Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa
Sarga 95: Rāvaṇa-Niryāṇam
Rāvaṇas Auszug in die Schlacht
ārtānāṃ rākṣasīnāṃ tu laṅkāyāṃ vai kule kule |
rāvaṇaḥ karuṇaṃ śabdaṃ śuśrāva pariveditam
Rāvaṇa hörte den klagenden Laut der leidenden Rākṣasa-Frauen, der in jeder einzelnen Familie in Laṅkā vernehmbar erscholl.
Wort für Wort ārtānāṃ rākṣasīnāṃ tu der leidenden Rākṣasa-Frauen aber laṅkāyāṃ vai kule kule in Laṅkā, in jeder einzelnen Familie rāvaṇaḥ karuṇaṃ śabdam Rāvaṇa den klagenden Laut śuśrāva pariveditam hörte, den vernehmbaren sa tu dīrghaṃ viniśvasya muhūrtaṃ dhyānamāsthitaḥ |
babhūva paramakruddho rāvaṇo bhīmadarśanaḥ
Er aber, tief aufseufzend, verharrte einen Augenblick in Nachdenken; dann wurde Rāvaṇa höchst zornentbrannt, von furchtbarem Anblick.
Wort für Wort sa tu dīrghaṃ viniśvasya er aber, tief aufseufzend muhūrtaṃ dhyānam āsthitaḥ einen Augenblick im Nachdenken verharrend babhūva paramakruddho wurde höchst zornentbrannt rāvaṇo bhīmadarśanaḥ Rāvaṇa, von furchtbarem Anblick sandaśya daśanairoṣṭhaṃ krodhasaṃraktalocanaḥ |
rākṣasairapi durdarśaḥ kālāgniriva mūrchitaḥ
Die Lippe mit den Zähnen zusammenbeißend, mit vor Zorn geröteten Augen, selbst für die Rākṣasas unerträglich anzusehen, wie das betäubte Feuer der Zeitenwende.
Wort für Wort sandaśya daśanaiḥ oṣṭham die Lippe mit den Zähnen zusammenbeißend krodhasaṃraktalocanaḥ mit vor Zorn geröteten Augen rākṣasaiḥ api durdarśaḥ selbst für die Rākṣasas unerträglich anzusehen kālāgniḥ iva mūrchitaḥ wie das betäubte Feuer der Zeitenwende uvāca ca samīpasthānrākṣasānrākṣaseśvaraḥ |
bhayāvyaktakathānstatra nirdahanniva cakṣuṣā ||
mahodaraṃ mahāpārśvaṃ virūpākṣaṃ ca rākṣasaṃ |
śīghraṃ vadata sainyāni niryāteti mamājñayā
Und der Rākṣasa-Herrscher sprach zu den nahestehenden Rākṣasas, die dort vor Furcht undeutlich sprachen, sie mit den Augen gleichsam verbrennend, zu Mahodara, Mahāpārśva und dem Rākṣasa Virūpākṣa: „Sagt rasch den Heeren, dass sie auf meinen Befehl auszuziehen haben!“
Wort für Wort uvāca ca samīpasthān rākṣasān und er sprach zu den nahestehenden Rākṣasas rākṣaseśvaraḥ der Rākṣasa-Herrscher bhayāvyaktakathān statra die dort vor Furcht undeutlich sprachen nirdahan iva cakṣuṣā sie mit den Augen gleichsam verbrennend mahodaraṃ mahāpārśvaṃ virūpākṣaṃ ca rākṣasam zu Mahodara, Mahāpārśva und dem Rākṣasa Virūpākṣa śīghraṃ vadata sainyāni sagt rasch den Heeren niryāta iti mama ājñayā 'zieht aus' auf meinen Befehl tasya tadvacanan śrutvā rākṣasāste bhayārditāḥ |
codayāmāsuravyagrānrākṣasānstānnṛpājñayā
Als sie jenes Wort hörten, trieben die von Furcht gequälten Rākṣasas die nicht säumigen Rākṣasas auf Befehl des Königs an.
