Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa

Sarga 96: Virūpākṣa-Vadhaḥ Der Tod Virūpākṣas durch Sugrīva

tathā taiḥ kṛttagātraistu daśagrīveṇa mārgaṇaiḥ | babhūva vasudhā tatra prakīrṇā haribhirvṛtā ||

So wurde die Erde dort, bedeckt mit den vom Zehnhalsigen mit Pfeilen verstümmelten Gliedern, übersät und von Affen umgeben.

Wort für Wort
tathā taiḥ kṛttagātraiḥ tu
so mit den zerschnittenen Gliedern
daśagrīveṇa mārgaṇaiḥ
vom Zehnhalsigen, mit Pfeilen
babhūva vasudhā tatra
wurde die Erde dort
prakīrṇā haribhiḥ vṛtā
übersät, von Affen umgeben

rāvaṇasyāprasahyaṃ taṃ śarasampātamekataḥ | na śekuḥ sahituṃ dīptaṃ pataṅgā iva pāvakam ||

Jenen unerträglichen Pfeilhagel Rāvaṇas von einer Seite konnten sie nicht ertragen, wie Motten das lodernde Feuer nicht ertragen können.

Wort für Wort
rāvaṇasya aprasahyaṃ taṃ
jenen unerträglichen Rāvaṇas
śarasampātam ekataḥ
Pfeilhagel von einer Seite
na śekuḥ sahituṃ dīptam
konnten nicht ertragen, das lodernde
pataṅgā iva pāvakam
wie Motten das Feuer

teardita niśitairbāṇaiḥ krośanto vipradudruvuḥ | pāvakārciḥsamāviṣṭā dahyamānā yathā gajāḥ ||

Sie, von den scharfen Pfeilen gequält, liefen klagend davon, wie von Feuerflammen erfasste, brennende Elefanten.

Wort für Wort
te arditā niśitaiḥ bāṇaiḥ
sie, gequält von scharfen Pfeilen
krośanto vipradudruvuḥ
klagend liefen sie davon
pāvakārciḥsamāviṣṭā
von Feuerflammen erfasst
dahyamānā yathā gajāḥ
brennend wie Elefanten

plavaṅgānāmanīkāni mahābhrāṇīva mārutaḥ | sa yayau samare tasminvidhamanrāvaṇaḥ śaraiḥ ||

Wie der Wind die großen Wolken, so vernichtete Rāvaṇa mit seinen Pfeilen die Scharen der Affen in jener Schlacht, fortschreitend.

Wort für Wort
plavaṅgānām anīkāni
die Scharen der Affen
mahābhrāṇi iva mārutaḥ
wie der Wind die großen Wolken
sa yayau samare tasmin
er zog in jener Schlacht einher
vidhaman rāvaṇaḥ śaraiḥ
vernichtend, Rāvaṇa, mit Pfeilen

kadanaṃ tarasā kṛtvā rākṣasendro vanaukasām | āsasāda tato yuddhe rāghavaṃ tvaritastadā ||

Nachdem der Rākṣasa-Herrscher rasch ein Gemetzel unter den Waldbewohnern angerichtet hatte, näherte er sich dann eilig im Kampf Rāghava.

Wort für Wort
kadanaṃ tarasā kṛtvā
rasch ein Gemetzel anrichtend
rākṣasendro vanaukasām
der Rākṣasa-Herrscher der Waldbewohner
āsasāda tato yuddhe
näherte er sich dann im Kampf
rāghavaṃ tvaritaḥ tadā
Rāghava eilig, da

sugrīvastānkapīnḍṛṣṭvā bhagnānvidravato raṇe | gulme suṣeṇaṃ nikṣipya cakre yuddhe drutaṃ manaḥ ||

Als Sugrīva jene geschlagenen, fliehenden Affen im Kampf sah, setzte er Suṣeṇa an der Truppe ein und richtete rasch seinen Sinn auf den Kampf.

