asmā id u pra tavase turāya prayo na harmi stomaṃ māhināya ṛcīṣamāyādhrigava oham indrāya brahmāṇi rātatamā
Ihm allein bringe ich dar, dem Starken, dem Überlegenen, wie eine Speise das Loblied, dem Großmächtigen; für den Machtvollen den Preisgesang, für Indra die reichlichst gespendeten Gebete. [Anm.: Eigenname/Epitheton im zweiten Halbvers unsicher segmentiert]
Wort für Wort
asmā
ihm (Dat.)
id
allein (Partikel)
u
wohl (Partikel)
pra
dar- (Präverb)
tavase
dem Starken (Dat.)
turāya
dem Überlegenen (Dat.)
prayo
wie eine Speise (Akk.)
na
wie
harmi
bringe ich dar (1.Sg.)
stomaṃ
das Loblied (Akk.)
māhināya
dem Großmächtigen (Dat.)
ṛcīṣamāyādhrigava
für den Machtvollen [?] (Dat., unsicheres Epitheton)
asmā id u praya iva pra yaṃsi bharāmy āngūṣaṃ bādhe suvṛkti indrāya hṛdā manasā manīṣā pratnāya patye dhiyo marjayanta
Ihm allein reiche ich Verehrung dar wie eine Labspeise; ich bringe den Lobruf in der Bedrängnis, mit reinem Wort; für Indra, den altehrwürdigen Herrn, putzen die Sänger mit Herz, Sinn und Verstand die Gedanken heraus.
asmā id u tyam upamaṃ svarṣāṃ bharāmy āṅgūṣam āsyena maṃhiṣṭham achoktibhir matīnāṃ suvṛktibhiḥ sūriṃ vāvṛdhadhyai
Ihm allein bringe ich jenen höchsten, sonnengewinnenden, mit dem Mund gesprochenen, freigebigsten Lobruf dar, mit den treffenden Worten der Gedanken, mit reinen Sprüchen, um den Fürsten zu stärken.
asmā id u stomaṃ saṃ hinomi rathaṃ na taṣṭeva tatsināya giraś ca girvāhase suvṛktīndrāya viśvaminvaṃ medhirāya
Ihm allein füge ich den Lobgesang zusammen, wie ein Zimmermann einen Wagen, zu seinem Nutzen, und die Lieder, mit reinem Preis, dem Lobbegehrenden, Indra, dem Allbewegenden, dem Weisen.
Wort für Wort
asmā
ihm (Dat.)
id
allein (Partikel)
u
wohl (Partikel)
stomaṃ
den Lobgesang (Akk.)
saṃ
zusammen (Präverb)
hinomi
ich füge (1.Sg.)
rathaṃ
einen Wagen (Akk.)
na
wie
taṣṭeva
wie ein Zimmermann (Nom., Sandhi)
tatsināya
zu seinem Nutzen (Dat.) [?]
giraś
die Lieder (Akk.Pl.)
ca
und
girvāhase
gir 'Lobgesang' + vāhas 'tragend, bringend' → dem Lobbegehrenden (Dat.)
suvṛktīndrāya
mit reinem Preis, für Indra (Instr.+Dat., Sandhi)
viśvaminvaṃ
viśva 'all' + minva 'bewegend' → dem Allbewegenden (Dat.)
asmā id u saptim iva śravasyendrāyārkaṃ juhvā sam añje vīram dānaukasaṃ vandadhyai purāṃ gūrtaśravasaṃ darmāṇam
Ihm allein salbe ich wie ein Rennpferd, ruhmbegierig, mit der Zunge den Preisgesang für Indra, den Helden, den zum Schenken Bereiten, um ihn zu preisen, den ruhmreichen Burgenzerstörer.
