aśvāvati prathamo goṣu gachati suprāvīr indra martyas tavotibhiḥ tam it pṛṇakṣi vasunā bhavīyasā sindhum āpo yathābhito vicetasaḥ
Als Erster gelangt zu Rossen und Rindern der Sterbliche, der von dir, Indra, durch deine Hilfen wohl beschützte; ihn füllst du mit reichlicherem Gut an, wie die kundigen Wasser rings den Strom füllen.
āpo na devīr upa yanti hotriyam avaḥ paśyanti vitataṃ yathā rajaḥ prācair devāsaḥ pra ṇayanti devayuṃ brahmapriyaṃ joṣayante varā iva
Wie die göttlichen Wasser nahen sie dem Opferwürdigen; sie schauen abwärts, wie auf den ausgebreiteten Raum; auf östlichen Wegen führen die Götter den Gottergebenen voran; dem Gebetliebenden sind sie zugetan wie Freier [ihrer Braut]. [Anm.: letztes Bild unsicher gedeutet]
Auf die beiden Priesterpaare, die mit ausgestrecktem Opferlöffel dienen, hast du das preiswürdige Wort gelegt; ungebunden lebt, wer in deinem Dienst steht, und gedeiht; gute Kraft wird dem opfernden Pressenden zuteil. [Anm.: Vers syntaktisch schwierig]
ād aṅgirāḥ prathamaṃ dadhire vaya iddhāgnayaḥ śamyā ye sukṛtyayā sarvaṃ paṇeḥ sam avindanta bhojanam aśvāvantaṃ gomantam ā paśuṃ naraḥ
Da nahmen die Aṅgiras zuerst Kraft an sich, mit entzündeten Feuern, die durch rechtes Tun wirkten; sie fanden die ganze Nahrung des Paṇi, das rossereiche, rinderreiche Vieh, diese Männer.
Wort für Wort
ād
da (Adv.)
aṅgirāḥ
die Aṅgiras (Nom.Pl.)
prathamaṃ
zuerst (Adv.)
dadhire
nahmen an sich (3.Pl.Perf.Med.)
vaya
Kraft (Akk.)
iddhāgnayaḥ
mit entzündeten Feuern (Nom.Pl.)
śamyā
durch rechtes Tun (Instr.)
ye
die (Nom.Pl.)
sukṛtyayā
durch rechtes Wirken (Instr.)
sarvaṃ
die ganze (Akk.)
paṇeḥ
des Paṇi (Gen.)
sam
ganz (Präverb)
avindanta
fanden (3.Pl.Impf.)
bhojanam
Nahrung (Akk.)
aśvāvantaṃ
aśva 'Ross' + vant 'besitzend, reich an' → rossereiche (Akk.)
gomantam
go 'Rind' + mant 'besitzend, reich an' → rinderreiche (Akk.)
Durch Opfer hat Atharvan zuerst die Wege ausgebreitet; danach entstand Sūrya, der Hüter der Ordnung, der Seher; die Kühe trieb Uśanas Kāvya herbei; zusammen mit dem von Yama Geborenen verehren wir den Unsterblichen.
Sei es, dass das Barhis für guten Nachwuchs ausgebreitet wird, sei es, dass der Lobgesang seinen Ruf zum Himmel erschallen lässt, oder wo der Preßstein spricht, der preiswürdige Werkmeister – daran erfreut sich Indra, wenn er naht.
Ich errege den gewaltigen, wahrhaftigen Trunk für den Bullen, zum Genuss des Gepressten, für dich, o Falbenlenker, Indra; berausche dich hier an den Lobstimmen, mit allen Gedanken, durch meine Kunst gepriesen.