Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa

Sarga 4: Sāgara Tīra Prayāṇam Der Marsch zum Meeresufer

śrutvā hanūmato vākyam yathāvad anupūrvaśaḥ | tato abravīn mahātejā rāmaḥ satya parākramaḥ |

Nachdem er Hanumāns Wort ordnungsgemäß, der Reihe nach, vernommen hatte, sprach da der hochglänzende Rāma, von wahrhaftiger Tapferkeit:

Wort für Wort
śrutvā hanūmato vākyam
nachdem er Hanumāns Wort vernommen hatte
yathāvad anupūrvaśaḥ
ordnungsgemäß, der Reihe nach
tato abravīn mahātejā
sprach da der hochglänzende
rāmaḥ satya parākramaḥ
Rāma, von wahrhaftiger Tapferkeit

yām nivedayase laṃkām purīm bhīmasya rakṣasaḥ | kṣipram enām vadhiṣyāmi satyam etad bravīmi te |

'Jene Stadt Laṅkā des furchtbaren Rākṣasa, die du mir beschreibst - rasch werde ich sie vernichten; dies sage ich dir wahrhaftig.'

Wort für Wort
yām nivedayase laṃkām
jene Stadt Laṅkā, die du beschreibst
purīm bhīmasya rakṣasaḥ
die Stadt des furchtbaren Rākṣasa
kṣipram enām vadhiṣyāmi
rasch werde ich sie vernichten
satyam etad bravīmi te
dies sage ich dir wahrhaftig

asmin muhūrte sugrīva prayāṇam abhirocaye | yukto muhūrto vijayaḥ prāpto madhyam divā karaḥ |

'In diesem Augenblick, o Sugrīva, beschließe ich den Aufbruch; geeignet ist die Stunde, siegverheißend, die Sonne hat den Mittag erreicht.'

Wort für Wort
asmin muhūrte sugrīva
in diesem Augenblick, o Sugrīva
prayāṇam abhirocaye
beschließe ich den Aufbruch
yukto muhūrto vijayaḥ
geeignet die Stunde, siegverheißend
prāpto madhyam divā karaḥ
erreicht hat die Sonne den Mittag

sītām gṛtvā tu tadyātu kvāsau yāsyati jīvitaḥ | sītā śrutvābhiyānam me āśāmeṣyati jīvite |

'Mag er nun, Sītā ergreifend, gehen, wohin er auch immer noch lebend gehen wird; Sītā, von meinem Aufbruch hörend, wird neue Hoffnung auf Leben schöpfen.'

Wort für Wort
sītām gṛtvā tu tadyātu
mag er, Sītā ergreifend, gehen
kvāsau yāsyati jīvitaḥ
wohin er noch lebend gehen wird
sītā śrutvābhiyānam me
Sītā, von meinem Aufbruch hörend
āśāmeṣyati jīvite
wird Hoffnung auf Leben schöpfen

uttarā phalgunī hi adya śvas tu hastena yokṣyate | abhiprayāma sugrīva sarva anīka samāvṛtāḥ |

'Denn heute steht der Mond in Uttaraphalgunī, morgen wird er sich mit Hasta verbinden; lass uns aufbrechen, Sugrīva, von allen Heerscharen umgeben.'

Wort für Wort
uttarā phalgunī hi adya
denn heute Uttaraphalgunī
śvas tu hastena yokṣyate
morgen wird er sich mit Hasta verbinden
abhiprayāma sugrīva
lass uns aufbrechen, Sugrīva
sarva anīka samāvṛtāḥ
von allen Heerscharen umgeben

nimittāni ca dhanyāni yāni prādur bhavanti me | nihatya rāvaṇam sītām ānayiṣyāmi jānakīm |

'Und die günstigen Vorzeichen, die mir erscheinen, verkünden: nachdem ich Rāvaṇa erschlagen habe, werde ich Sītā, die Tochter Janakas, zurückbringen.'

Wort für Wort
nimittāni ca dhanyāni
und die günstigen Vorzeichen
yāni prādur bhavanti me
die mir erscheinen
nihatya rāvaṇam sītām
nachdem ich Rāvaṇa erschlagen, Sītā
ānayiṣyāmi jānakīm
werde ich zurückbringen, die Tochter Janakas

upariṣṭādd hi nayanam sphuramāṇam idam mama | vijayam samanuprāptam śaṃsati iva mano ratham |

'Denn dieses mir zuckende obere Augenlid verkündet gleichsam den erreichten Sieg, das Verlangen meines Herzens.'

Wort für Wort
upariṣṭādd hi nayanam
denn das obere Augenlid
sphuramāṇam idam mama
dieses mir zuckende
vijayam samanuprāptam
den erreichten Sieg
śaṃsati iva mano ratham
verkündet gleichsam, das Verlangen des Herzens

tato vābararāheba kajśmaṇena supūjitaḥ | uvāca rāmo dharmātmā punarapyarthakovidaḥ |

Da sprach Rāma, der Rechtgesinnte, von Lakṣmaṇa wohlgeehrt, wiederum, der Sachkundige:

Wort für Wort
tato
da
lakṣmaṇena supūjitaḥ
von Lakṣmaṇa wohlgeehrt
uvāca rāmo dharmātmā
sprach Rāma, der Rechtgesinnte
punarapyarthakovidaḥ
wiederum, der Sachkundige

agre yātu balasya asya nīlo mārgam avekṣitum | vṛtaḥ śata sahasreṇa vānarāṇām tarasvinām |

'An der Spitze dieses Heeres soll Nīla gehen, um den Weg zu erkunden, umgeben von hunderttausend geschwinden Affen.'

Wort für Wort
agre yātu balasya asya
an der Spitze dieses Heeres soll gehen
nīlo mārgam avekṣitum
Nīla, um den Weg zu erkunden
vṛtaḥ śata sahasreṇa
umgeben von hunderttausend
vānarāṇām tarasvinām
geschwinden Affen

phala mūlavatā nīla śīta kānana vāriṇā | pathā madhumatā ca āśu senām senā pate naya |

'Auf einem Weg reich an Früchten und Wurzeln, o Nīla, mit kühlem Waldwasser und reich an Honig, führe rasch das Heer, o Heerführer.'

Wort für Wort
phala mūlavatā nīla
reich an Früchten und Wurzeln, o Nīla
śīta kānana vāriṇā
mit kühlem Waldwasser
pathā madhumatā ca āśu
auf einem honigreichen Weg, rasch
senām senā pate naya
führe das Heer, o Heerführer

dūṣayeyur durātmānaḥ pathi mūla phala udakam | rākṣasāḥ parirakṣethās tebhyas tvam nityam udyataḥ |

'Sollten bösgesinnte Rākṣasas auf dem Weg Wurzeln, Früchte und Wasser verderben, so mögest du sie beschützen, stets vor ihnen wachsam.'

Wort für Wort
dūṣayeyur durātmānaḥ
sollten bösgesinnte verderben
pathi mūla phala udakam
auf dem Weg Wurzeln, Früchte und Wasser
rākṣasāḥ parirakṣethās
die Rākṣasas, mögest du beschützen
tebhyas tvam nityam udyataḥ
vor ihnen stets wachsam

nimneṣu vana durgeṣu vaneṣu ca vana okasaḥ | abhiplutya abhipaśyeyuḥ pareṣām nihatam balam |

'In Niederungen, in unwegsamen Wäldern, in den Wäldern sollen die Waldbewohner umherspringen und nach etwaigem versteckten feindlichen Heer Ausschau halten.'

Wort für Wort
nimneṣu vana durgeṣu
in Niederungen, in unwegsamen Wäldern
vaneṣu ca vana okasaḥ
und in Wäldern die Waldbewohner
abhiplutya abhipaśyeyuḥ
sollen umherspringen und Ausschau halten
pareṣām nihatam balam
nach dem versteckten feindlichen Heer

yattu phalgu balam kiṃcittadatraivopapadyatām | etaddhi kṛtyam ghoram no vikrameṇa prayujyatām |

'Was auch immer an schwacher Streitkraft sei, das soll eben hier eingesetzt werden; denn diese furchtbare Aufgabe soll mit Tapferkeit angegangen werden.'

Wort für Wort
yattu phalgu balam kiṃcit
was auch immer an schwacher Streitkraft
tadatraivopapadyatām
das soll eben hier eingesetzt werden
etaddhi kṛtyam ghoram naḥ
denn diese furchtbare Aufgabe uns
vikrameṇa prayujyatām
soll mit Tapferkeit angegangen werden

sāgara ogha nibham bhīmam agra anīkam mahābalāḥ | kapi simhā prakarṣantu śataśo atha sahasraśaḥ |

'Die furchtbare, der Meeresflut gleichende Vorhut sollen die gewaltig starken Löwen unter den Affen zu Hunderten und Tausenden anführen.'

Wort für Wort
sāgara ogha nibham bhīmam
die furchtbare, der Meeresflut gleichende
agra anīkam mahābalāḥ
Vorhut, die gewaltig Starken
kapi simhā prakarṣantu
sollen die Affenlöwen anführen
śataśo atha sahasraśaḥ
zu Hunderten und Tausenden

gajaḥ ca giri samkāśo gavayaḥ ca mahābalaḥ | gava akṣaḥ ca agrato yāntu gavām dṛptā iva ṛṣabhāḥ |

'Gaja, dem Berg gleich, und Gavaya, der gewaltig Starke, und Gavākṣa mögen vorangehen, wie stolze Stiere unter den Kühen.'

