Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa
Sarga 60: Kumbhakarṇa-Bodhanam
Die Erweckung Kumbhakarṇas
sa praviśya purīm laṅkām rāmabāṇabhayārditaḥ | bhagnadarpastadā rājā babhūva vyathitendriyaḥ ||1||
Als er in die Stadt Laṅkā eingetreten war, von der Furcht vor Rāmas Pfeilen gequält, wurde der König da seines Stolzes beraubt, seine Sinne erschüttert.
Wort für Wort saḥ praviśya purīm laṅkām er, in die Stadt Laṅkā eingetreten rāma-bāṇa-bhaya-arditaḥ von der Furcht vor Rāmas Pfeilen gequält bhagna-darpaḥ tadā rājā seines Stolzes beraubt da der König babhūva vyathita-indriyaḥ wurde, seine Sinne erschüttert mātaṅga iva simhena garuḍeneva pannagaḥ | abhibhūto.abhavadrājā rāghaveṇa mahātmanā ||2||
Wie ein Elefant von einem Löwen, wie eine Schlange von Garuḍa, so wurde der König von dem hochgesinnten Rāghava bezwungen.
Wort für Wort mātaṅgaḥ iva siṃhena wie ein Elefant von einem Löwen garuḍena iva pannagaḥ wie eine Schlange von Garuḍa abhibhūtaḥ abhavat rājā bezwungen wurde der König rāghaveṇa mahātmanā von dem hochgesinnten Rāghava brahmadaṇḍapratīkānām vidyuccalitavarcasām | smatan rāghavabāṇānām vivyathe rākṣaseśvaraḥ ||3||
An Rāghavas Pfeile denkend, die dem Stab Brahmās glichen, deren Glanz dem zuckenden Blitz glich, erschauerte der Herrscher der Rākṣasas.
Wort für Wort brahma-daṇḍa-pratīkānām die dem Stab Brahmās glichen vidyut-calita-varcasām deren Glanz dem zuckenden Blitz glich smaran rāghava-bāṇānām an Rāghavas Pfeile denkend vivyathe rākṣasa-īśvaraḥ erschauerte der Herrscher der Rākṣasas sa kāñcanamayam divyamāśritya paramāsanam | viprekṣamāṇo rakṣāṃsi rāvaṇo vākyamabravīt ||4||
Er, den herrlichen goldenen Sitz einnehmend, die Rākṣasas ringsum musternd, sprach Rāvaṇa dieses Wort:
Wort für Wort saḥ kāñcanamayam divyam er, den herrlichen goldenen āśritya parama-āsanam Sitz einnehmend viprekṣamāṇaḥ rakṣāṃsi die Rākṣasas musternd rāvaṇaḥ vākyam abravīt sprach Rāvaṇa das Wort sarvam tatkhalu me mogham yattaptam paramam tapaḥ | yatsamāno mahendreṇa mānuṣeṇa vinirjitaḥ ||5||
All das war fürwahr vergeblich, jene höchste Askese, die ich geübt habe, da ich, Mahendra gleich, von einem Menschen besiegt wurde.
Wort für Wort sarvam tat khalu me mogham all das war fürwahr vergeblich yat taptam paramam tapaḥ jene geübte höchste Askese yat samānaḥ mahendreṇa da ich, Mahendra gleich mānuṣeṇa vinirjitaḥ von einem Menschen besiegt wurde idam tadbrahmaṇo ghoram vākyam māmabhyupasthitam | mānuṣebhyo vijānīhi bhayam tvamiti tattathā ||6||
Dies ist jenes furchtbare Wort Brahmās, das mich nun ereilt hat: 'Erkenne, dass dir von Menschen Gefahr droht' - so war es, so ist es.
Wort für Wort idam tat brahmaṇaḥ ghoram vākyam dies ist jenes furchtbare Wort Brahmās mām abhyupasthitam das mich ereilt hat mānuṣebhyaḥ vijānīhi bhayam tvam erkenne, dass dir von Menschen Gefahr droht iti tat tathā so war es, so ist es devadānavagandharvairyakṣarākṣasapannagaiḥ | avadhyatvam mayā prāptam mānuṣebhyo na yācitam ||7||
Unverwundbarkeit gegenüber Göttern, Dānavas, Gandharvas, Yakṣas, Rākṣasas und Schlangen habe ich erlangt; gegenüber Menschen habe ich sie nicht erbeten.
Wort für Wort deva-dānava-gandharvaiḥ gegenüber Göttern, Dānavas, Gandharvas yakṣa-rākṣasa-pannagaiḥ Yakṣas, Rākṣasas, Schlangen avadhyatvam mayā prāptam Unverwundbarkeit habe ich erlangt mānuṣebhyaḥ na yācitam gegenüber Menschen habe ich sie nicht erbeten viditam mānuṣam manye rāmaṃ daśarathātmajam | ikṣvākukulajātena anarṇyena yat purā ||8||
Ich glaube, jener Rāma, der Sohn des Daśaratha, ist als der bekannte Mensch zu erkennen, von dem einst Anaraṇya, aus dem Geschlecht der Ikṣvāku geboren, sprach:
Wort für Wort viditam mānuṣam manye ich glaube, als bekannten Menschen rāmam daśaratha-ātmajam Rāma, den Sohn des Daśaratha ikṣvāku-kula-jātena anarṇyena von Anaraṇya, aus dem Geschlecht der Ikṣvāku geboren yat purā was einst utpatsyati hi madvaṃśe puruṣo rākṣasādhama | yastvām saputram sāmātyam sabalam sāśvasārathim ||9||
'Denn in meinem Geschlecht wird ein Mann entstehen, o niedrigster der Rākṣasas, der dich samt Sohn, Ministern, Heer, Rossen und Wagenlenkern -
Wort für Wort utpatsyati hi mad-vaṃśe denn in meinem Geschlecht wird entstehen puruṣaḥ rākṣasa-adhama ein Mann, o niedrigster der Rākṣasas yaḥ tvām saputram sāmātyam der dich samt Sohn, samt Ministern sabalam sāśva-sārathim samt Heer, samt Rossen und Wagenlenkern śapto.aham vedavatyā ca yadā sā dharṣitā purā || seyam sītā mahābhāgā jātā janakanandinī |
vernichten wird.' Ich wurde auch von Vedavatī verflucht, als sie einst geschändet wurde - sie ist als jene hochgesegnete Sītā geboren, die Freude Janakas.
Wort für Wort śaptaḥ aham vedavatyā ca ich wurde auch von Vedavatī verflucht yadā sā dharṣitā purā als sie einst geschändet wurde sā iyam sītā mahābhāgā sie ist diese hochgesegnete Sītā jātā janaka-nandinī geboren als Freude Janakas umā nandīśvaraścāpi rambhā varuṇakanyakā || yathoktāstanmayā prāptam na midhyā ṛṣibhāṣitam |
Auch Umā, Nandīśvara und Rambhā, die Tochter Varuṇas, wie sie sprachen - all das habe ich nun erlangt; nicht falsch war das Wort der Weisen.
Wort für Wort umā nandīśvaraḥ ca api auch Umā und Nandīśvara rambhā varuṇa-kanyakā Rambhā, die Tochter Varuṇas yathā uktāḥ tat mayā prāptam wie sie sprachen, das habe ich nun erlangt na mithyā ṛṣi-bhāṣitam nicht falsch war das Wort der Weisen etadevābhyupāgamya yatnam kartumahārhatha || rākṣasāścāpi tiṣṭhantu caryāgopuramūrdhasu |
Eben dies bedenkend, sollt ihr euch nun bemühen; und die Rākṣasas sollen auf Wache an den Torhausspitzen stehen.
Wort für Wort etat eva abhyupāgamya eben dies bedenkend yatnam kartum arhatha sollt ihr euch bemühen rākṣasāḥ ca api tiṣṭhantu und die Rākṣasas sollen stehen caryā-gopura-mūrdhasu auf Wache an den Torhausspitzen sa cāpratimagāmbhīryo devadānavadarpahā || brahmaśāpābhibhūtastu kumbhakarṇo vibodhyatām |
Und jener von unvergleichlicher Tiefe, der Bezwinger des Stolzes von Göttern und Dānavas, Kumbhakarṇa, der von Brahmās Fluch überwältigt ist, soll geweckt werden.
