Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa

Sarga 97: Mahodara-Vadhaḥ Der Tod Mahodaras durch Sugrīva

hanyamāne bale tūrṇamanyonyan te mahāmṛdhe | sarasīva mahāgharme sūpakṣīṇe babhūvatuḥ ||

Während beide Heere in jenem gewaltigen Kampf einander rasch niedermetzelten, wurden sie, wie zwei Seen in großer Sommerhitze, gänzlich erschöpft.

Wort für Wort
hanyamāne bale tūrṇam
während das Heer rasch niedergemetzelt wurde
anyonyaṃ te mahāmṛdhe
einander, in jenem gewaltigen Kampf
sarasī iva mahāgharme
wie zwei Seen in großer Sommerhitze
sūpakṣīṇe babhūvatuḥ
wurden sie gänzlich erschöpft

svabalasya vighātena virūpākṣavadhena ca | babhūva dviguṇan kruddho rāvaṇo rākṣasādhipaḥ ||

Durch die Vernichtung seines Heeres und durch den Tod Virūpākṣas wurde Rāvaṇa, der Rākṣasa-Herrscher, doppelt zornentbrannt.

Wort für Wort
svabalasya vighātena
durch die Vernichtung seines Heeres
virūpākṣavadhena ca
und durch den Tod Virūpākṣas
babhūva dviguṇaṃ kruddho
wurde doppelt zornentbrannt
rāvaṇo rākṣasādhipaḥ
Rāvaṇa, der Rākṣasa-Herrscher

prakṣīṇan tu balaṃ dṛṣṭvā vadhyamānan valīmukhaiḥ | babhūvāsya vyathā yuddhe prekṣya daivaviparyayam ||

Als er sein geschwächtes Heer sah, das von den Affen niedergemetzelt wurde, ergriff ihn Kummer im Kampf, angesichts der Widrigkeit des Schicksals.

Wort für Wort
prakṣīṇaṃ tu balaṃ dṛṣṭvā
das geschwächte Heer sehend
vadhyamānaṃ valīmukhaiḥ
das von den Affen niedergemetzelt wurde
babhūva asya vyathā yuddhe
ergriff ihn Kummer im Kampf
prekṣya daivaviparyayam
angesichts der Widrigkeit des Schicksals

uvāca ca samīpasthaṃ mahodaramarindamam | asminkāle mahābāho jayāśā tvayi me sthitā ||

Und er sprach zu Mahodara, dem Feindebezwinger, der neben ihm stand: „In diesem Augenblick, o Starkarmiger, ruht meine Hoffnung auf den Sieg auf dir.“

Wort für Wort
uvāca ca samīpasthaṃ
und er sprach zu dem nahestehenden
mahodaram ariṃdamam
zu Mahodara, dem Feindebezwinger
asmin kāle mahābāho
in diesem Augenblick, o Starkarmiger
jayāśā tvayi me sthitā
meine Hoffnung auf den Sieg ruht auf dir

jahi śatrucamūn vīra darśayādya parākramam | bhartṛpiṇḍasya kāloayaṃ nirveṣṭun sādhu yudhyatām ||

„Vernichte das feindliche Heer, o Held, zeige heute deine Tapferkeit! Dies ist die Zeit, den Unterhalt des Herrn abzugelten für die, die gut kämpfen.“

Wort für Wort
jahi śatrucamūṃ vīra
vernichte das feindliche Heer, o Held
darśaya adya parākramam
zeige heute deine Tapferkeit
bhartṛpiṇḍasya kālaḥ ayam
dies ist die Zeit, den Unterhalt des Herrn
nirveṣṭuṃ sādhu yudhyatām
abzugelten für die, die gut kämpfen

evamuktastathetyuktvā rākṣasendraṃ mahodaraḥ | praviveśārisenān sa pataṅga iva pāvakam ||

So angesprochen, sagte Mahodara zum Rākṣasa-Herrscher „So sei es“, und drang in das feindliche Heer ein, wie eine Motte ins Feuer.

