Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa
Sarga 128: Rāma-Rājyābhiṣekaḥ
Rāmas Krönung, die glückselige Herrschaft und der Lobpreis des Rāmāyaṇa
śirasyañjalimādāya kaikeyīnandivardhanaḥ |
babhāṣe bharato jyeṣṭhan rāmaṃ satyaparākramam ||
Die Hände zum Gruß über das Haupt erhoben, sprach Bharata, der Freudenmehrer Kaikeyīs, zu seinem älteren Bruder Rāma, dem in Wahrheit Tapferen:
Wort für Wort śirasi añjalim ādāya die Hände zum Gruß über das Haupt erhoben kaikeyīnandivardhanaḥ der Freudenmehrer Kaikeyīs babhāṣe bharato jyeṣṭhan sprach Bharata zum Älteren rāmaṃ satyaparākramam zu Rāma, dem in Wahrheit Tapferen pūjitā māmikā mātā dattan rājyamidaṃ mama |
taddadāmi punastubhyan yathā tvamadadā mama ||
"Geehrt wurde meine Mutter, mir dieses Königreich gegeben; ich aber gebe es dir zurück, so wie du es mir einst gabst.
Wort für Wort pūjitā māmikā mātā geehrt wurde meine Mutter dattan rājyamidaṃ mama mir dieses Königreich gegeben taddadāmi punastubhyan dieses gebe ich dir zurück yathā tvamadadā mama so wie du es mir gabst dhuramekākinā nyastāmṛṣabheṇa balīyasā |
kiśoravadguruṃ bhāraṃ na voḍhumahamutsahe ||
Die Last, die von dir allein, dem starken Stier, getragen wurde, vermag ich, einem jungen Kalb gleich, nicht als die schwere Bürde zu tragen.
Wort für Wort dhuramekākinā nyastām die von dir allein getragene Last ṛṣabheṇa balīyasā vom starken Stier kiśoravadguruṃ bhāraṃ die schwere Bürde, einem Kalb gleich na voḍhum ahamutsahe vermag ich nicht zu tragen vārivegena mahatā bhinnaḥ seturiva kṣaran |
durbandhanamidaṃ manye rājyacchidramasanvṛtam ||
Wie ein von gewaltiger Wasserflut durchbrochener, rinnender Damm – so, meine ich, ist diese schlecht verbundene Lücke im Königreich, die nicht mehr verschlossen ist.
Wort für Wort vārivegena mahatā von gewaltiger Wasserflut bhinnaḥ seturiva kṣaran wie ein durchbrochener, rinnender Damm durbandhanamidaṃ manye so, meine ich, schlecht verbunden rājyacchidramasanvṛtam die unverschlossene Lücke im Königreich gatiṃ khara ivāśvasya hansasyeva ca vāyasaḥ |
nānvetumutsahe deva tava mārgamarindama ||
Wie ein Esel dem Gang des Pferdes, wie eine Krähe dem des Schwans – so vermag ich, o Herr, Feindebezwinger, deinem Pfad nicht zu folgen.
Wort für Wort gatiṃ khara ivāśvasya wie ein Esel dem Gang des Pferdes hansasyeva ca vāyasaḥ und eine Krähe dem des Schwans nānvetumutsahe deva vermag ich nicht zu folgen, o Herr tava mārgamarindama deinem Pfad, Feindebezwinger yathā ca ropito vṛkṣo jātaścāntarniveśane |
mahāṃśca sudurāroho mahāskandhaḥ praśākhavān ||
Und wie ein Baum, der im Innenhof gepflanzt und aufgewachsen ist, groß und schwer zu erklimmen, mit mächtigem Stamm und weiten Ästen,
Wort für Wort yathā ca ropito vṛkṣo und wie ein gepflanzter Baum jātaścāntarniveśane aufgewachsen im Innenhof mahāṃśca sudurāroho groß und schwer zu erklimmen mahāskandhaḥ praśākhavān mit mächtigem Stamm und weiten Ästen śīryeta puṣpito bhūtvā na phalāni pradarśayet |
tasya nānubhavedarthan yasya hetoḥ sa ropyate ||
verwelken würde, nachdem er geblüht hat, ohne Früchte zu zeigen – so würde man den Zweck nicht erfahren, um dessentwillen er gepflanzt wird.
Wort für Wort śīryeta puṣpito bhūtvā verwelken würde, nachdem er geblüht hat na phalāni pradarśayet ohne Früchte zu zeigen tasya nānubhavedarthan dessen Zweck man nicht erführe yasya hetoḥ sa ropyate um dessentwillen er gepflanzt wird eṣopamā mahābāho tvamarthan vettumarhasi |
yadyasmānmanujendra tvaṃ bhaktānbhṛtyānna śādhi hi ||
Dies ist das Gleichnis, Großarmiger; du sollst seinen Sinn verstehen: wenn du uns, deine ergebenen Diener, o Herrscher der Menschen, nicht regierst,
Wort für Wort eṣopamā mahābāho dies ist das Gleichnis, Großarmiger tvamarthan vettumarhasi du sollst den Sinn verstehen yadyasmānmanujendra tvaṃ wenn du uns, Herrscher der Menschen bhaktānbhṛtyānna śādhi hi deine ergebenen Diener nicht regierst jagadadyābhiṣiktan tvāmanupaśyatu sarvataḥ |
pratapantamivādityaṃ madhyāhne dīptatejasaṃ ||
so soll die Welt dich heute von allen Seiten gesalbt erblicken, glühend an Glanz wie die Sonne am Mittag in voller Kraft.
Wort für Wort jagadadyābhiṣiktan tvām dich heute gesalbt anupaśyatu sarvataḥ soll die Welt von allen Seiten erblicken pratapantamivādityaṃ glühend wie die Sonne madhyāhne dīptatejasaṃ am Mittag in voller Kraft tūryasaṅghātanirghoṣaiḥ kāñcīnūpuranisvanaiḥ |
madhurairgītaśabdaiśca pratibudhyasva śeṣva ca ||
Beim Getöse der versammelten Musikinstrumente, beim Klingen der Gürtel- und Fußglöckchen und beim süßen Klang der Gesänge erwache und ruhe fortan!
Wort für Wort tūryasaṅghātanirghoṣaiḥ beim Getöse der versammelten Instrumente kāñcīnūpuranisvanaiḥ beim Klingen von Gürtel und Fußglöckchen madhurairgītaśabdaiśca und beim süßen Klang der Gesänge pratibudhyasva śeṣva ca erwache und ruhe fortan yāvadāvartate cakran yāvatī ca vasundharā |
tāvattvamiha sarvasya svāmitvamabhivartaya ||
Solange das Rad sich dreht und soweit die Erde reicht, so lange übe du hier über alles die Herrschaft aus!"
Wort für Wort yāvadāvartate cakran solange das Rad sich dreht yāvatī ca vasundharā und soweit die Erde reicht tāvattvamiha sarvasya so lange du hier über alles svāmitvamabhivartaya übe die Herrschaft aus bharatasya vacaḥ śrutvā rāmaḥ parapurañjayaḥ |
tatheti pratijagrāha niṣasādāsane śubhe ||
Nachdem Rāma, der Bezwinger feindlicher Städte, Bharatas Worte gehört hatte, nahm er sie mit "So sei es" an und setzte sich auf den prächtigen Sitz.
Wort für Wort bharatasya vacaḥ śrutvā nachdem er Bharatas Worte gehört hatte rāmaḥ parapurañjayaḥ Rāma, der Bezwinger feindlicher Städte tatheti pratijagrāha nahm er mit "So sei es" an niṣasādāsane śubhe und setzte sich auf den prächtigen Sitz tataḥ śatrughnavacanānnipuṇāḥ śmaśruvardhakāḥ |
sukhahastāḥ suśīghrāśca rāghavaṃ paryupāsata ||
Da bedienten auf Śatrughnas Geheiß geschickte, sanfthändige und überaus flinke Barbiere Rāghava.
Wort für Wort tataḥ śatrughnavacanān da auf Śatrughnas Geheiß nipuṇāḥ śmaśruvardhakāḥ geschickte Barbiere sukhahastāḥ suśīghrāśca sanfthändig und überaus flink rāghavaṃ paryupāsata bedienten Rāghava pūrvan tu bharate snāte lakṣmaṇe ca mahābale |
sugrīve vānarendre ca rākṣasendre vibhīṣaṇe ||
Zuvor aber, als Bharata gebadet hatte, und der starke Lakṣmaṇa, und Sugrīva, der Herr der Vānaras, und Vibhīṣaṇa, der Herr der Rākṣasas,
Wort für Wort pūrvan tu bharate snāte zuvor, als Bharata gebadet hatte lakṣmaṇe ca mahābale und der starke Lakṣmaṇa sugrīve vānarendre ca und Sugrīva, der Herr der Vānaras rākṣasendre vibhīṣaṇe und Vibhīṣaṇa, der Herr der Rākṣasas viśodhitajaṭaḥ snātaścitramālyānulepanaḥ |
mahārhavasanopetastasthau tatra śriyā jvalan ||
so stand Rāma, mit gereinigtem Haarschopf, gebadet, mit bunten Kränzen und Salben geschmückt, in kostbarste Gewänder gekleidet, dort in Glanz erstrahlend.
Wort für Wort viśodhitajaṭaḥ snātaḥ mit gereinigtem Haarschopf, gebadet citramālyānulepanaḥ mit bunten Kränzen und Salben geschmückt mahārhavasanopetaḥ in kostbarste Gewänder gekleidet tasthau tatra śriyā jvalan stand dort in Glanz erstrahlend pratikarma ca rāmasya kārayāmāsa vīryavān |
lakṣmaṇasya ca lakṣmīvānikṣvākukulavardhanaḥ ||
Und die Körperpflege Rāmas ließ der Tapfere ausführen, und auch die Lakṣmaṇas, er, der Glanzvolle, der Mehrer des Ikṣvāku-Geschlechts.
