Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa

Sarga 65: Kumbhakarṇa-Yuddha-Prasthānam Kumbhakarṇas Auszug in die Schlacht

sa tathoktastu nirbhartsya kumbhakarṇo mahodaram | abravīdrākṣasaśreṣṭhaṃ bhrātaram rāvaṇaṃ tataḥ ||1||

Er, so angesprochen, tadelte Kumbhakarṇa den Mahodara und sprach dann zu seinem Bruder Rāvaṇa, dem Besten der Rākṣasas:

Wort für Wort
saḥ tathā uktaḥ tu
er, so angesprochen
nirbhartsya kumbhakarṇaḥ mahodaram
tadelnd Kumbhakarṇa den Mahodara
abravīt rākṣasa-śreṣṭham
sprach zum Besten der Rākṣasas
bhrātaram rāvaṇam tataḥ
zu seinem Bruder Rāvaṇa dann

so.aham tava bhayaṃ ghoram vadhāttasya durātmanaḥ | rāmasyādya pramārjāmi nirvairastvam sukhībhava ||2||

So werde ich denn heute deine furchtbare Angst durch die Tötung jenes Bösgesinnten, Rāmas, tilgen; sei ohne Feindschaft, sei glücklich.

Wort für Wort
saḥ aham tava bhayam ghoram
so ich deine furchtbare Angst
vadhāt tasya durātmanaḥ
durch die Tötung jenes Bösgesinnten
rāmasya adya pramārjāmi
Rāmas heute werde ich tilgen
nirvairaḥ tvam sukhī bhava
sei ohne Feindschaft, sei glücklich

garjanti na vṛthā śūra nirjalā iva toyadāḥ | paśya sampādyamānam tu garjitam yudhi karmaṇā ||3||

Helden brüllen nicht vergeblich, wie Wolken ohne Wasser; sieh, wie mein Gebrüll im Kampf durch die Tat wahrgemacht wird.

Wort für Wort
garjanti na vṛthā śūra
Helden brüllen nicht vergeblich
nirjalāḥ iva toyadāḥ
wie wasserlose Wolken
paśya sampādyamānam tu
sieh, wie es wahrgemacht wird
garjitam yudhi karmaṇā
das Gebrüll im Kampf durch die Tat

na marṣayati cātmānam sambhāvayati nātmanā | adarśayitvā śūrāstu karma kurvanti duṣkaram ||4||

Ein Held erträgt sich selbst nicht, achtet sich selbst nicht, bevor er, ohne es vorher zu zeigen, die schwierige Tat vollbracht hat.

Wort für Wort
na marṣayati ca ātmānam
er erträgt sich selbst nicht
sambhāvayati na ātmanā
er achtet sich nicht selbst
adarśayitvā śūrāḥ tu
ohne es zu zeigen, die Helden aber
karma kurvanti duṣkaram
vollbringen die schwierige Tat

viklavānāmabuddhīnām rāñāṃ paṇḍitamāninām | śṛṇvatāmādita idam tvadvidhānāṃ mahodara ||5||

Von verwirrten, unklugen Königen, die sich für gelehrt halten, o Mahodara, die sich deinesgleichen von Anfang an dieses Reden anhören,

Wort für Wort
viklavānām abuddhīnām
von verwirrten, unklugen
rājñām paṇḍita-māninām
Königen, die sich für gelehrt halten
śṛṇvatām āditaḥ idam
die sich dies von Anfang an anhören
tvat-vidhānām mahodara
deinesgleichen, o Mahodara

yuddhe kāpuruṣairnityaṃ bhavadbhiḥ priyavādibhiḥ | rājānamanugacchadbhiḥ kṛtyametadvināśitam ||6||

durch feige Männer wie euch, die stets angenehme Worte sprechen und dem König nachfolgen, wurde diese Sache im Kampf zunichtegemacht.

Wort für Wort
yuddhe kāpuruṣaiḥ nityam
im Kampf von Feiglingen stets
bhavadbhiḥ priya-vādibhiḥ
von euch, die angenehme Worte sprechen
rājānam anugacchadbhiḥ
die dem König nachfolgen
kṛtyam etat vināśitam
diese Sache wurde zunichtegemacht

rājaśeṣā kṛtā laṅkā kṣīṇaḥ kośo balam hatam | rājānamimamāsādya suhṛccihnamamitrakam ||7||

Laṅkā wurde auf den König allein reduziert, die Schatzkammer ist erschöpft, das Heer geschlagen - da dieser König nur den Anschein von Freunden hat, die in Wahrheit Feinde sind.

Wort für Wort
rāja-śeṣā kṛtā laṅkā
Laṅkā wurde auf den König allein reduziert
kṣīṇaḥ kośaḥ balam hatam
die Schatzkammer erschöpft, das Heer geschlagen
rājānam imam āsādya
diesen König erreichend
suhṛt-cihnam amitrakam
der nur den Anschein von Freunden hat, die Feinde sind

eṣa niryāmyaham yuddhamudyataḥ śatrunirjaye | durnayaṃ bhavatāmadya samīkartuṃ mahāhave ||8||

So ziehe ich nun in die Schlacht, bereit zur Vernichtung des Feindes, um heute im großen Kampf die Unklugheit von euch allen auszugleichen.