Wort für Wort saḥ ca apratima-gāmbhīryaḥ und jener von unvergleichlicher Tiefe deva-dānava-darpahā der Bezwinger des Stolzes von Göttern und Dānavas brahma-śāpa-abhibhūtaḥ tu der von Brahmās Fluch überwältigte aber kumbhakarṇaḥ vibodhyatām Kumbhakarṇa soll geweckt werden samare jitamātmānam prahastam ca niṣūditam || jñātvā rakṣobalam bhīmamādideśa mahābalaḥ |
Wissend, dass er selbst im Kampf besiegt und Prahasta getötet worden war, befahl der Mächtige dem furchtbaren Rākṣasa-Heer:
Wort für Wort samare jitam ātmānam dass er selbst im Kampf besiegt worden war prahastam ca niṣūditam und Prahasta getötet worden war jñātvā rakṣo-balam bhīmam wissend, dem furchtbaren Rākṣasa-Heer ādideśa mahābalaḥ befahl der Mächtige dvāreṣu yatnaḥ kriyatām prākāraścādhiruhyatām || nidrāvaśasamāviṣṭaḥ kumbhakarṇo vibodhyatām |
An den Toren soll Wachsamkeit geübt werden, und die Wallmauer soll bestiegen werden; Kumbhakarṇa, der Gewalt des Schlafes verfallen, soll geweckt werden.
Wort für Wort dvāreṣu yatnaḥ kriyatām an den Toren soll Wachsamkeit geübt werden prākāraḥ ca adhiruhyatām und die Wallmauer soll bestiegen werden nidrā-vaśa-samāviṣṭaḥ der Gewalt des Schlafes verfallen kumbhakarṇaḥ vibodhyatām Kumbhakarṇa soll geweckt werden sukham svapiti niścintaḥ kālopahatacetanaḥ || nava sapta daśāṣṭau ca māsān svapiti rākṣasaḥ |
Sorglos schläft er in Behagen, seine Sinne von der Zeit gebunden; neun, sieben, zehn oder acht Monate schläft der Rākṣasa.
Wort für Wort sukham svapiti niścintaḥ sorglos schläft er in Behagen kāla-upahata-cetanaḥ seine Sinne von der Zeit gebunden nava sapta daśa aṣṭau ca māsān neun, sieben, zehn oder acht Monate svapiti rākṣasaḥ schläft der Rākṣasa mantram kṛtvā prasupto.ayamiastu navame.ahani || tam tu bodhayata kṣipram kumbhakarṇam mahābalam |
Nachdem er einen Zauberspruch gesprochen hatte, schlief er ein - am neunten Tag ist es nun; weckt ihn rasch, den mächtigen Kumbhakarṇa.
Wort für Wort mantram kṛtvā prasuptaḥ ayam nachdem er einen Zauberspruch gesprochen hatte, schlief er ein astu navame ahani es sei am neunten Tag tam tu bodhayata kṣipram weckt ihn nun rasch kumbhakarṇam mahābalam den mächtigen Kumbhakarṇa sa hi samkhye mahābāhuḥ kakudam sarvarakṣasām || vānarān rājaputrau ca kṣiprameva haniṣyati |
Denn er, der Starkarmige, der Höchste aller Rākṣasas, wird die Affen und die beiden Königssöhne rasch im Kampf erschlagen.
Wort für Wort saḥ hi saṃkhye mahā-bāhuḥ denn er, im Kampf der Starkarmige kakudam sarva-rakṣasām der Höchste aller Rākṣasas vānarān rāja-putrau ca die Affen und die beiden Königssöhne kṣipram eva haniṣyati wird er rasch erschlagen eṣa ketuḥ paraṃ samkhye mukhye vai sarvarakṣasām || kumbhakarṇaḥ sadā śete mūḍho grāmyasukhe rataḥ |
Dieser ist im Kampf das höchste Banner, der Vorderste unter allen Rākṣasas - doch Kumbhakarṇa liegt stets, unbekümmert, im niederen Behagen verhaftet.
Wort für Wort eṣa ketuḥ param saṃkhye dieser ist im Kampf das höchste Banner mukhye vai sarva-rakṣasām wahrlich der Vorderste unter allen Rākṣasas kumbhakarṇaḥ sadā śete Kumbhakarṇa liegt stets mūḍhaḥ grāmya-sukhe rataḥ unbekümmert, im niederen Behagen verhaftet rāmeṇābhinirastasya samgrāme.asmin sudāruṇe || bhaviṣyati na me śokaḥ kumbhakarṇe vibodhite |
Wenn Rāma in dieser überaus furchtbaren Schlacht vernichtet ist, wird kein Kummer mehr in mir sein, sobald Kumbhakarṇa geweckt ist.
Wort für Wort rāmeṇa abhinirastasya wenn Rāma vernichtet ist saṃgrāme asmin sudāruṇe in dieser überaus furchtbaren Schlacht bhaviṣyati na me śokaḥ wird kein Kummer mehr in mir sein kumbhakarṇe vibodhite sobald Kumbhakarṇa geweckt ist kim kariṣyāmyaham tena śakratulyabalena hi || īdṛśe vyasane ghore yo na sāhyāya kalpate |
Was soll ich mit jenem anfangen, der an Kraft Śakra gleicht, wenn er in solch furchtbarer Not nicht zur Hilfe bereit ist?
Wort für Wort kim kariṣyāmi aham tena was soll ich mit jenem anfangen śakra-tulya-balena hi der wahrlich an Kraft Śakra gleicht īdṛśe vyasane ghore in solch furchtbarer Not yaḥ na sāhyāya kalpate der nicht zur Hilfe bereit ist te tu tadvacanam śrutvā rākṣasendrasya rākṣasāḥ || jagmuḥ paramasambhrāntāḥ kumbhakarṇaniveśanam |
Jene Rākṣasas aber, das Wort des Rākṣasa-Fürsten gehört habend, gingen in höchster Aufregung zu Kumbhakarṇas Behausung.
Wort für Wort te tu tat vacanam śrutvā jene aber, dieses Wort gehört habend rākṣasa-indrasya rākṣasāḥ die Rākṣasas, des Rākṣasa-Fürsten jagmuḥ parama-sambhrāntāḥ gingen in höchster Aufregung kumbhakarṇa-niveśanam zu Kumbhakarṇas Behausung tām praviśya mahādvārām sarvato yojanāyatām || kumbhakarṇaguhām ramyām puṣpagandhapravāhinīm |
Sie betraten jene große Torhalle, ringsum eine Meile weit, Kumbhakarṇas anmutige Höhle, durchströmt von Blütenduft.
Wort für Wort tām praviśya mahā-dvārām sie betraten jene große Torhalle sarvataḥ yojana-āyatām ringsum eine Meile weit kumbhakarṇa-guhām ramyām Kumbhakarṇas anmutige Höhle puṣpa-gandha-pravāhinīm durchströmt von Blütenduft kumbhakarṇasya niḥśvāsādavadhūtā mahābalāḥ || pratiṣṭhamānāḥ kṛcchreṇa yatnā tpraviviśurguhām |
Vom Atem Kumbhakarṇas zurückgestoßen, traten die Mächtigen nur mit Mühe stehend, mit großer Anstrengung, in die Höhle ein.
Wort für Wort kumbhakarṇasya niḥśvāsāt vom Atem Kumbhakarṇas avadhūtāḥ mahā-balāḥ zurückgestoßen die Mächtigen pratiṣṭhamānāḥ kṛcchreṇa nur mit Mühe stehend yatnāt praviviśuḥ guhām traten mit Anstrengung in die Höhle ein tām praviśya guhām ramyām ratnakāñcanakuṭṭimām || dadṛśurnairṛtavyāghrāḥ śayānam bhīmavikramam |
In jene anmutige Höhle mit Fußboden aus Juwelen und Gold eingetreten, erblickten die Rākṣasa-Tiger den furchtbar-tapferen Schlafenden.
Wort für Wort tām praviśya guhām ramyām in jene anmutige Höhle eingetreten ratna-kāñcana-kuṭṭimām mit Fußboden aus Juwelen und Gold dadṛśuḥ nairṛta-vyāghrāḥ erblickten die Rākṣasa-Tiger śayānam bhīma-vikramam den furchtbar-tapferen Schlafenden te tu tam vikṛtam suptam vikīrṇamiva parvatam || kumbham mahānidram sametāḥ pratyabodhayan |
Jene aber, den entstellten Schlafenden, wie einen ausgestreckten Berg, den in tiefem Schlaf liegenden Kumbha, versammelten sich, um ihn zu wecken.
