Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa
Sarga 93: Rāma-Rākṣasasenā-Vadhaḥ
Rāmas Vernichtung des Rākṣasa-Heeres
sa praviśya sabhāṃ rājā dīnaḥ paramaduḥkhitaḥ |
niṣasādāsane mukhye siṃhaḥ kruddha iva śvasan ||
Er, der König, trat elend, aufs höchste betrübt, in die Versammlungshalle und setzte sich auf den vorzüglichen Sitz, schnaubend wie ein zorniger Löwe.
Wort für Wort sa praviśya sabhāṃ rājā er, in die Versammlungshalle eintretend, der König dīnaḥ paramaduḥkhitaḥ elend, aufs höchste betrübt niṣasāda āsane mukhye er setzte sich auf den vorzüglichen Sitz siṃhaḥ kruddha iva śvasan schnaubend wie ein zorniger Löwe abravīcca tadā sarvānbalamukhyānmahābalaḥ |
rāvaṇaḥ prāṃjalīnvākyaṃ putravyasanakarśitaḥ ||
Da sprach der Gewaltige, Rāvaṇa, vom Verlust des Sohnes ausgezehrt, zu allen führenden Heerführern mit gefalteten Händen dieses Wort:
Wort für Wort abravīt ca tadā sarvān und da sprach er zu allen balamukhyān mahābalaḥ führenden Heerführern, der Gewaltige rāvaṇaḥ prāṃjalīn vākyam Rāvaṇa, zu den mit gefalteten Händen [Dastehenden] das Wort putravyasanakarśitaḥ vom Verlust des Sohnes ausgezehrt sarve bhavantaḥ sarveṇa hastyaśvena samāvṛtāḥ |
niryāntu rathasaṃghaiśca pādātaiścopaśobhitāḥ ||
„Ihr alle, umgeben von aller Elefanten- und Pferdemacht, sollt ausziehen, geschmückt mit Scharen von Wagen und Fußvolk.“
Wort für Wort sarve bhavantaḥ ihr alle sarveṇa hastyaśvena samāvṛtāḥ umgeben von aller Elefanten- und Pferdemacht niryāntu rathasaṃghaiḥ ca sollt ausziehen mit Scharen von Wagen pādātaiḥ ca upaśobhitāḥ und geschmückt mit Fußvolk ekaṃ rāmaṃ parikṣipya samare hantumarhatha |
prahṛṣṭā śaravarṣeṇa prāvṛṭkāla ivāmbudāḥ ||
„Ihr sollt den einen Rāma umringen und im Kampf töten, freudig mit einem Pfeilregen, wie Wolken zur Regenzeit.“
Wort für Wort ekaṃ rāmaṃ parikṣipya den einen Rāma umringend samare hantum arhatha sollt ihr im Kampf töten prahṛṣṭā śaravarṣeṇa freudig mit einem Pfeilregen prāvṛṭkāle iva ambudāḥ wie Wolken zur Regenzeit atha vāhaṃ śarairtīkṣṇairbhinnagātraṃ mahāraṇe |
bhavadbhiḥ śvo nihantāsmi rāmaṃ lokasya paśyataḥ ||
„Oder aber ich selbst werde ihn, mit scharfen Pfeilen an Gliedern verwundet, morgen in der großen Schlacht töten, Rāma, vor den Augen der Welt, mit euch.“
Wort für Wort atha vā ahaṃ śaraiḥ tīkṣṇaiḥ oder aber ich selbst mit scharfen Pfeilen bhinnagātraṃ mahāraṇe den an Gliedern Verwundeten in der großen Schlacht bhavadbhiḥ śvaḥ nihantā asmi werde ich morgen mit euch töten rāmaṃ lokasya paśyataḥ Rāma, vor den Augen der Welt ityevaṃ rākṣasendrasya vākyamādāya rākṣasāḥ |
niryayuste rathaiḥ śīghraṃ nāgānīkaiśca saṃvṛtāḥ ||
Nachdem sie so das Wort des Rākṣasa-Herrschers vernommen hatten, zogen die Rākṣasas schnell aus, auf Wagen, umgeben von Elefantenscharen.
