Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa

Sarga 71: Atikāya-Vadhaḥ Der Tod des Atikāya durch Lakṣmaṇa

svabalam vyathitam dṛṣṭvā tumulaṃ lomaharṣaṇam | bhrātṝṃśca nihatāndṛṣṭvā śakratulyaparākramān ||1||

Sein eigenes Heer erschüttert sehend, das tumultartige, haarsträubende, und seine Brüder erschlagen sehend, die an Tapferkeit Indra gleichen,

Wort für Wort
svabalam vyathitam dṛṣṭvā
sein eigenes Heer erschüttert sehend
tumulam lomaharṣaṇam
das tumultartige, haarsträubende
bhrātṝn ca nihatān dṛṣṭvā
und die Brüder erschlagen sehend
śakra-tulya-parākramān
die an Tapferkeit Indra gleichen

pitṛvyau cāpi sandṛśya samare saṃniṣūditau | yuddhonmattam ca mattam ca bhrātarau rākṣasarṣabhau ||2||

und auch seine beiden Onkel im Kampf niedergestreckt sehend, die Rākṣasa-Stiere Yuddhonmatta und Matta,

Wort für Wort
pitṛvyau ca api sandṛśya
und auch die beiden Onkel sehend
samare saṃniṣūditau
im Kampf niedergestreckt
yuddhonmattam ca mattam ca
Yuddhonmatta und Matta
bhrātarau rākṣasa-ṛṣabhau
die Brüder, Rākṣasa-Stiere

cukopa ca mahātejā brahmadattavaro yudhi | atikāyo.adrisaṅkāśo devadānavadarpahā ||3||

wurde zornig der glanzvolle, von Brahmā mit einer Gabe Gesegnete im Kampf, Atikāya, bergesgleich, der Brecher des Stolzes von Göttern und Dānavas.

Wort für Wort
cukopa ca mahātejāḥ
wurde zornig, der Glanzvolle
brahmadatta-varaḥ yudhi
von Brahmā mit einer Gabe Gesegnete im Kampf
atikāyaḥ adri-saṅkāśaḥ
Atikāya, bergesgleich
deva-dānava-darpahā
der Brecher des Stolzes von Göttern und Dānavas

sa bhāskarasahasrasya saṅghātamiva bhāsvaram | rathamāsthāya śakrārirabhidudrāva vānarān ||4||

Er, den tausend Sonnen gleich glänzenden Wagen besteigend, der Feind Indras, stürmte auf die Affen los.

Wort für Wort
saḥ bhāskara-sahasrasya
er, wie tausend Sonnen
saṅghātam iva bhāsvaram
glänzend wie eine Ansammlung
ratham āsthāya śakrāriḥ
den Wagen besteigend, der Feind Indras
abhidudrāva vānarān
stürmte auf die Affen los

sa visphārya tadā cāpam kirīṭī mṛṣṭakuṇḍalaḥ | nāma saṃśrāvayāmāsa nanāda ca mahāsvanam ||5||

Er, den Bogen spannend, mit Diadem und glänzenden Ohrringen, verkündete da seinen Namen und brüllte mit gewaltigem Getöse.

Wort für Wort
saḥ visphārya tadā cāpam
er, den Bogen spannend
kirīṭī mṛṣṭa-kuṇḍalaḥ
mit Diadem und glänzenden Ohrringen
nāma saṃśrāvayāmāsa
verkündete seinen Namen
nanāda ca mahāsvanam
und brüllte mit gewaltigem Getöse

tena simhapraṇādena nāmaviśrāvaṇena ca | jyāśabdena ca bhīmena trāsayāmāsa vānarān ||6||

Mit jenem Löwengebrüll, der Verkündung seines Namens und dem furchtbaren Klang der Bogensehne erschreckte er die Affen.

Wort für Wort
tena siṃha-praṇādena
mit jenem Löwengebrüll
nāma-viśrāvaṇena ca
und der Verkündung des Namens
jyā-śabdena ca bhīmena
und dem furchtbaren Klang der Bogensehne
trāsayāmāsa vānarān
erschreckte er die Affen

te dṛṣṭvā dehamāhātmyam kumbhakarṇo.ayamutthitaḥ | bhayārtā vānarāḥ sarve saṃśrayante parasparam ||7||

Sie, die Größe seiner Gestalt sehend, dachten 'ist dies Kumbhakarṇa, wieder erstanden?', von Furcht gequält, alle Affen, suchten Zuflucht bei einander.

Wort für Wort
te dṛṣṭvā deha-māhātmyam
sie, die Größe der Gestalt sehend
kumbhakarṇaḥ ayam utthitaḥ
'ist dies Kumbhakarṇa, wieder erstanden'
bhayārtāḥ vānarāḥ sarve
von Furcht gequält, alle Affen
saṃśrayante parasparam
suchten Zuflucht bei einander

te tasya rūpamālokya yathā viṣṇostrivikrame | bhayādvānarayodhāste vidravanti tatastataḥ ||8||

Sie, seine Gestalt erblickend, wie bei Viṣṇus drei Schritten, jene Affenkrieger flohen aus Furcht nach allen Seiten.

Wort für Wort
te tasya rūpam ālokya
sie, seine Gestalt erblickend
yathā viṣṇoḥ trivikrame
wie bei Viṣṇus drei Schritten
bhayāt vānara-yodhāḥ te
aus Furcht jene Affenkrieger
vidravanti tataḥ tataḥ
flohen nach allen Seiten

te.atikāyam samāsādya vānarā mūḍhacetasaḥ | śaraṇyam śaraṇam jagmurlakṣmaṇāgrajamāhave ||9||

Sie, Atikāya erblickend, die Affen, verwirrten Sinnes, suchten Zuflucht beim schutzbietenden älteren Bruder Lakṣmaṇas im Kampf.

Wort für Wort
te atikāyam samāsādya
sie, Atikāya erblickend
vānarāḥ mūḍha-cetasaḥ
die Affen, verwirrten Sinnes
śaraṇyam śaraṇam jagmuḥ
suchten Zuflucht beim Schutzbietenden
lakṣmaṇa-agrajam āhave
dem älteren Bruder Lakṣmaṇas im Kampf

tato.atikāyam kākutstho rathasthaṃ parvatopamam | dadarśa dhanvinam dūrādgarjantaṃ kālameghavat ||10||

Da erblickte Kākutstha Atikāya, auf dem Wagen stehend, bergesgleich, den Bogenschützen, von ferne brüllend wie eine Todeswolke.

Wort für Wort
tataḥ atikāyam kākutsthaḥ
da Kākutstha Atikāya
ratha-stham parvata-upamam
auf dem Wagen stehend, bergesgleich
dadarśa dhanvinam dūrāt
erblickte den Bogenschützen von ferne
garjantam kālamegha-vat
brüllend wie eine Todeswolke

sa tam dṛṣṭvā mahākāyam rāghavastu suvismitaḥ | vānarānsāntvayitvā ca vibhīṣaṇamuvāca ha ||11||

Er, jenen Riesenleibigen erblickend, Rāghava, überaus erstaunt, die Affen beruhigend, sprach zu Vibhīṣaṇa:

Wort für Wort
saḥ tam dṛṣṭvā mahākāyam
er, jenen Riesenleibigen erblickend
rāghavaḥ tu suvismitaḥ
Rāghava, überaus erstaunt
vānarān sāntvayitvā ca
und die Affen beruhigend
vibhīṣaṇam uvāca ha
sprach zu Vibhīṣaṇa

ko.asau parvatasaṅkāśo dhanuṣmānharilocanaḥ | yukte hayasahasreṇa viśāle syandane sthitaḥ ||12||

'Wer ist jener, dem Berg gleich, der Bogenschütze mit den falbenfarbenen Augen, auf dem weiten, mit tausend Pferden bespannten Wagen stehend?'

Wort für Wort
kaḥ asau parvata-saṅkāśaḥ
wer ist jener, dem Berg gleich
dhanuṣmān hari-locanaḥ
der Bogenschütze mit falbenfarbenen Augen
yukte haya-sahasreṇa
mit tausend Pferden bespannt
viśāle syandane sthitaḥ
auf dem weiten Wagen stehend

ya eṣa niśitaiḥ śūlaiḥ sutīkṣṇaiḥ prāsatomaraiḥ | arciṣmadbhirvṛto bhāti bhūtairiva maheśvaraḥ ||13||

'Der da, von scharfen Lanzen, überaus scharfen Speeren und Wurfspeeren, glänzenden, umgeben, erstrahlt wie Śiva von seinen Geistern.'

Wort für Wort
yaḥ eṣaḥ niśitaiḥ śūlaiḥ
der da, von scharfen Lanzen
sutīkṣṇaiḥ prāsa-tomaraiḥ
überaus scharfen Speeren und Wurfspeeren
arciṣmadbhiḥ vṛtaḥ bhāti
glänzenden, umgeben, erstrahlt
bhūtaiḥ iva maheśvaraḥ
wie Śiva von seinen Geistern

kālajihvāprakāśābhirya eṣo.abhivirājate | āvṛto rathaśaktībhirvidyudbhiriva toyadaḥ ||14||

'Der da, von den todeszüngengleich leuchtenden Speeren seines Wagens umgeben, erstrahlt wie eine Wolke von Blitzen.'

Wort für Wort
kāla-jihvā-prakāśābhiḥ
von todeszüngengleich leuchtenden
yaḥ eṣaḥ abhivirājate
der da erstrahlt
āvṛtaḥ ratha-śaktībhiḥ
umgeben von den Speeren seines Wagens
vidyudbhiḥ iva toyadaḥ
wie eine Wolke von Blitzen

dhanūṃsi cāsya sajyāni hemapṛṣṭhāni sarvaśaḥ | śobhayanti rathaśreṣṭham śakrapātamivāmbaram ||15||

'Und seine gespannten, überall goldrückigen Bogen schmücken den vortrefflichen Wagen, wie Indras Bogen den Himmel.'

Wort für Wort
dhanūṃsi ca asya sajyāni
und seine gespannten Bogen
hemapṛṣṭhāni sarvaśaḥ
überall goldrückig
śobhayanti ratha-śreṣṭham
schmücken den vortrefflichen Wagen
śakrapātam iva ambaram
wie Indras Bogen den Himmel

ya eṣa rakṣaḥ śārdūlo raṇabhūmim virājayan | abhyeti rathinām śreṣṭho rathenādityatejasā ||16||

'Der da, der Rākṣasa-Tiger, das Schlachtfeld erhellend, naht, der beste der Wagenkämpfer, mit dem sonnenglänzenden Wagen.'