Wort für Wort
gajaḥ ca giri samkāśo
Gaja, dem Berg gleich
gavayaḥ ca mahābalaḥ
und Gavaya, der gewaltig Starke
gava akṣaḥ ca agrato yāntu
und Gavākṣa mögen vorangehen
gavām dṛptā iva ṛṣabhāḥ
wie stolze Stiere unter den Kühen

yātu vānara vāhinyā vānaraḥ plavatām patiḥ | pālayan dakṣiṇam pārśvam ṛṣabho vānara ṛṣabhaḥ |

'Der Affe, der Herr der Springer, der Stier unter den Affen, soll mit dem Affenheer gehen und die rechte Flanke schützen.'

Wort für Wort
yātu vānara vāhinyā
er soll mit dem Affenheer gehen
vānaraḥ plavatām patiḥ
der Affe, der Herr der Springer
pālayan dakṣiṇam pārśvam
die rechte Flanke schützend
ṛṣabho vānara ṛṣabhaḥ
der Stier, der Stier unter den Affen

gandha hastī iva durdharṣas tarasvī gandha mādanaḥ | yātu vānara vāhinyāḥ savyam pārśvam adhiṣṭhitaḥ |

'Gandhamādana, unbezwingbar wie ein Duftelefant, der Geschwinde, soll gehen, die linke Flanke des Affenheeres besetzend.'

Wort für Wort
gandha hastī iva durdharṣas
unbezwingbar wie ein Duftelefant
tarasvī gandha mādanaḥ
der Geschwinde, Gandhamādana
yātu vānara vāhinyāḥ
soll mit dem Affenheer gehen
savyam pārśvam adhiṣṭhitaḥ
die linke Flanke besetzend

yāsyāmi bala madhye aham bala ogham abhiharṣayan | adhiruhya hanūmantam airāvatam iva īśvaraḥ |

'Ich werde inmitten des Heeres gehen, die Streitmacht erfreuend, Hanumān besteigend, wie der Herrscher der Götter den Airāvata.'

Wort für Wort
yāsyāmi bala madhye aham
ich werde inmitten des Heeres gehen
bala ogham abhiharṣayan
die Streitmacht erfreuend
adhiruhya hanūmantam
Hanumān besteigend
airāvatam iva īśvaraḥ
wie der Herrscher den Airāvata

angadena eṣa samyātu lakṣmaṇaḥ ca antaka upamaḥ | sārvabhaumena bhūta īśo draviṇa adhipatis yathā |

'Zusammen mit Angada möge Lakṣmaṇa gehen, dem Todesgott gleich, wie der Herr der Wesen mit dem allumfassenden Herrn der Schätze.'

Wort für Wort
angadena eṣa samyātu
zusammen mit Angada möge er gehen
lakṣmaṇaḥ ca antaka upamaḥ
Lakṣmaṇa, dem Todesgott gleich
sārvabhaumena bhūta īśo
der Herr der Wesen mit dem Allumfassenden
draviṇa adhipatis yathā
wie mit dem Herrn der Schätze

jāmbavāmḥ ca suṣeṇaḥ ca vega darśī ca vānaraḥ | ṛkṣa rājo mahāsattvaḥ kukṣim rakṣantu te trayaḥ |

'Jāmbavān und Suṣeṇa und der geschwindsichtige Affe Vegadarśin, der Bärenkönig, hochgesinnt, jene drei mögen die Flanke schützen.'

Wort für Wort
jāmbavāmḥ ca suṣeṇaḥ ca
Jāmbavān und Suṣeṇa
vega darśī ca vānaraḥ
und der geschwindsichtige Affe
ṛkṣa rājo mahāsattvaḥ
der Bärenkönig, hochgesinnt
kukṣim rakṣantu te trayaḥ
jene drei mögen die Flanke schützen

rāghavasya vacaḥ śrutvā sugrīvo vāhinī patiḥ | vyādideśa mahāvīryān vānarān vānara Rṣabhaḥ |

Nachdem er Rāghavas Wort vernommen hatte, wies Sugrīva, der Heerführer, der Stier unter den Affen, den hochtapferen Affen ihre Aufgaben zu.

Wort für Wort
rāghavasya vacaḥ śrutvā
nachdem er Rāghavas Wort vernommen hatte
sugrīvo vāhinī patiḥ
Sugrīva, der Heerführer
vyādideśa mahāvīryān
wies er den hochtapferen
vānarān vānara Rṣabhaḥ
Affen zu, der Stier unter den Affen

te vānara gaṇāḥ sarve samutpatya yuyutsavaḥ | guhābhyaḥ śikharebhyaḥ ca āśu pupluvire tadā |

Jene Affenscharen alle, kampfbegierig, sich erhebend, sprangen da rasch aus den Höhlen und von den Gipfeln herab.

Wort für Wort
te vānara gaṇāḥ sarve
jene Affenscharen alle
samutpatya yuyutsavaḥ
sich erhebend, kampfbegierig
guhābhyaḥ śikharebhyaḥ ca
aus den Höhlen und von den Gipfeln
āśu pupluvire tadā
sprangen sie da rasch herab

tato vānara rājena lakṣmaṇena ca pūjitaḥ | jagāma rāmo dharma ātmā sasainyo dakṣiṇām diśam |

Dann, vom Affenkönig und von Lakṣmaṇa geehrt, zog Rāma, der Rechtgesinnte, mit seinem Heer in die südliche Richtung.

Wort für Wort
tato vānara rājena
dann vom Affenkönig
lakṣmaṇena ca pūjitaḥ
und von Lakṣmaṇa geehrt
jagāma rāmo dharma ātmā
zog Rāma, der Rechtgesinnte
sasainyo dakṣiṇām diśam
mit seinem Heer in die südliche Richtung

śataiḥ śata sahasraiḥ ca koṭībhir ayutair api | vāraṇābhiḥ ca haribhir yayau parivRtas tadā |

Von Hunderten, Hunderttausenden, Koṭis und Zehntausenden von Elefanten und Affen umgeben, zog er da einher.

Wort für Wort
śataiḥ śata sahasraiḥ ca
von Hunderten und Hunderttausenden
koṭībhir ayutair api
von Koṭis und Zehntausenden auch
vāraṇābhiḥ ca haribhir
von Elefanten und Affen
yayau parivRtas tadā
zog er da umgeben einher

tam yāntam anuyāti sma mahatī hari vāhinī | hṛṣṭāḥ pramuditāḥ sarve sugrīveṇa abhipālitāḥ |

Ihm, dem Ziehenden, folgte das gewaltige Affenheer, alle erfreut, hocherfreut, von Sugrīva geleitet.

Wort für Wort
tam yāntam anuyāti sma
ihm, dem Ziehenden, folgte
mahatī hari vāhinī
das gewaltige Affenheer
hṛṣṭāḥ pramuditāḥ sarve
alle erfreut, hocherfreut
sugrīveṇa abhipālitāḥ
von Sugrīva geleitet

āplavantaḥ plavantaḥ ca garjantaḥ ca plavam gamāḥ | kṣvelanto ninadantaḥ ca jagmur vai dakṣiṇām diśam |

Umherspringend und springend und brüllend, zogen die Affen, scherzend und laut tönend, in die südliche Richtung.

Wort für Wort
āplavantaḥ plavantaḥ ca
umherspringend und springend
garjantaḥ ca plavam gamāḥ
und brüllend, die Affen
kṣvelanto ninadantaḥ ca
scherzend und laut tönend
jagmur vai dakṣiṇām diśam
zogen sie in die südliche Richtung

bhakṣayantaḥ sugandhīni madhūni ca phalāni ca | udvahanto mahāvṛkṣān manjarī punja dhāriṇaḥ |

Wohlduftenden Honig und Früchte verzehrend, große Bäume, Blütenbüschel tragende, hochreißend,

Wort für Wort
bhakṣayantaḥ sugandhīni
wohlduftenden verzehrend
madhūni ca phalāni ca
Honig und Früchte
udvahanto mahāvṛkṣān
große Bäume hochreißend
manjarī punja dhāriṇaḥ
Blütenbüschel tragende

anyonyam sahasā dṛṣṭā nirvahanti kṣipanti ca | patantaḥ ca utpatanti anye pātayanti apare parān |

einander plötzlich erblickend, tragen sie fort und schleudern, manche fallen und springen wieder auf, andere werfen andere zu Boden.

Wort für Wort
anyonyam sahasā dṛṣṭā
einander plötzlich erblickend
nirvahanti kṣipanti ca
tragen sie fort und schleudern
patantaḥ ca utpatanti
manche fallen und springen wieder auf
anye pātayanti apare parān
andere werfen andere zu Boden

rāvaṇo no nihantavyaḥ sarve ca rajanī carāḥ | iti garjanti harayo rāghavasya samīpataḥ |

'„Rāvaṇa soll von uns erschlagen werden, und alle Nachtwandler“ - so brüllen die Affen in der Nähe des Nachkommen Raghus.

Wort für Wort
rāvaṇo no nihantavyaḥ
Rāvaṇa soll von uns erschlagen werden
sarve ca rajanī carāḥ
und alle Nachtwandler
iti garjanti harayo
so brüllen die Affen
rāghavasya samīpataḥ
in der Nähe des Nachkommen Raghus

purastād ṛṣabhho vīro nīlaḥ kumuda eva ca | pathānam śodhayanti sma vānarair bahubhiḥ saha |

Voran gingen der heldenhafte Stier Nīla und Kumuda, zusammen mit vielen Affen den Weg reinigend.

Wort für Wort
purastād ṛṣabhho vīro
voran der heldenhafte Stier
nīlaḥ kumuda eva ca
Nīla und auch Kumuda
pathānam śodhayanti sma
reinigten sie den Weg
vānarair bahubhiḥ saha
zusammen mit vielen Affen

madhye tu rājā sugrīvo rāmo lakṣmaṇa eva ca | bahubhir balibhir bhīmair vRtāḥ śatru nibarhaṇaḥ |

In der Mitte aber gingen der König Sugrīva, Rāma und auch Lakṣmaṇa, umgeben von vielen kraftvollen, furchtbaren, den Feind vernichtenden Affen.