Wort für Wort iti evaṃ rākṣasendrasya so also des Rākṣasa-Herrschers vākyam ādāya rākṣasāḥ das Wort vernehmend, die Rākṣasas niryayuḥ te rathaiḥ śīghram zogen sie schnell auf Wagen aus nāgānīkaiḥ ca saṃvṛtāḥ umgeben von Elefantenscharen parighān paṭṭiśāṃścaiva śarakhaḍgaparaśvadhān |
śarīrāntakarān sarve cikṣipurvānarān prati ||
vānarāśca drumān śailān rākṣasān prati cikṣipuḥ |
Eisenstangen und Speere, Pfeile, Schwerter und Streitäxte, alle leibvernichtenden Waffen warfen sie gegen die Affen; und die Affen warfen Bäume und Felsen gegen die Rākṣasas.
Wort für Wort parighān paṭṭiśān ca eva Eisenstangen und Speere śarakhaḍgaparaśvadhān Pfeile, Schwerter und Streitäxte śarīrāntakarān sarve alle leibvernichtenden [Waffen] cikṣipuḥ vānarān prati warfen sie gegen die Affen vānarāḥ ca drumān śailān und die Affen Bäume und Felsen rākṣasān prati cikṣipuḥ warfen gegen die Rākṣasas sa saṃgrāmo mahābhīmaḥ sūryasyodayanaṃ prati ||
rakṣasāṃ vānarāṇāṃ ca tumulaḥ samapadyata |
Jene überaus furchtbare Schlacht entstand tumultartig zwischen den Rākṣasas und den Affen, dem Aufgang der Sonne entgegen.
Wort für Wort sa saṃgrāmo mahābhīmaḥ jene überaus furchtbare Schlacht sūryasya udayanaṃ prati dem Aufgang der Sonne entgegen rakṣasāṃ vānarāṇāṃ ca der Rākṣasas und der Affen tumulaḥ samapadyata entstand tumultartig te gadābhirvicitrābhiḥ prāsaiḥ khaḍgaiḥ paraśvadhaiḥ ||
anyonyaṃ samare jaghnustadā vānararākṣasāḥ |
Mit bunten Keulen, Speeren, Schwertern und Streitäxten schlugen da die Affen und Rākṣasas im Kampf einander.
Wort für Wort te gadābhiḥ vicitrābhiḥ sie mit bunten Keulen prāsaiḥ khaḍgaiḥ paraśvadhaiḥ mit Speeren, Schwertern und Streitäxten anyonyaṃ samare jaghnuḥ schlugen einander im Kampf tadā vānararākṣasāḥ da die Affen und Rākṣasas evaṃ pravṛtte saṃgrāme hyadbhutaṃ sumahadrajaḥ ||
rakṣasāṃ vānarāṇāṃ ca śāntaṃ śoṇitavisravaiḥ |
Als so die Schlacht im Gange war, legte sich der erstaunliche, gewaltige Staub der Rākṣasas und Affen durch die Ströme des vergossenen Blutes.
Wort für Wort evaṃ pravṛtte saṃgrāme als so die Schlacht im Gange war hi adbhutaṃ sumahat rajaḥ der erstaunliche, gewaltige Staub rakṣasāṃ vānarāṇāṃ ca der Rākṣasas und der Affen śāntaṃ śoṇitavisravaiḥ legte sich durch die Blutströme mātaṃgarathakūlasya vājimatsyā dhvajadrumāḥ ||
śarīrasaṃghāṭavahāḥ prasasruḥ śoṇitāpagāḥ |
Ströme von Blut flossen, deren Ufer aus Elefanten und Wagen bestanden, deren Fische die Pferde waren, deren Bäume die Feldzeichen, die Massen von Leichen mit sich führend.
