ avamarditum konnten nicht herausziehen arditāḥ ca eva bāṇaughaiḥ gequält von den Pfeilscharen kṣiprahastena rakṣasā des schnellhändigen Rākṣasa saumitrin sā vinirbhidya praviṣṭā dharaṇītalam |
tān karābhyāṃ parāmṛśya rāmaḥ śaktiṃ bhayāvahām ||
Er, den Sohn Sumitrās durchbohrend, war in den Erdboden eingedrungen; Rāma ergriff mit beiden Händen jenen furchterregenden Speer.
Wort für Wort saumitriṃ sā vinirbhidya er, den Sohn Sumitrās durchbohrend praviṣṭā dharaṇītalam war in den Erdboden eingedrungen tāṃ karābhyāṃ parāmṛśya ihn mit beiden Händen ergreifend rāmaḥ śaktiṃ bhayāvahām Rāma, den furchterregenden Speer tasya niṣkarṣataḥ śaktin rāvaṇena balīyasā |
śarāḥ sarveṣu gātreṣu pātitā marmabhedinaḥ ||
Während er jenen Speer herauszog, ließ der gewaltige Rāvaṇa an allen seinen Gliedern wundendurchbohrende Pfeile niedersausen.
Wort für Wort tasya niṣkarṣataḥ śaktim während er jenen Speer herauszog rāvaṇena balīyasā vom gewaltigen Rāvaṇa śarāḥ sarveṣu gātreṣu Pfeile an allen Gliedern pātitā marmabhedinaḥ niedergesaust, wundendurchbohrende acintayitvā tānbāṇānsamāśliṣyā ca lakṣmaṇam |
abravīcca hanūmantan sugrīvan caiva rāghavaḥ ||
Ohne jene Pfeile zu beachten, umarmte Rāghava Lakṣmaṇa und sprach zu Hanumant und ebenso zu Sugrīva:
Wort für Wort acintayitvā tān bāṇān ohne jene Pfeile zu beachten samāśliṣya ca lakṣmaṇam und Lakṣmaṇa umarmend abravīt ca hanūmantam und sprach zu Hanumant sugrīvaṃ ca eva rāghavaḥ und ebenso zu Sugrīva, Rāghava lakṣmaṇaṃ parivāryeha tiṣṭhadhvan vānarottamāḥ |
parākramasya kāloayan samprāpto me cirepsitaḥ |
pāpātmāyan daśagrīvo vadhyatāṃ pāpaniścayaḥ ||
„Umringt hier Lakṣmaṇa und steht zu seinem Schutz, ihr Besten der Affen! Die lang ersehnte Zeit meiner Tatkraft ist nun für mich gekommen; dieser böse, übelgesinnte Zehnhalsige soll getötet werden!“
Wort für Wort lakṣmaṇaṃ parivārya iha Lakṣmaṇa hier umringend tiṣṭhadhvaṃ vānarottamāḥ steht, ihr Besten der Affen parākramasya kālaḥ ayaṃ die Zeit meiner Tatkraft samprāpto me cirepsitaḥ ist mir gekommen, lang ersehnt pāpātmā ayaṃ daśagrīvo dieser böse Zehnhalsige vadhyatāṃ pāpaniścayaḥ soll getötet werden, der übelgesinnte asminmuhūrte nacirātsatyaṃ pratiśṛṇomi vaḥ |
arāvaṇamarāman vā jagaddrakṣyatha vānarāḥ ||
„In diesem Augenblick, bald schon, gelobe ich euch die Wahrheit: Ihr werdet, o Affen, die Welt entweder ohne Rāvaṇa oder ohne Rāma sehen.“
Wort für Wort asmin muhūrte nacirāt in diesem Augenblick, bald satyaṃ pratiśṛṇomi vaḥ gelobe ich euch die Wahrheit arāvaṇam arāmam vā entweder ohne Rāvaṇa oder ohne Rāma jagat drakṣyatha vānarāḥ werdet ihr die Welt sehen, o Affen rājyanāśan vane vāsan daṇḍake paridhāvanam |
vaidehyāśca parāmarśan rakṣobhiśca samāgamam ||
„Den Verlust des Königreichs, das Leben im Wald, das Umherziehen im Daṇḍaka-Wald, den Raub der Vaidehī, und die Begegnung mit den Rākṣasas,“
Wort für Wort rājyanāśaṃ vane vāsam den Verlust des Königreichs, das Leben im Wald daṇḍake paridhāvanam das Umherziehen im Daṇḍaka-Wald vaidehyāḥ ca parāmarśam und den Raub der Vaidehī rakṣobhiḥ ca samāgamam und die Begegnung mit den Rākṣasas prāptan duḥkhaṃ mahadghoraṃ kleśaṃ ca nirayopamam |
adya sarvamahan tyakṣye hatvā tan rāvaṇaṃ raṇe ||
„das erlittene große, schreckliche Leid und die höllengleiche Qual - all das werde ich heute ablegen, indem ich jenen Rāvaṇa im Kampf töte.“