Wort für Wort
sugrīvaḥ tān kapīn dṛṣṭvā
Sugrīva, jene Affen sehend
bhagnān vidravato raṇe
geschlagen, fliehend im Kampf
gulme suṣeṇaṃ nikṣipya
Suṣeṇa an der Truppe einsetzend
cakre yuddhe drutaṃ manaḥ
richtete er rasch seinen Sinn auf den Kampf

ātmanaḥ sadṛśaṃ vīraṃ sa taṃ nikṣipya vānaram | sugrīvoabhimukhaḥ śatruṃ pratasthe pādapāyudhaḥ ||

Nachdem er jenen ihm ebenbürtigen tapferen Affen eingesetzt hatte, brach Sugrīva, mit einem Baum bewaffnet, dem Feind entgegen auf.

Wort für Wort
ātmanaḥ sadṛśaṃ vīram
den ihm ebenbürtigen tapferen
sa taṃ nikṣipya vānaram
jenen Affen einsetzend
sugrīvaḥ abhimukhaḥ śatrum
Sugrīva, dem Feind entgegen
pratasthe pādapāyudhaḥ
brach auf, mit einem Baum bewaffnet

pārśvataḥ pṛṣṭhataścāsya sarve yūthādhipāḥ svayam | anujahrurmahāśailānvividhāṃśca mahādrumān ||

Zu seiner Seite und hinter ihm schleuderten alle Truppenführer selbst gewaltige Felsen und mancherlei große Bäume.

Wort für Wort
pārśvataḥ pṛṣṭhataḥ ca asya
zu seiner Seite und hinter ihm
sarve yūthādhipāḥ svayam
alle Truppenführer selbst
anujahruḥ mahāśailān
schleuderten gewaltige Felsen
vividhān ca mahādrumān
und mancherlei große Bäume

sa nadanyudhi sugrīvaḥ svareṇa mahatā mahān | pātayanvividhāṃścānyāñjaghānottamarākṣasān ||

Jener gewaltige Sugrīva, im Kampf mit gewaltiger Stimme brüllend, warf mancherlei andere nieder und erschlug die vortrefflichsten Rākṣasas.

Wort für Wort
sa nadan yudhi sugrīvaḥ
brüllend im Kampf, Sugrīva
svareṇa mahatā mahān
mit gewaltiger Stimme, der Gewaltige
pātayan vividhān ca anyān
mancherlei andere niederwerfend
jaghāna uttamarākṣasān
erschlug er die vortrefflichsten Rākṣasas

mamarda ca mahākāyo rākṣasānvānareśvaraḥ | yugāntasamaye vāyuḥ pravṛddhānagamāniva ||

Und der riesenleibige Affenfürst zermalmte die Rākṣasas, wie der Wind am Ende des Zeitalters die gewaltig gewachsenen Bäume.

Wort für Wort
mamarda ca mahākāyo
und zermalmte, der riesenleibige
rākṣasān vānareśvaraḥ
die Rākṣasas, der Affenfürst
yugāntasamaye vāyuḥ
wie der Wind am Ende des Zeitalters
pravṛddhān agamān iva
die gewaltig gewachsenen Bäume

rākṣasānāmanīkeṣu śailavarṣaṃ vavarṣa ha | aśvavarṣaṃ yathā meghaḥ pakṣisaṅgheṣu kānane ||

Auf die Scharen der Rākṣasas ließ er einen Felsenregen niederprasseln, wie eine Wolke einen Steinregen auf Vogelscharen im Walde.

Wort für Wort
rākṣasānām anīkeṣu
auf die Scharen der Rākṣasas
śailavarṣaṃ vavarṣa ha
ließ er einen Felsenregen niederprasseln
aśvavarṣaṃ yathā meghaḥ
wie eine Wolke einen [Stein-]Regen
pakṣisaṅgheṣu kānane
auf Vogelscharen im Walde

kapirājavimuktaistaiḥ śailavarṣaistu rākṣasāḥ | vikīrṇaśirasaḥ peturnikṛttā iva parvatāḥ ||

Von jenen durch den Affenkönig entfesselten Felsenregen fielen die Rākṣasas, mit zerschmetterten Häuptern, wie abgetrennte Berge.

