Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa
Sarga 101: Lakṣmaṇa-Saṃjīvanam
Die Wiederbelebung Lakṣmaṇas
śaktyā nipātitaṃ dṛṣṭvā rāvaṇena balīyasā |
lakṣmaṇaṃ samar śūraṃ śoṇitaughapariplutam ||
Als er sah, dass Lakṣmaṇa, der Held, vom gewaltigen Rāvaṇa mit dem Speer zu Fall gebracht, von Blutströmen überflutet, in der Schlacht lag,
Wort für Wort śaktyā nipātitaṃ dṛṣṭvā mit dem Speer zu Fall gebracht sehend rāvaṇena balīyasā vom gewaltigen Rāvaṇa lakṣmaṇaṃ samare śūram Lakṣmaṇa, den Helden, in der Schlacht śoṇitaughapariplutam von Blutströmen überflutet sa dattvā tumulan yuddhaṃ rāvaṇasya durātmanaḥ |
visṛjaneva bāṇaughānsuṣeṇan vākyamabravīt ||
führte er einen tumultartigen Kampf mit dem übelgesinnten Rāvaṇa, und während er Pfeilscharen entsandte, sprach er zu Suṣeṇa dieses Wort:
Wort für Wort sa dattvā tumulaṃ yuddham er, einen tumultartigen Kampf führend rāvaṇasya durātmanaḥ mit dem übelgesinnten Rāvaṇa visṛjan eva bāṇaughān Pfeilscharen entsendend suṣeṇaṃ vākyam abravīt sprach er zu Suṣeṇa das Wort eṣa rāvaṇavegena lakṣmaṇaḥ patitaḥ kṣitau |
sarpavadveṣṭate vīro mama śokamudīrayan ||
„Dieser Lakṣmaṇa hier, durch Rāvaṇas Wucht zu Boden gefallen, windet sich wie eine Schlange, der Held, mir Kummer verursachend.“
Wort für Wort eṣa rāvaṇavegena dieser, durch Rāvaṇas Wucht lakṣmaṇaḥ patitaḥ kṣitau Lakṣmaṇa, zu Boden gefallen sarpavat veṣṭate vīro windet sich wie eine Schlange, der Held mama śokam udīrayan mir Kummer verursachend śoṇitārdramiman vīraṃ prāṇairiṣṭataraṃ mama |
paśyato mama kā śaktiryoddhuṃ paryākulātmanaḥ ||
„Diesen von Blut benetzten Helden, mir teurer als mein eigenes Leben, sehend, welche Kraft habe ich, verwirrten Sinnes, noch zu kämpfen?“
Wort für Wort śoṇitārdram imaṃ vīram diesen von Blut benetzten Helden prāṇaiḥ iṣṭataraṃ mama mir teurer als mein Leben paśyato mama kā śaktiḥ welche Kraft habe ich, sehend yoddhuṃ paryākulātmanaḥ zu kämpfen, verwirrten Sinnes ayan sa samaraślāghī bhrātā me śubhalakṣaṇaḥ |
yadi pañcatvamāpannaḥ prāṇairme kin sukhena vā ||
„Wenn dieser mein Bruder, der Schlachtenrühmende, der Glückverheißende, den Tod erlitten hat, wozu dann mein Leben oder mein Glück?“
Wort für Wort ayaṃ sa samaraślāghī dieser, der Schlachtenrühmende bhrātā me śubhalakṣaṇaḥ mein Bruder, der Glückverheißende yadi pañcatvam āpannaḥ wenn er den Tod erlitten hat prāṇaiḥ me kiṃ sukhena vā was nützt mir dann Leben oder Glück lajjatīva hi me vīryaṃ bhraśyatīva karāddhanuḥ |
sāyakā vyavasīdanti dṛṣṭirbāṣpavaśan gatā ||
„Meine Tapferkeit scheint sich zu schämen, der Bogen scheint mir aus der Hand zu gleiten, die Pfeile versagen, mein Blick ist von Tränen umnebelt.“
Wort für Wort lajjati iva hi me vīryam meine Tapferkeit scheint sich zu schämen bhraśyati iva karāt dhanuḥ der Bogen scheint aus der Hand zu gleiten sāyakā vyavasīdanti die Pfeile versagen dṛṣṭiḥ bāṣpavaśaṃ gatā der Blick ist von Tränen umnebelt avasīdanti gātrāṇi svapnayāne nṛṇāmiva |
cintā me vardhate tīvrā mumūrṣāpi ca jāyate ||
„Meine Glieder erschlaffen, wie bei Menschen im Traumwandeln; meine Sorge wächst heftig, und es entsteht in mir auch der Wunsch zu sterben.“