Wort für Wort mātaṃgarathakūlasya dessen Ufer aus Elefanten und Wagen [bestand] vājimatsyā dhvajadrumāḥ mit Pferden als Fische, Feldzeichen als Bäume śarīrasaṃghāṭavahāḥ Massen von Leichen mit sich führend prasasruḥ śoṇitāpagāḥ flossen die Blutströme tataste vānarāḥ sarve śoṇitaughapariplutāḥ ||
dhvajavarmarathānaśvānnānāpraharaṇāni ca |
Da überschwemmten all jene Affen, überflutet von der Blutflut, Feldzeichen, Rüstungen, Wagen, Pferde und mancherlei Waffen -
Wort für Wort tataḥ te vānarāḥ sarve da alle jene Affen śoṇitaughapariplutāḥ überflutet von der Blutflut dhvajavarmarathān aśvān Feldzeichen, Rüstungen, Wagen, Pferde nānāpraharaṇāni ca und mancherlei Waffen āplutyāplutya samare vānarendrā babhaṃjire ||
- indem sie im Kampf immer wieder heransprangen, zerbrachen die Affenfürsten sie.
Wort für Wort āplutya āplutya samare immer wieder heranspringend im Kampf vānarendrā babhaṃjire zerbrachen die Affenfürsten keśānkarṇalalāṭāṃśca nāsikāśca plavaṃgamāḥ |
rakṣasān daśanaistīkṣṇairnakhaiścāpi vyakartayan ||
Haare, Ohren, Stirnen und Nasen der Rākṣasas zerfetzten die Affen mit scharfen Zähnen und auch mit den Krallen.
Wort für Wort keśān karṇalalāṭān ca Haare, Ohren, Stirnen nāsikāḥ ca plavaṃgamāḥ und Nasen, die Affen rakṣasān daśanaiḥ tīkṣṇaiḥ der Rākṣasas mit scharfen Zähnen nakhaiḥ ca api vyakartayan und auch mit Krallen zerfetzten sie ekaikaṃ rākṣasaṃ saṃkhye śataṃ vānarapuṃgavāḥ |
abhyadhāvanta phalinaṃ vṛkṣaṃ śakunayo yathā ||
Auf jeden einzelnen Rākṣasa stürmten in der Schlacht hundert Affenstiere los, wie Vögel auf einen fruchttragenden Baum.
Wort für Wort ekaikaṃ rākṣasaṃ saṃkhye auf jeden einzelnen Rākṣasa in der Schlacht śataṃ vānarapuṃgavāḥ hundert Affenstiere abhyadhāvanta stürmten los phalinaṃ vṛkṣaṃ śakunayo yathā wie Vögel auf einen fruchttragenden Baum tathā gadābhirgurvībhiḥ prāsaiḥ khaḍgaiḥ paraśvadhaiḥ |
nirjaghnurvānarānghorānrākṣasāḥ parvatopamāḥ ||
Ebenso schlugen die Rākṣasas, den Bergen gleich, mit schweren Keulen, Speeren, Schwertern und Streitäxten die schrecklichen Affen nieder.
Wort für Wort tathā gadābhiḥ gurvībhiḥ ebenso mit schweren Keulen prāsaiḥ khaḍgaiḥ paraśvadhaiḥ mit Speeren, Schwertern, Streitäxten nirjaghnuḥ vānarān ghorān schlugen die schrecklichen Affen nieder rākṣasāḥ parvatopamāḥ die Rākṣasas, den Bergen gleich rākṣasairvadhyamānānāṃ vānarāṇāṃ mahācamūḥ |
śaraṇyaṃ śaraṇaṃ yātā rāmaṃ daśarathātmajam ||
Das große Heer der von den Rākṣasas getöteten Affen suchte Zuflucht bei Rāma, dem Sohn des Daśaratha, dem zufluchtwürdigen Beschützer.
