Quellen der Menschheit

Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Sūkta 69

sa ghā no yoga ā bhuvat sa rāye sa puraṃdhyām gamad vājebhir ā sa naḥ

Er möge uns fürwahr bei der rechten Verbindung beistehen, er möge kommen zum Reichtum, er möge kommen zur Fülle des Segens mit Kampfpreisen zu uns.

Wort für Wort
sa
er
ghā
fürwahr
no
uns
yoga
bei der Verbindung (Lok.)
ā
her
bhuvat
möge er beistehen
sa
er
rāye
zum Reichtum (Dat.)
sa
er
puraṃdhyām
zur Fülle des Segens (Lok.)
gamad
möge er kommen
vājebhir
mit Kampfpreisen (Instr.Pl.)
ā
her
sa
er
naḥ
zu uns

yasya saṃsthe na vṛṇvate harī samatsu śatravaḥ tasmā indrāya gāyata

Dessen Falbengespann in den Schlachten die Feinde nicht aufzuhalten vermögen – diesem Indra singt!

Wort für Wort
yasya
dessen (Gen.)
saṃsthe
im Kampf (Lok.)
na
nicht
vṛṇvate
vermögen aufzuhalten
harī
Falbengespann (Akk.Dual)
samatsu
in den Schlachten (Lok.Pl.)
śatravaḥ
die Feinde (Nom.Pl.)
tasmā
diesem (Dat.)
indrāya
Indra (Dat.)
gāyata
singt! (Imp.)

sutapāvne sutā ime śucayo yanti vītaye somāso dadhyāśiraḥ

Für ihn, den Trinker des Ausgepressten, gehen diese reinen, ausgepressten Somatränke, mit Dickmilch gemischt, zum Genuss.

Wort für Wort
sutapāvne
suta 'ausgepresst' + pāvne 'dem Trinker' → dem Trinker des Ausgepressten (Dat.)
sutā
ausgepresst (Nom.Pl.)
ime
diese
śucayo
reine (Nom.Pl.)
yanti
gehen
vītaye
zum Genuss
somāso
Somatränke (Nom.Pl.)
dadhyāśiraḥ
dadhi 'Dickmilch' + āśiraḥ 'gemischt' → mit Dickmilch gemischt (Nom.Pl.)

tvaṃ sutasya pītaye sadyo vṛddho ajāyathāḥ indra jyaiṣṭhyāya sukrato

Du bist, um sogleich vom ausgepressten Soma zu trinken, erwachsen geboren worden, Indra, zur höchsten Herrschaft, du Einsichtsvoller.

Wort für Wort
tvaṃ
du
sutasya
des ausgepressten (Gen.)
pītaye
zum Trinken
sadyo
sogleich
vṛddho
erwachsen
ajāyathāḥ
bist du geboren worden
indra
Indra (Vok.)
jyaiṣṭhyāya
zur höchsten Herrschaft
sukrato
du Einsichtsvoller (Vok.)

ā tvā viśantv āśavaḥ somāsa indra girvaṇaḥ śaṃ te santu pracetase

In dich mögen eingehen die raschen Somatränke, Indra, du Lobliedliebender; heilsam mögen sie dir sein, dem Weitsichtigen.

Wort für Wort
ā
hinein
tvā
in dich
viśantv
mögen eingehen
āśavaḥ
die raschen (Nom.Pl.)
somāsa
Somatränke (Nom.Pl.)
indra
Indra (Vok.)
girvaṇaḥ
gir 'Lied' + vaṇaḥ 'liebend' → du Lobliedliebender (Vok.)
śaṃ
heilsam
te
dir
santu
mögen sie sein
pracetase
dem Weitsichtigen (Dat.)

tvāṃ stomā avīvṛdhan tvām ukthā śatakrato tvāṃ vardhantu no giraḥ

Dich haben die Loblieder gestärkt, dich die Preissprüche, Hundertkräftiger; dich mögen unsere Lieder stärken.

Wort für Wort
tvāṃ
dich
stomā
die Loblieder (Nom.Pl.)
avīvṛdhan
haben gestärkt
tvām
dich
ukthā
die Preissprüche (Nom.Pl.)
śatakrato
śata 'hundert' + krato 'an Tatkraft' → o Hundertkräftiger (Vok.)
tvāṃ
dich
vardhantu
mögen stärken
no
unsere
giraḥ
Lieder (Nom.Pl.)

akṣitotiḥ saned imaṃ vājam indraḥ sahasriṇam yasmin viśvāni pauṃsyā

Der unerschöpflichen Beistand hat, möge Indra diesen tausendfachen Kampfpreis gewinnen, in dem alle Manneskräfte enthalten sind.