Wort für Wort
kapirājavimuktaiḥ taiḥ
von jenen durch den Affenkönig entfesselten
śailavarṣaiḥ tu rākṣasāḥ
Felsenregen, die Rākṣasas
vikīrṇaśirasaḥ petuḥ
fielen mit zerschmetterten Häuptern
nikṛttā iva parvatāḥ
wie abgetrennte Berge

atha saṅkṣīyamāṇeṣu rākṣaseṣu samantataḥ | sugrīveṇa prabhagneṣu patatsu vinadatsu ca ||

Als da die Rākṣasas überall dezimiert wurden, von Sugrīva geschlagen, fielen und schrien,

Wort für Wort
atha saṅkṣīyamāṇeṣu
als da dezimiert wurden
rākṣaseṣu samantataḥ
die Rākṣasas überall
sugrīveṇa prabhagneṣu
von Sugrīva geschlagen
patatsu vinadatsu ca
fielen und schrien sie

virūpākṣaḥ svakaṃ nāma dhanvī viśrāvya rākṣasaḥ | rathādāplutya durdharṣo gajaskandhamupāruhat ||

da rief der bogentragende, unbezwingbare Rākṣasa Virūpākṣa seinen eigenen Namen aus, sprang vom Wagen und bestieg den Rücken eines Elefanten.

Wort für Wort
virūpākṣaḥ svakaṃ nāma
Virūpākṣa seinen eigenen Namen
dhanvī viśrāvya rākṣasaḥ
der bogentragende Rākṣasa ausrufend
rathāt āplutya durdharṣo
vom Wagen springend, der Unbezwingbare
gajaskandham upāruhat
bestieg den Rücken eines Elefanten

sa taṃ dviradamāruhya virūpākṣo mahārathaḥ | vinadanbhīmanirhrālan vānarānabhyadhāvata ||

Nachdem er jenen Elefanten bestiegen hatte, der große Wagenkämpfer Virūpākṣa, stürmte er, furchtbar brüllend, auf die Affen los.

Wort für Wort
sa taṃ dviradam āruhya
jenen Elefanten besteigend
virūpākṣo mahārathaḥ
Virūpākṣa, der große Wagenkämpfer
vinadan bhīmanirhrādam
furchtbar brüllend
vānarān abhyadhāvata
stürmte er auf die Affen los

sugrīve sa śarānghorānvisasarja camūmukhe | sthāpayāmāsa codvignānrākṣasānsampraharṣayan ||

Auf Sugrīva schoss er schreckliche Pfeile an der Spitze des Heeres ab und beruhigte die bestürzten Rākṣasas, sie erfreuend.

Wort für Wort
sugrīve sa śarān ghorān
auf Sugrīva jene schrecklichen Pfeile
visasarja camūmukhe
schoss er ab an der Heeresspitze
sthāpayāmāsa ca udvignān
und beruhigte die bestürzten
rākṣasān sampraharṣayan
die Rākṣasas, sie erfreuend

soatividdhaḥ śitairbāṇaiḥ kapīndrastena rakṣasā | cukrodha ca mahākrodho vadhe cāsya mano dadhe ||

Er, der Affenfürst, von jenem Rākṣasa mit scharfen Pfeilen schwer verwundet, wurde furchtbar zornig und richtete seinen Sinn auf dessen Tötung.

Wort für Wort
saḥ atividdhaḥ śitaiḥ bāṇaiḥ
er, schwer verwundet von scharfen Pfeilen
kapīndraḥ tena rakṣasā
der Affenfürst, von jenem Rākṣasa
cukrodha ca mahākrodho
wurde zornig, furchtbar zornig
vadhe ca asya mano dadhe
und richtete seinen Sinn auf dessen Tötung

tataḥ pādapamuddhṛtya śūraḥ sampradhane hariḥ | abhipatya jaghānāsya pramukhe taṃ mahāgajam ||

Da riss der tapfere Affe im Gefecht einen Baum aus, stürzte sich darauf und erschlug vor ihm jenen großen Elefanten.