Wort für Wort
evam uktaḥ tathā iti uktvā
so angesprochen, 'so sei es' sagend
rākṣasendraṃ mahodaraḥ
zum Rākṣasa-Herrscher, Mahodara
praviveśa arisenāṃ
drang in das feindliche Heer ein
sa pataṅga iva pāvakam
wie eine Motte ins Feuer

tataḥ sa kadanan cakre vānarāṇāṃ mahābalaḥ | bhartṛvākyena tejasvī svena vīryeṇa coditaḥ ||

Da richtete jener Gewaltige, angetrieben durch das Wort seines Herrn und durch seine eigene Kraft, ein Gemetzel unter den Affen an.

Wort für Wort
tataḥ sa kadanaṃ cakre
da richtete er ein Gemetzel an
vānarāṇāṃ mahābalaḥ
unter den Affen, der Gewaltige
bhartṛvākyena tejasvī
durch das Wort seines Herrn, der Gewaltige
svena vīryeṇa coditaḥ
durch seine eigene Kraft angetrieben

vānarāśca mahāsattvaḥ pragṛhya vipulāḥ śilāḥ | praviśyāribalaṃ bhīmaṃ jaghnaste sarvarākṣasān ||

Und die Affen von großer Wesenskraft ergriffen gewaltige Felsen, drangen in das furchtbare feindliche Heer ein und erschlugen alle Rākṣasas.

Wort für Wort
vānarāḥ ca mahāsattvaḥ
und die Affen von großer Wesenskraft
pragṛhya vipulāḥ śilāḥ
gewaltige Felsen ergreifend
praviśya aribalaṃ bhīmam
in das furchtbare feindliche Heer eindringend
jaghnaḥ te sarvarākṣasān
erschlugen sie alle Rākṣasas

mahodaraḥ susaṃkruddhaḥ śaraiḥ kāñcanabhūṣaṇaiḥ | cicceda pāṇipādoru vānarāṇāṃ mahāhave ||

Mahodara, überaus zornentbrannt, zerschnitt mit goldgeschmückten Pfeilen im gewaltigen Kampf den Affen Hände, Füße und Schenkel.

Wort für Wort
mahodaraḥ susaṃkruddhaḥ
Mahodara, überaus zornentbrannt
śaraiḥ kāñcanabhūṣaṇaiḥ
mit goldgeschmückten Pfeilen
cicceda pāṇipādoru
zerschnitt Hände, Füße, Schenkel
vānarāṇāṃ mahāhave
der Affen, im gewaltigen Kampf

tataste vānarāḥ sarve rākṣasairarditā bhṛśam | diśo daśa drutāḥ kecitkecitsugrīvamāśritāḥ ||

Da liefen alle jene Affen, heftig von den Rākṣasas gequält, in die zehn Himmelsrichtungen davon, manche suchten Zuflucht bei Sugrīva.

Wort für Wort
tataḥ te vānarāḥ sarve
da alle jene Affen
rākṣasaiḥ arditā bhṛśam
heftig von den Rākṣasas gequält
diśo daśa drutāḥ kecit
manche liefen in die zehn Richtungen davon
kecit sugrīvam āśritāḥ
manche suchten Zuflucht bei Sugrīva

prabhagnān samare dṛṣṭvā vānarāṇāṃ mahācamūm | abhidudrāva sugrīvo mahodaramanantaram ||

Als er das große, im Kampf geschlagene Affenheer sah, stürmte Sugrīva sofort auf Mahodara los.

Wort für Wort
prabhagnāṃ samare dṛṣṭvā
geschlagen im Kampf sehend
vānarāṇāṃ mahācamūm
das große Affenheer
abhidudrāva sugrīvo
stürmte Sugrīva los
mahodaram anantaram
auf Mahodara, sofort

pragṛhya vipulān ghorāṃ mahīdhara samān śilān | cikṣepa ca mahātejāstadvadhāya harīśvaraḥ ||

Der gewaltige Affenherrscher ergriff einen gewaltigen, schrecklichen, einem Berg gleichenden Felsen und schleuderte ihn, um jenen zu töten.

