nū cin nu te manyamānasya dasmod aśnuvanti mahimānam ugra na vīryam indra te na rādhaḥ
Auch jetzt schon erreichen sie nicht deine, des Wundertäters, Größe, wenn du so gedacht wirst; auch nicht deine Heldenkraft, du Gewaltiger, noch deine Freigebigkeit, Indra.
pra vo mahe mahivṛdhe bharadhvaṃ pracetase pra sumatiṃ kṛṇudhvam viśaḥ pūrvīḥ pra carā carṣaṇiprāḥ
Bringt dar dem Großen, dem an Größe Wachsenden, dem Weitsichtigen; erwirkt euch sein Wohlwollen – er, der die vielen Stämme, alle Völker erfüllt, schreitet voran.
Wort für Wort
pra
dar (Präverb)
vo
ihr
mahe
dem Großen (Dat.)
mahivṛdhe
mahi 'groß' + vṛdhe 'wachsend' → dem an Größe Wachsenden (Dat.)
bharadhvaṃ
bringt dar! (Imp.Pl.)
pracetase
dem Weitsichtigen (Dat.)
pra
voran
sumatiṃ
Wohlwollen (Akk.)
kṛṇudhvam
erwirkt euch! (Imp.Pl.)
viśaḥ
Stämme (Akk.Pl.)
pūrvīḥ
die vielen (Akk.Pl.)
pra
voran
carā
schreitet (er)
carṣaṇiprāḥ
carṣaṇi 'Völker' + prāḥ 'erfüllend' → der die Völker erfüllt (Nom.)
yadā vajraṃ hiraṇyam id athā rathaṃ harī yamasya vahato vi sūribhiḥ ā tiṣṭhati maghavā sanaśruta indro vājasya dīrghaśravasas patiḥ
Wenn die goldene Keule bereit ist, dann besteigt, während die beiden Falben den Wagen ziehen, mit den frommen Gönnern der altberühmte Indra, der freigebige Herr des Siegespreises, des weitreichenden Ruhms.
Wort für Wort
yadā
wenn
vajraṃ
die Keule (Nom./Akk.)
hiraṇyam
golden (Nom.)
id
eben
athā
dann
rathaṃ
den Wagen (Akk.)
harī
die beiden Falben (Nom.Dual)
yamasya
während sie ziehen
vahato
ziehend (Nom.Dual)
vi
(Verstärkung)
sūribhiḥ
mit den frommen Gönnern (Instr.Pl.)
ā
hinauf
tiṣṭhati
besteigt
maghavā
der Freigebige (Nom.)
sanaśruta
sana 'seit jeher' + śruta 'berühmt' → altberühmt (Nom.)
so cin nu vṛṣṭir yūthyā svā sacāṃ indraḥ śmaśrūṇi haritābhi pruṣṇute ava veti sukṣayaṃ sute madhūd id dhūṇoti vāto yathā vanam
Auch er, wie ein zur Herde gehöriger Regen sich anschließend – Indra besprengt seinen Bart mit den falben Somatropfen; er begibt sich hinab zur guten Wohnstatt; beim Somatrunk, aus dem Honigtrank heraus, tost er, wie der Wind den Wald durchtost.
Wort für Wort
so
er (sa)
cin
auch
nu
fürwahr
vṛṣṭir
Regen (Nom.)
yūthyā
zur Herde gehörig (Nom.)
svā
eigene (Nom.)
sacāṃ
sich anschließend
indraḥ
Indra (Nom.)
śmaśrūṇi
Bart (Akk.Pl.)
haritābhi
mit den falben Somatropfen (Instr.Pl.)
pruṣṇute
besprengt
ava
hinab
veti
er begibt sich
sukṣayaṃ
su 'gut' + kṣayaṃ 'Wohnstatt' → zur guten Wohnstatt (Akk.)
sute
beim Somatrunk (Lok.)
madhūd
madhu 'Honig(trank)' + ud '(Präverb zu dhūṇoti)' → aus dem Honigtrank heraus — Sandhi-Verschmelzung
yo vācā vivāco mṛdhravācaḥ purū sahasrāśivā jaghāna tattad id asya pauṃsyaṃ gṛṇīmasi piteva yas taviṣīṃ vāvṛdhe śavaḥ
Er, der mit seinem Wort die Widerredner, die feindselig Redenden, viele, tausendfach unheilbringende, erschlug – das, eben das preisen wir als seine Manneskraft, er, der wie ein Vater seine Stärke, seine Macht, gemehrt hat.
Wort für Wort
yo
der (Rel.)
vācā
mit seinem Wort (Instr.)
vivāco
die Widerredner (Akk.Pl.)
mṛdhravācaḥ
mṛdhra 'feindselig' + vācaḥ 'redend' → die feindselig Redenden (Akk.Pl.)