Wort für Wort
tataḥ pādapam uddhṛtya
da einen Baum ausreißend
śūraḥ sampradhane hariḥ
der tapfere Affe im Gefecht
abhipatya jaghāna asya pramukhe
sich darauf stürzend, erschlug er vor ihm
taṃ mahāgajam
jenen großen Elefanten

sa tu prahārābhihataḥ sugrīveṇa mahāgajaḥ | apāsarpaddhanurmātraṃ niṣasāda nanāda ca ||

Jener große Elefant aber, von Sugrīvas Schlag getroffen, wich um Bogenlänge zurück, sank nieder und brüllte.

Wort für Wort
sa tu prahārābhihataḥ
er aber, vom Schlag getroffen
sugrīveṇa mahāgajaḥ
von Sugrīva, der große Elefant
apāsarpat dhanurmātram
wich um Bogenlänge zurück
niṣasāda nanāda ca
sank nieder und brüllte

gajāttu mathitāttūrṇamapakramya sa vīryavān | rākṣasoabhimukhaḥ śatruṃ pratyudgamya tataḥ kapim ||

Vom zermalmten Elefanten schnell heruntergestiegen, ging jener kraftvolle Rākṣasa dem Feind entgegen, dem Affen entgegentretend.

Wort für Wort
gajāt tu mathitāt tūrṇam
vom zermalmten Elefanten schnell
apakramya sa vīryavān
heruntersteigend, der Kraftvolle
rākṣasaḥ abhimukhaḥ śatrum
der Rākṣasa, dem Feind entgegen
pratyudgamya tataḥ kapim
dem Affen entgegentretend

ārṣabhan carmakhaḍgaṃ ca pragṛhya laghuvikramaḥ | bhartsayanniva sugrīvamāsasāda vyavasthitam ||

Er ergriff einen Stierlederschild und ein Schwert, von leichter Tatkraft, und näherte sich, Sugrīva gleichsam bedrohend, dem fest Dastehenden.

Wort für Wort
ārṣabham carmakhaḍgaṃ ca
einen Stierlederschild und ein Schwert
pragṛhya laghuvikramaḥ
ergreifend, von leichter Tatkraft
bhartsayan iva sugrīvam
Sugrīva gleichsam bedrohend
āsasāda vyavasthitam
näherte er sich dem fest Dastehenden

sa hi tasyābhisaṅkruddhaḥ pragṛhya mahatīn śilām | virūpākṣāya cikṣepa sugrīvo jaladopamām ||

Er nämlich, zornentbrannt gegen ihn, ergriff einen gewaltigen, einer Wolke gleichenden Felsen und schleuderte ihn gegen Virūpākṣa, Sugrīva.

Wort für Wort
sa hi tasya abhisaṅkruddhaḥ
er nämlich, zornentbrannt gegen ihn
pragṛhya mahatīṃ śilām
einen gewaltigen Felsen ergreifend
virūpākṣāya cikṣepa
schleuderte er gegen Virūpākṣa
sugrīvo jaladopamām
Sugrīva, den einer Wolke gleichenden

sa tāṃ śilāmāpatantīn dṛṣṭvā rākṣasapuṅgavaḥ | apakramya suvikrāntaḥ khaḍgena prāharattadā ||

Als er jenen herannahenden Felsen sah, der Stier unter den Rākṣasas, wich er, der überaus Tapfere, aus und schlug da mit dem Schwert zu.

Wort für Wort
sa tāṃ śilām āpatantīm
jenen herannahenden Felsen
dṛṣṭvā rākṣasapuṅgavaḥ
sehend, der Stier unter den Rākṣasas
apakramya suvikrāntaḥ
ausweichend, der überaus Tapfere
khaḍgena prāharat tadā
schlug er da mit dem Schwert zu

tena khaḍgena saṅkruddhaḥ sugrīvasya camūmukhe | kavacaṃ pātayāmāsa sa khaḍgābhihatoapatat ||

Mit jenem Schwert, zornentbrannt, ließ er den Panzer an der Spitze von Sugrīvas Heer herabfallen; vom Schwerthieb getroffen wankte er.