Wort für Wort avasīdanti gātrāṇi meine Glieder erschlaffen svapnayāne nṛṇām iva wie bei Menschen im Traumwandeln cintā me vardhate tīvrā meine Sorge wächst heftig mumūrṣā api ca jāyate und der Wunsch zu sterben entsteht auch bhrātaraṃ nihatan dṛṣṭvā rāvaṇena durātmanā |
viṣṭanntaṃ tu duḥkhārtaṃ marmaṇyabhihataṃ bhṛśam ||
Als er den Bruder sah, getötet von dem übelgesinnten Rāvaṇa, stöhnend, von Schmerz gequält, an den wunden Punkten heftig getroffen,
Wort für Wort bhrātaraṃ nihataṃ dṛṣṭvā den getöteten Bruder sehend rāvaṇena durātmanā von dem übelgesinnten Rāvaṇa viṣṭannaṃ tu duḥkhārtam stöhnend, von Schmerz gequält marmaṇi abhihataṃ bhṛśam an den wunden Punkten heftig getroffen rāghavo bhrātaraṃ dṛṣṭya priyaṃ prāṇaṃ bahiścaram |
duḥkhena mahatāviṣṭo dhyānaśokaparāyaṇaḥ ||
da wurde Rāghava, seinen geliebten Bruder erblickend, sein außerhalb wandelndes Leben, von großem Schmerz erfüllt, dem Nachsinnen und dem Kummer ergeben,
Wort für Wort rāghavo bhrātaraṃ dṛṣṭvā Rāghava, den Bruder erblickend priyaṃ prāṇaṃ bahiścaram sein geliebtes, außerhalb wandelndes Leben duḥkhena mahatā āviṣṭo von großem Schmerz erfüllt dhyānaśokaparāyaṇaḥ dem Nachsinnen und Kummer ergeben paran viṣādamāpanno vilalāpākulendriyaḥ |
na hi yuddhena me kāryaṃ naiva prāṇairna sītayā ||
in höchste Verzweiflung geraten, klagte er, mit verstörten Sinnen: „Ich habe kein Anliegen mehr am Kampf, nicht am Leben, nicht an Sītā.“
Wort für Wort paraṃ viṣādam āpanno in höchste Verzweiflung geraten vilalāpa ākulendriyaḥ klagte er, mit verstörten Sinnen na hi yuddhena me kāryam ich habe kein Anliegen am Kampf na eva prāṇaiḥ na sītayā weder am Leben noch an Sītā vijayo.api hi me śūra na priyāyopakalpate |
acakṣurviṣayaścandraḥ kāṃ prītiṃ janayiṣyati ||
„Auch der Sieg, o Held, nützt mir nichts mehr Liebem; welche Freude wird ein Mond bereiten, der nicht mehr im Blickfeld ist?“
Wort für Wort vijayo api hi me śūra auch der Sieg, o Held, mir na priyāya upakalpate nützt nichts mehr Liebem acakṣurviṣayaḥ candraḥ ein Mond außerhalb des Blickfelds kāṃ prītiṃ janayiṣyati welche Freude wird er bereiten kiṃ me yuddhena kiṃ prāṇairyuddhakāryaṃ na vidyate |
yatrāyaṃ nihataḥ śete raṇamūrdhani lakṣmaṇaḥ ||
„Was nützt mir der Kampf, was das Leben? Es gibt kein Kampfziel mehr, wo doch dieser Lakṣmaṇa getötet an der Spitze der Schlacht daliegt.“
Wort für Wort kiṃ me yuddhena kiṃ prāṇaiḥ was nützt mir der Kampf, was das Leben yuddhakāryaṃ na vidyate es gibt kein Kampfziel mehr yatra ayaṃ nihataḥ śete wo dieser getötet daliegt raṇamūrdhani lakṣmaṇaḥ an der Spitze der Schlacht, Lakṣmaṇa yathaiva māṃ vanaṃ yāntamanuyāti mahādyutiḥ |
ahamapyupayāsyāmi tathaivainaṃ yamakṣayam ||
„So wie er, der Glanzvolle, mir folgte, als ich in den Wald zog, so werde auch ich ihm nun in die Wohnstatt Yamas folgen.“
Wort für Wort yathā eva māṃ vanaṃ yāntam so wie mir, als ich in den Wald zog anuyāti mahādyutiḥ folgte der Glanzvolle aham api upayāsyāmi auch ich werde folgen tathā eva enaṃ yamakṣayam so ihm in die Wohnstatt Yamas iṣṭabandujano nityaṃ māṃ sa nityamanuvrataḥ |
imāmavasthāṃ gamito rākṣasaiḥ kūṭayodhibhiḥ ||
„Er, mir stets ein teurer Verwandter, mir stets treu ergeben, wurde von den heimtückisch kämpfenden Rākṣasas in diesen Zustand gebracht.“
