Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa

Sarga 109: Vibhīṣaṇa-Vilāpaḥ Vibhīṣaṇas Klage und Rāmas Befehl zum Totenritual

bhrātaraṃ nihataṃ dṛṣṭvā śayānaṃ nirjitaṃ raṇe | śokavegaparītātmā vilalāpa vibhīṣaṇaḥ ||

Als er seinen Bruder getötet sah, daliegend, im Kampf besiegt, von der Wucht des Kummers überwältigt, klagte Vibhīṣaṇa:

Wort für Wort
bhrātaraṃ nihataṃ dṛṣṭvā
den Bruder getötet sehend
śayānaṃ nirjitaṃ raṇe
daliegend, im Kampf besiegt
śokavegaparītātmā
von der Wucht des Kummers überwältigt
vilalāpa vibhīṣaṇaḥ
klagte Vibhīṣaṇa

vīra vikrānta vikhyāta pravīṇa nayakovida | mahārhaśayanopeta kiṃ śeṣe nihato bhuvi ||

'O Held, Tapferer, Berühmter, Geschickter, in der Staatskunst Kundiger, der du ein kostbares Lager verdient hättest — warum liegst du getötet auf der Erde?'

Wort für Wort
vīra vikrānta vikhyāta
o Held, Tapferer, Berühmter
pravīṇa nayakovida
Geschickter, in der Staatskunst Kundiger
mahārhaśayanopeta
der du ein kostbares Lager verdient hättest
kiṃ śeṣe nihato bhuvi
warum liegst du getötet auf der Erde

nikṣipya dīrghau niśceṣṭau bhujāvaṅgadabhūṣitau | mukuṭenāpavṛttena bhāskarākāravarcasā ||

'Die langen, regungslosen, mit Armreifen geschmückten Arme von dir gestreckt, mit dem heruntergefallenen Diadem, von sonnengleichem Glanz —'

Wort für Wort
nikṣipya dīrghau niśceṣṭau
die langen, regungslosen gestreckt
bhujau aṅgadabhūṣitau
die Arme, mit Armreifen geschmückt
mukuṭena apavṛttena
mit dem heruntergefallenen Diadem
bhāskarākāravarcasā
von sonnengleichem Glanz

tadidaṃ vīra saṃprāptaṃ yanmayā pūrvamīritam | kāmamohaparītasya yattnna rucitaṃ tava ||

'Dies ist nun eingetreten, o Held, was ich einst gesagt habe, was dir aber, von Begierde und Verblendung befangen, nicht gefiel.'

Wort für Wort
tat idaṃ vīra saṃprāptaṃ
dies ist nun eingetreten, o Held
yat mayā pūrvam īritam
was von mir einst gesagt wurde
kāmamohaparītasya
dem von Begierde und Verblendung Befangenen
yat na rucitaṃ tava
was dir nicht gefiel

yanna darpāt prahasto vā nendrajinnāpare janāḥ | na kumbhakarṇo.atiratho nātikāyo narāntakaḥ | na svayaṃ tvamamanyethāstasyodarko.ayamāgataḥ |

'Da weder Prahasta aus Hochmut, noch Indrajit, noch andere Leute, weder Kumbhakarṇa, der große Wagenkämpfer, noch Atikāya Narāntaka, noch du selbst meine Warnung geachtet habt — dies ist nun die Folge davon eingetreten.'

Wort für Wort
yat na darpāt prahastaḥ vā
dass weder aus Hochmut Prahasta
na indrajit na apare janāḥ
noch Indrajit, noch andere Leute
na kumbhakarṇaḥ atirathaḥ
noch Kumbhakarṇa, der große Wagenkämpfer
na atikāyaḥ narāntakaḥ
noch Atikāya Narāntaka
na svayaṃ tvam amanyethāḥ
noch du selbst geachtet hast
tasya udarkaḥ ayam āgataḥ
dies ist nun die Folge davon eingetreten

gataḥ setuḥ sunītīnāṃ gato dharmasya vigrahaḥ | gataḥ sattvasya saṃkṣepah prastāvānāṃ gatirgatā | ādityaḥ patito bhūmau magnastamasi candramāḥ ||

'Dahin ist der Damm guter Politik, dahin die Verkörperung der Gerechtigkeit, dahin die Zusammenfassung der Tapferkeit, dahin die Zuflucht der Unternehmungen — die Sonne ist zu Boden gefallen, der Mond in Finsternis versunken.'