Wort für Wort
tena khaḍgena saṅkruddhaḥ
mit jenem Schwert, zornentbrannt
sugrīvasya camūmukhe
an der Spitze von Sugrīvas Heer
kavacaṃ pātayāmāsa
ließ er den Panzer herabfallen
sa khaḍgābhihataḥ apatat
er, vom Schwerthieb getroffen, wankte

sahasā sa tadotpatya rākṣasasya mahāhave | muṣṭiṃ saṃvartya vegena pātayāmāsa vakṣasi ||

Plötzlich sprang er da im gewaltigen Kampf auf, ballte die Faust und ließ sie mit Wucht auf die Brust des Rākṣasa niederfallen.

Wort für Wort
sahasā sa tadā utpatya
plötzlich da aufspringend
rākṣasasya mahāhave
im gewaltigen Kampf, gegen den Rākṣasa
muṣṭiṃ saṃvartya vegena
die Faust ballend, mit Wucht
pātayāmāsa vakṣasi
ließ er sie auf die Brust niederfallen

muṣṭiprahārābhihato virūpākṣo niśācaraḥ | tena khaḍgena saṃkruddhaḥ sugrīvasya camūmukhe ||

Virūpākṣa, der Nachtwandler, vom Faustschlag getroffen, wandte sich zornentbrannt mit jenem Schwert gegen die Spitze von Sugrīvas Heer.

Wort für Wort
muṣṭiprahārābhihato
vom Faustschlag getroffen
virūpākṣo niśācaraḥ
Virūpākṣa, der Nachtwandler
tena khaḍgena saṃkruddhaḥ
mit jenem Schwert, zornentbrannt
sugrīvasya camūmukhe
gegen die Spitze von Sugrīvas Heer

sa samutthāya patitaḥ kapistasya vyasarjayat | talaprahāramaśaneḥ samānaṃ bhīmanisvanam ||

Der gefallene Affe erhob sich und versetzte ihm einen Handflächenschlag, dem Donnerkeil gleich, von furchtbarem Getöse.

Wort für Wort
sa samutthāya patitaḥ kapiḥ
der gefallene Affe sich erhebend
tasya vyasarjayat
versetzte ihm
talaprahāram aśaneḥ samānam
einen Handflächenschlag, dem Donnerkeil gleich
bhīmanisvanam
von furchtbarem Getöse

talaprahāran tadrakṣaḥ sugrīveṇa samudyatam | naipuṇyānmocayitvainaṃ muṣṭinorasyatāḍayat ||

Jenen von Sugrīva erhobenen Handflächenschlag entging der Rākṣasa geschickt und schlug ihn mit der Faust auf die Brust.

Wort für Wort
talaprahāraṃ tat rakṣaḥ
jenen Handflächenschlag, der Rākṣasa
sugrīveṇa samudyatam
von Sugrīva erhoben
naipuṇyāt mocayitvā enam
geschickt entgehend
muṣṭinā urasi atāḍayat
schlug er mit der Faust auf die Brust

tatastu saṅkruddhataraḥ sugrīvo vānareśvaraḥ | mokṣitaṃ cātmano dṛṣṭvā prahāraṃ tena rakṣasā ||

Da wurde Sugrīva, der Affenfürst, noch zorniger, als er sah, dass sein Schlag von jenem Rākṣasa abgewehrt worden war.

Wort für Wort
tataḥ tu saṅkruddhataraḥ
da noch zorniger
sugrīvo vānareśvaraḥ
Sugrīva, der Affenfürst
mokṣitaṃ ca ātmanaḥ dṛṣṭvā
sehend, dass sein eigener [Schlag] entgangen war
prahāraṃ tena rakṣasā
der Schlag, von jenem Rākṣasa

sa dadarśāntaraṃ tasya virūpākṣasya vānaraḥ | tato nyapātayatkrodhācchaṅkhadeśe mahātalam ||

Der Affe erspähte eine Blöße jenes Virūpākṣa, und da ließ er aus Zorn einen gewaltigen Handflächenschlag auf dessen Schläfe niedersausen.