Wort für Wort
eṣaḥ niryāmi aham yuddham
so ziehe ich in die Schlacht
udyataḥ śatru-nirjaye
bereit zur Vernichtung des Feindes
durnayam bhavatām adya
die Unklugheit von euch heute
samīkartum mahā-āhave
auszugleichen im großen Kampf

evamuktavato vākyam kumbhakarṇasya dhīmataḥ | pratyuvāca tato vākyaṃ prahasanrākṣasādhipaḥ ||9||

Auf dieses Wort des klugen Kumbhakarṇa, der so gesprochen hatte, antwortete dann der Herrscher der Rākṣasas lachend mit diesem Wort:

Wort für Wort
evam uktavataḥ vākyam
auf dieses gesprochene Wort
kumbhakarṇasya dhīmataḥ
des klugen Kumbhakarṇa
pratyuvāca tataḥ vākyam
antwortete dann mit dem Wort
prahasan rākṣasa-adhipaḥ
lachend der Herrscher der Rākṣasas

mahodaro.ayam rāmāttu paritrasto na saṃśayaḥ | na hi rocayate tāta yuddham yuddhaviśārada ||10||

Dieser Mahodara ist zweifellos von Rāma erschreckt; denn ihm gefällt der Kampf nicht, lieber Sohn, o Kampferfahrener.

Wort für Wort
mahodaraḥ ayam rāmāt tu
dieser Mahodara aber von Rāma
paritrastaḥ na saṃśayaḥ
erschreckt, ohne Zweifel
na hi rocayate tāta
denn ihm gefällt nicht, lieber Sohn
yuddham yuddha-viśārada
der Kampf, o Kampferfahrener

kaścinme tvatsamo nāsti sauhṛdena balena ca | gaccha śatruvadhāya tvam kumbhakarṇajayāya ca ||11||

Keiner ist mir an Freundschaft und Kraft dir gleich; geh, Kumbhakarṇa, zur Tötung des Feindes und zum Sieg.

Wort für Wort
kaścit me tvat-samaḥ nāsti
keiner ist mir dir gleich
sauhṛdena balena ca
an Freundschaft und Kraft
gaccha śatru-vadhāya tvam
geh zur Tötung des Feindes, du
kumbhakarṇa jayāya ca
Kumbhakarṇa, und zum Sieg

śayānaḥ śatrunāśārtham bhavān sambodhito mayā | āyam hi kālaḥ sumahān rākṣānāmariṃdama ||12||

Als du schliefst, wurdest du von mir zur Vernichtung des Feindes geweckt; dies ist eine überaus bedeutsame Stunde für die Rākṣasas, o Feindebezwinger.

Wort für Wort
śayānaḥ śatru-nāśa-artham
während du schliefst, zur Vernichtung des Feindes
bhavān sambodhitaḥ mayā
wurdest du von mir geweckt
ayam hi kālaḥ sumahān
dies ist wahrlich eine überaus bedeutsame Stunde
rākṣasām ariṃdama
für die Rākṣasas, o Feindebezwinger

tadgaccha śūlamādāya pāśahasta ivāntakaḥ | vānarān rājaputrau ca bhakṣayādityatejasau ||13||

So geh denn, die Lanze ergreifend, wie der Tod mit der Schlinge in der Hand, und verschlinge die Affen und die beiden Königssöhne, von sonnengleichem Glanz.

Wort für Wort
tat gaccha śūlam ādāya
so geh, die Lanze ergreifend
pāśa-hastaḥ iva antakaḥ
wie der Tod mit der Schlinge in der Hand
vānarān rāja-putrau ca
die Affen und die beiden Königssöhne
bhakṣaya āditya-tejasau
verschlinge, von sonnengleichem Glanz

samālokya tu te rūpam vidraviṣyanti vānarāḥ | rāmalakṣmaṇayoścāpi hṛdaye prasphuṭiṣyataḥ ||14||

Beim Anblick deiner Gestalt werden die Affen fliehen, und auch Rāmas und Lakṣmaṇas Herzen werden vor Schreck zerspringen.

Wort für Wort
samālokya tu te rūpam
beim Anblick deiner Gestalt
vidraviṣyanti vānarāḥ
werden die Affen fliehen
rāma-lakṣmaṇayoḥ ca api
und auch von Rāma und Lakṣmaṇa
hṛdaye prasphuṭiṣyataḥ
werden die Herzen zerspringen

evamuktvā mahātejāḥ kumbhakarṇam mahāblam | punarjātamivātmānam mene rākṣasapumgavaḥ ||15||

So gesprochen habend, glaubte der glanzvolle Stier unter den Rākṣasas, durch den mächtigen Kumbhakarṇa gleichsam wiedergeboren zu sein.