Wort für Wort
pragṛhya vipulāṃ ghorām
einen gewaltigen, schrecklichen ergreifend
mahīdharasamāṃ śilām
einen einem Berg gleichenden Felsen
cikṣepa ca mahātejāḥ
und schleuderte, der Gewaltige
tadvadhāya harīśvaraḥ
um jenen zu töten, der Affenherrscher

tāmāpatantīn sahasā śilān dṛṣṭvā mahodaraḥ | asambhrāntastato bāṇairnirbibheda durāsadām ||

Als Mahodara jenen plötzlich herannahenden, unnahbaren Felsen sah, unerschrocken, zerschmetterte er ihn da mit Pfeilen.

Wort für Wort
tāṃ āpatantīṃ sahasā śilām
jenen plötzlich herannahenden Felsen
dṛṣṭvā mahodaraḥ
sehend, Mahodara
asambhrāntaḥ tato bāṇaiḥ
unerschrocken, da mit Pfeilen
nirbibheda durāsadām
zerschmetterte er den unnahbaren

rakṣasā tena bāṇaughairnikṛttā sā sahasradhā | nipapāta śilābhūmau gṛdhracakramivākulam ||

Von jenem Rākṣasa mit Pfeilscharen tausendfach zerschnitten, fiel der Felsen zu Boden, wie ein aufgewühlter Geierschwarm.

Wort für Wort
rakṣasā tena bāṇaughaiḥ
von jenem Rākṣasa, mit Pfeilscharen
nikṛttā sā sahasradhā
tausendfach zerschnitten, er [der Felsen]
nipapāta śilā bhūmau
fiel der Felsen zu Boden
gṛdhracakram iva ākulam
wie ein aufgewühlter Geierschwarm

tān tu bhinnān śilāṃ dṛṣṭvā sugrīvaḥ krodhamūrchitaḥ | sālamutpāṭya cikṣepa rakṣase raṇamūrdhani ||

Als er jenen zerspaltenen Felsen sah, riss Sugrīva, vom Zorn betäubt, einen Sāla-Baum aus und schleuderte ihn an der Spitze der Schlacht gegen den Rākṣasa.

Wort für Wort
tāṃ tu bhinnāṃ śilāṃ dṛṣṭvā
jenen zerspaltenen Felsen sehend
sugrīvaḥ krodhamūrchitaḥ
Sugrīva, vom Zorn betäubt
sālam utpāṭya cikṣepa
riss einen Sāla-Baum aus und schleuderte ihn
rakṣase raṇamūrdhani
gegen den Rākṣasa, an der Spitze der Schlacht

śaraiśca vidadārainan śūraḥ parapurañjayaḥ | sa dadarśa tataḥ kruddhaḥ parighaṃ patitaṃ bhuvi ||

Und der tapfere Bezwinger feindlicher Städte zerriss ihn mit Pfeilen; da erblickte er zornig eine am Boden liegende Eisenstange.

Wort für Wort
śaraiḥ ca vidadāra enam
und zerriss ihn mit Pfeilen
śūraḥ parapurañjayaḥ
der tapfere Bezwinger feindlicher Städte
sa dadarśa tataḥ kruddhaḥ
er erblickte da, zornig
parighaṃ patitaṃ bhuvi
eine am Boden liegende Eisenstange

āvidhya tu sa tan dīptaṃ parighaṃ tasya darśayan | parighāgreṇa vegena jaghānāsya hayottamān ||

Er schwang jene glühende Eisenstange, sie ihm zeigend, und erschlug mit der Spitze der Eisenstange mit Wucht dessen vortreffliche Pferde.