Wort für Wort
yaḥ eṣaḥ rakṣaḥśārdūlaḥ
der da, der Rākṣasa-Tiger
raṇabhūmim virājayan
das Schlachtfeld erhellend
abhyeti rathinām śreṣṭhaḥ
naht, der beste der Wagenkämpfer
rathena āditya-tejasā
mit dem sonnenglänzenden Wagen

dhvajaśṛṅgapratiṣṭhena rāhuṇābhivirājate | sūryaraśmiprabhairbāṇairdiśo daśa virājayan ||17||

'Mit dem auf der Spitze der Fahnenstange befindlichen Rāhu erstrahlt er, die zehn Himmelsrichtungen mit sonnenstrahlengleichen Pfeilen erleuchtend.'

Wort für Wort
dhvaja-śṛṅga-pratiṣṭhena rāhuṇā
mit dem auf der Fahnenspitze befindlichen Rāhu
abhivirājate
erstrahlt er
sūrya-raśmi-prabhaiḥ bāṇaiḥ
mit sonnenstrahlengleichen Pfeilen
diśaḥ daśa virājayan
die zehn Himmelsrichtungen erleuchtend

triṇataṃ meghanirhrādam hemapṛṣṭhamalaṅkṛtam | śatakratudhanuḥprakhyam dhanuścāsya virājate ||18||

'Dreifach gebogen, wolkendröhnend, mit goldenem Rücken geschmückt, Indras Bogen gleich, erstrahlt sein Bogen.'

Wort für Wort
triṇatam megha-nirhrādam
dreifach gebogen, wolkendröhnend
hemapṛṣṭham alaṅkṛtam
mit goldenem Rücken geschmückt
śatakratu-dhanuḥ-prakhyam
Indras Bogen gleich
dhanuḥ ca asya virājate
und sein Bogen erstrahlt

sadhvajaḥ sapatākaśca sānukarṣo mahārathaḥ | catuḥsādisamāyukto meghastanitanisvanaḥ ||19||

'Mit Fahne und Banner, mit Deichsel, der große Wagen, von vier Reitern begleitet, wolkendröhnenden Getöses.'

Wort für Wort
sadhvajaḥ sapatākaḥ ca
mit Fahne und Banner
sānukarṣaḥ mahārathaḥ
mit Deichsel, der große Wagen
catuḥsādi-samāyuktaḥ
von vier Reitern begleitet
megha-stanita-nisvanaḥ
wolkendröhnenden Getöses

viṃśatirdaśa cāṣṭau ca tūṇīrarathamāsthitāḥ | kārmukāṇi ca bhīmāni jyāśca kāñcanapiṅgalāḥ ||20||

'Achtundzwanzig Köcher sind auf dem Wagen, und furchtbare Bögen, und goldgelbe Sehnen.'

Wort für Wort
viṃśatiḥ daśa ca aṣṭau ca
achtundzwanzig
tūṇīra-ratham āsthitāḥ
Köcher sind auf dem Wagen
kārmukāṇi ca bhīmāni
und furchtbare Bögen
jyāḥ ca kāñcana-piṅgalāḥ
und goldgelbe Sehnen

dvau ca khaḍgau rathagatau pārśvasthau pārśvaśobhinau | caturhastatsarucitau vyaktahastadaśāyatau ||21||

'Und zwei Schwerter am Wagen, an der Seite befindlich, die Seite schmückend, vier Hand lang mit der Scheide, deutlich zehn Hand ausgestreckt.'

Wort für Wort
dvau ca khaḍgau ratha-gatau
und zwei Schwerter am Wagen
pārśvasthau pārśva-śobhinau
an der Seite befindlich, die Seite schmückend
caturhasta-tsaru-citau
vier Hand lang mit der Scheide
vyakta-hasta-daśa-āyatau
deutlich zehn Hand ausgestreckt

raktakaṇṭhaguṇo dhīro mahāparvatasaṃnibhaḥ | kālaḥ kālamahāvaktro meghastha iva bhāskaraḥ ||22||

'Mit rotem Halsband, standhaft, dem großen Berg gleich, dunkel, mit dem großen Antlitz des Todes, wie die Sonne in einer Wolke.'

Wort für Wort
rakta-kaṇṭha-guṇaḥ dhīraḥ
mit rotem Halsband, standhaft
mahāparvata-saṃnibhaḥ
dem großen Berg gleich
kālaḥ kāla-mahāvaktraḥ
dunkel, mit dem großen Antlitz des Todes
meghastha iva bhāskaraḥ
wie die Sonne in einer Wolke

kāñcanāṅgadanaddhābhyāṃ bhujābhyāmeṣa śobhate | śṛṅgābhyāmiva tuṅgābhyām himavānparvatottamaḥ ||23||

'Mit seinen von goldenen Armreifen umschlungenen Armen schmückt er sich, wie der Himalaya, der beste der Berge, mit zwei hohen Gipfeln.'

Wort für Wort
kāñcana-aṅgada-naddhābhyām bhujābhyām
mit den von goldenen Armreifen umschlungenen Armen
eṣaḥ śobhate
schmückt er sich
śṛṅgābhyām iva tuṅgābhyām
wie mit zwei hohen Gipfeln
himavān parvatottamaḥ
der Himalaya, der beste der Berge

kuṇḍalābhyām tu yasyaitadbhāti vaktram śubhekṣaṇam | punarvasvantaragataṃ pūrṇabimbamivaindavam ||24||

'Von dessen Ohrringen erstrahlt dieses schönäugige Antlitz, wie der volle Mondesball zwischen den Punarvasu-Sternen.'

Wort für Wort
kuṇḍalābhyām tu yasya
von dessen Ohrringen aber
etat bhāti vaktram śubhekṣaṇam
erstrahlt dieses schönäugige Antlitz
punarvasu-antara-gatam
zwischen den Punarvasu-Sternen befindlich
pūrṇabimbam iva aindavam
wie der volle Mondesball

ācakṣva me mahābāho tvamenam rākṣasottamam | yam dṛṣṭvā vānarāḥ sarve bhayārtā vidrūtā diśaḥ ||25||

'Sag mir, Starkarmiger, von diesem besten der Rākṣasas, bei dessen Anblick alle Affen, von Furcht gequält, in alle Richtungen geflohen sind.'

Wort für Wort
ācakṣva me mahābāho
sag mir, Starkarmiger
tvam enam rākṣasottamam
du von diesem besten der Rākṣasas
yam dṛṣṭvā vānarāḥ sarve
bei dessen Anblick alle Affen
bhayārtāḥ vidrutāḥ diśaḥ
von Furcht gequält, in alle Richtungen flohen

sa pṛṣṭho rājaputreṇa rāmeṇāmitatejasā | ācacakṣe mahātejā rāghavāya vibhīṣaṇaḥ ||26||

Er, so von dem Prinzen Rāma, dem unermesslich Glanzvollen, gefragt, der glanzvolle Vibhīṣaṇa erklärte es Rāghava:

Wort für Wort
saḥ pṛṣṭaḥ rājaputreṇa
er, gefragt von dem Prinzen
rāmeṇa amita-tejasā
von Rāma, dem unermesslich Glanzvollen
ācacakṣe mahātejāḥ
erklärte es der Glanzvolle
rāghavāya vibhīṣaṇaḥ
Rāghava, Vibhīṣaṇa

daśagrīvo mahātejā rājā vaiśravaṇānujaḥ | bhīmakarmā mahotsāho rāvaṇo rākṣasādhipaḥ ||27||

'Der Zehnhalsige, der glanzvolle König, der jüngere Bruder Kuberas, von furchtbaren Taten, überaus tatkräftig, Rāvaṇa, der Rākṣasa-Herr -'

Wort für Wort
daśagrīvaḥ mahātejāḥ rājā
der zehnhalsige, glanzvolle König
vaiśravaṇa-anujaḥ
der jüngere Bruder Kuberas
bhīmakarmā mahotsāhaḥ
von furchtbaren Taten, überaus tatkräftig
rāvaṇaḥ rākṣasādhipaḥ
Rāvaṇa, der Rākṣasa-Herr

tasyāsīdvīryavānputro rāvaṇapratimo raṇe | vṛddhasevī śrutadharaḥ sarvāstraviduṣām varaḥ ||28||

'- dessen tapferer Sohn, Rāvaṇa im Kampf gleich, war ein Diener der Alten, von großem Wissen, der Beste aller Waffenkundigen,'

Wort für Wort
tasya āsīt vīryavān putraḥ
dessen war ein tapferer Sohn
rāvaṇapratimaḥ raṇe
Rāvaṇa im Kampf gleich
vṛddhasevī śrutadharaḥ
ein Diener der Alten, von großem Wissen
sarva-astra-viduṣām varaḥ
der Beste aller Waffenkundigen

aśvapṛṣṭhe rathe nāge khaḍge dhanuṣi karṣaṇe | bhede sāntve ca dāne ca naye mantre ca saṃmataḥ ||29||

'geschätzt im Reiten auf Pferden, im Wagen, auf Elefanten, im Schwertkampf, Bogenschießen, in der Kunst des Spaltens, Besänftigens, Schenkens, der Klugheit und Beratung.'

Wort für Wort
aśvapṛṣṭhe rathe nāge
auf Pferden, im Wagen, auf Elefanten
khaḍge dhanuṣi karṣaṇe
im Schwertkampf, Bogenschießen
bhede sāntve ca dāne ca
im Spalten, Besänftigen und Schenken
naye mantre ca saṃmataḥ
in Klugheit und Beratung geschätzt

yasya bāhum samāśritya laṅkā bhavati nirbhayā | tanayam dhānyamālinyā atikāyamimam viduḥ ||30||

'Er, gestützt auf dessen Arm, ist Laṅkā furchtlos; kennt ihn als Dhānyamālinīs Sohn Atikāya.'