Wort für Wort te tu tam vikṛtam suptam jene aber, den entstellten Schlafenden vikīrṇam iva parvatam wie einen ausgestreckten Berg kumbham mahā-nidram Kumbha in tiefem Schlaf sametāḥ pratyabodhayan versammelten sich, um ihn zu wecken ūrdhvalomāñcitatanum śvasantamiva pannagam || bhrāmayantam viniḥśvāsaiḥ śayānam bhīmavikramam |
Mit aufgerichteten Körperhaaren, wie eine zischende Schlange atmend, mit seinem Ausatmen alles umherwirbelnd lag der furchtbar-tapfere Schlafende.
Wort für Wort ūrdhva-loma-añcita-tanum mit aufgerichteten Körperhaaren śvasantam iva pannagam wie eine zischende Schlange atmend bhrāmayantam viniḥśvāsaiḥ mit seinem Ausatmen alles umherwirbelnd śayānam bhīma-vikramam der furchtbar-tapfere Schlafende bhīmanāsāpuṭam tam tu pātālavipulānanam || śayane nyastasarvāṅgam medorudhiragandhinam |
Ihn mit furchtbaren Nasenflügeln, mit einem Mund weit wie die Unterwelt, alle Glieder auf dem Lager ausgestreckt, nach Fett und Blut duftend,
Wort für Wort bhīma-nāsā-puṭam tam tu ihn mit furchtbaren Nasenflügeln pātāla-vipula-ānanam mit einem Mund weit wie die Unterwelt śayane nyasta-sarva-aṅgam alle Glieder auf dem Lager ausgestreckt medaḥ-rudhira-gandhinam nach Fett und Blut duftend kāñcanāṅgadanaddhāṅgam medorudhiragandhinam || dadṛśurnairṛtavyāghram kumbhakarṇamarindamam |
mit goldenen Armreifen an den Gliedern geschmückt, nach Fett und Blut duftend, erblickten sie den Rākṣasa-Tiger Kumbhakarṇa, den Feindebezwinger.
Wort für Wort kāñcana-aṅgada-naddha-aṅgam mit goldenen Armreifen an den Gliedern geschmückt medaḥ-rudhira-gandhinam nach Fett und Blut duftend dadṛśuḥ nairṛta-vyāghram erblickten sie den Rākṣasa-Tiger kumbhakarṇam ariṃdamam Kumbhakarṇa, den Feindebezwinger tataścakrurmahātmānaḥ kumbhakarṇasya cāgrātaḥ || bhūtānām merusamkāśam rāśim paramatarpaṇam |
Dann machten die Hochgesinnten vor Kumbhakarṇa einen dem Meru gleichenden Berg von Speisen, eine überaus sättigende Menge.
Wort für Wort tataḥ cakruḥ mahātmānaḥ dann machten die Hochgesinnten kumbhakarṇasya ca agrataḥ vor Kumbhakarṇa bhūtānām meru-saṃkāśam rāśim einen dem Meru gleichenden Berg von Speisen parama-tarpaṇam eine überaus sättigende Menge mṛgāṇām mahiṣāṇām ca varāhāṇām ca saṃcayān || cakrurnairṛtaśārdūlā rāśimannasya cādbhutam |
Häufungen von Hirschen, Büffeln und Ebern machten die Rākṣasa-Tiger, und einen wunderbaren Berg an Speise.
Wort für Wort mṛgāṇām mahiṣāṇām ca von Hirschen und Büffeln varāhāṇām ca saṃcayān und Häufungen von Ebern cakruḥ nairṛta-śārdūlāḥ machten die Rākṣasa-Tiger rāśim annasya ca adbhutam und einen wunderbaren Berg an Speise tataḥ śoṇitakumbhāṃśca māṃsāni vividhāni ca || purastātkumbhakarṇasya cakrustridaśaśatravaḥ |
Dann stellten die Feinde der Götter Blutkrüge und mancherlei Fleisch vor Kumbhakarṇa auf.
Wort für Wort tataḥ śoṇita-kumbhān ca dann Blutkrüge māṃsāni vividhāni ca und mancherlei Fleisch purastāt kumbhakarṇasya vor Kumbhakarṇa cakruḥ tridaśa-śatravaḥ stellten die Feinde der Götter auf lilipuśca parārdhyena candanena paramtapam || divyairāśvāsayāmāsurmālyairgandhaiśca gandhibhiḥ |
Und sie salbten den Feindebedränger mit köstlichem Sandel, erquickten ihn mit himmlischen Kränzen und wohlriechenden Düften.
Wort für Wort lilipuḥ ca parārdhyena candanena und sie salbten mit köstlichem Sandel paramtapam den Feindebedränger divyaiḥ āśvāsayām āsuḥ erquickten mit himmlischen mālyaiḥ gandhaiḥ ca gandhibhiḥ Kränzen und wohlriechenden Düften dhūpagandhāṃśca sasṛjustuṣṭuvuśca paramtapam || jaladā iva cāneduryātudhānāstatastataḥ |
Sie entzündeten wohlriechende Räucherwerke und priesen den Feindebedränger, und die Yātudhānas brüllten überall wie Regenwolken.
Wort für Wort dhūpa-gandhān ca sasṛjuḥ sie entzündeten wohlriechende Räucherwerke tuṣṭuvuḥ ca paramtapam und priesen den Feindebedränger jaladāḥ iva ca neduḥ und sie brüllten wie Regenwolken yātudhānāḥ tataḥ tataḥ die Yātudhānas überall śaṅkhāṃśca pūrayāmāsuḥ śaśāṅkasadṛśaprabhān || tumulam yugapaccāpi vineduścāpyamarṣitāḥ |
Sie bliesen mondgleich schimmernde Muschelhörner, und alle zugleich stießen sie, ungeduldig, ein tosendes Getöse aus.
Wort für Wort śaṅkhān ca pūrayām āsuḥ sie bliesen Muschelhörner śaśāṅka-sadṛśa-prabhān mondgleich schimmernde tumulam yugapat ca api zugleich auch ein tosendes vineduḥ ca api amarṣitāḥ stießen sie aus, ungeduldig nedurāsphoṭayāmāsuścikṣipuste niśācarāḥ || kumbhakarṇavibodhārtham cakrustevipulam svanam |
Sie brüllten, klatschten, warfen - jene Nachtwandler machten einen gewaltigen Lärm, um Kumbhakarṇa zu wecken.
Wort für Wort neduḥ āsphoṭayām āsuḥ sie brüllten, klatschten cikṣipuḥ te niśācarāḥ warfen jene Nachtwandler kumbhakarṇa-vibodha-artham um Kumbhakarṇa zu wecken cakruḥ te vipulam svanam machten sie einen gewaltigen Lärm saśaṅkhabherīpaṇavapraṇāda | māsphoṭitakṣvelitasimhanādam | diśo dravantastridivam kirantaḥ | śrutvā vihamgāḥ sahasā nipetuḥ ||37||
Beim Dröhnen von Muschelhörnern, Trommeln und Handpauken, beim Klatschen, Kampfrufen und Löwengebrüll, das den Himmel erfüllte, flohen die Vögel in alle Richtungen und stürzten plötzlich zu Boden.
Wort für Wort saśaṅkha-bherī-paṇava-praṇādam beim Dröhnen von Muschelhörnern, Trommeln, Handpauken āsphoṭita-kṣvelita-siṃha-nādam beim Klatschen, Kampfrufen, Löwengebrüll diśaḥ dravantaḥ tridivam kirantaḥ in alle Richtungen fliehend, den Himmel erfüllend śrutvā vihaṃgāḥ sahasā nipetuḥ als sie hörten, stürzten die Vögel plötzlich zu Boden yadā bhṛśam tairninadairmahātmā | na kambhakarṇo bubudhe prasuptaḥ | tato bhuśuṇḍīrmusalāni sarve | rakṣogaṇāstam jagṛhurgadāśca ||38||
Als der hochgesinnte Kumbhakarṇa trotz jenes gewaltigen Lärms nicht aus dem Schlaf erwachte, ergriffen alle Rākṣasa-Scharen Wurfgeschosse, Keulen und Streitkolben gegen ihn.