Wort für Wort iṣṭabandujano nityam stets ein teurer Verwandter māṃ sa nityam anuvrataḥ mir stets treu ergeben imām avasthāṃ gamito in diesen Zustand gebracht rākṣasaiḥ kūṭayodhibhiḥ von den heimtückisch kämpfenden Rākṣasas deśe deśe kalatrāṇi deśe deśe ca bāndhavāḥ |
taṃ tu deśaṃ na paśyāmi yatra bhrātā sahodaraḥ ||
„In jedem Land findet man Gattinnen, in jedem Land auch Verwandte; jenes Land aber sehe ich nicht, wo man einen leiblichen Bruder wiederfindet.“
Wort für Wort deśe deśe kalatrāṇi in jedem Land Gattinnen deśe deśe ca bāndhavāḥ und in jedem Land Verwandte taṃ tu deśaṃ na paśyāmi jenes Land aber sehe ich nicht yatra bhrātā sahodaraḥ wo man einen leiblichen Bruder [wiederfindet] ityevaṃ vilapantaṃ taṃ śokavihvalitendriyam |
viveṣṭamānaṃ karuṇamucchvasantaṃ punaḥ punaḥ ||
Ihn, der so klagte, mit von Kummer verwirrten Sinnen, sich kläglich windend, immer wieder aufseufzend,
Wort für Wort iti evaṃ vilapantaṃ tam ihn, der so klagte śokavihvalitendriyam mit von Kummer verwirrten Sinnen viveṣṭamānaṃ karuṇam sich kläglich windend ucchvasantaṃ punaḥ punaḥ immer wieder aufseufzend kiṃ nu rājye durdharṣalakṣmaṇena vinā mama |
kathaṃ vakṣyāmyahaṃ tvambāṃ sumitrāṃ putravatsalām ||
„Was nützt mir das Königreich ohne den unbezwingbaren Lakṣmaṇa? Wie werde ich zu dir sprechen, Mutter Sumitrā, die ihren Sohn so liebte?“
Wort für Wort kiṃ nu rājye durdharṣalakṣmaṇena vinā mama was nützt mir das Königreich ohne den unbezwingbaren Lakṣmaṇa kathaṃ vakṣyāmi aham wie werde ich sprechen tvām ambāṃ sumitrām zu dir, Mutter Sumitrā putravatsalām die ihren Sohn liebte upālambhaṃ na śakṣyāmi soḍhuṃ dattaṃ sumitrayā |
kiṃ nu vakṣyāmi kausalyāṃ mātaraṃ kiṃ nu kaikayīm ||
„Ich werde den Vorwurf, den Sumitrā mir machen wird, nicht ertragen können. Was werde ich Kausalyā sagen, meiner Mutter, was Kaikeyī?“
Wort für Wort upālambhaṃ na śakṣyāmi soḍhum den Vorwurf werde ich nicht ertragen können dattaṃ sumitrayā der von Sumitrā gemacht wird kiṃ nu vakṣyāmi kausalyāṃ mātaram was werde ich Mutter Kausalyā sagen kiṃ nu kaikayīm was Kaikeyī bharataṃ kiṃ nu vakṣyāmi śatrughnaṃ ca mahābalam |
saha tena vanaṃ yāto vinā tenāgataḥ katham ||
„Was werde ich Bharata sagen, und dem gewaltigen Śatrughna? 'Zusammen mit ihm zog ich in den Wald, wie komme ich ohne ihn zurück?'“
Wort für Wort bharataṃ kiṃ nu vakṣyāmi was werde ich Bharata sagen śatrughnaṃ ca mahābalam und dem gewaltigen Śatrughna saha tena vanaṃ yāto zusammen mit ihm in den Wald gezogen vinā tena āgataḥ katham wie komme ich ohne ihn zurück ihaiva maraṇaṃ śreyo na tu bandhuvigarhaṇam |
kiṃ mayā duṣkṛtaṃ karma kṛtamanyatra janmani |
yena me dhārmiko bhrātā nihataścāgrataḥ sthitaḥ |
„Der Tod hier ist besser als der Tadel der Verwandten. Was für eine böse Tat habe ich in einem anderen Leben begangen, durch die mein rechtschaffener Bruder, vor mir stehend, getötet wurde?“
Wort für Wort ihaiva maraṇaṃ śreyo der Tod hier ist besser na tu bandhuvigarhaṇam als der Tadel der Verwandten kiṃ mayā duṣkṛtaṃ karma was für eine böse Tat von mir kṛtam anyatra janmani begangen in einem anderen Leben yena me dhārmiko bhrātā durch die mein rechtschaffener Bruder nihataḥ ca agrataḥ sthitaḥ getötet, vor mir stehend hā bhrātarmanujaśreṣṭha śūrāṇām pravara prabho ||