Wort für Wort
āvidhya tu sa tāṃ dīptām
er schwang jene glühende
parighaṃ tasya darśayan
Eisenstange, sie ihm zeigend
parighāgreṇa vegena
mit der Spitze der Eisenstange, mit Wucht
jaghāna asya hayottamān
erschlug er dessen vortreffliche Pferde

tasmāddhatahayādvīraḥ soavaplutya mahārathāt | gadān jagrāha saṅkruddho rākṣasoatha mahodaraḥ ||

Von jenem großen Wagen mit getöteten Pferden sprang der tapfere Rākṣasa Mahodara herab und ergriff, zornentbrannt, eine Keule.

Wort für Wort
tasmāt hatahayāt vīraḥ
von jenem mit getöteten Pferden, der tapfere
saḥ avaplutya mahārathāt
er, herabspringend vom großen Wagen
gadāṃ jagrāha saṅkruddho
ergriff zornentbrannt eine Keule
rākṣasaḥ atha mahodaraḥ
der Rākṣasa Mahodara

gadāparighahastau tau yudhi vīrau samīyatuḥ | nardantau govṛṣaprakhyau ghanāviva savidyutau ||

Mit Keule und Eisenstange in den Händen trafen jene beiden Helden im Kampf aufeinander, brüllend, den Stieren gleich, wie zwei Wolken mit Blitzen.

Wort für Wort
gadāparighahastau tau
die beiden mit Keule und Eisenstange in den Händen
yudhi vīrau samīyatuḥ
trafen die beiden Helden im Kampf aufeinander
nardantau govṛṣaprakhyau
brüllend, den Stieren gleich
ghanau iva savidyutau
wie zwei Wolken mit Blitzen

tataḥ kruddho gadāṃ tasya cikṣepa rajanīcaraḥ | jvalantīṃ bhāskarābhāsāṃ sugrīvāya mahodaraḥ ||

Da schleuderte der zornentbrannte Nachtwandler Mahodara seine lodernde, sonnengleiche Keule gegen Sugrīva.

Wort für Wort
tataḥ kruddho gadāṃ tasya
da schleuderte der zornentbrannte seine Keule
cikṣepa rajanīcaraḥ
der Nachtwandler
jvalantīṃ bhāskarābhāsām
die lodernde, sonnengleiche
sugrīvāya mahodaraḥ
gegen Sugrīva, Mahodara

gadāṃ tāṃ sumahāghorāmāpatantīṃ mahābalaḥ | sugrīvo roṣatāmrākṣaḥ samudyamya mahāhave ||

Jene überaus schreckliche, herannahende Keule fing der Gewaltige, Sugrīva, mit vor Zorn geröteten Augen, im großen Kampf ab.

Wort für Wort
gadāṃ tāṃ sumahāghorām
jene überaus schreckliche Keule
āpatantīṃ mahābalaḥ
die herannahende, der Gewaltige
sugrīvo roṣatāmrākṣaḥ
Sugrīva, mit vor Zorn geröteten Augen
samudyamya mahāhave
abfangend im großen Kampf

ājaghāna gadān tasya parigheṇa harīśvaraḥ | papāta sa gadodbhinnaḥ parighastasya bhūtale ||

Der Affenherrscher schlug mit seiner Eisenstange dessen Keule; jene Eisenstange, von der Keule zerschmettert, fiel zu Boden.

Wort für Wort
ājaghāna gadāṃ tasya
er schlug dessen Keule
parigheṇa harīśvaraḥ
mit der Eisenstange, der Affenherrscher
papāta sa gadodbhinnaḥ
es fiel, von der Keule zerschmettert
parighaḥ tasya bhūtale
seine Eisenstange, zu Boden

tato jagrāha tejasvī sugrīvo vasudhātalāt | āyasaṃ musalan ghoran sarvato hemabhūṣitam ||

Da ergriff der gewaltige Sugrīva vom Erdboden einen schrecklichen eisernen Stößel, ringsum mit Gold geschmückt.