Wort für Wort yadā bhṛśam taiḥ ninadaiḥ mahātmā als trotz jenes gewaltigen Lärms der Hochgesinnte na kumbhakarṇaḥ bubudhe prasuptaḥ Kumbhakarṇa, schlafend, nicht erwachte tataḥ bhuśuṇḍīḥ musalāni sarve dann ergriffen alle Wurfgeschosse, Keulen rakṣo-gaṇāḥ tam jagṛhuḥ gadāḥ ca die Rākṣasa-Scharen gegen ihn, und Streitkolben tam śailaśṛṅgermusalairgadābhi | rvakṣaḥsthale mudgaramuṣṭibhiśca | sukhaprasuptam bhuvi kumbhakarṇam | rakṣāṃsyudagrāṇi tadā nijaghnaḥ ||39||
Mit Bergspitzen, Keulen, Streitkolben, Hämmern und Fäusten schlugen die mächtigen Rākṣasas auf die Brust des behaglich schlafenden Kumbhakarṇa ein.
Wort für Wort tam śaila-śṛṅgaiḥ musalaiḥ gadābhiḥ auf ihn mit Bergspitzen, Keulen, Streitkolben vakṣaḥ-sthale mudgara-muṣṭibhiḥ ca auf die Brust mit Hämmern und Fäusten sukha-prasuptam bhuvi kumbhakarṇam auf den behaglich am Boden schlafenden Kumbhakarṇa rakṣāṃsi udagrāṇi tadā nijaghnaḥ schlugen da die mächtigen Rākṣasas ein tasya niḥśvāsavātena kumbhakarṇasya rakṣasaḥ | rākṣasā balavanto.api sthātum śekurna cāgrataḥ ||40||
Vom Windstoß des Atems jenes Rākṣasa Kumbhakarṇa vermochten selbst die kräftigen Rākṣasas nicht vor ihm stehen zu bleiben.
Wort für Wort tasya niḥśvāsa-vātena vom Windstoß seines Atems kumbhakarṇasya rakṣasaḥ des Rākṣasa Kumbhakarṇa rākṣasāḥ balavantaḥ api selbst die kräftigen Rākṣasas sthātum śekuḥ na ca agrataḥ vermochten nicht vor ihm stehen zu bleiben tataḥ parihitā gāḍham rākṣasā bhīmavikramāḥ | mṛdaṅgapaṇavān bherīḥ śaṅkhakumbhagaṇāṃstathā ||41||
Dann, fest gerüstet, schlugen die furchtbar-tapferen Rākṣasas auf Handtrommeln, kleine Pauken, Kesselpauken, Muschelhörner und Kumbha-Gefäße.
Wort für Wort tataḥ parihitā gāḍham dann fest gerüstet rākṣasāḥ bhīma-vikramāḥ die furchtbar-tapferen Rākṣasas mṛdaṅga-paṇavān bherīḥ auf Handtrommeln, kleine Pauken, Kesselpauken śaṅkha-kumbha-gaṇān tathā und Muschelhörner und Kumbha-Gefäße ebenso daśa rākṣasasāhasram yugapatparyavārayat | nīlañjanacayākāram te tu tam pratybodhayan || abhighnanto nadantaśca na ca sambubudhe tadā |
Zehntausend Rākṣasas umringten ihn zugleich, der wie ein Haufen von schwarzem Augenschminke aussah; schlagend und brüllend versuchten sie, ihn zu wecken, doch er erwachte da nicht.
Wort für Wort daśa rākṣasa-sāhasram zehntausend Rākṣasas yugapat paryavārayat umringten ihn zugleich nīla-añjana-caya-ākāram der wie ein Haufen von schwarzem Augenschminke aussah te tu tam pratyabodhayan sie versuchten, ihn zu wecken abhighnantaḥ nadantaḥ ca schlagend und brüllend na ca sambubudhe tadā doch er erwachte da nicht yadā cainam na śekuste pratibodhayitum tadā || tato gurutaram yatnam dāruṇam samupākraman |
Als sie ihn dann nicht zu wecken vermochten, unternahmen sie eine noch gewaltigere, furchtbare Anstrengung.
Wort für Wort yadā ca enam na śekuḥ te als sie ihn nicht vermochten pratibodhayitum tadā zu wecken da tataḥ gurutaram yatnam dāruṇam dann eine noch gewaltigere, furchtbare Anstrengung samupākraman unternahmen sie aśvānuṣṭrān kharānnāgān jaghnardaṇḍakaśāṅkuśaiḥ || bherīśaṅkhemṛdaṅgāṃśca sarvaprāṇairavādayan |
Sie schlugen Pferde, Kamele, Esel und Elefanten mit Stöcken, Peitschen und Elefantenhaken, und ließen Kesselpauken, Muschelhörner und Trommeln mit aller Kraft erklingen.
Wort für Wort aśvān uṣṭrān kharān nāgān Pferde, Kamele, Esel, Elefanten jaghnaḥ daṇḍa-kaśā-aṅkuśaiḥ schlugen sie mit Stöcken, Peitschen, Elefantenhaken bherī-śaṅkha-mṛdaṅgān ca Kesselpauken, Muschelhörner, Trommeln sarva-prāṇaiḥ avādayan ließen sie mit aller Kraft erklingen nijaghnaścāsya gātrāṇi mahākāṣṭhakaṭamkaraiḥ || mudgarairmusalaiścāpi sarvaprāṇasamudyataiḥ |
Und sie schlugen mit aller Kraft auf seine Glieder mit gewaltigen Holzknüppeln, Hämmern und Keulen.
Wort für Wort nijaghnaḥ ca asya gātrāṇi und sie schlugen auf seine Glieder mahā-kāṣṭha-kaṭaṃkaraiḥ mit gewaltigen Holzknüppeln mudgaraiḥ musalaiḥ ca api mit Hämmern und Keulen auch sarva-prāṇa-samudyataiḥ mit aller Kraft erhoben tena nādena mahāa laṅkā samabhipūritā || saparvatavanā sarvā so.api naiva prabudhyate |
Von jenem gewaltigen Lärm war ganz Laṅkā samt seinen Bergen und Wäldern erfüllt - doch er erwachte immer noch nicht.
Wort für Wort tena nādena mahā laṅkā von jenem gewaltigen Lärm Laṅkā samabhipūritā war erfüllt saparvata-vanā sarvā samt seinen Bergen und Wäldern, ganz saḥ api na eva prabudhyate doch er erwachte immer noch nicht tataḥ sahasram bherīṇām yugapatsamahanyata || mṛṣṭakāñcanakoṇānā māsaktānām samantataḥ |
Dann wurden zugleich tausend Kesselpauken geschlagen, mit blank poliertem Goldschlägel versehen, ringsum aufgehängt.
Wort für Wort tataḥ sahasram bherīṇām dann tausend Kesselpauken yugapat samahanyata wurden zugleich geschlagen mṛṣṭa-kāñcana-koṇānām mit blank poliertem Goldschlägel versehen āsaktānām samantataḥ ringsum aufgehängt evanaotatubudrasty tadā bauva oravydgtata || śāpasya vaśamāpannastataḥ kruddhā niśācarāḥ |
Doch auch so erwachte er nicht, so groß war die Macht des Fluches, dem er verfallen war; da wurden die Nachtwandler zornig.
Wort für Wort evam api na abudhyata tadā doch auch so erwachte er nicht da śāpasya vaśam āpannaḥ dem Fluch verfallen tataḥ kruddhāḥ niśācarāḥ da wurden die Nachtwandler zornig mahākrodhasamāviṣṭāḥ sarve bhīmaparākramāḥ || tadrakṣo bodhayiṣyantaścakruranye parākramam |
Von gewaltigem Zorn erfüllt, alle von furchtbarer Tapferkeit, unternahmen andere weitere Anstrengung, um jenen Rākṣasa zu wecken.
Wort für Wort mahā-krodha-samāviṣṭāḥ von gewaltigem Zorn erfüllt sarve bhīma-parākramāḥ alle von furchtbarer Tapferkeit tat rakṣaḥ bodhayiṣyantaḥ um jenen Rākṣasa zu wecken cakruḥ anye parākramam unternahmen andere weitere Anstrengung anye bherīḥ samājaghnaranye cakrurmahāsvanam || keśānanye pralulupuḥ karṇāvanye daśanti ca |
Manche schlugen Kesselpauken, manche machten gewaltigen Lärm, manche rissen ihm die Haare aus, manche bissen ihm in die Ohren.
