Wer versammlungswürdig, der Opferversammlung würdig ist – ein Somapresser, Opferer, ein wahrhaftiger Mensch – und jene Sonne dort: das haben die feindeverzehrenden Götter vordem so eingerichtet.
yo jāmyā aprathayas tad yat sakhāyaṃ dudhūrṣati jyeṣṭho yad apracetās tad āhur adharāg iti
Wer sich an der eigenen Verwandten verging, und wer seinem Freund Schaden zufügen will, und wenn der Älteste unverständig ist – das nennt man „abwärts gerichtet“, d.h. verwerflich.
Und ein Paṇi (Geizhals), der leicht zu bezwingen ist, und wer den Göttern nichts opfert – das haben wir von den beständigen Weisen als „verwerflich“ bezeichnet gehört.
Wort für Wort
yaśca
und wer (Nom.+Partikel)
paṇi
ein Paṇi/Geizhals (Nom.)
raghujiṣṭhyo
raghu 'leicht, schnell' + ji (von √ji 'siegen, bezwingen', Superlativ -iṣṭha) → leicht zu bezwingen (Nom.)
ye ca devā ayajantātho ye ca parādadiḥ sūryo divam iva gatvāya maghavā no vi rapśate
Die Götter, die geopfert haben, und auch die, die [uns] preisgegeben haben [Anm.: Verbform unklar] – wie die Sonne zum Himmel geht, so prahlt der Freigebige (Indra) laut für uns.
Wort für Wort
ye
die (Nom.Pl., Relativ.)
ca
und
devā
Götter (Nom.Pl.)
ayajantātho
haben geopfert; und dann (3.Pl.Impf.+Adv., Sandhi)
Wer ungeschminkten Auges, ungesalbt, ohne Juwelenschmuck, ohne Gold ist – der brahmanenlose Sohn des Brahmanen, der Lobsänger, ist [dennoch] in den Ritualordnungen [seinen Platz] zugemessen.
ya āktākṣaḥ subhyaktaḥ sumaṇiḥ suhiraṇyavaḥ subrahmā brahmaṇaḥ putrastotā kalpeṣu saṃmitā
Wer geschminkten Auges, wohlgesalbt, mit schönem Juwel, mit schönem Gold ist – der wohl-brahmanische Sohn des Brahmanen, der Lobsänger, ist [ebenso] in den Ritualordnungen zugemessen.
Wort für Wort
ya
wer (Nom.)
āktākṣaḥ
akta 'geschminkt' + akṣa 'Auge' → geschminkten Auges (Nom.)
[Anm.: Vers stark unklar, Vokabular teils unbekannt] Ohne Tränke und eindringend, reich, unvergleichlich – die nicht zu berührende, schöne Jungfrau ist in den Ritualordnungen zugemessen.
Wort für Wort
aprapāṇā
a- 'ohne' + prapāna 'Tränke' → ohne Tränke [?] (Nom.)
[Anm.: wie v.8, Vers unklar] Mit guten Tränken und eindringend, reich, wohl vergleichbar – die wohl zu berührende, schöne Jungfrau ist in den Ritualordnungen zugemessen.
parivṛktā ca mahiṣī svastyā ca yudhiṃ gamaḥ anāśuraścāyāmī totā kalpeṣu saṃmitā
[Anm.: Vers unklar] Die Verstoßene und die Hauptgemahlin, beide wohlbehalten in den Streit ziehend – die Nicht-Beherrschte(?) und die Ungeführte sind in den Ritualordnungen zugemessen.
Wort für Wort
parivṛktā
die Verstoßene (Nom.)
ca
und
mahiṣī
die Hauptgemahlin (Nom.)
svastyā
wohlbehalten (Instr./Adv.)
ca
und
yudhiṃ
in den Streit (Akk.)
gamaḥ
ziehend [?] (Nom.)
anāśuraścāyāmī
a- 'nicht' + āśura (unsicher, evtl. 'beherrscht/bezwungen') + ca + a- 'nicht' + yāmī (von √yam 'lenken', 'geführt') → die Nicht-Beherrschte(?) [?]; und die Ungeführte [?] (Nom.+Nom., Sandhi)
vāvātā ca mahiṣī svastyā ca yudhiṃ gamaḥ śvāśuraś cāyāmī totā kalpeṣu saṃmitā
[Anm.: Vers unklar] Die Geliebte und die Hauptgemahlin, beide wohlbehalten in den Streit ziehend – die vom Schwiegervater [Anerkannte?] und die Ungeführte sind in den Ritualordnungen zugemessen.
Wort für Wort
vāvātā
die Geliebte (Nom.)
ca
und
mahiṣī
die Hauptgemahlin (Nom.)
svastyā
wohlbehalten (Instr./Adv.)
ca
und
yudhiṃ
in den Streit (Akk.)
gamaḥ
ziehend [?] (Nom.)
śvāśuraś
vom Schwiegervater [Anerkannte?] (Nom.)
cāyāmī
a- 'nicht' + yāmī (von √yam 'lenken', 'geführt') → und die Ungeführte (ca+ayāmī, Nom.)
yad indrādo dāśarājñe mānuṣaṃ vi gāhathāḥ virūpaḥ sarvasmā āsīt saha yakṣāya kalpate
Als du, Indra, damals in der Zehnkönigsschlacht in die Sache der Menschen eintauchtest, da war [der Feind] vielgestaltig für alle da – das eignet sich nun gemeinsam zur Verehrung. [Anm.: Bezug im Einzelnen unsicher]
Wort für Wort
yad
als
indrādo
o Indra; damals [?] (Vok.+Adv., Sandhi)
dāśarājñe
daśa 'zehn' + rājan 'König' → in der Zehnkönigs[schlacht] (Lok.)
Du erschlugst, o Freigebiger, den Vṛṣākṣa, den Amra [Anm.: „maryākaro raviḥ“ unklar]; du erschlugst den Rauhiṇa mit aufgesperrtem Maul, du spaltetest das Haupt des Vṛtra.
Wort für Wort
tvaṃ
du (Nom.)
vṛṣākṣuṃ
den Vṛṣākṣa (Akk., Dämonenname)
maghavann
o Freigebiger (Vok.)
amraṃ
den Amra (Akk., Name)
maryākaro
[Bedeutung unklar] [?] (Nom.)
raviḥ
[erschlugst du?, unklar] [?] (Nom.)
tvaṃ
du (Nom.)
rauhiṇaṃ
den Rauhiṇa (Akk., Dämonenname)
vyāsyo
mit aufgesperrtem Maul (Nom.)
vi
ent- (Präverb)
vṛtrasyābhinac
des Vṛtra; du spaltetest (Gen.+2.Sg.Impf., Sandhi)
Den auf dem Rücken der Falben Dahineilenden nannten sie Uccaiḥśravas, den „Hochwiehernden“: „Wohlbehalten, o Roß, fahre zum Sieg den schönbekränzten Indra herbei!“
Die weißen, ruhmreichen [Anm.: „ajaiśravasaḥ“ unsicher] falben Rosse, die dich zur Rechten anspannen – die frühere Verehrung der Götter tragend, wird Indra dadurch groß gepriesen.