Wort für Wort pratikarma ca rāmasya die Körperpflege Rāmas kārayāmāsa vīryavān ließ der Tapfere ausführen lakṣmaṇasya ca lakṣmīvān und auch die Lakṣmaṇas, der Glanzvolle ikṣvākukulavardhanaḥ der Mehrer des Ikṣvāku-Geschlechts pratikarma ca sītāyāḥ sarvā daśarathastriyaḥ |
ātmanaiva tadā cakrurmanasvinyo manoharam ||
Und die Körperpflege Sītās besorgten alle Frauen Daśarathas eigenhändig, hochsinnig und liebevoll wie sie waren.
Wort für Wort pratikarma ca sītāyāḥ die Körperpflege Sītās sarvā daśarathastriyaḥ alle Frauen Daśarathas ātmanaiva tadā cakruḥ besorgten da eigenhändig manasvinyo manoharam hochsinnig und liebevoll tato rāghavapatnīnān sarvāsāmeva śobhanam |
cakāra yatnātkausalyā prahṛṣṭā putravatsalā ||
Sodann besorgte Kausalyā, hocherfreut und ihren Sohn liebend, mit Sorgfalt den Schmuck aller Frauen Rāghavas.
Wort für Wort tato rāghavapatnīnān sodann der Frauen Rāghavas sarvāsāmeva śobhanam aller den Schmuck cakāra yatnātkausalyā besorgte mit Sorgfalt Kausalyā prahṛṣṭā putravatsalā hocherfreut, ihren Sohn liebend tataḥ śatrughnavacanātsumantro nāma sārathiḥ |
yojayitvābhicakrāma rathan sarvāṅgaśobhanam ||
Da spannte auf Śatrughnas Geheiß der Wagenlenker namens Sumantra an allen Teilen prächtigen Wagen an und fuhr vor.
Wort für Wort tataḥ śatrughnavacanāt da auf Śatrughnas Geheiß sumantro nāma sārathiḥ der Wagenlenker namens Sumantra yojayitvābhicakrāma spannte an und fuhr vor rathan sarvāṅgaśobhanam den an allen Teilen prächtigen Wagen arkamaṇḍalasaṅkāśan divyaṃ dṛṣṭvā rathan sthitam |
āruroha mahābāhū rāmaḥ satyaparākramaḥ ||
Als er den dastehenden göttlichen Wagen erblickte, dem Sonnenkreis gleich, bestieg ihn Rāma, der Großarmige, der in Wahrheit Tapfere.
Wort für Wort arkamaṇḍalasaṅkāśan dem Sonnenkreis gleich divyaṃ dṛṣṭvā rathan sthitam als er den dastehenden göttlichen Wagen erblickte āruroha mahābāhū bestieg der Großarmige rāmaḥ satyaparākramaḥ Rāma, der in Wahrheit Tapfere sugrīvo hanumāṃścaiva mahendrasadṛśadyutī |
snātau divyanibhairvastrairjagmatuḥ śubhakuṇḍalau ||
Sugrīva und Hanumant, an Glanz Mahendra gleich, gebadet, in göttlich anmutende Gewänder gekleidet, mit prächtigen Ohrringen, gingen dahin.
Wort für Wort sugrīvo hanumāṃścaiva Sugrīva und Hanumant mahendrasadṛśadyutī an Glanz Mahendra gleich snātau divyanibhairvastrair gebadet, in göttlich anmutende Gewänder jagmatuḥ śubhakuṇḍalau gingen dahin, mit prächtigen Ohrringen sarvābharaṇajuṣṭāśca yayustāḥ śubhakuṇḍalāḥ |
sugrīvapatnyāḥ sītā ca draṣṭuṃ nagaramutsukāḥ ||
Mit allem Schmuck versehen und mit prächtigen Ohrringen gingen die Frauen Sugrīvas und Sītā, begierig, die Stadt zu sehen.
Wort für Wort sarvābharaṇajuṣṭāśca mit allem Schmuck versehen yayustāḥ śubhakuṇḍalāḥ gingen sie, mit prächtigen Ohrringen sugrīvapatnyāḥ sītā ca die Frauen Sugrīvas und Sītā draṣṭuṃ nagaramutsukāḥ begierig, die Stadt zu sehen ayodhyāyān tu sacivā rājño daśarathasya ca |
purohitaṃ puraskṛtya mantrayāmāsurarthavat ||
In Ayodhyā aber berieten die Minister des Königs Daśaratha, den Hofpriester an ihre Spitze stellend, sachdienlich miteinander.
Wort für Wort ayodhyāyān tu sacivā in Ayodhyā aber die Minister rājño daśarathasya ca des Königs Daśaratha purohitaṃ puraskṛtya den Hofpriester voranstellend mantrayāmāsurarthavat berieten sie sachdienlich aśoko vijayaścaiva siddhārthaśca samāhitāḥ |
mantrayanrāmavṛddhyarthan vṛttyarthaṃ nagarasya ca ||
Aśoka, Vijaya und Siddhārtha, aufmerksam versammelt, berieten zum Wohle Rāmas und für den Fortbestand der Stadt,
Wort für Wort aśoko vijayaścaiva Aśoka und Vijaya siddhārthaśca samāhitāḥ und Siddhārtha, aufmerksam versammelt mantrayanrāmavṛddhyarthan berieten zum Wohle Rāmas vṛttyarthaṃ nagarasya ca und für den Fortbestand der Stadt sarvamevābhiṣekārthan jayārhasya mahātmanaḥ |
kartumarhatha rāmasya yadyanmaṅgalapūrvakam ||
"Alles, was zur Weihe des siegwürdigen hochherzigen Rāma gehört, sollt ihr vollbringen, was immer von Segen begleitet ist."
Wort für Wort sarvamevābhiṣekārthan alles, was zur Weihe gehört jayārhasya mahātmanaḥ des siegwürdigen Hochherzigen kartumarhatha rāmasya sollt ihr für Rāma vollbringen yadyanmaṅgalapūrvakam was immer von Segen begleitet ist iti te mantriṇaḥ sarve sandiśya tu purohitam |
nagarānniryayustūrṇan rāmadarśanabuddhayaḥ
So beauftragten alle Minister den Hofpriester und zogen eilends aus der Stadt hinaus, in der Absicht, Rāma zu sehen.
Wort für Wort iti te mantriṇaḥ sarve so beauftragten alle Minister sandiśya tu purohitam den Hofpriester nagarānniryayustūrṇan zogen eilends aus der Stadt hinaus rāmadarśanabuddhayaḥ in der Absicht, Rāma zu sehen hariyuktan sahasrākṣo rathamindra ivānaghaḥ |
prayayau rathamāsthāya rāmo nagaramuttamam ||
Wie der makellose Indra, der Tausendäugige, seinen von Falben gezogenen Wagen besteigt, so bestieg Rāma den Wagen und fuhr zur erhabenen Stadt.
Wort für Wort hariyuktan sahasrākṣo der von Falben gezogene, der Tausendäugige rathamindra ivānaghaḥ dem Wagen Indras gleich, der Makellose prayayau rathamāsthāya fuhr, den Wagen bestiegen rāmo nagaramuttamam Rāma zur erhabenen Stadt jagrāha bharato raśmīñśatrughnaśchatramādade |
lakṣmaṇo vyajanan tasya mūrdhni samparyavījayat ||
Bharata ergriff die Zügel, Śatrughna nahm den Schirm, und Lakṣmaṇa fächelte ihm über dem Haupt mit dem Wedel Kühlung zu.
Wort für Wort jagrāha bharato raśmīn Bharata ergriff die Zügel śatrughnaśchatramādade Śatrughna nahm den Schirm lakṣmaṇo vyajanan tasya Lakṣmaṇa mit dem Wedel für ihn mūrdhni samparyavījayat fächelte über dem Haupt śvetan ca vālavyajanan sugrīvo vānareśvaraḥ |
aparan candrasaṅkāśan rākṣasendro vibhīṣaṇaḥ ||
Sugrīva, der Herr der Vānaras, hielt den weißen Yak-Schweif-Wedel, und Vibhīṣaṇa, der Herr der Rākṣasas, einen anderen, mondgleichen.
Wort für Wort śvetan ca vālavyajanan und den weißen Yak-Schweif-Wedel sugrīvo vānareśvaraḥ Sugrīva, der Herr der Vānaras aparan candrasaṅkāśan einen anderen, mondgleichen rākṣasendro vibhīṣaṇaḥ Vibhīṣaṇa, der Herr der Rākṣasas ṛṣisaṅghartadākāśe devaiśca samarudgaṇaiḥ |
stūyamānasya rāmasya śuśruve madhuradhvaniḥ ||
Von den Scharen der Seher am Himmel und von den Göttern samt den Marut-Scharen wurde Rāma gepriesen, und ein süßer Klang war zu hören.
Wort für Wort ṛṣisaṅghaistadākāśe von den Scharen der Seher am Himmel devaiśca samarudgaṇaiḥ und von den Göttern samt den Marut-Scharen stūyamānasya rāmasya des gepriesenen Rāma śuśruve madhuradhvaniḥ war ein süßer Klang zu hören tataḥ śatruñjayaṃ nāma kuñjaraṃ parvatopamam |
āruroha mahātejāḥ sugrīvo vānareśvaraḥ ||
Da bestieg der überaus glanzvolle Sugrīva, der Herr der Vānaras, den bergesgleichen Elefanten namens Śatruñjaya.
Wort für Wort tataḥ śatruñjayaṃ nāma da den namens Śatruñjaya kuñjaraṃ parvatopamam bergesgleichen Elefanten āruroha mahātejāḥ bestieg der überaus Glanzvolle sugrīvo vānareśvaraḥ Sugrīva, der Herr der Vānaras navanāgasahasrāṇi yayurāsthāya vānarāḥ |
mānuṣan vigrahan kṛtvā sarvābharaṇabhūṣitāḥ ||
Neuntausend Vānaras zogen dahin, nachdem sie Menschengestalt angenommen hatten, mit allem Schmuck geschmückt.