Wort für Wort
gataḥ setuḥ sunītīnāṃ
dahin ist der Damm guter Politik
gato dharmasya vigrahaḥ
dahin die Verkörperung der Gerechtigkeit
gataḥ sattvasya saṃkṣepaḥ
dahin die Zusammenfassung der Tapferkeit
prastāvānāṃ gatiḥ gatā
dahin die Zuflucht der Unternehmungen
ādityaḥ patito bhūmau
die Sonne ist zu Boden gefallen
magnaḥ tamasi candramāḥ
der Mond ist in Finsternis versunken

citrabhānuḥ praśāntārcirvyavasāyo nirudyamaḥ | asminnipatite vīre bhūmau śastrabhṛtāṃ vare ||

'Das Feuer ist mit erloschener Flamme, die Entschlossenheit ohne Antrieb, seit dieser Held, der beste der Waffenträger, zu Boden gesunken ist.'

Wort für Wort
citrabhānuḥ praśāntārciḥ
das Feuer mit erloschener Flamme
vyavasāyo nirudyamaḥ
die Entschlossenheit ohne Antrieb
asmin nipatite vīre
seit dieser Held gesunken ist
bhūmau śastrabhṛtāṃ vare
zu Boden, der beste der Waffenträger

kiṃ śeṣamiha lokasya gatasttvasya saṃprati | raṇe rākṣasaśārdūle prasupta iva pāṃsuṣu ||

'Was bleibt der Welt noch übrig, nachdem nun dieser Tapferste vergangen ist, der Tiger unter den Rākṣasas, der im Kampf wie eingeschlafen im Staub liegt?'

Wort für Wort
kiṃ śeṣam iha lokasya
was bleibt der Welt noch übrig
gatastvasya saṃprati
nachdem der Tapferste nun vergangen ist
raṇe rākṣasaśārdūle
im Kampf, der Tiger unter den Rākṣasas
prasupta iva pāṃsuṣu
der wie eingeschlafen im Staub liegt

dhṛtipravālaḥ prasahāgryapuṣpa | stapobalaḥ śauryanibaddhamūlaḥ | raṇe mahān rākṣasarājavṛkṣaḥ | saṃmardito rāghavamārutena ||

'Der Baum des Rākṣasakönigs, dessen Sprösslinge Standhaftigkeit waren, dessen vortreffliche Blüten Gewaltsamkeit, dessen Kraft Askese, dessen Wurzeln in Tapferkeit gegründet waren, dieser gewaltige Baum wurde im Kampf vom Sturmwind Rāghavas zermalmt.'

Wort für Wort
dhṛtipravālaḥ prasahāgryapuṣpaḥ
dessen Sprösslinge Standhaftigkeit, dessen Blüten Gewaltsamkeit
tapobalaḥ śauryanibaddhamūlaḥ
dessen Kraft Askese, dessen Wurzeln in Tapferkeit
raṇe mahān rākṣasarājavṛkṣaḥ
im Kampf der große Baum des Rākṣasakönigs
saṃmardito rāghavamārutena
wurde vom Sturmwind Rāghavas zermalmt

tejoviṣāṇaḥ kulavaṃśavaṃśaḥ | kopaprasādāparagātrahastaḥ | ikṣvākusiṃhāvagṛhītadehaḥ | suptaḥ kṣitau rāvaṇagandhahastī ||

'Der Rauschelefant Rāvaṇa, dessen Stoßzähne die Glut waren, dessen Bambusrohr das edle Geschlecht war, dessen Zorn und Gnade wie sein anderer Rüssel waren, dessen Leib vom Löwen der Ikṣvākus gepackt wurde — liegt nun schlafend auf der Erde.'