Wort für Wort rākṣasaiḥ vadhyamānānāṃ der von den Rākṣasas getöteten vānarāṇāṃ mahācamūḥ das große Heer der Affen śaraṇyaṃ śaraṇaṃ yātā suchte Zuflucht beim Zufluchtwürdigen rāmaṃ daśarathātmajam bei Rāma, dem Sohn des Daśaratha tato rāmo mahātejā dhanurādāya vīryavān |
praviśya rākṣasaṃ sainyaṃ śaravarṣaṃ vavarṣa ha ||
Da ergriff Rāma, der Gewaltige, der Kraftvolle, seinen Bogen, drang in das Heer der Rākṣasas ein und ließ einen Pfeilregen niederprasseln.
Wort für Wort tato rāmo mahātejā da Rāma, der Gewaltige dhanuḥ ādāya vīryavān den Bogen ergreifend, der Kraftvolle praviśya rākṣasaṃ sainyam in das Heer der Rākṣasas eindringend śaravarṣaṃ vavarṣa ha ließ er einen Pfeilregen niederprasseln praviṣṭaṃ tu tadā rāmaṃ meghāḥ sūryamivāmbare |
nābhijagmurmahāghoraṃ nirdahantaṃ śarāgninā ||
Ihn aber, den eingedrungenen Rāma, den überaus Schrecklichen, der mit dem Feuer seiner Pfeile verbrannte, wagten sie nicht anzugehen, wie Wolken nicht der Sonne am Himmel nahen.
Wort für Wort praviṣṭaṃ tu tadā rāmam ihn aber, den eingedrungenen Rāma meghāḥ sūryam iva ambare wie Wolken die Sonne am Himmel na abhijagmuḥ mahāghoram wagten nicht anzugehen, den überaus Schrecklichen nirdahantaṃ śarāgninā der mit dem Feuer seiner Pfeile verbrannte kṛtānyeva sughorāṇi rāmeṇa rajanīcarāḥ |
raṇe rāmasya dadṛśuḥ karmāṇyasukarāṇi ca ||
Nur die von Rāma vollbrachten, überaus schrecklichen und schwer zu vollbringenden Taten sahen die Nachtwandler im Kampf von Rāma.
Wort für Wort kṛtāni eva sughorāṇi nur die vollbrachten, überaus schrecklichen rāmeṇa rajanīcarāḥ von Rāma, die Nachtwandler raṇe rāmasya dadṛśuḥ sahen im Kampf von Rāma karmāṇi asukarāṇi ca die schwer zu vollbringenden Taten cālayantaṃ mahānīkaṃ vidhamantaṃ mahārathān |
dadṛśuste na vai rāmaṃ vātaṃ vanagataṃ yathā ||
Sie sahen, wie das große Heer erschüttert, die großen Wagenkämpfer vernichtet wurden - nicht aber Rāma selbst, wie man den Wind sieht, der durch den Wald zieht.
Wort für Wort cālayantaṃ mahānīkam das große Heer erschütternd vidhamantaṃ mahārathān die großen Wagenkämpfer vernichtend dadṛśuḥ te na vai rāmam sahen sie nicht wirklich Rāma vātaṃ vanagataṃ yathā wie den durch den Wald ziehenden Wind chinnaṃ bhinnaṃ śarairdagdhaṃ prabhagnaṃ śastrapīḍitam |
balaṃ rāmeṇa dadṛśurna ramaṃ śīghrakāriṇam ||
Sie sahen das Heer, von Rāma zerschnitten, zerspalten, von Pfeilen verbrannt, zerschmettert, von Waffen gequält - nicht aber Rāma, den schnell Handelnden.
Wort für Wort chinnaṃ bhinnaṃ śaraiḥ dagdham zerschnitten, zerspalten, von Pfeilen verbrannt prabhagnaṃ śastrapīḍitam zerschmettert, von Waffen gequält balaṃ rāmeṇa dadṛśuḥ das Heer von Rāma sahen sie na rāmaṃ śīghrakāriṇam nicht Rāma, den schnell Handelnden praharantaṃ śarīreṣu na te paśyanti rāghavam |
indriyārtheṣu tiṣṭhantaṃ bhūtātmānamiva prajāḥ ||
Sie sahen nicht Rāghava selbst, der auf die Körper einschlug, wie die Geschöpfe nicht den in den Sinnesobjekten weilenden Weltgeist selbst sehen.