Wort für Wort
tato jagrāha tejasvī
da ergriff der Gewaltige
sugrīvo vasudhātalāt
Sugrīva, vom Erdboden
āyasaṃ musalaṃ ghoram
einen schrecklichen eisernen Stößel
sarvato hemabhūṣitam
ringsum mit Gold geschmückt

sa tamudyamya cikṣepa so.apyasya prākṣipadgadām | bhinnāvanyonyamāsādya petatustau mahītale ||

Er hob ihn und schleuderte ihn; jener aber schleuderte seine Keule gegen ihn; beide zerbrachen, einander treffend, und fielen zu Boden.

Wort für Wort
sa tam udyamya cikṣepa
er hob ihn und schleuderte ihn
saḥ api asya prākṣipat gadām
jener aber schleuderte seine Keule gegen ihn
bhinnau anyonyam āsādya
beide zerbrachen, einander treffend
petatuḥ tau mahītale
und fielen beide zu Boden

tato bhinnapraharaṇau muṣṭibhyān tau samīyatuḥ | tejo balasamāviṣṭau dīptāviva hutāśanau ||

Da, ihrer Waffen beraubt, trafen jene beiden mit den Fäusten aufeinander, von Glanz und Kraft erfüllt, wie zwei lodernde Feuer.

Wort für Wort
tato bhinnapraharaṇau
da, ihrer Waffen beraubt
muṣṭibhyāṃ tau samīyatuḥ
trafen die beiden mit den Fäusten aufeinander
tejo balasamāviṣṭau
von Glanz und Kraft erfüllt
dīptau iva hutāśanau
wie zwei lodernde Feuer

jaghnatustau tadānyonyaṃ nedatuśca punaḥ punaḥ | talaiścānyonyamāhatya petaturdharaṇītale ||

Jene beiden schlugen da einander und brüllten immer wieder; sich mit den Handflächen schlagend, fielen sie zu Boden.

Wort für Wort
jaghnatuḥ tau tadā anyonyam
jene beiden schlugen einander da
nedatuḥ ca punaḥ punaḥ
und brüllten immer wieder
talaiḥ ca anyonyam āhatya
sich mit den Handflächen schlagend
petatuḥ dharaṇītale
fielen sie zu Boden

utpetatustatastūrṇan jaghnatuś ca parasparam | bhujaiścikṣepaturvīrāvanyonyamaparājitau ||

Dann sprangen sie rasch wieder auf und schlugen einander; die beiden unbesiegten Helden schleuderten sich mit den Armen gegenseitig zu Boden.

Wort für Wort
utpetatuḥ tataḥ tūrṇam
dann sprangen sie rasch auf
jaghnatuḥ ca parasparam
und schlugen einander
bhujaiḥ cikṣepatuḥ vīrau
mit den Armen schleuderten die beiden Helden
anyonyam aparājitau
sich gegenseitig, unbesiegt

jagmutustau śramaṃ vīrau bāhuyuddhe pāṃtapau | jahāra ca tadā khagḍamadūraparivartinam ||

Jene beiden Helden, die Feinde peinigenden, ermüdeten im Faustkampf, und da ergriff einer ein Schwert, das in der Nähe lag.

Wort für Wort
jagmutuḥ tau śramaṃ vīrau
jene beiden Helden ermüdeten
bāhuyuddhe pāṃtapau
im Faustkampf, die Feinde Peinigenden
jahāra ca tadā khaḍgam
und da ergriff er ein Schwert
adūraparivartinam
das in der Nähe lag

rākṣasaścarmaṇā sārdhaṃ mahāvego mahodaraḥ | tathaiva ca mahākhaḍgan carmaṇā patitan saha ||

Der Rākṣasa, der überaus schnelle Mahodara, ergriff zusammen mit einem Schild ein Schwert, und ebenso Sugrīva das große, mit dem Schild zusammen hingefallene Schwert.