Wort für Wort
sa dadarśa antaraṃ tasya
er erspähte eine Blöße jenes
virūpākṣasya vānaraḥ
des Virūpākṣa, der Affe
tato nyapātayat krodhāt
da ließ er aus Zorn niedersausen
śaṅkhadeśe mahātalam
auf die Schläfe einen gewaltigen Handflächenschlag

mahendrāśanikalpena talenābhihataḥ kṣitau | papāta rudhiraklinnaḥ śoṇitan sa samudvaman ||

Vom Handflächenschlag getroffen, der dem Donnerkeil des großen Indra glich, stürzte er, von Blut benetzt, zu Boden, Blut erbrechend.

Wort für Wort
mahendrāśanikalpena
dem Donnerkeil des großen Indra gleichend
talena abhihataḥ kṣitau
vom Handflächenschlag getroffen, zu Boden
papāta rudhiraklinnaḥ
stürzte er, von Blut benetzt
śoṇitaṃ sa samudvaman
Blut erbrechend

srotobhyastu virūpākṣo jalaṃ rasravaṇādiva ||

Aus seinen Körperöffnungen aber floss bei Virūpākṣa Blut, wie Wasser aus einer Quelle.

Wort für Wort
srotobhyaḥ tu virūpākṣo
aus den Körperöffnungen aber, Virūpākṣa
jalaṃ rasravaṇāt iva
wie Wasser aus einer Quelle

vivṛttanayanan krodhātsaphena rudhirāplutam | dadṛśuste virūpākṣan virūpākṣataran kṛtam ||

Mit verdrehten Augen vor Zorn, mit Schaum und Blut überströmt, sahen sie Virūpākṣa, noch entstellter gemacht.

Wort für Wort
vivṛttanayanaṃ krodhāt
mit vor Zorn verdrehten Augen
saphena rudhirāplutam
mit Schaum und Blut überströmt
dadṛśuḥ te virūpākṣam
sie sahen Virūpākṣa
virūpākṣataraṃ kṛtam
noch entstellter gemacht

sphurantaṃ parivarjantaṃ pārśvena rudhirokṣitam | karuṇan ca vinardāntaṃ dadṛśuḥ kapayo ripum ||

Zuckend, sich zur Seite wälzend, von Blut benetzt und kläglich aufheulend, sahen die Affen den Feind.

Wort für Wort
sphurantaṃ parivarjantam
zuckend, sich zur Seite wälzend
pārśvena rudhirokṣitam
an der Flanke von Blut benetzt
karuṇaṃ ca vinardāntam
und kläglich aufheulend
dadṛśuḥ kapayo ripum
sahen die Affen den Feind

tathā tu tau sanyati samprayuktau | tarasvinau vānararākṣasānām | balārṇavau sasvanatuḥ sabhīmaṃ | mahārṇavau dvāviva bhinnavelau ||

So tosten jene beiden kraftvollen Heeresmeere der Affen und Rākṣasas, die miteinander in der Schlacht zusammengetroffen waren, furchtbar, wie zwei gewaltige Ozeane, deren Ufer durchbrochen sind.

Wort für Wort
tathā tu tau sanyati samprayuktau
so jene beiden, in der Schlacht zusammengetroffen
tarasvinau vānararākṣasānām
kraftvoll, der Affen und Rākṣasas
balārṇavau sasvanatuḥ sabhīmam
die beiden Heeresmeere tosten furchtbar
mahārṇavau dvau iva bhinnavelau
wie zwei gewaltige Ozeane mit durchbrochenen Ufern

vināśitaṃ prekṣya virūpanetraṃ | mahābalan tan haripārthivena | balan samastan kapirākṣasānām | unmattagaṅgāpratimaṃ babhūva ||

Als sie sahen, dass der gewaltige Virūpanetra vom Affenkönig vernichtet worden war, wurde das gesamte Heer der Affen und Rākṣasas wie die tobende Gaṅgā.

Wort für Wort
vināśitaṃ prekṣya virūpanetram
sehend, dass Virūpanetra vernichtet worden war
mahābalaṃ tat haripārthivena
den Gewaltigen, durch den Affenkönig
balaṃ samastaṃ kapirākṣasānām
das gesamte Heer der Affen und Rākṣasas
unmattagaṅgāpratimaṃ babhūva
wurde wie die tobende Gaṅgā

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks