Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa

Sarga 22: Setubandhanam Der Bau der Brücke

athovāca raghuśreṣṭhaḥ sāgaram dāruṇam vacaḥ | adya tvām śoṣayiṣyāmi sapātālam mahārṇava ||1||

Da sprach der Beste der Raghus zum Ozean ein hartes Wort: Heute werde ich dich austrocknen, samt der Unterwelt, großer Ozean.

Wort für Wort
atha uvāca raghuśreṣṭhaḥ
da sprach der Beste der Raghus
sāgaram dāruṇam vacaḥ
zum Ozean ein hartes Wort
adya tvām śoṣayiṣyāmi
heute werde ich dich austrocknen
sapātālam mahārṇava
samt der Unterwelt, großer Ozean

śaranirdagdhatoyasya pariśuṣkasya sāgara | mayā nihatasattvasya pāṃsurutpadyate mahān ||2||

Wenn dein Wasser von meinen Pfeilen verbrannt und ausgetrocknet ist, o Ozean, und deine Wesen von mir vernichtet sind, wird gewaltiger Staub entstehen.

Wort für Wort
śaranirdagdhatoyasya pariśuṣkasya sāgara
von deinem durch Pfeile verbrannten, ausgetrockneten Wasser, o Ozean
mayā nihatasattvasya
von mir, dessen Wesen vernichtet sind
pāṃsuḥ utpadyate mahān
wird gewaltiger Staub entstehen

matkārmukanisṛṣṭena śaravarṣeṇa sāgara | param tīram gamiṣyanti padbhireva plavaṅgamāḥ ||3||

Durch den von meinem Bogen entsandten Pfeilregen, o Ozean, werden die Affen zu Fuß das andere Ufer erreichen.

Wort für Wort
matkārmukanisṛṣṭena śaravarṣeṇa sāgara
durch den von meinem Bogen entsandten Pfeilregen, o Ozean
param tīram gamiṣyanti
werden sie das andere Ufer erreichen
padbhiḥ eva plavaṅgamāḥ
die Affen zu Fuß

vicinvannābhijānāsi pauruṣam vāpi vikramam | dāvnavālaya samtāpam matto nāma gamiṣyasi ||4||

Da du prüfst, erkennst du weder meine Manneskraft noch meine Tapferkeit - Heimstatt der Dānavas, du wirst wahrlich Leid von mir erfahren.

Wort für Wort
vicinvan na abhijānāsi
prüfend erkennst du nicht
pauruṣam vā api vikramam
weder Manneskraft noch Tapferkeit
dānavālaya saṃtāpam
Heimstatt der Dānavas, Leid
mattaḥ nāma gamiṣyasi
wirst du wahrlich von mir erfahren

brāhmeṇāstreṇa samyojya brahmadaṇḍanibham śaram | samyojya dhanuṣi śreṣṭhe vicakarṣa mahābalaḥ ||5||

Mit der Brahma-Waffe verbindend, legte der Starkgewaltige den dem Stabe Brahmas gleichenden Pfeil auf den vortrefflichen Bogen und spannte ihn.

Wort für Wort
brāhmeṇa astreṇa samyojya
mit der Brahma-Waffe verbindend
brahmadaṇḍanibham śaram
den dem Stabe Brahmas gleichenden Pfeil
samyojya dhanuṣi śreṣṭhe
auf den vortrefflichen Bogen legend
vicakarṣa mahābalaḥ
spannte ihn der Starkgewaltige

tasminvikṛṣṭe sahasā rāghaveṇa śarāsane | rodasī sampaphāleva parvatāśca cakampire ||6||

Als der Bogen vom Rāghava plötzlich gespannt wurde, schienen Himmel und Erde zu bersten, und die Berge erbebten.

Wort für Wort
tasmin vikṛṣṭe sahasā
als er plötzlich gespannt wurde
rāghaveṇa śarāsane
der Bogen, vom Rāghava
rodasī sampaphāla iva
Himmel und Erde schienen zu bersten
parvatāḥ ca cakampire
und die Berge erbebten

tamaśca lokamāvavre diśaśca na cakāśire | praticukṣubhire cāśu sarāṃsi saritastadā ||7||

Finsternis hüllte die Welt ein, und die Himmelsrichtungen erstrahlten nicht mehr; Seen und Flüsse gerieten alsbald in Aufruhr.

Wort für Wort
tamaḥ ca lokam āvavre
Finsternis hüllte die Welt ein
diśaḥ ca na cakāśire
und die Himmelsrichtungen erstrahlten nicht
praticukṣubhire ca āśu
gerieten alsbald in Aufruhr
sarāṃsi saritaḥ tadā
Seen und Flüsse da

tiryak ca saha nakṣatraiḥ samgatau candrabhāskarau | bhāskarāṃśubhirādīptam tamasā ca samāvṛtam ||8||

Quer, samt den Sternen, standen Mond und Sonne beieinander; von Sonnenstrahlen erleuchtet und zugleich von Finsternis umhüllt,

Wort für Wort
tiryak ca saha nakṣatraiḥ
quer, samt den Sternen
samgatau candrabhāskarau
standen Mond und Sonne beieinander
bhāskarāṃśubhiḥ ādīptam
von Sonnenstrahlen erleuchtet
tamasā ca samāvṛtam
und zugleich von Finsternis umhüllt

pracakāśe tadākāśamulkāśatavidīpitam | antarikṣācca nirghātā nirjagmuratulasvanāḥ ||9||

erstrahlte da der Himmel, von hundert Meteoren erleuchtet, und aus der Luft ertönten Donnerschläge von unvergleichlichem Klang.

Wort für Wort
pracakāśe tadā ākāśam
da erstrahlte der Himmel
ulkāśatavidīpitam
von hundert Meteoren erleuchtet
antarikṣāt ca nirghātāḥ
und aus der Luft Donnerschläge
nirjagmuḥ atulasvanāḥ
ertönten von unvergleichlichem Klang

vapuḥprakarṣeṇa vavurdivyamārutapaṅktyaḥ | babhañja ca tadā vṛkṣān jaladānudvahan muhuḥ ||10||

Mit gewaltiger Wucht wehten himmlische Windreihen, immer wieder Wolken heranführend, und zerbrachen dabei Bäume.

Wort für Wort
vapuḥprakarṣeṇa vavuḥ
mit gewaltiger Wucht wehten
divyamārutapaṅktyaḥ
himmlische Windreihen
babhañja ca tadā vṛkṣān
und zerbrachen da Bäume
jaladān udvahan muhuḥ
immer wieder Wolken heranführend

ārujaṃścaiva śailāgrān śikharāṇi babhañja ca | divi ca sma mahāvegāḥ samhatāḥ samahāsvanāḥ | mumucurvaidyutānagnīṃste mahāśanayastadā ||11||

Sie rissen die Gipfel der Berge herab und zerbrachen deren Spitzen; am Himmel, mit gewaltiger Wucht und lautem Getöse verbunden, entließen jene gewaltigen Blitzströme Feuer.