Wort für Wort
rākṣasaḥ carmaṇā sārdham
der Rākṣasa, zusammen mit einem Schild
mahāvego mahodaraḥ
der überaus schnelle Mahodara
tathā eva ca mahākhaḍgam
und ebenso das große Schwert
carmaṇā patitaṃ saha
mit dem Schild zusammen hingefallene

jagrāha vānaraśreṣṭhaḥ sugrīvo vegavattaraḥ | tau tu roṣaparītāṅgau nardantāvabhyadhāvatām ||

ergriff der Beste der Affen, Sugrīva, noch schneller; die beiden aber, von Zorn ergriffen an allen Gliedern, brüllend, stürmten aufeinander los.

Wort für Wort
jagrāha vānaraśreṣṭhaḥ
ergriff der Beste der Affen
sugrīvo vegavattaraḥ
Sugrīva, noch schneller
tau tu roṣaparītāṅgau
die beiden aber, von Zorn ergriffen an den Gliedern
nardantau abhyadhāvatām
brüllend stürmten sie aufeinander los

udyatāsī raṇe hṛṣṭau yudhi śastraviśāradau | dakṣiṇaṃ maṇḍalan cobhau tau tūrṇan samparīyatuḥ ||

Mit erhobenen Schwertern, froh im Kampf, in Waffen bewandert, umkreisten beide einander rasch nach rechts im Kreis.

Wort für Wort
udyatāsī raṇe hṛṣṭau
mit erhobenen Schwertern, froh im Kampf
yudhi śastraviśāradau
in Waffen bewandert im Kampf
dakṣiṇaṃ maṇḍalaṃ ca ubhau
beide im rechtsdrehenden Kreis
tau tūrṇaṃ samparīyatuḥ
umkreisten die beiden einander rasch

anyonyamabhisaṅkruddhau jaye praṇihitāvubhau | sa tu śūro mahāvego vīryaślāghī mahodaraḥ ||

Gegeneinander zornentbrannt, beide auf den Sieg bedacht - er aber, der tapfere, überaus schnelle, seiner Tapferkeit sich rühmende Mahodara -

Wort für Wort
anyonyam abhisaṅkruddhau
gegeneinander zornentbrannt
jaye praṇihitau ubhau
beide auf den Sieg bedacht
sa tu śūro mahāvego
er aber, der tapfere, überaus schnelle
vīryaślāghī mahodaraḥ
der seiner Tapferkeit sich rühmende Mahodara

mahācarmaṇi tan khaḍgaṃ pātayāmāsa durmatiḥ | lagnamutkarṣataḥ khaḍgan khaḍgena kapikuñjaraḥ ||

- der Übelgesinnte ließ jenes Schwert auf den großen Schild niederfallen; als er das darin steckengebliebene Schwert herauszog, [traf ihn] der Elefant unter den Affen mit dem Schwert.

Wort für Wort
mahācarmaṇi tat khaḍgam
auf den großen Schild jenes Schwert
pātayāmāsa durmatiḥ
ließ der Übelgesinnte niederfallen
lagnam utkarṣataḥ khaḍgam
das steckengebliebene Schwert herausziehend
khaḍgena kapikuñjaraḥ
mit dem Schwert, der Elefant unter den Affen

jahāra saśirastrāṇan kuṇḍalopahitan śiraḥ | nikṛttaśirasastasya patitasya mahītale ||

Er trennte das Haupt samt Helm und mit den Ohrringen geschmückt ab; jenes abgeschnittene Haupt fiel zu Boden.