Wort für Wort tasya tadvacanaṃ śrutvā jenes Wort hörend rākṣasāḥ te bhayārditāḥ die von Furcht gequälten Rākṣasas codayāmāsuḥ avyagrān trieben die nicht säumigen an rākṣasān tān nṛpājñayā jene Rākṣasas, auf Befehl des Königs te tu sarve tathetyuktvā rākṣasā bhīmadarśanāḥ |
kṛtasvastyayanāḥ sarve rāvaṇābhimukhā yayuḥ
Da sprachen alle jene Rākṣasas von furchtbarem Anblick „So sei es“, vollzogen alle Segenszeremonien und begaben sich zu Rāvaṇa.
Wort für Wort te tu sarve tathā iti uktvā sie aber alle 'so sei es' sagend rākṣasā bhīmadarśanāḥ die Rākṣasas von furchtbarem Anblick kṛtasvastyayanāḥ sarve alle, nachdem sie Segenszeremonien vollzogen rāvaṇābhimukhā yayuḥ begaben sich zu Rāvaṇa pratipūjya yathānyāyan rāvaṇan te mahārathāḥ |
tasthuḥ prāṃjalayaḥ sarve bharturvijayakāṃkṣiṇaḥ
Nachdem sie Rāvaṇa gebührend geehrt hatten, standen alle jene großen Wagenkämpfer mit gefalteten Händen da, den Sieg ihres Herrn ersehnend.
Wort für Wort pratipūjya yathānyāyaṃ gebührend ehrend rāvaṇaṃ te mahārathāḥ Rāvaṇa, jene großen Wagenkämpfer tasthuḥ prāṃjalayaḥ sarve standen alle mit gefalteten Händen bhartuḥ vijayakāṃkṣiṇaḥ den Sieg ihres Herrn ersehnend athovāca prahasyaitānrāvaṇaḥ krodhamūrchitaḥ |
mahodaramahāpārśvau virūpākṣan ca rākṣasaṃ
Da sprach Rāvaṇa, vom Zorn betäubt, lachend, zu Mahodara, Mahāpārśva und dem Rākṣasa Virūpākṣa:
Wort für Wort atha uvāca prahasya etān da sprach er, lachend, zu ihnen rāvaṇaḥ krodhamūrchitaḥ Rāvaṇa, vom Zorn betäubt mahodaramahāpārśvau zu Mahodara und Mahāpārśva virūpākṣaṃ ca rākṣasam und dem Rākṣasa Virūpākṣa adya bāṇairdhanurmuktairyugāntādityasaṃnibhaiḥ |
rāghavan lakṣmaṇan caiva neṣyāmi yamasādhanam
„Heute werde ich mit vom Bogen abgeschossenen Pfeilen, den Sonnen am Ende des Zeitalters gleich, Rāghava und Lakṣmaṇa zur Wohnstatt Yamas führen.“
Wort für Wort adya bāṇaiḥ dhanurmuktaiḥ heute mit vom Bogen abgeschossenen Pfeilen yugāntādityasaṃnibhaiḥ den Sonnen am Ende des Zeitalters gleich rāghavaṃ lakṣmaṇaṃ ca eva Rāghava und ebenso Lakṣmaṇa neṣyāmi yamasādhanam werde ich zur Wohnstatt Yamas führen kharasya kumbhakarṇasya prahastendrajitostathā |
kariṣyāmi pratīkāramadya śatruvadhādaham
„Für Khara, Kumbhakarṇa, Prahasta und ebenso für Indrajit werde ich heute durch die Tötung des Feindes Vergeltung üben.“
Wort für Wort kharasya kumbhakarṇasya für Khara, für Kumbhakarṇa prahastasya indrajitaḥ tathā für Prahasta und ebenso für Indrajit kariṣyāmi pratīkāram adya werde ich heute Vergeltung üben śatruvadhāt aham durch die Tötung des Feindes, ich naivāntarikṣaṃ na diśo na nadyo nāpi sāgaraḥ |
prakāśatvan gamiṣyāmi madbāṇajaladāvṛtāḥ
„Weder der Luftraum, noch die Himmelsrichtungen, noch die Flüsse, noch das Meer sollen ins Licht gelangen, bedeckt von meinen Pfeilwolken.“
Wort für Wort na eva antarikṣaṃ weder der Luftraum na diśo na nadyo na api sāgaraḥ noch die Richtungen, Flüsse, noch das Meer prakāśatvaṃ gamiṣyāmi sollen ins Licht gelangen [lasse ich] madbāṇajaladāvṛtāḥ bedeckt von meinen Pfeilwolken adya vānarayūthānān tāni yūthāni bhāgaśaḥ |