Wort für Wort
ārujan ca eva śailāgrān
die Gipfel der Berge herabreißend
śikharāṇi babhañja ca
und die Spitzen zerbrechend
divi ca sma mahāvegāḥ
am Himmel, mit gewaltiger Wucht
samhatāḥ samahāsvanāḥ
verbunden, mit lautem Getöse
mumucuḥ vaidyutān agnīn te mahāśanayaḥ tadā
entließen jene gewaltigen Blitzströme Feuer, da

yāni bhūtāni dṛśyāni cukruśuścāśaneḥ samam | adṛśyāni ca bhūtāni mumucurbhairavasvanam ||12||

Die sichtbaren Wesen schrien wie unter dem Blitzschlag, und auch die unsichtbaren Wesen stießen furchtbare Laute aus.

Wort für Wort
yāni bhūtāni dṛśyāni
die sichtbaren Wesen
cukruśuḥ ca aśaneḥ samam
schrien wie unter dem Blitzschlag
adṛśyāni ca bhūtāni
und die unsichtbaren Wesen
mumucuḥ bhairavasvanam
stießen furchtbare Laute aus

śiśyare cābhibhūtāni samtrastāmyadvijanti ca | sampravivyathire cāpi na ca paspandire bhayāt ||13||

Überwältigt sanken sie nieder, verängstigt und zitternd, ja sie erbebten am ganzen Leib und rührten sich vor Furcht nicht mehr.

Wort für Wort
śiśyare ca abhibhūtāni
überwältigt sanken sie nieder
samtrastāni adyanti ca
verängstigt und zitternd
sampravivyathire ca api
ja sie erbebten am ganzen Leib
na ca paspandire bhayāt
und rührten sich vor Furcht nicht mehr

sahabhūtaiḥ satoyormiḥ sanāgaḥ saharākṣasaḥ | sahasābhūttato vegādbhīmavego mahodadhiḥ ||14||

Samt seinen Wesen, seinen Wasserwogen, seinen Schlangen und Rākṣasas geriet der große Ozean plötzlich durch die Wucht in furchtbare Wallung,

Wort für Wort
sahabhūtaiḥ satoyormiḥ
samt seinen Wesen und Wasserwogen
sanāgaḥ saharākṣasaḥ
samt Schlangen und Rākṣasas
sahasā abhūt tataḥ vegāt
geriet da plötzlich durch die Wucht
bhīmavegaḥ mahodadhiḥ
der große Ozean in furchtbare Wallung

yojanam vyaticakrāma velāmanyatra samplavāt ||15||

und überschritt, ohne Flut, seine Grenze um ein Yojana.

Wort für Wort
yojanam vyaticakrāma
um ein Yojana überschritt er
velām anyatra samplavāt
seine Grenze, ohne Flut

tam tathā samatikrāntam nāticakrāma rāghavaḥ | samuddhatamamitraghno rāmo nadanadīpatim ||16||

Doch obwohl jener so seine Grenze überschritten hatte, ging der Bezwinger der Feinde, Rāma, nicht über das Maß hinaus gegenüber dem erregten Herrn der Flüsse und Ströme.

Wort für Wort
tam tathā samatikrāntam
ihn, der so überschritten hatte
na aticakrāma rāghavaḥ
überschritt der Rāghava nicht
samuddhatam amitraghnaḥ rāmaḥ
gegenüber dem Erregten, der Bezwinger der Feinde, Rāma
nadanadīpatim
dem Herrn der Flüsse und Ströme

tato madhyāt samudrasya sāgaraḥ svayam utthitaḥ | udayan hi mahāśailān meror iva divā karaḥ ||17||

Da erhob sich der Ozean selbst aus seiner Mitte, aufsteigend wie die Sonne über den großen Bergen des Meru.

Wort für Wort
tato madhyāt samudrasya
da aus der Mitte des Ozeans
sāgaraḥ svayam utthitaḥ
erhob sich der Ozean selbst
udayan hi mahāśailān
aufsteigend über die großen Berge
meroḥ iva divākaraḥ
wie die Sonne über den Meru

pannagaiḥ saha dīpta āsyaiḥ samudraḥ pratyadṛśyata | snigdha vaidūrya samkāśo jāmbū nada vibhūṣitaḥ ||18||

Mit feuerspeienden Schlangen erschien der Ozean, glänzend wie Beryll, mit Gold vom Jambū-Fluss geschmückt.

Wort für Wort
pannagaiḥ saha dīptāsyaiḥ
samt feuerspeienden Schlangen
samudraḥ pratyadṛśyata
erschien der Ozean
snigdhavaidūryasaṃkāśaḥ
glänzend wie Beryll
jāmbūnadavibhūṣitaḥ
mit Gold vom Jambū-Fluss geschmückt

ratnamālyāmbaradharaḥ padmapatranibhekṣaṇaḥ | sarvapuṣpamayīm divyām śirasā dhārayan srajam ||19||

Mit Juwelenketten und Gewändern angetan, mit Augen wie Lotusblätter, ein himmlischer, aus allen Blumen gewundener Kranz auf dem Haupt tragend,

Wort für Wort
ratnamālyāmbaradharaḥ
mit Juwelenketten und Gewändern angetan
padmapatranibhekṣaṇaḥ
mit Augen wie Lotusblätter
sarvapuṣpamayīm divyām
einen aus allen Blumen gewundenen, himmlischen
śirasā dhārayan srajam
auf dem Haupt tragend, einen Kranz

jātarūpamayaiścaiva tapanīyavibhūṣito bhūṣaṇottamaiḥ ||20||

mit aus reinem Gold gefertigtem, glühendem, vorzüglichstem Schmuck geziert,

Wort für Wort
jātarūpamayaiḥ ca eva
aus reinem Gold gefertigt
tapanīyavibhūṣitaḥ bhūṣaṇottamaiḥ
mit glühendem, vorzüglichstem Schmuck geziert

ātmajānām ca ratnānām bhūṣito bhūṣaṇottamaiḥ | dhātubhirmaṇḍitaḥ śailo vividhairhimavāniva ||21||

mit den eigenen Juwelen, den vorzüglichsten Schmuckstücken, geschmückt, wie ein mit vielfältigen Mineralien gezierter Berg, dem Himavat gleich,

Wort für Wort
ātmajānām ca ratnānām
mit den eigenen Juwelen
bhūṣitaḥ bhūṣaṇottamaiḥ
geschmückt mit vorzüglichstem Schmuck
dhātubhiḥ maṇḍitaḥ śailaḥ
wie ein mit Mineralien gezierter Berg
vividhaiḥ himavān iva
wie der Himavat mit vielfältigen

ekāvalīmadhyagatam taralam pāṇḍaraprabham | vipulenorasā bibhratkaustubhasya sahodaram ||22||

auf seiner breiten Brust ein inmitten einer einzelnen Perlenkette befindliches, funkelndes, weiß strahlendes Juwel tragend, den Bruder des Kaustubha,

Wort für Wort
ekāvalīmadhyagatam taralam
ein inmitten einer einzelnen Perlenkette befindliches, funkelndes
pāṇḍaraprabham
weiß strahlendes Juwel
vipulena urasā bibhrat
auf seiner breiten Brust tragend
kaustubhasya sahodaram
den Bruder des Kaustubha

āghūrṇitataraṅgaughaḥkālikānilasamkulaḥ | gaṅgāsindhupradhānābhirāpagābhiḥ samāvṛtaḥ ||23||

mit wogenden Wellenmassen, von schwarzen Winden umweht, von den vornehmsten Flüssen, allen voran der Gaṅgā und dem Sindhu, umgeben,

Wort für Wort
āghūrṇitataraṅgaughaḥ
mit wogenden Wellenmassen
kālikānilasamkulaḥ
von schwarzen Winden umweht
gaṅgāsindhupradhānābhiḥ
allen voran Gaṅgā und Sindhu
āpagābhiḥ samāvṛtaḥ
von den Flüssen umgeben

devatānām sarūpābhirnānārūpābhirīśvaraḥ | sāgaraḥ samatikramya pūrvam āmantrya vīryavān | abravīt prāñjalir vākyam rāghavam śarapāṇinam ||24||

und von den in vielfältigen Gestalten erscheinenden Gottheiten begleitet - so trat der Herr, der Ozean, hervor, näherte sich, und sprach, die Hände gefaltet, zu dem Bogenschützen Rāghava dieses Wort.

