Rāmāyaṇa · Yuddhakāṇḍa
Sarga 108: Rāvaṇa-Vadhaḥ
Der Tod Rāvaṇas durch die Waffe Brahmās
atha sasmārayāmāsa mātalī rāghavaṃ tadā |
ajānanniva kiṃ vīra tvamenamanuvartase ||
Da erinnerte Mātali den Rāghava: 'Warum, o Held, verfolgst du ihn, als wüsstest du nicht, was zu tun ist?'
Wort für Wort atha sasmārayāmāsa da erinnerte mātalī rāghavaṃ tadā Mātali den Rāghava da ajānan iva kiṃ vīra als wüsstest du nicht, warum, o Held tvam enam anuvartase verfolgst du ihn visṛjāsmai vadhāya tvamastraṃ paitāmahaṃ prabho |
vināśakālaḥ kathito yaḥ suraiḥ so.adya vartate ||
'Entsende gegen ihn, zu seiner Vernichtung, die Waffe Brahmās, o Gebieter; die Zeit seines Untergangs, von der die Götter gesprochen haben, ist heute gekommen.'
Wort für Wort visṛja asmai vadhāya entsende gegen ihn, zu seiner Vernichtung tvam astraṃ paitāmahaṃ prabho du die Waffe Brahmās, o Gebieter vināśakālaḥ kathito yaḥ suraiḥ die Zeit des Untergangs, von der die Götter gesprochen haben saḥ adya vartate die ist heute gekommen tataḥ saṃsmārito rāmastena vākyena mātaleḥ |
jagrāha sa śaraṃ dīptaṃ niḥśvasantamivoragam ||
Da, durch dieses Wort Mātalis erinnert, ergriff Rāma jenen lodernden Pfeil, der wie eine zischende Schlange war,
Wort für Wort tataḥ saṃsmāritaḥ rāmaḥ da, erinnert, Rāma tena vākyena mātaleḥ durch dieses Wort Mātalis jagrāha sa śaraṃ dīptaṃ ergriff jenen lodernden Pfeil niḥśvasantam iva uragam wie eine zischende Schlange yaṃ tasmain prathamaṃ prādādagastyo bhagavānṛṣiḥ |
brahmadattaṃ mahābāṇamamoghaṃ yudhi vīryavān ||
den ihm einst der erhabene Ṛṣi Agastya geschenkt hatte, den großen, von Brahmā gegebenen, im Kampf unfehlbaren Pfeil, dem Kraftvollen,
Wort für Wort yaṃ tasmai prathamaṃ den ihm einst prādāt agastyaḥ bhagavān ṛṣiḥ hatte geschenkt der erhabene Ṛṣi Agastya brahmadattaṃ mahābāṇam amoghaṃ den von Brahmā gegebenen, großen, unfehlbaren Pfeil yudhi vīryavān im Kampf, dem Kraftvollen brahmaṇā nirmitaṃ pūrvamindrārthamamitaujasā |
dattaṃ surapateḥ pūrvaṃ trilokajayakāṅkṣiṇaḥ ||
einst von Brahmā, dem Unermesslich-Glutvollen, für Indra geschaffen, einst dem Götterherrn gegeben, der den Sieg über die drei Welten ersehnte,
Wort für Wort brahmaṇā nirmitaṃ pūrvam einst von Brahmā geschaffen indrārtham amitaujasā für Indra, von dem Unermesslich-Glutvollen dattaṃ surapateḥ pūrvaṃ einst dem Götterherrn gegeben trilokajayakāṅkṣiṇaḥ der den Sieg über die drei Welten ersehnte yasya vājeṣu pavanaḥ phale pāvakabāskarau |
śarīramākāśamayaṃ gaurave merumandarau ||
in dessen Befiederung der Wind wohnte, in dessen Spitze Feuer und Sonne, dessen Leib aus dem Luftraum bestand, dessen Schwere Meru und Mandara innewohnte,