dhanuḥsamudrādudbhūtairmathiṣyāmi śarormibhiḥ
„Heute werde ich jene Scharen der Affenscharen stückweise zermalmen mit den Pfeilwellen, die aus dem Meer meines Bogens hervorbrechen.“
Wort für Wort adya vānarayūthānāṃ heute der Affenscharen tāni yūthāni bhāgaśaḥ jene Scharen stückweise dhanuḥsamudrāt udbhūtaiḥ aus dem Meer des Bogens hervorgebrochenen mathiṣyāmi śarormibhiḥ werde ich mit den Pfeilwellen zermalmen adya vānarasainyāni rathena pavanaujasā |
dhanuḥsamudrādudbhūtairmathiṣyāmi śarormibhiḥ
„Heute werde ich die Affenheere mit meinem windkräftigen Wagen mit den Pfeilwellen zermalmen, die aus dem Meer meines Bogens hervorbrechen.“
Wort für Wort adya vānarasainyāni heute die Affenheere rathena pavanaujasā mit dem windkräftigen Wagen dhanuḥsamudrāt udbhūtaiḥ aus dem Meer des Bogens hervorgebrochenen mathiṣyāmi śarormibhiḥ werde ich mit den Pfeilwellen zermalmen vyākośapadmacakrāṇi padmakesaravarcasām |
adya yūthataṭākāni gajavatpramathāmyaham
„Heute werde ich, wie ein Elefant, die Teiche der Affenscharen zertrampeln, deren sich öffnende Lotusräder den Glanz von Lotusfäden haben.“
Wort für Wort vyākośapadmacakrāṇi deren sich öffnende Lotusräder padmakesaravarcasām mit dem Glanz von Lotusfäden adya yūthataṭākāni heute die Teiche der Scharen gajavat pramathāmi aham zertrample ich wie ein Elefant saśarairadya vadanaiḥ saṃkhye vānarayūthapāḥ |
maṇḍayiṣyanti vasudhān sanālairiva paṃkalaiḥ
„Heute werden die Affenführer mit ihren von Pfeilen durchbohrten Gesichtern in der Schlacht die Erde schmücken, wie mit Lotusblüten samt Stängeln im Schlamm.“
Wort für Wort saśaraiḥ adya vadanaiḥ heute mit von Pfeilen [durchbohrten] Gesichtern saṃkhye vānarayūthapāḥ in der Schlacht die Affenführer maṇḍayiṣyanti vasudhāṃ werden die Erde schmücken sanālaiḥ iva paṃkalaiḥ wie mit Lotusblüten samt Stängeln im Schlamm adya yuddhapracaṇḍānān harīṇān drumayodhinām |
muktenaikeṣuṇā yuddhe bhetsyāmi ca śataṃśatam
„Heute werde ich von den im Kampf wilden, mit Bäumen kämpfenden Affen mit einem einzigen abgeschossenen Pfeil im Kampf hundert auf einmal durchbohren.“
Wort für Wort adya yuddhapracaṇḍānāṃ harīṇāṃ heute der im Kampf wilden Affen drumayodhinām der mit Bäumen Kämpfenden muktena ekeṣuṇā yuddhe mit einem einzigen abgeschossenen Pfeil im Kampf bhetsyāmi ca śataṃ śatam werde ich hundert auf einmal durchbohren hato bhartā hato bhrātā yāsāṃ ca tanayā hatāḥ |
vadhenādya ripostāsāṃ karomyasrapramārjanam
„Deren Gatte getötet, deren Bruder getötet, deren Söhne getötet wurden - für sie werde ich heute durch die Tötung des Feindes die Tränen abwischen.“
Wort für Wort hato bhartā hato bhrātā getötet der Gatte, getötet der Bruder yāsāṃ ca tanayā hatāḥ deren Söhne getötet wurden vadhena adya ripoḥ durch die Tötung des Feindes heute tāsāṃ karomi asrapramārjanam für sie werde ich die Tränen abwischen adya madbāṇanirbhinnaiḥ prakīrṇairgatacetanaiḥ |
karomi vānarairyuddhe yatnāvekṣya talāṃ mahīm