Wort für Wort
madhye tu rājā sugrīvo
in der Mitte aber der König Sugrīva
rāmo lakṣmaṇa eva ca
Rāma und auch Lakṣmaṇa
bahubhir balibhir bhīmair
umgeben von vielen kraftvollen, furchtbaren
vRtāḥ śatru nibarhaṇaḥ
den Feind vernichtenden

hariḥ śata balir vīraḥ koṭībhir daśabhir vṛtaḥ | sarvām eko hi avaṣṭabhya rarakṣa hari vāhinīm |

Der heldenhafte Affe Śatabali, von zehn Koṭis umgeben, allein das ganze Affenheer stützend, beschützte es.

Wort für Wort
hariḥ śata balir vīraḥ
der heldenhafte Affe Śatabali
koṭībhir daśabhir vṛtaḥ
von zehn Koṭis umgeben
sarvām eko hi avaṣṭabhya
allein das ganze stützend
rarakṣa hari vāhinīm
beschützte er das Affenheer

koṭī śata parīvāraḥ kesarī panaso gajaḥ | arkaḥ ca atibalaḥ pārśvam ekam tasya abhirakṣati |

Kesarin, mit hundert Koṭis Gefolge, Panasa, Gaja und der höchst kraftvolle Arka schützten die eine Flanke des Heeres.

Wort für Wort
koṭī śata parīvāraḥ
mit hundert Koṭis Gefolge
kesarī panaso gajaḥ
Kesarin, Panasa, Gaja
arkaḥ ca atibalaḥ
und der höchst kraftvolle Arka
pārśvam ekam tasya abhirakṣati
schützten die eine Flanke

suṣeṇo jāmbavāmḥ caiva ṛkṣair bahubhir āvṛtaḥ | sugrīvam purataḥ kṛtvā jaghanam samrarakṣatuḥ |

Suṣeṇa und Jāmbavān, von vielen Bären umgeben, Sugrīva an die Spitze stellend, beschützten die Nachhut.

Wort für Wort
suṣeṇo jāmbavāmḥ caiva
Suṣeṇa und Jāmbavān
ṛkṣair bahubhir āvṛtaḥ
von vielen Bären umgeben
sugrīvam purataḥ kṛtvā
Sugrīva an die Spitze stellend
jaghanam samrarakṣatuḥ
beschützten sie die Nachhut

teṣām senā patir vīro nīlo vānara pumgavaḥ | sampatan patatām śreṣṭhas tad balam paryapālayat |

Ihr heldenhafter Heerführer, Nīla, der Stier unter den Affen, der Beste der Fliegenden, umherfliegend, beschützte jenes Heer.

Wort für Wort
teṣām senā patir vīro
ihr heldenhafter Heerführer
nīlo vānara pumgavaḥ
Nīla, der Stier unter den Affen
sampatan patatām śreṣṭhas
umherfliegend, der Beste der Fliegenden
tad balam paryapālayat
beschützte er jenes Heer

valīmukhaḥ prajaṅghaśca jambho.atha rabhasaḥ kapiḥ | sarvataḥ ca yayur vīrās tvarayantaḥ plavam gamān |

Valīmukha, Prajaṅgha, Jambha, der ungestüme Affe - allseits zogen die Helden, die Affen antreibend.

Wort für Wort
valīmukhaḥ prajaṅghaśca
Valīmukha und Prajaṅgha
jambho.atha rabhasaḥ kapiḥ
Jambha, der ungestüme Affe
sarvataḥ ca yayur vīrās
allseits zogen die Helden
tvarayantaḥ plavam gamān
die Affen antreibend

evam te hari śārdūlā gaccanto bala darpitāḥ | apaśyaṃs te giri śreṣṭham sahyam druma latā yutam |

So erblickten jene Tiger unter den Affen, ziehend, von ihrer Kraft übermütig, den vorzüglichen Berg Sahya, mit Bäumen und Schlinggewächsen bedeckt.

Wort für Wort
evam te hari śārdūlā
so jene Tiger unter den Affen
gaccanto bala darpitāḥ
ziehend, von ihrer Kraft übermütig
apaśyaṃs te giri śreṣṭham
erblickten sie den vorzüglichen Berg
sahyam druma latā yutam
Sahya, mit Bäumen und Schlinggewächsen bedeckt

sāgara ogha nibham bhīmam tad vānara balam mahat |

Jenes gewaltige Affenheer, der Meeresflut gleichend, furchtbar,

Wort für Wort
sāgara ogha nibham bhīmam
der Meeresflut gleichend, furchtbar
tad vānara balam mahat
jenes gewaltige Affenheer

rāmasya śāsanam jñātvā bhīmakopasya bhītavat | varjayannagarābhyāśāṃstathā janapadānapi |

vermied, Rāmas Gebot kennend, wie aus Furcht vor dessen furchtbarem Zorn, sowohl die Nähe der Städte als auch die bewohnten Landstriche.

Wort für Wort
rāmasya śāsanam jñātvā
Rāmas Gebot kennend
bhīmakopasya bhītavat
wie aus Furcht vor dessen furchtbarem Zorn
varjayannagarābhyāśāṃstathā
vermeidend die Nähe der Städte
janapadānapi
und auch die bewohnten Landstriche

sāgaraughanibham bhīmam tadvānarabalam mahat | nihsasarpa mahāghoṣam bhīma vega iva arṇavaḥ |

Jenes gewaltige, der Meeresflut gleichende, furchtbare Affenheer schritt hochtönend voran, wie das Meer mit furchtbarer Wucht.

Wort für Wort
sāgaraughanibham bhīmam
der Meeresflut gleichend, furchtbar
tadvānarabalam mahat
jenes gewaltige Affenheer
nihsasarpa mahāghoṣam
schritt hochtönend voran
bhīma vega iva arṇavaḥ
wie das Meer mit furchtbarer Wucht

tasya dāśaratheḥ pārśve śūrās te kapi kunjarāḥ | tūrṇam āpupluvuḥ sarve sad aśvā iva coditāḥ |

An der Seite des Sohnes des Daśaratha sprangen jene heldenhaften Elefanten unter den Affen alle rasch voran, wie edle, angetriebene Rosse.

Wort für Wort
tasya dāśaratheḥ pārśve
an der Seite des Sohnes des Daśaratha
śūrās te kapi kunjarāḥ
jene heldenhaften Elefanten unter den Affen
tūrṇam āpupluvuḥ sarve
sprangen alle rasch voran
sad aśvā iva coditāḥ
wie edle, angetriebene Rosse

kapibhyām uhyamānau tau śuśubhate nara ṛṣabhau | mahadbhyām iva saṃspṛṣṭau grāhābhyām candra bhāskarau |

Jene beiden von den Affen Getragenen, die beiden Stiere unter den Männern, erstrahlten, wie von zwei gewaltigen Krokodilen berührt, Mond und Sonne.

Wort für Wort
kapibhyām uhyamānau tau
jene beiden von den Affen Getragenen
śuśubhate nara ṛṣabhau
erstrahlten, die beiden Stiere unter den Männern
mahadbhyām iva saṃspṛṣṭau
wie von zwei gewaltigen berührt
grāhābhyām candra bhāskarau
von Krokodilen, Mond und Sonne

tato vānararājena lakṣmaṇena supūjitaḥ | jagāma rāmo dharma ātmā sasainyo dakṣiṇām diśam |

Dann, vom Affenkönig und von Lakṣmaṇa wohlgeehrt, zog Rāma, der Rechtgesinnte, mit seinem Heer in die südliche Richtung.

Wort für Wort
tato vānararājena
dann vom Affenkönig
lakṣmaṇena supūjitaḥ
und von Lakṣmaṇa wohlgeehrt
jagāma rāmo dharma ātmā
zog Rāma, der Rechtgesinnte
sasainyo dakṣiṇām diśam
mit seinem Heer in die südliche Richtung

tam angada gato rāmam lakṣmaṇaḥ śubhayā girā | uvāca pratipūrṇa arthaḥ smRtimān pratibhānavān |

Zu jenem Rāma, zu Angada gegangen, sprach Lakṣmaṇa mit heilvoller Stimme, wohlbedacht im Sinn, gedächtnisstark, geistesgegenwärtig:

Wort für Wort
tam angada gato rāmam
zu jenem Rāma, zu Angada gegangen
lakṣmaṇaḥ śubhayā girā
Lakṣmaṇa mit heilvoller Stimme
uvāca pratipūrṇa arthaḥ
sprach, wohlbedacht im Sinn
smRtimān pratibhānavān
gedächtnisstark, geistesgegenwärtig

hṛtām avāpya vaidehīm kṣipram hatvā ca rāvaṇam | samṛddha arthaḥ samṛddha arthām ayodhyām pratiyāsyasi |

'Nachdem du die geraubte Vaidehī wiedererlangt und Rāvaṇa rasch erschlagen hast, wirst du, dein Ziel erreicht, ins wohlblühende Ayodhyā zurückkehren.'

Wort für Wort
hṛtām avāpya vaidehīm
nachdem du die geraubte Vaidehī wiedererlangt hast
kṣipram hatvā ca rāvaṇam
und Rāvaṇa rasch erschlagen hast
samṛddha arthaḥ samṛddha arthām
dein Ziel erreicht, ins wohlblühende
ayodhyām pratiyāsyasi
Ayodhyā wirst du zurückkehren

mahānti ca nimittāni divi bhūmau ca rāghava | śubhānti tava paśyāmi sarvāṇi eva artha siddhaye |

'Und gewaltige Vorzeichen sehe ich, am Himmel und auf der Erde, o Nachkomme Raghus, alle günstig, für dich, zur Erfüllung deines Ziels.'