Wort für Wort navanāgasahasrāṇi neuntausend yayurāsthāya vānarāḥ zogen die Vānaras dahin mānuṣan vigrahan kṛtvā nachdem sie Menschengestalt angenommen sarvābharaṇabhūṣitāḥ mit allem Schmuck geschmückt śaṅkhaśabdapraṇādaiśca dundubhīnān ca nisvanaiḥ |
prayayū puruṣavyāghrastāṃ purīn harmyamālinīm ||
Unter dem Schall der Muschelhörner und dem Dröhnen der Kesseltrommeln zog der Tigermann jener Stadt entgegen, die mit Reihen von Palästen geschmückt war.
Wort für Wort śaṅkhaśabdapraṇādaiśca unter dem Schall der Muschelhörner dundubhīnān ca nisvanaiḥ und dem Dröhnen der Kesseltrommeln prayayū puruṣavyāghraḥ zog der Tigermann tāṃ purīn harmyamālinīm jener Stadt mit Palastreihen entgegen dadṛśuste samāyāntan rāghavaṃ sapuraḥsaram |
virājamānan vapuṣā rathenātirathan tadā ||
Sie sahen Rāghava herannahen, umgeben von seinem Gefolge, prächtig an Gestalt, auf dem Wagen, den vornehmsten der Wagenkämpfer.
Wort für Wort dadṛśuste samāyāntan sie sahen ihn herannahen rāghavaṃ sapuraḥsaram Rāghava mit seinem Gefolge virājamānan vapuṣā prächtig an Gestalt rathenātirathan tadā auf dem Wagen, den vornehmsten Wagenkämpfer te vardhayitvā kākutsthan rāmeṇa pratinanditāḥ |
anujagmurmahātmānaṃ bhrātṛbhiḥ parivāritam ||
Sie priesen Kākutstha, von Rāma erfreut begrüßt, und folgten dem Hochherzigen, der von seinen Brüdern umgeben war.
Wort für Wort te vardhayitvā kākutsthan sie priesen Kākutstha rāmeṇa pratinanditāḥ von Rāma erfreut begrüßt anujagmurmahātmānaṃ folgten dem Hochherzigen bhrātṛbhiḥ parivāritam der von den Brüdern umgeben war amātyairbrāhmaṇaiścaiva tathā prakṛtibhirvṛtaḥ |
śriyā viruruce rāmo nakṣatrairiva candramāḥ ||
Von Ministern, Brahmanen und ebenso vom Volk umgeben, erstrahlte Rāma in Glanz, wie der Mond unter den Sternen.
Wort für Wort amātyairbrāhmaṇaiścaiva von Ministern und Brahmanen tathā prakṛtibhirvṛtaḥ und ebenso vom Volk umgeben śriyā viruruce rāmo erstrahlte Rāma in Glanz nakṣatrairiva candramāḥ wie der Mond unter den Sternen sa purogāmibhistūryaistālasvastikapāṇibhiḥ |
pravyāharadbhirmuditairmaṅgalāni yayau vṛtaḥ ||
Umgeben von Vorausziehenden mit Musikinstrumenten, mit Zimbeln und Svastika-Zeichen in Händen, die freudig Segenssprüche riefen, zog er dahin.
Wort für Wort sa purogāmibhistūryaiḥ umgeben von Vorausziehenden mit Instrumenten tālasvastikapāṇibhiḥ mit Zimbeln und Svastika-Zeichen in Händen pravyāharadbhirmuditair die freudig riefen maṅgalāni yayau vṛtaḥ Segenssprüche, zog er umgeben dahin akṣatan jātarūpaṃ ca gāvaḥ kanyāstathā dvijāḥ |
narā modakahastāśca rāmasya purato yayuḥ ||
Ungeschälter Reis und Gold, Kühe, Jungfrauen und Brahmanen, und Männer mit Süßspeisen in den Händen zogen vor Rāma her.
Wort für Wort akṣatan jātarūpaṃ ca ungeschälter Reis und Gold gāvaḥ kanyāstathā dvijāḥ Kühe, Jungfrauen und Brahmanen narā modakahastāśca Männer mit Süßspeisen in den Händen rāmasya purato yayuḥ zogen vor Rāma her sakhyan ca rāmaḥ sugrīve prabhāvaṃ cānilātmaje |
vānarāṇān ca tatkarma vyācacakṣeatha mantriṇām ||
Rāma erzählte den Ministern von seiner Freundschaft mit Sugrīva, von der Macht des Windessohnes und von den Taten der Vānaras.
Wort für Wort sakhyan ca rāmaḥ sugrīve Rāma von seiner Freundschaft mit Sugrīva prabhāvaṃ cānilātmaje und der Macht des Windessohnes vānarāṇān ca tatkarma und von den Taten der Vānaras vyācacakṣeatha mantriṇām erzählte er den Ministern śrutvā ca vismayan jagmurayodhyāpuravāsinaḥ |
vānarāṇāṃ ca tatkarma rākṣasānāṃ ca tadbalam ||
Und als die Bewohner der Stadt Ayodhyā es hörten, gerieten sie in Staunen über die Taten der Vānaras und die Macht der Rākṣasas.
Wort für Wort śrutvā ca vismayan jagmuḥ und als sie es hörten, gerieten sie in Staunen ayodhyāpuravāsinaḥ die Bewohner der Stadt Ayodhyā vānarāṇāṃ ca tatkarma über die Taten der Vānaras rākṣasānāṃ ca tadbalam und die Macht der Rākṣasas vibhīṣaṇasya saṃyogamācacakṣe.atha mantriṇām |
dyutimānetadākhyāya rāmo vānarasanvṛtaḥ |
hṛṣṭapuṣṭajanākīrṇāmayodhyāṃ praviveśa ha
Er erzählte den Ministern auch vom Bündnis mit Vibhīṣaṇa; nachdem der Glanzvolle dies verkündet hatte, zog Rāma, von Vānaras umgeben, in das von frohen, blühenden Menschen erfüllte Ayodhyā ein.
Wort für Wort vibhīṣaṇasya saṃyogam vom Bündnis mit Vibhīṣaṇa ācacakṣe.atha mantriṇām erzählte er auch den Ministern dyutimānetadākhyāya nachdem der Glanzvolle dies verkündet hatte rāmo vānarasanvṛtaḥ Rāma, von Vānaras umgeben hṛṣṭapuṣṭajanākīrṇām in das von frohen, blühenden Menschen erfüllte ayodhyāṃ praviveśa ha Ayodhyā zog er ein tato hyabhyucchrayanpaurāḥ patākāste gṛhe gṛhe |
aikṣvākādhyuṣitan ramyamāsasāda piturgṛham ||
Da erhoben die Bürger an jedem Haus Fahnen, und er gelangte zum lieblichen, von den Ikṣvākus bewohnten Haus seines Vaters.
Wort für Wort tato hyabhyucchrayanpaurāḥ da erhoben die Bürger patākāste gṛhe gṛhe Fahnen an jedem Haus aikṣvākādhyuṣitan ramyam das liebliche, von den Ikṣvākus bewohnte āsasāda piturgṛham gelangte er zum Haus des Vaters athābravīdrājaputro bharataṃ dharmiṇāṃ varam |
arthopahitayā vācā madhuraṃ raghunandanaḥ ||
Da sprach der Königssohn, der Freudenbringer der Raghus, zu Bharata, dem Besten der Rechtschaffenen, mit sinnvoller, süßer Rede.
Wort für Wort athābravīdrājaputro da sprach der Königssohn bharataṃ dharmiṇāṃ varam zu Bharata, dem Besten der Rechtschaffenen arthopahitayā vācā mit sinnvoller Rede madhuraṃ raghunandanaḥ süß, der Freudenbringer der Raghus piturbhavanamāsādya praviśya ca mahātmanaḥ |
kausalyān ca sumitrāṃ ca kaikeyīṃ cābhyavādayat ||
Nachdem er das Haus seines hochherzigen Vaters erreicht und betreten hatte, verehrte er Kausalyā, Sumitrā und Kaikeyī.
Wort für Wort piturbhavanamāsādya nachdem er das Haus des Vaters erreicht hatte praviśya ca mahātmanaḥ und das des Hochherzigen betreten hatte kausalyān ca sumitrāṃ ca Kausalyā und Sumitrā kaikeyīṃ cābhyavādayat und Kaikeyī verehrte er tacca madbhavanan śreṣṭhaṃ sāśokavanikaṃ mahat |
muktāvaidūryasaṅkīrṇan sugrīvasya nivedaya ||
"Und jenes vortreffliche, große, mit einem Aśoka-Hain versehene, mit Perlen und Beryllen ausgestattete Haus von mir – weise es Sugrīva zu."
Wort für Wort tacca madbhavanan śreṣṭhaṃ und jenes vortreffliche Haus von mir sāśokavanikaṃ mahat das große, mit Aśoka-Hain muktāvaidūryasaṅkīrṇan mit Perlen und Beryllen ausgestattet sugrīvasya nivedaya weise Sugrīva zu tasya tadvacanan śrutvā bharataḥ satyavikramaḥ |
haste gṛhītvā sugrīvaṃ praviveśa tamālayam |
Als Bharata, der in Wahrheit Tapfere, diese seine Worte gehört hatte, nahm er Sugrīva bei der Hand und trat mit ihm in jenes Haus ein.
Wort für Wort tasya tadvacanan śrutvā als er dessen Worte gehört hatte bharataḥ satyavikramaḥ Bharata, der in Wahrheit Tapfere haste gṛhītvā sugrīvaṃ Sugrīva bei der Hand nehmend praviveśa tamālayam trat er in jenes Haus ein tatastailapradīpāṃśca paryaṅkāstaraṇāni ca |
gṛhītvā viviśuḥ kṣipraṃ śatrughnena pracoditāḥ |
Da traten, von Śatrughna angewiesen, Diener mit Öllampen und Bettdecken eilends ein.
Wort für Wort tatastailapradīpāṃśca da mit Öllampen paryaṅkāstaraṇāni ca und mit Bettdecken gṛhītvā viviśuḥ kṣipraṃ traten sie eilends ein, sie tragend śatrughnena pracoditāḥ von Śatrughna angewiesen uvāca ca mahātejāḥ sugrīvan rāghavānujaḥ |
abhiṣekāya rāmasya dūtānājñāpaya prabho |
Und der überaus glanzvolle jüngere Bruder Rāghavas sprach zu Sugrīva: "Sende, o Herr, Boten aus für Rāmas Weihe!"