Wort für Wort
asmā
ihm (Dat.)
id
allein (Partikel)
u
wohl (Partikel)
saptim
ein Rennpferd (Akk.)
iva
wie
śravasyendrāyārkaṃ
ruhmbegierig, für Indra, den Preisgesang (Sandhi)
juhvā
mit der Zunge (Instr.)
sam
zusammen (Präverb)
añje
ich salbe (1.Sg.)
vīram
den Helden (Akk.)
dānaukasaṃ
dāna 'Schenken' + okas 'Bereitschaft, Heim' → den zum Schenken Bereiten (Akk.)
vandadhyai
um zu preisen (Inf.)
purāṃ
der Burgen (Gen.Pl.)
gūrtaśravasaṃ
gūrta 'gepriesen' + śravas 'Ruhm' → den ruhmreichen (Akk.)
asmā id u tvaṣṭā takṣad vajraṃ svapastamaṃ svaryaṃ raṇāya vṛtrasya cid vidad yena marma tujann īśānas tujatā kiyedhāḥ
Ihm allein zimmerte Tvaṣṭar die Keule, die wirksamste, himmlische, zum Kampf, mit der er, mächtig stoßend, sogar Vṛtras verwundbare Stelle fand, er, der Mächtige, der Beutebeherrscher.
Wort für Wort
asmā
ihm (Dat.)
id
allein (Partikel)
u
wohl (Partikel)
tvaṣṭā
Tvaṣṭar (Nom., Gott)
takṣad
zimmerte (3.Sg.Impf.)
vajraṃ
die Keule (Akk.)
svapastamaṃ
su 'gut' + apas 'Werk' + tama (Superlativ) → die wirksamste (Akk.)
Von diesem allein, sogleich bei den Preßtrünken der Mutter, der von der Speise des Großen getrunken hatte, stahl Viṣṇu die schönen Speisen, überlegener als der Kochende; er durchbohrte den Eber durch den Berg hindurch, als Schütze. [Anm.: Vers stark elliptisch, mythologische Bezüge unklar]
asmā id u gnāś cid devapatnīr indrāyārkam ahihatya ūvuḥ pari dyāvāpṛthivī jabhra urvī nāsya te mahimānaṃ pari ṣṭaḥ
Ihm allein webten sogar die Götterfrauen, die Gattinnen der Götter, für Indra den Preisgesang nach der Schlangentötung; er umfasste Himmel und Erde, die weiten; deine Größe reicht nicht aus, sie zu umfassen.
Wort für Wort
asmā
ihm (Dat.)
id
allein (Partikel)
u
wohl (Partikel)
gnāś
die Frauen (Nom.Pl.)
cid
sogar (Partikel)
devapatnīr
deva 'Gott' + patnī 'Gattin' → die Götter-Gattinnen (Nom.Pl.)
indrāyārkam
für Indra den Preisgesang (Dat.+Akk., Sandhi)
ahihatya
ahi 'Schlange' + hatya 'Tötung' → nach der Schlangentötung (Ger.)
asyed eva pra ririce mahitvaṃ divas pṛthivyāḥ pary antarikṣāt svarāl indro dama ā viśvagūrtaḥ svarir amatro vavakṣe raṇāya
Von ihm allein übertrifft die Größe alles, Himmel, Erde und Luftraum; der Selbstherrscher Indra, im Hause allgepriesen, der Strahlende, ohne Gegner, ist zum Kampf herangewachsen.
Wort für Wort
asyed
von ihm allein (Gen.+Partikel, Sandhi)
eva
eben
pra
hervor (Präverb)
ririce
übertrifft (3.Sg.Perf.)
mahitvaṃ
die Größe (Nom.)
divas
Himmel (Abl.)
pṛthivyāḥ
Erde (Abl.)
pary
über (Präverb)
antarikṣāt
Luftraum (Abl.)
svarāl
sva 'selbst' + rāj 'herrschend' → der Selbstherrscher (Nom.)
