Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa

Sarga 86: Hanumad-Indrajid-Saṃgrāmaḥ Indrajit greift Hanumant an, dann Lakṣmaṇa auf sein Ziel gewiesen

atha tasyāmavasthāyāṃ lakṣmaṇaṃ rāvaṇānujaḥ | pareṣāmahitaṃ vākyamarthasādhakamabravīt ||1||

Da, in jener Lage, sprach der jüngere Bruder Rāvaṇas zu Lakṣmaṇa ein für die Feinde unheilvolles, dem Ziele förderliches Wort.

Wort für Wort
atha tasyām avasthāyāṃ
da, in jener Lage
lakṣmaṇaṃ rāvaṇānujaḥ
zu Lakṣmaṇa der jüngere Bruder Rāvaṇas
pareṣām ahitaṃ vākyam
ein für die Feinde unheilvolles Wort
arthasādhakam abravīt
dem Ziele förderlich, sprach er

yadetadrākṣasānīkaṃ meghaśyāmaṃ vilokyate | etadāyodhyatāṃ śīgramṃ kapibhiśca śilāyudhaiḥ ||2||

‚Dieses Heer der Rākṣasas, das man wolkenschwarz erblickt, dieses möge rasch von den mit Felsen bewaffneten Affen bekämpft werden.‘

Wort für Wort
yat etat rākṣasānīkaṃ
dieses Heer der Rākṣasas
meghaśyāmaṃ vilokyate
wird wolkenschwarz erblickt
etat āyodhyatāṃ śīghram
dieses möge rasch bekämpft werden
kapibhiḥ ca śilāyudhaiḥ
von den mit Felsen bewaffneten Affen

asyānīkasya mahato bhedane yatalakṣmaṇa | rākṣasendrasuto.apyatra bhinne dṛśyo bhaviṣyati ||3||

‚Bemühe dich, o Lakṣmaṇa, dieses gewaltige Heer zu zerschlagen – ist es zerschlagen, wird auch der Sohn des Rākṣasa-Fürsten hier sichtbar werden.‘

Wort für Wort
asya anīkasya mahato
dieses gewaltigen Heeres
bhedane yata lakṣmaṇa
bemühe dich um die Zerschlagung, o Lakṣmaṇa
rākṣasendrasuto api atra
auch der Sohn des Rākṣasa-Fürsten hier
bhinne dṛśyo bhaviṣyati
wird, ist es zerschlagen, sichtbar werden

sa tvamindrāśaniprakhyaiḥ śarairavakiranparān | abhidravāśu yāvadvai naitatkarma samāpyate ||4||

‚So durchbohre du die Feinde mit Pfeilen, dem Donnerkeil Indras gleich, und stürme rasch heran, solange dieses Werk noch nicht vollendet ist.‘

Wort für Wort
sa tvam indrāśaniprakhyaiḥ
so du, dem Donnerkeil Indras gleichenden
śaraiḥ avakiran parān
mit Pfeilen die Feinde überschüttend
abhidrava āśu yāvat vai
stürme rasch heran, solange
na etat karma samāpyate
dieses Werk nicht vollendet ist

jahi vīradurātmānaṃ māyāparamadhārmikam | rāvaṇiṃ krūrakarmāṇaṃ sarvalokabhayāvaham ||5||

‚Töte, o Held, den Bösgesinnten, den in Zauberkunst überaus Bewanderten, Unrechtschaffenen – Rāvaṇis Sohn, den Grausamen, der allen Welten Furcht einflößt.‘

Wort für Wort
jahi vīra durātmānaṃ
töte, o Held, den Bösgesinnten
māyāparamadhārmikam
den in Zauberkunst überaus bewanderten Unrechtschaffenen
rāvaṇiṃ krūrakarmāṇaṃ
Rāvaṇis Sohn, den Grausamen
sarvalokabhayāvaham
der allen Welten Furcht einflößt

vibhīṣaṇavacaḥ śrutvā lakṣmaṇaḥ śubhalakṣaṇaḥ | vavarṣa śaravarṣāṇi rākṣasendrasutaṃ prati ||6||

Als Lakṣmaṇa, von glückverheißenden Zeichen, Vibhīṣaṇas Wort gehört hatte, ließ er Pfeilregen auf den Sohn des Rākṣasa-Fürsten niedergehen.