Wort für Wort
devatānām sarūpābhiḥ nānārūpābhiḥ
von den Gottheiten in vielfältigen Gestalten
īśvaraḥ sāgaraḥ samatikramya
der Herr, der Ozean, hervortretend
pūrvam āmantrya vīryavān
zuerst sich nähernd, der Mächtige
abravīt prāñjaliḥ vākyam
sprach, die Hände gefaltet, ein Wort
rāghavam śarapāṇinam
zu dem Bogenschützen Rāghava

pṛthivī vāyur ākāśam āpo jyotiḥ ca rāghavaḥ | svabhāve saumya tiṣṭhanti śāśvatam mārgam āśritāḥ ||25||

Erde, Wind, Äther, Wasser und Feuer, o Sanftmütiger, verharren in ihrer eigenen Natur, dem ewigen Pfad folgend.

Wort für Wort
pṛthivī vāyuḥ ākāśam
Erde, Wind, Äther
āpaḥ jyotiḥ ca rāghavaḥ
Wasser und Feuer, o Rāghava
svabhāve saumya tiṣṭhanti
verharren, o Sanftmütiger, in ihrer eigenen Natur
śāśvatam mārgam āśritāḥ
dem ewigen Pfad folgend

tat svabhāvo mama api eṣa yad agādho aham aplavaḥ | vikāras tu bhaved rādha etat te pravadāmi aham ||26||

Dies ist auch meine Natur, dass ich unergründlich und unüberquerbar bin; eine Änderung davon aber wäre ein Fehler - dies sage ich dir.

Wort für Wort
tat svabhāvaḥ mama api eṣaḥ
dies ist auch meine Natur
yat agādhaḥ aham aplavaḥ
dass ich unergründlich und unüberquerbar bin
vikāraḥ tu bhavet doṣaḥ
eine Änderung davon aber wäre ein Fehler
etat te pravadāmi aham
dies sage ich dir

na kāmān na ca lobhād vā na bhayāt pārthiva ātmaja | rāgānnakrākulajalam stambhayeyam kathaṃcana ||27||

Nicht aus Begierde, nicht aus Habgier, nicht aus Furcht, o Königssohn, noch aus Leidenschaft würde ich mein von Ungeheuern durchzogenes Wasser jemals zum Stillstand bringen.

Wort für Wort
na kāmāt na ca lobhāt vā
nicht aus Begierde und nicht aus Habgier
na bhayāt pārthivātmaja
nicht aus Furcht, o Königssohn
rāgāt nakrākulajalam
aus Leidenschaft mein von Ungeheuern durchzogenes Wasser
stambhayeyam kathaṃcana
würde ich niemals zum Stillstand bringen

vidhāsye yena gantāsi viṣahiṣye hyaham tathā | na grāhā vidhamiṣyanti yāvatsenā tariṣyati | harīṇām taraṇe rāma kariṣyāmi yathāsthalam ||28||

Ich werde es so einrichten, dass du hinüberziehen kannst, und ich werde es ertragen; die Ungeheuer werden nicht schaden, solange dein Heer überquert - für die Überquerung der Affen, Rāma, werde ich es wie festen Boden machen.

Wort für Wort
vidhāsye yena gantā asi
ich werde es so einrichten, dass du hinüberziehen kannst
viṣahiṣye hi aham tathā
und ich werde es ertragen
na grāhāḥ vidhamiṣyanti
die Ungeheuer werden nicht schaden
yāvat senā tariṣyati
solange dein Heer überquert
harīṇām taraṇe rāma
für die Überquerung der Affen, Rāma
kariṣyāmi yathāsthalam
werde ich es wie festen Boden machen

tamabravīttadā rāmaḥ śṛṇu me varuṇālaya | amogho.ayam mahābāṇaḥ kasmin deśe nipātyatām ||29||

Da sprach Rāma zu ihm: Höre mich, Wohnstatt Varuṇas - dieser unfehlbare gewaltige Pfeil, wo soll er niedergehen?

Wort für Wort
tam abravīt tadā rāmaḥ
da sprach Rāma zu ihm
śṛṇu me varuṇālaya
höre mich, Wohnstatt Varuṇas
amoghaḥ ayam mahābāṇaḥ
dieser unfehlbare gewaltige Pfeil
kasmin deśe nipātyatām
wo soll er niedergehen

rāmasya vacanam śrutvā tam ca dṛṣṭvā mahāśaram | mahodadhirmahātejā rāghavam vākyamabravīt ||30||

Nachdem er Rāmas Wort vernommen und den gewaltigen Pfeil gesehen hatte, sprach der glanzvolle große Ozean zum Rāghava dieses Wort.

Wort für Wort
rāmasya vacanam śrutvā
Rāmas Wort vernehmend
tam ca dṛṣṭvā mahāśaram
und den gewaltigen Pfeil sehend
mahodadhiḥ mahātejāḥ
der glanzvolle große Ozean
rāghavam vākyam abravīt
sprach zum Rāghava ein Wort

uttareṇāvakāśo.asti kaścitpuṇyataro mama | drumakulya iti khyāto loke khyāto yathā bhavān ||31||

Im Norden gibt es eine besonders heilige Stätte bei mir, bekannt als Drumakulya, so berühmt in der Welt wie du selbst.

Wort für Wort
uttareṇa avakāśaḥ asti
im Norden gibt es eine Stätte
kaścit puṇyataraḥ mama
eine besonders heilige bei mir
drumakulya iti khyātaḥ
bekannt als Drumakulya
loke khyātaḥ yathā bhavān
so berühmt in der Welt wie du selbst

ugradarśanakarmāṇo bahavastatra dasyavaḥ | ābhīrapramukhāḥ pāpāḥ pibanti salilam mama ||32||

Dort trinken viele Räuber von furchtbarem Aussehen und Tun, allen voran die sündigen Ābhīras, mein Wasser.

Wort für Wort
ugradarśanakarmāṇaḥ
von furchtbarem Aussehen und Tun
bahavaḥ tatra dasyavaḥ
viele Räuber dort
ābhīrapramukhāḥ pāpāḥ
allen voran die sündigen Ābhīras
pibanti salilam mama
trinken mein Wasser

tairna tatsparśanam pāpam saheyam pāpakarmabhiḥ | amoghaḥ kriyatām rāma tatra teṣu śarottamaḥ ||33||

Von ihnen könnte ich, den Übeltätern, diese Berührung nicht ertragen; möge der unfehlbare vorzüglichste Pfeil dort auf sie gerichtet werden, Rāma.