„Heute werde ich mit den von meinen Pfeilen durchbohrten, verstreuten, leblosen Affen im Kampf die Erdoberfläche bedecken - mit Absicht darauf blickend.“
Wort für Wort adya madbāṇanirbhinnaiḥ heute mit den von meinen Pfeilen durchbohrten prakīrṇaiḥ gatacetanaiḥ verstreuten, leblosen karomi vānaraiḥ yuddhe werde ich mit den Affen im Kampf bedecken yatnāvekṣya talāṃ mahīm mit Absicht die Erdoberfläche betrachtend adya kākāśca gṛdhrā ye ca mānsāśinoapare |
sarvānstānstarpayiṣyāmi śatrumānsaiḥ śarārditaiḥ
„Heute werde ich alle Krähen, Geier und die anderen Fleischfresser mit dem von Pfeilen gequälten Fleisch der Feinde sättigen.“
Wort für Wort adya kākāḥ ca gṛdhrā heute Krähen und Geier ye ca mānsāśinaḥ apare und die anderen Fleischfresser sarvān tān tarpayiṣyāmi alle jene werde ich sättigen śatrumānsaiḥ śarārditaiḥ mit dem von Pfeilen gequälten Fleisch der Feinde kalpyatāṃ me rathaśīghran kṣipramānīyatāṃ dhanuḥ |
anuprayāntu mān yuddhe yeavaśiṣṭā niśācarāḥ
„Man rüste rasch meinen Wagen, man bringe schnell den Bogen herbei; die noch übriggebliebenen Nachtwandler mögen mir in die Schlacht folgen.“
Wort für Wort kalpyatāṃ me rathaḥ śīghram man rüste rasch meinen Wagen kṣipram ānīyatāṃ dhanuḥ man bringe schnell den Bogen anuprayāntu māṃ yuddhe sie mögen mir in die Schlacht folgen ye avaśiṣṭā niśācarāḥ die übriggebliebenen Nachtwandler tasya tadvacanan śrutvā mahāpārśvoabravīdvacaḥ |
balādhyakṣānsthitānstatra balan santvaryatām iti
Als er jenes Wort hörte, sprach Mahāpārśva zu den dort stehenden Heeresanführern die Worte: „Das Heer möge eiligst aufgeboten werden!“
Wort für Wort tasya tadvacanaṃ śrutvā jenes Wort hörend mahāpārśvaḥ abravīt vacaḥ sprach Mahāpārśva die Worte balādhyakṣān sthitān statra zu den dort stehenden Heeresanführern balaṃ santvaryatām iti 'das Heer möge eiligst [aufgeboten werden]' balādhyakṣāstu sanrabdhā rākṣasānstāngṛhādgṛhāt |
codayantaḥ pariyayurlaṅkān laghuparākramāḥ
Die Heeresanführer aber, eifrig, zogen umher, jene Rākṣasas von Haus zu Haus in Laṅkā antreibend, von rascher Tatkraft.
Wort für Wort balādhyakṣāḥ tu sanrabdhā die Heeresanführer aber, eifrig rākṣasān tān gṛhāt gṛhāt jene Rākṣasas von Haus zu Haus codayantaḥ pariyayuḥ laṃkāṃ antreibend zogen sie durch Laṅkā laghuparākramāḥ von rascher Tatkraft tato muhūrtānniṣpetū rākṣasā bhīmavikramāḥ |
nardanto bhīmavadanā nānāpraharaṇairbhujaiḥ ||
asibhiḥ paṭṭasaiḥ śūlairgalābhirmusalairhalaiḥ |
śaktibhistīkṣṇadhārābhirmahadbhiḥ kūṭamudgaraiḥ ||
yaṣṭibhirvimalaiścakrairniśitaiśca paraśvadhaiḥ |
bhiṇḍipālaiḥ śataghnībhiranyaiścāpi varāyudhaiḥ
Da stürmten binnen kurzem die furchtbar gewaltigen Rākṣasas hervor, brüllend, mit furchtbaren Gesichtern, mit mancherlei Waffen in den Armen - mit Schwertern, Streitkolben, Speeren, eisernen Keulen, Pflugscharen, mit scharfschneidigen Lanzen, mit gewaltigen Hammerkeulen, mit Stäben, mit makellosen Wurfscheiben und geschärften Streitäxten, mit Wurfspeeren, Vernichtungswaffen und anderen vortrefflichen Waffen.