ekākī kiṃ nu māṃ tyaktvā paralokāya gacchasi |
„Ach, Bruder, du Bester der Menschen, du Vortrefflichster der Helden, mein Gebieter! Warum gehst du, mich verlassend, allein in die andere Welt?“
Wort für Wort hā bhrātar manujaśreṣṭha ach, Bruder, Bester der Menschen śūrāṇāṃ pravara prabho Vortrefflichster der Helden, mein Gebieter ekākī kiṃ nu māṃ tyaktvā warum, mich allein verlassend paralokāya gacchasi gehst du in die andere Welt vilapantaṃ ca māṃ bhrātaḥ kimarthaṃ nāvabhāṣase ||
uttiṣṭha paśya kiṃ śeṣe dīnaṃ māṃ paśya cakṣuṣā |
„Warum antwortest du mir, dem Klagenden, nicht, Bruder? Steh auf! Warum liegst du da? Schau mich Elenden mit deinen Augen an!“
Wort für Wort vilapantaṃ ca māṃ bhrātaḥ und mir, dem Klagenden, Bruder kimartham na avabhāṣase warum antwortest du nicht uttiṣṭha paśya kiṃ śeṣe steh auf, warum liegst du dīnaṃ māṃ paśya cakṣuṣā schau mich Elenden mit den Augen an śokārtasya pramattasya parvateṣu vaneṣu ca ||
viṣaṇṇasya mahābāho samāśvāsayitā mama |
„Wer wird mich, den vom Kummer Gequälten, Verwirrten, auf den Bergen und in den Wäldern, den Betrübten, trösten, o Starkarmiger?“
Wort für Wort śokārtasya pramattasya des vom Kummer Gequälten, Verwirrten parvateṣu vaneṣu ca auf den Bergen und in den Wäldern viṣaṇṇasya mahābāho des Betrübten, o Starkarmiger samāśvāsayitā mama wer wird mich trösten rāmamevaṃ bruvāṇaṃ tu śokavyākulitendriyam ||
āśvāsayannuvācedaṃ suṣeṇaḥ paramaṃ vacaḥ |
Zu Rāma, der so sprach, mit von Kummer verwirrten Sinnen, sprach Suṣeṇa, ihn tröstend, dieses gewichtige Wort:
Wort für Wort rāmam evaṃ bruvāṇaṃ tu zu Rāma, der so sprach, aber śokavyākulitendriyam mit von Kummer verwirrten Sinnen āśvāsayan uvāca idam ihn tröstend sprach er dies suṣeṇaḥ paramaṃ vacaḥ Suṣeṇa, das gewichtige Wort tyajemāṃ naraśārdūla buddhiṃ vaiklabyakāriṇīm ||
śokasaṃjananīṃ cintāṃ tulyāṃ bāṇaiścamūmukhe |
„Gib diesen Gedanken auf, o Tiger unter den Männern, der Bestürzung verursacht, diese kummererzeugende Sorge, die einem Pfeil an der Heeresspitze gleicht.“
Wort für Wort tyaja imāṃ naraśārdūla gib dies auf, o Tiger unter den Männern buddhiṃ vaiklabyakāriṇīm den Gedanken, der Bestürzung verursacht śokasaṃjananīṃ cintām die kummererzeugende Sorge tulyāṃ bāṇaiḥ camūmukhe gleich einem Pfeil an der Heeresspitze naiva pañcatvamāpanno lakṣmaṇo lakṣmivardhanaḥ ||
na hysya vikṛtaṃ vaktraṃ na ca śyāmatvamāgatam |
„Lakṣmaṇa, der Glücksmehrer, hat den Tod noch nicht erlitten; denn sein Gesicht ist nicht entstellt, und es hat sich auch nicht dunkel verfärbt.“
Wort für Wort na eva pañcatvam āpanno er hat den Tod noch nicht erlitten lakṣmaṇo lakṣmivardhanaḥ Lakṣmaṇa, der Glücksmehrer na hi asya vikṛtaṃ vaktram denn sein Gesicht ist nicht entstellt na ca śyāmatvam āgatam und es ist nicht dunkel verfärbt suprabhan ca prasannaṃ ca mukhamasyābhilakṣyate ||
padmaraktatalau hastau suprasanne ca locane |
„Glänzend und klar erscheint sein Gesicht; lotusgleich rote Handflächen hat er, und seine Augen sind überaus klar.“