Wort für Wort
taiḥ na tat sparśanam pāpam
von ihnen könnte ich diese sündige Berührung
saheyam pāpakarmabhiḥ
nicht ertragen, von den Übeltätern
amoghaḥ kriyatām rāma
der unfehlbare möge gerichtet werden, Rāma
tatra teṣu śarottamaḥ
dort auf sie, der vorzüglichste Pfeil

tasya tadvacanam śrutvā sāgarasya mahātmanaḥ | mumoca tam śaram dīptam param sāgaradarśanāt ||34||

Nachdem er dieses Wort des hochgesinnten Ozeans vernommen hatte, entsandte er, dem Anblick des Ozeans folgend, jenen lodernden Pfeil.

Wort für Wort
tasya tat vacanam śrutvā
dessen Wort vernehmend
sāgarasya mahātmanaḥ
des hochgesinnten Ozeans
mumoca tam śaram dīptam
entsandte er jenen lodernden Pfeil
param sāgaradarśanāt
dem Anblick des Ozeans folgend

tena tanmarukāntāram pṛthivyām kila viśrutam | vipātitaḥ śaro yatra vajrāśanisamaprabhaḥ ||35||

Dadurch entstand jene Wüste, in der Welt berühmt, wo der Pfeil, an Glanz dem Blitz und Donner gleich, niederfiel.

Wort für Wort
tena tat marukāntāram
dadurch jene Wüste
pṛthivyām kila viśrutam
auf Erden berühmt
vipātitaḥ śaraḥ yatra
wo der Pfeil niederfiel
vajrāśanisamaprabhaḥ
an Glanz dem Blitz und Donner gleich

nanāda ca tadā tatra vasudhā śalyapīḍitā | tasmādbāṇamukhāttoyamutpapāta rasātalāt ||36||

Da erdröhnte die Erde, von der Pfeilspitze durchbohrt, und aus jener Pfeilöffnung stieg Wasser aus der Unterwelt empor.

Wort für Wort
nanāda ca tadā tatra vasudhā
da erdröhnte dort die Erde
śalyapīḍitā
von der Pfeilspitze durchbohrt
tasmāt bāṇamukhāt toyam
aus jener Pfeilöffnung Wasser
utpapāta rasātalāt
stieg empor aus der Unterwelt

sa babhūva tadā kūpo vraṇa ityeva viśrutaḥ | satatam cotthitam toyam samudrasyeva dṛśyate ||37||

So entstand dort ein Brunnen, bekannt als Wunde; stets steigt dort Wasser auf, das dem des Ozeans gleicht.

Wort für Wort
sa babhūva tadā kūpaḥ
so entstand da ein Brunnen
vraṇa iti eva viśrutaḥ
bekannt als Wunde
satatam ca utthitam toyam
und stets aufsteigendes Wasser
samudrasya iva dṛśyate
erscheint es dem des Ozeans gleich

avadāraṇaśabdaśca dāruṇaḥ samapadyata | tasmāttadbāṇapātena apaḥ kukṣiṣvaśoṣayat ||38||

Ein schrecklicher Laut des Zerreißens entstand; durch jenen Pfeilschlag trocknete er die Gewässer in den Buchten aus.

Wort für Wort
avadāraṇaśabdaḥ ca dāruṇaḥ
und ein schrecklicher Laut des Zerreißens
samapadyata
entstand
tasmāt tadbāṇapātena
durch jenen Pfeilschlag
apaḥ kukṣiṣu aśoṣayat
trocknete er die Gewässer in den Buchten aus

vikhyātam triṣu lokeṣu madhukāntārameva ca | śoṣayitvā tu tam kukṣim rāmo daśarathātmajaḥ ||39||

Nachdem er die in den drei Welten berühmte Wüste Madhukāntāra ausgetrocknet hatte,

Wort für Wort
vikhyātam triṣu lokeṣu
berühmt in den drei Welten
madhukāntāram eva ca
die Wüste Madhukāntāra
śoṣayitvā tu tam kukṣim
nachdem er jene Bucht ausgetrocknet hatte
rāmaḥ daśarathātmajaḥ
Rāma, der Sohn des Daśaratha

varam tasmai dadau vidvānmarave.amaravikramaḥ ||40||

gab Rāma, der Weise, von unvergänglicher Tapferkeit, jener Wüste einen Segen.

Wort für Wort
varam tasmai dadau vidvān
einen Segen gab ihr der Weise
marave amaravikramaḥ
der Wüste, von unvergänglicher Tapferkeit

paśavyaścālparogaśca phalamūlarasāyutaḥ | bahusneho bahukṣīraḥ sugandhirvividhauṣadhiḥ ||41||

Gut für das Vieh, wenig krankheitsanfällig, reich an Früchten, Wurzeln und Säften, reich an Fett und Milch, wohlriechend, mit vielfältigen Heilkräutern,

Wort für Wort
paśavyaḥ ca alparogaḥ ca
gut für das Vieh und wenig krankheitsanfällig
phalamūlarasāyutaḥ
reich an Früchten, Wurzeln und Säften
bahusnehaḥ bahukṣīraḥ
reich an Fett und Milch
sugandhiḥ vividhauṣadhiḥ
wohlriechend, mit vielfältigen Heilkräutern

evametairguṇairyukto bahibhiḥ samyuto maruḥ | rāmasya varadānācca śivaḥ panthā babhūva ha ||42||

mit all diesen und vielen anderen Vorzügen ausgestattet wurde die Wüste, und durch Rāmas Segensgabe wurde ihr Pfad heilvoll.

Wort für Wort
evam etaiḥ guṇaiḥ yuktaḥ
mit all diesen Vorzügen ausgestattet
bahibhiḥ samyutaḥ maruḥ
mit vielen weiteren versehen, die Wüste
rāmasya varadānāt ca
und durch Rāmas Segensgabe
śivaḥ panthā babhūva ha
wurde ihr Pfad heilvoll

tasmin dagdhe tadā kukṣau samudraḥ saritām patiḥ | rāghavam sarvaśāstrajñamidam vacanambravīt ||43||

Nachdem jene Bucht ausgetrocknet war, sprach der Ozean, der Herr der Ströme, zu dem allen Lehrschriften kundigen Rāghava dieses Wort.

Wort für Wort
tasmin dagdhe tadā kukṣau
als jene Bucht ausgetrocknet war
samudraḥ saritām patiḥ
der Ozean, der Herr der Ströme
rāghavam sarvaśāstrajñam
zu dem allen Lehrschriften kundigen Rāghava
idam vacanam abravīt
sprach er dieses Wort

ayam saumya nalo nāma tanujo viśva karmaṇaḥ | pitrā datta varaḥ śrīmān pratimo viśva karmaṇaḥ ||44||

Dieser hier, o Sanftmütiger, mit Namen Nala, ist der Sohn Viśvakarmans, glanzvoll, vom Vater mit einer Gabe versehen, dem Viśvakarman ebenbürtig.

Wort für Wort
ayam saumya nalaḥ nāma
dieser hier, o Sanftmütiger, mit Namen Nala
tanujaḥ viśvakarmaṇaḥ
der Sohn Viśvakarmans
pitrā datta varaḥ śrīmān
vom Vater mit einer Gabe versehen, glanzvoll
pratimaḥ viśvakarmaṇaḥ
dem Viśvakarman ebenbürtig

eṣa setum mahāutsāhaḥ karotu mayi vānaraḥ | tam aham dhārayiṣyāmi tathā hi eṣa yathā pitā ||45||

Dieser Affe, von großem Eifer, möge über mir eine Brücke bauen; ich werde sie tragen, denn er ist wie sein Vater.