Wort für Wort
akṣitotiḥ
a-kṣita 'unerschöpflich' + ūtiḥ 'Beistand' → der unerschöpflichen Beistand hat (Nom.)
saned
möge gewinnen
imaṃ
diesen (Akk.)
vājam
Kampfpreis (Akk.)
indraḥ
Indra (Nom.)
sahasriṇam
tausendfachen (Akk.)
yasmin
in dem (Lok.)
viśvāni
alle (Akk.Pl.)
pauṃsyā
Manneskräfte (Akk.Pl.)

mā no martā abhi druhan tanūnām indra girvaṇaḥ īśāno yavayā vadham

Nicht sollen Sterbliche unseren Leibern Schaden zufügen; Indra, du Lobliedliebender, halte als Mächtiger die Waffe von uns fern.

Wort für Wort
mā
nicht
no
unseren
martā
Sterbliche (Nom.Pl.)
abhi
gegen
druhan
sollen Schaden zufügen
tanūnām
Leibern (Gen.Pl.)
indra
Indra (Vok.)
girvaṇaḥ
gir 'Lied' + vaṇaḥ 'liebend' → du Lobliedliebender (Vok.)
īśāno
als Mächtiger (Nom.)
yavayā
halte fern! (Imp.)
vadham
die Waffe (Akk.)

yuñjanti bradhnam aruṣam carantaṃ pari tasthuṣaḥ rocante rocanā divi

Sie schirren den rötlichen, sich bewegenden Falben an, um den herum die Sterne stehen; es leuchten die Lichträume am Himmel.

Wort für Wort
yuñjanti
sie schirren an
bradhnam
den Falben (Akk.)
aruṣam
den rötlichen (Akk.)
carantaṃ
den sich bewegenden (Akk.)
pari
ringsum
tasthuṣaḥ
stehen (Nom.Pl., die Sterne)
rocante
es leuchten
rocanā
Lichträume (Nom.Pl.)
divi
am Himmel (Lok.)

yuñjanty asya kāmyā harī vipakṣasā rathe śoṇā dhṛṣṇū nṛvāhasā

Man schirrt seine begehrenswerten, flügelbewehrten Falben an den Wagen, die rötlichen, kühnen, männertragenden.

Wort für Wort
yuñjanty
man schirrt an
asya
seine (Gen.)
kāmyā
begehrenswerten (Akk.Dual)
harī
Falben (Akk.Dual)
vipakṣasā
vi 'aus-' + pakṣasā 'Flügel' → flügelbewehrten (Akk.Dual)
rathe
an den Wagen (Lok.)
śoṇā
die rötlichen (Akk.Dual)
dhṛṣṇū
die kühnen (Akk.Dual)
nṛvāhasā
nṛ 'Männer' + vāhasā 'tragend' → die männertragenden (Akk.Dual)

ketuṃ kṛṇvann aketave peśo maryā apeśase sam uṣadbhir ajāyathāḥ

Ein Zeichen setzend für den Zeichenlosen, ein Schmuckbild für den Ungeschmückten – ihr Jünglinge, ihr seid mit den Morgenröten zusammen entstanden.

Wort für Wort
ketuṃ
ein Zeichen (Akk.)
kṛṇvann
setzend
aketave
a 'nicht' + ketave 'für den mit Zeichen' → für den Zeichenlosen (Dat.)
peśo
ein Schmuckbild (Akk.)
maryā
ihr Jünglinge (Vok.Pl.)
apeśase
a 'nicht' + peśase 'für den geschmückten' → für den Ungeschmückten (Dat.)
sam
zusammen
uṣadbhir
mit den Morgenröten (Instr.Pl.)
ajāyathāḥ
seid ihr entstanden

ād aha svadhām anu punar garbhatvam erire dadhānā nāma yajñiyam

Danach fürwahr sind sie, der Eigenmacht gemäß, wiederum in den Zustand des Keimens eingetreten, indem sie ihren heiligen Namen annahmen.

Wort für Wort
ād
danach
aha
fürwahr
svadhām
der Eigenmacht (Akk.)
anu
gemäß
punar
wiederum
garbhatvam
in den Zustand des Keimens (Akk.)
erire
sind sie eingetreten
dadhānā
annehmend
nāma
Namen (Akk.)
yajñiyam
den heiligen (Akk.)

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