asyed eva śavasā śuśantaṃ vi vṛścad vajreṇa vṛtram indraḥ gā na vrāṇā avanīr amuñcad abhi śravo dāvane sacetāḥ
Von ihm allein, mit Kraft, zerschmetterte Indra mit der Keule den immer wieder auflodernden Vṛtra; er befreite die eingeschlossenen Wasserströme wie eingepferchte Kühe, achtsam darauf bedacht, Ruhm zu gewähren.
asyed u tveṣasā ranta sindhavaḥ pari yad vajreṇa sīm ayachat īśānakṛd dāśuṣe daśasyan turvītaye gādhaṃ turvaṇiḥ kaḥ
Von seinem Glanz allein erfreuten sich die Ströme, als er sie mit der Keule rings umfing; der zum Herrscher Machende, dem Opferspender gnädig, schuf für Turvīti eine Furt, der Bezwinger.
asmā id u pra bharā tūtujāno vṛtrāya vajram īśānaḥ kiyedhāḥ gor na parva vi radā tiraśceṣyann arṇāṃsy apāṃ caradhyai
Ihm allein brachte er eilends die Keule gegen Vṛtra dar, er, der Herrschende, der Beutebeherrscher; wie die Gelenke einer Kuh spaltete er ihn auf, quer hindurchdringend, damit die Fluten der Wasser fließen konnten. [Anm.: Die Verbform „bharā“ ist grammatisch unsicher (evtl. 1. Sg. „ich bringe dar“); hier im Sinne der fortlaufenden Erzählung von Indras Taten als 3. Person gedeutet.]
asyed u pra brūhi pūrvyāṇi turasya karmāṇi navya ukthaiḥ yudhe yad iṣṇāna āyudhāny ṛghāyamāṇo niriṇāti śatrūn
Von ihm allein verkünde die uralten Taten des Überlegenen, aufs Neue mit Sprüchen, wie er zum Kampf die Waffen abschießt, zornig ergrimmt, und die Feinde vernichtet.
asyed u bhiyā girayaś ca dṛlhā dyāvā ca bhūmā januṣas tujete upo venasya joguvāna oṇiṃ sadyo bhuvad vīryāya nodhāḥ
Vor ihm allein erzittern aus Furcht die festen Berge, und Himmel und Erde, seit der Geburt; sogleich wandte sich der Sänger, den Ruf des Sehers besingend, der Heldentat zu. [Anm.: Eigennamen im Vers unsicher gedeutet]
asmā id u tyad anu dāyy eṣām eko yad vavne bhūrer īśānaḥ praitaśaṃ sūrye paspṛdhānaṃ sauvaśvye suṣvim āvad indraḥ
Ihm allein wurde dies von ihnen zuerkannt, als er allein, der Herrscher über viel, es sich erwarb; Indra half dem Preßsoma-Spender Etaśa, der um die Sonne, im Roßrennen des Svāśva-Geschlechts, kämpfte. [Anm.: Eigennamen unsicher gedeutet]
So haben dir, dem Falbenanspanner, mit reinem Wort, Indra, die Gotamas die Gebete verfasst; leg in sie den allschmückenden Gedanken; früh, eilends, möge der an Einsicht Reiche kommen.
Wort für Wort
evā
so (Adv.)
te
dir (Dat.)
hāriyojanā
hāri 'Falbe' + yojana 'anspannend' → dem Falbenanspanner (Dat.)
suvṛktīndra
mit reinem Wort, o Indra (Instr.+Vok., Sandhi)
brahmāṇi
die Gebete (Akk.Pl.)
gotamāso
die Gotamas (Nom.Pl.)
akran
haben verfasst (3.Pl.Aor.)
aiṣu
in sie (Lok.Pl.)
viśvapeśasaṃ
viśva 'all' + peśas 'Schmuck' → den allschmückenden (Akk.)
dhiyaṃ
Gedanken (Akk.)
dhāḥ
leg (2.Sg.Imp.)
prātar
früh (Adv.)
makṣū
eilends (Adv.)
dhiyāvasur
dhī 'Einsicht' + vasu 'reich' → der an Einsicht Reiche (Nom.)