Wort für Wort prāptaṃ duḥkhaṃ mahadghoram das erlittene große, schreckliche Leid kleśaṃ ca nirayopamam und die höllengleiche Qual adya sarvam ahaṃ tyakṣye all das werde ich heute ablegen hatvā taṃ rāvaṇaṃ raṇe indem ich jenen Rāvaṇa im Kampf töte yadarthan vānaraṃ sainyaṃ samānītamidaṃ mayā |
sugrīvaśca kṛto rājye nihatvā vālinan raṇe |
soayamadya raṇe pāpaścakṣurviṣayamāgataḥ ||
„Um dessentwillen ich dieses Affenheer versammelt habe und Sugrīva ins Königreich eingesetzt habe, nachdem ich Vālin im Kampf getötet hatte - eben jener Böse ist heute im Kampf in meinen Blickbereich gelangt.“
Wort für Wort yadarthaṃ vānaraṃ sainyam um dessentwillen das Affenheer samānītam idaṃ mayā von mir versammelt wurde sugrīvaḥ ca kṛto rājye und Sugrīva ins Königreich eingesetzt wurde nihatya vālinaṃ raṇe nachdem Vālin im Kampf getötet wurde saḥ ayam adya raṇe pāpaḥ eben jener Böse heute im Kampf cakṣurviṣayam āgataḥ ist in meinen Blickbereich gelangt cakṣurviṣayamāgamya nāyan jīvitumarhati |
dṛṣṭin dṛṣṭiviṣasyeva sarpasya mama rāvaṇaḥ |
yathā vā vainateyasya dṛṣṭiṃ prāpto bhujaṃgamaḥ ||
„Nachdem er in meinen Blickbereich gelangt ist, verdient dieser nicht mehr zu leben - Rāvaṇa, meinem Blick, dem Blick einer giftigen Schlange gleich, ausgesetzt, oder wie eine Schlange, die in den Blick des Vainateya geraten ist.“
Wort für Wort cakṣurviṣayam āgamya in den Blickbereich gelangt na ayaṃ jīvitum arhati verdient dieser nicht zu leben dṛṣṭiṃ dṛṣṭiviṣasya iva meinem Blick, dem einer giftigen [Schlange] gleich sarpasya mama rāvaṇaḥ der Schlange, mir, Rāvaṇa yathā vā vainateyasya oder wie des Vainateya dṛṣṭiṃ prāpto bhujaṃgamaḥ in dessen Blick eine Schlange geraten ist svasthāḥ paśyata durdharṣā yuddhan vānarapuṅgavāḥ |
āsīnāḥ parvatāgreṣu mamedan rāvaṇasya ca ||
„Gelassen, ihr Unbezwingbaren, ihr Stiere unter den Affen, schaut euch diesen Kampf zwischen mir und Rāvaṇa an, auf den Berggipfeln sitzend.“
Wort für Wort svasthāḥ paśyata durdharṣā gelassen schaut zu, ihr Unbezwingbaren yuddhaṃ vānarapuṅgavāḥ den Kampf, ihr Stiere unter den Affen āsīnāḥ parvatāgreṣu auf den Berggipfeln sitzend mama idaṃ rāvaṇasya ca diesen, zwischen mir und Rāvaṇa adya rāmasya rāmatvaṃ paśyantu mama sanyuge |
trayo lokāḥ sagandharvāḥ sadevāḥ sarṣicāraṇāḥ ||
„Heute mögen die drei Welten, samt Gandharvas, Göttern, Weisen und Cāraṇas, meine Rāma-Natur im Kampf sehen.“
Wort für Wort adya rāmasya rāmatvam heute Rāmas Rāma-Natur paśyantu mama sanyuge mögen sie in meinem Kampf sehen trayo lokāḥ sagandharvāḥ die drei Welten samt Gandharvas sadevāḥ sarṣicāraṇāḥ samt Göttern, Weisen, Cāraṇas adya karma kariṣyāmi yallokāḥ sacarācarāḥ |
sadevāḥ kathayiṣyanti yāvadbhūmirdhariṣyati ||
„Heute werde ich eine Tat vollbringen, von der die Welten mit ihrem Beweglichen und Unbeweglichen, samt den Göttern, erzählen werden, solange die Erde besteht.“
Wort für Wort adya karma kariṣyāmi heute werde ich eine Tat vollbringen yat lokāḥ sacarācarāḥ von der die Welten mit Beweglichem und Unbeweglichem sadevāḥ kathayiṣyanti samt den Göttern erzählen werden yāvat bhūmiḥ dhariṣyati solange die Erde besteht evamuktvā śitairbāṇaistaptakāñcanabhūṣaṇaiḥ |
ājaghāna daśagrīvan raṇe rāmaḥ samāhitaḥ ||
So sprechend, schlug Rāma, gesammelt, mit scharfen, mit geglühtem Gold geschmückten Pfeilen im Kampf auf den Zehnhalsigen ein.