Wort für Wort uvāca ca mahātejāḥ und der überaus Glanzvolle sprach sugrīvan rāghavānujaḥ zu Sugrīva, der jüngere Bruder Rāghavas abhiṣekāya rāmasya für Rāmas Weihe dūtānājñāpaya prabho sende Boten aus, Herr sauvarṇānvānarendrāṇān caturṇāṃ caturo ghaṭān |
dadau kṣipran sa sugrīvaḥ sarvaratnavibhūṣitān |
Da gab Sugrīva eilends vier goldene, mit allen Edelsteinen geschmückte Krüge an vier Vānara-Fürsten.
Wort für Wort sauvarṇānvānarendrāṇān goldene, an die Vānara-Fürsten caturṇāṃ caturo ghaṭān an vier vier Krüge dadau kṣipran sa sugrīvaḥ gab Sugrīva eilends sarvaratnavibhūṣitān mit allen Edelsteinen geschmückt yathā pratyūṣasamaye caturṇān sāgarāmbhasām |
pūrṇairghaṭaiḥ pratīkṣadhvan tathā kuruta vānarāḥ |
"Zur Morgendämmerung sollt ihr, mit Krügen voll Wasser der vier Meere, bereitstehen – so tut es, ihr Vānaras!"
Wort für Wort yathā pratyūṣasamaye zur Morgendämmerung caturṇān sāgarāmbhasām mit Wasser der vier Meere pūrṇairghaṭaiḥ pratīkṣadhvan sollt ihr mit vollen Krügen bereitstehen tathā kuruta vānarāḥ so tut es, Vānaras evamuktā mahātmāno vānarā vāraṇopamāḥ |
utpeturgaganan śīghran garuḍā iva śīghragāḥ |
So angesprochen, erhoben sich die hochherzigen, elefantengleichen Vānaras rasch in den Himmel, schnell wie Garuḍas.
Wort für Wort evamuktā mahātmāno so angesprochen, die Hochherzigen vānarā vāraṇopamāḥ die elefantengleichen Vānaras utpeturgaganan śīghran erhoben sich rasch in den Himmel garuḍā iva śīghragāḥ schnell wie Garuḍas jāmbavāṃśca hanūmāṃśca vegadarśī ca vānaraḥ |
ṛṣabhaścaiva kalaśāñjalapūrṇānathānayan |
Jāmbavant, Hanumant, der Vānara Vegadarśin und Ṛṣabha brachten sodann wasservolle Krüge herbei,
Wort für Wort jāmbavāṃśca hanūmāṃśca Jāmbavant und Hanumant vegadarśī ca vānaraḥ und der Vānara Vegadarśin ṛṣabhaścaiva und auch Ṛṣabha kalaśāñjalapūrṇānathānayan brachten wasservolle Krüge herbei nadīśatānāṃ pañcānān jale kumbhairupāharan |
aus dem Wasser von fünfhundert Flüssen brachten sie es mit Gefäßen herbei.
Wort für Wort nadīśatānāṃ pañcānān von fünfhundert Flüssen jale kumbhairupāharan brachten sie das Wasser mit Gefäßen herbei pūrvātsamudrātkalaśan jalapūrṇamathānayat |
suṣeṇaḥ sattvasampannaḥ sarvaratnavibhūṣitam |
Suṣeṇa, der Kraftvolle, brachte einen mit allen Edelsteinen geschmückten, wassergefüllten Krug vom östlichen Meer herbei.
Wort für Wort pūrvātsamudrātkalaśan vom östlichen Meer den Krug jalapūrṇamathānayat brachte den wassergefüllten herbei suṣeṇaḥ sattvasampannaḥ Suṣeṇa, der Kraftvolle sarvaratnavibhūṣitam mit allen Edelsteinen geschmückt ṛṣabho dakṣiṇāttūrṇan samudrājjalamāharat |
raktacandanakarpūraiḥ sanvṛtan kāñcanaṃ ghaṭam |
Ṛṣabha holte eilends Wasser vom südlichen Meer, in einem goldenen, mit rotem Sandelholz und Kampfer bedeckten Krug.
Wort für Wort ṛṣabho dakṣiṇāttūrṇan Ṛṣabha eilends vom südlichen samudrājjalamāharat holte vom Meer das Wasser raktacandanakarpūraiḥ mit rotem Sandelholz und Kampfer sanvṛtan kāñcanaṃ ghaṭam im bedeckten goldenen Krug gavayaḥ paścimāttoyamājahāra mahārṇavāt |
ratnakumbhena mahatā śītaṃ mārutavikramaḥ |
Gavaya, an Kraft dem Wind gleich, brachte kühles Wasser vom westlichen großen Ozean in einem großen Juwelenkrug herbei.
Wort für Wort gavayaḥ paścimāttoyam Gavaya das Wasser vom westlichen ājahāra mahārṇavāt brachte vom großen Ozean herbei ratnakumbhena mahatā mit einem großen Juwelenkrug śītaṃ mārutavikramaḥ kühl, an Kraft dem Wind gleich uttarācca jalan śīghran garuḍānilavikramaḥ |
ājahāra sa dharmātmā nalaḥ sarvaguṇānvitaḥ |
Und Nala, der Rechtschaffene, an Kraft Garuḍa und dem Wind gleich, mit allen Vorzügen ausgestattet, brachte rasch Wasser vom nördlichen Meer herbei.
Wort für Wort uttarācca jalan śīghran und vom nördlichen rasch das Wasser garuḍānilavikramaḥ an Kraft Garuḍa und dem Wind gleich ājahāra sa dharmātmā brachte er, der Rechtschaffene, herbei nalaḥ sarvaguṇānvitaḥ Nala, mit allen Vorzügen ausgestattet tatasairvānaraśreṣṭhairānītaṃ prekṣya tajjalam |
abhiṣekāya rāmasya śatrughnaḥ sacivaiḥ saha |
Als er das von diesen vortrefflichen Vānaras herbeigebrachte Wasser sah, überreichte es Śatrughna mit den Ministern für Rāmas Weihe
Wort für Wort tatasairvānaraśreṣṭhair von diesen vortrefflichen Vānaras ānītaṃ prekṣya tajjalam als er das herbeigebrachte Wasser sah abhiṣekāya rāmasya für Rāmas Weihe śatrughnaḥ sacivaiḥ saha Śatrughna mit den Ministern purohitāya śreṣṭhāya suhṛdbhyaś ca nyavedayat |
tataḥ sa prayato vṛddho vasiṣṭho brāhmaṇaiḥ saha |
dem vortrefflichen Hofpriester und den Freunden. Da setzte der geläuterte, altehrwürdige Vasiṣṭha mit den Brahmanen
Wort für Wort purohitāya śreṣṭhāya dem vortrefflichen Hofpriester suhṛdbhyaś ca nyavedayat und den Freunden übergab er es tataḥ sa prayato vṛddho da der geläuterte, altehrwürdige vasiṣṭho brāhmaṇaiḥ saha Vasiṣṭha mit den Brahmanen rāman ratnamayo pīṭhe sahasītaṃ nyaveśayat |
vasiṣṭho vāmadevaśca jābāliratha kāśyapaḥ |
Rāma zusammen mit Sītā auf den juwelenbesetzten Thron. Vasiṣṭha, Vāmadeva, Jābāli und Kāśyapa,
Wort für Wort rāman ratnamayo pīṭhe Rāma auf den juwelenbesetzten Thron sahasītaṃ nyaveśayat setzte ihn zusammen mit Sītā vasiṣṭho vāmadevaśca Vasiṣṭha und Vāmadeva jābāliratha kāśyapaḥ Jābāli und Kāśyapa kātyāyanaḥ suyajñaśca gautamo vijayastathā |
abhyaṣiñcannaravyāghraṃ prasannena sugandhinā |
Kātyāyana, Suyajña, Gautama und Vijaya salbten den Tigermann unter den Männern mit klarem, wohlriechendem
Wort für Wort kātyāyanaḥ suyajñaśca Kātyāyana und Suyajña gautamo vijayastathā Gautama und ebenso Vijaya abhyaṣiñcannaravyāghraṃ salbten den Tigermann unter Männern prasannena sugandhinā mit klarem, wohlriechendem Wasser salilena sahasrākṣan vasavo vāsavaṃ yathā |
ṛtvigbhirbrāhmaṇaiḥ pūrvan kanyābhirmantribhistathā |
Wasser, wie einst die Vasus den Tausendäugigen Vāsava salbten – zuvor auch durch die Opferpriester, Brahmanen, Jungfrauen und Minister
Wort für Wort salilena sahasrākṣan mit Wasser den Tausendäugigen vasavo vāsavaṃ yathā wie die Vasus Vāsava ṛtvigbhirbrāhmaṇaiḥ pūrvan zuvor durch Opferpriester und Brahmanen kanyābhirmantribhistathā durch Jungfrauen und ebenso Minister yodhaiścaivābhyaṣiñcanste samprahṛṣṭāḥ sanaigamaiḥ |
sarvauṣadhirasaiścāpi daivatairnabhasi sthitaiḥ |
und durch die Krieger wurde er, hocherfreut, zusammen mit den Kaufleuten gesalbt, und auch mit dem Saft aller Kräuter durch die am Himmel weilenden Gottheiten.