Wort für Wort
tejoviṣāṇaḥ kulavaṃśavaṃśaḥ
dessen Stoßzähne die Glut, dessen Bambusrohr das edle Geschlecht
kopaprasādāparagātrahastaḥ
dessen Zorn und Gnade der andere Leib und Rüssel
ikṣvākusiṃhāvagṛhītadehaḥ
dessen Leib vom Löwen der Ikṣvākus gepackt wurde
suptaḥ kṣitau rāvaṇagandhahastī
liegt der Rauschelefant Rāvaṇa schlafend auf der Erde

parākramotsāhavijṛmbhitārci | niḥśvāsadhūmaḥ svabalapratāpaḥ | pratāpavān saṃyati rākṣasāgni | nirvāpito rāmapayodhareṇa ||

'Das Feuer der Rākṣasas, dessen Flamme durch Tapferkeit und Tatkraft aufloderte, dessen Rauch der Atemhauch war, dessen Glut die eigene Macht, dieser glutvolle Feuer wurde im Kampf von der Regenwolke Rāma gelöscht.'

Wort für Wort
parākramotsāhavijṛmbhitārciḥ
dessen Flamme durch Tapferkeit und Tatkraft aufloderte
niḥśvāsadhūmaḥ svabalapratāpaḥ
dessen Rauch der Atemhauch, dessen Glut die eigene Macht
pratāpavān saṃyati rākṣasāgniḥ
das glutvolle Feuer der Rākṣasas im Kampf
nirvāpito rāmapayodhareṇa
wurde von der Regenwolke Rāma gelöscht

siṃharkṣalāṅgūlakakudviṣāṇaḥ | parābhijidgandhanagandhahastī | rakṣovṛṣaścāpalakarṇacakṣuḥ | kṣitīśvaravyāgrahato.avasannaḥ ||

'Der Stier der Rākṣasas, dessen Mähne und Schwanz gleich Löwe und Bär waren, dessen Buckel und Hörner die Sieghaftigkeit gegen alle, der Rauschelefant, der jeden Duft des Feindes roch, dessen Ohren und Augen ruhelos waren — von dem Tiger unter den Erdherrschern erschlagen, liegt er nun am Boden.'

Wort für Wort
siṃharkṣalāṅgūlakakudviṣāṇaḥ
dessen Mähne und Schwanz wie Löwe und Bär, dessen Buckel und Hörner
parābhijidgandhanagandhahastī
der siegreiche, jeden Duft wahrnehmende Rauschelefant
rakṣovṛṣaḥ cāpalakarṇacakṣuḥ
der Stier der Rākṣasas, mit ruhelosen Ohren und Augen
kṣitīśvaravyāgrahato avasannaḥ
von dem Tiger unter den Erdherrschern erschlagen, liegt er am Boden

vadantaṃ hetumadvākyaṃ paridṛṣṭarthaniścayam | rāmaḥ śokasamāviṣṭamityuvāca vibhīṣaṇam ||

Zu dem so sprechenden, ein Wort mit gutem Grund vortragenden, klaren Entschluss zeigenden, von Kummer erfüllten Vibhīṣaṇa sprach Rāma Folgendes:

Wort für Wort
vadantaṃ hetumadvākyaṃ
zu dem ein begründetes Wort sprechenden
paridṛṣṭarthaniścayam
der klaren Entschluss zeigte
rāmaḥ śokasamāviṣṭam
Rāma, zu dem von Kummer erfüllten
iti uvāca vibhīṣaṇam
sprach er so zu Vibhīṣaṇa

nāyaṃ vinaṣṭo niśceṣṭaḥ samare caṇḍavikramaḥ | atyunnatamahotsāhaḥ patito.ayamaśaṅkitaḥ ||

'Dieser ist nicht zugrunde gegangen, obwohl er regungslos im Kampf liegt, er, von wildem Mut; dieser fiel, ohne Angst, von höchst erhabenem, gewaltigem Tatendrang.'