Wort für Wort
evam uktvā mahātejāḥ
so gesprochen habend, der Glanzvolle
kumbhakarṇam mahābalam
durch den mächtigen Kumbhakarṇa
punaḥ jātam iva ātmānam
sich selbst wie wiedergeboren
mene rākṣasa-puṃgavaḥ
glaubte der Stier unter den Rākṣasas

kumbhakarṇabalābhijño jānaṃstasya parākramam | babhūva mudito rājā śaśāṅka iva nirmalaḥ ||16||

Der König, der Kumbhakarṇas Kraft kannte und um seine Tapferkeit wusste, wurde froh, makellos wie der Mond.

Wort für Wort
kumbhakarṇa-bala-abhijñaḥ
der Kumbhakarṇas Kraft kannte
jānan tasya parākramam
um seine Tapferkeit wissend
babhūva muditaḥ rājā
wurde froh der König
śaśāṅkaḥ iva nirmalaḥ
makellos wie der Mond

ityevamuktaḥ samhṛṣṭo nirjagāma mahābalaḥ | rājñstu vacanam śrutvā yoddhumudyuktavāṃstadā ||17||

So angesprochen, voller Freude, zog der Mächtige aus; nachdem er das Wort des Königs gehört hatte, machte er sich da bereit zum Kampf.

Wort für Wort
iti evam uktaḥ saṃhṛṣṭaḥ
so angesprochen, voller Freude
nirjagāma mahābalaḥ
zog der Mächtige aus
rājñaḥ tu vacanam śrutvā
des Königs Wort gehört habend
yoddhum udyuktavān tadā
machte er sich da bereit zum Kampf

ādade niśitam śūlaṃ vegācchatrunibarhaṇaḥ | sarvakālāyasam dīptaṃ taptakāñcanabhūṣaṇam ||18||

Rasch ergriff er, der Feindevernichter, die scharfe Lanze, ganz aus Eisen, lodernd, mit geschmolzenem Gold geschmückt,

Wort für Wort
ādade niśitam śūlam
er ergriff die scharfe Lanze
vegāt śatru-nibarhaṇaḥ
rasch, der Feindevernichter
sarva-kālāyasam dīptam
ganz aus Eisen, lodernd
tapta-kāñcana-bhūṣaṇam
mit geschmolzenem Gold geschmückt

indrāśanisamaṃ bhīmam vajrapratimagauravam | devadānavagandharvayakṣakiṃnarasūdanam ||19||

die dem Blitz Indras gleicht, furchtbar, dem Vajra an Gewicht gleich, die Vernichterin von Göttern, Dānavas, Gandharvas, Yakṣas und Kiṃnaras,

Wort für Wort
indra-aśani-samam bhīmam
dem Blitz Indras gleich, furchtbar
vajra-pratima-gauravam
dem Vajra an Gewicht gleich
deva-dānava-gandharva
von Göttern, Dānavas, Gandharvas
yakṣa-kiṃnara-sūdanam
Yakṣas und Kiṃnaras die Vernichterin

raktamālya mahādāma svataścodgatapāvakam | ādāya niśitam śūlaṃ śatruśoṇitarañjitam ||20||

mit rotem Blütenkranz, gewaltiger Girlande, von selbst Feuer ausströmend - die scharfe Lanze, vom Blut der Feinde gefärbt, ergreifend,

Wort für Wort
rakta-mālya mahā-dāma
mit rotem Blütenkranz, gewaltiger Girlande
svataḥ ca udgata-pāvakam
und von selbst Feuer ausströmend
ādāya niśitam śūlam
die scharfe Lanze ergreifend
śatru-śoṇita-rañjitam
vom Blut der Feinde gefärbt

gamiṣyāmyahamekākī tiṣṭhatviha balaṃ mahat | adya tānkṣudhitaḥ kruddho bhakṣayiṣyāmi vānarān ||21||

werde ich allein gehen - das gewaltige Heer soll hierbleiben; heute werde ich, hungrig und zornig, jene Affen verschlingen.

Wort für Wort
gamiṣyāmi aham ekākī
ich werde allein gehen
tiṣṭhatu iha balam mahat
das gewaltige Heer soll hier bleiben
adya tān kṣudhitaḥ kruddhaḥ
heute jene, hungrig und zornig
bhakṣayiṣyāmi vānarān
werde ich die Affen verschlingen

kumbhakarṇavacaḥ śrutvā rāvaṇo vākyamabravīt | sainyaiḥ parivṛto gaccha śūlamudgalapāṇibhiḥ ||22||

Als er Kumbhakarṇas Wort gehört hatte, sprach Rāvaṇa dieses Wort: Geh, umgeben von Truppen, mit Lanzen und Hämmern in der Hand.

Wort für Wort
kumbhakarṇa-vacaḥ śrutvā
Kumbhakarṇas Wort gehört habend
rāvaṇaḥ vākyam abravīt
sprach Rāvaṇa das Wort
sainyaiḥ parivṛtaḥ gaccha
geh, umgeben von Truppen
śūla-mudgala-pāṇibhiḥ
mit Lanzen und Hämmern in der Hand

vānarā hi mahātmānaḥ śīghrāśca vyavasāyinaḥ | ekākinaṃ pramattam vā nayeyurdaśanaiḥ kṣayam ||23||

Denn die Affen sind hochgesinnt, rasch und entschlossen; einen Alleingehenden oder Unachtsamen könnten sie mit ihren Zähnen zugrunde richten.

