Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa
Sarga 75: Laṅkā-Dahanam-Kumbha-Nikumbha-Yuddhārambhaḥ
Die Affen brennen Laṅkā nieder, Kumbha und Nikumbha ziehen in die Schlacht
tato.abravīnmahātejāḥ sugrīvo vānareśvaraḥ | arthyam vijñāpayaṃścāpi hanūmantamidaṃ vacaḥ ||1||
Da sprach der hochgewaltige Sugrīva, der Herr der Vānaras, dieses zweckdienliche Wort zu Hanumant mitteilend.
Wort für Wort tataḥ abravīt mahātejāḥ da sprach der hochgewaltige sugrīvaḥ vānara-īśvaraḥ Sugrīva, der Herr der Vānaras arthyam vijñāpayan ca api dieses zweckdienliche mitteilend hanūmantam idam vacaḥ zu Hanumant dieses Wort yato hataḥ kumbhakarṇaḥ kumārāśca niṣūditāḥ | nedānīmupanirhāram rāvano dātumarhati ||2||
'Da Kumbhakarṇa erschlagen und die Prinzen vernichtet sind, kann Rāvaṇa jetzt keine Opfergabe mehr darbringen.'
Wort für Wort yataḥ hataḥ kumbhakarṇaḥ da Kumbhakarṇa erschlagen ist kumārāḥ ca niṣūditāḥ und die Prinzen vernichtet sind na idānīm upanirhāram jetzt keine Opfergabe rāvaṇaḥ dātum arhati kann Rāvaṇa darbringen ye ye mahābalāḥ santi laghavaśca plavaṃgamāḥ | laṅkāmabhipatantvāśu gṛhyolkāḥ plavagarṣabhāḥ | harayo harisaṃkāśāḥ pradagdhum rāvaṇālayam ||3||
'Welche auch immer überaus mächtig und flink sind unter den Affen, sollen alsbald auf Laṅkā losstürmen, Fackeln ergreifend, die Affenstiere, die feuerfarbenen Affen, um Rāvaṇas Wohnstatt niederzubrennen.'
Wort für Wort ye ye mahābalāḥ santi welche auch immer überaus mächtig sind laghavaḥ ca plavaṃgamāḥ und flink unter den Affen laṅkām abhipatantu āśu sollen alsbald auf Laṅkā losstürmen gṛhya ulkāḥ plavaga-ṛṣabhāḥ Fackeln ergreifend, die Affenstiere harayaḥ hari-saṃkāśāḥ die feuerfarbenen Affen pradagdhum rāvaṇa-ālayam um Rāvaṇas Wohnstatt niederzubrennen tato.astaṃ gata āditye raudre tasminniśāmukhe || laṅkāmabhimukhāḥ solkā jagmuste plavagarṣabhāḥ |
Da, als die Sonne untergegangen war, in jener furchtbaren Dämmerstunde, zogen jene Affenstiere, mit Fackeln, auf Laṅkā zu.
Wort für Wort tataḥ astam gate āditye da, als die Sonne untergegangen war raudre tasmin niśā-mukhe in jener furchtbaren Dämmerstunde laṅkām abhimukhāḥ sa-ulkāḥ auf Laṅkā zu, mit Fackeln jagmuḥ te plavaga-ṛṣabhāḥ zogen jene Affenstiere ulkāhastairharigaṇaiḥ sarvataḥ samabhidrutāḥ || ārakṣasthā virūpākṣāḥ sahasā vipradudruvuḥ |
Von den fackeltragenden Affenscharen von allen Seiten bestürmt, flohen die an den Wachposten stehenden, missgestalteten Rākṣasas jäh davon.
Wort für Wort ulkā-hastaiḥ hari-gaṇaiḥ von den fackeltragenden Affenscharen sarvataḥ samabhidrutāḥ von allen Seiten bestürmt ārakṣasthāḥ virūpākṣāḥ die an den Wachposten stehenden, missgestalteten sahasā vipradudruvuḥ flohen jäh davon gopurāṭṭapratolīṣu caryāsu vividhāsu ca || prāsādeṣu ca saṃhṛṣṭāḥ sasṛjuste hutāśanam |
An den Stadttoren, Türmen, Straßen und vielerlei Wegen sowie an den Palästen entfachten sie freudig das Feuer.
Wort für Wort gopura-aṭṭa-pratolīṣu an den Stadttoren, Türmen, Straßen caryāsu vividhāsu ca und an vielerlei Wegen prāsādeṣu ca saṃhṛṣṭāḥ und an den Palästen, freudig sasṛjuḥ te hutāśanam entfachten sie das Feuer teṣāṃ gṛhasahasrāṇi dadāha hutabhuktadā || prāsādāḥ parvatākārāḥ patanti dharaṇītale |
Tausende ihrer Häuser verbrannte da das Feuer; die bergesgroßen Paläste stürzen zu Boden.
Wort für Wort teṣām gṛha-sahasrāṇi tausende ihrer Häuser dadāha hutabhuk tadā verbrannte da das Feuer prāsādāḥ parvata-ākārāḥ die bergesgroßen Paläste patanti dharaṇītale stürzen zu Boden agururdahyate tatra paraṃ caiva sucandanam || mauktikā maṇayaḥ snigdhā vajraṃ cāpi pravālakam |
Dort verbrennt Aloeholz und ebenso das vortreffliche Sandelholz; Perlen, glänzende Edelsteine, Diamanten und auch Korallen.
Wort für Wort aguruḥ dahyate tatra dort verbrennt Aloeholz param ca eva sucandanam und ebenso das vortreffliche Sandelholz mauktikāḥ maṇayaḥ snigdhāḥ Perlen, glänzende Edelsteine vajram ca api pravālakam Diamanten und auch Korallen kṣaumam ca dahyate tatra karuśeyaṃ cāpi śobhanam || āvikaṃ vividhaṃ caurṇaṃ kāñcanaṃ bhāṇḍamāyudham |
Dort verbrennt Leinenstoff und auch das schöne Karuśeya-Seidengewand; Wollstoffe vielerlei Art, goldene Gefäße und Waffen.