Wort für Wort anye bherīḥ samājaghnuḥ manche schlugen Kesselpauken anye cakruḥ mahā-svanam manche machten gewaltigen Lärm keśān anye pralulupuḥ manche rissen ihm die Haare aus karṇau anye daśanti ca manche bissen ihm in die Ohren udakumbhaśatānyanye samasiñcanta karṇayoḥ || na kumbhakarṇaḥ paspande mahānidrāvaśaṃ gataḥ |
Manche gossen hundert Wasserkrüge über seine Ohren - doch Kumbhakarṇa, der Gewalt des tiefen Schlafes verfallen, regte sich nicht.
Wort für Wort udakumbha-śatāni anye manche hundert Wasserkrüge samasiñcanta karṇayoḥ gossen über seine Ohren na kumbhakarṇaḥ paspande doch Kumbhakarṇa regte sich nicht mahā-nidrā-vaśam gataḥ der Gewalt des tiefen Schlafes verfallen na kumbhakarṇaḥ paspande mahānidrāvaśam gataḥ || mūrdhni vakṣasi gātreṣu pātayan kūṭamudgarān |
Kumbhakarṇa, der Gewalt des tiefen Schlafes verfallen, regte sich nicht, auch als man Eisenhämmer auf seinen Kopf, seine Brust und seine Glieder niedersausen ließ.
Wort für Wort na kumbhakarṇaḥ paspande Kumbhakarṇa regte sich nicht mahā-nidrā-vaśam gataḥ der Gewalt des tiefen Schlafes verfallen mūrdhni vakṣasi gātreṣu auf Kopf, Brust und Glieder pātayan kūṭa-mudgarān Eisenhämmer niedersausen lassend rajjubandhanabaddhābhiḥ śatagnībhiśca sarvaśaḥ || vadhyamāno mahākāyo na prābudhyata rākṣasaḥ |
Auch mit an Seilen befestigten Wurfgeschossen von allen Seiten geschlagen, erwachte der gewaltige Rākṣasa nicht.
Wort für Wort rajju-bandhana-baddhābhiḥ mit an Seilen befestigten śatagnībhiḥ ca sarvaśaḥ mit Wurfgeschossen von allen Seiten vadhyamānaḥ mahākāyaḥ geschlagen, der gewaltige na prābudhyata rākṣasaḥ erwachte der Rākṣasa nicht vāraṇānām sahasram ca śarīre.asya pradhāvitam || kumbhakarṇastadā buddhvā sparśam paramabudhyata |
Und tausend Elefanten liefen über seinen Leib; da endlich, den Druck spürend, erwachte Kumbhakarṇa völlig.
Wort für Wort vāraṇānām sahasram ca und tausend Elefanten śarīre asya pradhāvitam liefen über seinen Leib kumbhakarṇaḥ tadā buddhvā Kumbhakarṇa, da spürend sparśam parama abudhyata den Druck, erwachte er völlig sa pātyamānairgiriśṛṅgavṛkṣai | racintayaṃstānvipulān prahārān | nidrākṣayāt kṣudbhayapīḍitaśca | vijṛmbhamāṇaḥ sahasotpapāpa ||55||
Er, unter den auf ihn niedersausenden Bergspitzen und Bäumen, jene gewaltigen Schläge kaum beachtend, vom schwindenden Schlaf und von Hunger gequält, gähnend, sprang plötzlich auf.
Wort für Wort saḥ pātyamānaiḥ giri-śṛṅga-vṛkṣaiḥ er, unter den niedersausenden Bergspitzen und Bäumen na cintayan tān vipulān prahārān jene gewaltigen Schläge kaum beachtend nidrā-kṣayāt kṣut-bhaya-pīḍitaḥ ca vom schwindenden Schlaf und von Hunger gequält vijṛmbhamāṇaḥ sahasā utpapāta gähnend sprang er plötzlich auf sa nāgabhogācalaśṛṅgakalpau | vikṣipya bāhū jitavajrasārau | vivṛtya vaktram vaḍavāmukhābham | niśācaro.asau vikṛtam jajṛmbhe ||56||
Er warf seine Arme, den Windungen von Schlangen oder Bergspitzen gleich, an Härte den Donnerkeil übertreffend, umher, riss seinen Mund auf, dem Unterwasserfeuer gleich, und gähnte fürchterlich, jener Nachtwandler.
Wort für Wort saḥ nāga-bhoga-acala-śṛṅga-kalpau er, den Windungen von Schlangen oder Bergspitzen gleich vikṣipya bāhū jita-vajra-sārau seine Arme umherwerfend, an Härte den Donnerkeil übertreffend vivṛtya vaktram vaḍavā-mukha-ābham seinen Mund aufreißend, dem Unterwasserfeuer gleich niśācaraḥ asau vikṛtam jajṛmbhe gähnte jener Nachtwandler fürchterlich tasya jājṛmbhamāṇasya vaktram pātālasamnibham | dadṛśe meruśṛṅgāgre divākara ivoditaḥ ||57||
Sein gähnender Mund, der Unterwelt gleich, war anzusehen wie die aufgehende Sonne auf dem Gipfel des Meru.
Wort für Wort tasya jājṛmbhamāṇasya vaktram sein gähnender Mund pātāla-sannibham der Unterwelt gleich dadṛśe meru-śṛṅga-agre war anzusehen wie auf dem Gipfel des Meru divākaraḥ iva uditaḥ wie die aufgehende Sonne sa jṛmbhamāṇo.atibalaḥ prabuddhastu niśācaraḥ | niḥśvāsaścāsya samjajñe parvadādiva mārutaḥ ||58||
Er, gähnend, überaus mächtig, nun erwacht, der Nachtwandler - sein Atem entstand wie der Sturm einer Wolkenzeit.
Wort für Wort saḥ jṛmbhamāṇaḥ atibalaḥ er, gähnend, überaus mächtig prabuddhaḥ tu niśācaraḥ erwacht nun der Nachtwandler niḥśvāsaḥ ca asya saṃjajñe sein Atem entstand parvadāt iva mārutaḥ wie der Sturm einer Wolkenzeit rūpamuttiṣṭhatastasya kumbhakarṇasya tad babhau | yugāne sarvabhūtāni kālasyeva didhakṣataḥ ||59||
Die Gestalt des sich erhebenden Kumbhakarṇa erschien da wie die des Todes, der am Ende des Weltzeitalters alle Wesen zu verbrennen wünscht.
Wort für Wort rūpam uttiṣṭhataḥ tasya die Gestalt des sich erhebenden kumbhakarṇasya tat babhau Kumbhakarṇa erschien da yugānte sarva-bhūtāni am Ende des Weltzeitalters alle Wesen kālasya iva didhakṣataḥ wie die des Todes, der zu verbrennen wünscht tasyāgnidīptisadṛśe vidyutsadṛśavarcasī | dadṛśāte mahānetre dīptāviva mahāgrahau ||60||
Seine gewaltigen Augen, dem Glanz des Feuers gleich, von blitzgleichem Leuchten, sah man wie zwei lodernde große Planeten.
Wort für Wort tasya agni-dīpti-sadṛśe seine, dem Glanz des Feuers gleich vidyut-sadṛśa-varcasī von blitzgleichem Leuchten dadṛśāte mahā-netre sah man die gewaltigen Augen dīptau iva mahā-grahau wie zwei lodernde große Planeten tatastvadarśayan sarvān bhakṣyāṃśca vividhān bahūn | varāhān mahiṣāṃścaiva babhakṣa sa mahābalaḥ ||61||
Dann zeigte man ihm all die vielen mancherlei Speisen; und er, der Mächtige, verschlang Eber und Büffel.
Wort für Wort tataḥ tu adarśayan sarvān dann zeigte man ihm all die bhakṣyān ca vividhān bahūn vielen mancherlei Speisen varāhān mahiṣān ca eva Eber und Büffel babhakṣa saḥ mahābalaḥ verschlang er, der Mächtige ādadbubhukṣito māṃsam śoṇitam tṛṣito.apibat | medaḥkumbhāṃśca madyāṃśca papau śakraripustadā ||62||
Hungrig nahm er Fleisch, durstig trank er Blut; und der Feind Śakras trank da Krüge voll Fett und Rauschgetränk.