Wort für Wort
vānarāḥ hi mahātmānaḥ
denn die Affen sind hochgesinnt
śīghrāḥ ca vyavasāyinaḥ
und rasch und entschlossen
ekākinam pramattam vā
einen Alleingehenden oder Unachtsamen
nayeyuḥ daśanaiḥ kṣayam
könnten sie mit den Zähnen zugrunde richten

tasmātparamadurdharṣaiḥ sainyaiḥ parivṛto vraja | rakṣasāmahitam sarvaṃ śatrupakṣaṃ nisūdaya ||24||

Darum geh, umgeben von überaus unbezwingbaren Truppen, und vernichte die ganze feindliche Partei, die den Rākṣasas schadet.

Wort für Wort
tasmāt parama-durdharṣaiḥ
darum von überaus unbezwingbaren
sainyaiḥ parivṛtaḥ vraja
Truppen umgeben, geh
rakṣasām ahitam sarvam
den Rākṣasas schädlich, die ganze
śatru-pakṣam nisūdaya
feindliche Partei vernichte

athāsanātsamutpatya srajaṃ maṇikṛtāntarām | ābabandha mahātejāḥ kumbhakarṇasya rāvaṇaḥ ||25||

Dann sprang der glanzvolle Rāvaṇa von seinem Sitz auf und band Kumbhakarṇa eine Girlande um, mit Juwelen durchsetzt.

Wort für Wort
atha āsanāt samutpatya
dann vom Sitz aufspringend
srajam maṇi-kṛta-antarām
eine Girlande, mit Juwelen durchsetzt
ābabandha mahātejāḥ
band um der Glanzvolle
kumbhakarṇasya rāvaṇaḥ
dem Kumbhakarṇa, Rāvaṇa

añgadānaṅgulīveṣṭānvarāṇyābharaṇāni ca | hāram ca śaśisamṇkāśamābabandha mahātmanaḥ ||26||

Armreifen, Fingerringe und weitere vorzügliche Schmuckstücke, und eine mondgleiche Halskette band er dem Hochgesinnten um.

Wort für Wort
aṅgadān aṅgulī-veṣṭān
Armreifen, Fingerringe
varāṇi ābharaṇāni ca
und weitere vorzügliche Schmuckstücke
hāram ca śaśi-saṃkāśam
und eine mondgleiche Halskette
ābabandha mahātmanaḥ
band er dem Hochgesinnten um

divyāni ca sugandhīni mālyadāmāni rāvaṇaḥ | gātreṣu sajjayāmāsa śrīmatī cāsya kuṇḍale ||27||

Und himmlische, wohlriechende Blütengirlanden legte Rāvaṇa an seine Glieder, und glanzvolle Ohrringe.

Wort für Wort
divyāni ca sugandhīni
und himmlische, wohlriechende
mālya-dāmāni rāvaṇaḥ
Blütengirlanden, Rāvaṇa
gātreṣu sajjayām āsa
legte an die Glieder
śrīmatī ca asya kuṇḍale
und die glanzvollen Ohrringe ihm

kāñcanāṅgadakeyūro niṣkābharaṇabhūṣitaḥ | kumbhakarṇo bṛhatkarṇaḥ suhuto.agnirivābabhau ||28||

Mit goldenen Armreifen und Spangen, mit Halsschmuck geschmückt, erstrahlte Kumbhakarṇa, der Großohrige, wie ein wohlgenährtes Feuer.

Wort für Wort
kāñcana-aṅgada-keyūraḥ
mit goldenen Armreifen und Spangen
niṣka-ābharaṇa-bhūṣitaḥ
mit Halsschmuck geschmückt
kumbhakarṇaḥ bṛhat-karṇaḥ
Kumbhakarṇa, der Großohrige
suhutaḥ agniḥ iva ābabhau
erstrahlte wie ein wohlgenährtes Feuer

śroṇīsūtreṇa mahatā mecakena virājitaḥ | amṛtotpādane naddho bhujaṅgeneva mandaraḥ ||29||

Mit einem gewaltigen, dunklen Hüftband glänzte er, wie der Mandara-Berg, beim Quirlen des Nektars mit der Schlange umwunden.

Wort für Wort
śroṇī-sūtreṇa mahatā mecakena
mit einem gewaltigen, dunklen Hüftband
virājitaḥ
glänzend
amṛta-utpādane naddhaḥ
beim Erzeugen des Nektars umwunden
bhujaṅgena iva mandaraḥ
wie der Mandara-Berg mit der Schlange

sa kāñcanaṃ bhārasahaṃ nivātaṃ | vidyutprabham dīptamivātmabhāsā | ābadhyamānaḥ kavacam rarāja | sandhyābhrasamvīta ivādrirājaḥ ||30||

Er, sich einen goldenen, das Gewicht tragenden, luftdichten Panzer anlegend, blitzhell, gleichsam von eigenem Glanz lodernd, glänzte, wie der Herrscher der Berge, von Abendwolken umhüllt.