Wort für Wort
yasya bāhum samāśritya
gestützt auf dessen Arm
laṅkā bhavati nirbhayā
ist Laṅkā furchtlos
tanayam dhānyamālinyāḥ
der Sohn Dhānyamālinīs
atikāyam imam viduḥ
kennt ihn als diesen Atikāya

etenārādhito brahmā tapasā bhāvitātmanā | astrāṇi cāpyavāptāni ripavaśca parājitāḥ ||31||

'Von ihm wurde Brahmā, mit Askese geläuterten Sinnes, verehrt; er erlangte Waffen, und die Feinde wurden besiegt.'

Wort für Wort
etena ārādhitaḥ brahmā
von ihm wurde Brahmā verehrt
tapasā bhāvita-ātmanā
mit Askese geläuterten Sinnes
astrāṇi ca api avāptāni
und er erlangte Waffen
ripavaḥ ca parājitāḥ
und die Feinde wurden besiegt

surāsurairavadhyatvam dattamasmai svayambhuvā | etacca kavacam divyam rathaścaiṣo.arkabhāskaraḥ ||32||

'Unverwundbarkeit gegenüber Göttern und Dämonen wurde ihm vom Selbstentstandenen gegeben; und dies ist sein göttlicher Panzer, und dieser sonnenglänzende Wagen.'

Wort für Wort
surāsuraiḥ avadhyatvam
Unverwundbarkeit gegenüber Göttern und Dämonen
dattam asmai svayambhuvā
gegeben ihm vom Selbstentstandenen
etat ca kavacam divyam
und dies ist der göttliche Panzer
rathaḥ ca eṣaḥ arka-bhāskaraḥ
und dies der sonnenglänzende Wagen

etena śataśo devā dānavāśca parājitāḥ | rakṣitāni ca rakṣāmi yakṣāścāpi niṣūditāḥ ||33||

'Von ihm wurden hundertfach Götter und Dānavas besiegt; die Rākṣasas beschützt er, und auch die Yakṣas wurden von ihm vernichtet.'

Wort für Wort
etena śataśaḥ devāḥ
von ihm hundertfach Götter
dānavāḥ ca parājitāḥ
und Dānavas wurden besiegt
rakṣitāni ca rakṣāṃsi
und die Rākṣasas beschützt
yakṣāḥ ca api niṣūditāḥ
und auch die Yakṣas wurden vernichtet

vajram viṣṭambhitaṃ yena bāṇairindrasya dhīmandhaḥ | pāśaḥ salilarājasya yuddhe pratihatastathā ||34||

'Von ihm wurde der Donnerkeil des klugen Indra mit Pfeilen zurückgehalten, und ebenso wurde die Schlinge des Meereskönigs im Kampf abgewehrt.'

Wort für Wort
vajram viṣṭambhitam yena
von dem der Donnerkeil zurückgehalten wurde
bāṇaiḥ indrasya dhīmataḥ
mit Pfeilen, des klugen Indra
pāśaḥ salilarājasya
die Schlinge des Meereskönigs
yuddhe pratihataḥ tathā
wurde im Kampf ebenso abgewehrt

eṣo.atikāyo balavān rākṣasānāmatharṣabhaḥ | sa rāvaṇasya suto dhīmān devadanava darpahā ||35||

'Dieser gewaltige Atikāya, der Stier der Rākṣasas, er ist Rāvaṇas kluger Sohn, der Brecher des Stolzes von Göttern und Dānavas.'

Wort für Wort
eṣaḥ atikāyaḥ balavān
dieser gewaltige Atikāya
rākṣasānām atha ṛṣabhaḥ
der Stier der Rākṣasas
saḥ rāvaṇasya sutaḥ dhīmān
er ist Rāvaṇas kluger Sohn
deva-dānava-darpahā
der Brecher des Stolzes von Göttern und Dānavas

tadasmin kriyatām yatnaḥ kṣipraṃ puruṣapuṅgava | purā vānarasainyāni kṣayaṃ nayati sāyakaiḥ ||36||

'Darum sei rasch Anstrengung gegen ihn gerichtet, o bester der Männer, ehe er die Affenheere mit Pfeilen zerstört.'

Wort für Wort
tat asmin kriyatām yatnaḥ
darum sei gegen ihn Anstrengung gerichtet
kṣipram puruṣapuṅgava
rasch, o bester der Männer
purā vānara-sainyāni
ehe die Affenheere
kṣayam nayati sāyakaiḥ
er mit Pfeilen zerstört

tato.atikāyo balavānpraviśya harivāhinīm | visphārayāmāsa dhanurnanāda ca punaḥ punaḥ ||37||

Da drang der gewaltige Atikāya in das Affenheer ein, spannte den Bogen und brüllte immer wieder.

Wort für Wort
tataḥ atikāyaḥ balavān
da der gewaltige Atikāya
praviśya hari-vāhinīm
in das Affenheer eindringend
visphārayāmāsa dhanuḥ
spannte den Bogen
nanāda ca punaḥ punaḥ
und brüllte immer wieder

taṃ bhīmavapuṣam dṛṣṭvā rathastham rathināṃ varam | abhipeturmahātmāno ye pradhānāḥ ye vanaukasaḥ ||38||

Ihn, von furchtbarer Gestalt, auf dem Wagen, den besten der Wagenkämpfer, erblickend, stürmten die hochgesinnten führenden Waldbewohner auf ihn los.

Wort für Wort
tam bhīma-vapuṣam dṛṣṭvā
ihn, von furchtbarer Gestalt, erblickend
ratha-stham rathinām varam
auf dem Wagen, den besten der Wagenkämpfer
abhipetuḥ mahātmānaḥ
stürmten die Hochgesinnten los
ye pradhānāḥ ye vanaukasaḥ
die führenden Waldbewohner

kumudo dvivido maindo nīlaḥ śarabha eva ca | pādapairgiriśṛṅgaiś ca yugapatsamabhidravan ||39||

Kumuda, Dvivida, Mainda, Nīla und Śarabha stürmten zugleich mit Bäumen und Berggipfeln los.

Wort für Wort
kumudaḥ dvividaḥ maindaḥ
Kumuda, Dvivida, Mainda
nīlaḥ śarabhaḥ eva ca
Nīla und Śarabha
pādapaiḥ giri-śṛṅgaiḥ ca
mit Bäumen und Berggipfeln
yugapat samabhidravan
stürmten zugleich los

teṣām vṛkṣāṃśca śailāṃśca śaraiḥ kāñcanabhūṣaṇaiḥ | atikāyo mahātejāścicchedāstravidām varaḥ ||40||

Ihre Bäume und Felsen zerschnitt der glanzvolle Atikāya, der Beste der Waffenkundigen, mit goldgeschmückten Pfeilen.

Wort für Wort
teṣām vṛkṣān ca śailān ca
ihre Bäume und Felsen
śaraiḥ kāñcana-bhūṣaṇaiḥ
mit goldgeschmückten Pfeilen
atikāyaḥ mahātejāḥ
der glanzvolle Atikāya
ciccheda astravidām varaḥ
zerschnitt, der Beste der Waffenkundigen

tāṃścaiva sarānsa harīñśaraiḥ sarvāyasairbalī | vivyādhābhimukhaḥ saṅkhye bhīmakāyo niśācaraḥ ||41||

Und dieselben Affen durchbohrte er, der Starke, mit ganz aus Eisen gefertigten Pfeilen, ihnen gegenüberstehend im Kampf, der riesenleibige Nachtwandler.

Wort für Wort
tān ca eva sān harīn
und dieselben Affen
śaraiḥ sarva-āyasaiḥ balī
mit ganz aus Eisen gefertigten Pfeilen, der Starke
vivyādha abhimukhaḥ saṅkhye
durchbohrte, gegenüberstehend im Kampf
bhīmakāyaḥ niśācaraḥ
der riesenleibige Nachtwandler

te.arditā bāṇabarṣeṇa bhinnagātrāḥ plavaṅgamāḥ | na śekuratikāyasya pratikartuṃ mahāraṇe ||42||

Sie, gequält vom Pfeilregen, ihre Glieder durchbohrt, die Affen, vermochten Atikāya im großen Kampf nicht entgegenzutreten.

Wort für Wort
te arditāḥ bāṇavarṣeṇa
sie, gequält vom Pfeilregen
bhinnagātrāḥ plavaṅgamāḥ
ihre Glieder durchbohrt, die Affen
na śekuḥ atikāyasya
vermochten Atikāya nicht
pratikartum mahāraṇe
entgegenzutreten im großen Kampf

tatsainyam harivīrāṇām trāsayāmāsa rākṣasaḥ | mṛgayūthamiva kruddho hariryauvanamāsthitaḥ ||43||

Jenes Heer der Affenhelden erschreckte der Rākṣasa, wie ein zorniger Löwe in der Blüte seiner Jugend eine Herde Rehe.

Wort für Wort
tat sainyam hari-vīrāṇām
jenes Heer der Affenhelden
trāsayāmāsa rākṣasaḥ
erschreckte der Rākṣasa
mṛgayūtham iva kruddhaḥ
wie eine Rehherde, zornig
hariḥ yauvanam āsthitaḥ
ein Löwe in der Blüte der Jugend

sa rāṣasendro harisainyamadhye | nāyudhyamānaṃ nijaghāna kam cit | upetya rāmam sadhanuḥ kalāpī | sagarvitam vākyamidaṃ babhāṣe ||44||

Jener Rākṣasa-Fürst tötete inmitten des Affenheeres niemanden, der nicht kämpfte; auf Rāma zugehend, mit Bogen und Köcher, sprach er dieses stolze Wort:

Wort für Wort
saḥ rākṣasendraḥ hari-sainya-madhye
jener Rākṣasa-Fürst inmitten des Affenheeres
na ayudhyamānam nijaghāna kaṃcit
tötete niemanden, der nicht kämpfte
upetya rāmam sadhanuḥ kalāpī
auf Rāma zugehend, mit Bogen und Köcher
sagarvitam vākyam idam babhāṣe
sprach dieses stolze Wort

rathe sthito.aham śaracāpapāṇi | na prākṛtam kaṃ cana yodhayāmi | yasyāsti śaktirvyavasāya yuktā | dadātuṃ me kṣipramihādya yuddham ||45||

'Ich, auf dem Wagen stehend, mit Pfeil und Bogen in der Hand, kämpfe mit keinem Gewöhnlichen; wer die Kraft und Entschlossenheit hat, gebe mir heute hier rasch den Kampf.'