Wort für Wort ādat bubhukṣitaḥ māṃsam hungrig nahm er Fleisch śoṇitam tṛṣitaḥ apibat durstig trank er Blut medaḥ-kumbhān ca madyān ca Krüge von Fett und Rauschgetränk papau śakra-ripuḥ tadā trank da der Feind Śakras tatastṛpta iti jñātvā samutperurniśācarāḥ | śirobhiśca praṇamyainam sarvataḥ paryavārayan ||63||
Dann, wissend, dass er gesättigt war, sprangen die Nachtwandler auf, verneigten sich vor ihm mit dem Haupt und umringten ihn von allen Seiten.
Wort für Wort tataḥ tṛptaḥ iti jñātvā dann, wissend, dass er gesättigt war samutperuḥ niśācarāḥ sprangen die Nachtwandler auf śirobhiḥ ca praṇamya enam und verneigten sich vor ihm mit dem Haupt sarvataḥ paryavārayan umringten ihn von allen Seiten nidrāviśadanetrastu kaluṣīkṛtalocanaḥ | cārayan sarvato dṛṣṭim tānuvāca niśācarān ||64||
Seine vom Schlaf getrübten Augen, seine Blicke umherschweifen lassend, sprach er zu jenen Nachtwandlern:
Wort für Wort nidrā-viśada-netraḥ tu seine vom Schlaf getrübten Augen aber kaluṣī-kṛta-locanaḥ seine Blicke getrübt cārayan sarvataḥ dṛṣṭim umherschweifen lassend den Blick tān uvāca niśācarān sprach er zu jenen Nachtwandlern sa sarvān sāntvayāmāsa nairṛtān nairṛtarṣabhaḥ | bodhanādvismitaścāpi rākṣasānidamabravīt ||65||
Er, der Stier unter den Rākṣasas, beruhigte alle Rākṣasas, und, über sein Erwachen selbst erstaunt, sprach er zu den Rākṣasas dieses:
Wort für Wort saḥ sarvān sāntvayām āsa er beruhigte alle nairṛtān nairṛta-ṛṣabhaḥ die Rākṣasas, der Stier unter den Rākṣasas bodhanāt vismitaḥ ca api über sein Erwachen erstaunt auch rākṣasān idam abravīt sprach er zu den Rākṣasas dieses kimarthamahāmādṛtya bhavadbhiḥ pratibodhitaḥ | kaccitsukuśalam rājño bhayam vā neha kiṃcan ||66||
Warum wurde ich von euch mit solcher Sorgfalt geweckt? Ist es dem König wohl gut? Ist keinerlei Gefahr hier?
Wort für Wort kimartham mahā ādṛtya warum mit solcher Sorgfalt bhavadbhiḥ pratibodhitaḥ von euch geweckt kaccit sukuśalam rājñaḥ ist es dem König wohl gut bhayam vā na iha kiṃcana ist keinerlei Gefahr hier athavā dhruvamanyebhyo bhayam paramupasthitam | yadarthameva tvarirairbhavadbhiḥ pratibodhitaḥ ||67||
Oder ist gewiss von anderen eine große Gefahr eingetreten, weswegen ich von euch in solcher Eile geweckt wurde?
Wort für Wort athavā dhruvam anyebhyaḥ oder gewiss von anderen bhayam param upasthitam eine große Gefahr eingetreten yat-artham eva tvaraiḥ weswegen in Eile bhavadbhiḥ pratibodhitaḥ von euch geweckt wurde adya rākṣasarājasya bhayamutpāṭayāmyaham | dārayiṣye mahendram vā śītayiṣye tathānalam ||68||
Heute werde ich die Furcht des Rākṣasa-Königs ausrotten; ich werde Mahendra zerreißen oder das Feuer erkalten lassen.
Wort für Wort adya rākṣasa-rājasya heute des Rākṣasa-Königs bhayam utpāṭayāmi aham werde ich die Furcht ausrotten dārayiṣye mahendram vā ich werde Mahendra zerreißen oder śītayiṣye tathā analam ebenso das Feuer erkalten lassen sa hyalpakāraṇe suptam bodhayiṣyati mādṛśam | tadākhyātārthatattvena matprabodhanakāraṇam ||69||
Denn nur aus geringem Grund würde man einen wie mich vom Schlaf wecken - so verkündet mir denn den wahren Grund für mein Erwecken.
Wort für Wort saḥ hi alpa-kāraṇe denn nur aus geringem Grund suptam bodhayiṣyati mādṛśam würde man einen wie mich wecken tat ākhyāta artha-tattvena so verkündet mir den wahren Grund mat-prabodhana-kāraṇam für mein Erwecken evam bruvāṇam samrabdham kumbhakarṇamariṃdamam | yūpākṣaḥ sacivo rājñaḥ kṛtāñjalirabhāṣata ||70||
Zu Kumbhakarṇa, dem Feindebezwinger, der so heftig sprach, sagte Yūpākṣa, der Minister des Königs, mit gefalteten Händen:
Wort für Wort evam bruvāṇam saṃrabdham zu ihm, der so heftig sprach kumbhakarṇam ariṃdamam zu Kumbhakarṇa, dem Feindebezwinger yūpākṣaḥ sacivaḥ rājñaḥ Yūpākṣa, der Minister des Königs kṛtāñjaliḥ abhāṣata sprach mit gefalteten Händen na no devakṛtam kiṃcidbhayamasti kadācana | mānuṣānno bhayam rājaṃstumulam samprabādhate ||71||
Nicht von Göttern kommt uns jemals irgendeine Gefahr; von Menschen aber, o König, bedrängt uns ein gewaltiges Unheil.
Wort für Wort na naḥ deva-kṛtam kiṃcit nicht von Göttern kommt uns irgendeine bhayam asti kadācana Gefahr jemals mānuṣāt naḥ bhayam rājan von Menschen aber, o König, uns Gefahr tumulam samprabādhate bedrängt uns gewaltig na daityadānavebhyo vā bhayamasti hi tādṛśam | yādṛśam mānuṣam rājan bhayamasmānupasthitam ||72||
Nicht von Daityas oder Dānavas gibt es eine solche Gefahr, wie die von Menschen, o König, die uns nun ereilt hat.
Wort für Wort na daitya-dānavebhyaḥ vā nicht von Daityas oder Dānavas bhayam asti hi tādṛśam gibt es solche Gefahr yādṛśam mānuṣam rājan wie die von Menschen, o König bhayam asmān upasthitam Gefahr uns ereilt hat vānaraiḥ parvatākārairlaṅkeyam parivāritā | sītāharaṇasamtaptādrāmānnastumulam bhayam ||73||
Von Affen, bergesgleich an Gestalt, ist dieses Laṅkā umringt; von Rāma, der wegen Sītās Entführung glüht, droht uns gewaltige Gefahr.
Wort für Wort vānaraiḥ parvata-ākāraiḥ von Affen, bergesgleich an Gestalt laṅkā iyam parivāritā dieses Laṅkā ist umringt sītā-haraṇa-saṃtaptāt rāmāt von Rāma, der wegen Sītās Entführung glüht naḥ tumulam bhayam droht uns gewaltige Gefahr ekena vānareṇeyam pūrvam dagdhā mahāpurī | kumāro nihataścākṣaḥ sānuyātraḥ sakuñjaraḥ ||74||
Von einem einzigen Affen wurde diese große Stadt schon einmal verbrannt; und der Prinz Akṣa wurde getötet, samt seinem Gefolge und den Elefanten.
Wort für Wort ekena vānareṇa iyam von einem einzigen Affen pūrvam dagdhā mahāpurī wurde schon einmal die große Stadt verbrannt kumāraḥ nihataḥ ca akṣaḥ und der Prinz Akṣa wurde getötet sānuyātraḥ sakuñjaraḥ samt Gefolge und Elefanten svayam rakṣodhipaścāpi paulastyo devakaṇṭakaḥ | vrajeti samyuge mukto rāmeṇādityavarcasā ||75||
Auch der Herrscher der Rākṣasas selbst, der Sohn des Pulastya, der Stachel der Götter, wurde im Kampf von Rāma, dem sonnengleich strahlenden, mit den Worten 'Geh!' freigelassen.
Wort für Wort svayam rakṣaḥ-adhipaḥ ca api auch der Herrscher der Rākṣasas selbst paulastyaḥ deva-kaṇṭakaḥ der Sohn des Pulastya, der Stachel der Götter vraja iti saṃyuge muktaḥ mit 'Geh!' im Kampf freigelassen rāmeṇa āditya-varcasā von Rāma, dem sonnengleich strahlenden yanna devaiḥ kṛto rājā nāpi daityairna dānavaiḥ | kṛtaḥ sa iha rāmeṇa vimuktaḥ prāṇasaṃśayāt ||76||
Was weder Götter dem König antaten, noch Daityas, noch Dānavas - das tat ihm hier Rāma, der ihn, in Todesgefahr, dennoch freiließ.