Wort für Wort
saḥ kāñcanam bhāra-saham nivātam
er, einen goldenen, gewichttragenden, luftdichten
vidyut-prabham dīptam iva ātma-bhāsā
blitzhell, wie von eigenem Glanz lodernd
ābadhyamānaḥ kavacam rarāja
sich den Panzer anlegend, glänzte er
sandhyā-abhra-saṃvītaḥ iva adri-rājaḥ
wie der Herrscher der Berge, von Abendwolken umhüllt

sarvābharaṇanaddhāṅgaḥ śūlapāṇiḥ sa rākṣasaḥ | trivikramakṛtotsāho nārāyaṇa ivābabhau ||31||

Mit allem Schmuck an seinen Gliedern versehen, die Lanze in der Hand, erstrahlte jener Rākṣasa wie Nārāyaṇa bei seiner Tat der drei Schritte.

Wort für Wort
sarva-ābharaṇa-naddha-aṅgaḥ
mit allem Schmuck an den Gliedern versehen
śūla-pāṇiḥ saḥ rākṣasaḥ
die Lanze in der Hand, jener Rākṣasa
trivikrama-kṛta-utsāhaḥ
zur Tat der drei Schritte bereit
nārāyaṇaḥ iva ābabhau
erstrahlte wie Nārāyaṇa

bhrātaram sampariṣvajya kṛtvā cāpi pradakṣiṇam | praṇamya śirasā tasmai sampratasthe mahābaliḥ ||32||

Seinen Bruder umarmend und ihn auch rechts umschreitend, sich vor ihm mit dem Haupt verneigend, machte sich der Mächtige auf den Weg.

Wort für Wort
bhrātaram sampariṣvajya
den Bruder umarmend
kṛtvā ca api pradakṣiṇam
und ihn auch rechts umschreitend
praṇamya śirasā tasmai
sich vor ihm mit dem Haupt verneigend
sampratasthe mahābaliḥ
machte sich der Mächtige auf den Weg

niṣpatantaṃ mahākāyaṃ mahānādaṃ mahābalam | tamāśīrbhiḥ praśastābhiḥ preṣayāmāsa rāvaṇaḥ ||33||

Ihn, den auszehenden, gewaltigen, laut brüllenden, mächtigen, entsandte Rāvaṇa mit erhabenen Segenswünschen.

Wort für Wort
niṣpatantam mahā-kāyam
den auszehenden, gewaltigen
mahā-nādam mahā-balam
laut brüllenden, mächtigen
tam āśīrbhiḥ praśastābhiḥ
ihn mit erhabenen Segenswünschen
preṣayām āsa rāvaṇaḥ
entsandte Rāvaṇa

tam gajaiśca turamgaiśca syandanaiścāmbudasvanaiḥ | anujagmurmahātmānam rathino rathināṃ varam ||34||

Ihm, dem Hochgesinnten, den besten der Wagenkämpfer, folgten Wagenkämpfer mit Elefanten, Rossen und wolkendröhnenden Wagen.

Wort für Wort
tam gajaiḥ ca turaṃgaiḥ ca
ihm mit Elefanten und Rossen
syandanaiḥ ca ambuda-svanaiḥ
und mit wolkendröhnenden Wagen
anujagmuḥ mahātmānam
folgten dem Hochgesinnten
rathinaḥ rathinām varam
die Wagenkämpfer, dem besten der Wagenkämpfer

sarpairuṣṭraiḥ kharairaśvaiḥ simhadvipamṛgadvijaiḥ | anujagmuśca tam ghoraṃ kumbhakarṇaṃ mahābalam ||35||

Mit Schlangen, Kamelen, Eseln, Rossen, Löwen, Elefanten, wilden Tieren und Vögeln folgten sie dem furchtbaren, mächtigen Kumbhakarṇa.

Wort für Wort
sarpaiḥ uṣṭraiḥ kharaiḥ aśvaiḥ
mit Schlangen, Kamelen, Eseln, Rossen
siṃha-dvipa-mṛga-dvijaiḥ
mit Löwen, Elefanten, wilden Tieren, Vögeln
anujagmuḥ ca tam ghoram
folgten sie dem furchtbaren
kumbhakarṇam mahābalam
dem mächtigen Kumbhakarṇa

sa puṣpavarṇairavakīryamāṇo | dhṛtātapatraḥ śitaśūlapāṇiḥ | madotkaṭaḥ śoṇitagandhamatto | viniryayau dānavadevaśatruḥ ||36||

Er, mit Blütenregen überschüttet, den Schirm über sich gehalten, die scharfe Lanze in der Hand, berauscht vor Übermut, trunken vom Geruch des Blutes, zog aus, der Feind von Dānavas und Göttern.

