Vertreibe, Indra, die Feinde nach Osten, o Gabenreicher; vertreibe sie nach Westen, o Überwältiger; vertreibe sie nach Norden, vertreibe sie, o Held, nach Süden, auf dass wir uns in deinem weiten Schutz freuen mögen.
Wort für Wort
apendra
vertreibe; Indra (Imp.+Vok., Sandhi apa+indra)
prāco
pra- 'vor, vorwärts' + añc- (von √añc 'wenden') → nach Osten (Akk.Pl.)
maghavann
o Gabenreicher (Vok.)
amitrān
die Feinde (Akk.Pl.)
apāpāco
apa 'vertreibe' (Präverb/Verb, wiederholt) + apāñcaḥ (apa 'weg, hinten' + añc- 'gerichtet' → 'nach Westen gerichtete') → vertreibe nach Westen [?] (Akk.Pl.)
kuvid aṅga yavamanto yavaṃ cid yathā dānty anupūrvaṃ viyūya ihehaiṣāṃ kṛṇuhi bhojanāni ye barhiṣo namovṛktiṃ na jagmuḥ
Ob wohl fürwahr die Gerstenbesitzer die Gerste selbst so austeilen, der Reihe nach abgeteilt – hier und dort mach ihnen, den Feinden, das Mahl streitig, die nicht zur Verehrung des Barhis gekommen sind.
Wort für Wort
kuvid
ob wohl (Fragepartikel)
aṅga
fürwahr (Partikel)
yavamanto
yava 'Gerste' + -mant (besitzanzeigendes Suffix) → die Gerstenbesitzer (Nom.Pl.)
yavaṃ
die Gerste (Akk.)
cid
selbst (Partikel)
yathā
so wie
dānty
sie austeilen (3.Pl.)
anupūrvaṃ
der Reihe nach (Adv.)
viyūya
abgeteilt (Part.Abs.)
ihehaiṣāṃ
iha+iha (Wiederholung: 'hier und dort') + eṣām 'ihnen' (Adv.+Gen.Pl., Sandhi)
nahi sthūry ṛtuthā yātam asti nota śravo vivide saṃgameṣu gavyanta indraṃ sakhyāya viprā aśvāyanto vṛṣaṇaṃ vājayantaḥ
Denn den Zugtieren ist kein rechtzeitiges Fahren möglich, noch wurde Ruhm bei den Zusammenkünften gefunden; nach Rindern verlangend rufen die Redekundigen Indra zur Freundschaft an, nach Rossen verlangend, den Bullen, nach Kampfpreis strebend.
Wie ihre Eltern den Sohn, so haben euch beide, Aśvin, Indra, mit weisen Wunderkräften geholfen; als du den Branntwein austrankst mit deinen Kräften, hat Sarasvatī dich, Gabenreicher, dabei unterstützt.
Wort für Wort
putram
den Sohn (Akk.)
iva
wie
pitarāv
die beiden Eltern (Nom.Du.)
aśvinobhendrāvathuḥ
o Aśvin; euch beide; Indra; ihr habt geholfen [?] (stark verschmolzen)
Indra, der gute Beschützer, der mit eigenem Beistand Versehene, soll mit seinen Hilfen gnädig sein, der Allwissende; er soll die Feindschaft vertreiben, uns Furchtlosigkeit schaffen; wir wollen Herren der Heldenkraft sein.
Wort für Wort
indraḥ
Indra (Nom.)
sutrāmā
su 'gut' + trāman 'Beschützer' → der gute Beschützer (Nom.)
svavāṃ
sva 'eigen' + -vant (besitzanzeigend) → mit eigenem Beistand versehen (Nom.)
Dieser gute Beschützer, der mit eigenem Beistand versehene Indra, soll die Feindschaft ganz von uns fernhalten, weit weg; wir wollen in seiner Gunst, des Opferwürdigen, in seiner segensreichen Wohlgesinntheit sein.
Wort für Wort
sa
dieser (Nom.)
sutrāmā
su 'gut' + trāman 'Beschützer' → der gute Beschützer (Nom.)
svavāṃ
sva 'eigen' + -vant (besitzanzeigend) → mit eigenem Beistand versehen (Nom.)
indro
Indra (Nom.)
asmad
von uns (Abl.)
ārāc
weit weg (Adv.)
cid
ganz (Partikel)
dveṣaḥ
die Feindschaft (Akk.)
sanutar
fern (Adv.)
yuyotu
soll fernhalten (Imp.3.Sg.)
tasya
seiner (Gen.)
vayaṃ
wir (Nom.)
sumatau
in der Gunst (Lok.)
yajñiyasyāpi
des Opferwürdigen; auch (Gen.+Partikel)
bhadre
in der segensreichen (Lok.)
saumanase
su 'gut' + manas 'Gesinnung' (vṛddhi-Abl.) → Wohlgesinntheit (Lok.)