Wort für Wort praharantaṃ śarīreṣu der auf die Körper Einschlagende na te paśyanti rāghavam ihn, Rāghava, sahen sie nicht indriyārtheṣu tiṣṭhantam der in den Sinnesobjekten Weilende bhūtātmānam iva prajāḥ wie die Geschöpfe den Weltgeist [nicht sehen] eṣa hanti gajānīkameṣa hanti mahārathān |
eṣa hanti śaraistīkṣṇaiḥ padātīnvājibhiḥ saha ||
„Dieser hier tötet die Elefantenschar, dieser hier tötet die großen Wagenkämpfer, dieser hier tötet mit scharfen Pfeilen das Fußvolk samt den Reitern.“
Wort für Wort eṣa hanti gajānīkam dieser tötet die Elefantenschar eṣa hanti mahārathān dieser tötet die großen Wagenkämpfer eṣa hanti śaraiḥ tīkṣṇaiḥ dieser tötet mit scharfen Pfeilen padātīn vājibhiḥ saha das Fußvolk samt den Reitern iti te rākṣasāḥ sarve rāmasya sadṛśānraṇe |
anyonyakupitā jaghnuḥ sādṛśyādrāghavasya tu ||
So schlugen all jene Rākṣasas, zornig aufeinander, im Kampf die dem Rāma gleichenden [Gestalten] einander - wegen der Ähnlichkeit mit Rāghava.
Wort für Wort iti te rākṣasāḥ sarve so schlugen all jene Rākṣasas rāmasya sadṛśān raṇe die im Kampf dem Rāma Ähnlichen anyonyakupitā jaghnuḥ zornig aufeinander schlugen sie einander sādṛśyāt rāghavasya tu wegen der Ähnlichkeit mit Rāghava sa te dadṛśire rāmaṃ dahantamarivāhinīm |
mohitāḥ paramāstreṇa gāndharveṇa mahātmanā ||
Sie sahen jenen Rāma, wie er die feindliche Heeresmacht verbrannte, betäubt von der höchsten Waffe, der Gāndharva-Waffe, des Hochgesinnten.
Wort für Wort sa te dadṛśire rāmam sie sahen jenen Rāma dahantam arivāhinīm der die feindliche Heeresmacht verbrannte mohitāḥ paramāstreṇa betäubt von der höchsten Waffe gāndharveṇa mahātmanā der Gāndharva-Waffe, des Hochgesinnten te tu rāma sahasrāṇi raṇe paśyanti rākṣasāḥ |
punaḥ paśyanti kākutsthamekameva mahātmanā ||
Die Rākṣasas sahen im Kampf Tausende von Rāma-Gestalten, und wiederum sahen sie den Kākutstha als einzigen, den Hochgesinnten.
Wort für Wort te tu rāma sahasrāṇi sie aber Tausende von Rāma raṇe paśyanti rākṣasāḥ sahen im Kampf, die Rākṣasas punaḥ paśyanti kākutstham und wiederum sahen sie den Kākutstha ekam eva mahātmanā als einzigen, den Hochgesinnten bhramantīṃ kāṃcanīṃ koṭiṃ kārmukasya mahātmanaḥ |
alātacakrapratimāṃ dadṛśuste na rāghavam ||
Sie sahen die kreisende goldene Spitze seines Bogens, des Hochgesinnten, einem Feuerbrandkreis gleich - nicht aber Rāghava selbst.