Wort für Wort
eṣa setum mahotsāhaḥ
dieser, von großem Eifer, eine Brücke
karotu mayi vānaraḥ
möge der Affe über mir bauen
tam aham dhārayiṣyāmi
ich werde sie tragen
tathā hi eṣa yathā pitā
denn er ist wie sein Vater

evam uktvā udadhir naṣṭaḥ samutthāya nalas tataḥ | abravīd vānara śreṣṭho vākyam rāmam mahābalaḥ ||46||

So sprechend, verschwand der Ozean; da erhob sich Nala, der Beste der Affen, der Starkgewaltige, und sprach zu Rāma ein Wort.

Wort für Wort
evam uktvā udadhiḥ naṣṭaḥ
so sprechend, verschwand der Ozean
samutthāya nalaḥ tataḥ
da erhob sich Nala
abravīt vānaraśreṣṭhaḥ vākyam rāmam
sprach der Beste der Affen ein Wort zu Rāma
mahābalaḥ
der Starkgewaltige

aham setum kariṣyāmi vistīrṇe varuṇa ālaye | pituḥ sāmarthyam āsthāya tattvam āha mahāudadhiḥ ||47||

Ich werde eine Brücke über der weiten Wohnstatt Varuṇas bauen, gestützt auf die Fähigkeit meines Vaters - die Wahrheit hat der große Ozean gesprochen.

Wort für Wort
aham setum kariṣyāmi
ich werde eine Brücke bauen
vistīrṇe varuṇālaye
über der weiten Wohnstatt Varuṇas
pituḥ sāmarthyam āsthāya
gestützt auf die Fähigkeit meines Vaters
tattvam āha mahodadhiḥ
die Wahrheit hat der große Ozean gesprochen

asau tu sāgaro bhīmaḥ setukarmadidṛkṣayā | dadau daṇḍabhayādgādham rāghavāya mahodadhiḥ ||48||

Und jener furchtbare, große Ozean gewährte, aus Furcht vor Strafe und in dem Wunsch, den Brückenbau zu sehen, dem Rāghava eine feste Furt.

Wort für Wort
asau tu sāgaraḥ bhīmaḥ
jener furchtbare Ozean aber
setukarmadidṛkṣayā
im Wunsch, den Brückenbau zu sehen
dadau daṇḍabhayāt gādham
gewährte, aus Furcht vor Strafe, eine feste Furt
rāghavāya mahodadhiḥ
dem Rāghava, der große Ozean

mama mātur varo datto mandare viśva karmaṇā | aurasas tasya putro aham sadṛśo viśva karmaṇā ||49||

Meiner Mutter wurde einst am Mandara von Viśvakarman ein Segen gewährt; ich bin sein leiblicher Sohn, Viśvakarman gleich.

Wort für Wort
mama mātuḥ varaḥ dattaḥ
meiner Mutter wurde ein Segen gewährt
mandare viśvakarmaṇā
am Mandara, von Viśvakarman
aurasaḥ tasya putraḥ aham
ich bin sein leiblicher Sohn
sadṛśaḥ viśvakarmaṇā
Viśvakarman gleich

aurasastasya putro.aham sadṛśo viśvakarmaṇā | smārito.asmyahametena tattvamāha mahodadhiḥ | na ca api aham anukto vai prabrūyām ātmano guṇān ||50||

Ich bin sein leiblicher Sohn, Viśvakarman gleich; daran wurde ich von ihm erinnert - die Wahrheit hat der große Ozean gesprochen; und ungefragt hätte ich meine eigenen Vorzüge nicht verkündet.

Wort für Wort
aurasaḥ tasya putraḥ aham
ich bin sein leiblicher Sohn
sadṛśaḥ viśvakarmaṇā
Viśvakarman gleich
smāritaḥ asmi aham etena
daran wurde ich von ihm erinnert
tattvam āha mahodadhiḥ
die Wahrheit hat der große Ozean gesprochen
na ca api aham anuktaḥ vai
und ungefragt hätte ich nicht
prabrūyām ātmanaḥ guṇān
meine eigenen Vorzüge verkündet

samarthścāpyaham setum kartum vai varuṇālaye | tasmādadyaiva badhnantu setum vānarapuṅgavāḥ ||51||

Und ich bin fähig, eine Brücke über der Wohnstatt Varuṇas zu bauen; darum sollen die besten der Affen noch heute die Brücke errichten.

Wort für Wort
samarthaḥ ca api aham
und ich bin fähig
setum kartum vai varuṇālaye
eine Brücke über der Wohnstatt Varuṇas zu bauen
tasmāt adya eva badhnantu setum
darum sollen sie noch heute die Brücke errichten
vānarapuṅgavāḥ
die besten der Affen

tato nisṛṣṭa rāmeṇa sarvato hari yūthapāḥ | abhipetur mahāaraṇyam hṛṣṭāḥ śata sahasraśaḥ ||52||

Da, von Rāma entsandt, stürzten die Anführer der Affenscharen von allen Seiten, freudig erregt, zu Hunderttausenden in den großen Wald.

Wort für Wort
tato nisṛṣṭāḥ rāmeṇa
da von Rāma entsandt
sarvataḥ hariyūthapāḥ
von allen Seiten die Anführer der Affenscharen
abhipetuḥ mahāraṇyam
stürzten in den großen Wald
hṛṣṭāḥ śatasahasraśaḥ
freudig erregt, zu Hunderttausenden

te nagān naga samkāśāḥ śākhā mṛga gaṇa ṛṣabhāḥ | babhanjur vānarās tatra pracakarṣuḥ ca sāgaram ||53||

Diese Affen, den Bergen gleich, die Stiere unter den Affenscharen, brachen dort Bäume und schleppten sie zum Ozean.

Wort für Wort
te nagān nagasaṃkāśāḥ
diese, den Bergen gleich
śākhāmṛgagaṇaṛṣabhāḥ
die Stiere unter den Affenscharen
babhañjuḥ vānarāḥ tatra
brachen die Affen dort Bäume
pracakarṣuḥ ca sāgaram
und schleppten sie zum Ozean

te sālaiḥ ca aśva karṇaiḥ ca dhavair vaṃśaiḥ ca vānarāḥ | kuṭajair arjunais tālais tikalais timiśair api ||54||

Mit Sāla-, Aśvakarṇa-, Dhava- und Bambusbäumen, mit Kuṭaja-, Arjuna-, Tāla-, Tilaka- und Timiśa-Bäumen füllten die Affen

Wort für Wort
te sālaiḥ ca aśvakarṇaiḥ ca
diese mit Sāla- und Aśvakarṇa-Bäumen
dhavaiḥ vaṃśaiḥ ca vānarāḥ
mit Dhava- und Bambusbäumen, die Affen
kuṭajaiḥ arjunaiḥ tālaiḥ
mit Kuṭaja-, Arjuna-, Tāla-Bäumen
tikalaiḥ timiśaiḥ api
mit Tilaka- und Timiśa-Bäumen

bilvakaiḥ saptaparṇaiśca karṇikāraiśca puṣpitaiḥ | cūtaiḥ ca aśoka vṛkṣaiḥ ca sāgaram samapūrayan ||55||

mit Bilva-, Saptaparṇa- und blühenden Karṇikāra-Bäumen, mit Mango- und Aśoka-Bäumen den Ozean auf.