Wort für Wort
jahāra saśirastrāṇam
er trennte es samt Helm ab
kuṇḍalopahitaṃ śiraḥ
das Haupt, geschmückt mit Ohrringen
nikṛttaśirasaḥ tasya
dessen abgeschnittenes Haupt
patitasya mahītale
fiel zu Boden

tadbalan rākṣasendrasya dṛṣṭvā tatra na tiṣṭhati | hatvā tan vānaraiḥ sārdhaṃ nanāda mudito hariḥ ||

Als sie sahen, dass jenes Heer des Rākṣasa-Herrschers dort nicht mehr standhielt, brüllte der Affe, nachdem er ihn getötet hatte, zusammen mit den Affen froh auf.

Wort für Wort
tadbalaṃ rākṣasendrasya
jenes Heer des Rākṣasa-Herrschers
dṛṣṭvā tatra na tiṣṭhati
sehend, dass es dort nicht standhielt
hatvā taṃ vānaraiḥ sārdham
nachdem er ihn getötet hatte, zusammen mit den Affen
nanāda mudito hariḥ
brüllte der Affe froh auf

cukrodha ca daśagrīvo babhau hṛṣṭaśca rāghavaḥ | viṣaṇṇavadanāḥ sarve rākṣasā dīnacetasaḥ ||

Der Zehnhalsige wurde zornig, und Rāghava erstrahlte, froh; alle Rākṣasas hatten bekümmerte Gesichter, elenden Sinnes.

Wort für Wort
cukrodha ca daśagrīvo
und der Zehnhalsige wurde zornig
babhau hṛṣṭaḥ ca rāghavaḥ
und Rāghava erstrahlte, froh
viṣaṇṇavadanāḥ sarve
alle mit bekümmerten Gesichtern
rākṣasā dīnacetasaḥ
die Rākṣasas, elenden Sinnes

vidravanti tataḥ sarve bhayavitrastacetasaḥ | mahodaraṃ taṃ vinipātya bhūmau ||

Da flohen sie alle, von Furcht erschreckten Sinnes, nachdem jener Mahodara zu Boden gestreckt worden war.

Wort für Wort
vidravanti tataḥ sarve
da flohen sie alle
bhayavitrastacetasaḥ
von Furcht erschreckten Sinnes
mahodaraṃ taṃ vinipātya
nachdem jener Mahodara niedergestreckt war
bhūmau
zu Boden

mahāgireḥ kīrṇamivaikadeśam | sūryātmajastatra rarāja lakṣmyā | sūryaḥ svatejobhirivāpradhṛṣyaḥ | atha vijayamavāpya vānarendraḥ | samaramukhe surasiddhayakṣasaṃghaiḥ | avanitalagataiśca bhūtasaṃghairharuṣasamākulitairnirīkṣyamāṇaḥ ||

Er lag da wie ein zerstückeltes Stück eines großen Berges; der Sohn des Sūrya erstrahlte dort in Glanz, unangreifbar wie die Sonne durch ihre eigenen Strahlen. So, nachdem der Affenfürst an der Front der Schlacht den Sieg errungen hatte, wurde er von den Scharen der Götter, Siddhas und Yakṣas sowie von den auf dem Erdboden befindlichen Wesenscharen, von Freude erfüllt, betrachtet.

Wort für Wort
mahāgireḥ kīrṇam iva ekadeśam
wie ein zerstückeltes Stück eines großen Berges
sūryātmajaḥ tatra rarāja lakṣmyā
der Sohn des Sūrya erstrahlte dort in Glanz
sūryaḥ svatejobhiḥ iva apradhṛṣyaḥ
unangreifbar wie die Sonne durch ihre eigenen Strahlen
atha vijayam avāpya vānarendraḥ
nachdem der Affenfürst den Sieg errungen hatte
samaramukhe surasiddhayakṣasaṃghaiḥ
an der Front der Schlacht, von den Scharen der Götter, Siddhas, Yakṣas
avanitalagataiḥ ca bhūtasaṃghaiḥ harṣasamākulitaiḥ nirīkṣyamāṇaḥ
und von den auf der Erde befindlichen, von Freude erfüllten Wesenscharen betrachtet

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