Wort für Wort bhramantīṃ kāṃcanīṃ koṭim die kreisende goldene Spitze kārmukasya mahātmanaḥ seines Bogens, des Hochgesinnten alātacakrapratimām einem Feuerbrandkreis gleich dadṛśuḥ te na rāghavam sahen sie, nicht Rāghava śarīranābhisattvārciḥ śarāraṃ nemikārmukam |
jyāghoṣatalanirghoṣaṃ tejobuddhiguṇaprabham ||
Mit dem Körper als Nabe, der Kraft als Flamme, mit Pfeilen als Speichen, mit dem Bogen als Felge, mit dem Ton der Sehne und dem Klatschen der Hand als Getöse, glänzend von Glanz, Weisheit und Eigenschaften -
Wort für Wort śarīranābhisattvārciḥ mit dem Körper als Nabe, der Kraft als Flamme śarāraṃ nemikārmukam mit Pfeilen als Speichen, dem Bogen als Felge jyāghoṣatalanirghoṣam mit dem Sehnenton und Handklatschen als Getöse tejobuddhiguṇaprabham glänzend von Glanz, Weisheit, Eigenschaften divyāstraguṇaparyantaṃ nighnantaṃ yudhi rākṣasān |
dadṛśū rāmacakraṃ tatkālacakramiva prajāḥ ||
- mit den himmlischen Waffen als Rand, das die Rākṣasas im Kampf tötete - sahen sie das Rad Rāmas, wie die Geschöpfe das Rad der Zeit sehen.
Wort für Wort divyāstraguṇaparyantam mit den himmlischen Waffen als Rand nighnantaṃ yudhi rākṣasān das die Rākṣasas im Kampf tötete dadṛśuḥ rāmacakram sahen sie das Rad Rāmas tatkālacakram iva prajāḥ wie die Geschöpfe das Rad der Zeit anīkaṃ daśasāhasraṃ rathānāṃ vātaraṃhasām |
aṣṭādaśasahasrāṇi kuṃjarāṇāṃ tarasvinām ||
Ein Heer von zehntausend Wagen, windschnell, achtzehntausend kraftvolle Elefanten,
Wort für Wort anīkaṃ daśasāhasram ein Heer von zehntausend rathānāṃ vātaraṃhasām Wagen, windschnell aṣṭādaśasahasrāṇi achtzehntausend kuṃjarāṇāṃ tarasvinām kraftvolle Elefanten caturdaśasahasrāṇi sārohāṇāṃ ca vājinām |
pūrṇe śatasahasre dve rākṣasānāṃ padātinām ||
vierzehntausend Pferde mit ihren Reitern, volle zweihunderttausend Rākṣasa-Fußsoldaten -
Wort für Wort caturdaśasahasrāṇi vierzehntausend sārohāṇāṃ ca vājinām Pferde mit ihren Reitern pūrṇe śatasahasre dve zwei volle Hunderttausend rākṣasānāṃ padātinām Rākṣasa-Fußsoldaten divasasyāṣṭame bhāge śarairagniśikhopamaiḥ |
hatānyekena rāmeṇa rakṣasāṃ kāmarūpiṇām ||
- im achten Teil des Tages wurden sie von Rāma allein mit feuerflammengleichen Pfeilen getötet, die gestaltwandelnden Rākṣasas.
Wort für Wort divasasya aṣṭame bhāge im achten Teil des Tages śaraiḥ agniśikhopamaiḥ mit feuerflammengleichen Pfeilen hatāni ekena rāmeṇa getötet von Rāma allein rakṣasāṃ kāmarūpiṇām der gestaltwandelnden Rākṣasas te hatāśvā hatarathāḥ śrāntā vimathitadhvajāḥ |
abhipetuḥ purīṃ laṃkāṃ hataśeṣā niśācarāḥ ||
Sie, deren Pferde getötet, deren Wagen zerstört waren, erschöpft, mit zertrümmerten Feldzeichen, flohen die übriggebliebenen Nachtwandler in die Stadt Laṅkā.