Wort für Wort yodhaiścaivābhyaṣiñcanste und durch die Krieger wurde er gesalbt samprahṛṣṭāḥ sanaigamaiḥ hocherfreut, mit den Kaufleuten sarvauṣadhirasaiścāpi auch mit dem Saft aller Kräuter daivatairnabhasi sthitaiḥ durch die am Himmel weilenden Gottheiten caturhirlokapālaiśca sarvairdevaiśca saṅgataiḥ |
brahmaṇā nirmitaṃ pūrvaṃ kirīṭaṃ ratnaśobhitam |
und durch die vier Weltenhüter, mit allen versammelten Göttern, wurde ihm das von Brahmā einst geschaffene, mit Juwelen geschmückte Diadem
Wort für Wort caturhirlokapālaiśca und durch die vier Weltenhüter sarvairdevaiśca saṅgataiḥ mit allen versammelten Göttern brahmaṇā nirmitaṃ pūrvaṃ das von Brahmā einst geschaffene kirīṭaṃ ratnaśobhitam Diadem, mit Juwelen geschmückt abhiṣiktaḥ purā yena manustaṃ dīptatejasam |
tasyānvavāye rājānaḥ kramādyenābhiṣecitāḥ |
aufgesetzt, mit dem einst Manu geweiht worden war, dem an Glanz Leuchtenden, mit dem der Reihe nach die Könige in seiner Linie geweiht worden waren.
Wort für Wort abhiṣiktaḥ purā yena mit dem einst geweiht worden war manustaṃ dīptatejasam Manu, der an Glanz Leuchtende tasyānvavāye rājānaḥ die Könige in seiner Linie kramādyenābhiṣecitāḥ mit dem sie der Reihe nach geweiht worden waren sabhāyāṃ hemakluptāyāṃ śobhitāyāṃ mahādhanaiḥ |
ratnairnānāvidhaiścaiva citritāyāṃ suśobhanaiḥ ||
In der aus Gold gefertigten Halle, geschmückt mit großen Schätzen, geziert mit vielerlei prächtigen Edelsteinen,
Wort für Wort sabhāyāṃ hemakluptāyāṃ in der aus Gold gefertigten Halle śobhitāyāṃ mahādhanaiḥ geschmückt mit großen Schätzen ratnairnānāvidhaiścaiva mit vielerlei Edelsteinen citritāyāṃ suśobhanaiḥ geziert, mit prächtigen nānāratnamaye pīṭhe kalpayitvā yathāvidhi |
kirīṭena tataḥ paścādvasiṣṭhena mahātmanā ||
auf dem mit vielerlei Edelsteinen besetzten Thron, ordnungsgemäß hergerichtet, setzte darauf sodann der hochherzige Vasiṣṭha mit dem Diadem
Wort für Wort nānāratnamaye pīṭhe auf dem mit vielerlei Edelsteinen besetzten Thron kalpayitvā yathāvidhi ordnungsgemäß hergerichtet kirīṭena tataḥ paścād mit dem Diadem sodann darauf vasiṣṭhena mahātmanā durch den hochherzigen Vasiṣṭha chatraṃ tasya ca jagrāha śatrughnaḥ pāṇḍuran śubham |
śvetan ca vālavyajanan sugrīvo vānareśvaraḥ ||
(ihn geweiht). Und Śatrughna ergriff den weißen, prächtigen Schirm über ihm, und Sugrīva, der Herr der Vānaras, den weißen Yak-Schweif-Wedel,
Wort für Wort chatraṃ tasya ca jagrāha und den Schirm über ihm ergriff śatrughnaḥ pāṇḍuran śubham Śatrughna, den weißen, prächtigen śvetan ca vālavyajanan und den weißen Yak-Schweif-Wedel sugrīvo vānareśvaraḥ Sugrīva, der Herr der Vānaras aparan candrasaṅkāśan rākṣasendro vibhīṣaṇaḥ |
und Vibhīṣaṇa, der Herr der Rākṣasas, einen anderen, mondgleichen Wedel.
Wort für Wort aparan candrasaṅkāśan einen anderen, mondgleichen rākṣasendro vibhīṣaṇaḥ Vibhīṣaṇa, der Herr der Rākṣasas mālān jvalantīn vapuṣā kāñcanīṃ śatapuṣkarām |
rāghavāya dadau vāyurvāsavena pracoditaḥ ||
Vāyu, von Vāsava angewiesen, gab Rāghava einen an Gestalt leuchtenden, goldenen Kranz mit hundert Lotusblüten.
Wort für Wort mālān jvalantīn vapuṣā einen an Gestalt leuchtenden Kranz kāñcanīṃ śatapuṣkarām einen goldenen mit hundert Lotusblüten rāghavāya dadau vāyur gab Vāyu Rāghava vāsavena pracoditaḥ von Vāsava angewiesen sarvaratnasamāyuktaṃ maṇiratnavibhūṣitam |
muktāhāraṃ narendrāya dadau śakrapracoditaḥ ||
Und, von Śakra angewiesen, gab er dem Herrscher der Menschen eine mit allen Edelsteinen versehene, mit Juwelen und Steinen geschmückte Perlenkette.
Wort für Wort sarvaratnasamāyuktaṃ mit allen Edelsteinen versehen maṇiratnavibhūṣitam mit Juwelen und Steinen geschmückt muktāhāraṃ narendrāya eine Perlenkette dem Herrscher der Menschen dadau śakrapracoditaḥ gab er, von Śakra angewiesen prajagurdevagandharvā nanṛtuścāpsaro gaṇāḥ |
abhiṣeke tadarhasya tadā rāmasya dhīmataḥ ||
Götter und Gandharvas sangen, und Scharen von Apsaras tanzten damals bei der Weihe des würdigen, weisen Rāma.
Wort für Wort prajagurdevagandharvā Götter und Gandharvas sangen nanṛtuścāpsaro gaṇāḥ und Scharen von Apsaras tanzten abhiṣeke tadarhasya bei der Weihe des Würdigen tadā rāmasya dhīmataḥ damals des weisen Rāma bhūmiḥ sasyavatī caiva phalavantaśca pādapāḥ |
gandhavanti ca puṣpāṇi babhūvū rāghavotsave ||
Die Erde wurde reich an Getreide, die Bäume trugen Früchte, und die Blüten wurden duftend bei Rāghavas Freudenfest.
Wort für Wort bhūmiḥ sasyavatī caiva die Erde wurde reich an Getreide phalavantaśca pādapāḥ und die Bäume fruchttragend gandhavanti ca puṣpāṇi und die Blüten duftend babhūvū rāghavotsave wurden bei Rāghavas Freudenfest sahasraśatamaśvānān dhenūnāṃ ca gavāṃ tathā |
dadau śatan vṛṣānpūrvan dvijebhyo manujarṣabhaḥ ||
Hunderttausend Pferde, Milchkühe und Rinder, und vorher hundert Stiere gab der Stier unter den Menschen den Brahmanen.
Wort für Wort sahasraśatamaśvānān hunderttausend Pferde dhenūnāṃ ca gavāṃ tathā Milchkühe und Rinder dadau śatan vṛṣānpūrvan gab er vorher hundert Stiere dvijebhyo manujarṣabhaḥ den Brahmanen, der Stier der Menschen triṃśatkoṭīrhiraṇyasya brāhmaṇebhyo dadau punaḥ |
nānābharaṇavastrāṇi mahārhāṇi ca rāghavaḥ ||
Dreißig Millionen an Gold gab Rāghava den Brahmanen abermals, und vielerlei kostbare Schmuckstücke und Gewänder.
Wort für Wort triṃśatkoṭīrhiraṇyasya dreißig Millionen an Gold brāhmaṇebhyo dadau punaḥ gab er den Brahmanen abermals nānābharaṇavastrāṇi vielerlei Schmuckstücke und Gewänder mahārhāṇi ca rāghavaḥ kostbare, Rāghava arkaraśmipratīkāśān kāñcanīṃ maṇivigrahām |
sugrīvāya srajan divyāṃ prāyacchanmanujarṣabhaḥ ||
Dem Sonnenschein gleichenden, goldenen, mit Edelsteinen geschmückten göttlichen Kranz überreichte der Stier der Menschen Sugrīva.
Wort für Wort arkaraśmipratīkāśān dem Sonnenschein gleichenden kāñcanīṃ maṇivigrahām goldenen, mit Edelsteinen geschmückten sugrīvāya srajan divyāṃ den göttlichen Kranz Sugrīva prāyacchanmanujarṣabhaḥ überreichte der Stier der Menschen vaidūryamaṇicitre ca vajraratnavibhūṣite |
vāliputrāya dhṛtimānaṅgadāyāṅgade dadau ||
Ein mit Beryllen buntes, mit Diamanten und Juwelen geschmücktes Armband gab der Standhafte Aṅgada, dem Sohn Vālins.
Wort für Wort vaidūryamaṇicitre ca mit Beryllen bunt vajraratnavibhūṣite mit Diamanten und Juwelen geschmückt vāliputrāya dhṛtimān der Standhafte dem Sohn Vālins aṅgadāyāṅgade dadau gab Aṅgada das Armband maṇipravarajuṣṭan ca muktāhāramanuttamam |
sītāyai pradadau rāmaścandraraśmisamaprabham ||
Und eine mit vortrefflichen Juwelen versehene, unübertreffliche Perlenkette, den Mondstrahlen gleich an Glanz, gab Rāma Sītā.
Wort für Wort maṇipravarajuṣṭan ca mit vortrefflichen Juwelen versehen muktāhāramanuttamam eine unübertreffliche Perlenkette sītāyai pradadau rāmaś gab Rāma Sītā candraraśmisamaprabham den Mondstrahlen gleich an Glanz avekṣamāṇā vaidehī pradadau vāyusūnave |
Die Vaidehī, umherblickend, gab sie dem Sohn des Windes.
Wort für Wort avekṣamāṇā vaidehī die Vaidehī, umherblickend pradadau vāyusūnave gab sie dem Sohn des Windes avamucyātmanaḥ kaṇṭhāddhāran janakanandinī |
avaikṣata harīnsarvānbhartāran ca muhurmuhuḥ ||
Nachdem sie die Kette von ihrem eigenen Hals gelöst hatte, blickte die Freudenbringerin Janakas immer wieder auf alle Vānaras und ihren Gatten.