Wort für Wort
vibhīṣaṇavacaḥ śrutvā
Vibhīṣaṇas Wort hörend
lakṣmaṇaḥ śubhalakṣaṇaḥ
Lakṣmaṇa, von glückverheißenden Zeichen
vavarṣa śaravarṣāṇi
ließ Pfeilregen niedergehen
rākṣasendrasutaṃ prati
auf den Sohn des Rākṣasa-Fürsten

ṛkṣāḥ śākhāmṛgāścaiva drumādrivarayodhinaḥ | abhyadhāvanta sahitāstadanīkamavasthitam ||7||

Die Bären und die Affen, mit Bäumen und Felsen kämpfend, stürmten gemeinsam auf jenes bereitstehende Heer los.

Wort für Wort
ṛkṣāḥ śākhāmṛgāḥ ca eva
die Bären und die Affen
drumādrivarayodhinaḥ
mit Bäumen und den besten Felsen kämpfend
abhyadhāvanta sahitāḥ
stürmten gemeinsam los
tadanīkam avasthitam
auf jenes bereitstehende Heer

rākṣasāśca śitairbāṇairasibhiḥ śaktitomaraiḥ | abhyavartanta samavare kapisainyajighāṃsavaḥ ||8||

Und die Rākṣasas, mit scharfen Pfeilen, Schwertern, Speeren und Lanzen, rückten in der Schlacht vor, das Affenheer zu töten begierig.

Wort für Wort
rākṣasāḥ ca śitaiḥ bāṇaiḥ
und die Rākṣasas mit scharfen Pfeilen
asibhiḥ śaktitomaraiḥ
mit Schwertern, Speeren und Lanzen
abhyavartanta samavare
rückten in der Schlacht vor
kapisainyajighāṃsavaḥ
das Affenheer zu töten begierig

sa samprahārastumulaḥ sañjajñe kapirakṣasām | śabdena mahatā laṅkāṃ nādayanvai samantataḥ ||9||

Jener tumultartige Kampf der Affen und Rākṣasas entstand, mit gewaltigem Lärm Laṅkā ringsum erdröhnen lassend.

Wort für Wort
sa samprahāraḥ tumulaḥ
jener tumultartige Kampf
sañjajñe kapirakṣasām
entstand der Affen und Rākṣasas
śabdena mahatā laṅkāṃ
mit gewaltigem Lärm Laṅkā
nādayan vai samantataḥ
ringsum erdröhnen lassend

śastrairbahuvidhākāraiḥ śitairbāṇaiśca pādapaiḥ | udyatairgiriśṛṅgaiśca ghorairākāśamāvṛtam ||10||

Mit Waffen von mannigfaltiger Gestalt, mit scharfen Pfeilen und Bäumen, mit erhobenen, furchtbaren Bergesgipfeln war der Himmel bedeckt.

Wort für Wort
śastraiḥ bahuvidhākāraiḥ
mit Waffen von mannigfaltiger Gestalt
śitaiḥ bāṇaiḥ ca pādapaiḥ
mit scharfen Pfeilen und Bäumen
udyataiḥ giriśṛṅgaiḥ ca
mit erhobenen Bergesgipfeln
ghoraiḥ ākāśam āvṛtam
furchtbar war der Himmel bedeckt

te rākṣasā vānareṣu vikṛtānanabāhavaḥ | niveśayantaḥ śastrāṇi cakruste sumahadbhayam ||11||

Jene Rākṣasas, deren Gesichter und Arme entstellt waren, ihre Waffen in die Affen stoßend, erregten überaus großes Entsetzen.

Wort für Wort
te rākṣasā vānareṣu
jene Rākṣasas unter den Affen
vikṛtānanabāhavaḥ
deren Gesichter und Arme entstellt waren
niveśayantaḥ śastrāṇi
ihre Waffen hineinstoßend
cakruḥ te sumahadbhayam
erregten überaus großes Entsetzen

tathaiva sakalairvṛkṣairgiriśṛṅgaiśca vānarāḥ | abhijaghnurnijaghnuśca samare rākṣasarṣabhān ||12||

Ebenso schlugen und erschlugen die Vānaras mit ganzen Bäumen und Bergesgipfeln in der Schlacht die besten der Rākṣasas.