Wort für Wort te hatāśvā hatarathāḥ sie, deren Pferde und Wagen getötet/zerstört waren śrāntā vimathitadhvajāḥ erschöpft, mit zertrümmerten Feldzeichen abhipetuḥ purīṃ laṃkām flohen in die Stadt Laṅkā hataśeṣā niśācarāḥ die übriggebliebenen Nachtwandler hatairgajapadātyaśvaistadbabhūva raṇājiram |
ākrīḍabhūmī krudrasya rudrasyeva mahātmanaḥ ||
Durch die getöteten Elefanten, Fußsoldaten und Pferde wurde das Schlachtfeld da zum Spielplatz des zornigen, hochgesinnten Rudra.
Wort für Wort hataiḥ gajapadātyaśvaiḥ durch die getöteten Elefanten, Fußsoldaten, Pferde tat babhūva raṇājiram wurde das Schlachtfeld ākrīḍabhūmiḥ krudrasya zum Spielplatz des zornigen rudrasya iva mahātmanaḥ des hochgesinnten Rudra tato devāḥ sagandharvāḥ siddhāśca paramarṣayaḥ |
sādhu sādhviti rāmasya tatkarma samapūjayan ||
Da priesen die Götter mit den Gandharvas, die Siddhas und die höchsten Weisen mit den Worten „Wohlgetan, wohlgetan!“ jene Tat Rāmas.
Wort für Wort tato devāḥ sagandharvāḥ da die Götter mit den Gandharvas siddhāḥ ca paramarṣayaḥ die Siddhas und die höchsten Weisen sādhu sādhu iti „Wohlgetan, wohlgetan!“ rāmasya tatkarma samapūjayan priesen jene Tat Rāmas abravīcca tadā rāmaḥ sugrīvaṃ pratyanantaram |
vibhīṣaṇaṃ ca dharmātmā hanūmantaṃ ca vānaram ||
Da sprach Rāma, der Gerechtgesinnte, sogleich zu Sugrīva, zu Vibhīṣaṇa und zum Affen Hanumant,
Wort für Wort abravīt ca tadā rāmaḥ und da sprach Rāma sugrīvaṃ pratyanantaram sogleich zu Sugrīva vibhīṣaṇaṃ ca dharmātmā und zu Vibhīṣaṇa, der Gerechtgesinnte hanūmantaṃ ca vānaram und zum Affen Hanumant jāmbavantaṃ hariśreṣṭhaṃ maindaṃ dvividameva ca |
etadastrabalaṃ divyaṃ mama vā tryambakasya vā ||
zu Jāmbavant, dem Besten der Affen, zu Mainda und Dvivida: „Diese göttliche Waffenkraft gehört mir oder aber dem Dreiäugigen.“
Wort für Wort jāmbavantaṃ hariśreṣṭham zu Jāmbavant, dem Besten der Affen maindaṃ dvividam eva ca zu Mainda und Dvivida etat astrabalaṃ divyam diese göttliche Waffenkraft mama vā tryambakasya vā [gehört] mir oder dem Dreiäugigen nihatya tān rākṣasavāhinīṃ tu |
rāmastadā śakrasamo mahātmā |
astreṣu śastreṣu jitaklamaś ca |
saṃstūyate devagaṇaiḥ prahṛṣṭaiḥ ||
Nachdem er jene Rākṣasa-Heeresmacht vernichtet hatte, wurde Rāma, der Indra-gleiche, hochgesinnte, in Waffen und Geschossen unermüdliche, damals von den frohen Götterscharen gepriesen.
Wort für Wort nihatya tān rākṣasavāhinīṃ tu nachdem er jene Rākṣasa-Heeresmacht vernichtet hatte rāmaḥ tadā śakrasamo mahātmā Rāma, damals der Indra-gleiche, Hochgesinnte astreṣu śastreṣu jitaklamaḥ ca in Waffen und Geschossen unermüdlich saṃstūyate devagaṇaiḥ prahṛṣṭaiḥ wird gepriesen von den frohen Götterscharen
Interaktive Leseansicht des ganzen Werks
← Sarga 92 Sarga 94 →