Wort für Wort
mahānti ca nimittāni
und gewaltige Vorzeichen
divi bhūmau ca rāghava
am Himmel und auf der Erde, o Nachkomme Raghus
śubhānti tava paśyāmi
günstige für dich sehe ich
sarvāṇi eva artha siddhaye
alle, zur Erfüllung des Ziels

pūrṇa valgu svarāḥ ca ime pravadanti mṛga dvijāḥ | prasannāḥ ca diśaḥ sarvā vimalaḥ ca divā karaḥ |

'Voll und lieblich tönend rufen diese Tiere und Vögel; heiter sind alle Himmelsrichtungen, und makellos ist die Sonne.'

Wort für Wort
pūrṇa valgu svarāḥ ca ime
voll und lieblich tönend diese
pravadanti mṛga dvijāḥ
rufen die Tiere und Vögel
prasannāḥ ca diśaḥ sarvā
heiter sind alle Himmelsrichtungen
vimalaḥ ca divā karaḥ
und makellos ist die Sonne

uśanā ca prasanna arcir anu tvām bhārgavo gataḥ |

'Und Uśanas, der Nachkomme Bhṛgus, von heiterem Glanz, folgt dir.'

Wort für Wort
uśanā ca prasanna arcir
und Uśanas, von heiterem Glanz
anu tvām bhārgavo gataḥ
der Nachkomme Bhṛgus folgt dir

brahma rāśir viśuddhaḥ ca śuddhāḥ ca parama ṛṣayaḥ | arciṣmantaḥ prakāśante dhruvam sarve pradakṣiṇam |

'Und der Sternhaufen des Brahmā ist makellos rein, und die höchsten Weisen leuchten hell erstrahlend, alle den Polarstern zur Rechten habend.'

Wort für Wort
brahma rāśir viśuddhaḥ ca
und der Sternhaufen des Brahmā ist makellos
śuddhāḥ ca parama ṛṣayaḥ
und rein die höchsten Weisen
arciṣmantaḥ prakāśante
hell erstrahlend leuchten sie
dhruvam sarve pradakṣiṇam
alle den Polarstern zur Rechten habend

triśankur vimalo bhāti rāja ṛṣiḥ sapurohitaḥ | pitāmaha varo asmākam iṣkvākūṇām mahātmanām |

'Der königliche Weise Triśaṅku, makellos, mit seinem Hauspriester, leuchtet, der vorzügliche Ahnherr von uns, den hochgesinnten Ikṣvākus.'

Wort für Wort
triśankur vimalo bhāti
Triśaṅku, makellos, leuchtet
rāja ṛṣiḥ sapurohitaḥ
der königliche Weise mit seinem Hauspriester
pitāmaha varo asmākam
der vorzügliche Ahnherr von uns
iṣkvākūṇām mahātmanām
den hochgesinnten Ikṣvākus

vimale ca prakāśete viśākhe nirupadrave | nakṣatram param asmākam ikṣvākūṇām mahātmanām |

'Und makellos erstrahlen die beiden Sterne des Viśākhā, ohne Störung, unser höchstes Sternbild, der hochgesinnten Ikṣvākus.'

Wort für Wort
vimale ca prakāśete
und makellos erstrahlen
viśākhe nirupadrave
die beiden Viśākhā-Sterne, ohne Störung
nakṣatram param asmākam
unser höchstes Sternbild
ikṣvākūṇām mahātmanām
der hochgesinnten Ikṣvākus

nairṛtam nairṛtānām ca nakṣatram abhipīḍyate | mūlam mūlavatā spRṣṭam dhūpyate dhūma ketunā |

'Das Sternbild der Nairṛtas, das Nairṛta-Gestirn, wird bedrängt; das Mūla-Sternbild, vom Wurzelinhaber berührt, wird von der Rauchfahne des Kometen verhüllt.'

Wort für Wort
nairṛtam nairṛtānām ca
der Nairṛtas, das Nairṛta-
nakṣatram abhipīḍyate
Sternbild wird bedrängt
mūlam mūlavatā spRṣṭam
das Mūla, vom Wurzelinhaber berührt
dhūpyate dhūma ketunā
wird verhüllt von der Rauchfahne des Kometen

saram ca etad vināśāya rākṣasānām upasthitam | kāle kāla gṛhītānām nakatram graha pīḍitam |

'Und dies alles ist zum Untergang der Rākṣasas bereit, deren Zeit vom Schicksal ergriffen ist, deren Sternbild von einem Planeten bedrängt wird.'

Wort für Wort
saram ca etad vināśāya
und dies alles zum Untergang
rākṣasānām upasthitam
der Rākṣasas ist bereit
kāle kāla gṛhītānām
deren Zeit vom Schicksal ergriffen ist
nakatram graha pīḍitam
deren Sternbild von einem Planeten bedrängt wird

prasannāḥ surasāḥ ca āpo vanāni phalavanti ca | pravānti abhyadhikam gandhā yathā ṛtu kusumā drumāḥ |

'Heiter und wohlschmeckend sind die Wasser, fruchtreich die Wälder, und die Düfte wehen überaus stark, wie bei Bäumen, die zur rechten Jahreszeit blühen.'

Wort für Wort
prasannāḥ surasāḥ ca āpo
heiter und wohlschmeckend die Wasser
vanāni phalavanti ca
und fruchtreich die Wälder
pravānti abhyadhikam gandhā
die Düfte wehen überaus stark
yathā ṛtu kusumā drumāḥ
wie bei zur rechten Jahreszeit blühenden Bäumen

vyūḍhāni kapi sainyāni prakāśante adhikam prabho | devānām iva sainyāni samgrāme tārakāmaye |

'Wohlgeordnet erglänzen die Affenheere überaus, o Herr, wie die Heere der Götter im Kampf um Tāraka.'

Wort für Wort
vyūḍhāni kapi sainyāni
wohlgeordnet die Affenheere
prakāśante adhikam prabho
erglänzen überaus, o Herr
devānām iva sainyāni
wie die Heere der Götter
samgrāme tārakāmaye
im Kampf um Tāraka

iti bhrātaram āśvāsya hṛṣṭaḥ saumitrir abravīt |

So sprach, den Bruder tröstend, hocherfreut der Sohn der Sumitrā.

Wort für Wort
iti bhrātaram āśvāsya
so den Bruder tröstend
hṛṣṭaḥ saumitrir abravīt
hocherfreut sprach der Sohn der Sumitrā

atha āvRtya mahīm kṛtsnām jagāma mahatī camūḥ | ṛkṣa vānara śārdūlair nakha damṣṭra āyudhair vṛtā |

Da zog das gewaltige Heer, die ganze Erde bedeckend, umgeben von Tigern unter den Bären und Affen, deren Waffen Krallen und Zähne waren.

Wort für Wort
atha āvRtya mahīm kṛtsnām
da, die ganze Erde bedeckend
jagāma mahatī camūḥ
zog das gewaltige Heer
ṛkṣa vānara śārdūlair
von Tigern unter Bären und Affen
nakha damṣṭra āyudhair vṛtā
umgeben, deren Waffen Krallen und Zähne waren

kara agraiḥ caraṇa agraiḥ ca vānarair uddhatam rajaḥ | bhīmam antar dadhe lokam nivārya savituḥ prabhām |

Der von den Handspitzen und Fußspitzen der Affen aufgewirbelte Staub verbarg die Welt, furchtbar, das Licht der Sonne verdeckend.

Wort für Wort
kara agraiḥ caraṇa agraiḥ ca
von Handspitzen und Fußspitzen
vānarair uddhatam rajaḥ
der von den Affen aufgewirbelte Staub
bhīmam antar dadhe lokam
verbarg furchtbar die Welt
nivārya savituḥ prabhām
das Licht der Sonne verdeckend

sā sma yāti divā rātram mahatī hari vāhinī | hṛṣṭa pramuditā senā sugrīveṇa abhirakṣitā |

Jenes gewaltige Affenheer zog bei Tag und Nacht, das erfreute, hocherfreute Heer, von Sugrīva beschützt.

Wort für Wort
sā sma yāti divā rātram
es zog bei Tag und Nacht
mahatī hari vāhinī
das gewaltige Affenheer
hṛṣṭa pramuditā senā
das erfreute, hocherfreute Heer
sugrīveṇa abhirakṣitā
von Sugrīva beschützt

uttarantyāśca senāyāḥ satatam bahuyojanam | nadīsrotāṃsi sarvāṇi sasyandurviparītavat |

Während das viele Yojanas lange Heer unablässig hindurchzog, flossen alle Flussströme wie umgekehrt.

Wort für Wort
uttarantyāśca senāyāḥ
während das Heer durchquerte
satatam bahuyojanam
unablässig viele Yojanas lang
nadīsrotāṃsi sarvāṇi
alle Flussströme
sasyandurviparītavat
flossen wie umgekehrt

sarāṃsi vimalāmbhāṃsi drumākīrṇāṃśca parvatān | samān bhūmipradeśāṃśca vanāni phalavanti ca |

Seen mit klarem Wasser, mit Bäumen bedeckte Berge, ebene Landstriche und fruchtreiche Wälder -

Wort für Wort
sarāṃsi vimalāmbhāṃsi
Seen mit klarem Wasser
drumākīrṇāṃśca parvatān
und mit Bäumen bedeckte Berge
samān bhūmipradeśāṃśca
und ebene Landstriche
vanāni phalavanti ca
und fruchtreiche Wälder

samāvṛtya mahīm kṛtsnām jagāma mahatī camūḥ | te hṛṣṭavadanāh sarve jagmurmārutaramhasaḥ |

-, die ganze Erde bedeckend, zog das gewaltige Heer; sie alle, mit erfreuten Gesichtern, zogen mit der Geschwindigkeit des Windes.