Wort für Wort
tathā eva sakalaiḥ vṛkṣaiḥ
ebenso mit ganzen Bäumen
giriśṛṅgaiḥ ca vānarāḥ
und Bergesgipfeln, die Vānaras
abhijaghnuḥ nijaghnuḥ ca
schlugen und erschlugen
samare rākṣasarṣabhān
in der Schlacht die besten der Rākṣasas

ṛkṣavānaramukhyaiśca mahākāyairmahābalaiḥ | rakṣasāṃ vadhyamānānāṃ mahadbhayamajāyata ||13||

Von den großgestaltigen, gewaltigen Anführern der Bären und Affen erschlagen, entstand bei den Rākṣasas große Furcht.

Wort für Wort
ṛkṣavānaramukhyaiḥ ca
von den Anführern der Bären und Affen
mahākāyaiḥ mahābalaiḥ
großgestaltig, gewaltig
rakṣasāṃ vadhyamānānāṃ
bei den erschlagenen Rākṣasas
mahadbhayam ajāyata
entstand große Furcht

svamanīkaṃ viṣaṇṇaṃ tu śrutvā śatrubhirarditam | udatiṣṭhata durdharṣastatkarmaṇyananuṣṭhite ||14||

Als er hörte, dass sein eigenes Heer niedergeschlagen und von den Feinden bedrängt war, erhob sich der Unbezwingbare, obwohl jenes Werk noch nicht vollendet war.

Wort für Wort
svam anīkaṃ viṣaṇṇaṃ tu
sein eigenes Heer, niedergeschlagen
śrutvā śatrubhiḥ arditam
hörend, von den Feinden bedrängt
udatiṣṭhata durdharṣaḥ
erhob sich der Unbezwingbare
tatkarmaṇi ananuṣṭhite
obwohl jenes Werk nicht vollendet war

vṛkṣāndhakārānniṣkramya jātakrodhaḥ sa rāvaṇiḥ | āruroha rathaṃ sajjaṃ pūrvayuktaṃ sa rākṣasaḥ ||15||

Aus dem baumbedingten Dunkel heraustretend, von Zorn erfasst, bestieg jener Rākṣasa, Rāvaṇis Sohn, den bereitstehenden, zuvor angespannten Wagen.

Wort für Wort
vṛkṣāndhakārān niṣkramya
aus dem baumbedingten Dunkel heraustretend
jātakrodhaḥ sa rāvaṇiḥ
von Zorn erfasst, jener Sohn Rāvaṇas
āruroha rathaṃ sajjaṃ
bestieg den bereitstehenden Wagen
pūrvayuktaṃ sa rākṣasaḥ
den zuvor angespannten, jener Rākṣasa

sa bhīmakārmukaśaraḥ kṛṣṇāñjanacayopamaḥ | raktāsyanayanaḥ krūro babhau mṛtyurivāntakaḥ ||16||

Er, mit furchterregendem Bogen und Pfeilen, aufgehäufter schwarzer Augensalbe gleich, mit blutrotem Gesicht und Augen, der Grausame, erstrahlte, dem allvernichtenden Tode gleich.

Wort für Wort
sa bhīmakārmukaśaraḥ
er, mit furchterregendem Bogen und Pfeilen
kṛṣṇāñjanacayopamaḥ
aufgehäufter schwarzer Augensalbe gleich
raktāsyanayanaḥ krūro
mit blutrotem Gesicht und Augen, der Grausame
babhau mṛtyuḥ iva antakaḥ
erstrahlte, dem allvernichtenden Tode gleich

dṛṣṭvaiva tu rathasthaṃ taṃ paryavartata tadbalam | rakṣasāṃ bhīmavegānāṃ lakṣmaṇena yuyutsatām ||17||

Sowie sie ihn auf dem Wagen stehen sahen, wandte sich jenes Heer der Rākṣasas von furchtbarer Wucht um, die gegen Lakṣmaṇa kämpfen wollten.

Wort für Wort
dṛṣṭvā eva tu rathasthaṃ taṃ
sowie sie ihn auf dem Wagen stehend sahen
paryavartata tadbalam
wandte sich jenes Heer um
rakṣasāṃ bhīmavegānāṃ
der Rākṣasas von furchtbarer Wucht
lakṣmaṇena yuyutsatām
die gegen Lakṣmaṇa kämpfen wollten

tasmin kāle tu hanumānudyamya sudurāsadam | dharaṇīdharasaṅkāśī mahāvṛkṣamarindamaḥ ||18||

Zu jener Zeit aber erhob Hanumant, der Bezwinger der Feinde, einen gewaltigen, einem Berge gleichenden, überaus unbezwingbaren Baum.