Wort für Wort
rathe sthitaḥ aham śara-cāpa-pāṇiḥ
ich, auf dem Wagen stehend, mit Pfeil und Bogen in der Hand
na prākṛtam kaṃcana yodhayāmi
kämpfe mit keinem Gewöhnlichen
yasya asti śaktiḥ vyavasāya-yuktā
wer Kraft und Entschlossenheit hat
dadātu me kṣipram iha adya yuddham
gebe mir heute hier rasch den Kampf

tattasya vākyaṃ bruvato niśamya | cukopa saumitriramitrahantā | amṛṣyamāṇaśca samutpapāta | jagrāha cāpam ca tataḥ smayitvā ||46||

Jenes von ihm gesprochene Wort hörend, wurde Saumitri, der Feindevernichter, zornig; es nicht ertragend, sprang er auf, und ergriff, lächelnd, seinen Bogen.

Wort für Wort
tat tasya vākyam bruvataḥ niśamya
jenes von ihm gesprochene Wort hörend
cukopa saumitriḥ amitrahantā
wurde Saumitri, der Feindevernichter, zornig
amṛṣyamāṇaḥ ca samutpapāta
es nicht ertragend, sprang er auf
jagrāha cāpam ca tataḥ smayitvā
und ergriff, lächelnd, den Bogen

kruddhaḥ saumitrirutpatya tūṇādākṣipya sāyakam | purastādatikāyasya vicakarṣa mahaddhanuḥ ||47||

Zornig, Saumitri, aufspringend, einen Pfeil aus dem Köcher ziehend, spannte er vor Atikāya seinen großen Bogen.

Wort für Wort
kruddhaḥ saumitriḥ utpatya
zornig, Saumitri, aufspringend
tūṇāt ākṣipya sāyakam
einen Pfeil aus dem Köcher ziehend
purastāt atikāyasya
vor Atikāya
vicakarṣa mahat dhanuḥ
spannte den großen Bogen

pūrayansa mahīm śailānākāśaṃ sāgaram diśaḥ | jyāśabdo lakṣmaṇasyograstrāsayanrajanīcarān ||48||

Die Erde, die Berge, den Himmel, das Meer, die Himmelsrichtungen erfüllend, erschreckte der furchtbare Klang von Lakṣmaṇas Bogensehne die Nachtwandler.

Wort für Wort
pūrayan saḥ mahīm śailān
erfüllend die Erde, die Berge
ākāśam sāgaram diśaḥ
den Himmel, das Meer, die Richtungen
jyāśabdaḥ lakṣmaṇasya ugraḥ
der furchtbare Bogensehnen-Klang Lakṣmaṇas
trāsayan rajanīcarān
erschreckte die Nachtwandler

saumitreścāpanirghoṣam śrutvā pratibhayam tadā | visiṣmiye mahātejā rākṣasendrātmajo balī ||49||

Als er Saumitris furchterregendes Bogengetöse hörte, staunte da der glanzvolle, starke Sohn des Rākṣasa-Fürsten.

Wort für Wort
saumitreḥ cāpa-nirghoṣam
Saumitris Bogengetöse
śrutvā pratibhayam tadā
hörend, furchterregend, da
visiṣmiye mahātejāḥ
staunte der Glanzvolle
rākṣasendra-ātmajaḥ balī
der starke Sohn des Rākṣasa-Fürsten

tadātikāyaḥ kupito dṛṣṭvā lakṣmaṇamutthitam | ādāya niśitaṃ bāṇamidam vacanamabravīt ||50||

Da, zornig, Atikāya, Lakṣmaṇa aufgestanden sehend, einen scharfen Pfeil ergreifend, sprach dieses Wort:

Wort für Wort
tadā atikāyaḥ kupitaḥ
da Atikāya, zornig
dṛṣṭvā lakṣmaṇam utthitam
Lakṣmaṇa aufgestanden sehend
ādāya niśitam bāṇam
einen scharfen Pfeil ergreifend
idam vacanam abravīt
sprach dieses Wort

bālastvamasi saumitre vikrameṣvavicakṣaṇaḥ | gaccha kim kālasadṛśaṃ mām yodhayitumicchasi ||51||

'Ein Kind bist du, Saumitri, unerfahren in Taten der Tapferkeit; geh! Warum willst du mich, dem Todesgott gleich, bekämpfen?'

Wort für Wort
bālaḥ tvam asi saumitre
ein Kind bist du, Saumitri
vikrameṣu avicakṣaṇaḥ
unerfahren in Taten der Tapferkeit
gaccha kim kāla-sadṛśam
geh, warum den Todesgott gleichenden
mām yodhayitum icchasi
willst du mich bekämpfen

na hi madbāhusṛṣṭānāmastrāṇām himavānapi | soḍhumutsahate vegamantarikṣamatho mahī ||52||

'Denn nicht einmal der Himalaya vermag die Wucht der von meinem Arm entsandten Waffen zu ertragen, noch der Luftraum, noch die Erde.'

Wort für Wort
na hi mat-bāhu-sṛṣṭānām
denn nicht der von meinem Arm entsandten
astrāṇām himavān api
der Waffen, selbst der Himalaya
soḍhum utsahate vegam
vermag die Wucht zu ertragen
antarikṣam atho mahī
noch der Luftraum, noch die Erde

sukhaprasuptam kālāgniṃ prabodhayitumicchasi | nyasya cāpaṃ nivartasva mā prāṇāñjahi madgataḥ ||53||

'Du willst das friedlich schlafende Weltuntergangsfeuer wecken - leg den Bogen nieder und kehre um, verliere nicht dein Leben durch mich!'

Wort für Wort
sukha-prasuptam kālāgnim
das friedlich schlafende Weltuntergangsfeuer
prabodhayitum icchasi
willst du wecken
nyasya cāpam nivartasva
leg den Bogen nieder, kehre um
mā prāṇān jahi madgataḥ
verliere nicht dein Leben durch mich

atha vā tvaṃ pratiṣṭabdho na nivartitumicchasi | tiṣṭha prāṇānparityajya gamiṣyasi yamakṣayam ||54||

'Oder aber, wenn du, verstockt, nicht umkehren willst, dann bleib stehen - dein Leben aufgebend, wirst du zum Reich des Todesgottes gehen.'

Wort für Wort
atha vā tvam pratiṣṭabdhaḥ
oder aber du, verstockt
na nivartitum icchasi
willst nicht umkehren
tiṣṭha prāṇān parityajya
bleib stehen, das Leben aufgebend
gamiṣyasi yamakṣayam
wirst du zum Reich des Todesgottes gehen

paśya me niśitān bāṇāna ridarpaniṣūdanān | īśvarāyudhasaṅkāśāṃstaptakāñcanabhūṣaṇān ||55||

'Sieh meine scharfen Pfeile, die den Stolz der Feinde vernichten, Śivas Waffen gleich, mit geglühtem Gold geschmückt.'

Wort für Wort
paśya me niśitān bāṇān
sieh meine scharfen Pfeile
ari-darpa-niṣūdanān
die den Stolz der Feinde vernichten
īśvara-āyudha-saṅkāśān
Śivas Waffen gleich
tapta-kāñcana-bhūṣaṇān
mit geglühtem Gold geschmückt

eṣa te sarpasaṅkāśo bāṇaḥ pāsyati śoṇitam | mṛgarāja iva kruddho nāgarājasya śoṇitam ||56||

'Dieser schlangengleiche Pfeil wird dein Blut trinken, wie ein zorniger Löwenkönig das Blut eines Elefantenfürsten.'

Wort für Wort
eṣaḥ te sarpa-saṅkāśaḥ bāṇaḥ
dieser schlangengleiche Pfeil
pāsyati śoṇitam
wird dein Blut trinken
mṛgarājaḥ iva kruddhaḥ
wie ein zorniger Löwenkönig
nāgarājasya śoṇitam
das Blut eines Elefantenfürsten

śrutvātikāyasya vacaḥ saroṣaṃ | sagarvitam samyati rājaputraḥ | sa sañcukopātibalo masvī | uvāca vākyam ca tato mahārtham ||57||

Als er Atikāyas zorniges, stolzes Wort im Kampf gehört hatte, der Prinz, der überaus kraftvolle, zürnend, sprach er dann ein bedeutungsvolles Wort:

Wort für Wort
śrutvā atikāyasya vacaḥ saroṣam
Atikāyas zorniges Wort hörend
sagarvitam saṃyati rājaputraḥ
stolz im Kampf, der Prinz
saḥ sañcukopa atibalaḥ
er wurde zornig, der überaus Kraftvolle
uvāca vākyam ca tataḥ mahārtham
sprach dann ein bedeutungsvolles Wort

na vākyamātreṇa bhavānpradhāno | na katthanātsatpuruṣā bhavanti | mayi sthite dhanvini bāṇapāṇau | vidarśayasvātmabalam durātman ||58||

'Nicht allein durch Worte bist du der Erste; nicht durch Prahlerei werden Männer zu edlen Männern. Während ich hier stehe, mit Bogen und Pfeil in der Hand, zeig deine eigene Kraft, Bösgesinnter!'

Wort für Wort
na vākya-mātreṇa bhavān pradhānaḥ
nicht allein durch Worte bist du der Erste
na katthanāt satpuruṣāḥ bhavanti
nicht durch Prahlerei werden Männer edel
mayi sthite dhanvini bāṇapāṇau
während ich, Bogen und Pfeil in der Hand, hier stehe
vidarśayasva ātmabalam durātman
zeig deine eigene Kraft, Bösgesinnter

karmaṇā sūcayātmānaṃ na vikatthitumarhasi | pauruṣeṇa tu yo yuktaḥ sa tu śūra iti smṛtaḥ ||59||

'Zeig dich selbst durch die Tat, nicht durch Prahlerei; wer aber mit Mannheit begabt ist, der gilt als Held.'

Wort für Wort
karmaṇā sūcaya ātmānam
zeig dich selbst durch die Tat
na vikatthitum arhasi
du solltest nicht prahlen
pauruṣeṇa tu yaḥ yuktaḥ
wer aber mit Mannheit begabt ist
saḥ tu śūraḥ iti smṛtaḥ
der gilt als Held

sarvāyudhasamāyukto dhanvī tvam rathamāsthitaḥ | śarairvā yadi vāpyastrairdarśayasva parākramam ||60||

'Mit allen Waffen ausgerüstet, den Bogen führend, auf dem Wagen stehend, zeig deine Tapferkeit, sei es mit Pfeilen oder mit Zauberwaffen!'