Wort für Wort yasya vājeṣu pavanaḥ in dessen Befiederung der Wind phale pāvakabāskarau in der Spitze Feuer und Sonne śarīram ākāśamayaṃ dessen Leib aus dem Luftraum gaurave merumandarau in der Schwere Meru und Mandara jājvalyamānaṃ vapuṣā supuṅkhaṃ hemabhūṣitam |
tejasā sarvabhūtānāṃ kṛtaṃ bhāskaravarcasam ||
der an Gestalt hell loderte, mit schöner Befiederung, golden geschmückt, aus der Glut aller Wesen gemacht, von sonnengleichem Glanz,
Wort für Wort jājvalyamānaṃ vapuṣā an Gestalt hell lodernd supuṅkhaṃ hemabhūṣitam mit schöner Befiederung, golden geschmückt tejasā sarvabhūtānāṃ aus der Glut aller Wesen kṛtaṃ bhāskaravarcasam gemacht, von sonnengleichem Glanz sadhūmamiva kālāgniṃ dīptamāśīviṣopamam |
naranāgāśvavṛndānāṃ bhedanaṃ kṣiprakāriṇam ||
gleich dem rauchenden Feuer des Weltenendes, lodernd, giftschlangengleich, Scharen von Menschen, Elefanten und Rossen durchbohrend, rasch wirkend,
Wort für Wort sadhūmam iva kālāgniṃ gleich dem rauchenden Feuer des Weltenendes dīptam āśīviṣopamam lodernd, giftschlangengleich naranāgāśvavṛndānāṃ der Scharen von Menschen, Elefanten und Rossen bhedanaṃ kṣiprakāriṇam durchbohrend, rasch wirkend dvārāṇāṃ parighāṇāṃ ca girīṇāṃ cāpi bhedanam |
nānārudhiradigdhāṅgaṃ medodigdhaṃ sudāruṇam ||
Tore, Riegel und selbst Berge durchbohrend, mit mancherlei Blut an den Gliedern befleckt, mit Fett bestrichen, überaus furchtbar,
Wort für Wort dvārāṇāṃ parighāṇāṃ ca der Tore und Riegel girīṇāṃ ca api bhedanam und selbst der Berge Durchbohrung nānārudhiradigdhāṅgaṃ mit mancherlei Blut an den Gliedern befleckt medodigdhaṃ sudāruṇam mit Fett bestrichen, überaus furchtbar vajrasāraṃ mahānādaṃ nānāsamitidāraṇam |
sarvavitrāsanaṃ bhīmaṃ śvasantamiva pannagam ||
hart wie der Donnerkeil, gewaltig dröhnend, mancherlei Schlachtreihen durchbohrend, alle in Schrecken versetzend, furchtbar, wie eine zischende Schlange,
Wort für Wort vajrasāraṃ mahānādaṃ hart wie der Donnerkeil, gewaltig dröhnend nānāsamitidāraṇam mancherlei Schlachtreihen durchbohrend sarvavitrāsanaṃ bhīmaṃ alle in Schrecken versetzend, furchtbar śvasantam iva pannagam wie eine zischende Schlange kaṅkagṛdhrabakānāṃ ca gomāyugaṇarakṣasām |
nityaṃ bhakṣapradaṃ yuddhe yamarūpaṃ bhayāvaham ||
stets im Kampf Nahrung spendend den Reihern, Geiern, Kranichen, den Schakalscharen und Rākṣasas, in Yamas Gestalt, Furcht einflößend,
Wort für Wort kaṅkagṛdhrabakānāṃ ca der Reiher, Geier und Kraniche gomāyugaṇarakṣasām der Schakalscharen und Rākṣasas nityaṃ bhakṣapradaṃ yuddhe stets im Kampf Nahrung spendend yamarūpaṃ bhayāvaham in Yamas Gestalt, Furcht einflößend nandanaṃ vānarendrāṇāṃ rakṣasāmavasādanam |
vājitaṃ vividharvājaiścārucitrairgarutmataḥ ||
die Freude der Affenfürsten, das Verderben der Rākṣasas, befiedert mit mancherlei schönen, bunten Federn Garuḍas —