Wort für Wort avamucyātmanaḥ kaṇṭhād nachdem sie von ihrem eigenen Hals gelöst hatte dhāran janakanandinī die Kette, die Freudenbringerin Janakas avaikṣata harīnsarvān blickte auf alle Vānaras bhartāran ca muhurmuhuḥ und immer wieder auf ihren Gatten tāmiṅgitajñaḥ samprekṣya babhāṣe janakātmajām |
pradehi subhage hāran yasya tuṣṭāsi bhāmini ||
Der ihre Gebärde Verstehende, sie betrachtend, sprach zur Tochter Janakas: "Gib die Kette, du Holde, dem, mit dem du zufrieden bist, du Schöne,
Wort für Wort tāmiṅgitajñaḥ samprekṣya der ihre Gebärde verstehend, sie betrachtend babhāṣe janakātmajām sprach zur Tochter Janakas pradehi subhage hāran gib die Kette, du Holde yasya tuṣṭāsi bhāmini dem, mit dem du zufrieden bist, du Schöne tejo dhṛtiryaśo dākṣyaṃ sāmarthyaṃ vinayo nayaḥ |
pauruṣan vikramo buddhiryasminnetāni nityadā ||
demjenigen, in dem stets Glanz, Standhaftigkeit, Ruhm, Geschicklichkeit, Fähigkeit, Bescheidenheit, Klugheit, Mannhaftigkeit, Tapferkeit und Weisheit wohnen."
Wort für Wort tejo dhṛtiryaśo dākṣyaṃ Glanz, Standhaftigkeit, Ruhm, Geschicklichkeit sāmarthyaṃ vinayo nayaḥ Fähigkeit, Bescheidenheit, Klugheit pauruṣan vikramo buddhiḥ Mannhaftigkeit, Tapferkeit, Weisheit yasminnetāni nityadā in dem diese stets wohnen dadau sā vāyuputrāya tan hāramasitekṣaṇā |
hanūmānstena hāreṇa śuśubhe vānararṣabhaḥ ||
Da gab die Dunkeläugige jene Kette dem Sohn des Windes; Hanumant, der Stier der Vānaras, erstrahlte mit jener Kette.
Wort für Wort dadau sā vāyuputrāya da gab sie dem Sohn des Windes tan hāramasitekṣaṇā jene Kette, die Dunkeläugige hanūmānstena hāreṇa Hanumant mit jener Kette śuśubhe vānararṣabhaḥ erstrahlte, der Stier der Vānaras sarve vānaravṛddhāśca ye cānye vānarottamāḥ |
vāsobhirbhūṣaṇaiścaiva yathārhaṃ pratipūjitāḥ ||
Alle Ältesten der Vānaras und die anderen vortrefflichen Vānaras wurden mit Gewändern und Schmuckstücken, wie es ihnen gebührte, geehrt.
Wort für Wort sarve vānaravṛddhāśca alle Ältesten der Vānaras ye cānye vānarottamāḥ und die anderen vortrefflichen Vānaras vāsobhirbhūṣaṇaiścaiva mit Gewändern und Schmuckstücken yathārhaṃ pratipūjitāḥ wie es gebührte, geehrt tato dvivida maindābhyāṃ nīlāya ca parantapaḥ |
sarvānkāmaguṇānvīkṣya pradadau vasudhādhipaḥ ||
Sodann gewährte der Feindebezwinger, der Herr der Erde, Dvivida, Mainda und Nīla alles, was sie sich nach Wunsch erträumten.
Wort für Wort tato dvivida maindābhyāṃ sodann dem Dvivida und Mainda nīlāya ca parantapaḥ und dem Nīla, der Feindebezwinger sarvānkāmaguṇānvīkṣya alle Wunschgaben erwägend pradadau vasudhādhipaḥ gewährte der Herr der Erde vibhīṣaṇo.atha sugrīvo hanumān jāmbavāṃstathā |
Vibhīṣaṇa sodann, Sugrīva, Hanumant und ebenso Jāmbavant,
Wort für Wort vibhīṣaṇo.atha sugrīvo Vibhīṣaṇa sodann, Sugrīva hanumān jāmbavāṃstathā Hanumant und ebenso Jāmbavant sarvavānaravṛddhāśca rāmeṇākliṣṭakarmaṇā |
yathārhaṃ pūjitāḥ sarve kāmai ratnaiśca puṣkalair ||
und alle Ältesten der Vānaras wurden alle von dem in seinem Wirken unermüdlichen Rāma, wie es ihnen gebührte, mit reichlichen Wunschgaben und Juwelen geehrt.
Wort für Wort sarvavānaravṛddhāśca und alle Ältesten der Vānaras rāmeṇākliṣṭakarmaṇā von Rāma, dem in seinem Wirken Unermüdlichen yathārhaṃ pūjitāḥ sarve wie es gebührte, alle geehrt kāmai ratnaiśca puṣkalair mit reichlichen Wunschgaben und Juwelen natvā sarve mahātmānastataste vānararṣabhāḥ |
visṛṣṭāḥ pārthivendreṇa kiṣkindhāṃ samupāgaman ||
Nachdem alle jene hochherzigen Stiere der Vānaras sich verneigt hatten, von dem Herrn der Erde entlassen, kehrten sie nach Kiṣkindhā zurück.
Wort für Wort natvā sarve mahātmānas nachdem alle Hochherzigen sich verneigt hatten tataste vānararṣabhāḥ da jene Stiere der Vānaras visṛṣṭāḥ pārthivendreṇa von dem Herrn der Erde entlassen kiṣkindhāṃ samupāgaman kehrten sie nach Kiṣkindhā zurück sugrīvo vānaraśreṣṭho dṛṣṭvā rāmābhiṣecanam |
pūjitaścaiva rāmeṇa kiṣkindhāṃ prāviśatpurīm ||
Sugrīva, der Vortrefflichste der Vānaras, der Rāmas Weihe gesehen hatte und von Rāma geehrt worden war, betrat die Stadt Kiṣkindhā.
Wort für Wort sugrīvo vānaraśreṣṭho Sugrīva, der Vortrefflichste der Vānaras dṛṣṭvā rāmābhiṣecanam der Rāmas Weihe gesehen hatte pūjitaścaiva rāmeṇa und von Rāma geehrt kiṣkindhāṃ prāviśatpurīm betrat die Stadt Kiṣkindhā vibhīṣaṇo.api dhrmātmā saha rairnairṛtarṣabhaiḥ |
labdhvā kuladhanaṃ rājā laṅkāṃ prāyān mahāyaśāḥ ||
Und auch Vibhīṣaṇa, der Rechtschaffene, der berühmte König, zog mit den Stieren der Nairṛtas, nachdem er den Familienschatz erlangt hatte, nach Laṅkā.
Wort für Wort vibhīṣaṇo.api dhrmātmā und auch Vibhīṣaṇa, der Rechtschaffene saha rairnairṛtarṣabhaiḥ mit den Stieren der Nairṛtas labdhvā kuladhanaṃ rājā nachdem er als König den Familienschatz erlangt hatte laṅkāṃ prāyān mahāyaśāḥ zog der Berühmte nach Laṅkā sa rājyamakhilaṃ śāsannihatārirmahāyaśāḥ |
rāghavaḥ paramodāraḥ śaśāsa parayā mudā |
Er, der berühmte, überaus großmütige Rāghava, dessen Feind erschlagen war, herrschte über das ganze Reich mit höchster Freude.
Wort für Wort sa rājyamakhilaṃ śāsan er, über das ganze Reich herrschend nihatārirmahāyaśāḥ dessen Feind erschlagen, der Berühmte rāghavaḥ paramodāraḥ Rāghava, der überaus Großmütige śaśāsa parayā mudā herrschte mit höchster Freude uvāca lakṣmaṇaṃ rāmo dharmajñaṃ dharmavatsalaḥ |
ātiṣṭha dharmajña mayā sahemāṃ gāṃ pūrvarājādhyuṣitāṃ balena |
tulyaṃ mayā tvaṃ pitṛbhirdhṛtā yā tāṃ yauvarājye dhuramudvahasva |
Rāma, der die Rechtschaffenheit Liebende, sprach zu dem rechtschaffenen Lakṣmaṇa: "Übernimm mit mir, Kenner der Rechtschaffenheit, diese Erde, die von früheren Königen kraftvoll bewohnt und, mir gleich, von unseren Vätern gehalten wurde – trage du die Bürde des Kronprinzenamtes."
Wort für Wort uvāca lakṣmaṇaṃ rāmo Rāma sprach zu Lakṣmaṇa dharmajñaṃ dharmavatsalaḥ zum Kenner der Rechtschaffenheit, der Rechtschaffenheit Liebende ātiṣṭha dharmajña mayā übernimm mit mir, Kenner der Rechtschaffenheit sahemāṃ gāṃ pūrvarājādhyuṣitāṃ balena diese von früheren Königen kraftvoll bewohnte Erde tulyaṃ mayā tvaṃ pitṛbhirdhṛtā yā die, mir gleich, von den Vätern gehalten wurde tāṃ yauvarājye dhuramudvahasva trage du die Bürde des Kronprinzenamtes sarvātmanā paryanunīyamāno yadā na saumitrirupaiti yogam |
niyujyamāno.a pi ca yāvarājye |
Doch obwohl er auf jede Weise überredet wurde, willigte der Sohn Sumitrās nicht ein, als er, dem Kronprinzenamt zugewiesen, es nicht annehmen wollte.
Wort für Wort sarvātmanā paryanunīyamāno obwohl er auf jede Weise überredet wurde yadā na saumitrirupaiti yogam als der Sohn Sumitrās die Bindung nicht einging niyujyamāno.a pi ca obwohl er zugewiesen wurde yāvarājye dem Kronprinzenamt tato.abhyaṣiñcadbharataṃ mahātmā |
pauṇḍarīkāśvamedhābhyān vājapeyena cāsakṛt |
Da vollzog der Hochherzige mit dem Pauṇḍarīka-, dem Aśvamedha- und wiederholt mit dem Vājapeya-Opfer die feierliche Weihe.