Wort für Wort suprabhaṃ ca prasannaṃ ca glänzend und klar mukham asya abhilakṣyate erscheint sein Gesicht padmaraktatalau hastau lotusgleich rote Handflächen suprasanne ca locane und überaus klare Augen nedṛśaṃ dṛśyate rūpaṃ gatāsūnāṃ viśāṃ pate ||
viṣādaṃ mā kṛthā vīra saprāṇo.ayamariṃdama |
„Nicht solches Aussehen zeigen die, deren Lebenskraft entwichen ist, o Herr der Untertanen. Verfalle nicht in Verzagtheit, o Held, dieser ist noch am Leben, o Feindebezwinger.“
Wort für Wort na īdṛśaṃ dṛśyate rūpam nicht solches Aussehen zeigt sich gatāsūnāṃ viśāṃ pate bei denen, deren Lebenskraft entwichen ist, o Herr der Untertanen viṣādaṃ mā kṛthā vīra verfalle nicht in Verzagtheit, o Held saprāṇo ayam ariṃdama dieser ist noch am Leben, o Feindebezwinger ākhyāti tu prasuptasya srastagātrasya bhūtale ||
socchvāsaṃ hṛdayaṃ vīra kampamānaṃ muhurmuhuḥ |
„Es zeigt sich bei ihm, der wie eingeschlafen, mit erschlafften Gliedern auf dem Boden liegt, ein atmendes Herz, o Held, das immer wieder erzittert.“
Wort für Wort ākhyāti tu prasuptasya es zeigt sich bei ihm, wie eingeschlafen srastagātrasya bhūtale mit erschlafften Gliedern auf dem Boden socchvāsaṃ hṛdayaṃ vīra ein atmendes Herz, o Held kampamānaṃ muhurmuhuḥ das immer wieder erzittert evaṃ na vidyate rūpan gatāsūnān viśāṃ pate ||
samīpasthamuvācedaṃ hanūmantaṃ mahākapim |
„So zeigt sich nicht das Aussehen derer, deren Lebenskraft entwichen ist, o Herr der Untertanen.“ Dann sprach er zu dem nahestehenden großen Affen Hanumant dies:
Wort für Wort evaṃ na vidyate rūpam so zeigt sich nicht das Aussehen gatāsūnāṃ viśāṃ pate derer, deren Lebenskraft entwichen ist samīpastham uvāca idam zu dem nahestehenden sprach er dies hanūmantaṃ mahākapim zu Hanumant, dem großen Affen saumya śīghramito gatvā śailamoṣadhiparvatam ||
pūrvan hi kathito yoasau vīra jāmbavatā śubhaḥ |
„O Sanftmütiger, geh rasch von hier zu dem Kräuterberg, dem herrlichen Fels, von dem einst der Held Jāmbavant erzählt hat,“
Wort für Wort saumya śīghram ito gatvā o Sanftmütiger, rasch von hier gehend śailam oṣadhiparvatam zum Kräuterberg, dem Fels pūrvaṃ hi kathito yaḥ asau von dem einst erzählt wurde vīra jāmbavatā śubhaḥ der herrliche, vom Helden Jāmbavant dakṣiṇe śikhare tasya jātāmoṣadhimānaya ||
viśalyakaraṇī nāma viśalyakaraṇīn śubhām |
„und bring das Kraut, das auf dessen südlichem Gipfel wächst, das Viśalyakaraṇī genannte, das herrliche, splitterentfernende,“
Wort für Wort dakṣiṇe śikhare tasya auf dessen südlichem Gipfel jātām oṣadhim ānaya bring das dort gewachsene Kraut viśalyakaraṇī nāma namens Viśalyakaraṇī viśalyakaraṇīṃ śubhām das herrliche, splitterentfernende saṃjīvakaraṇīṃ vīra saṃdhānīṃ ca mahauṣadhīm ||
saṃjīvanārthaṃ vīrasya lakṣmaṇasya mahātmanaḥ |
„das belebende, o Held, und das wundzusammenfügende große Kraut, zur Wiederbelebung des Helden, des hochgesinnten Lakṣmaṇa.“
Wort für Wort saṃjīvakaraṇīṃ vīra das belebende, o Held saṃdhānīṃ ca mahauṣadhīm und das wundzusammenfügende große Kraut saṃjīvanārthaṃ vīrasya zur Wiederbelebung des Helden lakṣmaṇasya mahātmanaḥ des hochgesinnten Lakṣmaṇa ityevamukto hanumāngatvā cauṣadiparvatam ||
cintāmabhyagamacchrīmānajānaṃstā mahauṣadhīḥ |
So angesprochen, gelangte Hanumant zum Kräuterberg; der Glanzreiche geriet in Sorge, da er jene großen Kräuter nicht kannte.