Wort für Wort
samāvṛtya mahīm kṛtsnām
die ganze Erde bedeckend
jagāma mahatī camūḥ
zog das gewaltige Heer
te hṛṣṭavadanāh sarve
sie alle mit erfreuten Gesichtern
jagmurmārutaramhasaḥ
zogen mit der Geschwindigkeit des Windes

harayo rāghavasyārthe samāropitavikramāḥ |

Die Affen, um des Nachkommen Raghus willen, ihre Tapferkeit gesteigert habend,

Wort für Wort
harayo rāghavasyārthe
die Affen um des Nachkommen Raghus willen
samāropitavikramāḥ
ihre Tapferkeit gesteigert habend

harṣam vīryam balodrekāddarśayantaḥ parasparam | yauvanotsekajāddarpādvividhāṃścakruradhvani |

zeigten einander Freude und Tapferkeit aus dem Überschuss ihrer Kraft, und erhoben aus dem Übermut ihrer Jugend mannigfaches Getöse.

Wort für Wort
harṣam vīryam balodrekāt
Freude, Tapferkeit aus dem Kraftüberschuss
darśayantaḥ parasparam
zeigten sie einander
yauvanotsekajāddarpād
aus dem Übermut ihrer Jugend
vividhāṃścakruradhvani
erhoben sie mannigfaches Getöse

tatra keciddrutam jagmurutpetuśca tathāpare | kecitkilakilām cakrurvānarā vanagocarāḥ |

Dort liefen manche rasch, andere sprangen empor, manche der waldbewohnenden Affen erhoben lautes Kila-Kila-Rufen.

Wort für Wort
tatra keciddrutam jagmur
dort liefen manche rasch
utpetuśca tathāpare
und andere sprangen empor
kecitkilakilām cakrur
manche erhoben Kila-Kila-Rufen
vānarā vanagocarāḥ
die waldbewohnenden Affen

prāsphoṭayaṃśca pucchāni samnijaghnaḥ padānyapi | bhujānvikṣipya śailāṃśca drumānanye babhañjare |

Sie klatschten mit den Schwänzen und stampften mit den Füßen; andere, die Arme schwingend, zerbrachen Felsen und Bäume.

Wort für Wort
prāsphoṭayaṃśca pucchāni
sie klatschten mit den Schwänzen
samnijaghnaḥ padānyapi
und stampften mit den Füßen
bhujānvikṣipya śailāṃśca
die Arme schwingend, Felsen
drumānanye babhañjare
und Bäume zerbrachen andere

ārohantaśca śṛṅgāṇi girīṇām girigocarāḥ | mahānādān pramuñcanti kṣveḍāmanye pracakrite |

Auf die Gipfel der Berge steigend, die Bergbewohner, ließen sie lautes Gebrüll erschallen, andere stießen Kampfrufe aus.

Wort für Wort
ārohantaśca śṛṅgāṇi
auf die Gipfel steigend
girīṇām girigocarāḥ
der Berge, die Bergbewohner
mahānādān pramuñcanti
ließen sie lautes Gebrüll erschallen
kṣveḍāmanye pracakrite
andere stießen Kampfrufe aus

ūruvegaiśca mamṛdurlatājālānyanekaśaḥ | jṛmbhamāṇāśca vikrāntā vicikrīḍuḥ śilādrumaiḥ |

Mit der Wucht ihrer Schenkel zermalmten sie vielfach die Netze von Schlingpflanzen; sich reckend, die Tapferen, spielten sie mit Felsen und Bäumen.

Wort für Wort
ūruvegaiśca mamṛdur
mit der Wucht der Schenkel zermalmten sie
latājālānyanekaśaḥ
vielfach die Netze von Schlingpflanzen
jṛmbhamāṇāśca vikrāntā
sich reckend, die Tapferen
vicikrīḍuḥ śilādrumaiḥ
spielten sie mit Felsen und Bäumen

tataḥ śatasahasraiśca koṭibhiśca sahasraśaḥ | vānarāṇām sughorāṇām śrīmatparivṛtā mahī |

Da war die glanzvolle Erde von Hunderttausenden, von Tausenden von Koṭis der höchst furchtbaren Affen umgeben.

Wort für Wort
tataḥ śatasahasraiśca
da von Hunderttausenden
koṭibhiśca sahasraśaḥ
und Tausenden von Koṭis
vānarāṇām sughorāṇām
der höchst furchtbaren Affen
śrīmatparivṛtā mahī
war die glanzvolle Erde umgeben

sā sma yāti divārātram mahatī harivāhinī | prahṛṣṭamuditāḥ sarve sugrīveṇābhipālitāḥ |

Jenes gewaltige Affenheer zog bei Tag und Nacht, alle hocherfreut, wonnevoll, von Sugrīva beschützt.

Wort für Wort
sā sma yāti divārātram
es zog bei Tag und Nacht
mahatī harivāhinī
das gewaltige Affenheer
prahṛṣṭamuditāḥ sarve
alle hocherfreut, wonnevoll
sugrīveṇābhipālitāḥ
von Sugrīva beschützt

vanarās tvaritam yānti sarve yuddha abhinandanaḥ | mumokṣayiṣavaḥ sītām muhūrtam kva api na āsata |

Eilig zogen die Affen, alle sich auf den Kampf freuend, entschlossen, Sītā zu befreien; keinen Augenblick verweilten sie irgendwo.

Wort für Wort
vanarās tvaritam yānti
eilig zogen die Affen
sarve yuddha abhinandanaḥ
alle sich auf den Kampf freuend
mumokṣayiṣavaḥ sītām
entschlossen, Sītā zu befreien
muhūrtam kva api na āsata
keinen Augenblick verweilten sie irgendwo

tataḥ pādapa sambādham nānā mṛga samākulam | sahya parvatam āsedur malayam ca mahī dharam |

Dann erreichten sie den Berg Sahya, dicht mit Bäumen bestanden, voll mancherlei Wild, und den Berg Malaya.

Wort für Wort
tataḥ pādapa sambādham
dann, dicht mit Bäumen bestanden
nānā mṛga samākulam
voll mancherlei Wild
sahya parvatam āsedur
erreichten sie den Berg Sahya
malayam ca mahī dharam
und den Berg Malaya

kānanāni vicitrāṇi nadī prasravaṇāni ca | paśyann api yayau rāmaḥ sahyasya malayasya ca |

Die bunten Wälder, Flüsse und Quellen des Sahya und des Malaya betrachtend, zog Rāma weiter.

Wort für Wort
kānanāni vicitrāṇi
die bunten Wälder
nadī prasravaṇāni ca
und Flüsse und Quellen
paśyann api yayau rāmaḥ
betrachtend zog Rāma weiter
sahyasya malayasya ca
des Sahya und des Malaya

campakāṃs tilakāmḥ cūtān aśokān sindu vārakān | tiniśān karavīrāmḥ ca timiśān bhanjanti sma plavam gamāḥ |

Campaka-, Tilaka-, Mangobäume, Aśoka, Sinduvāraka, Tiniśa, Karavīra und Timiśa zerbrachen die Affen.

Wort für Wort
campakāṃs tilakāmḥ cūtān
Campaka-, Tilaka-, Mangobäume
aśokān sindu vārakān
Aśoka, Sinduvāraka
tiniśān karavīrāmḥ ca
Tiniśa und Karavīra
timiśān bhanjanti sma plavam gamāḥ
und Timiśa zerbrachen die Affen

aśokāṃśca karañjāṃśca plakṣanygrodhapādapān | jambūkāmalakānnāgān bhajanti sma plavaṅgamāḥ |

Aśoka-, Karañja-, Feigen- und Banyanbäume, Jambu-, Āmalaka- und Nāga-Bäume genossen die Affen.

Wort für Wort
aśokāṃśca karañjāṃśca
Aśoka- und Karañja-Bäume
plakṣanygrodhapādapān
Feigen- und Banyanbäume
jambūkāmalakānnāgān
Jambu-, Āmalaka- und Nāga-Bäume
bhajanti sma plavaṅgamāḥ
genossen die Affen

prastareṣu ca ramyeṣu vividhāḥ kānanadrumāḥ | vāyuvegapracalitāḥ puṣpairavakiranti tām |

Auf den lieblichen Felsplateaus bestreuten die mannigfachen Waldbäume, von der Windeswucht bewegt, die Erde mit Blüten.

Wort für Wort
prastareṣu ca ramyeṣu
auf den lieblichen Felsplateaus
vividhāḥ kānanadrumāḥ
die mannigfachen Waldbäume
vāyuvegapracalitāḥ
von der Windeswucht bewegt
puṣpairavakiranti tām
bestreuten sie sie mit Blüten

mārutaḥ sukhasaṃsparśoo vāti candanaśītalaḥ | ṣaṭpadairanukūjadbhirvaneṣu madhugandhiṣu |

Ein wohlberührender Wind wehte, kühl wie Sandelholz, während in den nach Honig duftenden Wäldern Bienen summten.

Wort für Wort
mārutaḥ sukhasaṃsparśoo vāti
ein wohlberührender Wind wehte
candanaśītalaḥ
kühl wie Sandelholz
ṣaṭpadairanukūjadbhir
während Bienen summten
vaneṣu madhugandhiṣu
in den nach Honig duftenden Wäldern

adhikam śailarājastu dhātubhistu vibhūsitaḥ | dhātubhyaḥ prasṛto reṇurvāyuvegena ghuṭṭitaḥ |

Der Bergkönig war überaus mit Mineralien geschmückt; der von den Mineralien aufsteigende Staub wurde von der Windeswucht aufgewirbelt.