Wort für Wort
bilvakaiḥ saptaparṇaiḥ ca
mit Bilva- und Saptaparṇa-Bäumen
karṇikāraiḥ ca puṣpitaiḥ
und blühenden Karṇikāra-Bäumen
cūtaiḥ ca aśokavṛkṣaiḥ ca
mit Mango- und Aśoka-Bäumen
sāgaram samapūrayan
füllten sie den Ozean auf

samūlāmḥ ca vimūlāmḥ ca pādapān hari sattamāḥ | indra ketūn iva udyamya prajahrur harayas tarūn ||56||

Die besten der Affen rissen Bäume mit und ohne Wurzeln heraus, hoben sie empor wie Indras Banner, und trugen sie herbei.

Wort für Wort
samūlān ca vimūlān ca pādapān
Bäume mit und ohne Wurzeln
harisattamāḥ
die besten der Affen rissen sie heraus
indraketūn iva udyamya
wie Indras Banner emporhebend
prajahruḥ harayaḥ tarūn
trugen die Affen die Bäume herbei

tālān dāḍimagulmāṃśca nārikelavibhītakān | karīrān bakulānnimbān samājahruritastataḥ ||57||

Palmyra-Palmen, Granatapfelsträucher, Kokosnussbäume, Vibhītaka-, Karīra-, Bakula- und Nimbabäume trugen sie von überall herbei.

Wort für Wort
tālān dāḍimagulmān ca
Palmyra-Palmen, Granatapfelsträucher
nārikelavibhītakān
Kokosnussbäume, Vibhītaka-Bäume
karīrān bakulān nimbān
Karīra-, Bakula- und Nimbabäume
samājahruḥ itastataḥ
trugen sie von überall herbei

hastimātrān mahākāyāḥ pāṣāṇāṃśca mahābalāḥ | parvatāṃśca samutpāṭya yantraiḥ parivahanti ca ||58||

Die großgestaltigen, überaus starken Affen rissen elefantengroße Felsblöcke und ganze Berge aus und trugen sie mit Hebegeräten herbei.

Wort für Wort
hastimātrān mahākāyāḥ
die großgestaltigen, elefantengroße
pāṣāṇān ca mahābalāḥ
Felsblöcke, die überaus starken
parvatān ca samutpāṭya
und Berge ausreißend
yantraiḥ parivahanti ca
und mit Hebegeräten herbeitrugen

prakṣipyamāṇair acalaiḥ sahasā jalam uddhatam | samutpatitam ākāśam apāsarpat tatas tataḥ ||59||

Durch die hineingeworfenen Berge stieg das Wasser plötzlich empor, schoss zum Himmel hinauf und spritzte nach allen Seiten.

Wort für Wort
prakṣipyamāṇaiḥ acalaiḥ
durch die hineingeworfenen Berge
sahasā jalam uddhatam
plötzlich stieg das Wasser empor
samutpatitam ākāśam
hinaufgeschossen zum Himmel
apāsarpat tatastataḥ
spritzte es nach allen Seiten

samudram kṣobhayāmāsurnipatantaḥ samantataḥ | sūtrāṇyanye pragṛhṇanti hyāyatam śatayojanam ||60||

Von allen Seiten hineinstürzend, wühlten sie den Ozean auf; andere spannten Messschnüre, hundert Yojanas lang.

Wort für Wort
samudram kṣobhayāmāsuḥ
sie wühlten den Ozean auf
nipatantaḥ samantataḥ
von allen Seiten hineinstürzend
sūtrāṇi anye pragṛhṇanti
andere spannten Messschnüre
āyatam śatayojanam
hundert Yojanas lang

nalaḥ cakre mahāsetum madhye nada nadī pateḥ | sa tadā kriyate seturvānarai rghorakarmabhiḥ ||61||

Nala baute die große Brücke inmitten des Herrn der Flüsse und Ströme; so wurde die Brücke von den Affen, deren Werk furchtbar war, errichtet.

Wort für Wort
nalaḥ cakre mahāsetum
Nala baute die große Brücke
madhye nadanadīpateḥ
inmitten des Herrn der Flüsse und Ströme
sa tadā kriyate setuḥ
so wurde da die Brücke errichtet
vānaraiḥ ghorakarmabhiḥ
von den Affen, deren Werk furchtbar war

daṇḍananye pragṛhṇanti vicinvanti tathāpare | vānaraiḥ śataśastatra rāmasyajñāpuraḥsaraiḥ ||62||

Andere ergriffen Messstäbe, wieder andere suchten nach Material aus,

Wort für Wort
daṇḍān anye pragṛhṇanti
andere ergriffen Messstäbe
vicinvanti tathā apare
wieder andere suchten aus
vānaraiḥ śataśaḥ tatra
von hunderten von Affen dort
rāmasyājñāpuraḥsaraiḥ
die Rāmas Befehl vorausgingen

meghābhaiḥ parvatābhaśca tṛṇaiḥ kāṣṭhairbabandhare ||63||

und mit hunderten von Affen, die Rāmas Befehl vorausgingen, wurde sie mit wolkengroßen und berggroßen Massen, mit Gras und Holz gebunden.

Wort für Wort
meghābhaiḥ parvatābhaiḥ ca
mit wolkengroßen und berggroßen Massen
tṛṇaiḥ kāṣṭhaiḥ babandhare
mit Gras und Holz wurde sie gebunden

puṣpitāgraiśca tarubhiḥ setum badhnanti vānarāḥ | pāṣāṇāṃśca giriprakhyān girīṇām śikharāṇi ca | dṛśyante paridhāvanto gṛhya dānavasamnibhāḥ ||64||

Mit blühenden Bäumen banden die Affen die Brücke; man sah sie, bergartige Felsblöcke und Berggipfel ergreifend, den Dānavas gleich umherlaufen.

Wort für Wort
puṣpitāgraiḥ ca tarubhiḥ
mit blühenden Bäumen
setum badhnanti vānarāḥ
banden die Affen die Brücke
pāṣāṇān ca giriprakhyān
bergartige Felsblöcke
girīṇām śikharāṇi ca
und Berggipfel
dṛśyante paridhāvantaḥ
man sah sie umherlaufen
gṛhya dānavasaṃnibhāḥ
ergreifend, den Dānavas gleich

śilānām kṣipyamāṇānām śailānām tatra pātyatām | babhūva tumulaḥ śabdas tadā tasmin mahāudadhau ||65||

Vom Hineinwerfen der Steine und dem Niederstürzen der Felsen entstand da in jenem großen Ozean ein tosender Lärm.

Wort für Wort
śilānām kṣipyamāṇānām
vom Hineinwerfen der Steine
śailānām tatra pātyatām
und dem Niederstürzen der Felsen dort
babhūva tumulaḥ śabdaḥ
entstand ein tosender Lärm
tadā tasmin mahodadhau
da in jenem großen Ozean

kṛtāni prathamenāhnā yojanāni caturdaśa | prahṛṣṭaijasamkāśaistvaramāṇaiḥ plavaṅgamaiḥ ||66||

Am ersten Tag wurden vierzehn Yojanas errichtet, von den freudig erregten, feuergleichen, eilenden Affen.