Wort für Wort
sarva-āyudha-samāyuktaḥ
mit allen Waffen ausgerüstet
dhanvī tvam ratham āsthitaḥ
der Bogenschütze, du, auf dem Wagen stehend
śaraiḥ vā yadi vā api astraiḥ
sei es mit Pfeilen oder mit Zauberwaffen
darśayasva parākramam
zeig deine Tapferkeit

tataḥ śiraste niśitaiḥ pātayiṣyāmyaham śaraiḥ | mārutaḥ kālasampakvam vṛntāttālaphalaṃ yathā ||61||

'Dann werde ich dir mit scharfen Pfeilen das Haupt fällen, wie der Wind eine reife Palmfrucht vom Stiel.'

Wort für Wort
tataḥ śiraḥ te niśitaiḥ
dann dein Haupt mit scharfen
pātayiṣyāmi aham śaraiḥ
werde ich mit Pfeilen fällen
mārutaḥ kāla-sampakvam
der Wind eine reife
vṛntāt tālaphalam yathā
vom Stiel wie eine Palmfrucht

adya te māmakā bāṇāstaptakāñcanabhūṣaṇāḥ | pāsyanti rudhiram gātrādbāṇaśalyāntarotthitam ||62||

'Heute werden meine mit geglühtem Gold geschmückten Pfeile das Blut trinken, das aus den vom Pfeilstachel durchbohrten Gliedern hervorquillt.'

Wort für Wort
adya te māmakāḥ bāṇāḥ
heute werden meine Pfeile
tapta-kāñcana-bhūṣaṇāḥ
mit geglühtem Gold geschmückt
pāsyanti rudhiram gātrāt
das Blut aus den Gliedern trinken
bāṇa-śalya-antara-utthitam
das aus dem Pfeilstachel hervorquillt

bālo.ayamiti vijñāya na māvajñātumarhasi | bālo vā yadi vā vṛddho mṛtyum jānīhi samyuge ||63||

'Denke nicht, weil du weißt, dies ist ein Kind, dass du mich verachten darfst; ob Kind oder Greis - erkenne im Kampf den Tod.'

Wort für Wort
bālaḥ ayam iti vijñāya
'dies ist ein Kind' wissend
na mā avajñātum arhasi
solltest du mich nicht verachten
bālaḥ vā yadi vā vṛddhaḥ
ob Kind oder Greis
mṛtyum jānīhi saṃyuge
erkenne im Kampf den Tod

bālena viṣṇunā lokāstrayaḥ krāntāstrivikramaiḥ | lakṣmaṇasya vacaḥ śrutvā hetumatparamārthavat ||64||

'Als Kind durchmaß Viṣṇu mit drei Schritten die drei Welten.' Als er Lakṣmaṇas begründetes, bedeutungsvolles Wort gehört hatte,

Wort für Wort
bālena viṣṇunā lokāḥ trayaḥ
von dem kindlichen Viṣṇu die drei Welten
krāntāḥ trivikramaiḥ
durchmessen mit drei Schritten
lakṣmaṇasya vacaḥ śrutvā
Lakṣmaṇas Wort hörend
hetumat paramārthavat
begründet, bedeutungsvoll

atikāyaḥ pracukrodha bāṇam cottamamādade ||65||

wurde Atikāya zornig und ergriff einen vortrefflichen Pfeil.

Wort für Wort
atikāyaḥ pracukrodha
wurde Atikāya zornig
bāṇam ca uttamam ādade
und ergriff einen vortrefflichen Pfeil

tato.atikāyaḥ kupitaścāpamāropya sāyakam | lakṣmaṇasya pracikṣepa saṅkṣipanniva cāmbaram ||66||

Da, zornig, Atikāya, den Pfeil auf den Bogen legend, schleuderte ihn gegen Lakṣmaṇa, als wolle er den Himmel zusammenziehen.

Wort für Wort
tataḥ atikāyaḥ kupitaḥ
da Atikāya, zornig
cāpam āropya sāyakam
den Pfeil auf den Bogen legend
lakṣmaṇasya pracikṣepa
schleuderte ihn gegen Lakṣmaṇa
saṅkṣipan iva ca ambaram
als wolle er den Himmel zusammenziehen

tamāpatantaṃ niśitam śaramāśīviṣopamam | ardhacandreṇa ciccheda lakṣmaṇaḥ paravīrahā ||67||

Jenen herannahenden, scharfen, schlangengiftgleichen Pfeil zerschnitt Lakṣmaṇa, der Feindeshelden-Vernichter, mit einem Halbmondpfeil.

Wort für Wort
tam āpatantam niśitam
jenen herannahenden, scharfen
śaram āśīviṣa-upamam
Pfeil, schlangengiftgleich
ardhacandreṇa ciccheda
zerschnitt mit einem Halbmondpfeil
lakṣmaṇaḥ paravīrahā
Lakṣmaṇa, der Feindeshelden-Vernichter

taṃ nikṛttam śaram dṛṣṭvā kṛttabhogamivoragam | atikāyo bhṛśam kruddhaḥ pañcabāṇānsamādade ||68||

Jenen zerschnittenen Pfeil, einer zerschnittenen Schlangenwindung gleich, erblickend, ergriff Atikāya, heftig zornig, fünf Pfeile.

Wort für Wort
tam nikṛttam śaram dṛṣṭvā
jenen zerschnittenen Pfeil erblickend
kṛtta-bhogam iva uragam
einer zerschnittenen Schlangenwindung gleich
atikāyaḥ bhṛśam kruddhaḥ
Atikāya, heftig zornig
pañca bāṇān samādade
ergriff fünf Pfeile

tāñśarānsampracikṣepa lakṣmaṇāya niśācaraḥ | tānaprāptāñśaraistīkṣṇaiściccheda bharatānujaḥ ||69||

Jene Pfeile schleuderte der Nachtwandler gegen Lakṣmaṇa; sie, bevor sie ihn erreichten, zerschnitt Bharatas jüngerer Bruder mit scharfen Pfeilen.

Wort für Wort
tān śarān sampracikṣepa
jene Pfeile schleuderte
lakṣmaṇāya niśācaraḥ
gegen Lakṣmaṇa, der Nachtwandler
tān aprāptān śaraiḥ tīkṣṇaiḥ
sie, bevor sie ihn erreichten, mit scharfen Pfeilen
ciccheda bharatānujaḥ
zerschnitt Bharatas jüngerer Bruder

sa tāṃśchittvā śaraistīkṣṇairlakṣmaṇaḥ paravīrahā | ādade niśitaṃ bāṇam jvalantamiva tejasā ||70||

Er, sie mit scharfen Pfeilen zerschneidend, Lakṣmaṇa, der Feindeshelden-Vernichter, ergriff einen scharfen Pfeil, wie von Glanz lodernd.

Wort für Wort
saḥ tān chittvā śaraiḥ tīkṣṇaiḥ
er, sie mit scharfen Pfeilen zerschneidend
lakṣmaṇaḥ paravīrahā
Lakṣmaṇa, der Feindeshelden-Vernichter
ādade niśitam bāṇam
ergriff einen scharfen Pfeil
jvalantam iva tejasā
wie von Glanz lodernd

tamādāya dhanuḥ śreṣṭhe yojayāmāsa lakṣmaṇaḥ | vicakarṣa ca vegena visasarja ca sāyakam ||71||

Diesen ergreifend, legte Lakṣmaṇa ihn auf den vortrefflichen Bogen, spannte ihn mit Wucht und schoss den Pfeil ab.

Wort für Wort
tam ādāya dhanuḥ śreṣṭhe
diesen ergreifend, auf den vortrefflichen Bogen
yojayāmāsa lakṣmaṇaḥ
legte Lakṣmaṇa
vicakarṣa ca vegena
und spannte mit Wucht
visasarja ca sāyakam
und schoss den Pfeil ab

pūrṇāyatavisṛṣṭena śareṇānata parvaṇā | lalāṭe rākṣasaśreṣṭhamājaghāna sa vīryavān ||72||

Mit dem voll gespannt abgeschossenen, gebogenknotigen Pfeil traf der Tapfere den besten der Rākṣasas an der Stirn.

Wort für Wort
pūrṇa-āyata-visṛṣṭena
mit dem voll gespannt abgeschossenen
śareṇa ānata-parvaṇā
mit dem gebogenknotigen Pfeil
lalāṭe rākṣasaśreṣṭham
an der Stirn den besten der Rākṣasas
ājaghāna saḥ vīryavān
traf der Tapfere

sa lalāṭe śaro magnastasya bhīmasya rakṣasaḥ | dadṛśe śoṇitenāktaḥ pannagendra ivāhave ||73||

Jener in der Stirn jenes furchtbaren Rākṣasa versunkene Pfeil erschien, von Blut befleckt, wie ein Schlangenfürst im Kampf.

Wort für Wort
saḥ lalāṭe śaraḥ magnaḥ
jener in der Stirn versunkene Pfeil
tasya bhīmasya rakṣasaḥ
jenes furchtbaren Rākṣasa
dadṛśe śoṇitena āktaḥ
erschien, von Blut befleckt
pannagendraḥ iva āhave
wie ein Schlangenfürst im Kampf

rākṣasaḥ pracakampe ca lakṣmaṇeṣu prakampitaḥ | rudrabāṇahataṃ bhīmam yathā tripuragopuram ||74||

Der Rākṣasa erbebte, von Lakṣmaṇas Pfeil erschüttert, wie das furchtbare Stadttor von Tripura, von Rudras Pfeil getroffen.

Wort für Wort
rākṣasaḥ pracakampe ca
der Rākṣasa erbebte
lakṣmaṇa-iṣu-prakampitaḥ
von Lakṣmaṇas Pfeil erschüttert
rudra-bāṇa-hatam bhīmam
vom Pfeil Rudras getroffen, furchtbar
yathā tripura-gopuram
wie das Stadttor von Tripura

cintayāmāsa cāśvasya vimṛśya ca mahābalaḥ | sādhu bāṇanipātena śvāghaniyo.asi me ripuḥ ||75||

Und, sich erholend, dachte der Gewaltige nach und überlegte: 'Fürwahr, durch diesen Pfeilschlag bist du, mein Feind, lobenswert.'

