Der Mächtige sprach das Wort dem Unbedrängten zu: Bezwinge, du Freigebigster, [die Feinde] im Himmel. [Anm.: Vers enthält sprachlich schwer deutbare Formen ("adhṛṣṭāyoḥ", "adhṛṣṇuhi", "madardivi"); Übersetzung unsicher]
śakro vācam adhṛṣṇuhi dhāmadharman vi rājati vimadan barhir āsaran
Der Mächtige [sprach]: Bezwinge! – Die Stimme herrscht in der Ordnung der Wohnstätten; die Frohgestimmten haben sich auf das Opfergras gesetzt. [Anm.: sprachlich unklare Stelle, Übersetzung unsicher]
taṃ vo dasmam ṛtīṣahaṃ vasor mandānam andhasaḥ abhi vatsaṃ na svasareṣu dhenava indraṃ gīrbhir navāmahe
Diesen euren wundertätigen, die Angriffe bezwingenden Indra, der sich am Trank des Guts erfreut, preisen wir mit Lobliedern, wie die Kühe an ihren Weideplätzen ihrem Kalb zujubeln.
Wort für Wort
taṃ
diesen (Akk.)
vo
euren (Akk.)
dasmam
wundertätigen (Akk.)
ṛtīṣahaṃ
ṛti 'Angriff' + sah 'bezwingend' → die Angriffe bezwingenden (Akk.)
Den Himmlischen, Freigebigen, von Kräften Umhüllten, den vielnährenden wie einen Berg – um Speisereichtum, um hundertfachen und tausendfachen Kampfpreis, um raschen Rinderbesitz bitten wir ihn.
Wort für Wort
dyukṣaṃ
dyu 'Himmel' + kṣa 'wohnend' → den Himmlischen (Akk.)
sudānuṃ
su 'gut' + dānu 'spendend' → den Freigebigen (Akk.)
taviṣībhir
von Kräften (Instr.Pl.)
āvṛtam
umhüllt (Akk.)
giriṃ
einen Berg (Akk.)
na
wie
purubhojasam
puru 'viel' + bhojas 'nährend' → den vielnährenden (Akk.)
kṣumantaṃ
Speisereichen (Akk.)
vājaṃ
Kampfpreis (Akk.)
śatinaṃ
hundertfachen (Akk.)
sahasriṇaṃ
tausendfachen (Akk.)
makṣū
rasch (Adv.)
gomantam
go 'Rind' + mant 'besitzend, reich an' → Rinderbesitz (Akk.)
tat tvā yāmi suvīryaṃ tad brahma pūrvacittaye yenā yatibhyo bhṛgave dhane hite yena praskaṇvam āvitha
Darum bitte ich dich: um jene Heldenkraft, um jenes Gebet, zum ersten Erkennen, mit dem du den Yatis, dem Bhrigu bei der ausgesetzten Kampfbeute geholfen hast, mit dem du Praskanva geholfen hast.
Wort für Wort
tat
darum (Akk.)
tvā
dich (Akk.)
yāmi
bitte ich (1.Sg.)
suvīryaṃ
um jene Heldenkraft (Akk.)
tad
jenes (Akk.)
brahma
Gebet (Akk.)
pūrvacittaye
pūrva 'erst' + citti 'Erkennen' → zum ersten Erkennen (Dat.)
yenā samudram asṛjo mahīr apas tad indra vṛṣṇi te śavaḥ sadyaḥ so asya mahimā na saṃnaśe yaṃ kṣoṇīr anucakrade
Womit du das Meer, die großen Gewässer, freigelassen hast – das ist deine mannhafte Kraft, Indra, sogleich wirksam; diese seine Größe ist nicht zu erreichen, der die Erdgebiete zujubelten.