Wort für Wort nandanaṃ vānarendrāṇāṃ die Freude der Affenfürsten rakṣasām avasādanam das Verderben der Rākṣasas vājitaṃ vividhaiḥ vājaiḥ befiedert mit mancherlei Federn cārucitraiḥ garutmataḥ mit schönen, bunten Garuḍa-Federn tamuttameṣum lokānāmikṣvākubhayanāśanam |
dviṣatāṃ kīrtiharaṇam praharṣakaramātmanaḥ ||
jenen besten aller Pfeile der Welten, den Vernichter der Furcht der Ikṣvākus, den Ruhmesräuber der Feinde, den Freudenbringer für ihn selbst —
Wort für Wort tam uttameṣum lokānām jenen besten Pfeil der Welten ikṣvākubhayanāśanam den Vernichter der Furcht der Ikṣvākus dviṣatāṃ kīrtiharaṇam den Ruhmesräuber der Feinde praharṣakaram ātmanaḥ den Freudenbringer für ihn selbst abhimantrya tato rāmastaṃ maheṣuṃ mahābalaḥ |
vedaproktena vidhinā saṃdadhe kārmuke balī ||
jenen Pfeil, nachdem er ihn geweiht hatte, legte der mächtige Rāma, der Starke, nach der in den Veden gelehrten Vorschrift auf den Bogen.
Wort für Wort abhimantrya tato rāmaḥ nachdem geweiht hatte, da Rāma taṃ maheṣuṃ mahābalaḥ jenen großen Pfeil, der Mächtige vedaproktena vidhinā nach der in den Veden gelehrten Vorschrift saṃdadhe kārmuke balī legte auf den Bogen, der Starke tasmin saṃdhīyamāne tu rāghaveṇa śarottame |
sarvabhūtāni saṃtresuścacāla ca vasuṃdharā ||
Als jener vortrefflichste Pfeil vom Rāghava aufgelegt wurde, erzitterten alle Wesen, und die Erde bebte.
Wort für Wort tasmin saṃdhīyamāne tu als er aufgelegt wurde rāghaveṇa śarottame vom Rāghava, der vortrefflichste Pfeil sarvabhūtāni saṃtresuḥ erzitterten alle Wesen cacāla ca vasuṃdharā und die Erde bebte sa rāvaṇāya saṃkruddho bhṛśamāyamya kārmukam |
cikṣepa paramāyattaḥ śaraṃ marmavidāraṇam ||
Zornig gegen Rāvaṇa, den Bogen heftig spannend, schleuderte er, höchst gesammelt, den lebenswichtige Stellen durchbohrenden Pfeil.
Wort für Wort sa rāvaṇāya saṃkruddhaḥ er, zornig gegen Rāvaṇa bhṛśam āyamya kārmukam den Bogen heftig spannend cikṣepa paramāyattaḥ schleuderte er, höchst gesammelt śaraṃ marmavidāraṇam den lebenswichtige Stellen durchbohrenden Pfeil sa vajra iva durdharṣo vajribāhuvisarjitaḥ |
kṛtānta iva cāvāryo nyapatadrāvaṇorasi ||
Er, dem Donnerkeil gleich unbezwingbar, einst vom Arm des Donnerkeilträgers entsandt, unaufhaltsam wie der Tod, fiel auf Rāvaṇas Brust nieder.
Wort für Wort sa vajraḥ iva durdharṣaḥ er, dem Donnerkeil gleich unbezwingbar vajribāhuvisarjitaḥ vom Arm des Donnerkeilträgers entsandt kṛtāntaḥ iva ca avāryaḥ und unaufhaltsam wie der Tod nyapatat rāvaṇaḥ urasi fiel auf Rāvaṇas Brust sa visṛṣto mahāvegah śarīrāntakaraḥ śaraḥ |
ccheda hṛdayaṃ tasya rāvaṇasya durātmanaḥ ||
Jener entsandte, überaus schnelle, dem Leib ein Ende bereitende Pfeil durchtrennte das Herz jenes bösgesinnten Rāvaṇa.