Wort für Wort
cintayāmāsa ca āśvasya
und dachte nach, sich erholend
vimṛśya ca mahābalaḥ
und überlegend, der Gewaltige
sādhu bāṇa-nipātena
fürwahr, durch diesen Pfeilschlag
śvāghanīyaḥ asi me ripuḥ
bist du, mein Feind, lobenswert

vicāryaivam vinamyāsyaṃ vinamya ca bhujāvubhau | sa rathopasthamāsthāya rathena pracacāra ha ||76||

So bedenkend, das Gesicht neigend und beide Arme beugend, stand er auf der Wagenplattform und fuhr mit dem Wagen umher.

Wort für Wort
vicārya evam vinamya āsyam
so bedenkend, das Gesicht neigend
vinamya ca bhujau ubhau
und beide Arme beugend
saḥ ratha-upastham āsthāya
er, auf der Wagenplattform stehend
rathena pracacāra ha
fuhr mit dem Wagen umher

ekam trīnpañca sapteti sāyakānrākṣasarṣabhaḥ | ādade sandadhe cāpi vicakarṣotsasarja ca ||77||

Einen, drei, fünf, sieben Pfeile ergriff der Rākṣasa-Stier, legte sie an, spannte und schoss sie ab.

Wort für Wort
ekam trīn pañca sapta iti
einen, drei, fünf, sieben
sāyakān rākṣasa-ṛṣabhaḥ
Pfeile, der Rākṣasa-Stier
ādade sandadhe ca api
ergriff und legte sie an
vicakarṣa utsasarja ca
spannte und schoss sie ab

te bāṇāḥ kālasaṅkāśā rākṣasendradhanuścyutāḥ | hemapuṅkhā raviprakhyāścakrurdīptamivāmbaram ||78||

Jene todesgleichen, vom Bogen des Rākṣasa-Fürsten abgeschossenen, goldbefiederten, sonnenglänzenden Pfeile ließen den Himmel wie lodernd erscheinen.

Wort für Wort
te bāṇāḥ kāla-saṅkāśāḥ
jene todesgleichen Pfeile
rākṣasendra-dhanuḥ-cyutāḥ
vom Bogen des Rākṣasa-Fürsten abgeschossen
hemapuṅkhāḥ ravi-prakhyāḥ
goldbefiedert, sonnenglänzend
cakruḥ dīptam iva ambaram
ließen den Himmel wie lodernd erscheinen

tatastānrākṣasotsṛṣṭāñśaraughānrāvaṇānujaḥ | asambhrāntaḥ praciccheda niśitairbahubhiḥ śaraiḥ ||79||

Da zerschnitt Rāghavas jüngerer Bruder, unbeirrt, jene vom Rākṣasa entsandten Pfeilfluten mit vielen scharfen Pfeilen.

Wort für Wort
tataḥ tān rākṣasa-utsṛṣṭān
da jene vom Rākṣasa entsandten
śara-oghān rāghavānujaḥ
Pfeilfluten, Rāghavas jüngerer Bruder
asambhrāntaḥ praciccheda
unbeirrt zerschnitt
niśitaiḥ bahubhiḥ śaraiḥ
mit vielen scharfen Pfeilen

tāñśarānyudhi samprekṣya nikṛttānrāvaṇātmajaḥ | cukopa tridaśendrārirjagrāha niśitam śaram ||80||

Jene im Kampf zerschnittenen Pfeile erblickend, wurde Rāvaṇas Sohn zornig, der Feind Indras, und ergriff einen scharfen Pfeil.

Wort für Wort
tān śarān yudhi samprekṣya nikṛttān
jene im Kampf zerschnittenen Pfeile erblickend
cukopa rāvaṇātmajaḥ
wurde Rāvaṇas Sohn zornig
tridaśendra-ariḥ
der Feind Indras
jagrāha niśitam śaram
ergriff einen scharfen Pfeil

sa sandhāya mahātejāstaṃ bāṇam sahasotsṛjat | tataḥ saumitrimāyāntamājaghāna stanāntare ||81||

Er, der Glanzvolle, jenen Pfeil anlegend, schoss ihn jäh ab; da traf er den herannahenden Saumitri zwischen den Brüsten.

Wort für Wort
saḥ sandhāya mahātejāḥ
er, ihn anlegend, der Glanzvolle
tam bāṇam sahasā utsṛjat
schoss jenen Pfeil jäh ab
tataḥ saumitrim āyāntam
da den herannahenden Saumitri
ājaghāna stanāntare
traf zwischen den Brüsten

atikāyena saumitristāḍito yudhi vakṣasi | susrāva rudhiram tīvraṃ madaṃ matta iva dvipaḥ ||82||

Von Atikāya an der Brust getroffen im Kampf, vergoss Saumitri heftig Blut, wie ein brünstiger Elefant seinen Saft.

Wort für Wort
atikāyena saumitriḥ tāḍitaḥ
von Atikāya getroffen, Saumitri
yudhi vakṣasi
im Kampf an der Brust
susrāva rudhiram tīvram
vergoss heftig Blut
madam mattaḥ iva dvipaḥ
wie ein brünstiger Elefant seinen Saft

sa cakāra tadātmānam viśalyaṃ sahasā vibhuḥ | jagrāha ca śaram tīṣṇamastreṇāpi samādadhe ||83||

Er machte sich da jäh selbst pfeilfrei, der Mächtige, und ergriff einen scharfen Pfeil und belegte ihn mit einer Zauberwaffe.

Wort für Wort
saḥ cakāra tadā ātmānam
er machte sich da
viśalyam sahasā vibhuḥ
jäh pfeilfrei, der Mächtige
jagrāha ca śaram tīkṣṇam
und ergriff einen scharfen Pfeil
astreṇa api samādadhe
und belegte ihn mit einer Zauberwaffe

āgneyena tadāstreṇa yojayāmāsa sāyakam | sa jajvāla tadā bāṇo dhanuścāsya mahātmanaḥ ||84||

Mit der Feuerwaffe belegte er da den Pfeil; da entbrannte der Pfeil, und auch der Bogen jenes Hochgesinnten.

Wort für Wort
āgneyena tadā astreṇa
mit der Feuerwaffe da
yojayāmāsa sāyakam
belegte er den Pfeil
saḥ jajvāla tadā bāṇaḥ
da entbrannte der Pfeil
dhanuḥ ca asya mahātmanaḥ
und auch der Bogen jenes Hochgesinnten

atikāyo.atitejasvī sauramastram samādade | tena bāṇaṃ bhujaṅgābham hemapuṅkhamayojayat ||85||

Atikāya, der überaus Glanzvolle, ergriff die Sonnenwaffe; mit ihr belegte er einen schlangengleichen, goldbefiederten Pfeil.

Wort für Wort
atikāyaḥ atitejasvī
Atikāya, der überaus Glanzvolle
sauram astram samādade
ergriff die Sonnenwaffe
tena bāṇam bhujaṅgābham
mit ihr einen schlangengleichen Pfeil
hemapuṅkham ayojayat
goldbefiedert belegte er

tatastam jvalitaṃ ghoram lakṣmaṇaḥ śaramāhitam | atikāyāya cikṣepa kāladaṇḍamivāntakaḥ ||86||

Da schleuderte Lakṣmaṇa jenen lodernden, furchtbaren, angelegten Pfeil gegen Atikāya, wie der Todesgott seinen Todesstab.

Wort für Wort
tataḥ tam jvalitam ghoram
da jenen lodernden, furchtbaren
lakṣmaṇaḥ śaram āhitam
Lakṣmaṇa, den angelegten Pfeil
atikāyāya cikṣepa
schleuderte gegen Atikāya
kāladaṇḍam iva antakaḥ
wie der Todesgott seinen Todesstab

āgneyenābhisamyuktam dṛṣṭvā bāṇaṃ niśācaraḥ | utsasarja tadā bāṇam dīptam sūryāstrayojitam ||87||

Als der Nachtwandler den mit der Feuerwaffe belegten Pfeil sah, schoss er da einen lodernden, mit der Sonnenwaffe belegten Pfeil ab.

Wort für Wort
āgneyena abhisamyuktam
mit der Feuerwaffe belegten
dṛṣṭvā bāṇam niśācaraḥ
den Pfeil sehend, der Nachtwandler
utsasarja tadā bāṇam dīptam
schoss da einen lodernden Pfeil ab
sūrya-astra-yojitam
mit der Sonnenwaffe belegt

tāvubhāvambare bāṇāvanyonyamabhijaghnatuḥ | tejasā sampradīptāgrau kruddhāviva bhujam gamau ||88||

Jene beiden Pfeile trafen einander in der Luft, an der Spitze von Glanz entbrannt, wie zwei zornige Schlangen.

Wort für Wort
tau ubhau ambare bāṇau
jene beiden Pfeile in der Luft
anyonyam abhijaghnatuḥ
trafen einander
tejasā sampradīpta-agrau
an der Spitze von Glanz entbrannt
kruddhau iva bhujaṃgamau
wie zwei zornige Schlangen

tāvanyonyam vinirdahya petaturdharaṇītale | nirarciṣau bhasmakṛtau na bhrājete śarottamau ||89||

Sie, einander verbrennend, fielen zu Boden; ohne Flamme, zu Asche geworden, erstrahlten die vortrefflichen Pfeile nicht mehr.

Wort für Wort
tau anyonyam vinirdahya
sie, einander verbrennend
petatuḥ dharaṇītale
fielen zu Boden
nirarciṣau bhasmakṛtau
ohne Flamme, zu Asche geworden
na bhrājete śarottamau
erstrahlten die vortrefflichen Pfeile nicht mehr

tāvubharu dīpyamānau sma na bhrājete mahītale ||90||

Beide, lodernd, erstrahlten nicht mehr auf der Erde.

Wort für Wort
tau ubhau dīpyamānau sma
beide, lodernd
na bhrājete mahītale
erstrahlten nicht mehr auf der Erde

tato.atikāyaḥ saṅkruddhastvastramaiṣīkamutsṛjat | tatpraciccheda saumitrirastramaindreṇa vīryavān ||91||

Da, zornig, schoss Atikāya die Aiṣīka-Waffe ab; diese zerschnitt der tapfere Saumitri mit der Aindra-Waffe.