Wort für Wort
tasmin kāle tu hanumān
zu jener Zeit aber Hanumant
udyamya sudurāsadam
einen überaus unbezwingbaren erhebend
dharaṇīdharasaṅkāśī
einem Berge gleichend
mahāvṛkṣam arindamaḥ
einen gewaltigen Baum, der Bezwinger der Feinde

sa rākṣasānāṃ tatsainyaṃ kālāgniriva nirdahan | cakāra bahubhirvṛkṣairniḥsaṃjñaṃ yudhi vānaraḥ ||19||

Er, jenes Heer der Rākṣasas gleich dem Weltenfeuer verbrennend, machte der Affe mit vielen Bäumen es in der Schlacht bewusstlos.

Wort für Wort
sa rākṣasānāṃ tatsainyaṃ
er jenes Heer der Rākṣasas
kālāgniḥ iva nirdahan
gleich dem Weltenfeuer verbrennend
cakāra bahubhiḥ vṛkṣaiḥ
machte mit vielen Bäumen
niḥsaṃjñaṃ yudhi vānaraḥ
bewusstlos in der Schlacht, der Affe

vidhvaṃsayantaṃ tarasā dṛṣṭvaiva pavanātmajam | rākṣasānāṃ sahasrāṇi hanūmantamavākiran ||20||

Sowie sie den Sohn des Windes sahen, wie er sie mit Wucht vernichtete, überschütteten Tausende von Rākṣasas Hanumant.

Wort für Wort
vidhvaṃsayantaṃ tarasā
mit Wucht vernichtend
dṛṣṭvā eva pavanātmajam
sowie sie den Sohn des Windes sahen
rākṣasānāṃ sahasrāṇi
Tausende von Rākṣasas
hanūmantam avākiran
überschütteten Hanumant

śitaśūladharāḥ śūlairasibhiścāsipāṇayaḥ | śaktibhiḥ śaktihastāśca paṭṭasaiḥ paṭṭasāyudhāḥ ||21||

Die scharfe Speere Tragenden mit Speeren, die Schwerter in der Hand Haltenden mit Schwertern, die Lanzenbewehrten mit Lanzen, die Streitaxtbewaffneten mit Streitäxten.

Wort für Wort
śitaśūladharāḥ śūlaiḥ
die scharfe Speere Tragenden mit Speeren
asibhiḥ ca asipāṇayaḥ
mit Schwertern die Schwertbewaffneten
śaktibhiḥ śaktihastāḥ ca
mit Lanzen die Lanzenbewehrten
paṭṭasaiḥ paṭṭasāyudhāḥ
mit Streitäxten die Streitaxtbewaffneten

parighaiśca gadābhiśca kuntaiśca śubhadarśanaiḥ | śataśaśca śataghnībhirāyasairapi mudgaraiḥ ||22||

Mit eisernen Stangen, mit Keulen, mit schönanzusehenden Lanzen, zu Hunderten mit Śataghnī-Waffen und auch mit eisernen Hämmern.

Wort für Wort
parighaiḥ ca gadābhiḥ ca
mit eisernen Stangen und Keulen
kuntaiḥ ca śubhadarśanaiḥ
und mit schönanzusehenden Lanzen
śataśaḥ ca śataghnībhiḥ
zu Hunderten mit Śataghnī-Waffen
āyasaiḥ api mudgaraiḥ
und auch mit eisernen Hämmern

ghoraiḥ paraśubhiścaiva bhiṇḍipālaiśca rākṣasāḥ | muṣṭibhirvajravegaiśca talairaśanisaṃnibhaiḥ ||23||

Mit furchtbaren Beilen und mit Wurfspießen, die Rākṣasas, mit Fäusten von der Wucht des Donnerkeils und mit Handflächen, dem Blitz gleich.

Wort für Wort
ghoraiḥ paraśubhiḥ ca eva
mit furchtbaren Beilen
bhiṇḍipālaiḥ ca rākṣasāḥ
und mit Wurfspießen, die Rākṣasas
muṣṭibhiḥ vajravegaiḥ ca
mit Fäusten von der Wucht des Donnerkeils
talaiḥ aśanisaṃnibhaiḥ
und mit Handflächen, dem Blitz gleich

abhijaghnuḥ samāsādya samantātparvatopamam | teṣāmapi ca saṅkruddhaścakāra kadanaṃ mahat ||24||

Sie schlugen, herangekommen, von allen Seiten auf den bergegleichen Hanumant ein; auch bei ihnen richtete der Zornentbrannte ein großes Blutbad an.