Wort für Wort kṣaumam ca dahyate tatra dort verbrennt Leinenstoff karuśeyam ca api śobhanam und auch das schöne Karuśeya-Gewand āvikam vividham ca ūrṇam Wollstoffe vielerlei Art kāñcanam bhāṇḍam āyudham goldene Gefäße und Waffen nānāvikṛtasaṃsthānam vājibhāṇḍaparicchadam || gajagraiveyakakṣyāśca rathabhāṇḍāśca saṃskṛtāḥ |
vielgestaltiges Pferdegeschirr und Zubehör; Elefantenhalsketten und Zaumzeug sowie geschmückte Wagenausrüstung.
Wort für Wort nānā-vikṛta-saṃsthānam vielgestaltiges vāji-bhāṇḍa-paricchadam Pferdegeschirr und Zubehör gaja-graiveyaka-kakṣyāḥ ca Elefantenhalsketten und Zaumzeug ratha-bhāṇḍāḥ ca saṃskṛtāḥ und geschmückte Wagenausrüstung tanutrāṇi ca yodhānāṃ hastyaśvānām ca carma ca || khaḍgā dhanūṃṣi jyābāṇāstomarāṅkuśaśaktayaḥ |
die Panzer der Krieger und die Häute von Elefanten und Pferden; Schwerter, Bogen, Bogensehnen, Pfeile, Speere, Elefantenhaken und Lanzen.
Wort für Wort tanutrāṇi ca yodhānām die Panzer der Krieger hasti-aśvānām ca carma ca und die Häute von Elefanten und Pferden khaḍgāḥ dhanūṃṣi jyā-bāṇāḥ Schwerter, Bogen, Bogensehnen, Pfeile tomara-aṅkuśa-śaktayaḥ Speere, Elefantenhaken und Lanzen roomajaṃ vālajaṃ carma vyāghrajaṃ cāṇḍajaṃ bahu ||12||
aus Wolle gefertigtes, aus Haaren gefertigtes Leder, Tigerfelle und vielerlei aus Eiern Entstandenes.
Wort für Wort roma-jam vāla-jam carma aus Wolle, aus Haaren gefertigtes Leder vyāghra-jam ca aṇḍa-jam bahu Tigerfelle und vielerlei aus Eiern Entstandenes muktāmaṇivicitrāṃśca prāsādāṃśca samantataḥ | vividhānastrasaṃghātānagnirdahati tatra vai ||13||
und die mit Perlen und Edelsteinen bunt geschmückten Paläste ringsum, sowie die vielfältigen Waffenlager verbrennt das Feuer dort fürwahr.
Wort für Wort muktā-maṇi-vicitrān ca prāsādān ca samantataḥ die mit Perlen und Edelsteinen bunt geschmückten Paläste ringsum vividhān astra-saṃghātān die vielfältigen Waffenlager agniḥ dahati tatra vai verbrennt das Feuer dort fürwahr nānāvidhān gṛhāṃścitrān dadāha hutabhuktadā | āvāsān rākṣasānāṃ ca sarveṣāṃ gṛhagṛdnunām ||14||
Vielerlei bunte Häuser verbrannte da das Feuer, die Wohnstätten aller schätzegierigen Rākṣasas.
Wort für Wort nānā-vidhān gṛhān citrān vielerlei bunte Häuser dadāha hutabhuk tadā verbrannte da das Feuer āvāsān rākṣasānām ca die Wohnstätten der Rākṣasas sarveṣām gṛha-gṛdhnunām aller schätzegierigen hemacitratanutrāṇām sragbhāṇḍāmbaradhāriṇām | sīdhupānacalākṣāṇāṃ madavihvalagāminām ||15||
derer, die goldbunte Panzer trugen, die Kränze, Gefäße und Gewänder trugen, deren Augen vom Weintrinken unstet waren, die vom Rausch taumelnd gingen.
Wort für Wort hema-citra-tanutrāṇām derer, die goldbunte Panzer trugen srak-bhāṇḍa-ambara-dhāriṇām die Kränze, Gefäße und Gewänder trugen sīdhu-pāna-cala-akṣāṇām deren Augen vom Weintrinken unstet waren mada-vihvala-gāminām die vom Rausch taumelnd gingen kāntālambitavastrāṇām śatrusaṃjātamanyunām | gadāśūlāsihastānāṃ khādatāṃ pibatāmapi ||16||
derer, deren Gewänder an den Geliebten hingen, deren Zorn gegen den Feind entstanden war, die Keulen, Speere und Schwerter in Händen trugen, die aßen und tranken.
Wort für Wort kānta-ālambita-vastrāṇām derer, deren Gewänder an den Geliebten hingen śatru-saṃjāta-manyunām deren Zorn gegen den Feind entstanden war gadā-śūla-asi-hastānām die Keulen, Speere und Schwerter in Händen trugen khādatām pibatām api die aßen und auch tranken śayaneṣu mahārheṣu prasuptānāṃ priyaiḥ saha | trastānāṃ gacchatāṃ tūrṇam putrānādāya sarvataḥ ||17||
derer, die auf kostbaren Lagern mit ihren Geliebten schliefen, und derer, die, erschreckt, eilig davoneilten, überall ihre Kinder mit sich tragend.
Wort für Wort śayaneṣu mahārheṣu prasuptānām derer, die auf kostbaren Lagern schliefen priyaiḥ saha mit ihren Geliebten trastānām gacchatām tūrṇam und derer, die erschreckt eilig davoneilten putrān ādāya sarvataḥ überall ihre Kinder mit sich tragend teṣāṃ śatasahasrāṇi tadā laṅkānivāsinām | adahatpāvakastatra jajvāla ca punaḥ punaḥ ||18||
Hunderttausende jener Bewohner Laṅkās verbrannte da das Feuer, und es loderte dort wieder und wieder auf.