Wort für Wort iti evam ukto hanumān so angesprochen, Hanumant gatvā ca oṣadhiparvatam zum Kräuterberg gehend cintām abhyagamat śrīmān geriet der Glanzreiche in Sorge ajānaṃs tā mahauṣadhīḥ da er jene großen Kräuter nicht kannte tasya buddhiḥ samutpannā māruteramitaujasaḥ ||
idameva gamiṣyāmi gṛhītvā śikharaṃ gireḥ |
Dem Sohn des Windes, von unermesslicher Kraft, kam der Gedanke: „Eben dies werde ich tun: den Gipfel des Berges ergreifen und mitnehmen.“
Wort für Wort tasya buddhiḥ samutpannā ihm kam der Gedanke māruteḥ amitaujasaḥ dem Sohn des Windes, von unermesslicher Kraft idam eva gamiṣyāmi eben dies werde ich tun gṛhītvā śikharaṃ gireḥ den Gipfel des Berges ergreifend asmiṃstu śikhare jātāmoṣadhiṃ tāṃ sukhāvahām ||
pratarkeṇāvagacchāmi suṣeṇo hyevamabravīt |
„Denn dieses auf dem Gipfel gewachsene, glückbringende Kraut erkenne ich durch Vermutung nicht; Suṣeṇa hat es ja so beschrieben.“
Wort für Wort asmin tu śikhare jātām auf diesem Gipfel gewachsene oṣadhiṃ tāṃ sukhāvahām jenes glückbringende Kraut pratarkeṇa na avagacchāmi erkenne ich nicht durch Vermutung suṣeṇo hi evam abravīt Suṣeṇa hat es ja so beschrieben agṛhya yadi gacchami viśalyakaraṇīmaham ||
kālātyayena doṣaḥ syādvaiklabyaṃ ca mahadbhavet |
„Wenn ich gehe, ohne das Viśalyakaraṇī-Kraut ergriffen zu haben, entstünde durch Zeitverlust ein Fehler, und es entstünde große Bestürzung.“
Wort für Wort agṛhya yadi gacchami wenn ich gehe, ohne ergriffen zu haben viśalyakaraṇīm aham das Viśalyakaraṇī-Kraut, ich kālātyayena doṣaḥ syāt durch Zeitverlust entstünde ein Fehler vaiklabyaṃ ca mahat bhavet und große Bestürzung entstünde iti sañcintya hanumāngatvā kṣipraṃ mahābalaḥ ||
āsādya parvataśreṣṭhaṃ triḥ prakramya gireḥ śiraḥ |
So bedenkend, ging Hanumant, der Gewaltige, rasch; nachdem er den vortrefflichsten Berg erreicht hatte, umschritt er dreimal das Haupt des Berges,
Wort für Wort iti sañcintya hanumān so bedenkend, Hanumant gatvā kṣipraṃ mahābalaḥ rasch gehend, der Gewaltige āsādya parvataśreṣṭham den vortrefflichsten Berg erreichend triḥ prakramya gireḥ śiraḥ dreimal umschreitend das Haupt des Berges plullanānātarugaṇaṃ samutpāṭya mahābalaḥ ||
gṛhītvā hariśārdūlo hastābhyāṃ samatolayat |
riss ihn, mit blühenden mancherlei Bäumen bewachsen, aus, der Gewaltige, ergriff ihn, der Tiger unter den Affen, und wog ihn mit beiden Händen ab.
Wort für Wort plullanānātarugaṇam mit blühenden mancherlei Bäumen bewachsen samutpāṭya mahābalaḥ ausreißend, der Gewaltige gṛhītvā hariśārdūlo ergreifend, der Tiger unter den Affen hastābhyāṃ samatolayat wog ihn mit beiden Händen ab sa nīlamiva jīmūtaṃ toyapūrṇam nabhastalāt ||
utpapāta gṛhītvā tu hanūmāñśikharan gireḥ |
Er, dem blauen, wassergefüllten Gewölk gleich, erhob sich vom Himmelsraum; Hanumant, den Gipfel des Berges ergreifend, flog davon.
Wort für Wort sa nīlam iva jīmūtam er, dem blauen Gewölk gleich toyapūrṇam nabhastalāt wassergefüllt, vom Himmelsraum utpapāta gṛhītvā tu erhob er sich, ergriffen habend hanūmān śikharaṃ gireḥ Hanumant, den Gipfel des Berges samāgamya mahāvegaḥ saṃnyasya śikharaṃ gireḥ ||
viśramyakiṃciddhanumān suṣeṇamidamabravīt |
Von überaus großer Wucht ankommend, setzte er den Berggipfel nieder; nachdem er sich ein wenig ausgeruht hatte, sprach Hanumant dies zu Suṣeṇa:
Wort für Wort samāgamya mahāvegaḥ ankommend, von überaus großer Wucht saṃnyasya śikharaṃ gireḥ den Berggipfel niedersetzend viśramya kiṃcit hanumān nachdem er sich ein wenig ausgeruht hatte, Hanumant suṣeṇam idam abravīt sprach dies zu Suṣeṇa oṣadhīrnāvagachāmi tā ahan haripuṅgava ||
tadidan śikharan kṛtsnaṃ girestasyāhṛtaṃ mayā |
„Ich erkannte jene Kräuter nicht, o Stier unter den Affen; daher habe ich diesen ganzen Gipfel jenes Berges hergebracht.“
Wort für Wort oṣadhīḥ na avagachāmi ich erkannte die Kräuter nicht tā ahaṃ haripuṅgava jene, ich, o Stier unter den Affen tat idaṃ śikharaṃ kṛtsnam daher diesen ganzen Gipfel gireḥ tasya āhṛtaṃ mayā jenes Berges habe ich hergebracht evam kathayamānaṃ taṃ praśasya pavanātmajam ||
suṣeṇo vānaraśreṣṭho jagrāhotpāṭya cauṣadhīḥ |
Während er so sprach, lobte Suṣeṇa, der Beste der Affen, den Sohn des Windes und ergriff, sie ausreißend, die Kräuter.