Wort für Wort
tataḥ atikāyaḥ saṅkruddhaḥ
da Atikāya, zornig
tu astram aiṣīkam utsṛjat
schoss die Aiṣīka-Waffe ab
tat praciccheda saumitriḥ
diese zerschnitt Saumitri
astram aindreṇa vīryavān
mit der Aindra-Waffe, der Tapfere

aiṣīkaṃ nihatam dṛṣṭvā kumāro rāvaṇātmajaḥ | yāmyenāstreṇa saṅkruddho yojayāmāsa sāyakam ||92||

Als er die Aiṣīka-Waffe vernichtet sah, der Prinz, Rāvaṇas Sohn, belegte er zornig einen Pfeil mit der Yama-Waffe.

Wort für Wort
aiṣīkam nihatam dṛṣṭvā
die Aiṣīka-Waffe vernichtet sehend
kumāraḥ rāvaṇātmajaḥ
der Prinz, Rāvaṇas Sohn
yāmyena astreṇa saṅkruddhaḥ
mit der Yama-Waffe, zornig
yojayāmāsa sāyakam
belegte einen Pfeil

tatastadastram cikṣepa lakṣmaṇāya niśācaraḥ | vāyavyena tadastram tu nijaghāna sa lakṣmaṇaḥ ||93||

Da schleuderte der Nachtwandler jene Waffe gegen Lakṣmaṇa; mit der Wind-Waffe aber vernichtete Lakṣmaṇa jene Waffe.

Wort für Wort
tataḥ tat astram cikṣepa
da schleuderte jene Waffe
lakṣmaṇāya niśācaraḥ
gegen Lakṣmaṇa, der Nachtwandler
vāyavyena tat astram tu
mit der Wind-Waffe aber jene Waffe
nijaghāna saḥ lakṣmaṇaḥ
vernichtete Lakṣmaṇa

athainam śaradhārābhirdhārābhiriva toyadaḥ | abhyavarṣata saṅkruddho lakṣmaṇo rāvaṇātmajam ||94||

Dann überschüttete ihn mit Pfeilströmen, wie eine Regenwolke mit Regenströmen, der zornige Lakṣmaṇa den Sohn Rāvaṇas.

Wort für Wort
atha enam śaradhārābhiḥ
dann ihn mit Pfeilströmen
dhārābhiḥ iva toyadaḥ
wie eine Regenwolke mit Regenströmen
abhyavarṣata saṅkruddhaḥ
überschüttete der zornige
lakṣmaṇaḥ rāvaṇātmajam
Lakṣmaṇa den Sohn Rāvaṇas

te.atikāyam samāsādya kavace vajrabhūṣite | bhagnāgraśalyāḥ sahasā peturbāṇā mahītale ||95||

Sie, an Atikāyas mit Diamanten geschmücktem Panzer anlangend, ihre Spitzen zerbrochen, fielen die Pfeile jäh zur Erde.

Wort für Wort
te atikāyam samāsādya
sie, an Atikāya anlangend
kavace vajrabhūṣite
an dem mit Diamanten geschmückten Panzer
bhagna-agra-śalyāḥ sahasā
ihre Spitzen zerbrochen, jäh
petuḥ bāṇāḥ mahītale
fielen die Pfeile zur Erde

tānmoghānabhisamprekṣya lakṣmaṇaḥ paravīrahā | abhyavarṣata bāṇānām sahasreṇa mahāyaśāḥ ||96||

Sie, wirkungslos erblickend, Lakṣmaṇa, der Feindeshelden-Vernichter, der Hochberühmte, überschüttete ihn mit tausend Pfeilen.

Wort für Wort
tān moghān abhisamprekṣya
sie, wirkungslos erblickend
lakṣmaṇaḥ paravīrahā
Lakṣmaṇa, der Feindeshelden-Vernichter
abhyavarṣata bāṇānām
überschüttete mit Pfeilen
sahasreṇa mahāyaśāḥ
mit tausend, der Hochberühmte

sa varṣyamāṇo bāṇaughairatikāyo mahābalaḥ | avadhyakavacaḥ saṅkhye rākṣaso naiva vivyathe ||97||

Er, mit Pfeilfluten überschüttet, Atikāya, der Gewaltige, sein Panzer unverwundbar, der Rākṣasa geriet im Kampf gar nicht ins Wanken.

Wort für Wort
saḥ varṣyamāṇaḥ bāṇa-oghaiḥ
er, mit Pfeilfluten überschüttet
atikāyaḥ mahābalaḥ
Atikāya, der Gewaltige
avadhya-kavacaḥ saṅkhye
sein Panzer unverwundbar, im Kampf
rākṣasaḥ na eva vivyathe
der Rākṣasa geriet gar nicht ins Wanken

śaraṃ cāśīviṣākāraṃ lakṣmaṇāya vyapāsṛjat | sa tena viddhaḥ saumitrirmarmadeśe śareṇa ha ||98||

Und er schoss einen schlangengiftgleichen Pfeil gegen Lakṣmaṇa ab; er, Saumitri, wurde von jenem Pfeil an einer empfindlichen Stelle getroffen.

Wort für Wort
śaram ca āśīviṣa-ākāram
und einen schlangengiftgleichen Pfeil
lakṣmaṇāya vyapāsṛjat
schoss er gegen Lakṣmaṇa ab
saḥ tena viddhaḥ saumitriḥ
er, Saumitri, von jenem getroffen
marmadeśe śareṇa ha
an einer empfindlichen Stelle vom Pfeil

muhūrtamātraṃ niḥsamjño hyabhava cchatrutāpanaḥ | tataḥ samjñāmupālabhya caturbhiḥ sāyatottamaiḥ | nijaghāna hayān saṃkhye sārathim ca mahābalaḥ ||99||

Einen Augenblick lang war der Feindebedränger besinnungslos; dann, wieder zu Bewusstsein gelangt, tötete der Gewaltige mit vier vortrefflichen Pfeilen im Kampf die Pferde und den Wagenlenker.

Wort für Wort
muhūrta-mātram niḥsaṃjñaḥ
einen Augenblick lang besinnungslos
hi abhavat śatrutāpanaḥ
war der Feindebedränger
tataḥ saṃjñām upālabhya
dann, wieder zu Bewusstsein gelangt
caturbhiḥ sāyaka-uttamaiḥ nijaghāna hayān saṃkhye sārathim ca mahābalaḥ
tötete mit vier vortrefflichen Pfeilen im Kampf die Pferde und den Wagenlenker, der Gewaltige

dhvajasyonmathanam kṛtvā śaravarṣai rariṃdamaḥ ||100||

Der Feindebezwinger zerschmetterte mit einem Pfeilregen die Fahnenstange.

Wort für Wort
dhvajasya unmathanam kṛtvā
die Fahnenstange zerschmetternd
śaravarṣaiḥ ariṃdamaḥ
mit einem Pfeilregen, der Feindebezwinger

asaṃbhrāntaḥ sa saumitristān śarānabhilakṣitān | mumoca lakṣmaṇo bāṇān vadhārthaṃ tasya rakṣasaḥ ||101||

Unbeirrt, Saumitri, jene wohlgezielten Pfeile, schoss Lakṣmaṇa Pfeile ab, um jenen Rākṣasa zu töten.

Wort für Wort
asaṃbhrāntaḥ saḥ saumitriḥ
unbeirrt, jener Saumitri
tān śarān abhilakṣitān
jene wohlgezielten Pfeile
mumoca lakṣmaṇaḥ bāṇān
schoss Lakṣmaṇa Pfeile ab
vadhārtham tasya rakṣasaḥ
um jenen Rākṣasa zu töten

na śaśāka rujam kartum yudhi tasya narottamaḥ | athainamabhyupāgamya vāyurvākyamuvāca ha ||102||

Doch vermochte der beste der Männer ihm im Kampf keine Wunde zuzufügen; da nahte sich ihm der Windgott und sprach dieses Wort:

Wort für Wort
na śaśāka rujam kartum
vermochte keine Wunde zuzufügen
yudhi tasya narottamaḥ
im Kampf ihm, der Beste der Männer
atha enam abhyupāgamya
dann sich ihm nähernd
vāyuḥ vākyam uvāca ha
sprach der Windgott dieses Wort

brahmadattavaro hyeṣa avadhya kavacāvṛtaḥ | brāhmeṇāstreṇa bhindhyenameṣa vadhyo hi nānyathā ||103||

'Dieser hat eine Gabe von Brahmā, unverwundbar, von seinem Panzer umhüllt; durchbohre ihn mit der Brahma-Waffe, denn nur so ist er verwundbar, nicht anders.'

Wort für Wort
brahmadatta-varaḥ hi eṣaḥ
dieser hat eine Gabe von Brahmā
avadhya kavaca-āvṛtaḥ
unverwundbar, vom Panzer umhüllt
brāhmeṇa astreṇa bhindhi enam
durchbohre ihn mit der Brahma-Waffe
eṣaḥ vadhyaḥ hi na anyathā
nur so ist er verwundbar, nicht anders

avadhya eṣa hyanyeṣāmastrāṇām kavacī balī ||104||

'Unverwundbar ist er für andere Waffen, der Gepanzerte, der Starke.'

Wort für Wort
avadhyaḥ eṣaḥ hi anyeṣām
unverwundbar ist er für andere
astrāṇām kavacī balī
Waffen, der Gepanzerte, der Starke

tataḥ sa vāyorvacanaṃ niśamya | saumitririndrapratimānavīryaḥ | samādade bāṇamamoghavegaṃ | tadbrāhmamastram sahasā niyojya ||105||

Da, des Windgottes Wort hörend, Saumitri, an Tapferkeit Indra gleich, ergriff einen Pfeil von unfehlbarer Wucht und belegte ihn jäh mit der Brahma-Waffe.

Wort für Wort
tataḥ saḥ vāyoḥ vacanam niśamya
da jenes Wort des Windgottes hörend
saumitriḥ indra-pratimāna-vīryaḥ
Saumitri, an Tapferkeit Indra gleich
samādade bāṇam amogha-vegam
ergriff einen Pfeil von unfehlbarer Wucht
tat brāhmam astram sahasā niyojya
und belegte ihn jäh mit der Brahma-Waffe

tasminvarāstre tu niyujyamāne | saumitriṇā bāṇavare śitāgre | diśaḥ sacandrārkamahāgrahāś ca | nabhaśca tatrāsa rarāsa corvī ||106||

Als jene vortreffliche Waffe von Saumitri auf den vortrefflichen, scharfspitzigen Pfeil gelegt wurde, erzitterten die Himmelsrichtungen samt Mond, Sonne und den großen Planeten, und der Himmel, und die Erde erbebte.