Wort für Wort teṣām śata-sahasrāṇi hunderttausende jener tadā laṅkā-nivāsinām der Bewohner Laṅkās adahat pāvakaḥ tatra verbrannte da das Feuer jajvāla ca punaḥ punaḥ und loderte wieder und wieder auf sāravanti mahārhāṇi gambhīraguṇavanti ca | hemacandrārdhacandrāṇi candraśālottamāni ca ||19||
kostbare, wertvolle, von tiefen Vorzügen erfüllte, mit goldenen Voll- und Halbmonden geschmückte, vortreffliche Söllergemächer.
Wort für Wort sāravanti mahārhāṇi kostbare, wertvolle gambhīra-guṇavanti ca von tiefen Vorzügen erfüllte hema-candra-ardha-candrāṇi mit goldenen Voll- und Halbmonden geschmückte candraśālā-uttamāni ca vortreffliche Söllergemächer tatra citragavākṣāṇi sādhiṣṭānāni sarvaśaḥ | maṇividrumacitrāni spṛśantīva divākaram ||20||
Dort, mit bunten Fenstern versehen, allenthalben mit Bewohnern, mit Edelsteinen und Korallen bunt geschmückt, schienen sie gleichsam die Sonne zu berühren.
Wort für Wort tatra citra-gavākṣāṇi dort mit bunten Fenstern sa-adhiṣṭhānāni sarvaśaḥ allenthalben mit Bewohnern maṇi-vidruma-citrāni mit Edelsteinen und Korallen bunt geschmückt spṛśanti iva divākaram schienen sie gleichsam die Sonne zu berühren krauñcabarhiṇānāṃ bhūṣaṇānāṃ ca niḥsvanaiḥ | nāditānyacalābhāni veśmānyagnirdadāha ha ||21||
die von den Rufen der Kraniche, Pfauen und den Klängen des Schmucks erfüllten, bergesgleichen Häuser verbrannte das Feuer fürwahr.
Wort für Wort krauñca-barhiṇānām bhūṣaṇānām ca niḥsvanaiḥ von den Rufen der Kraniche, Pfauen und den Klängen des Schmucks nāditāni acala-ābhāni erfüllt, bergesgleich veśmāni agniḥ dadāha ha die Häuser verbrannte das Feuer fürwahr jvalanena parītāni toraṇāni cakāśire | vidyudbhiriva naddhāni meghajālāni gharmage ||22||
Die vom Feuer umfassten Torbögen erstrahlten wie von Blitzen durchzogene Wolkenmassen in der heißen Jahreszeit.
Wort für Wort jvalanena parītāni toraṇāni die vom Feuer umfassten Torbögen cakāśire erstrahlten vidyudbhiḥ iva naddhāni wie von Blitzen durchzogene megha-jālāni gharmage Wolkenmassen in der heißen Jahreszeit jvalanena parītāni gṛhāṇi pracakāśire | dāvāgnidīptāni yathā śikharāṇi mahāgireḥ ||23||
Die vom Feuer umfassten Häuser erstrahlten wie die von Waldbrand entflammten Gipfel eines großen Berges.
Wort für Wort jvalanena parītāni gṛhāṇi die vom Feuer umfassten Häuser pracakāśire erstrahlten dāva-agni-dīptāni yathā wie die von Waldbrand entflammten śikharāṇi mahā-gireḥ Gipfel eines großen Berges vimāneṣu prasuptāśca dahyamānā varāṅganāḥ | tyaktābharaṇasarvāṅga hā hetyuccairvicukruśuḥ ||24||
Die in den Söllergemächern schlafenden, verbrennenden schönen Frauen, all ihren Schmuck an allen Gliedern verlassend, schrien laut 'Ach, weh!'
Wort für Wort vimāneṣu prasuptāḥ ca die in den Söllergemächern schlafenden dahyamānāḥ vara-aṅganāḥ verbrennenden schönen Frauen tyakta-ābharaṇa-sarva-aṅgāḥ all ihren Schmuck an allen Gliedern verlassend hā hā iti uccaiḥ vicukruśuḥ schrien laut 'Ach, weh!' tatra cāgniparītāni nipeturbhavanānyapi | vajrivajrahatānīva śikharāṇi mahāgireḥ ||25||
Und dort stürzten die vom Feuer umfassten Häuser ein, wie die vom Donnerkeil Indras getroffenen Gipfel eines großen Berges.
Wort für Wort tatra ca agni-parītāni und dort die vom Feuer umfassten nipetuḥ bhavanāni api stürzten auch die Häuser ein vajri-vajra-hatāni iva wie die vom Donnerkeil Indras getroffenen śikharāṇi mahā-gireḥ Gipfel eines großen Berges tāni nirdahyamānāni dūrataḥ pracakāśire | himavacchikharāṇīva dahyamānāni sarvaśaḥ ||26||
Jene, gänzlich verbrennend, erstrahlten von ferne wie die Gipfel des Himavant, wenn sie allenthalben brennen.
Wort für Wort tāni nirdahyamānāni jene, gänzlich verbrennend dūrataḥ pracakāśire erstrahlten von ferne himavat-śikharāṇi iva wie die Gipfel des Himavant dahyamānāni sarvaśaḥ wenn sie allenthalben brennen harmyāgrairdahyamānaiśca jvālāprajvalitairapi | rātrau sā dṛśyate laṅkā puṣpitairiva kiṃśukaiḥ ||27||
Mit ihren brennenden Palastgipfeln, von Flammen lodernd, erschien Laṅkā in der Nacht wie mit blühenden Kiṃśuka-Bäumen bedeckt.
Wort für Wort harmya-agraiḥ dahyamānaiḥ ca mit ihren brennenden Palastgipfeln jvālā-prajvalitaiḥ api und von Flammen lodernd rātrau sā dṛśyate laṅkā erschien Laṅkā in der Nacht puṣpitaiḥ iva kiṃśukaiḥ wie mit blühenden Kiṃśuka-Bäumen bedeckt hastyadhyakṣairgajairmukairmukaiśca turagairapi | babhūva laṅkā lokānte bhrāntagrāha ivārṇavaḥ ||28||
Mit ihren Elefantenaufsehern, entfesselten Elefanten und entfesselten Rossen wurde Laṅkā wie der Ozean beim Weltuntergang, dessen Ungeheuer verwirrt umherirren.