Wort für Wort evaṃ kathayamānaṃ tam während er so sprach praśasya pavanātmajam den Sohn des Windes lobend suṣeṇo vānaraśreṣṭho Suṣeṇa, der Beste der Affen jagrāha utpāṭya ca oṣadhīḥ ergriff, ausreißend, die Kräuter vismitāstu babhūvuste sarve vānarapuṃgavāḥ ||
dṛṣṭvā hanūmataḥ karma surairapi suduṣkaram |
Erstaunt aber wurden all jene Affenstiere, als sie Hanumants Tat sahen, die selbst für die Götter überaus schwer zu vollbringen war.
Wort für Wort vismitāḥ tu babhūvuḥ te erstaunt aber wurden sie sarve vānarapuṃgavāḥ alle Affenstiere dṛṣṭvā hanūmataḥ karma Hanumants Tat sehend suraiḥ api suduṣkaram selbst für die Götter überaus schwer zu vollbringen tataḥ saṅkṣodayitvā tāmoṣadhin vānarottamaḥ ||
lakṣmaṇasya dadau nastaḥ suṣeṇaḥ sumahādyutiḥ |
Da zerrieb der Beste der Affen, Suṣeṇa, der überaus Glanzvolle, jenes Kraut und gab es Lakṣmaṇa zum Einatmen durch die Nase.
Wort für Wort tataḥ saṅkṣodayitvā da zerreibend tām oṣadhiṃ vānarottamaḥ jenes Kraut, der Beste der Affen lakṣmaṇasya dadau nastaḥ gab er Lakṣmaṇa zum Einatmen suṣeṇaḥ sumahādyutiḥ Suṣeṇa, der überaus Glanzvolle saśalyaḥ sa samāghrāya lakṣmaṇaḥ paravīrahā ||
viśalyo virujaḥ śīghramudatiṣṭhanmahītalāt |
Er, Lakṣmaṇa, der Töter feindlicher Helden, noch mit Pfeilsplitter, roch es ein und erhob sich rasch vom Erdboden, splitterfrei, schmerzfrei.
Wort für Wort saśalyaḥ sa samāghrāya er, noch mit Pfeilsplitter, es einatmend lakṣmaṇaḥ paravīrahā Lakṣmaṇa, der Töter feindlicher Helden viśalyo virujaḥ śīghram splitterfrei, schmerzfrei, rasch udatiṣṭhat mahītalāt erhob er sich vom Erdboden tamutthitaṃ tu harayo bhūtalātprekṣya lakṣmaṇam ||
sādhu sādhviti suprītāḥ suṣeṇaṃ pratyapūjayan |
Als die Affen Lakṣmaṇa vom Boden erhoben sahen, priesen sie, hocherfreut, mit den Worten „Wohlgetan, wohlgetan!“ Suṣeṇa.
Wort für Wort tam utthitaṃ tu harayo ihn, den erhobenen, die Affen bhūtalāt prekṣya lakṣmaṇam vom Boden Lakṣmaṇa sehend sādhu sādhu iti suprītāḥ 'wohlgetan, wohlgetan', hocherfreut suṣeṇaṃ pratyapūjayan priesen sie Suṣeṇa ehyehītyabravīdrāmo lākṣmaṇaṃ paravīrahā ||
sasvaje snehagāḍhan ca bāṣpaparyākulekṣaṇaḥ |
„Komm, komm!“, sprach Rāma, der Töter feindlicher Helden, zu Lakṣmaṇa, und umarmte ihn fest, voller Zuneigung, mit tränenumflorten Augen.
Wort für Wort ehi ehi iti abravīt rāmo 'komm, komm', sprach Rāma lakṣmaṇaṃ paravīrahā zu Lakṣmaṇa, der Töter feindlicher Helden sasvaje snehagāḍhaṃ ca er umarmte ihn fest, voller Zuneigung bāṣpaparyākulekṣaṇaḥ mit tränenumflorten Augen abravīcca pariṣvajya saumitrin rāghavastadā ||
diṣṭyā tvān vīra paśyāmi maraṇātpunarāgatam |
Und Rāghava, den Sohn Sumitrās umarmend, sprach da: „Glücklicherweise sehe ich dich, o Held, vom Tod zurückgekehrt.“
Wort für Wort abravīt ca pariṣvajya und sprach, umarmend saumitriṃ rāghavaḥ tadā den Sohn Sumitrās, Rāghava, da diṣṭyā tvāṃ vīra paśyāmi glücklicherweise sehe ich dich, o Held maraṇāt punaḥ āgatam vom Tod zurückgekehrt na hi me jīvitenārthaḥ sītayā ca jayena vā ||
ko hi me jīvitenārthastvayi pañcatvamāgate |
„Denn ohne dich habe ich weder Nutzen von meinem Leben, noch von Sītā, noch vom Sieg; welchen Nutzen hätte ich von meinem Leben, wenn du den Tod erlitten hättest?“
Wort für Wort na hi me jīvitena arthaḥ denn ich habe keinen Nutzen von meinem Leben sītayā ca jayena vā noch von Sītā, noch vom Sieg ko hi me jīvitena arthaḥ welchen Nutzen hätte ich von meinem Leben tvayi pañcatvam āgate wenn du den Tod erlitten hättest ityevan vadatastasya rāghavasya mahātmanaḥ ||
khinnaḥ śithilayā vācā lakṣmaṇo vākyamabravīt |