Wort für Wort
kṛtāni prathamena ahnā
errichtet am ersten Tag
yojanāni caturdaśa
vierzehn Yojanas
prahṛṣṭaijasamkāśaiḥ
von den freudig erregten, feuergleichen
tvaramāṇaiḥ plavaṅgamaiḥ
von den eilenden Affen

dvitīyena tathaivāhnā yojanāni tu viśatiḥ | kṛtāni plavagaistūrṇam bhīmakāyairmahābalaiḥ ||67||

Ebenso wurden am zweiten Tag zwanzig Yojanas errichtet, rasch von den furchtgestaltigen, überaus starken Affen.

Wort für Wort
dvitīyena tathā eva ahnā
ebenso am zweiten Tag
yojanāni tu viśatiḥ
zwanzig Yojanas
kṛtāni plavagaiḥ tūrṇam
errichtet von den Affen, rasch
bhīmakāyaiḥ mahābalaiḥ
von den furchtgestaltigen, überaus starken

ahnā tṛtīyena tathā yojanāni tu sāgare | tvaramāṇairmahākayairekaviṃśatireva ca ||68||

Ebenso wurden am dritten Tag im Ozean einundzwanzig Yojanas errichtet, von den eilenden, großgestaltigen Affen.

Wort für Wort
ahnā tṛtīyena tathā
ebenso am dritten Tag
yojanāni tu sāgare
Yojanas im Ozean
tvaramāṇaiḥ mahākāyaiḥ
von den eilenden, großgestaltigen
ekaviṃśatiḥ eva ca
einundzwanzig

caturthena tathā cāhnā dvāviṃśatirathāpi vā | yojanāni mahāvegaiḥ kṛtāni tvaritaistataḥ ||69||

Und ebenso wurden am vierten Tag zweiundzwanzig Yojanas errichtet, von den mit gewaltiger Wucht eilenden Affen.

Wort für Wort
caturthena tathā ca ahnā
und ebenso am vierten Tag
dvāviṃśatiḥ atha api vā
zweiundzwanzig
yojanāni mahāvegaiḥ
Yojanas, von den mit gewaltiger Wucht
kṛtāni tvaritaiḥ tataḥ
errichtet von den Eilenden, da

pañcamena tathā cāhnā plavagaiḥ kṣiprakāribhiḥ | yojanāni trayoviṃśatsuvelamadhikṛtya vai ||70||

Und ebenso wurden am fünften Tag von den rasch handelnden Affen dreiundzwanzig Yojanas errichtet, bis hinauf zum Berg Suvela.

Wort für Wort
pañcamena tathā ca ahnā
und ebenso am fünften Tag
plavagaiḥ kṣiprakāribhiḥ
von den rasch handelnden Affen
yojanāni trayoviṃśat
dreiundzwanzig Yojanas
suvelam adhikṛtya vai
bis hinauf zum Berg Suvela

sa vānaravaraḥ śrīmān viśvakarmātmajo balī | babandha sāgare setum yathā cāsya tathā pitā ||71||

Dieser glanzvolle, mächtige beste der Affen, der Sohn Viśvakarmans, baute die Brücke über den Ozean, so wie es sein Vater vermocht hätte.

Wort für Wort
sa vānaravaraḥ śrīmān
dieser glanzvolle beste der Affen
viśvakarmātmajaḥ balī
der mächtige Sohn Viśvakarmans
babandha sāgare setum
baute die Brücke über den Ozean
yathā ca asya tathā pitā
so wie es sein Vater vermocht hätte

sa nalena kṛtaḥ setuḥ sāgare makara ālaye | śuśubhe subhagaḥ śrīmān svātī patha iva ambare ||72||

Diese von Nala über dem Ozean, der Heimstatt der Meerungeheuer, errichtete Brücke erstrahlte schön und glanzvoll, wie der Pfad des Sterns Svāti am Himmel.

Wort für Wort
sa nalena kṛtaḥ setuḥ
diese von Nala errichtete Brücke
sāgare makarālaye
über dem Ozean, der Heimstatt der Meerungeheuer
śuśubhe subhagaḥ śrīmān
erstrahlte schön und glanzvoll
svātīpathaḥ iva ambare
wie der Pfad des Sterns Svāti am Himmel

tato devāḥ sagandharvāḥ siddhāḥ ca parama ṛṣayaḥ | āgamya gagane tasthurdraṣṭukāmāstadadbhutam ||73||

Da kamen die Götter samt den Gandharvas, die Siddhas und die höchsten Weisen herbei und verharrten am Himmel, begierig, dieses Wunder zu sehen.

Wort für Wort
tato devāḥ sagandharvāḥ
da die Götter samt den Gandharvas
siddhāḥ ca paramarṣayaḥ
die Siddhas und höchsten Weisen
āgamya gagane tasthuḥ
kamen herbei und verharrten am Himmel
draṣṭukāmāḥ tat adbhutam
begierig, dieses Wunder zu sehen

daśayojanavistīrṇam śatayojana māyatam | dadṛśurdevagandharvā nalasetum suduṣkaram ||74||

Zehn Yojanas breit und hundert Yojanas lang sahen die Götter und Gandharvas Nalas überaus schwierig zu errichtende Brücke.

Wort für Wort
daśayojanavistīrṇam
zehn Yojanas breit
śatayojanam āyatam
hundert Yojanas lang
dadṛśuḥ devagandharvāḥ
sahen die Götter und Gandharvas
nalasetum suduṣkaram
Nalas überaus schwierig zu errichtende Brücke

āplavantaḥ plavantaḥ ca garjantaḥ ca plavam gamāḥ | tam acintyam asahyam ca adbhutam loma harṣaṇam ||75||

Springend und tummelnd, brüllend liefen die Affen umher;

Wort für Wort
āplavantaḥ plavantaḥ ca
springend und tummelnd
garjantaḥ ca plavaṃgamāḥ
brüllend die Affen
tam acintyam asahyam ca
dieses unfassbare, unerträgliche
adbhutam lomaharṣaṇam
wunderbare, haarsträubende

dadṛśuḥ sarva bhūtāni sāgare setu bandhanam ||76||

alle Wesen sahen diesen unfassbaren, unerträglichen, wunderbaren, haarsträubenden Brückenbau über dem Ozean.

Wort für Wort
dadṛśuḥ sarvabhūtāni
alle Wesen sahen es
sāgare setubandhanam
den Brückenbau über dem Ozean

tāni koṭi sahasrāṇi vānarāṇām mahāojasām | badhnantaḥ sāgare setum jagmuḥ pāram mahāudadheḥ ||77||

Jene tausendmal zehn Millionen kraftvollen Affen, die Brücke über dem Ozean errichtend, gelangten ans andere Ufer des großen Ozeans.

Wort für Wort
tāni koṭisahasrāṇi
jene tausendmal zehn Millionen
vānarāṇām mahāojasām
der kraftvollen Affen
badhnantaḥ sāgare setum
die Brücke über dem Ozean errichtend
jagmuḥ pāram mahodadheḥ
gelangten ans andere Ufer des großen Ozeans

viśālaḥ sukṛtaḥ śrīmān subhūmiḥ susamāhitaḥ | aśobhata mahāsetuḥ sīmanta iva sāgare ||78||

Breit, wohlgebaut, glanzvoll, mit gutem Grund und wohlgefügt, erstrahlte die große Brücke wie ein Scheitel im Ozean.