Wort für Wort hasti-adhyakṣaiḥ gajaiḥ muktaiḥ mit Elefantenaufsehern, entfesselten Elefanten mukaiḥ ca turagaiḥ api und entfesselten Rossen babhūva laṅkā loka-ante wurde Laṅkā beim Weltuntergang bhrānta-grāhaḥ iva arṇavaḥ wie der Ozean, dessen Ungeheuer verwirrt umherirren aśvaṃ muktaṃ gajo dṛṣṭvā kvacidbhīto.apasarpati | bhīto bhītaṃ gajaṃ dṛṣṭvā kvacidaśvo nivartate ||29||
Manch ein Elefant, ein entfesseltes Pferd erblickend, wich erschrocken zurück; manch ein Pferd, erschrocken, einen erschrockenen Elefanten erblickend, kehrte um.
Wort für Wort aśvam muktam gajaḥ dṛṣṭvā ein Elefant, ein entfesseltes Pferd erblickend kvacit bhītaḥ apasarpati wich manch einer erschrocken zurück bhītaḥ bhītam gajam dṛṣṭvā erschrocken, einen erschrockenen Elefanten erblickend kvacit aśvaḥ nivartate kehrte manch ein Pferd um laṅkāyām dahyamānāyām śuśubhe ca mahodadhiḥ | cāyāsaṃsaktasalilo lohitoda ivārṇavaḥ ||30||
Als Laṅkā brannte, erstrahlte das große Meer, dessen Wasser vom Schatten erfüllt war, wie ein Ozean von rotem Wasser.
Wort für Wort laṅkāyām dahyamānāyām als Laṅkā brannte śuśubhe ca mahā-udadhiḥ erstrahlte das große Meer chāyā-saṃsakta-salilaḥ dessen Wasser vom Schatten erfüllt war lohita-udaḥ iva arṇavaḥ wie ein Ozean von rotem Wasser sā babhūva muhūrtena haribhirdīpitā purī | lokasyāsya kṣaye ghore pradīpteva vasuṃdharā ||31||
Sie, die von den Affen entzündete Stadt, wurde binnen einer Stunde, wie die Erde beim furchtbaren Weltuntergang, in Flammen stehend.
Wort für Wort sā babhūva muhūrtena sie wurde binnen einer Stunde haribhiḥ dīpitā purī von den Affen entzündete Stadt lokasya asya kṣaye ghore beim furchtbaren Untergang dieser Welt pradīptā iva vasuṃdharā wie die in Flammen stehende Erde nārījanasya dhūmena vyāptasyoccairvineduṣaḥ | svano jvalanataptasya śuśruve śatayojanam ||32||
Das Getöse des vom Rauch umhüllten, laut aufschreienden, vom Feuer versengten Frauenvolkes wurde hundert Yojanas weit gehört.
Wort für Wort nārī-janasya dhūmena vyāptasya des vom Rauch umhüllten Frauenvolkes uccaiḥ vineduṣaḥ des laut aufschreienden svanaḥ jvalana-taptasya das Getöse des vom Feuer versengten śuśruve śata-yojanam wurde hundert Yojanas weit gehört pradagdhakāyānaparān rākṣasānnirgatān bahiḥ | sahasā hyutpatanti sma harayo.atha yuyutsavaḥ ||33||
Auf die anderen Rākṣasas, deren Leiber verbrannt waren, die nach draußen geflohen waren, stürzten die kampfbegierigen Affen da jäh los.
Wort für Wort pradagdha-kāyān aparān rākṣasān auf die anderen Rākṣasas, deren Leiber verbrannt waren nirgatān bahiḥ die nach draußen geflohen waren sahasā hi utpatanti sma stürzten jäh los harayaḥ atha yuyutsavaḥ die kampfbegierigen Affen da udghuṣṭaṃ vānarāṇāṃ ca rākṣasānāṃ ca niḥsvanaḥ | diśo daśa samudraṃ ca pṛthivīm ca vyanādayat ||34||
Das Jubelgeschrei der Vānaras und das Getöse der Rākṣasas erfüllte die zehn Himmelsrichtungen, das Meer und die Erde mit Widerhall.
Wort für Wort udghuṣṭam vānarāṇām ca das Jubelgeschrei der Vānaras rākṣasānām ca niḥsvanaḥ und das Getöse der Rākṣasas diśaḥ daśa samudram ca die zehn Himmelsrichtungen und das Meer pṛthivīm ca vyanādayat und die Erde erfüllte es mit Widerhall viśalyau ca mahātmānau tāvubhau rāmalakṣmaṇau | asambhrāntau jagṛhatuste ubhe dhanuṣī vare ||35||
Die beiden hochgesinnten, nun pfeilfreien Rāma und Lakṣmaṇa, ungestört, ergriffen ihre beiden vortrefflichen Bogen.
Wort für Wort viśalyau ca mahātmānau die beiden hochgesinnten, pfeilfreien tau ubhau rāma-lakṣmaṇau die beiden Rāma und Lakṣmaṇa asambhrāntau jagṛhatuḥ te ungestört ergriffen sie ubhe dhanuṣī vare die beiden vortrefflichen Bogen tato visphārayāmāsa rāmaśca dhanuruttamam | babhūva tumulaḥ śabdo rākṣasānām bhayāvahaḥ ||36||
Da spannte Rāma seinen vortrefflichen Bogen an, und ein tosendes, den Rākṣasas Furcht einflößendes Geräusch entstand.