Wort für Wort
na ayaṃ vinaṣṭo niśceṣṭaḥ
dieser ist nicht zugrunde gegangen, obwohl regungslos
samare caṇḍavikramaḥ
im Kampf, er von wildem Mut
atyunnatamahotsāhaḥ
von höchst erhabenem, gewaltigem Tatendrang
patito ayam aśaṅkitaḥ
dieser fiel, ohne Angst

naivaṃ vinaṣṭāḥ śocyante kṣatradharmavyavasthitāḥ | vṛddhimāśaṃsamānā ye nipatanti raṇājire ||

'So Zugrundegegangene werden nicht beklagt, wenn sie in der Pflicht des Kriegerstandes standhaft waren, die, auf Aufstieg hoffend, auf dem Schlachtfeld fallen.'

Wort für Wort
na evaṃ vinaṣṭāḥ śocyante
so Zugrundegegangene werden nicht beklagt
kṣatradharmavyavasthitāḥ
die in der Pflicht des Kriegerstandes standhaft waren
vṛddhim āśaṃsamānā ye
die, auf Aufstieg hoffend
nipatanti raṇājire
auf dem Schlachtfeld fallen

yena sendrāstrayo lokāstrāsitā yudhi dhīmatā | tasmin kālasamāyukte na kālaḥ pariśocitum ||

'Für diesen, der die Welten samt Indra durch seine Waffen im Kampf in Schrecken versetzte, den Weisen, nun mit dem Schicksal vereint — für ihn ist keine Zeit zum Klagen.'

Wort für Wort
yena sendrāstrayo lokāḥ
durch den die Welten samt Indra
trāsitā yudhi dhīmatā
in Schrecken versetzt wurden im Kampf, von dem Weisen
tasmin kālasamāyukte
für diesen, nun mit dem Schicksal vereint
na kālaḥ pariśocitum
ist keine Zeit zum Klagen

naikāntavijayo yuddhe bhūtapūrvaḥ kadācana | parairvā hanyate vīraḥ parānvā hanti saṃyuge ||

'Niemals gab es einen ausschließlichen Sieg im Kampf; entweder wird der Held von den Feinden erschlagen, oder er erschlägt die Feinde im Kampf.'

Wort für Wort
na ekāntavijayo yuddhe
es gibt keinen ausschließlichen Sieg im Kampf
bhūtapūrvaḥ kadācana
der jemals zuvor bestanden hätte
paraiḥ vā hanyate vīraḥ
entweder wird der Held von den Feinden erschlagen
parān vā hanti saṃyuge
oder er erschlägt die Feinde im Kampf

iyaṃ hi pūrvaiḥ saṃdiṣṭā gatiḥ kṣatriyasaṃmatā | kṣatriyo nihataḥ saṃkhye na śocya iti niścayaḥ ||

'Dies ist ja der von den Altvorderen gelehrte, von den Kṣatriyas anerkannte Weg: Ein im Kampf gefallener Kṣatriya ist nicht zu beklagen — das ist der feste Grundsatz.'

Wort für Wort
iyaṃ hi pūrvaiḥ saṃdiṣṭā
dies ist ja der von den Altvorderen gelehrte
gatiḥ kṣatriyasaṃmatā
der von den Kṣatriyas anerkannte Weg
kṣatriyo nihataḥ saṃkhye
ein im Kampf gefallener Kṣatriya
na śocya iti niścayaḥ
ist nicht zu beklagen, das ist der Grundsatz

tadevaṃ niścayaṃ dṛṣṭvā tattvamāsthāya vijvaraḥ | yadihānantaraṃ kāryaṃ kalpyaṃ tadanucintaya ||

'Diesen Grundsatz erkennend, auf die Wahrheit gegründet, ohne Fieber des Kummers, bedenke nun, was als Nächstes zu tun angemessen ist.'

Wort für Wort
tat evaṃ niścayaṃ dṛṣṭvā
diesen Grundsatz erkennend
tattvam āsthāya vijvaraḥ
auf die Wahrheit gegründet, ohne Fieber
yat iha anantaraṃ kāryaṃ
was als Nächstes zu tun ist
kalpyaṃ tat anucintaya
was angemessen ist, das bedenke

yo.ayaṃ vimardeṣvavibhagnapūrvaḥ | suraiḥ samastairapi vāsavena | bhavantamāsādya raṇe vibhagno | velāmivāsādya yathā samudraḥ ||

'Er, der in Kämpfen zuvor niemals von allen Göttern zusammen, noch von Vāsava, gebrochen worden war, wurde, als er dich im Kampf antraf, gebrochen, wie der Ozean, wenn er das Ufer erreicht.'