Wort für Wort tato muhūrtāt niṣpetuḥ da stürmten binnen kurzem hervor rākṣasā bhīmavikramāḥ die furchtbar gewaltigen Rākṣasas nardanto bhīmavadanā brüllend, mit furchtbaren Gesichtern nānāpraharaṇaiḥ bhujaiḥ mit mancherlei Waffen in den Armen asibhiḥ paṭṭasaiḥ śūlaiḥ mit Schwertern, Streitkolben, Speeren galābhiḥ musalaiḥ halaiḥ mit eisernen Keulen, Stößeln, Pflugscharen śaktibhiḥ tīkṣṇadhārābhiḥ mit scharfschneidigen Lanzen mahadbhiḥ kūṭamudgaraiḥ mit gewaltigen Hammerkeulen yaṣṭibhiḥ vimalaiḥ cakraiḥ mit Stäben, mit makellosen Wurfscheiben niśitaiḥ ca paraśvadhaiḥ und geschärften Streitäxten bhiṇḍipālaiḥ śataghnībhiḥ mit Wurfspeeren, Vernichtungswaffen anyaiḥ ca api varāyudhaiḥ und anderen vortrefflichen Waffen athānayanbalādhyakṣāścatvāro rāvaṇājñayā |
āruroha rathan divyaṃ dīpyamānan svatejasā ||
drutan sūtasamāyuktaṃ yuktāṣṭaturagaṃ ratham
Da brachten vier Heeresanführer auf Rāvaṇas Befehl den himmlischen Wagen herbei, der von eigenem Glanz erstrahlte; er bestieg den schnellen, mit einem Wagenlenker versehenen, mit acht Rossen bespannten Wagen.
Wort für Wort atha ānayan balādhyakṣāḥ catvāro da brachten vier Heeresanführer herbei rāvaṇājñayā auf Rāvaṇas Befehl āruroha rathaṃ divyam er bestieg den himmlischen Wagen dīpyamānaṃ svatejasā der von eigenem Glanz erstrahlte drutaṃ sūtasamāyuktam den schnellen, mit einem Wagenlenker versehenen yuktāṣṭaturagaṃ ratham den mit acht Rossen bespannten Wagen tataḥ prayātaḥ sahasā rākṣasairbahubhirvṛtaḥ |
rāvaṇaḥ sattvagāmbhīryāddārayanniva medinīm
Dann zog Rāvaṇa plötzlich aus, umgeben von vielen Rākṣasas, durch die Schwere seiner Wesenskraft die Erde gleichsam zerreißend.
Wort für Wort tataḥ prayātaḥ sahasā dann plötzlich ausgezogen rākṣasaiḥ bahubhiḥ vṛtaḥ umgeben von vielen Rākṣasas rāvaṇaḥ sattvagāmbhīryāt Rāvaṇa, durch die Schwere seiner Wesenskraft dārayan iva medinīm die Erde gleichsam zerreißend tataścāsīnmahānādastūryāṇām ca tatastataḥ |
mṛdaṅggaiḥ paṭahaiḥ śaṅkhaiḥ kalahaiḥ saha rakṣasām
Und dann erhob sich von überall her ein gewaltiges Getöse der Musikinstrumente, von Pauken, Trommeln, Muschelhörnern, zusammen mit dem Kampfgeschrei der Rākṣasas.
Wort für Wort tataḥ ca āsīt mahānādaḥ und dann erhob sich ein gewaltiges Getöse tūryāṇāṃ ca tatastataḥ der Musikinstrumente von überall her mṛdaṅggaiḥ paṭahaiḥ śaṅkhaiḥ von Pauken, Trommeln, Muschelhörnern kalahaiḥ saha rakṣasām zusammen mit dem Kampfgeschrei der Rākṣasas āgato rakṣasāṃ rājā catracāmarasaṃyutaḥ |
sītāpahārī durvṛtto brahmaghno devakaṇṭakaḥ |
yoddhuṃ raghuvareṇeti śuśruve kalahadhvaniḥ
„Da kommt der König der Rākṣasas, versehen mit Schirm und Wedel, der Sītā-Räuber, der Übeltäter, der Brahmanentöter, der Dorn im Fleisch der Götter, um mit dem Besten der Raghus zu kämpfen!“ - so war der Lärm des Kampfgeschreis zu hören.