Wort für Wort tataḥ visphārayāmāsa rāmaḥ ca da spannte Rāma dhanuḥ uttamam seinen vortrefflichen Bogen babhūva tumulaḥ śabdaḥ entstand ein tosendes Geräusch rākṣasānām bhayāvahaḥ den Rākṣasas Furcht einflößend aśobhata tadā rāmo dhanurvisphārayan mahat | bhagavāniva samkruddho bhavo vedamayaṃ dhanuḥ ||37||
Da erstrahlte Rāma, den mächtigen Bogen spannend, wie der erzürnte ehrwürdige Bhava, den aus dem Veda geformten Bogen spannend.
Wort für Wort aśobhata tadā rāmaḥ da erstrahlte Rāma dhanuḥ visphārayan mahat den mächtigen Bogen spannend bhagavān iva saṃkruddhaḥ bhavaḥ wie der erzürnte ehrwürdige Bhava veda-mayam dhanuḥ den aus dem Veda geformten Bogen udguṣṭaṃ vānarāṇāṃ ca rākṣasānāṃ ca niḥsvanam | jyāśabdastāvubhau śabdāvati rāmasya śuśruve ||38||
Das Jubelgeschrei der Vānaras und das Getöse der Rākṣasas – beide Laute – und der Bogensehnenklang Rāmas wurden über sie hinaus vernommen.
Wort für Wort udghuṣṭam vānarāṇām ca das Jubelgeschrei der Vānaras rākṣasānām ca niḥsvanam und das Getöse der Rākṣasas jyā-śabdaḥ tau ubhau śabdau die beiden Laute, der Bogensehnenklang ati rāmasya śuśruve Rāmas wurden darüber hinaus vernommen vānarodghuṣṭaśabdaśca rākṣasānāṃ ca niḥsvanaḥ | jyāśabdascāpi rāmasya trayaṃ vyāpa diśo dasaḥ ||39||
Das Jubelgeschrei der Vānaras, das Getöse der Rākṣasas und auch der Bogensehnenklang Rāmas – diese drei Laute erfüllten die zehn Himmelsrichtungen.
Wort für Wort vānara-udghuṣṭa-śabdaḥ ca das Jubelgeschrei der Vānaras rākṣasānām ca niḥsvanaḥ und das Getöse der Rākṣasas jyā-śabdaḥ ca api rāmasya und auch der Bogensehnenklang Rāmas trayam vyāpa diśaḥ daśa diese drei erfüllten die zehn Himmelsrichtungen tasya kārmukanirmuktaiḥ śaraistatpuragopuram | kailāsaśṛṅgapratimaṃ viśīrṇamapatadbhuvi ||40||
Durch die aus seinem Bogen entlassenen Pfeile stürzte jenes Stadttor, dem Kailāsa-Gipfel gleich, zerborsten zu Boden.
Wort für Wort tasya kārmuka-nirmuktaiḥ śaraiḥ durch die aus seinem Bogen entlassenen Pfeile tat pura-gopuram jenes Stadttor kailāsa-śṛṅga-pratimam dem Kailāsa-Gipfel gleich viśīrṇam apatat bhuvi stürzte zerborsten zu Boden tato rāmaśarān dṛṣṭvā vimāneṣu gṛheṣu ca | saṃnāho rākṣasendrāṇāṃ tumulaḥ samapadyata ||41||
Da, Rāmas Pfeile in den Söllergemächern und Häusern erblickend, entstand tosende Rüstung unter den Herren der Rākṣasas.
Wort für Wort tataḥ rāma-śarān dṛṣṭvā da, Rāmas Pfeile erblickend vimāneṣu gṛheṣu ca in den Söllergemächern und Häusern saṃnāhaḥ rākṣasa-indrāṇām die Rüstung der Herren der Rākṣasas tumulaḥ samapadyata wurde tosend teṣāṃ samnahyamānānām simhanādaṃ ca kurvatām | śarvarī rākṣasendrāṇām draudrīva samapadyata ||42||
Als sie sich rüsteten und Löwengebrüll ausstießen, wurde jene Nacht für die Herren der Rākṣasas gleichsam furchtbar.
Wort für Wort teṣām saṃnahyamānānām als sie sich rüsteten siṃhanādam ca kurvatām und Löwengebrüll ausstießen śarvarī rākṣasa-indrāṇām die Nacht für die Herren der Rākṣasas draudrī iva samapadyata wurde gleichsam furchtbar ādiṣṭā vānarendrāste sugrīveṇa mahātmanā | asannam dvāramāsādya yudhyadhvaṃ ca plavaṃgamāḥ ||43||
Von dem hochgesinnten Sugrīva angewiesen: 'Zum nahen Tor herantretend, kämpft, ihr Affen!'
Wort für Wort ādiṣṭāḥ vānara-indrāḥ te jene angewiesenen Affenfürsten sugrīveṇa mahātmanā von dem hochgesinnten Sugrīva asannam dvāram āsādya zum nahen Tor herantretend yudhyadhvam ca plavaṃgamāḥ kämpft, ihr Affen yaśca vo vitathaṃ kuryāttatra tatrāpyupasthitaḥ | sa hantavyo.abhisamplutya rājaśāsanadūṣakaḥ ||44||
'Und wer auch immer unter euch unaufrichtig handelt, wo immer er anwesend ist, der soll erschlagen werden, im Ansturm, als Schänder des Befehls des Königs.'
Wort für Wort yaḥ ca vaḥ vitatham kuryāt und wer auch immer unter euch unaufrichtig handelt tatra tatra api upasthitaḥ wo immer er anwesend ist sa hantavyaḥ abhisamplutya der soll im Ansturm erschlagen werden rāja-śāsana-dūṣakaḥ als Schänder des Befehls des Königs teṣu vānaramukhyeṣu dīptolkojjvalapāṇiṣu | sthiteṣu dvāramāśritya rāvaṇaṃ krodha āviśat ||45||
Als jene führenden Vānaras, mit lodernden Fackeln in den erglühenden Händen, am Tore standen, ergriff Rāvaṇa der Zorn.