Wort für Wort
tasmin vara-astre tu niyujyamāne
als jene vortreffliche Waffe belegt wurde
saumitriṇā bāṇavare śita-agre
von Saumitri auf den vortrefflichen, scharfspitzigen Pfeil
diśaḥ sa-candra-arka-mahāgrahāḥ ca
die Himmelsrichtungen samt Mond, Sonne, den großen Planeten
nabhaḥ ca tatrāsa rarāsa ca urvī
und der Himmel erzitterte, und die Erde erbebte

taṃ brahmaṇo.astreṇa niyujya cāpe | śaram supuṅkhaṃ yamadūtakalpam | saumitririndrārisutasya tasya | sasarja bāṇam yudhi vajrakalpam ||107||

Diesen mit Brahmās Waffe belegten, schönbefiederten, dem Todesboten gleichenden Pfeil auf dem Bogen, schoss Saumitri den dem Donnerkeil gleichenden Pfeil gegen den Sohn des Feindes Indras im Kampf ab.

Wort für Wort
tam brahmaṇaḥ astreṇa niyujya cāpe
diesen mit Brahmās Waffe auf dem Bogen belegt
śaram supuṅkham yamadūta-kalpam
den schönbefiederten, dem Todesboten gleichenden Pfeil
saumitriḥ indra-ari-sutasya tasya
Saumitri gegen den Sohn des Feindes Indras
sasarja bāṇam yudhi vajrakalpam
schoss den dem Donnerkeil gleichenden Pfeil im Kampf ab

tam lakṣmaṇotsṛṣṭamamoghavegaṃ | samāpatantam jvalanaprakāśam | suvarṇavajrottamacitrapuṅkhaṃ | tadātikāyaḥ samare dadarśa ||108||

Jenen von Lakṣmaṇa abgeschossenen, von unfehlbarer Wucht, feuergleich leuchtend herannahenden, mit goldenem, diamantenem Federschmuck versehenen Pfeil erblickte da Atikāya im Kampf.

Wort für Wort
tam lakṣmaṇa-utsṛṣṭam amogha-vegam
jenen von Lakṣmaṇa abgeschossenen, von unfehlbarer Wucht
samāpatantam jvalana-prakāśam
herannahend, feuergleich leuchtend
suvarṇa-vajra-uttama-citra-puṅkham
mit goldenem, diamantenem Federschmuck
tadā atikāyaḥ samare dadarśa
erblickte da Atikāya im Kampf

taṃ prekṣamāṇaḥ sahasātikāyo | jaghāna bāṇairniśitairanekaiḥ | sa sāyakastasya suparṇavegas | tadātivegena jagāma pārśvam ||109||

Ihn erblickend, schlug Atikāya jäh mit vielen scharfen Pfeilen zu; jener Pfeil, von Garuḍas Geschwindigkeit, ging da mit überaus großer Wucht an seiner Seite vorbei.

Wort für Wort
tam prekṣamāṇaḥ sahasā atikāyaḥ
ihn erblickend, jäh Atikāya
jaghāna bāṇaiḥ niśitaiḥ anekaiḥ
schlug mit vielen scharfen Pfeilen
saḥ sāyakaḥ tasya suparṇa-vegaḥ
jener Pfeil, von Garuḍas Geschwindigkeit
tadā ativegena jagāma pārśvam
ging da mit überaus großer Wucht an seiner Seite vorbei

tamāgataṃ prekṣya tadātikāyo bāṇaṃ pradīptāntakakālakalpam | jaghāna śaktyṛṣṭigadākuṭhāraiḥ śūlairhalaiścāpyavipannaceṣṭaḥ ||110||

Ihn, den herannahenden, dem lodernden Ende des Todesgottes gleichenden Pfeil erblickend, schlug Atikāya, unerschütterten Verhaltens, mit Speeren, Lanzen, Keulen, Äxten, Dreizacken und Pflugscharen zu.

Wort für Wort
tam āgatam prekṣya tadā atikāyaḥ
ihn, den herannahenden, erblickend, da Atikāya
bāṇam pradīpta-antaka-kāla-kalpam
den lodernden, dem Ende des Todesgottes gleichenden Pfeil
jaghāna śakti-ṛṣṭi-gadā-kuṭhāraiḥ
schlug mit Speeren, Lanzen, Keulen, Äxten
śūlaiḥ halaiḥ ca api avipanna-ceṣṭaḥ
mit Dreizacken und Pflugscharen, unerschütterten Verhaltens

tānyāyudhānyadbhutavigrahāṇi | moghāni kṛtvā sa śaro.agnidīptaḥ | prasahya tasyaiva kirīṭajuṣṭaṃ | tadātikāyasya śiro jahāra ||111||

Jene Waffen von wunderbarer Gestalt wirkungslos machend, riss jener feuerlodernde Pfeil gewaltsam das mit dem Diadem geschmückte Haupt Atikāyas fort.

Wort für Wort
tāni āyudhāni adbhuta-vigrahāṇi
jene Waffen von wunderbarer Gestalt
moghāni kṛtvā saḥ śaraḥ agnidīptaḥ
wirkungslos machend, jener feuerlodernde Pfeil
prasahya tasya eva kirīṭa-juṣṭam
gewaltsam dessen mit Diadem geschmücktes
tadā atikāyasya śiraḥ jahāra
riss da Atikāyas Haupt fort

tacchiraḥ saśirastrāṇam lakṣmaṇeṣuprapīḍitam | papāta sahasā bhūmau śṛṅgam himavato yathā ||112||

Jenes Haupt, samt Helm, von Lakṣmaṇas Pfeil zerschmettert, fiel jäh zu Boden, wie ein Gipfel des Himalaya.

Wort für Wort
tat śiraḥ sa-śirastrāṇam
jenes Haupt samt Helm
lakṣmaṇa-iṣu-prapīḍitam
von Lakṣmaṇas Pfeil zerschmettert
papāta sahasā bhūmau
fiel jäh zu Boden
śṛṅgam himavataḥ yathā
wie ein Gipfel des Himalaya

taṃ bhūmau patitaṃ dṛṣṭvā vikṣiptāmbarabhūṣaṇam | babhūvurvyathitāḥ sarve haraśeṣā niśācarāḥ ||113||

Ihn, zu Boden gefallen, Gewand und Schmuck verstreut, sehend, wurden alle übriggebliebenen Nachtwandler bestürzt.

Wort für Wort
tam bhūmau patitam dṛṣṭvā
ihn, zu Boden gefallen, sehend
vikṣipta-ambara-bhūṣaṇam
Gewand und Schmuck verstreut
babhūvuḥ vyathitāḥ sarve
wurden alle bestürzt
hara-śeṣāḥ niśācarāḥ
die übriggebliebenen Nachtwandler

te viṣaṇṇamukhā dīnāḥ prahārajanitaśramāḥ | vineduruccairbahavaḥ sahasā visvaraiḥ svaraiḥ ||114||

Sie, mit bekümmerten Gesichtern, elend, von den Schlägen erschöpft, schrien viele jäh laut mit gebrochenen Stimmen.

Wort für Wort
te viṣaṇṇamukhāḥ dīnāḥ
sie, mit bekümmerten Gesichtern, elend
prahāra-janita-śramāḥ
von den Schlägen erschöpft
vineduḥ uccaiḥ bahavaḥ sahasā
schrien viele jäh laut
visvaraiḥ svaraiḥ
mit gebrochenen Stimmen

tatastatparito yātā nirapekṣā niśācarāḥ | purīmabhimukhā bhītā dravanto nāyake hate ||115||

Da flohen die Nachtwandler, alles andere im Stich lassend, der Stadt zugewandt, von Furcht ergriffen, da ihr Anführer erschlagen war.

Wort für Wort
tataḥ tat paritaḥ yātāḥ
da flohen sie ringsum
nirapekṣāḥ niśācarāḥ
gleichgültig, die Nachtwandler
purīm abhimukhāḥ bhītāḥ
der Stadt zugewandt, von Furcht ergriffen
dravantaḥ nāyake hate
fliehend, da ihr Anführer erschlagen war

praharṣayuktā bahavastu vānarā | prabuddhapadmapratimānanāstadā | apūjayamllakṣmaṇamiṣṭabhāginaṃ | hate ripau bhīmabale durāsade | atibala matikāyamabhrakalpaṃ | yudhi vinipātya sa lakṣmaṇaḥ prahṛṣṭaḥ | tvaritamatha tadā sa rāmapārśvaṃ kapinivahaiśca supūjito jagāma ||116||

Viele Affen aber, von Freude erfüllt, ihre Gesichter da erblühten Lotusblüten gleich, priesen Lakṣmaṇa, der sein Ziel erreicht hatte, als der furchtbar mächtige, unbezwingbare Feind erschlagen war. Nachdem er den überaus starken, wolkengleichen Atikāya im Kampf niedergestreckt hatte, eilte der freudige Lakṣmaṇa da rasch zu Rāmas Seite, von der Schar der Affen hoch geehrt.

Wort für Wort
praharṣa-yuktāḥ bahavaḥ tu vānarāḥ
viele Affen aber, von Freude erfüllt
prabuddha-padma-pratimāna-anāḥ tadā
ihre Gesichter da erblühten Lotusblüten gleich
apūjayan lakṣmaṇam iṣṭabhāginam
priesen Lakṣmaṇa, der sein Ziel erreicht hatte
hate ripau bhīmabale durāsade
als der furchtbar mächtige, unbezwingbare Feind erschlagen war
atibalam atikāyam abhrakalpam
den überaus starken, wolkengleichen Atikāya
yudhi vinipātya saḥ lakṣmaṇaḥ prahṛṣṭaḥ
im Kampf niederstreckend, der freudige Lakṣmaṇa
tvaritam atha tadā saḥ rāmapārśvam
eilte da rasch zu Rāmas Seite
kapinivahaiḥ ca supūjitaḥ jagāma
von der Schar der Affen hoch geehrt, ging er

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