Wort für Wort
adhikam śailarājastu
der Bergkönig überaus
dhātubhistu vibhūsitaḥ
war mit Mineralien geschmückt
dhātubhyaḥ prasṛto reṇur
der von den Mineralien aufsteigende Staub
vāyuvegena ghuṭṭitaḥ
wurde von der Windeswucht aufgewirbelt

sumahadvānarānīkam cādayāmāsa sarvataḥ | giriprastheṣu ramyeṣu sarvataḥ samprapuṣpitāḥ |

und bedeckte allseits das überaus gewaltige Affenheer; auf den lieblichen Berghängen, allseits reich erblüht,

Wort für Wort
sumahadvānarānīkam
das überaus gewaltige Affenheer
cādayāmāsa sarvataḥ
bedeckte er allseits
giriprastheṣu ramyeṣu
auf den lieblichen Berghängen
sarvataḥ samprapuṣpitāḥ
allseits reich erblüht

ketakyaḥ sinduvārāśca vāsantyaśca manoramāḥ | mādhavyo gandhapūrṇāśca kundagulmāśca puṣpitā |

standen Ketakī-, Sinduvāra- und liebliche Vāsantī-Sträucher, duftgefüllte Mādhavī- und blühende Kunda-Büsche.

Wort für Wort
ketakyaḥ sinduvārāśca
Ketakī- und Sinduvāra-Sträucher
vāsantyaśca manoramāḥ
und liebliche Vāsantī-Sträucher
mādhavyo gandhapūrṇāśca
duftgefüllte Mādhavī-Sträucher
kundagulmāśca puṣpitā
und blühende Kunda-Büsche

cirabilvā madhūkāśca vañjulā vakulāstathā | rañjakāstilakāścaiva nāgavṛkṣaśca puṣpitā |

Cirabilva-, Madhūka-, Vañjula- und Vakula-Bäume, Rañjaka-, Tilaka- und blühende Nāga-Bäume.

Wort für Wort
cirabilvā madhūkāśca
Cirabilva- und Madhūka-Bäume
vañjulā vakulāstathā
Vañjula- und Vakula-Bäume
rañjakāstilakāścaiva
Rañjaka- und Tilaka-Bäume
nāgavṛkṣaśca puṣpitā
und blühende Nāga-Bäume

cūtāḥ pāṭalikāścaiva kovidārāśca puṣpitāḥ | muculindārjunāścaiva śiṃśapāḥ kuṭajāstathā |

Mangobäume, Pāṭalikā und blühende Kovidāra-Bäume, Muculinda- und Arjuna-Bäume, Śiṃśapā- und Kuṭaja-Bäume.

Wort für Wort
cūtāḥ pāṭalikāścaiva
Mangobäume und Pāṭalikā
kovidārāśca puṣpitāḥ
und blühende Kovidāra-Bäume
muculindārjunāścaiva
Muculinda- und Arjuna-Bäume
śiṃśapāḥ kuṭajāstathā
Śiṃśapā- und Kuṭaja-Bäume

hintālāstiniśāścaiva cūrṇakā nīpakāstathā |

Hintāla- und Tiniśa-Bäume, Cūrṇaka- und Nīpaka-Bäume.

Wort für Wort
hintālāstiniśāścaiva
Hintāla- und Tiniśa-Bäume
cūrṇakā nīpakāstathā
Cūrṇaka- und Nīpaka-Bäume

nīlāśokāśca saralā aṅkolāḥ padmakāstathā | prīyamāṇaiḥ plavamgaistu sarve paryākulīkṛtāḥ |

Blaue Aśoka-, Sarala-, Aṅkola- und Padmaka-Bäume - alle wurden von den erfreuten Affen durchwühlt.

Wort für Wort
nīlāśokāśca saralā
blaue Aśoka- und Sarala-Bäume
aṅkolāḥ padmakāstathā
Aṅkola- und Padmaka-Bäume
prīyamāṇaiḥ plavamgaistu
von den erfreuten Affen
sarve paryākulīkṛtāḥ
alle wurden durchwühlt

vyāstismin girau ramyāḥ palvalāni tathaiva ca | cakravākānucaritāḥ kāraṇḍavaniṣevitāḥ |

An jenem Berg lagen liebliche Weiher verstreut, von Cakravāka-Vögeln umkreist, von Kāraṇḍava-Enten bevölkert.

Wort für Wort
vyāstismin girau ramyāḥ
an jenem Berg liebliche
palvalāni tathaiva ca
und ebenso Weiher
cakravākānucaritāḥ
von Cakravāka-Vögeln umkreist
kāraṇḍavaniṣevitāḥ
von Kāraṇḍava-Enten bevölkert

plavaiḥ krauñce samkīrṇā varāhamṛgasevitāḥ | ṛkṣaistarakṣubhiḥ simhaiḥ śārdūlaiśca bhayāvahaiḥ |

gedrängt voll von Wasservögeln und Kraunca-Kranichen, von Ebern und Hirschen bevölkert, von Bären, Hyänen, Löwen und furchterregenden Tigern.

Wort für Wort
plavaiḥ krauñce samkīrṇā
gedrängt voll von Wasservögeln und Kraunca-Kranichen
varāhamṛgasevitāḥ
von Ebern und Hirschen bevölkert
ṛkṣaistarakṣubhiḥ simhaiḥ
von Bären, Hyänen, Löwen
śārdūlaiśca bhayāvahaiḥ
und furchterregenden Tigern

vyālaiśca bahubhirbhīmaiḥ sevyamānāḥ samantataḥ | padmeḥ saugandhikaiḥ pullaiḥ sevyamānāḥ samantataḥ |

allseits von vielen furchtbaren wilden Tieren bewohnt, allseits von blühenden Lotus- und Saugandhika-Blüten bewohnt.

Wort für Wort
vyālaiśca bahubhirbhīmaiḥ
von vielen furchtbaren wilden Tieren
sevyamānāḥ samantataḥ
allseits bewohnt
padmeḥ saugandhikaiḥ pullaiḥ
von blühenden Lotus- und Saugandhika-Blüten
sevyamānāḥ samantataḥ
allseits bewohnt

vārijairvividhaiḥ puṣpai ramyāstatra jalāśayāḥ | tasya sānuṣu kūjanti nānādvijagaṇāstathā |

Lieblich waren dort die Wasserstellen mit mancherlei Wasserblüten; auf seinen Höhen zwitscherten mancherlei Vogelscharen.

Wort für Wort
vārijairvividhaiḥ puṣpai
mit mancherlei Wasserblüten
ramyāstatra jalāśayāḥ
lieblich waren dort die Wasserstellen
tasya sānuṣu kūjanti
auf seinen Höhen zwitscherten
nānādvijagaṇāstathā
mancherlei Vogelscharen

snātvā pītvodakānyatra jale krīdanti vānarāḥ | anyonyam plāvayanti sma śailamāruhya vānarāḥ |

Nachdem sie gebadet und das Wasser dort getrunken hatten, spielten die Affen im Wasser; sie übergossen einander, den Berg erklommen habend.

Wort für Wort
snātvā pītvodakānyatra
nachdem sie gebadet und das Wasser dort getrunken hatten
jale krīdanti vānarāḥ
spielten die Affen im Wasser
anyonyam plāvayanti sma
sie übergossen einander
śailamāruhya vānarāḥ
die Affen, den Berg erklommen habend

phalāni amṛta gandhīni mūlāni kusumāni ca | bubhujur vānarās tatra pādapānām bala utkaṭāḥ |

Ambrosia-duftende Früchte, Wurzeln und Blüten der Bäume genossen dort die kraftübermütigen Affen.

Wort für Wort
phalāni amṛta gandhīni
ambrosia-duftende Früchte
mūlāni kusumāni ca
Wurzeln und Blüten
bubhujur vānarās tatra
genossen dort die Affen
pādapānām bala utkaṭāḥ
der Bäume, die kraftübermütigen

droṇa mātra pramāṇāni lambamānāni vānarāḥ | yayuḥ pibanto hṛṣṭās te madhūni madhu pingalāḥ |

Die herabhängenden, in der Menge von Droṇas messenden Honigwaben tranken jene Affen, hocherfreut, honigfarben geworden, weiterziehend.

Wort für Wort
droṇa mātra pramāṇāni
in der Menge von Droṇas messende
lambamānāni vānarāḥ
herabhängende, die Affen
yayuḥ pibanto hṛṣṭās te
zogen weiter, trinkend, hocherfreut
madhūni madhu pingalāḥ
den Honig, honigfarben geworden

pādapān avabhanjanto vikarṣantas tathā latāḥ | vidhamanto giri varān prayayuḥ plavaga ṛṣabhāḥ |

Bäume zerbrechend und Schlingpflanzen ausreißend, vorzügliche Berge zerstiebend, zogen die Stiere unter den Affen weiter.

Wort für Wort
pādapān avabhanjanto
Bäume zerbrechend
vikarṣantas tathā latāḥ
und Schlingpflanzen ausreißend
vidhamanto giri varān
vorzügliche Berge zerstiebend
prayayuḥ plavaga ṛṣabhāḥ
zogen die Stiere unter den Affen weiter

vṛkṣebhyo anye tu kapayo nardanto madhu darpitāḥ | anye vṛkṣān prapadyante prapatanti api ca apare |

Andere Affen brüllten, vom Honig übermütig geworden, von den Bäumen herab; andere kletterten auf Bäume, wieder andere fielen herab.

Wort für Wort
vṛkṣebhyo anye tu kapayo
andere Affen aber von den Bäumen
nardanto madhu darpitāḥ
brüllend, vom Honig übermütig
anye vṛkṣān prapadyante
andere kletterten auf Bäume
prapatanti api ca apare
und wieder andere fielen herab

babhūva vasudhā tais tu sampūrṇā hari pumgavaiḥ | yathā kamala kedāraiḥ pakvair iva vasum dharā |

Die Erde ward von jenen Stieren unter den Affen erfüllt, wie das Erdreich von reifen Lotusfeldern.

