Quellen der Menschheit

Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Sūkta 9

taṃ vo dasmam ṛtīṣaham vasor mandānam andhasaḥ abhi vatsaṃ na svasareṣu dhenava indraṃ gīrbhir navāmahe

Diesen euren wundertätigen, die Angreifer bezwingenden Indra, der sich am Trank des Guts berauscht, preisen wir mit Lobliedern, wie die Kühe an ihren Weideplätzen zum Kalb hindrängen.

Wort für Wort
taṃ
diesen (Akk.)
vo
euren (Gen.Pl.)
dasmam
wundertätigen (Akk.)
ṛtīṣaham
die Angreifer bezwingenden (Akk.)
vasor
des Guts (Gen.)
mandānam
sich berauschenden (Akk.Ptz.)
andhasaḥ
am Trank (Gen.)
abhi
hin zu (Präverb)
vatsaṃ
zum Kalb (Akk.)
na
wie
svasareṣu
an ihren Weideplätzen (Lok.Pl.)
dhenava
die Kühe (Nom.Pl.)
indraṃ
Indra (Akk.)
gīrbhir
mit Lobliedern (Instr.Pl.)
navāmahe
preisen wir (1.Pl.)

dyukṣaṃ sudānuṃ taviṣībhir āvṛtaṃ giriṃ na purubhojasam kṣumantaṃ vājaṃ śatinaṃ sahasriṇaṃ makṣū gomantam īmahe

Wir erbitten rasch den himmlischen, gabenreichen, von Kraftfülle umgebenen Indra, wie einen an vielem Genuss reichen Berg, erbitten Beute mit Nahrung, hundertfach, tausendfach, und reich an Rindern.

Wort für Wort
dyukṣaṃ
den himmlischen (Akk.)
sudānuṃ
gabenreichen (Akk.)
taviṣībhir
mit Kraftfülle (Instr.Pl.)
āvṛtaṃ
umgeben (Akk.Ptz.)
giriṃ
Berg (Akk.)
na
wie
purubhojasam
puru 'viel' + bhojasam 'Genuss' → an vielem Genuss reichen (Akk.) [Kompositum]
kṣumantaṃ
mit Nahrung (Akk.)
vājaṃ
Beute (Akk.)
śatinaṃ
hundertfach (Akk.)
sahasriṇaṃ
tausendfach (Akk.)
makṣū
rasch
gomantam
reich an Rindern (Akk.)
īmahe
wir erbitten (1.Pl.)

tat tvā yāmi suvīryaṃ tad brahma pūrvacittaye yenā yatibhyo bhṛgave dhane hite yena praskaṇvam āvitha

Darum bitte ich dich, um jene Meisterschaft, um jenes heilige Wort, zum ersten Erkennen dessen, womit du den Yatis, dem Bhṛgu, als der Preis errungen war, geholfen hast, womit du dem Praskaṇva geholfen hast.

Wort für Wort
tat
darum
tvā
dich (Akk.)
yāmi
bitte ich (1.Sg.)
suvīryaṃ
um Meisterschaft (Akk.)
tad
jenes
brahma
heiliges Wort (Akk.)
pūrvacittaye
zum ersten Erkennen (Dat.)
yenā
womit (Instr.)
yatibhyo
den Yatis (Dat.Pl.)
bhṛgave
dem Bhṛgu (Dat.)
dhane
als Preis (Lok.)
hite
errungen (Lok.Ptz.)
yena
womit (Instr.)
praskaṇvam
dem Praskaṇva (Akk.)
āvitha
hast du geholfen (Perf.)

yenā samudram asṛjo mahīr apas tad indra vṛṣṇi te śavaḥ sadyaḥ so asya mahimā na saṃnaśe yaṃ kṣoṇīr anucakrade

Womit du das Meer, die großen Wasser, entfesselt hast – das ist, Indra, deine mannhafte Kraft, sogleich wirksam; diese seine Größe, die zu den Völkerscharen erscholl, ist nicht zu ergründen. [Anm.: Der Bezug von „kṣoṇīḥ“ ist unsicher; hier als Objekt zu „mahimā“ (Subjekt von „anucakrade“) gedeutet, nicht als Subjekt eines Zujubelns.]

Wort für Wort
yenā
womit (Instr.)
samudram
das Meer (Akk.)
asṛjo
hast du entfesselt (2.Sg.Aor.)
mahīr
großen (Akk.Pl.)
apas
Wasser (Akk.Pl.)
tad
das
indra
o Indra (Vok.)
vṛṣṇi
mannhafte (Nom.)
te
deine (Gen.)
śavaḥ
Kraft (Nom.)
sadyaḥ
sogleich
so
diese (Nom.)
asya
seine (Gen.)
mahimā
Größe (Nom.)
na
nicht
saṃnaśe
ist zu ergründen [?] (3.Sg.)
yaṃ
die (Akk.)
kṣoṇīr
zu den Völkerscharen [?] (Akk.Pl.)
anucakrade
erscholl (Perf.)

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