Quellen der Menschheit

Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Sūkta 100

adhā hīndra girvaṇa upa tvā kāmān mahaḥ sasṛjmahe udeva yanta udabhiḥ

Nun denn, Indra, Lobbegehrender, haben wir zu dir unsere großen Wünsche entsandt, wie die Ströme mit ihren Wassern dahinziehen.

Wort für Wort
adhā
nun denn
hīndra
hi 'denn' + indra 'Indra' (Vok.) — Sandhi-Verschmelzung
girvaṇa
du Lobbegehrender (Vok.)
upa
zu
tvā
dir
kāmān
Wünsche (Akk.Pl.)
mahaḥ
große (Akk.Pl.)
sasṛjmahe
haben wir entsandt
udeva
wie die Ströme
yanta
dahinziehend (Nom.Pl.)
udabhiḥ
mit ihren Wassern (Instr.Pl.)

vār ṇa tvā yavyābhir vardhanti śūra brahmāṇi vāvṛdhvāṃsaṃ cid adrivo divedive

Wie das Wasser durch die Bäche, so stärken dich, o Held, die feierlichen Worte, dich, der du dich doch schon immerfort stärkst, Tag für Tag, Herr des Preßsteins.

Wort für Wort
vār
Wasser (Nom.)
ṇa
wie
tvā
dich
yavyābhir
durch die Bäche (Instr.Pl.)
vardhanti
stärken
śūra
o Held (Vok.)
brahmāṇi
die feierlichen Worte (Nom.Pl.)
vāvṛdhvāṃsaṃ
den sich stärkenden (Akk.)
cid
doch schon
adrivo
Herr des Preßsteins (Vok.)
divedive
Tag für Tag

yuñjanti harī iṣirasya gāthayorau ratha uruyuge indravāhā vacoyujā

Sie schirren die beiden Falben des Regsamen mit dem Lied an, auf dem breiten Wagen mit breitem Joch, die Indra-Ziehenden, die durch das Wort angeschirrt werden.

Wort für Wort
yuñjanti
sie schirren an
harī
die beiden Falben (Akk.Dual)
iṣirasya
des Regsamen (Gen.)
gāthayorau
gāthayā 'mit dem Lied' (Instr.) + urau 'auf dem breiten' (Lok.) — Sandhi-Verschmelzung
ratha
Wagen (Lok.)
uruyuge
uru 'breit' + yuge 'Joch' → mit breitem Joch (Lok.)
indravāhā
indra 'Indra' + vāhā 'ziehend/tragend' → die Indra-Ziehenden (Nom.Dual)
vacoyujā
vacas 'Wort' + yujā 'angeschirrt' → die durch das Wort angeschirrt werden (Nom.Dual)

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