Wort für Wort
abhijaghnuḥ samāsādya
sie schlugen, herangekommen
samantāt parvatopamam
von allen Seiten auf den bergegleichen
teṣām api ca saṅkruddhaḥ
auch bei ihnen der Zornentbrannte
cakāra kadanaṃ mahat
richtete ein großes Blutbad an

sa dadarśa kapiśreṣṭhamacalopamamindrajit | sūdayānamamitraghnamamitrānpavanātmajam ||25||

Indrajit erblickte den besten der Affen, bergegleich, den Feindevernichter, den Sohn des Windes, der die Feinde niedermetzelte.

Wort für Wort
sa dadarśa kapiśreṣṭham
er erblickte den besten der Affen
acalopamam indrajit
bergegleich, Indrajit
sūdayānam amitraghnam
der niedermetzelte, den Feindevernichter
amitrān pavanātmajam
die Feinde, den Sohn des Windes

sa sārathimuvācedaṃ yāhi yatraiṣa vānaraḥ | kṣayameva hi naḥ kuryādrākṣasānāmupekṣitaḥ ||26||

Er sprach zu seinem Wagenlenker dies: ‚Fahre dorthin, wo dieser Affe ist – lässt man ihn unbeachtet, wird er uns Rākṣasas gänzlich vernichten.‘

Wort für Wort
sa sārathim uvāca idaṃ
er sprach zu seinem Wagenlenker dies
yāhi yatra eṣa vānaraḥ
fahre dorthin, wo dieser Affe ist
kṣayam eva hi naḥ kuryāt
er wird uns gänzlich vernichten
rākṣasānām upekṣitaḥ
der Rākṣasas, wenn unbeachtet gelassen

ityuktaḥ sārathistena yayau yatra sa mārutiḥ | vahan paramadurdharṣaṃ sthitamindrajitaṃ rathe ||27||

So von ihm angesprochen, fuhr der Wagenlenker dorthin, wo der Sohn des Windes war, den überaus unbezwingbaren Indrajit auf dem Wagen tragend, wo dieser stand.

Wort für Wort
iti uktaḥ sārathiḥ tena
so von ihm angesprochen, der Wagenlenker
yayau yatra sa mārutiḥ
fuhr dorthin, wo der Sohn des Windes war
vahan paramadurdharṣaṃ
den überaus unbezwingbaren tragend
sthitam indrajitaṃ rathe
Indrajit, auf dem Wagen stehend

so.abhyupetya śarānkhaḍgānpaṭṭasāsiparaśvadhān | abhyavarṣata durdharṣaḥ kapimūrdhni sa rākṣasaḥ ||28||

Er, herangekommen, ließ jener unbezwingbare Rākṣasa Pfeile, Schwerter, Lanzen, Krummschwerter und Beile auf des Affen Haupt niederregnen.

Wort für Wort
so abhyupetya
er, herangekommen
śarān khaḍgān paṭṭasāsiparaśvadhān
Pfeile, Schwerter, Lanzen, Krummschwerter und Beile
abhyavarṣata durdharṣaḥ
ließ niederregnen, der Unbezwingbare
kapimūrdhni sa rākṣasaḥ
auf des Affen Haupt, jener Rākṣasa

tāni śastrāṇi ghorāṇi pratigṛhya sa mārutiḥ | roṣeṇa mahatāviṣo vākyaṃ cedamuvāca ha ||29||

Jene furchtbaren Waffen auffangend, sprach der Sohn des Windes, von großem Zorn erfüllt, dieses Wort.

Wort für Wort
tāni śastrāṇi ghorāṇi
jene furchtbaren Waffen
pratigṛhya sa mārutiḥ
auffangend, der Sohn des Windes
roṣeṇa mahatā āviṣṭo
von großem Zorn erfüllt
vākyaṃ ca idam uvāca ha
sprach dieses Wort

yudhyasva yadi śūro.asi rāvaṇātmaja durmate | vāyuputraṃ samāsādya na jīvanpratiyāsyasi ||30||

‚Kämpfe, wenn du tapfer bist, o Sohn Rāvaṇas, Bösgesinnter – hast du den Sohn des Windes getroffen, wirst du nicht lebend zurückkehren.‘