Wort für Wort tato.abhyaṣiñcadbharataṃ mahātmā da vollzog der Hochherzige die Weihe pauṇḍarīkāśvamedhābhyān mit dem Pauṇḍarīka- und Aśvamedha-Opfer vājapeyena cāsakṛt und wiederholt mit dem Vājapeya-Opfer anyaiśca vividhairyajñairayajatpārthivarṣabhaḥ |
rājyan daśasahasrāṇi prāpya varṣāṇi rāghavaḥ |
Und mit anderen vielfältigen Opfern opferte der Stier unter den Königen, Rāghava, nachdem er zehntausend Jahre die Herrschaft erlangt hatte.
Wort für Wort anyaiśca vividhairyajñair und mit anderen vielfältigen Opfern ayajatpārthivarṣabhaḥ opferte der Stier unter den Königen rājyan daśasahasrāṇi die Herrschaft zehntausend Jahre prāpya varṣāṇi rāghavaḥ erlangend, Rāghava śatāśvamedhānājahre sadaśvānbhūridakṣiṇān |
ājānulambibāhuśca mahāskandhaḥ pratāpavān |
Er, mit bis zu den Knien reichenden Armen, mit gewaltigen Schultern, der Machtvolle, vollzog hundert Pferdeopfer mit edlen Rossen und reichlichen Gaben.
Wort für Wort śatāśvamedhānājahre er vollzog hundert Pferdeopfer sadaśvānbhūridakṣiṇān mit edlen Rossen und reichlichen Gaben ājānulambibāhuśca mit bis zu den Knien reichenden Armen mahāskandhaḥ pratāpavān mit gewaltigen Schultern, der Machtvolle lakṣmaṇānucaro rāmaḥ pṛthivīmanvapālayat |
rāghavaścāpi dharmātmā prāpya rājyamanuttamam |
Rāma, von Lakṣmaṇa begleitet, beschützte die Erde; und Rāghava, der Rechtschaffene, hatte das unübertreffliche Königreich erlangt.
Wort für Wort lakṣmaṇānucaro rāmaḥ Rāma, von Lakṣmaṇa begleitet pṛthivīmanvapālayat beschützte die Erde rāghavaścāpi dharmātmā und auch Rāghava, der Rechtschaffene prāpya rājyamanuttamam hatte das unübertreffliche Königreich erlangt īje bahuvidhairyajñaiḥ sasutabhrātṛbāndhavaḥ |
na paryadevanvidhavā na ca vyālakṛtaṃ bhayam |
Er opferte mit vielfältigen Opfern, samt seinen Söhnen, Brüdern und Verwandten; keine Witwe klagte, und keine Furcht wurde durch Schlangen erzeugt,
Wort für Wort īje bahuvidhairyajñaiḥ er opferte mit vielfältigen Opfern sasutabhrātṛbāndhavaḥ samt Söhnen, Brüdern und Verwandten na paryadevanvidhavā keine Witwe klagte na ca vyālakṛtaṃ bhayam und keine Furcht durch Schlangen entstand na vyādhijaṃ bhayan vāpi rāme rājyaṃ praśāsati |
nirdasyurabhavalloko nānarthaḥ kan cidaspṛśat |
noch Furcht, die aus Krankheit entstünde, während Rāma das Reich beherrschte; die Welt wurde frei von Räubern, und kein Unheil berührte irgendjemanden.
Wort für Wort na vyādhijaṃ bhayan vāpi noch Furcht, die aus Krankheit entstünde rāme rājyaṃ praśāsati während Rāma das Reich beherrschte nirdasyurabhavalloko die Welt wurde frei von Räubern nānarthaḥ kan cidaspṛśat kein Unheil berührte irgendjemanden na ca sma vṛddhā bālānāṃ pretakāryāṇi kurvate |
sarvaṃ muditamevāsītsarvo dharmaparoabhavat |
Nie vollzogen die Alten die Totenriten für die Jungen; alles war lauter Freude, ein jeder war der Rechtschaffenheit zugetan.
Wort für Wort na ca sma vṛddhā bālānāṃ nie die Alten für die Jungen pretakāryāṇi kurvate vollzogen die Totenriten sarvaṃ muditamevāsīt alles war lauter Freude sarvo dharmaparoabhavat ein jeder war der Rechtschaffenheit zugetan rāmamevānupaśyanto nābhyahinsanparasparam |
āsanvarṣasahasrāṇi tathā putrasahasriṇaḥ |
Nur auf Rāma blickend, taten sie einander kein Leid an; sie lebten tausend Jahre, jeder mit tausend Söhnen,
Wort für Wort rāmamevānupaśyanto nur auf Rāma blickend nābhyahinsanparasparam taten sie einander kein Leid an āsanvarṣasahasrāṇi sie lebten tausend Jahre tathā putrasahasriṇaḥ ebenso mit je tausend Söhnen nirāmayā viśokāśca rāme rājyaṃ praśāsati |
rāmo rāmo rāma iti prajānāmabhavan kathāḥ |
frei von Krankheit und ohne Kummer, während Rāma das Reich beherrschte. "Rāma, Rāma, Rāma" – so lauteten die Reden der Untertanen.
Wort für Wort nirāmayā viśokāśca frei von Krankheit und ohne Kummer rāme rājyaṃ praśāsati während Rāma das Reich beherrschte rāmo rāmo rāma iti "Rāma, Rāma, Rāma" so prajānāmabhavan kathāḥ waren die Reden der Untertanen rāmabhūtaṃ jagābhūdrāme rājyaṃ praśāsati |
nityapuṣpā nityaphalāstaravaḥ skandhavistṛtāḥ |
Die Welt wurde ganz von Rāma erfüllt, während Rāma das Reich beherrschte; die Bäume, mit weit ausladenden Ästen, waren stets in Blüte und stets in Frucht,
Wort für Wort rāmabhūtaṃ jagābhūd die Welt wurde ganz von Rāma erfüllt rāme rājyaṃ praśāsati während Rāma das Reich beherrschte nityapuṣpā nityaphalās stets in Blüte, stets in Frucht taravaḥ skandhavistṛtāḥ die Bäume, mit weit ausladenden Ästen kālavarṣī ca parjanyaḥ sukhasparśaśca mārutaḥ |
brāhmaṇāḥ kṣatriyā vaiśyāḥ śūdrā lobhavivarjitāḥ |
Der Regenwolkengott regnete zur rechten Zeit, und der Wind war angenehm zu berühren; Brahmanen, Kṣatriyas, Vaiśyas und Śūdras, frei von Habgier,
Wort für Wort kālavarṣī ca parjanyaḥ der Regenwolkengott regnete zur rechten Zeit sukhasparśaśca mārutaḥ und der Wind war angenehm zu berühren brāhmaṇāḥ kṣatriyā vaiśyāḥ Brahmanen, Kṣatriyas, Vaiśyas śūdrā lobhavivarjitāḥ und Śūdras, frei von Habgier svakarmasu pravartante tuṣṭhāḥ svaireva karmabhiḥ |
āsan prajā dharmaparā rāme śāsati nānṛtāḥ |
widmeten sich ihren eigenen Aufgaben, zufrieden mit ihren eigenen Werken; die Untertanen waren der Rechtschaffenheit zugetan, ohne Lüge, während Rāma herrschte.
Wort für Wort svakarmasu pravartante widmeten sich ihren eigenen Aufgaben tuṣṭhāḥ svaireva karmabhiḥ zufrieden mit ihren eigenen Werken āsan prajā dharmaparā die Untertanen waren der Rechtschaffenheit zugetan rāme śāsati nānṛtāḥ ohne Lüge, während Rāma herrschte sarve lakṣaṇasampannāḥ sarve dharmaparāyaṇāḥ |
daśavarṣasahasrāṇi rāmo rājyamakārayat |
Alle waren mit glückverheißenden Merkmalen begabt, alle der Rechtschaffenheit hingegeben; zehntausend Jahre lang ließ Rāma das Königreich gedeihen.
Wort für Wort sarve lakṣaṇasampannāḥ alle mit glückverheißenden Merkmalen begabt sarve dharmaparāyaṇāḥ alle der Rechtschaffenheit hingegeben daśavarṣasahasrāṇi zehntausend Jahre lang rāmo rājyamakārayat ließ Rāma das Königreich gedeihen dharmayaṃ yaśasyamāyuṣyaṃ rājñāṃ ca vijāavaham |
ādikāvyamidaṃ cārṣaṃ purā vālmīkinā kṛtam |
Dieses ur-alte, dem Ṛṣi entstammende erste Kunstgedicht, das Rechtschaffenheit, Ruhm, langes Leben und Sieg für Könige mit sich bringt, wurde einst von Vālmīki verfasst.
Wort für Wort dharmayaṃ yaśasyamāyuṣyaṃ das Rechtschaffenheit, Ruhm, langes Leben bringt rājñāṃ ca vijāavaham und Sieg für Könige mit sich bringt ādikāvyamidaṃ cārṣaṃ dieses ur-alte, dem Ṛṣi entstammende erste Kunstgedicht purā vālmīkinā kṛtam wurde einst von Vālmīki verfasst paṭhedyaḥ śṛṇuyālloke naraḥ pāpātpramucyate |
putrakāmaśca putrānvai dhanakāmo dhanāni ca |
Wer es in der Welt liest oder hört, wird von Sünde befreit; wer sich Söhne wünscht, erlangt Söhne, wer sich Reichtum wünscht, Reichtümer,
Wort für Wort paṭhedyaḥ śṛṇuyālloke wer es liest oder hört in der Welt naraḥ pāpātpramucyate der Mensch wird von Sünde befreit putrakāmaśca putrānvai wer sich Söhne wünscht, gewiss Söhne dhanakāmo dhanāni ca wer sich Reichtum wünscht, Reichtümer labhate manujo loke śrutvā rāmābhiṣecanam |
mahīṃ vijayate rājā ripūṃścāpyadhitiṣṭhati |
erlangt der Mensch in der Welt, wenn er von Rāmas Weihe hört; ein König erobert die Erde und besiegt seine Feinde.