Wort für Wort teṣu vānara-mukhyeṣu als jene führenden Vānaras dīpta-ulkā-ujjvala-pāṇiṣu mit lodernden Fackeln in den erglühenden Händen sthiteṣu dvāram āśritya am Tore stehend rāvaṇam krodhaḥ āviśat ergriff Rāvaṇa der Zorn tasya jṛmbhitavikṣepādvyāmiśrā vai diśo daśa | rūpavāniva rudrasya manyurgātreṣvadṛśyata ||46||
Durch das Ausbrechen seines Gähnens wurden die zehn Himmelsrichtungen fürwahr durcheinandergebracht; wie der leibhaftige Zorn Rudras erschien er in seinen Gliedern.
Wort für Wort tasya jṛmbhita-vikṣepāt durch das Ausbrechen seines Gähnens vyāmiśrāḥ vai diśaḥ daśa wurden die zehn Himmelsrichtungen fürwahr durcheinandergebracht rūpavān iva rudrasya manyuḥ wie der leibhaftige Zorn Rudras gātreṣu adṛśyata erschien er in seinen Gliedern sa kumbhaṃ ca nikumbhaṃ ca kumbhakarṇātmajāvubhau | preṣayāmāsa saṃkruddho rākṣasairbahubhiḥ saha ||47||
Er sandte, erzürnt, Kumbha und Nikumbha, die beiden Söhne Kumbhakarṇas, zusammen mit vielen Rākṣasas aus.
Wort für Wort sa kumbham ca nikumbham ca er, Kumbha und Nikumbha kumbhakarṇa-ātmajau ubhau die beiden Söhne Kumbhakarṇas preṣayāmāsa saṃkruddhaḥ sandte er, erzürnt, aus rākṣasaiḥ bahubhiḥ saha zusammen mit vielen Rākṣasas yūpākṣaḥ śoṇitākṣaśca prajaṅghaḥ kampanastathā | niryayuḥ kaumbhakarṇibhyāṃ saha rāvaṇaśāsanāt ||48||
Yūpākṣa, Śoṇitākṣa, Prajaṅgha und ebenso Kampana zogen aus, zusammen mit den Söhnen Kumbhakarṇas, auf Rāvaṇas Befehl.
Wort für Wort yūpākṣaḥ śoṇitākṣaḥ ca Yūpākṣa und Śoṇitākṣa prajaṅghaḥ kampanaḥ tathā Prajaṅgha und ebenso Kampana niryayuḥ kaumbhakarṇibhyām saha zogen aus, zusammen mit den Söhnen Kumbhakarṇas rāvaṇa-śāsanāt auf Rāvaṇas Befehl śaśāsa caiva tān sarvān rākṣasān sa mahābalān | rākṣasā gacchatādyaiva simhanādaṃ ca nādayan ||49||
Und er befahl allen jenen überaus mächtigen Rākṣasas: 'Zieht heute noch aus, ihr Rākṣasas!', ein Löwengebrüll ausstoßend.
Wort für Wort śaśāsa ca eva tān sarvān und er befahl all jenen rākṣasān sa mahābalān überaus mächtigen Rākṣasas rākṣasāḥ gacchata adya eva zieht heute noch aus, ihr Rākṣasas siṃhanādam ca nādayan ein Löwengebrüll ausstoßend tatastu coditāstena rākṣasā jvalitāyudhāḥ | laṅkāyā niryayūrvīrāḥ praṇadantaḥ punaḥ punaḥ ||50||
Da zogen, von ihm angetrieben, die Rākṣasas, mit lodernden Waffen, die Helden, aus Laṅkā aus, immer wieder brüllend.
Wort für Wort tataḥ tu coditāḥ tena da, von ihm angetrieben rākṣasāḥ jvalita-āyudhāḥ die Rākṣasas, mit lodernden Waffen laṅkāyāḥ niryayuḥ vīrāḥ zogen die Helden aus Laṅkā aus praṇadantaḥ punaḥ punaḥ immer wieder brüllend rakṣasāṃ bhūṣaṇasthābhirbhābhiḥ svābhiśca sarvaśaḥ | cakruste saprabhaṃ vyoma harayaścāgnibhiḥ saha ||51||
Mit dem Glanz ihres Schmucks und ihrem eigenen Glanz allenthalben, machten sie den Himmel erstrahlen, und die Affen, samt ihren Feuern.
Wort für Wort rakṣasām bhūṣaṇa-sthābhiḥ bhābhiḥ mit dem im Schmuck stehenden Glanz der Rākṣasas svābhiḥ ca sarvaśaḥ und ihrem eigenen Glanz allenthalben cakruḥ te sa-prabham vyoma machten sie den Himmel erstrahlen harayaḥ ca agnibhiḥ saha und die Affen samt ihren Feuern tatra tārādhipasyābhā tārāṇām bhā tathaiva ca | tayorābharaṇābhā ca jvalitā dyāmabhāsayat ||52||
Dort erhellte der Glanz des Mondherrn, der Glanz der Sterne, ebenso, und der lodernde Glanz ihres Schmucks den Himmel.
Wort für Wort tatra tārā-adhipasya ābhā dort der Glanz des Mondherrn tārāṇām bhā tathā eva ca der Glanz der Sterne, ebenso tayoḥ ābharaṇa-ābhā ca jvalitā und der lodernde Glanz ihres Schmucks dyām abhāsayat erhellte den Himmel candrābhā bhūṣaṇābhā ca grahāṇām jvalitā ca bhā | harirākṣasasainyāni bhrājayāmāsa sarvataḥ ||53||
Der Glanz des Mondes, der Glanz des Schmucks und der lodernde Glanz der Planeten erleuchteten überall die Heere der Affen und Rākṣasas.
Wort für Wort candra-ābhā bhūṣaṇa-ābhā ca der Glanz des Mondes und des Schmucks grahāṇām jvalitā ca bhā und der lodernde Glanz der Planeten hari-rākṣasa-sainyāni die Heere der Affen und Rākṣasas bhrājayāmāsa sarvataḥ erleuchtete überall tatra cārdhapradīptānāṃ gṛhāṇām sāgaraḥ punaḥ | bhābhiḥ saṃsaktasalilaścalormiḥ śuśubhe.adhikam ||54||
Und dort erstrahlte das Meer wiederum überaus, sein Wasser vom Glanz der halb entflammten Häuser erfüllt, seine Wellen wogend.