Wort für Wort āgato rakṣasāṃ rājā es kommt der König der Rākṣasas catracāmarasaṃyutaḥ versehen mit Schirm und Wedel sītāpahārī durvṛtto der Sītā-Räuber, der Übeltäter brahmaghno devakaṇṭakaḥ der Brahmanentöter, der Dorn der Götter yoddhuṃ raghuvareṇa iti um mit dem Besten der Raghus zu kämpfen śuśruve kalahadhvaniḥ so war der Lärm des Kampfgeschreis zu hören tena nādena mahatā pṛthivī samakampata |
taṃ śabdaṃ sahasā śrutvā vānarā dudruvurbhayāt
Von jenem gewaltigen Getöse erbebte die Erde; als sie jenen Laut plötzlich hörten, liefen die Affen vor Furcht davon.
Wort für Wort tena nādena mahatā von jenem gewaltigen Getöse pṛthivī samakampata erbebte die Erde taṃ śabdaṃ sahasā śrutvā jenen Laut plötzlich hörend vānarā dudruvuḥ bhayāt liefen die Affen vor Furcht davon rāvaṇastu mahābāhuḥ sacivaiḥ parivāritaḥ |
ājagāma mahātejā jayāya vijayaṃ prati
Rāvaṇa aber, der Starkarmige, umgeben von seinen Ratgebern, kam heran, der Gewaltige, dem Sieg entgegen, um den Sieg zu erringen.
Wort für Wort rāvaṇaḥ tu mahābāhuḥ Rāvaṇa aber, der Starkarmige sacivaiḥ parivāritaḥ umgeben von seinen Ratgebern ājagāma mahātejā kam heran, der Gewaltige jayāya vijayaṃ prati zum Sieg, dem Sieg entgegen rāvaṇenābhyanujñātau mahāpārśvamahodarau |
virūpākṣaśca durdharṣo rathānāruruhustadā
Von Rāvaṇa dazu ermächtigt, bestiegen Mahāpārśva und Mahodara und der unbezwingbare Virūpākṣa da ihre Wagen.
Wort für Wort rāvaṇena abhyanujñātau von Rāvaṇa dazu ermächtigt mahāpārśvamahodarau Mahāpārśva und Mahodara virūpākṣaḥ ca durdharṣo und der unbezwingbare Virūpākṣa rathān āruruhuḥ tadā bestiegen da ihre Wagen te tu hṛṣṭā vinardanto bhindata iva medinīm |
nādan ghoran vimuṃcanto niryayurjayakāṃkṣiṇaḥ
Sie aber, froh, brüllend, die Erde gleichsam spaltend, schreckliche Laute ausstoßend, zogen aus, den Sieg ersehnend.
Wort für Wort te tu hṛṣṭā vinardanto sie aber, froh, brüllend bhindata iva medinīm die Erde gleichsam spaltend nādan ghoran vimuṃcanto schreckliche Laute ausstoßend niryayuḥ jayakāṃkṣiṇaḥ zogen aus, den Sieg ersehnend tato yuddhāya tejasvī rakṣogaṇabalairvṛtaḥ |
niryayāvudyatadhanuḥ kālāntakayamomapaḥ
Da zog der Gewaltige zum Kampf aus, umgeben von der Heeresmacht der Rākṣasa-Scharen, mit erhobenem Bogen, dem Tod, dem Ende der Zeit, Yama gleich.
Wort für Wort tato yuddhāya tejasvī da zog der Gewaltige zum Kampf rakṣogaṇabalaiḥ vṛtaḥ umgeben von der Heeresmacht der Rākṣasa-Scharen niryayau udyatadhanuḥ er zog aus mit erhobenem Bogen kālāntakayamaḥ iva dem Tod, dem Ende der Zeit, Yama gleich tataḥ prajavanāśvena rathena sa mahārathaḥ |
dvāreṇa niryayau tena yatra tau rāmalakṣmaṇau
Dann zog jener große Wagenkämpfer mit seinem schnellrossigen Wagen durch jenes Tor hinaus, wo Rāma und Lakṣmaṇa waren.