Wort für Wort yat na devaiḥ kṛtaḥ rājā was weder Götter dem König antaten na api daityaiḥ na dānavaiḥ noch Daityas, noch Dānavas kṛtaḥ saḥ iha rāmeṇa das tat ihm hier Rāma vimuktaḥ prāṇa-saṃśayāt der ihn, in Todesgefahr, freiließ sa yūpākṣavacaḥ śrutvā bhrāturyudhi parābhavam | kumbhakarṇo vivṛttākṣo yūpākṣamidamabravīt ||77||
Als er Yūpākṣas Wort gehört hatte, von der Niederlage seines Bruders im Kampf, sprach Kumbhakarṇa, die Augen weit aufgerissen, zu Yūpākṣa dieses:
Wort für Wort saḥ yūpākṣa-vacaḥ śrutvā er, Yūpākṣas Wort gehört habend bhrātuḥ yudhi parābhavam von der Niederlage des Bruders im Kampf kumbhakarṇaḥ vivṛtta-akṣaḥ Kumbhakarṇa, die Augen weit aufgerissen yūpākṣam idam abravīt sprach zu Yūpākṣa dieses sarvamadyaiva yūpākṣa harisainyam salakṣmaṇam | rāghavam ca raṇe jitvā tato drakṣyāmi rāvaṇam ||78||
Noch heute, Yūpākṣa, werde ich das ganze Affenheer samt Lakṣmaṇa und Rāghava im Kampf besiegen, dann werde ich Rāvaṇa aufsuchen.
Wort für Wort sarvam adya eva yūpākṣa noch heute, Yūpākṣa, alles hari-sainyam salakṣmaṇam das Affenheer samt Lakṣmaṇa rāghavam ca raṇe jitvā und Rāghava im Kampf besiegend tataḥ drakṣyāmi rāvaṇam dann werde ich Rāvaṇa aufsuchen rākṣasāṃstarpayiṣyāmi harīṇām māṃsaśoṇitaiḥ | rāmalakṣmaṇayoścāpi svayam pāsyāmi śoṇitam ||79||
Ich werde die Rākṣasas mit dem Fleisch und Blut der Affen sättigen, und das Blut von Rāma und Lakṣmaṇa selbst werde ich trinken.
Wort für Wort rākṣasān tarpayiṣyāmi ich werde die Rākṣasas sättigen harīṇām māṃsa-śoṇitaiḥ mit dem Fleisch und Blut der Affen rāma-lakṣmaṇayoḥ ca api und von Rāma und Lakṣmaṇa auch svayam pāsyāmi śoṇitam selbst werde ich das Blut trinken tattasya vākyam bruvato niśamya | sagarvitam roṣavivṛddhadoṣam | mahodaro nairṛtayodhamukhyaḥ | kṛtāñjalirvākyamidam babhāṣe ||80||
Als er jenes stolze, von Zorn und wachsendem Fehler erfüllte Wort vernahm, das er sprach, sagte Mahodara, der Führer der Rākṣasa-Krieger, mit gefalteten Händen dieses Wort:
Wort für Wort tat tasya vākyam bruvataḥ jenes Wort von ihm gesprochen niśamya sagarvitam vernehmend, stolz roṣa-vivṛddha-doṣam von Zorn und wachsendem Fehler erfüllt mahodaraḥ nairṛta-yodha-mukhyaḥ Mahodara, der Führer der Rākṣasa-Krieger kṛtāñjaliḥ vākyam idam babhāṣe sprach mit gefalteten Händen dieses Wort rāvaṇasya vacaḥ śrutvā guṇadoṣau vimṛśya ca | paścādapi mahābāho śatrūnyudhi vijeṣyasi ||81||
Höre erst Rāvaṇas Wort, erwäge Vorzug und Fehler, und danach erst, o Starkarmiger, wirst du die Feinde im Kampf besiegen.
Wort für Wort rāvaṇasya vacaḥ śrutvā Rāvaṇas Wort gehört habend guṇa-doṣau vimṛśya ca Vorzug und Fehler erwägend paścāt api mahābāho danach erst, o Starkarmiger śatrūn yudhi vijeṣyasi wirst du die Feinde im Kampf besiegen mahodaravacaḥ śrutvā rākṣasaiḥ parivāritaḥ | kumbhakarṇo mahātejāḥ sampratasthe mahābalaḥ ||82||
Als er Mahodaras Wort gehört hatte, machte sich Kumbhakarṇa, der glanzvolle, mächtige, umringt von Rākṣasas, auf den Weg.
Wort für Wort mahodara-vacaḥ śrutvā Mahodaras Wort gehört habend rākṣasaiḥ parivāritaḥ umringt von Rākṣasas kumbhakarṇaḥ mahātejāḥ Kumbhakarṇa, der glanzvolle sampratasthe mahābalaḥ machte sich der Mächtige auf den Weg suptamutthāpya bhīmākṣam bhīmarūpaparākramam | rākṣasāstvaritā jagmurdaśagrīvaniveśanam ||83||
Nachdem sie den Schlafenden mit den furchtbaren Augen, von furchtbarer Gestalt und Tapferkeit geweckt hatten, gingen die Rākṣasas eilends zur Behausung des Zehnhalsigen.
Wort für Wort suptam utthāpya bhīma-akṣam den Schlafenden mit den furchtbaren Augen geweckt habend bhīma-rūpa-parākramam von furchtbarer Gestalt und Tapferkeit rākṣasāḥ tvaritāḥ jagmuḥ gingen die Rākṣasas eilends daśagrīva-niveśanam zur Behausung des Zehnhalsigen te.abhigamya daśagrīvamāsīnam paramāsane | ūcurbaddhāñjalipuṭāḥ sarva eva niśācarāḥ ||84||
Sie traten zu dem Zehnhalsigen, der auf dem höchsten Sitz thronte, und sprachen, alle Nachtwandler, mit gefalteten Händen:
Wort für Wort te abhigamya daśagrīvam sie, zum Zehnhalsigen tretend āsīnam parama-āsane der auf dem höchsten Sitz thronte ūcuḥ baddha-añjali-puṭāḥ sprachen mit gefalteten Händen sarve eva niśācarāḥ alle Nachtwandler kumbhakarṇaḥ prabuddho.asau bhrātā te rākṣaseśvara | katham tatraiva niryātu drakṣyase tamihāgatam ||85||
Kumbhakarṇa ist erwacht, dein Bruder, o Herrscher der Rākṣasas; soll er dort gleich hinausziehen, oder wirst du ihn hierher kommend sehen?
Wort für Wort kumbhakarṇaḥ prabuddhaḥ asau Kumbhakarṇa ist erwacht, dieser bhrātā te rākṣasa-īśvara dein Bruder, o Herrscher der Rākṣasas katham tatra eva niryātu soll er dort gleich hinausziehen drakṣyase tam iha āgatam wirst du ihn hierher gekommen sehen rāvaṇastvabravīddhṛṣṭo rākṣasāṃstānupasthitān | draṣṭumenamihecchāmi yathānyāyam ca pūjyatām ||86||
Rāvaṇa aber sprach erfreut zu jenen anwesenden Rākṣasas: Ich wünsche, ihn hier zu sehen, und er soll gebührend geehrt werden.
Wort für Wort rāvaṇaḥ tu abravīt hṛṣṭaḥ Rāvaṇa aber sprach erfreut rākṣasān tān upasthitān zu jenen anwesenden Rākṣasas draṣṭum enam iha icchāmi ich wünsche, ihn hier zu sehen yathā-nyāyam ca pūjyatām und er soll gebührend geehrt werden tathetyuktvā tu te sarve punarāgamya rākṣasāḥ | kumbhakarṇamidam vākyamūcū rāvaṇacoditāḥ ||87||
Nachdem sie 'So sei es' gesagt hatten, kehrten alle jene Rākṣasas zurück und sprachen, von Rāvaṇa angetrieben, zu Kumbhakarṇa dieses Wort:
Wort für Wort tathā iti uktvā tu te sarve nachdem sie 'so sei es' gesagt hatten, alle punaḥ āgamya rākṣasāḥ zurückkehrend, die Rākṣasas kumbhakarṇam idam vākyam ūcuḥ sprachen zu Kumbhakarṇa dieses Wort rāvaṇa-coditāḥ von Rāvaṇa angetrieben draṣṭum tvām kāmkṣate rājā sarvarākṣasapumgavaḥ | gamane kriyatām buddhirbhrātaram sampraharṣaya ||88||
Der König wünscht dich zu sehen, o Stier unter allen Rākṣasas; fasse den Entschluss zu gehen und erfreue deinen Bruder.