Wort für Wort tatra ca ardha-pradīptānām gṛhāṇām und dort der halb entflammten Häuser sāgaraḥ punaḥ bhābhiḥ das Meer wiederum, mit deren Glanz saṃsakta-salilaḥ cala-ūrmiḥ sein Wasser erfüllt, seine Wellen wogend śuśubhe adhikam erstrahlte überaus patākādhvajasamyuktamuttamāsiparaśvadham | bhīmāśvarathamātaṅgaṃ nānāpattisamākulam ||55||
Mit Bannern und Fahnen versehen, mit vortrefflichen Schwertern und Streitäxten, mit furchtbaren Rossen, Wagen und Elefanten, mit vielerlei Fußvolk überfüllt,
Wort für Wort patākā-dhvaja-samyuktam mit Bannern und Fahnen versehen uttama-asi-paraśvadham mit vortrefflichen Schwertern und Streitäxten bhīma-aśva-ratha-mātaṅgam mit furchtbaren Rossen, Wagen und Elefanten nānā-patti-samākulam mit vielerlei Fußvolk überfüllt dīptaśūlagadākhaḍgaprāsatomarakārmukam | tadrākṣasaṃ balaṃ bhīmam ghoravikramapauruṣam ||56||
mit lodernden Speeren, Keulen, Schwertern, Lanzen, Wurfspießen und Bogen – jenes furchtbare Rākṣasa-Heer von furchtbarer Tapferkeit und Manneskraft,
Wort für Wort dīpta-śūla-gadā-khaḍga-prāsa-tomara-kārmukam mit lodernden Speeren, Keulen, Schwertern, Lanzen, Wurfspießen und Bogen tat rākṣasam balam bhīmam jenes furchtbare Rākṣasa-Heer ghora-vikrama-pauruṣam von furchtbarer Tapferkeit und Manneskraft dadṛśe jvalitaprasaṃ kiṅkiṇīśatanāditam | hemajālācitabhujaṃ vyāveṣṭitaparaśvadham ||57||
sah man, lodernd von Glanz, von Hunderten Glöckchen tönend, mit goldnetzgeschmückten Armen, mit umschlungenen Streitäxten,
Wort für Wort dadṛśe jvalita-prasam sah man, lodernd von Glanz kiṅkiṇī-śata-nāditam von Hunderten Glöckchen tönend hema-jāla-ācita-bhujam mit goldnetzgeschmückten Armen vyāveṣṭita-paraśvadham mit umschlungenen Streitäxten vyāghūrṇitamahāśastraṃ bāṇasaṃyuktakārmukam | gandhamālyamadhūtsekasaṃmoditamahānilam ||58||
mit schwingenden großen Waffen, mit pfeilbespannten Bogen, den mächtigen Wind erfreuend durch das Sprengen von Duftstoffen, Girlanden und Honigwein,
Wort für Wort vyāghūrṇita-mahā-śastram mit schwingenden großen Waffen bāṇa-saṃyukta-kārmukam mit pfeilbespannten Bogen gandha-mālya-madhu-utseka-saṃmodita-mahā-anilam den mächtigen Wind erfreuend durch das Sprengen von Duftstoffen, Girlanden und Honigwein ghoraṃ śūrajanākīrṇam mahāmbudharaniḥsvanam | taddṛṣṭvā balamāyātaṃ rākṣasānāṃ durāsadam ||59||
furchtbar, von tapferen Männern erfüllt, mit dem Getöse einer großen Regenwolke – jenes herankommende, unüberwindliche Heer der Rākṣasas erblickend,
Wort für Wort ghoram śūra-jana-ākīrṇam furchtbar, von tapferen Männern erfüllt mahā-ambudhara-niḥsvanam mit dem Getöse einer großen Regenwolke tat dṛṣṭvā balam āyātam jenes herankommende Heer erblickend rākṣasānām durāsadam der Rākṣasas, unüberwindlich javenāplutya ca punastadbalaṃ rakṣasāṃ mahat || abhyayātpratyaribalaṃ patamgā iva pāvakam |
stürzte das mächtige Heer der Vānaras mit Wucht wiederum auf jenes Heer der Rākṣasas los, wie Motten auf das Feuer.
Wort für Wort javena āplutya ca punaḥ mit Wucht wiederum losstürzend tat balam rakṣasām mahat auf jenes mächtige Heer der Rākṣasas abhyayāt pratyari-balam stürzte das feindliche Heer pataṃgāḥ iva pāvakam wie Motten auf das Feuer teṣāṃ bhujaparāmarśavyāmṛṣṭaparighāśani || rākṣasānāṃ balam śreṣṭhaṃ bhūyaḥ paramaśobhata |
Deren bestes Heer der Rākṣasas, dessen Eisenstangen und Blitzwaffen von der Berührung ihrer Arme blank poliert waren, erstrahlte wiederum überaus.
Wort für Wort teṣām bhuja-parāmarśa-vyāmṛṣṭa-parigha-aśani deren Eisenstangen und Blitzwaffen von der Berührung ihrer Arme blank poliert waren rākṣasānām balam śreṣṭham das beste Heer der Rākṣasas bhūyaḥ paramam aśobhata erstrahlte wiederum überaus tatronmattā ivotpeturharayo.atha yuyutsavaḥ || taruśailairabhighnanto muṣṭibhiśca niśācarān |
Da stürzten die kampfbegierigen Affen, wie Berauschte, los, die Nachtwandler mit Bäumen, Felsen und Fäusten schlagend.