Wort für Wort sa visṛṣṭaḥ mahāvegaḥ er, entsandt, überaus schnell śarīrāntakaraḥ śaraḥ der dem Leib ein Ende bereitende Pfeil ccheda hṛdayaṃ tasya durchtrennte dessen Herz rāvaṇasya durātmanaḥ des bösgesinnten Rāvaṇa rudhirāktah sa vegena śarīrāntakaraḥ śaraḥ |
rāvaṇasya haran prāṇān viveśa dharaṇītalam ||
Blutbefleckt, mit Wucht, der dem Leib ein Ende bereitende Pfeil, Rāvaṇas Lebenshauch raubend, drang in den Erdboden ein.
Wort für Wort rudhiraktaḥ sa vegena blutbefleckt, er, mit Wucht śarīrāntakaraḥ śaraḥ der dem Leib ein Ende bereitende Pfeil rāvaṇasya haran prāṇān Rāvaṇas Lebenshauch raubend viveśa dharaṇītalam drang in den Erdboden ein sa śaro rāvaṇaṃ hatvā rudhirārrīkṛtacchaviḥ |
kṛtakarmā nibhṛtavatsvatūṇīṃ punarāviśat ||
Jener Pfeil, nachdem er Rāvaṇa getötet hatte, sein Aussehen blutgerötet, seine Aufgabe erfüllt, kehrte still in den Köcher zurück.
Wort für Wort sa śaraḥ rāvaṇaṃ hatvā jener Pfeil, Rāvaṇa getötet habend rudhirārrīkṛtacchaviḥ sein Aussehen blutgerötet kṛtakarmā nibhṛtavat die Aufgabe erfüllt, still svatūṇīṃ punaḥ āviśat kehrte in den eigenen Köcher zurück tasya hastaddhatasyāśu kārmukaṃ ca sasāyakam |
vipapāta saha prāṇairbhruśyamānasya jīvitāt ||
Aus dessen Hand fielen alsbald der Bogen samt den Pfeilen, während er, seines Lebens beraubt, mit dem Lebenshauch zugleich zu Boden sank.
Wort für Wort tasya hastāt hatasya āśu aus dessen Hand, des Getroffenen, alsbald kārmukaṃ ca sasāyakam der Bogen samt den Pfeilen vipapāta saha prāṇaiḥ fielen zugleich mit dem Lebenshauch bhraśyamānasya jīvitāt während er des Lebens verlustig ging gatāsurbhīmavegastu nairṛtendro mahādyutiḥ |
papāta syandanādbhūmau vṛtro vajrahato yathā ||
Leblos, obwohl er von furchtbarer Wucht gewesen war, fiel der Fürst der Nairṛtas, der Glanzvolle, vom Wagen zu Boden, wie einst Vṛtra, vom Donnerkeil erschlagen.
Wort für Wort gatāsuḥ bhīmavegaḥ tu leblos, der von furchtbarer Wucht war nairṛtendraḥ mahādyutiḥ der Fürst der Nairṛtas, der Glanzvolle papāta syandanāt bhūmau fiel vom Wagen zu Boden vṛtraḥ vajrahataḥ yathā wie Vṛtra, vom Donnerkeil erschlagen taṃ dṛṣṭvā patitaṃ bhūmau hataśeṣā niśācarāḥ |
hatanāthā bhayatrastāḥ sarvataḥ saṃpradudruvuḥ ||
Als sie ihn zu Boden gefallen sahen, flohen die übriggebliebenen Nachtwandler, ihres Herrn beraubt, von Furcht erschreckt, nach allen Seiten.
Wort für Wort taṃ dṛṣṭvā patitaṃ bhūmau ihn zu Boden gefallen sehend hataśeṣā niśācarāḥ die übriggebliebenen Nachtwandler hatanāthā bhayatrastāḥ ihres Herrn beraubt, von Furcht erschreckt sarvataḥ saṃpradudruvuḥ flohen nach allen Seiten sarvataścābhipetustān vānarā drumayodhinaḥ |
daśagrīvavadhaṃ dṛṣṭvā vānarā jitakāśinaḥ ||
Von allen Seiten stürmten die mit Bäumen kämpfenden Affen auf sie los; beim Anblick von Daśagrīvas Tod strahlten die Affen im Siegesglanz.