Wort für Wort tataḥ prajavanāśvena rathena dann mit dem schnellrossigen Wagen sa mahārathaḥ jener große Wagenkämpfer dvāreṇa niryayau tena zog durch jenes Tor hinaus yatra tau rāmalakṣmaṇau wo jene beiden, Rāma und Lakṣmaṇa, [waren] tato naṣṭaprabhaḥ sūryo diśaśca timirāvṛtāḥ |
dvijāśca nedurghorāśca saṃcacāla ca medinī
Da verlor die Sonne ihren Glanz, die Himmelsrichtungen wurden von Finsternis bedeckt, die Vögel schrien schrecklich, und die Erde erbebte.
Wort für Wort tato naṣṭaprabhaḥ sūryo da verlor die Sonne ihren Glanz diśaḥ ca timirāvṛtāḥ und die Richtungen wurden von Finsternis bedeckt dvijāḥ ca neduḥ ghorāḥ ca und die Vögel schrien schrecklich saṃcacāla ca medinī und die Erde erbebte vavarṣa rudhiran devaścaskhaluśca turaṃgamāḥ |
dhvajāgre nyapatadgṛdhro vineduścāśivan śivāḥ
Der Himmel regnete Blut, und die Pferde strauchelten; ein Geier ließ sich auf der Spitze des Feldzeichens nieder, und die Schakale stießen unheilvolle Rufe aus.
Wort für Wort vavarṣa rudhiraṃ devaḥ der Himmel regnete Blut caskhaluḥ ca turaṃgamāḥ und die Pferde strauchelten dhvajāgre nyapatat gṛdhro auf der Feldzeichenspitze ließ sich ein Geier nieder vineduḥ ca aśivaṃ śivāḥ und die Schakale stießen unheilvolle Rufe aus nayanan cāsphuradvāman savyo bāhurakampata |
vivarṇavadanaścāsītkin cidabhraśyata svanaḥ
Sein linkes Auge zuckte, sein linker Arm zitterte, sein Antlitz wurde bleich, und seine Stimme versagte ihm ein wenig.
Wort für Wort nayanaṃ ca asphurat vāmam und sein linkes Auge zuckte savyo bāhuḥ akampata der linke Arm zitterte vivarṇavadanaḥ ca āsīt und sein Antlitz wurde bleich kiṃcit abhraśyata svanaḥ ein wenig versagte die Stimme tato niṣpatato yuddhe daśagrīvasya rakṣasaḥ |
raṇe nidhanaśansīni rūpāṇyetāni jajñire
Während der zehnhalsige Rākṣasa so zur Schlacht hinausstürmte, erschienen diese Zeichen, die im Kampf den Untergang verkündeten.
Wort für Wort tato niṣpatato yuddhe während er so zur Schlacht hinausstürmte daśagrīvasya rakṣasaḥ der zehnhalsige Rākṣasa raṇe nidhanaśansīni die im Kampf den Untergang verkündenden rūpāṇi etāni jajñire diese Zeichen erschienen antarikṣātpapātolkā nirghātasamanisvanā |
vineduraśivan gṛdhrā vāyasairanunāditāḥ
Vom Himmel fiel eine Sternschnuppe mit einem dem Donnerschlag gleichenden Getöse herab; unheilvoll schrien die Geier, begleitet vom Krächzen der Krähen.
Wort für Wort antarikṣāt papāta ulkā vom Himmel fiel eine Sternschnuppe nirghātasamanisvanā mit einem dem Donnerschlag gleichenden Getöse vineduḥ aśivaṃ gṛdhrā unheilvoll schrien die Geier vāyasaiḥ anunāditāḥ begleitet vom Krächzen der Krähen etānacintayanghorānutpātānsamupasthitān |
niryayau rāvaṇo mohādvadhārthī kālacoditaḥ
Ohne diese schrecklichen, eingetretenen Vorzeichen zu beachten, zog Rāvaṇa aus Verblendung aus, den Tod suchend, von der Zeit getrieben.