Wort für Wort tatra unmattāḥ iva utpetuḥ da stürzten wie Berauschte los harayaḥ atha yuyutsavaḥ die kampfbegierigen Affen taru-śailaiḥ abhighnantaḥ mit Bäumen und Felsen schlagend muṣṭibhiḥ ca niśācarān und mit Fäusten die Nachtwandler tathaivāpatatāṃ teṣāṃ harīṇām niśitaiḥ śaraiḥ || śirāṃsi sahasā jahrū rākṣasā bhīmavikramāḥ |
Ebenso rissen die von furchtbarer Tapferkeit erfüllten Rākṣasas den heranstürmenden Affen mit scharfen Pfeilen jäh die Köpfe ab.
Wort für Wort tathā eva āpatatām teṣām harīṇām ebenso den heranstürmenden Affen niśitaiḥ śaraiḥ śirāṃsi mit scharfen Pfeilen die Köpfe sahasā jahruḥ rissen sie jäh ab rākṣasāḥ bhīma-vikramāḥ die Rākṣasas von furchtbarer Tapferkeit daśanairhatakarṇāśca muṣṭibhirbhinnamastakāḥ || śilāprahārabhagnāṅga vicerustatra rākṣasāḥ |
Mit von Zähnen abgebissenen Ohren, mit von Fäusten zerschmetterten Schädeln, mit von Felsschlägen zerbrochenen Gliedern irrten dort die Rākṣasas umher.
Wort für Wort daśanaiḥ hata-karṇāḥ ca mit von Zähnen abgebissenen Ohren muṣṭibhiḥ bhinna-mastakāḥ mit von Fäusten zerschmetterten Schädeln śilā-prahāra-bhagna-aṅgāḥ mit von Felsschlägen zerbrochenen Gliedern vicaruḥ tatra rākṣasāḥ irrten dort die Rākṣasas umher tathaivāpyapare teṣāṃ kapīnāmasibhiḥ śitaiḥ || pravarānabhito jaghnurghorarūpā niśācarāḥ |
Ebenso auch schlugen andere jener furchtbargestaltigen Nachtwandler mit scharfen Schwertern von allen Seiten auf die vortrefflichsten der Affen ein.
Wort für Wort tathā eva api apare ebenso auch andere teṣām kapīnām asibhiḥ śitaiḥ auf jene Affen mit scharfen Schwertern pravarān abhitaḥ jaghnuḥ schlugen von allen Seiten auf die Vortrefflichsten ein ghora-rūpāḥ niśācarāḥ die furchtbargestaltigen Nachtwandler ghnantamanyaṃ jaghānānyaḥ pātayantamapātayat || garhamāṇam jagarhanyo daśantamaparo.adaśat |
Einer schlug den, der einen anderen schlug; einer stürzte den, der einen anderen zu Fall brachte; einer schmähte den, der schmähte; ein anderer biss den, der biss.
Wort für Wort ghnantam anyam jaghāna anyaḥ einer schlug den, der einen anderen schlug pātayantam apātayat er stürzte den, der zu Fall brachte garhamāṇam jagarha anyaḥ einer schmähte den, der schmähte daśantam aparaḥ adaśat ein anderer biss den, der biss dehītyanyo dadātyanyo dadāmītyaparaḥ punaḥ || kiṃ kleśayasi tiṣṭheti tatrānyonyam babhāṣire |
'Gib her!' sagte einer, ein anderer gab; 'Ich gebe!' sagte wieder ein anderer; 'Warum quälst du dich, bleib stehen!' – so sprachen sie dort zueinander.
Wort für Wort dehi iti anyaḥ dadāti anyaḥ 'Gib her!' sagte einer, ein anderer gab dadāmi iti aparaḥ punaḥ 'Ich gebe!' sagte wieder ein anderer kim kleśayasi tiṣṭha iti 'Warum quälst du dich, bleib stehen!' tatra anyonyam babhāṣire so sprachen sie dort zueinander vipralambhita śastraṃ ca vimuktakavacāyudham ||68||
mit verlorenen Waffen und abgelegten Panzern und Waffen,
Wort für Wort vipralambhita śastram ca mit verlorenen Waffen vimukta-kavaca-āyudham und abgelegten Panzern und Waffen samudyatamahāprāsaṃ yaṣṭiśūlāsiṃsamkulam | prāvarta mahā raudraṃ yuddham vānararakṣasām ||69||
mit erhobenen großen Speeren, mit Stäben, Spießen und Schwertern übersät – so entbrannte der überaus furchtbare Kampf zwischen Affen und Rākṣasas.
Wort für Wort samudyata-mahā-prāsam mit erhobenen großen Speeren yaṣṭi-śūla-asi-saṃkulam mit Stäben, Spießen und Schwertern übersät prāvarta mahā-raudram yuddham entbrannte der überaus furchtbare Kampf vānara-rakṣasām zwischen Affen und Rākṣasas vānarān daśa sapteti rākṣasā jaghnarāhave | rākṣasān daśa sapteti vānarāścābhyapātayan ||70||
'Zehn, sieben Affen!', so erschlugen die Rākṣasas sie im Kampf; 'Zehn, sieben Rākṣasas!', so streckten die Vānaras sie nieder.
Wort für Wort vānarān daśa sapta iti 'Zehn, sieben Affen!' rākṣasāḥ jaghnuḥ āhave so erschlugen die Rākṣasas sie im Kampf rākṣasān daśa sapta iti 'Zehn, sieben Rākṣasas!' vānarāḥ ca abhyapātayan so streckten die Vānaras sie nieder visrastakeśavasanam vimuktakavacadhvajam | balam rākṣasamālambya vānarāḥ paryavārayan ||71||
Das Heer der Rākṣasas, dessen Haare und Gewänder zerzaust, dessen Panzer und Banner abgeworfen waren, umringten die Affen von allen Seiten, es umklammernd.
Wort für Wort visrasta-keśa-vasanam dessen Haare und Gewänder zerzaust vimukta-kavaca-dhvajam dessen Panzer und Banner abgeworfen waren balam rākṣasam ālambya das Heer der Rākṣasas umklammernd vānarāḥ paryavārayan umringten die Affen von allen Seiten
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