Wort für Wort sarvataḥ ca abhipetuḥ tān von allen Seiten stürmten auf sie los vānarā drumayodhinaḥ die mit Bäumen kämpfenden Affen daśagrīvavadhaṃ dṛṣṭvā Daśagrīvas Tod sehend vānarā jitakāśinaḥ die Affen, im Siegesglanz strahlend atditā vānarairbhraṣṭā laṅkāmabhyapatan bhayāt |
hatāśrayatvātkaruṇairbāṣpaprasravaṇairmukhaiḥ ||
Von den Affen bedrängt, geschlagen, flohen sie aus Furcht nach Laṅkā, ihres Rückhalts beraubt, mit tränenüberströmten, klagenden Gesichtern.
Wort für Wort arditā vānaraiḥ bhraṣṭā von den Affen bedrängt, geschlagen laṅkām abhyapatan bhayāt flohen sie aus Furcht nach Laṅkā hatāśrayatvāt karuṇaiḥ ihres Rückhalts beraubt, klagend bāṣpaprasravaṇaiḥ mukhaiḥ mit tränenüberströmten Gesichtern tato vineduḥ saṃhṛṣṭā vānarā jitakāśinaḥ |
vadanto rāghavajayaṃ rāvaṇasya ca tadvadham ||
Da jubelten die hocherfreuten, siegesstolzen Affen, Rāghavas Sieg und Rāvaṇas Tod verkündend.
Wort für Wort tato vineduḥ saṃhṛṣṭā da jubelten die hocherfreuten vānarā jitakāśinaḥ die siegesstolzen Affen vadantaḥ rāghavajayaṃ Rāghavas Sieg verkündend rāvaṇasya ca tadvadham und Rāvaṇas Tod athāntarikṣe vyanadatsaumystridaśadundubhiḥ |
divyagandhavahastatra mārutaḥ susukho vavau ||
Da erdröhnte im Luftraum sanft die Pauke der Götter; ein göttlicher, duftetragender, wohltuender Wind wehte dort.
Wort für Wort atha antarikṣe vyanadat da erdröhnte im Luftraum saumyā tridaśadundubhiḥ die sanfte Pauke der Götter divyagandhavahaḥ tatra ein göttlicher, duftetragender dort mārutaḥ susukhaḥ vavau ein wohltuender Wind wehte nipapātāntarikṣācca puṣpavṛṣṭistadā bhuvi |
kirantī raghavarathaṃ duravāpā manoharā ||
Aus dem Luftraum fiel da ein Blütenregen zur Erde, den Wagen des Rāghava überschüttend, selten und herzerfreuend.
Wort für Wort nipapāta antarikṣāt ca es fiel aus dem Luftraum puṣpavṛṣṭiḥ tadā bhuvi ein Blütenregen da zur Erde kirantī raghavarathaṃ den Wagen des Rāghava überschüttend duravāpā manoharā selten und herzerfreuend rāghavastavasaṃyuktā gagane ca viśuśruve |
sādhu sādhviti vāgagyrā devatānāṃ mahātmanām ||
Und am Himmel erklang, mit Lobpreisungen Rāghavas verbunden, die erhabene Stimme der hochherzigen Gottheiten: 'Wohlgetan, wohlgetan!'
Wort für Wort rāghavastavasaṃyuktā mit Lobpreisungen Rāghavas verbunden gagane ca viśuśruve und am Himmel erklang sādhu sādhu iti vāk agryā die erhabene Stimme 'wohlgetan, wohlgetan' devatānāṃ mahātmanām der hochherzigen Gottheiten āviveśa mahān harṣo devānāṃ cāraṇaiḥ saha |
rāvane nihate raudre sarvalokabhayaṃkare ||
Große Freude erfüllte die Götter samt den Cāraṇas, da der furchtbare, allen Welten Furcht einflößende Rāvaṇa getötet war.