Wort für Wort etān acintayan ghorān diese schrecklichen nicht beachtend utpātān samupasthitān die eingetretenen Vorzeichen niryayau rāvaṇo mohāt zog Rāvaṇa aus Verblendung aus vadhārthī kālacoditaḥ den Tod suchend, von der Zeit getrieben teṣān tu rathaghoṣeṇa rākṣasānāṃ mahātmanām |
vānarāṇāmapi camūryuddhāyaivābhyavartata
Durch das Getöse der Wagen jener hochgesinnten Rākṣasas trat auch das Heer der Affen eben zum Kampf an.
Wort für Wort teṣāṃ tu rathaghoṣeṇa durch das Getöse der Wagen jener rākṣasānāṃ mahātmanām der hochgesinnten Rākṣasas vānarāṇām api camūḥ auch das Heer der Affen yuddhāya eva abhyavartata trat eben zum Kampf an teṣān sutumulaṃ yuddhaṃ babhūva kapirakṣasām |
anyonyamāhvayānānān kruddhānāṃ jayamicchatām
Zwischen ihnen entstand ein überaus tumultartiger Kampf, zwischen den Affen und den Rākṣasas, die einander herausforderten, zornentbrannt, den Sieg begehrend.
Wort für Wort teṣāṃ sutumulaṃ yuddham zwischen ihnen ein überaus tumultartiger Kampf babhūva kapirakṣasām entstand, zwischen Affen und Rākṣasas anyonyam āhvayānānām die einander herausforderten kruddhānāṃ jayam icchatām zornentbrannt, den Sieg begehrend tataḥ kruddho daśagrīvaḥ śaraiḥ kāṃcanabhūṣaṇaiḥ |
vānarāṇāmanīkeṣu cakāra kadanaṃ mahat
Da richtete der zornentbrannte Zehnhalsige mit goldgeschmückten Pfeilen ein großes Gemetzel unter den Affenscharen an.
Wort für Wort tataḥ kruddho daśagrīvaḥ da der zornentbrannte Zehnhalsige śaraiḥ kāṃcanabhūṣaṇaiḥ mit goldgeschmückten Pfeilen vānarāṇām anīkeṣu unter den Affenscharen cakāra kadanaṃ mahat richtete er ein großes Gemetzel an nikṛttaśirasaḥ ke cidrāvaṇena valīmukhāḥ |
kecidvicchinnahṛdayāḥ kecicchrotravivarjitāḥ
Manchen Affen wurde von Rāvaṇa das Haupt abgeschnitten, manche hatten das Herz durchbohrt, manche waren der Ohren beraubt,
Wort für Wort nikṛttaśirasaḥ ke cit manche mit abgeschnittenem Haupt rāvaṇena valīmukhāḥ von Rāvaṇa, die Affen kecit vicchinnahṛdayāḥ manche mit durchbohrtem Herzen kecit śrotravivarjitāḥ manche der Ohren beraubt nirucchvāsā hatāḥ ke citke citpārśveṣu dāritāḥ |
ke cidvibhinnaśirasaḥ ke ciccakṣurvivarjitāḥ
manche wurden getötet, ohne mehr zu atmen, manche waren an den Flanken aufgeschlitzt, manche hatten das Haupt gespalten, manche waren der Augen beraubt.
Wort für Wort nirucchvāsā hatāḥ ke cit manche, getötet, ohne Atem ke cit pārśveṣu dāritāḥ manche an den Flanken aufgeschlitzt ke cit vibhinnaśirasaḥ manche mit gespaltenem Haupt ke cit cakṣurvivarjitāḥ manche der Augen beraubt daśānanaḥ krodhavivṛttanetro yato yatoabhyeti rathena saṃkhye |
tatastatastasya śarapravegaṃ soḍhuṃ na śekurhariyūthapāste ||
Der Zehngesichtige, mit vor Zorn verdrehten Augen, wohin er auch immer mit seinem Wagen in der Schlacht herankam - dort und dort konnten die Affenführer die Wucht seiner Pfeile nicht ertragen.
Wort für Wort daśānanaḥ krodhavivṛttanetro der Zehngesichtige, mit vor Zorn verdrehten Augen yato yato abhyeti rathena saṃkhye wohin er auch mit dem Wagen in der Schlacht herankommt tatastatah tasya śarapravegam dort und dort die Wucht seiner Pfeile soḍhuṃ na śekuḥ hariyūthapāḥ te konnten die Affenführer nicht ertragen
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