Wort für Wort
yo ayaṃ vimardeṣu avibhagnapūrvaḥ
er, der in Kämpfen zuvor nie gebrochen worden war
suraiḥ samastaiḥ api vāsavena
von allen Göttern zusammen, noch von Vāsava
bhavantam āsādya raṇe vibhagnaḥ
wurde, als er dich im Kampf antraf, gebrochen
velām iva āsādya yathā samudraḥ
wie der Ozean, wenn er das Ufer erreicht

anena dattāni vanīpakeṣu | bhuktāśca bhogā nibhṛtāśca bhṛtyāḥ | dhanāni mitreṣu samarpitāni | vairāṇyamitreṣu nipātitāni ||

'Von ihm wurden Gaben an Bittsteller verteilt, Genüsse genossen, Diener unterhalten, Reichtümer den Freunden gewidmet, Feindschaften gegen Nicht-Freunde ausgetragen.'

Wort für Wort
anena dattāni vanīpakeṣu
von ihm wurden Gaben an Bittsteller gegeben
bhuktāḥ ca bhogā nibhṛtāḥ ca bhṛtyāḥ
Genüsse genossen, Diener unterhalten
dhanāni mitreṣu samarpitāni
Reichtümer den Freunden gewidmet
vairāṇi amitreṣu nipātitāni
Feindschaften gegen Nicht-Freunde ausgetragen

eṣohitāgniśca mahātapāśca | vedantagaḥ karmasu cāgryaśūraḥ | etasya yatpretagatasya kṛtyaṃ | tatkartumicchāmi tava prasādāt ||

'Er war einer, der das heilige Feuer unterhielt, von großer Askese, kundig in den Veden, in Taten der vortrefflichste Held; was für ihn, den nun Dahingeschiedenen, an Totenriten zu tun ist, das möchte ich durch deine Gnade vollziehen.'

Wort für Wort
eṣaḥ hitāgniḥ ca mahātapāḥ ca
er, der das heilige Feuer unterhielt, von großer Askese
vedāntagaḥ karmasu ca agryaśūraḥ
kundig in den Veden, in Taten der vortrefflichste Held
etasya yat pretagatasya kṛtyaṃ
was für ihn, den Dahingeschiedenen, an Ritus zu tun ist
tat kartum icchāmi tava prasādāt
das möchte ich durch deine Gnade vollziehen

sa tasya vākyaiḥ karuṇairmahātmā | saṃbodhitaḥ sādhu vibhīṣaṇena | ājñāpayāmāsa narendrasūnuḥ | svargīyamādhānamadīnasattvaḥ ||

Der Hochherzige, durch dessen mitleiderregende Worte, durch Vibhīṣaṇa trefflich unterrichtet, der Sohn des Menschenfürsten, unerschütterlichen Mutes, befahl daraufhin das himmlische Feueropfer für ihn.

Wort für Wort
sa tasya vākyaiḥ karuṇaiḥ mahātmā
der Hochherzige, durch dessen mitleiderregende Worte
saṃbodhitaḥ sādhu vibhīṣaṇena
trefflich unterrichtet durch Vibhīṣaṇa
ājñāpayāmāsa narendrasūnuḥ
befahl der Sohn des Menschenfürsten
svargīyam ādhānam adīnasattvaḥ
das himmlische Feueropfer, unerschütterlichen Mutes

maraṇāntāni vairāṇi nirvṛttaṃ naḥ prayojanam | kriyatāmasya saṃskāro mamāpyeṣa yathā tava ||

'Feindschaften enden mit dem Tod; unser Zweck ist erfüllt. Möge sein Totenritual vollzogen werden — er ist mir ebenso wie dir von Bedeutung.'

Wort für Wort
maraṇāntāni vairāṇi
Feindschaften enden mit dem Tod
nirvṛttaṃ naḥ prayojanam
unser Zweck ist erfüllt
kriyatām asya saṃskāro
möge sein Totenritual vollzogen werden
mama api eṣa yathā tava
er ist mir ebenso wie dir [von Bedeutung]

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