Wort für Wort
saḥ puṣpa-varṇaiḥ avakīryamāṇaḥ
er, mit Blütenregen überschüttet
dhṛta-ātapatraḥ śita-śūla-pāṇiḥ
den Schirm gehalten, die scharfe Lanze in der Hand
mada-utkaṭaḥ śoṇita-gandha-mattaḥ
berauscht vor Übermut, trunken vom Blutgeruch
viniryayau dānava-deva-śatruḥ
zog aus, der Feind von Dānavas und Göttern

padātayaśa bahavo mahānādā mahābalāḥ | anvayū rākṣasā bhīmā bhīmākṣāḥ śastrapāṇayaḥ ||37||

Viele laut brüllende, mächtige Fußkrieger folgten, furchtbare Rākṣasas mit furchtbaren Augen, Waffen in der Hand.

Wort für Wort
padātayaḥ bahavaḥ
viele Fußkrieger
mahā-nādāḥ mahā-balāḥ
laut brüllend, mächtig
anvayuḥ rākṣasāḥ bhīmāḥ
folgten die furchtbaren Rākṣasas
bhīma-akṣāḥ śastra-pāṇayaḥ
mit furchtbaren Augen, Waffen in der Hand

raktākṣāḥ sumahākāyā nīlāñjanacayopamāḥ | śūrānudyamya khaḍgāṃśca niśitāṃśca paraśvadhān ||38||

Mit roten Augen, von gewaltigem Leib, einem Haufen schwarzer Augenschminke gleich, scharfe Schwerter und Äxte erhebend,

Wort für Wort
rakta-akṣāḥ sumahā-kāyāḥ
mit roten Augen, von gewaltigem Leib
nīla-añjana-caya-upamāḥ
einem Haufen schwarzer Augenschminke gleich
śūrān udyamya khaḍgān ca
tapfer scharfe Schwerter erhebend
niśitān ca paraśvadhān
und scharfe Äxte

bahuvyāmāṃśca parighān gadāśca musalāni ca | tālaskandhāṃśca vipulānkṣepaṇīyāndurāsadān ||39||

und viele Klafter lange Eisenstangen, Keulen und Streitkolben, und gewaltige Palmenstämme, schleuderbereit, unnahbar.

Wort für Wort
bahu-vyāmān ca parighān
und viele Klafter lange Eisenstangen
gadāḥ ca musalāni ca
Keulen und Streitkolben
tāla-skandhān ca vipulān
und gewaltige Palmenstämme
kṣepaṇīyān durāsadān
schleuderbereit, unnahbar

athānyadvapurādāya dāruṇam lomaharṣaṇam | niṣpapāta mahātejāḥ kumbhakarṇo mahābalaḥ ||40||

Dann, eine andere, furchtbare, haarsträubende Gestalt annehmend, zog der glanzvolle, mächtige Kumbhakarṇa aus.

Wort für Wort
atha anyat vapuḥ ādāya
dann eine andere Gestalt annehmend
dāruṇam lomaharṣaṇam
furchtbar, haarsträubend
niṣpapāta mahātejāḥ
zog aus der Glanzvolle
kumbhakarṇaḥ mahābalaḥ
Kumbhakarṇa, der Mächtige

dhanuḥśataparīṇāhaḥ sa ṣaṭśatasamucchitaḥ | raudraḥ śakaṭacakrākṣo mahāparvatasaṃnibhaḥ ||41||

Hundert Bogenlängen im Umfang, sechshundert an Höhe, furchtbar, mit Augen wie Wagenräder, einem gewaltigen Berg gleich,

Wort für Wort
dhanuḥ-śata-parīṇāhaḥ
hundert Bogenlängen im Umfang
saḥ ṣaṭ-śata-samucchitaḥ
er, sechshundert an Höhe
raudraḥ śakaṭa-cakra-akṣaḥ
furchtbar, mit Augen wie Wagenräder
mahā-parvata-saṃnibhaḥ
einem gewaltigen Berg gleich

saṃnipatya ca rakṣāṃsi dagdhaśailopamo mahān | kumbhakarṇo mahāvaktraḥ prahasannidamabravīt ||42||

Zu den Rākṣasas tretend, dem verbrannten Berg gleich, der gewaltige Kumbhakarṇa mit dem großen Maul sprach lachend dieses:

Wort für Wort
saṃnipatya ca rakṣāṃsi
zu den Rākṣasas tretend
dagdha-śaila-upamaḥ mahān
dem verbrannten Berg gleich, der Gewaltige
kumbhakarṇaḥ mahā-vaktraḥ
Kumbhakarṇa mit dem großen Maul
prahasan idam abravīt
lachend sprach er dies

adya vānaramukhyānām tāni yūthāni bhāgaśaḥ | nirdahiṣyāmi saṃkruddhaḥ śalabhāniva pāvakaḥ ||43||

Heute werde ich die Scharen der führenden Affen abteilungsweise verbrennen, zornig, wie das Feuer die Heuschrecken.

Wort für Wort
adya vānara-mukhyānām
heute der führenden Affen
tāni yūthāni bhāgaśaḥ
jene Scharen abteilungsweise
nirdahiṣyāmi saṃkruddhaḥ
werde ich verbrennen, zornig
śalabhān iva pāvakaḥ
wie das Feuer die Heuschrecken

nāparādhyanti me kāmam vānarā vanacāriṇaḥ | jātirasmadvidhānām sā purodyānavibhūṣaṇam ||44||

Zwar vergehen sich die im Wald lebenden Affen nicht eigentlich an mir; doch jene Art ist für uns wie ein Schmuck des Stadtparks.

