rāmamāśvāsayāne tu lakṣmaṇe bhrātṛvatsale |
nikṣipya gulmānsvasthāne tatrāgacchadvibhīṣaṇaḥ ||1||
Während aber Lakṣmaṇa, der seinen Bruder liebende, Rāma zu trösten suchte, kam Vibhīṣaṇa dorthin, nachdem er die Wachposten an ihren Plätzen aufgestellt hatte.
Wort für Wort
rāmam āśvāsayāne tu
während man Rāma zu trösten suchte
lakṣmaṇe bhrātṛvatsale
Lakṣmaṇa, dem seinen Bruder liebenden
nikṣipya gulmān svasthāne
die Wachposten an ihren Plätzen aufgestellt habend
Umgeben von vier Helden mit mancherlei Waffen, den Ministern, gleich einem Herdenführer, umgeben von Elefanten, die wie aufgehäufter blauer Augensalbe aussahen.
‚Was dir, o Herrscher der Menschen, von Hanumant in seiner Bedrängnis gesagt wurde, das halte ich für ebenso unmöglich wie das Austrocknen des Ozeans.‘
naiva sāmnā na bhedena na dānena kuto yudhā |
sā draṣṭumapi śakyeta naiva cānyena kena cit ||12||
‚Weder durch Güte noch durch Zwietracht, nicht durch Geschenke, geschweige denn durch Kampf, kann sie überhaupt gesehen werden, noch durch irgendein anderes Mittel.‘
vānarānmohayitvā tu pratiyātaḥ sa rākṣasaḥ |
māyāmayīṃ mahābāho tāṃ viddhi janakātmajām||13||
‚Nachdem er die Vānaras getäuscht hatte, ist jener Rākṣasa zurückgekehrt – erkenne, o Starkarmiger, dass jene Tochter Janakas nur durch Zauberkraft geschaffen war.‘
‚Zu jenem Heiligtum namens Nikumbhilā, wo er das Opfer vollziehen wird – hat er es einst vollzogen, wird er selbst von den Göttern samt Vāsava unangreifbar.‘
Wort für Wort
caityaṃ nikumbhilāṃ nāma
zu jenem Heiligtum namens Nikumbhilā
yatra homaṃ kariṣyati
wo er das Opfer vollziehen wird
hutavān upayāto hi
hat er es vollzogen und erlangt
devaiḥ api savāsavaiḥ
Unangreifbarkeit selbst gegenüber den Göttern samt Vāsava
‚Um, Väterchen, ein Hindernis für die Tatkraft der Vānaras zu schaffen – lasst uns mit unserem Heer dorthin gehen, solange es noch nicht vollendet ist.‘
‚Lass, du Tiger unter den Männern, diesen grundlosen Kummer, der dich befallen hat – denn das ganze Heer verzagt, wenn es dich, von Kummer abgezehrt, sieht.‘
manujavara na kālaviprakarṣo |
ripunidhanaṃ prati yatkṣamo.adya kartum |
tvamatisṛja riporvadhāya bāṇīm |
asurapuronmathane yathā mahendraḥ ||22||
‚O bester der Menschen, es gibt keinen Aufschub der Zeit für das, was du heute zur Vernichtung des Feindes zu tun vermagst – entsende du den Pfeilhelden zur Tötung des Feindes, wie der große Indra bei der Zerstörung der Asura-Burg.‘
Wort für Wort
manujavara na kālaviprakarṣo
o bester der Menschen, kein Aufschub der Zeit
ripunidhanaṃ prati
in Bezug auf die Vernichtung des Feindes
yatkṣamo adya kartum
was du heute zu tun vermagst
tvam atisṛja ripoḥ vadhāya bāṇīm
entsende den Pfeilhelden zur Tötung des Feindes
asurapuronmathane yathā mahendraḥ
wie der große Indra bei der Zerstörung der Asura-Burg
samāptakarmā hi sa rākṣasendro |
bhavatyadṛśyaḥ samare surāsuraiḥ |
yuyutsatā tena samāptakarmaṇā |
bhavetsurāṇāmapi saṃśayo mahān ||23||
‚Denn hat jener Rākṣasa-Fürst sein Ritual vollendet, wird er für Götter und Asuras in der Schlacht unsichtbar – kämpfte man gegen ihn, den, der sein Werk vollendet hat, entstünde selbst für die Götter eine große Gefahr.‘
Wort für Wort
samāptakarmā hi sa rākṣasendro
denn hat jener Rākṣasa-Fürst sein Werk vollendet
bhavati adṛśyaḥ samare surāsuraiḥ
wird er für Götter und Asuras in der Schlacht unsichtbar
yuyutsatā tena samāptakarmaṇā
kämpfte man gegen ihn, der sein Werk vollendet hat