Wort für Wort
yudhyasva yadi śūraḥ asi
kämpfe, wenn du tapfer bist
rāvaṇātmaja durmate
o Sohn Rāvaṇas, Bösgesinnter
vāyuputraṃ samāsādya
den Sohn des Windes getroffen habend
na jīvan pratiyāsyasi
wirst du nicht lebend zurückkehren

bāhubhyāṃ samprayudhyasva yadi me dvandvamāhave | vegaṃ sahasva durbuddhe tatastvaṃ rakṣasāṃ varaḥ ||31||

‚Kämpfe mit deinen Armen, wenn du mit mir im Zweikampf in der Schlacht kämpfen willst – ertrage meine Wucht, du Übelgesinnter, dann sollst du der beste der Rākṣasas sein.‘

Wort für Wort
bāhubhyāṃ samprayudhyasva
kämpfe mit deinen Armen
yadi me dvandvam āhave
wenn du mit mir im Zweikampf in der Schlacht
vegaṃ sahasva durbuddhe
ertrage meine Wucht, du Übelgesinnter
tataḥ tvaṃ rakṣasāṃ varaḥ
dann sollst du der beste der Rākṣasas sein

hanūmantaṃ jighāṃsantaṃ samudyataśarāsanam | rāvaṇātmajamācaṣṭe lakṣmaṇāya vibhīṣaṇaḥ ||32||

Vibhīṣaṇa wies Lakṣmaṇa auf Rāvaṇas Sohn hin, wie er, den Bogen erhoben, Hanumant zu töten trachtete.

Wort für Wort
hanūmantaṃ jighāṃsantaṃ
der Hanumant zu töten trachtete
samudyataśarāsanam
mit erhobenem Bogen
rāvaṇātmajam ācaṣṭe
auf Rāvaṇas Sohn wies hin
lakṣmaṇāya vibhīṣaṇaḥ
Vibhīṣaṇa dem Lakṣmaṇa

yaḥ sa vāsavanirjetā rāvaṇasyātmasambhavaḥ | sa eṣa rathamāsthāya hanūmantaṃ jighāṃsati ||33||

‚Der, der Bezwinger Vāsavas, der Sohn Rāvaṇas – dieser dort, auf seinem Wagen stehend, trachtet Hanumant zu töten.‘

Wort für Wort
yaḥ sa vāsavanirjetā
der, der Bezwinger Vāsavas
rāvaṇasya ātmasambhavaḥ
der Sohn Rāvaṇas
sa eṣa rathamāsthāya
dieser dort, auf seinem Wagen stehend
hanūmantaṃ jighāṃsati
trachtet Hanumant zu töten

tamapratimasaṃsthānaiḥ śaraiḥ śatruvidāraṇaiḥ | jīvitāntakarairghoraiḥ saumitre rāvaṇiṃ jahi ||34||

‚Mit unvergleichlich gestalteten, die Feinde zerreißenden, das Leben beendenden, furchtbaren Pfeilen töte, o Sohn Sumitrās, Rāvaṇis Sohn.‘

Wort für Wort
tam apratimasaṃsthānaiḥ śaraiḥ
mit ihm unvergleichlich gestalteten Pfeilen
śatruvidāraṇaiḥ
die Feinde zerreißenden
jīvitāntakaraiḥ ghoraiḥ
das Leben beendenden, furchtbaren
saumitre rāvaṇiṃ jahi
o Sohn Sumitrās, töte Rāvaṇis Sohn

ityevamuktastu tadā mahātmā | vibhīṣaṇenārivibhīṣaṇena | dadarśa taṃ parvatasaṃnikāśaṃ | rathasthitaṃ bhīmabalaṃ durāsadam ||35||

So angesprochen da vom hochherzigen Vibhīṣaṇa, dem Feinde-Erschrecker, erblickte er jenen, dem Berge gleichenden, auf dem Wagen stehenden, von furchtbarer Kraft, unbezwingbaren.

Wort für Wort
iti evam uktaḥ tu tadā
so da angesprochen
mahātmā vibhīṣaṇena
vom hochherzigen Vibhīṣaṇa
arivibhīṣaṇena
dem Feinde-Erschrecker
dadarśa taṃ parvatasaṃnikāśaṃ
erblickte er jenen, dem Berge gleichenden
rathasthitaṃ bhīmabalaṃ durāsadam
auf dem Wagen stehend, von furchtbarer Kraft, unbezwingbar

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