pra te mahe vidathe śaṃsiṣaṃ harī pra te vanve vanuṣo haryataṃ madam ghṛtaṃ na yo haribhiś cāru secata ā tvā viśantu harivarpasaṃ giraḥ
Bei der großen Versammlung will ich deine beiden Falben preisen; ich will für dich vor dem Neider den begehrten Rauschtrank gewinnen, der wie Schmalz lieblich mit den Falben ausgegossen wird; dich, den Falbengestaltigen, sollen die Lobgesänge erfüllen.
Wort für Wort
pra
hervor (Präverb)
te
deine (Gen.)
mahe
bei der großen (Lok.)
vidathe
Versammlung (Lok.)
śaṃsiṣaṃ
will ich preisen (1.Sg.Subj.Aor.)
harī
die beiden Falben (Akk.Dual)
pra
hervor (Präverb)
te
für dich (Dat.)
vanve
will ich gewinnen (1.Sg.)
vanuṣo
vor dem Neider (Abl./Gen.)
haryataṃ
den begehrten (Akk.)
madam
Rauschtrank (Akk.)
ghṛtaṃ
wie Schmalz (Akk.)
na
wie
yo
der (Nom.)
haribhiś
mit den Falben (Instr.Pl.)
cāru
lieblich (Adv.)
secata
wird ausgegossen (3.Sg.Pass.)
ā
herbei (Präverb)
tvā
dich (Akk.)
viśantu
sollen erfüllen (3.Pl.Imp.)
harivarpasaṃ
hari 'falb' + varpas 'Gestalt' → den Falbengestaltigen (Akk.)
hariṃ hi yonim abhi ye samasvaran hinvanto harī divyaṃ yathā sadaḥ ā yaṃ pṛṇanti haribhir na dhenava indrāya śūśaṃ harivantam arcata
Zum falbenfarbenen Soma-Schoß, den sie umtönten und anspornten, wie zum himmlischen Falbensitz – ihn füllen sie mit den Falben wie Milchkühe; preist Indra mit Gesang, den falbenreichen, kraftvollen. [Anm.: Vers formelhaft-lautspielerisch, im Detail unsicher]
so asya vajro harito ya āyaso harir nikāmo harir ā gabhastyoḥ dyumnī suśipro harimanyusāyaka indre ni rūpā haritā mimikṣire
Das ist seine falbfarbene, eherne Keule, die falbfarben begehrte, die falbfarbene in seinen Händen; der glanzvolle, schönwangige, mit falbem Zorn als Geschoß Versehene – in Indra sind die falbfarbenen Gestalten vereint. [Anm.: stark formelhafter Vers mit Wiederholung von „hari-“, Sinn im Detail unsicher]
Wort für Wort
so
das (Nom.)
asya
seine (Gen.)
vajro
Keule (Nom.)
harito
falbfarbene (Nom.)
ya
die (Nom.)
āyaso
eherne (Nom.)
harir
die falbfarbene (Nom.)
nikāmo
begehrte (Nom.)
harir
die falbfarbene (Nom.)
ā
in (Postposition)
gabhastyoḥ
in den Händen (Lok.Dual)
dyumnī
der glanzvolle (Nom.)
suśipro
der schönwangige (Nom.)
harimanyusāyaka
hari 'falb' + manyu 'Zorn' + sāyaka 'Geschoß' → mit falbem Zorn als Geschoß Versehene (Nom.)
divi na ketur adhi dhāyi haryato vivyacad vajro harito na raṃhyā tudad ahiṃ hariśipro ya āyasaḥ sahasraśokā abhavad dharimbharaḥ
Wie ein Erkennungszeichen am Himmel wurde der begehrte Blitz aufgesetzt; die falbfarbene Keule durchdrang alles mit Schnelligkeit; er durchstach die Schlange, der falbwangige, eherne; tausendflammig ist er geworden, der Falbenbringer.
Wort für Wort
divi
am Himmel (Lok.)
na
wie
ketur
Erkennungszeichen (Nom.)
adhi
auf (Präverb)
dhāyi
wurde aufgesetzt (3.Sg.Aor.Pass.)
haryato
der begehrte (Nom.)
vivyacad
durchdrang alles (3.Sg.Impf.)
vajro
die Keule (Nom.)
harito
falbfarbene (Nom.)
na
mit (Vergleichspartikel)
raṃhyā
mit Schnelligkeit (Instr.)
tudad
er durchstach (3.Sg.Impf.)
ahiṃ
die Schlange (Akk.)
hariśipro
hari 'falb' + śipra 'Wange' → der Falbwangige (Nom.)
Du, du wurdest von den früheren Opfernden begehrt und gepriesen, Indra, du Falbenhaariger; du begehrst, dein ist alles Preiswürdige, ungeteilt die begehrte Gabe, du Falbengeborener.
Wort für Wort
tvaṃtvam
du, du (Nom., Reduplikation)
aharyathā
wurdest begehrt (2.Sg.Impf.Pass.)
upastutaḥ
gepriesen (Nom.)
pūrvebhir
von den früheren (Instr.Pl.)
indra
o Indra (Vok.)
harikeśa
hari 'falb' + keśa 'Haar' → du Falbenhaariger (Vok.)