Wort für Wort
na aparādhyanti me kāmam
zwar vergehen sich nicht eigentlich an mir
vānarāḥ vana-cāriṇaḥ
die im Wald lebenden Affen
jātiḥ asmat-vidhānām sā
jene Art für uns
pura-udyāna-vibhūṣaṇam
ist wie ein Schmuck des Stadtparks

purarodhasya mūlam tu rāghavaḥ sahalakṣmaṇaḥ | hate tasminhatam sarvam taṃ vadhiṣyāmi samyuge ||45||

Doch die Wurzel der Belagerung der Stadt ist Rāghava samt Lakṣmaṇa; ist er erschlagen, ist alles erschlagen - ich werde ihn im Kampf töten.

Wort für Wort
pura-rodhasya mūlam tu
die Wurzel der Belagerung der Stadt aber
rāghavaḥ saha-lakṣmaṇaḥ
ist Rāghava samt Lakṣmaṇa
hate tasmin hatam sarvam
ist er erschlagen, ist alles erschlagen
tam vadhiṣyāmi saṃyuge
ihn werde ich im Kampf töten

evam tasya bruvāṇasya kumbhakarṇasya rākṣasāḥ | nādam cakrurmahāghoraṃ kampayanta ivārṇavam ||46||

Während er so sprach, stießen die Rākṣasas des Kumbhakarṇa ein überaus furchtbares Gebrüll aus, gleichsam den Ozean erschütternd.

Wort für Wort
evam tasya bruvāṇasya
während er so sprach
kumbhakarṇasya rākṣasāḥ
Kumbhakarṇas Rākṣasas
nādam cakruḥ mahā-ghoram
stießen ein überaus furchtbares Gebrüll aus
kampayantaḥ iva arṇavam
gleichsam den Ozean erschütternd

tasya niṣpatatastūrṇam kumbhakarṇasya dhīmataḥ | babhūvurghorarūpāṇi nimittāni samantataḥ ||47||

Während der kluge Kumbhakarṇa rasch auszog, zeigten sich ringsum furchtbar gestaltete Vorzeichen.

Wort für Wort
tasya niṣpatataḥ tūrṇam
während er rasch auszog
kumbhakarṇasya dhīmataḥ
des klugen Kumbhakarṇa
babhūvuḥ ghora-rūpāṇi
zeigten sich furchtbar gestaltete
nimittāni samantataḥ
Vorzeichen ringsum

ulkāśaniyutā meghā vineduśca sudāruṇāḥ | sasāgaravanā caiva vasudhā samakampata ||48||

Von Meteoren und Blitzen erfüllte Wolken donnerten überaus furchtbar, und die Erde samt ihren Ozeanen und Wäldern erbebte.

Wort für Wort
ulkā-aśani-yutāḥ meghāḥ
von Meteoren und Blitzen erfüllte Wolken
vineduḥ ca sudāruṇāḥ
donnerten überaus furchtbar
sasāgara-vanā ca eva
und samt Ozeanen und Wäldern
vasudhā samakampata
erbebte die Erde

ghorarūpāḥ śivā neduḥ sajvālakavalairmukhaiḥ | maṇḍalānyapasavyāni babandhuśca vihaṃgamāḥ ||49||

Schakalinnen von furchtbarer Gestalt heulten, mit flammenspeienden Mäulern, und die Vögel zogen unheilvolle, linksgewandte Kreise.

Wort für Wort
ghora-rūpāḥ śivāḥ neduḥ
Schakalinnen von furchtbarer Gestalt heulten
sajvāla-kavalaiḥ mukhaiḥ
mit flammenspeienden Mäulern
maṇḍalāni apasavyāni
unheilvolle, linksgewandte Kreise
babandhuḥ ca vihaṃgamāḥ
zogen die Vögel

niṣpapāta ca gṛdhre.asya śūle vai pathi gacchataḥ | prāsphurannayanam cāsya savyo bāhurakampata ||50||

Ein Geier ließ sich auf seiner Lanze nieder, während er des Weges ging; sein Auge zuckte, und sein linker Arm erbebte.

Wort für Wort
niṣpapāta ca gṛdhraḥ asya
und ein Geier ließ sich nieder
śūle vai pathi gacchataḥ
auf seiner Lanze, während er des Weges ging
prāsphurat nayanam ca asya
und sein Auge zuckte
savyaḥ bāhuḥ akampata
sein linker Arm erbebte

niṣpapāta tadā coklā jvalantī bhīmanisvanā | ādityo niṣprabhaścāsīnna pravāti sukho.anilaḥ ||51||

Da fiel ein lodernder, furchtbar dröhnender Meteor herab; die Sonne war ohne Glanz, und kein wohltuender Wind wehte.