Wort für Wort labhate manujo loke erlangt der Mensch in der Welt śrutvā rāmābhiṣecanam wenn er von Rāmas Weihe hört mahīṃ vijayate rājā der König erobert die Erde ripūṃścāpyadhitiṣṭhati und besiegt auch seine Feinde rāghaveṇa yathā mātā sumitrā lakṣmaṇena ca |
bharatena ca kaikeyī jivaputrāstathā striyaḥ |
bhaviṣyanti sadānandāḥ putrapautrasamanvitāḥ |
Wie Kausalyā sich an Rāghava freut, Sumitrā an Lakṣmaṇa und Kaikeyī an Bharata, so werden Frauen mit lebenden Söhnen, die dies vernehmen, stets voller Freude sein, mit Söhnen und Enkeln gesegnet.
Wort für Wort rāghaveṇa yathā mātā wie die Mutter sich an Rāghava freut sumitrā lakṣmaṇena ca Sumitrā an Lakṣmaṇa bharatena ca kaikeyī und Kaikeyī an Bharata jivaputrāstathā striyaḥ so werden Frauen mit lebenden Söhnen bhaviṣyanti sadānandāḥ stets voller Freude sein putrapautrasamanvitāḥ mit Söhnen und Enkeln gesegnet śrutvā rāmāyaṇamidaṃ dīrghamāyiśca vindati |
rāmasya vijayaṃ caiva sarvamakliṣṭhakarmaṇaḥ |
Wer dieses Rāmāyaṇa hört, erlangt auch langes Leben, und ebenso Kenntnis von Rāmas Sieg und all den mühelosen Taten des Unermüdlichen.
Wort für Wort śrutvā rāmāyaṇamidaṃ wer dieses Rāmāyaṇa hört dīrghamāyiśca vindati erlangt auch langes Leben rāmasya vijayaṃ caiva und ebenso Rāmas Sieg sarvamakliṣṭhakarmaṇaḥ all die mühelosen Taten des Unermüdlichen śṛṇoti ya itdaṃ kāvyaṃ purā vālmīkinā kṛtam |
śraddadhāno jitakrodho durgāṇyatitaratyasau |
Wer voller Vertrauen und frei von Zorn dieses einst von Vālmīki verfasste Kunstgedicht hört, überwindet Schwierigkeiten,
Wort für Wort śṛṇoti ya itdaṃ kāvyaṃ wer dieses Kunstgedicht hört purā vālmīkinā kṛtam das einst von Vālmīki verfasst wurde śraddadhāno jitakrodho voller Vertrauen, frei von Zorn durgāṇyatitaratyasau überwindet er Schwierigkeiten samāgamya pravāsānte ramante saha bāndhavaiḥ |
und nach der Rückkehr von der Ferne freut er sich zusammen mit seinen Verwandten.
Wort für Wort samāgamya pravāsānte nach der Rückkehr von der Ferne ramante saha bāndhavaiḥ freut er sich mit den Verwandten śṛṇvanti ya idaṃ kāvyaṃ purā vālmīkinā kṛtam |
te prārthitān varān sarvān prāpnuvantīha rāghavāt |
Diejenigen, die dieses einst von Vālmīki verfasste Kunstgedicht hören, erlangen hier alle erbetenen Gaben von Rāghava.
Wort für Wort śṛṇvanti ya idaṃ kāvyaṃ diejenigen, die dieses Kunstgedicht hören purā vālmīkinā kṛtam das einst von Vālmīki verfasst wurde te prārthitān varān sarvān sie erlangen alle erbetenen Gaben prāpnuvantīha rāghavāt hier von Rāghava śravaṇena surāḥ sarve prīyante saṃpraśṛṇvatām |
vināyakāśca śāmyanti gṛhe tiṣṭhanti yasya vai |
Durch das Hören sind alle Götter denen zugetan, die aufmerksam zuhören; und die Hindernisse werden befriedet in dem Haus, in dem es gepflegt wird.
Wort für Wort śravaṇena surāḥ sarve durch das Hören alle Götter prīyante saṃpraśṛṇvatām sind zugetan denen, die zuhören vināyakāśca śāmyanti und die Hindernisse werden befriedet gṛhe tiṣṭhanti yasya vai im Haus, in dem es gepflegt wird vijayeta mahīṃ rājā pravāsi svastimān bhavet |
striyo rajasvalāḥ śrutvā putrān sūyuranuttamān |
Ein König würde die Erde erobern, ein Reisender wohlbehalten sein; schwangere Frauen, die es hören, würden ausgezeichnete Söhne gebären.
Wort für Wort vijayeta mahīṃ rājā ein König würde die Erde erobern pravāsi svastimān bhavet ein Reisender würde wohlbehalten sein striyo rajasvalāḥ śrutvā schwangere Frauen, die es hören putrān sūyuranuttamān würden ausgezeichnete Söhne gebären pūjayaṃśca paṭhaṃścanamitihāsaṃ purātanam |
praṇamya śirasā nityaṃ śrotavyaṃ kṣatriyairdvijāt |
Wer diese uralte Geschichte ehrt und liest, das Haupt neigend – sie soll stets von Kṣatriyas aus dem Munde eines Brahmanen gehört werden;
Wort für Wort pūjayaṃśca paṭhaṃścanam wer sie ehrt und liest itihāsaṃ purātanam diese uralte Geschichte praṇamya śirasā nityaṃ das Haupt stets neigend śrotavyaṃ kṣatriyairdvijāt soll von Kṣatriyas aus dem Munde eines Brahmanen gehört werden aiśvaryaṃ putralābhaśca bhaviṣyati na saṃśayaḥ |
rāmāyaṇamidaṃ kṛtsnaṃ śṛṇvataḥ paṭhataḥ sadā |
Herrschaft und der Gewinn von Söhnen werden ohne Zweifel dem zuteil, der stets dieses ganze Rāmāyaṇa hört oder liest.
Wort für Wort aiśvaryaṃ putralābhaśca Herrschaft und der Gewinn von Söhnen bhaviṣyati na saṃśayaḥ werden ohne Zweifel zuteil rāmāyaṇamidaṃ kṛtsnaṃ dieses ganze Rāmāyaṇa śṛṇvataḥ paṭhataḥ sadā dem, der es stets hört oder liest prīyate satataṃ rāmaḥ sahi miṣṇuḥ sanātanaḥ |
ādidevo mahābāhurharirnārāyaṇaḥ prabhuḥ |
Denn Rāma, der ewige Viṣṇu selbst, ist stets zugetan – der Urgott, der Großarmige, Hari Nārāyaṇa, der Herr.
Wort für Wort prīyate satataṃ rāmaḥ Rāma ist stets zugetan sahi miṣṇuḥ sanātanaḥ denn er ist der ewige Viṣṇu selbst ādidevo mahābāhur der Urgott, der Großarmige harirnārāyaṇaḥ prabhuḥ Hari Nārāyaṇa, der Herr sākṣādrāmo raghuśreṣṭhaḥ śeṣo lakṣmaṇa ucyate |
evametatpurāvṛttamākhyānaṃ bhadramastu vaḥ |
Rāma, der Vortrefflichste der Raghus, ist leibhaftig er selbst; Lakṣmaṇa wird als Śeṣa bezeichnet. So ist diese uralte Erzählung – Heil sei euch!
Wort für Wort sākṣādrāmo raghuśreṣṭhaḥ leibhaftig Rāma, der Vortrefflichste der Raghus śeṣo lakṣmaṇa ucyate Lakṣmaṇa wird als Śeṣa bezeichnet evametatpurāvṛttam so ist diese uralte Begebenheit ākhyānaṃ bhadramastu vaḥ diese Erzählung - Heil sei euch pravyāharata visrabdhaṃ balaṃ viṣṇoḥ pravardhatām |
devāśca sarve tuṣyanti grahaṇācchravaṇāttathā |
Verkündet es voller Zuversicht; die Macht Viṣṇus möge wachsen! Und alle Götter freuen sich durch das Aufnehmen und ebenso durch das Hören.
Wort für Wort pravyāharata visrabdhaṃ verkündet es voller Zuversicht balaṃ viṣṇoḥ pravardhatām die Macht Viṣṇus möge wachsen devāśca sarve tuṣyanti und alle Götter freuen sich grahaṇācchravaṇāttathā durch das Aufnehmen und ebenso durch das Hören rāmāyaṇasya śravaṇe tuṣyanti pitaraḥ sadā |
bhaktyā rāmasya ye cemāṃ saṃhitāmṛṣiṇā kṛtām |
Beim Hören des Rāmāyaṇa freuen sich die Ahnen stets; diejenigen, die aus Hingabe zu Rāma diese vom Ṛṣi verfasste Sammlung
Wort für Wort rāmāyaṇasya śravaṇe beim Hören des Rāmāyaṇa tuṣyanti pitaraḥ sadā freuen sich die Ahnen stets bhaktyā rāmasya ye cemāṃ diejenigen, die aus Hingabe zu Rāma diese saṃhitāmṛṣiṇā kṛtām vom Ṛṣi verfasste Sammlung ye likhantīha ca narāsteṣāṃ vāsastriviṣṭape |
kuṭumbavṛddhiṃ dhanadhānyavṛddhiṃ striyaśca mukhyāh sukhamuttamaṃ ca |
śrutvā śubhaṃ kāvyamidaṃ mahārthaṃ prāpnoti sarvāṃ bhuvi cārthasiddhim |
hier abschreiben, deren Wohnstatt ist im Himmel. Mehrung der Familie, Mehrung von Reichtum und Getreide, vortreffliche Frauen und höchstes Glück, sowie jeden Erfolg auf Erden erlangt, wer dieses heilvolle, bedeutungsreiche Kunstgedicht hört.
Wort für Wort ye likhantīha ca narās die Männer, die es hier abschreiben teṣāṃ vāsastriviṣṭape deren Wohnstatt ist im Himmel kuṭumbavṛddhiṃ dhanadhānyavṛddhiṃ Mehrung der Familie, Mehrung von Reichtum und Getreide striyaśca mukhyāh sukhamuttamaṃ ca vortreffliche Frauen und höchstes Glück śrutvā śubhaṃ kāvyamidaṃ mahārthaṃ wer dieses heilvolle, bedeutungsreiche Kunstgedicht hört prāpnoti sarvāṃ bhuvi cārthasiddhim erlangt jeden Erfolg auf Erden
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