Wort für Wort
viśālaḥ sukṛtaḥ śrīmān
breit, wohlgebaut, glanzvoll
subhūmiḥ susamāhitaḥ
mit gutem Grund und wohlgefügt
aśobhata mahāsetuḥ
erstrahlte die große Brücke
sīmantaḥ iva sāgare
wie ein Scheitel im Ozean

tataḥ pare samudrasya gadā pāṇir vibhīṣaṇaḥ | pareṣām abhighata artham atiṣṭhat sacivaiḥ saha ||79||

Da stand Vibhīṣaṇa, die Keule in der Hand, jenseits des Ozeans samt seinen Gefährten, um die Feinde abzuwehren.

Wort für Wort
tataḥ pare samudrasya
da jenseits des Ozeans
gadāpāṇiḥ vibhīṣaṇaḥ
Vibhīṣaṇa, die Keule in der Hand
pareṣām abhighātārtham
um die Feinde abzuwehren
atiṣṭhat sacivaiḥ saha
stand er samt seinen Gefährten

sugrīvastu tataḥ prāha rāmam satyaparākramam | hanumantam tvamāroha aṅgadam tvatha lakṣmaṇaḥ ||80||

Sugrīva aber sprach da zu Rāma, dem von wahrhaftiger Tapferkeit: Besteige du Hanumān, und Lakṣmaṇa besteige Aṅgada,

Wort für Wort
sugrīvaḥ tu tataḥ prāha
Sugrīva aber sprach da
rāmam satyaparākramam
zu Rāma, dem von wahrhaftiger Tapferkeit
hanumantam tvam āroha
besteige du Hanumān
aṅgadam tu atha lakṣmaṇaḥ
und Aṅgada besteige Lakṣmaṇa

ayam hi vipulo vīra sāgaro makarālayaḥ | vaihāyasau yuvāmetau vānarau dhārayiṣyataḥ ||81||

denn dieser Ozean, die Heimstatt der Meerungeheuer, ist gewaltig, o Held; diese beiden Affen werden euch beide durch die Luft tragen.

Wort für Wort
ayam hi vipulaḥ vīra
denn dieser gewaltige, o Held
sāgaraḥ makarālayaḥ
der Ozean, die Heimstatt der Meerungeheuer
vaihāyasau yuvām etau
durch die Luft euch beide
vānarau dhārayiṣyataḥ
werden diese beiden Affen tragen

agratas tasya sainyasya śrīmān rāmaḥ salakṣmaṇaḥ | jagāma dhanvī dharma ātmā sugrīveṇa samanvitaḥ ||82||

An der Spitze jenes Heeres zog der glanzvolle, bogenbewehrte, rechtschaffene Rāma mit Lakṣmaṇa, begleitet von Sugrīva.

Wort für Wort
agrataḥ tasya sainyasya
an der Spitze jenes Heeres
śrīmān rāmaḥ salakṣmaṇaḥ
der glanzvolle Rāma mit Lakṣmaṇa
jagāma dhanvī dharmātmā
zog, bogenbewehrt, der Rechtschaffene
sugrīveṇa samanvitaḥ
begleitet von Sugrīva

anye madhyena gaccanti pārśvato anye plavam gamāḥ | salile prapatanti anye mārgam anye na lebhire | kecid vaihāyasa gatāḥ suparṇā iva pupluvuḥ ||83||

Andere gingen durch die Mitte, andere Affen zur Seite; manche stürzten ins Wasser, manche fanden den Weg nicht; manche flogen durch die Luft wie Vögel.

Wort für Wort
anye madhyena gacchanti
andere gingen durch die Mitte
pārśvataḥ anye plavaṃgamāḥ
andere Affen zur Seite
salile prapatanti anye
manche stürzten ins Wasser
mārgam anye na lebhire
manche fanden den Weg nicht
kecit vaihāyasagatāḥ
manche flogen durch die Luft
suparṇāḥ iva pupluvuḥ
wie Vögel

ghoṣeṇa mahatā ghoṣam sāgarasya samuccritam | bhīmam antar dadhe bhīmā tarantī hari vāhinī ||84||

Mit gewaltigem Getöse übertönte das furchtbare, überquerende Affenheer den erhabenen, furchtbaren Lärm des Ozeans.

Wort für Wort
ghoṣeṇa mahatā ghoṣam
mit gewaltigem Getöse den Lärm
sāgarasya samuccritam
des Ozeans, den erhabenen
bhīmam antardadhe bhīmā
übertönte die furchtbare
tarantī harivāhinī
überquerende Affenheer

vānarāṇām hi sā tīrṇā vāhinī nala setunā | tīre niviviśe rājñā bahu mūla phala udake ||85||

So überquerte jenes Affenheer auf Nalas Brücke und lagerte sich am Ufer, reich an Wurzeln, Früchten und Wasser, auf Geheiß des Königs.

Wort für Wort
vānarāṇām hi sā tīrṇā vāhinī
so überquerte jenes Affenheer
nalasetunā
auf Nalas Brücke
tīre niviviśe rājñā
lagerte sich am Ufer auf Geheiß des Königs
bahumūlaphalodake
reich an Wurzeln, Früchten und Wasser

tad adbhutam rāghava karma duṣkaram | samīkṣya devāḥ saha siddha cāraṇaiḥ | upetya rāmam sahitā maharṣibhiḥ | samabhyaṣincan suśubhiar jalaiḥ pṛthak ||86||

Als sie dieses wunderbare, schwer vollbringbare Werk des Rāghava sahen, kamen die Götter samt den Siddhas und Cāraṇas, vereint mit den großen Weisen, zu Rāma und besprengten ihn einzeln mit reinstem Wasser.

Wort für Wort
tat adbhutam rāghava karma duṣkaram
dieses wunderbare, schwer vollbringbare Werk des Rāghava
samīkṣya devāḥ saha siddhacāraṇaiḥ
sehend, die Götter samt den Siddhas und Cāraṇas
upetya rāmam sahitāḥ maharṣibhiḥ
zu Rāma kommend, vereint mit den großen Weisen
samabhyaṣiñcan suśubhaiḥ jalaiḥ pṛthak
besprengten ihn einzeln mit reinstem Wasser

jayasva śatrūn nara deva medinīm | sasāgarām pālaya śāśvatīḥ samāḥ | iti iva rāmam nara deva satkṛtam | śubhair vacobhir vividhair apūjayan ||87||

Besiege die Feinde, o Fürst der Menschen, und herrsche über die Erde samt dem Ozean auf ewige Zeiten - so ehrten sie Rāma, den unter den Menschen Verehrten, mit vielfältigen heilvollen Worten.

Wort für Wort
jayasva śatrūn naradeva
besiege die Feinde, o Fürst der Menschen
medinīm sasāgarām pālaya
herrsche über die Erde samt dem Ozean
śāśvatīḥ samāḥ
auf ewige Zeiten
iti iva rāmam naradeva satkṛtam
so den Rāma, den unter den Menschen Verehrten
śubhaiḥ vacobhiḥ vividhaiḥ apūjayan
ehrten sie mit vielfältigen heilvollen Worten

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