Während der hochgesinnte Rāghava so sprach, sagte Lakṣmaṇa, erschöpft, mit matter Stimme, dieses Wort:
Wort für Wort iti evaṃ vadataḥ tasya während dieser so sprach rāghavasya mahātmanaḥ des hochgesinnten Rāghava khinnaḥ śithilayā vācā erschöpft, mit matter Stimme lakṣmaṇo vākyam abravīt sprach Lakṣmaṇa das Wort tāṃ pratijñāṃ pratijñāya purā satyaparākrama ||
laghuḥ kaścidivāsattvo naivan vaktumihārhasi |
„Nachdem du einst jenes Gelübde abgelegt hast, o du von wahrhaftiger Tapferkeit, ziemt es sich nicht für dich, hier so zu sprechen, wie ein Unbedeutender, Charakterloser.“
Wort für Wort tāṃ pratijñāṃ pratijñāya jenes Gelübde abgelegt habend purā satyaparākrama einst, o du von wahrhaftiger Tapferkeit laghuḥ kaścit iva asattvo wie ein Unbedeutender, Charakterloser na evaṃ vaktum iha arhasi ziemt es sich nicht so zu sprechen na pratijñān hi kurvanti vitathāṃ sādhavoanagha ||
lakṣmaṇan hi mahattvasya pratijñāparipālanam |
„Denn die Rechtschaffenen machen ihr Gelübde nicht zunichte, o Makelloser; das Einhalten des Gelübdes ist ja das Kennzeichen der Größe.“
Wort für Wort na pratijñāṃ hi kurvanti denn sie machen ihr Gelübde nicht vitathāṃ sādhavo anagha zunichte, die Rechtschaffenen, o Makelloser lakṣmaṇaṃ hi mahattvasya denn das Kennzeichen der Größe pratijñāparipālanam ist das Einhalten des Gelübdes nairāśyamupagantun te tadalaṃ matkṛteanagha ||
vadhena rāvaṇasyādya pratijñāmanupālaya |
„Genug damit, o Makelloser, dass du meinetwegen in Verzweiflung gerätst; erfülle heute durch die Tötung Rāvaṇas dein Gelübde.“
Wort für Wort nairāśyam upagantuṃ te dass du in Verzweiflung gerätst tadalaṃ matkṛte anagha genug damit meinetwegen, o Makelloser vadhena rāvaṇasya adya durch die Tötung Rāvaṇas heute pratijñām anupālaya erfülle dein Gelübde na jīvanyāsyate śatrustava bāṇapathan gataḥ ||
nardatastīkṣṇadaṃṣṭrasya sinhasyeva mahāgajaḥ |
„Der Feind, der in die Bahn deiner Pfeile geraten ist, wird nicht lebend davonkommen, wie ein großer Elefant nicht dem brüllenden, scharfzahnigen Löwen entkommt.“
Wort für Wort na jīvan yāsyate śatruḥ der Feind wird nicht lebend davonkommen tava bāṇapathaṃ gataḥ der in die Bahn deiner Pfeile geraten ist nardataḥ tīkṣṇadaṃṣṭrasya dem brüllenden, scharfzahnigen sinhasya iva mahāgajaḥ wie ein großer Elefant dem Löwen ahan tu vadhamicchāmi śīghramasya durātmanaḥ ||
yāvadastaṃ na yātyeṣa kṛtakarmā divākaraḥ |
„Ich aber wünsche den raschen Tod dieses Übelgesinnten, solange die Sonne, ihr Tagwerk vollbracht, noch nicht untergegangen ist.“
Wort für Wort ahaṃ tu vadham icchāmi ich aber wünsche den Tod śīghram asya durātmanaḥ rasch, dieses Übelgesinnten yāvat astaṃ na yāti eṣa solange er nicht untergeht kṛtakarmā divākaraḥ die Sonne, ihr Tagwerk vollbracht yadi vadhamicchasi rāvaṇasya saṃkhye |
yadi ca kṛtāṃ hi tavecchasi pratijñām |
yadi tava rājasutābhilāṣa ārya |
kuru ca vaco mama śīgramadya vīra ||
„Wenn du den Tod Rāvaṇas im Kampf willst, und wenn du dein abgelegtes Gelübde erfüllen willst, und wenn du das Verlangen nach der Königstochter hast, o Edler - so tu heute rasch, was ich sage, o Held!“
Wort für Wort yadi vadham icchasi rāvaṇasya saṃkhye wenn du den Tod Rāvaṇas im Kampf willst yadi ca kṛtāṃ hi tava icchasi pratijñām und wenn du dein abgelegtes Gelübde erfüllen willst yadi tava rājasutābhilāṣa ārya wenn du, o Edler, das Verlangen nach der Königstochter hast kuru ca vaco mama śīghram adya vīra so tu heute rasch, was ich sage, o Held
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