Wort für Wort
babhūva vasudhā tais tu
die Erde ward von jenen
sampūrṇā hari pumgavaiḥ
erfüllt, den Stieren unter den Affen
yathā kamala kedāraiḥ
wie von Lotusfeldern
pakvair iva vasum dharā
reifen, das Erdreich

mahāindram atha samprāpya rāmo rājīva locanaḥ | adhyārohan mahābāhuḥ śikharam druma bhūṣitam |

Nachdem er den Mahendra-Berg erreicht hatte, erstieg Rāma, der Lotusäugige, der Großarmige, den mit Bäumen geschmückten Gipfel.

Wort für Wort
mahāindram atha samprāpya
nachdem er den Mahendra-Berg erreicht hatte
rāmo rājīva locanaḥ
Rāma, der Lotusäugige
adhyārohan mahābāhuḥ
erstieg der Großarmige
śikharam druma bhūṣitam
den mit Bäumen geschmückten Gipfel

tataḥ śikharam āruhya rāmo daśaratha ātmajaḥ | kūrma mīna samākīrṇam apaśyat salila āśayam |

Dann, den Gipfel erklommen habend, erblickte Rāma, der Sohn des Daśaratha, das von Schildkröten und Fischen wimmelnde Wasserreservoir.

Wort für Wort
tataḥ śikharam āruhya
dann, den Gipfel erklommen habend
rāmo daśaratha ātmajaḥ
Rāma, der Sohn des Daśaratha
kūrma mīna samākīrṇam
von Schildkröten und Fischen wimmelnd
apaśyat salila āśayam
erblickte er das Wasserreservoir

te sahyam samatikramya malayam ca mahāgirim | āsedur ānupūrvyeṇa samudram bhīma nihsvanam |

Nachdem sie Sahya und den großen Berg Malaya durchquert hatten, erreichten sie der Reihe nach das Meer mit seinem furchtbaren Getöse.

Wort für Wort
te sahyam samatikramya
nachdem sie Sahya durchquert hatten
malayam ca mahāgirim
und den großen Berg Malaya
āsedur ānupūrvyeṇa
erreichten sie der Reihe nach
samudram bhīma nihsvanam
das Meer mit seinem furchtbaren Getöse

avaruhya jagāma āśu velā vanam anuttamam | rāmo ramayatām śreṣṭhaḥ sasugrīvaḥ salakṣmaṇaḥ |

Herabgestiegen, zog rasch zum unvergleichlichen Küstenwald Rāma, der Beste der Erfreuenden, mit Sugrīva und Lakṣmaṇa.

Wort für Wort
avaruhya jagāma āśu
herabgestiegen zog er rasch
velā vanam anuttamam
zum unvergleichlichen Küstenwald
rāmo ramayatām śreṣṭhaḥ
Rāma, der Beste der Erfreuenden
sasugrīvaḥ salakṣmaṇaḥ
mit Sugrīva und Lakṣmaṇa

atha dhauta upala talām toya oghaiḥ sahasā utthitaiḥ | velām āsādya vipulām rāmo vacanam abravīt |

Dann, den weiten, von plötzlich aufsteigenden Wasserfluten gewaschenen felsigen Strand erreichend, sprach Rāma dieses Wort:

Wort für Wort
atha dhauta upala talām
dann, den gewaschenen felsigen
toya oghaiḥ sahasā utthitaiḥ
von plötzlich aufsteigenden Wasserfluten
velām āsādya vipulām
den weiten Strand erreichend
rāmo vacanam abravīt
sprach Rāma dieses Wort

ete vayam anuprāptāḥ sugrīva varuṇa ālayam | iha idānīm vicintā sā yā na pūrvam samutthitā |

'Nun sind wir hier angelangt, o Sugrīva, am Wohnsitz Varuṇas; hier erhebt sich nun jene Sorge, die zuvor noch nicht aufgekommen war.'

Wort für Wort
ete vayam anuprāptāḥ
nun sind wir angelangt
sugrīva varuṇa ālayam
o Sugrīva, am Wohnsitz Varuṇas
iha idānīm vicintā sā
hier nun jene Sorge
yā na pūrvam samutthitā
die zuvor nicht aufgekommen war

ataḥ param atīro ayam sāgaraḥ saritām pati | na ca ayam anupāyena śakyas taritum arṇavaḥ |

'Jenseits von hier ist dieses Meer ohne Ufer, der Herr der Flüsse; und dieses Meer kann nicht ohne ein Mittel überquert werden.'

Wort für Wort
ataḥ param atīro ayam
jenseits von hier, dieses ufer-lose
sāgaraḥ saritām pati
Meer, der Herr der Flüsse
na ca ayam anupāyena
und nicht ohne ein Mittel
śakyas taritum arṇavaḥ
kann dieses Meer überquert werden

tad iha eva niveśo astu mantraḥ prastūyatām iha | yathā idam vānara balam param pāram avāpnuyāt |

'So soll das Lager hier eben sein, und hier soll Rat gehalten werden, wie dieses Affenheer das jenseitige Ufer erreichen könnte.'

Wort für Wort
tad iha eva niveśo astu
so soll das Lager hier eben sein
mantraḥ prastūyatām iha
hier soll Rat gehalten werden
yathā idam vānara balam
wie dieses Affenheer
param pāram avāpnuyāt
das jenseitige Ufer erreichen könnte

iti iva sa mahābāhuḥ sītā haraṇa karśitaḥ | rāmaḥ sāgaram āsādya vāsam ājñāpayat tadā |

So, vom Raub Sītās abgezehrt, befahl jener großarmige Rāma, das Meer erreicht habend, damals den Lageraufschlag:

Wort für Wort
iti iva sa mahābāhuḥ
so jener Großarmige
sītā haraṇa karśitaḥ
vom Raub Sītās abgezehrt
rāmaḥ sāgaram āsādya
Rāma, das Meer erreicht habend
vāsam ājñāpayat tadā
befahl er damals den Lageraufschlag

sarvāḥ senā niveśyantām velāyām haripuṅgava | samprāpto mantra kālo naḥ sāgarasya iha langhane |

'Alle Heerscharen sollen an der Küste lagern, o Stier unter den Affen; herangekommen ist für uns nun die Zeit zur Beratung über die Überquerung des Meeres.'

Wort für Wort
sarvāḥ senā niveśyantām
alle Heerscharen sollen lagern
velāyām haripuṅgava
an der Küste, o Stier unter den Affen
samprāpto mantra kālo naḥ
herangekommen ist für uns die Zeit der Beratung
sāgarasya iha langhane
über die Überquerung des Meeres hier

svām svām senām samutsRjya mā ca kaścit kuto vrajet | gaccantu vānarāḥ śūrā jñeyam cannam bhayam ca naḥ |

'Jeder soll bei seiner eigenen Heerschar bleiben, und niemand soll irgendwohin gehen; die heldenhaften Affen sollen sich versammeln - unsere verborgene Gefahr soll erkannt werden.'

Wort für Wort
svām svām senām samutsRjya
jeder bei seiner eigenen Heerschar
mā ca kaścit kuto vrajet
und niemand soll irgendwohin gehen
gaccantu vānarāḥ śūrā
die heldenhaften Affen sollen sich versammeln
jñeyam cannam bhayam ca naḥ
unsere verborgene Gefahr soll erkannt werden

rāmasya vacanam śrutvā sugrīvaḥ saha lakṣmaṇaḥ | senām nyaveśayat tīre sāgarasya druma āyute |

Nachdem er Rāmas Wort vernommen hatte, ließ Sugrīva zusammen mit Lakṣmaṇa das Heer am mit Bäumen bestandenen Ufer des Meeres lagern.

Wort für Wort
rāmasya vacanam śrutvā
nachdem er Rāmas Wort vernommen hatte
sugrīvaḥ saha lakṣmaṇaḥ
Sugrīva zusammen mit Lakṣmaṇa
senām nyaveśayat tīre
ließ er das Heer am Ufer lagern
sāgarasya druma āyute
des mit Bäumen bestandenen Meeres

virarāja samīpastham sāgarasya tu tad balam | madhu pāṇḍu jalaḥ śrīmān dvitīya iva sāgaraḥ |

Jenes in der Nähe des Meeres gelagerte Heer erstrahlte, honigblassfarbig, glanzvoll, wie ein zweites Meer.

Wort für Wort
virarāja samīpastham
es erstrahlte, in der Nähe gelagert
sāgarasya tu tad balam
des Meeres, jenes Heer
madhu pāṇḍu jalaḥ śrīmān
honigblassfarbig, glanzvoll
dvitīya iva sāgaraḥ
wie ein zweites Meer

velā vanam upāgamya tatas te hari pumgavāḥ | viniviṣṭāḥ param pāram kānkṣamāṇā mahāudadheḥ |

Zum Küstenwald gelangt, lagerten jene Stiere unter den Affen dann, das jenseitige Ufer des großen Meeres begehrend.

Wort für Wort
velā vanam upāgamya
zum Küstenwald gelangt
tatas te hari pumgavāḥ
dann jene Stiere unter den Affen
viniviṣṭāḥ param pāram
lagerten sie, das jenseitige Ufer
kānkṣamāṇā mahāudadheḥ
des großen Meeres begehrend

teṣām niviśamānānām sainyasamnāhaniḥsvanaḥ | antardhāya mahānādamarṇavasya praśuśruve |

Während sie lagerten, wurde das Getöse der Rüstung des Heeres vom gewaltigen Brausen des Meeres verschluckt und vernommen.

Wort für Wort
teṣām niviśamānānām
während sie lagerten
sainyasamnāhaniḥsvanaḥ
das Getöse der Rüstung des Heeres
antardhāya mahānādam
verschluckt vom gewaltigen Getöse
arṇavasya praśuśruve
des Meeres wurde vernommen

sā mahāarṇavam āsādya hRṣṭā vānara vāhinī | tridhā niviṣṭā mahatī rāmasyārthaparābhavat |

Jenes gewaltige, erfreute Affenheer, das große Meer erreichend, in drei Teile gelagert, war Rāmas Ziel ergeben.