Wort für Wort
niṣpapāta tadā ca ulkā
da fiel ein Meteor
jvalantī bhīma-nisvanā
lodernd, furchtbar dröhnend
ādityaḥ niṣprabhaḥ ca āsīt
die Sonne war ohne Glanz
na pravāti sukhaḥ anilaḥ
kein wohltuender Wind wehte

acintayanmahotpātānutthitāmllomaharṣaṇān | niryayau kumbhakarṇastu kṛtāntabalacoditaḥ ||52||

Die entstandenen großen, haarsträubenden Unheilszeichen missachtend, zog Kumbhakarṇa aus, vom Schicksal getrieben.

Wort für Wort
acintayan mahā-utpātān
die großen Unheilszeichen missachtend
utthitān loma-harṣaṇān
die entstandenen, haarsträubenden
niryayau kumbhakarṇaḥ tu
zog Kumbhakarṇa aus
kṛtānta-bala-coditaḥ
vom Schicksal getrieben

sa laṅghayitvā prākāraṃ padbhyāṃ parvatasaṃnibhaḥ | dadarśābhraghanaprakhyam vānarānīkamadbhutam ||53||

Er, mit seinen Füßen über die Wallmauer schreitend, dem Berg gleich, erblickte das wolkenmassengleiche, wunderbare Affenheer.

Wort für Wort
saḥ laṅghayitvā prākāram
er, über die Wallmauer schreitend
padbhyām parvata-saṃnibhaḥ
mit den Füßen, dem Berg gleich
dadarśa abhra-ghana-prakhyam
erblickte das wolkenmassengleiche
vānara-anīkam adbhutam
wunderbare Affenheer

te dṛṣṭvā rākṣasaśreṣṭham vānarāḥ parvatopamam | vāyununnā iva ghanā yayuḥ sarvā diśastadā ||54||

Als sie den besten der Rākṣasas sahen, bergesgleich, flohen die Affen da in alle Richtungen, wie vom Wind getriebene Wolken.

Wort für Wort
te dṛṣṭvā rākṣasa-śreṣṭham
sie, den besten der Rākṣasas sehend
vānarāḥ parvata-upamam
die Affen, bergesgleich
vāyu-unnāḥ iva ghanāḥ
wie vom Wind getriebene Wolken
yayuḥ sarvāḥ diśaḥ tadā
gingen da in alle Richtungen

tadvānarānīkamatipracaṇḍaṃ | diśo dravadbhinnamivābhrajālam | sa kumbhakarṇaḥ samavekṣya harṣān | nanāda bhūyo ghanavadghanābhaḥ ||55||

Jenes überaus grimmige Affenheer, das in alle Richtungen floh, wie eine zerrissene Wolkenmasse - dies erblickend, brüllte Kumbhakarṇa vor Freude abermals, wolkendröhnend, wolkengleich.

Wort für Wort
tat vānara-anīkam atipracaṇḍam
jenes überaus grimmige Affenheer
diśaḥ dravat bhinnam iva abhra-jālam
in alle Richtungen fliehend, wie eine zerrissene Wolkenmasse
saḥ kumbhakarṇaḥ samavekṣya harṣāt
dies erblickend, Kumbhakarṇa vor Freude
nanāda bhūyaḥ ghanavat ghana-ābhaḥ
brüllte abermals wolkendröhnend, wolkengleich

te tasya ghoraṃ ninadaṃ niśamya | yathā ninādam divi vāridasya | peturdharaṇyāṃ bahavaḥ plavamgā | nikṛttamūlā iva sālavṛkṣāḥ ||56||

Als sie sein furchtbares Gebrüll hörten, wie das Donnern einer Wolke am Himmel, fielen viele Springer zu Boden, wie Sāla-Bäume mit durchtrennten Wurzeln.

Wort für Wort
te tasya ghoram ninadam niśamya
sie, sein furchtbares Gebrüll hörend
yathā ninādam divi vāridasya
wie das Donnern einer Wolke am Himmel
petuḥ dharaṇyām bahavaḥ plavaṃgāḥ
fielen viele Springer zu Boden
nikṛtta-mūlāḥ iva sāla-vṛkṣāḥ
wie Sāla-Bäume mit durchtrennten Wurzeln

vipulaparighavānsa kumbhakarṇo | ripunidhanāya viniḥsṛto mahātmā | kapi gaṇabhayamādadatsubhīmaṃ | prabhuriva kimṇkaradaṇḍavānyugānte ||57||

Der hochgesinnte Kumbhakarṇa, mit der gewaltigen Eisenstange, zur Vernichtung der Feinde ausgezogen, überaus furchtbare Angst unter den Affenscharen verbreitend, glich einem Herrn, der am Ende des Weltzeitalters seinen Dienern die Strafe erteilt.

Wort für Wort
vipula-parighavān saḥ kumbhakarṇaḥ
der mit der gewaltigen Eisenstange, jener Kumbhakarṇa
ripu-nidhanāya viniḥsṛtaḥ mahātmā
zur Vernichtung der Feinde ausgezogen, der Hochgesinnte
kapi-gaṇa-bhayam ādadat subhīmam
überaus furchtbare Angst bei den Affenscharen verbreitend
prabhuḥ iva kiṃkara-daṇḍavān yuga-ante
wie ein Herr, der am Ende des Weltzeitalters seine Diener straft

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