Wort für Wort āviveśa mahān harṣaḥ große Freude erfüllte devānāṃ cāraṇaiḥ saha die Götter samt den Cāraṇas rāvane nihate raudre da der furchtbare Rāvaṇa getötet war sarvalokabhayaṃkare der allen Welten Furcht einflößte tataḥ sakāmaṃ sugrīvamaṅgadaṃ ca vibhīṣaṇam |
cakāra rāghavaḥ prīto hatvā rākṣasapuṃgavam ||
Da erfüllte der erfreute Rāghava, nachdem er den Stier unter den Rākṣasas erschlagen hatte, Sugrīva, Aṅgada und Vibhīṣaṇa ihre Wünsche.
Wort für Wort tataḥ sakāmaṃ sugrīvam da mit erfülltem Wunsch Sugrīva aṅgadaṃ ca vibhīṣaṇam Aṅgada und Vibhīṣaṇa cakāra rāghavaḥ prītaḥ machte der erfreute Rāghava hatvā rākṣasapuṃgavam nachdem er den Stier der Rākṣasas erschlagen hatte tataḥ prajagmuḥ praśamaṃ marudgaṇā |
diśaḥ prasedurvimalaṃ nabho.abhavat |
mahī cakampe na ca māruto vavau |
sthiraprabhaścāpyabhavaddivākaraḥ ||
Da beruhigten sich die Sturmwinde, die Himmelsrichtungen klärten sich, der Himmel wurde rein; die Erde erzitterte nicht mehr, und der Wind wehte nicht mehr; und die Sonne stand nun mit stetem Glanz.
Wort für Wort tataḥ prajagmuḥ praśamaṃ marudgaṇā da beruhigten sich die Sturmwinde diśaḥ praseduḥ vimalaṃ nabhaḥ abhavat die Richtungen klärten sich, der Himmel wurde rein mahī cakampe na ca māruto vavau die Erde erzitterte nicht mehr, der Wind wehte nicht sthiraprabhaḥ ca api abhavat divākaraḥ und die Sonne stand mit stetem Glanz tatastu sugrīvavibhīṣaṇāṅgadāḥ |
suhṛdviśiṣṭāḥ sahalakṣmaṇāstadā |
sametya hṛṣṭā vijayena rāghavaṃ |
raṇe.abhirāmaṃ vidhinābhyapūjayan ||
Da versammelten sich Sugrīva, Vibhīṣaṇa und Aṅgada, ausgezeichnet unter den Freunden, zusammen mit Lakṣmaṇa, hocherfreut über den Sieg, und verehrten den im Kampf strahlenden Rāghava nach der Vorschrift.
Wort für Wort tatastu sugrīvavibhīṣaṇāṅgadāḥ da Sugrīva, Vibhīṣaṇa und Aṅgada suhṛdviśiṣṭāḥ sahalakṣmaṇāstadā ausgezeichnet unter den Freunden, mit Lakṣmaṇa sametya hṛṣṭā vijayena rāghavaṃ versammelt, hocherfreut über den Sieg, den Rāghava raṇe abhirāmaṃ vidhinā abhyapūjayan verehrten den im Kampf Strahlenden nach der Vorschrift sa tu nihararipuh sthirapratijñaḥ |
svajanabalābhivṛto raṇe rarāja |
raghukulanṛpanandano mahujā |
stridaśagaṇairabhisaṃvṛto yathendraḥ ||
Er aber, der den Feind vernichtet hatte, dessen Gelübde standhaft geblieben war, von den Kräften der Seinen umringt, erstrahlte im Kampf, der Freudenspender des Königsgeschlechts der Raghu, glutvoll, wie Indra, umringt von der Götterschar.
Wort für Wort sa tu nihataripuḥ sthirapratijñaḥ er aber, der den Feind vernichtet hatte, standhaft in seinem Gelübde svajanabalābhivṛto raṇe rarāja von den Kräften der Seinen umringt, erstrahlte im Kampf raghukulanṛpanandano mahaujāḥ der Freudenspender des Königsgeschlechts der Raghu, glutvoll stridaśagaṇairabhisaṃvṛto yathendraḥ umringt von der Götterschar, wie Indra
Interaktive Leseansicht des ganzen Werks
← Sarga 107 Sarga 109 →