Wort für Wort
sā mahāarṇavam āsādya
das große Meer erreichend
hRṣṭā vānara vāhinī
das erfreute Affenheer
tridhā niviṣṭā mahatī
das gewaltige, in drei Teile gelagert
rāmasyārthaparābhavat
war Rāmas Ziel ergeben

sā mahārṇavamāsādya hṛṣṭā vānaravāhinī | vāyu vega samādhūtam paśyamānā mahāarṇavam |

Jenes erfreute Affenheer, das gewaltige Meer erreichend, betrachtete das vom Windessturm aufgewühlte, große Meer.

Wort für Wort
sā mahārṇavamāsādya
das gewaltige Meer erreichend
hṛṣṭā vānaravāhinī
das erfreute Affenheer
vāyu vega samādhūtam
das vom Windessturm aufgewühlte
paśyamānā mahāarṇavam
betrachtend, das große Meer

dūra pāram asambādham rakṣo gaṇa niṣevitam | paśyanto varuṇa āvāsam niṣedur hari yūthapāḥ |

Das fernufrige, unbegrenzte, von Rākṣasa-Scharen bewohnte, den Wohnsitz Varuṇas betrachtend, lagerten die Affenführer.

Wort für Wort
dūra pāram asambādham
das fernufrige, unbegrenzte
rakṣo gaṇa niṣevitam
von Rākṣasa-Scharen bewohnte
paśyanto varuṇa āvāsam
den Wohnsitz Varuṇas betrachtend
niṣedur hari yūthapāḥ
lagerten die Affenführer

caṇḍa nakra graham ghoram kṣapā ādau divasa kṣaye | hasantamiva phenaughairnṛtyantamiva cormibhiḥ |

Furchtbar mit wilden Krokodilen und Fischungeheuern, bei Anbruch der Nacht, am Ende des Tages, wie lachend mit Schaummassen, wie tanzend mit seinen Wogen.

Wort für Wort
caṇḍa nakra graham ghoram
furchtbar mit wilden Krokodilen und Fischungeheuern
kṣapā ādau divasa kṣaye
bei Anbruch der Nacht, am Ende des Tages
hasantamiva phenaughair
wie lachend mit Schaummassen
nṛtyantamiva cormibhiḥ
wie tanzend mit seinen Wogen

candra udaye samādhūtam praticandra samākulam | caṇḍa anila mahāgrāhaiḥ kīrṇam timi timimgilaiḥ |

Beim Mondaufgang aufgewühlt, voll von Spiegelmonden, mit wilden Winden und gewaltigen Ungeheuern, mit Walen und Walfischverschlingern erfüllt.

Wort für Wort
candra udaye samādhūtam
beim Mondaufgang aufgewühlt
praticandra samākulam
voll von Spiegelmonden
caṇḍa anila mahāgrāhaiḥ
mit wilden Winden und gewaltigen Ungeheuern
kīrṇam timi timimgilaiḥ
erfüllt mit Walen und Walfischverschlingern

dīpta bhogair iva ākrīrṇam bhujamgair varuṇa ālayam | avagāḍham mahāsattair nānā śaila samākulam |

Der Wohnsitz Varuṇas, wie mit leuchtenden Schlangenleibern übersät, von gewaltigen Wesen durchdrungen, voll mancherlei Felsen.

Wort für Wort
dīpta bhogair iva ākrīrṇam
wie mit leuchtenden Leibern übersät
bhujamgair varuṇa ālayam
mit Schlangen, der Wohnsitz Varuṇas
avagāḍham mahāsattair
durchdrungen von gewaltigen Wesen
nānā śaila samākulam
voll mancherlei Felsen

sudurgam drugam amārgam tam agādham asura ālayam | makarair nāga bhogaiḥ ca vigāḍhā vāta lohitāḥ |

Jenes schwer zu überwindende, unwegsame, unergründliche Reich der Asuras, von Makaras und Schlangenleibern durchsetzt, von Wind rot gefärbt.

Wort für Wort
sudurgam drugam amārgam
schwer zu überwinden, unwegsam, ohne Pfad
tam agādham asura ālayam
jenes unergründliche Reich der Asuras
makarair nāga bhogaiḥ ca
von Makaras und Schlangenleibern
vigāḍhā vāta lohitāḥ
durchsetzt, von Wind rot gefärbt

utpetuḥ ca nipetuḥ ca pravṛddhā jala rāśayaḥ | agni cūrṇam iva āviddham bhāskara ambu mano ragam |

Die angeschwollenen Wassermassen erhoben sich und fielen wieder herab, wie zerstreutes Feuerpulver, das Wasser vom Glanz der Sonne erregt.

Wort für Wort
utpetuḥ ca nipetuḥ ca
sie erhoben sich und fielen herab
pravṛddhā jala rāśayaḥ
die angeschwollenen Wassermassen
agni cūrṇam iva āviddham
wie zerstreutes Feuerpulver
bhāskara ambu mano ragam
das Wasser, vom Glanz der Sonne erregt

sura ari viṣayam ghoram pātāla viṣamam sadā | sāgaram ca ambara prakhyam ambaram sāgara upamam |

Das furchtbare Reich der Feinde der Götter, stets gefahrvoll wie die Unterwelt - das Meer erschien dem Himmel gleich, und der Himmel dem Meer gleich.

Wort für Wort
sura ari viṣayam ghoram
das furchtbare Reich der Feinde der Götter
pātāla viṣamam sadā
stets gefahrvoll wie die Unterwelt
sāgaram ca ambara prakhyam
das Meer dem Himmel gleich
ambaram sāgara upamam
und der Himmel dem Meer gleich

sāgaram ca ambaram ca iti nirviśeṣam adṛśyata | sampṛktam nabhasā hi ambhaḥ sampRktam ca nabho ambhasā |

So erschienen Meer und Himmel ohne Unterschied; verschmolzen war das Wasser mit dem Himmel, verschmolzen der Himmel mit dem Wasser.

Wort für Wort
sāgaram ca ambaram ca
Meer und Himmel
iti nirviśeṣam adṛśyata
erschienen so ohne Unterschied
sampṛktam nabhasā hi ambhaḥ
verschmolzen war das Wasser mit dem Himmel
sampRktam ca nabho ambhasā
und verschmolzen der Himmel mit dem Wasser

tādRg rūpe sma dRśyete tārā ratna samākule | samutpatita meghasya vīcci mālā ākulasya ca |

So erschienen die beiden Formen, mit Sternenjuwelen erfüllt, dessen Wogenketten sich erhoben wie aufsteigende Wolken.

Wort für Wort
tādRg rūpe sma dRśyete
so erschienen die beiden Formen
tārā ratna samākule
mit Sternenjuwelen erfüllt
samutpatita meghasya
der aufsteigenden Wolke gleich
vīcci mālā ākulasya ca
dessen Wogenketten gedrängt

viśeṣo na dvayor āsīt sāgarasya ambarasya ca | anyonyair āhatāḥ saktāḥ sasvanur bhīma nihsvanāḥ |

Kein Unterschied bestand zwischen den beiden, dem Meer und dem Himmel; aneinandergeschlagen, aneinandergehaftet, brausten sie mit furchtbarem Getöse.

Wort für Wort
viśeṣo na dvayor āsīt
kein Unterschied bestand zwischen beiden
sāgarasya ambarasya ca
dem Meer und dem Himmel
anyonyair āhatāḥ saktāḥ
aneinandergeschlagen, aneinandergehaftet
sasvanur bhīma nihsvanāḥ
brausten sie mit furchtbarem Getöse

ūrmayaḥ sindhu rājasya mahābherya iva āhave | ratna ogha jala samnādam viṣaktam iva vāyunā |

Die Wogen des Meereskönigs, wie große Kampftrommeln im Kampf, deren Getöse von Juwelenfluten und Wasser mit dem Wind verbunden schien.

Wort für Wort
ūrmayaḥ sindhu rājasya
die Wogen des Meereskönigs
mahābherya iva āhave
wie große Trommeln im Kampf
ratna ogha jala samnādam
das Getöse von Juwelenfluten und Wasser
viṣaktam iva vāyunā
wie mit dem Wind verbunden

utpatantam iva kruddham yādo gaṇa samākulam | dadṛśus te mahātmāno vāta āhata jala āśayam |

Jene Hochgesinnten erblickten das wie zornig aufschäumende, von Meeresungeheuern erfüllte, vom Wind aufgewühlte Wasserreservoir.

Wort für Wort
utpatantam iva kruddham
wie zornig aufschäumend
yādo gaṇa samākulam
von Meeresungeheuern erfüllt
dadṛśus te mahātmāno
erblickten jene Hochgesinnten
vāta āhata jala āśayam
das vom Wind aufgewühlte Wasserreservoir

anila uddhūtam ākāśe pravalgatam iva ūrmibhiḥ | tato vismayāmāpannā harayo dadṛśuḥ sthitāḥ |

Vom Wind in die Höhe getragen, wie mit seinen Wogen zum Himmel emporhüpfend - da, in Erstaunen versetzt, standen die Affen und schauten.

Wort für Wort
anila uddhūtam ākāśe
vom Wind in die Höhe getragen
pravalgatam iva ūrmibhiḥ
wie mit den Wogen emporhüpfend
tato vismayāmāpannā
da, in Erstaunen versetzt
harayo dadṛśuḥ sthitāḥ
standen die Affen und schauten

brānta ūrmi jala samnādam pralolam iva sāgaram |

Das Getöse der wirbelnden Wogen und Wasser, wie ein unstet bewegtes Meer.

Wort für Wort
brānta ūrmi jala samnādam
das Getöse der wirbelnden Wogen und Wasser
pralolam iva sāgaram
wie ein unstet bewegtes Meer

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