Wort für Wort evam uktvā śitaiḥ bāṇaiḥ so sprechend, mit scharfen Pfeilen taptakāñcanabhūṣaṇaiḥ mit geglühtem Gold geschmückten ājaghāna daśagrīvaṃ schlug er auf den Zehnhalsigen ein raṇe rāmaḥ samāhitaḥ im Kampf, Rāma, gesammelt atha pradīptairnārācairmusalaiścāpi rāvaṇaḥ |
abhyavarṣattadā rāman dhārābhiriva toyadaḥ ||
Da überschüttete Rāvaṇa mit lodernden Eisenpfeilen und auch mit Stößeln Rāma, wie eine Regenwolke mit ihren Strömen.
Wort für Wort atha pradīptaiḥ nārācaiḥ da mit lodernden Eisenpfeilen musalaiḥ ca api rāvaṇaḥ und auch mit Stößeln, Rāvaṇa abhyavarṣat tadā rāmam überschüttete da Rāma dhārābhiḥ iva toyadaḥ wie eine Regenwolke mit ihren Strömen rāmarāvaṇamuktānāmanyonyamabhinighnatām |
śarāṇān ca śarāṇāṃ ca babhūva tumulaḥ svanaḥ ||
Der von Rāma und Rāvaṇa abgeschossenen, einander treffenden Pfeile - der Pfeile gegen die Pfeile - entstand ein tumultartiges Getöse.
Wort für Wort rāmarāvaṇamuktānām der von Rāma und Rāvaṇa abgeschossenen anyonyam abhinighnatām der einander treffenden śarāṇāṃ ca śarāṇāṃ ca der Pfeile gegen die Pfeile babhūva tumulaḥ svanaḥ entstand ein tumultartiges Getöse te bhinnāśca vikīrṇāśca rāmarāvaṇayoḥ śarāḥ |
antarikṣātpradīptāgrā nipeturdharaṇītale ||
Jene gespaltenen und verstreuten Pfeile Rāmas und Rāvaṇas fielen mit lodernden Spitzen vom Luftraum zu Boden.
Wort für Wort te bhinnāḥ ca vikīrṇāḥ ca jene gespaltenen und verstreuten rāmarāvaṇayoḥ śarāḥ Pfeile Rāmas und Rāvaṇas antarikṣāt pradīptāgrā vom Luftraum, mit lodernden Spitzen nipetuḥ dharaṇītale fielen zu Boden tayorjyātalanirghoṣo rāmarāvaṇayormahān |
trāsanaḥ sarvabūtānān sa babhūvādbhutopamaḥ ||
Das gewaltige Getöse ihrer Sehnen- und Handflächenschläge, das Rāmas und Rāvaṇas, ängstigte alle Wesen und war einem Wunder gleich.
Wort für Wort tayoḥ jyātalanirghoṣo ihr Getöse von Sehne und Handfläche rāmarāvaṇayoḥ mahān Rāmas und Rāvaṇas, das gewaltige trāsanaḥ sarvabūtānām ängstigend alle Wesen sa babhūva adbhutopamaḥ war es einem Wunder gleich vikīryamāṇaḥ śarajālavṛṣṭibhir |
rmahātmanā dīptadhanuṣmatārditaḥ |
bhayātpradudrāva sametya rāvaṇo |
yathānilenābhihato balāhakaḥ ||
Von den Pfeilnetzregen überschüttet, gequält von dem Hochgesinnten mit dem lodernden Bogen, floh Rāvaṇa aus Furcht, sich sammelnd, davon, wie eine vom Wind getroffene Wolke.
Wort für Wort vikīryamāṇaḥ śarajālavṛṣṭibhiḥ überschüttet von den Pfeilnetzregen mahātmanā dīptadhanuṣmatā arditaḥ gequält vom Hochgesinnten mit dem lodernden Bogen bhayāt pradudrāva sametya rāvaṇo floh Rāvaṇa aus Furcht, sich sammelnd yathā anilena abhihato balāhakaḥ wie eine vom Wind getroffene Wolke
Interaktive Leseansicht des ganzen Werks
← Sarga 99 Sarga 101 →