Wort für Wort draṣṭum tvām kāṅkṣate rājā der König wünscht dich zu sehen sarva-rākṣasa-puṃgavaḥ o Stier unter allen Rākṣasas gamane kriyatām buddhiḥ fasse den Entschluss zu gehen bhrātaram sampraharṣaya erfreue deinen Bruder kumbhakarṇastu durdharṣo bhrāturājñāya śāsanam | tathetyuktvā mahāvīryaḥ śayanādutpapāta ha ||89||
Kumbhakarṇa aber, der Unbezwingbare, den Befehl seines Bruders vernehmend, sagte 'So sei es' und sprang, der von großer Kraft, vom Lager auf.
Wort für Wort kumbhakarṇaḥ tu durdharṣaḥ Kumbhakarṇa aber, der Unbezwingbare bhrātuḥ ājñāya śāsanam den Befehl des Bruders vernehmend tathā iti uktvā mahāvīryaḥ 'so sei es' sagend, der von großer Kraft śayanāt utpapāta ha sprang vom Lager auf prakṣālya vadanam hR^ṣṭaḥ snātaḥ paramabhūṣitaḥ | pipāsustvarayāmāsa pānam balasamīraṇam ||90||
Sein Gesicht gewaschen, erfreut, gebadet, aufs Höchste geschmückt, dürstend, beeilte er das Trinken, das seine Kraft nährende Getränk.
Wort für Wort prakṣālya vadanam hṛṣṭaḥ sein Gesicht gewaschen, erfreut snātaḥ parama-bhūṣitaḥ gebadet, aufs Höchste geschmückt pipāsuḥ tvarayām āsa dürstend beeilte er pānam bala-samīraṇam das Trinken, das kraftgebende Getränk tatste tvaritāstatra rākṣasā rāvaṇājñayā | madyam bhakṣyāṃśca vividhān kṣipramevopahārayan ||91||
Da brachten jene Rākṣasas eilends, auf Rāvaṇas Befehl, rasch Rauschgetränk und mancherlei Speisen herbei.
Wort für Wort tataḥ te tvaritāḥ tatra da jene eilends dort rākṣasāḥ rāvaṇa-ājñayā die Rākṣasas, auf Rāvaṇas Befehl madyam bhakṣyān ca vividhān Rauschgetränk und mancherlei Speisen kṣipram eva upahārayan brachten sie rasch herbei pītvā ghaṭasahasre dve gamanāyopacakrame | īṣatsamutkaṭo mattastejobalasamanvitaḥ ||92||
Nachdem er zweitausend Krüge getrunken hatte, machte er sich auf den Weg, leicht erregt, berauscht, von Glanz und Kraft erfüllt.
Wort für Wort pītvā ghaṭa-sahasre dve nachdem er zweitausend Krüge getrunken hatte gamanāya upacakrame machte er sich auf den Weg īṣat samutkaṭaḥ mattaḥ leicht erregt, berauscht tejaḥ-bala-samanvitaḥ von Glanz und Kraft erfüllt kumbhakarṇo babau ruṣṭaḥ kālāntakayamopamaḥ | bhrūtuḥ sa bhavanam gacchan rakṣobalasamanvitaḥ || kumbhakarṇaḥ padanyāsairakampayata medinīm |
Kumbhakarṇa erstrahlte zornig, dem Tod und dem Ende gleich; zum Palast seines Bruders gehend, umgeben von der Rākṣasa-Streitmacht, ließ Kumbhakarṇa mit seinen Schritten die Erde erbeben.
Wort für Wort kumbhakarṇaḥ babau ruṣṭaḥ Kumbhakarṇa erstrahlte zornig kāla-antaka-yama-upamaḥ dem Tod und dem Ende gleich bhrātuḥ saḥ bhavanam gacchan zum Palast des Bruders gehend rakṣo-bala-samanvitaḥ umgeben von der Rākṣasa-Streitmacht kumbhakarṇaḥ pada-nyāsaiḥ Kumbhakarṇa mit seinen Schritten akampayata medinīm ließ die Erde erbeben sa rājamārgam vapuṣā prakāśayan | sahasrarasmirdharaṇīmivāṃśubhiḥ | jagāma tatrāñjalimālayā vṛtaḥ | śatakraturgehamiva svayambhuvaḥ ||94||
Er, die Königsstraße mit seinem Leib erhellend, wie die tausendstrahlige Sonne die Erde mit ihren Strahlen, zog dorthin, umgeben von einem Kranz aus gefalteten Händen, wie Śatakratu (Indra) zum Haus des Selbstentstandenen.
Wort für Wort saḥ rājamārgam vapuṣā prakāśayan er, die Königsstraße mit seinem Leib erhellend sahasra-raśmiḥ dharaṇīm iva aṃśubhiḥ wie die tausendstrahlige Sonne die Erde mit ihren Strahlen jagāma tatra añjali-mālayā vṛtaḥ zog dorthin, umgeben von einem Kranz aus gefalteten Händen śatakratuḥ gaham iva svayambhuvaḥ wie Śatakratu zum Haus des Selbstentstandenen tam rājamārgasthamamitraghātinam | vanaukasaste sahasā bahiḥsthitāḥ | dṛṣṭvā.a prameyam giriśṛṅgakalpam | vitatrasuste saha yūthapālaiḥ ||95||
Als sie ihn, den Feindevernichter, auf der Königsstraße, den unermesslichen, einem Berggipfel gleichenden, plötzlich sahen, erschraken die draußen stehenden Waldbewohner samt ihren Anführern.
Wort für Wort tam rājamārga-stham amitra-ghātinam ihn, auf der Königsstraße stehend, den Feindevernichter vana-okasaḥ te sahasā bahiḥ-sthitāḥ die draußen stehenden Waldbewohner, plötzlich dṛṣṭvā aprameyam giri-śṛṅga-kalpam sehend, den unermesslichen, einem Berggipfel gleichenden vitatrasuḥ te saha yūthapālaiḥ erschraken sie samt ihren Anführern kecicharaṇyam śaraṇam sma rāmam | vrajanti kecidvyathitāḥ patanti | keciddiśaśca vyathitāḥ patanti | kecidbayārtābhuvi śerate sma ||96||
Manche flohen zu Rāma, dem Zufluchtswürdigen, in seine Zuflucht; manche stürzten, von Angst ergriffen; manche flohen in alle Richtungen, verängstigt; manche lagen, von Furcht gequält, am Boden.
Wort für Wort kecit śaraṇyam śaraṇam sma rāmam manche flohen zu Rāma, dem Zufluchtswürdigen vrajanti kecit vyathitāḥ patanti manche gehen, manche stürzen, von Angst ergriffen kecit diśaḥ ca vyathitāḥ patanti manche in alle Richtungen, verängstigt, stürzen kecit bhaya-ārtāḥ bhuvi śerate sma manche liegen, von Furcht gequält, am Boden tamadriśṛṅgapratimam kirīṭinam | spṛśantamādityamivātmatejasā | vanaukasaḥ prekṣya vivṛddhamadbhutam | bhayārditā dudruvire yatastataḥ ||97||
Ihn, dem Berggipfel gleich, diademgeschmückt, mit eigenem Glanz die Sonne berührend, den gewaltig gewachsenen, wunderbaren, sahen die Waldbewohner und flohen, von Furcht gequält, in alle Richtungen.
Wort für Wort tam adri-śṛṅga-pratimam kirīṭinam ihn, dem Berggipfel gleich, diademgeschmückt spṛśantam ādityam iva ātma-tejasā mit eigenem Glanz die Sonne berührend vana-okasaḥ prekṣya vivṛddham adbhutam die Waldbewohner, ihn sehend, den gewaltig gewachsenen, wunderbaren bhaya-arditāḥ dudruvire yataḥ tataḥ flohen, von Furcht gequält, in alle Richtungen
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