śrāyanta iva sūryaṃ viśved indrasya bhakṣata vasūni jāte janamāna ojasā prati bhāgaṃ na dīdhima
Wie sich alle der Sonne zuneigen, so genießt alle die Güter Indras; bei seiner Geburt, o du durch Kraft Erzeugender, haben wir unseren Anteil bedacht. [Anm.: Form "janamāna" morphologisch unklar]
Wort für Wort
śrāyanta
neigen sich (3.Pl.Med.)
iva
wie
sūryaṃ
der Sonne (Akk.)
viśved
alle (Nom.Pl., Sandhi)
indrasya
Indras (Gen.)
bhakṣata
genießt (2.Pl.Imp.)
vasūni
die Güter (Akk.Pl.)
jāte
bei seiner Geburt (Lok.)
janamāna
o du durch Kraft Erzeugender (Vok.) [?]
ojasā
durch Kraft (Instr.)
prati
entgegen (Präverb)
bhāgaṃ
unseren Anteil (Akk.)
na
doch (Partikel) / wie, gleichsam (Vergleichspartikel; 'wir haben gleichsam unseren Anteil bedacht')
anarśarātiṃ vasudām upa stuhi bhadrā indrasya rātayaḥ so asya kāmaṃ vidhato na roṣati mano dānāya codayan
Preise den, dessen Gaben nicht versiegen, den Güterschenkenden; gütig sind Indras Gaben; er zürnt nicht dem Wunsch des Verehrenden, sein Sinn treibt ihn zum Schenken an.
Wort für Wort
anarśarātiṃ
den, dessen Gaben nicht versiegen (Akk.)
vasudām
vasu 'Gut' + dā 'gebend' → den Güterschenkenden (Akk.)
baṭ sūrya śravasā mahāṃ asi satrā deva mahāṃ asi mahnā devānām asuryaḥ purohito vibhu jyotir adābhyam
Fürwahr, Surya, durch Ruhm bist du groß; beständig, o Gott, bist du groß; durch deine Größe bist du der asurische, vorangestellte Priester der Götter, das ausgedehnte, untrügliche Licht.