Was von dieser [Frau] mit der engen Öffnung [Anm.: euphemistisch für die Vulva] an Kurzem und Dickem sich anlegte [Anm.: unsicher] – die beiden Hoden des sich Bewegenden [schaukeln] wie zwei Fische in der Kuhspur.
Wort für Wort
yad
was
asyā
von dieser (Gen.)
aṃhubhedyāḥ
aṃhu 'eng' + bhedyā 'Spalt, Öffnung' → mit der engen Öffnung [?] (Gen.)
kṛdhu
Kurzem [?] (Akk.)
sthūlam
Dickem (Akk.)
upātasat
sich anlegte [?] (3.Sg.Aor.)
muṣkāvidasyā
die beiden Hoden; dieser [?] (Nom.Du.+Gen., Sandhi)
yad alpikāsvalpikā karkadhūkevaṣadyate vāsantikam iva tejanaṃ yanty avātāya vitpati
[Anm.: Vers weitgehend unklar/korrupt] Wenn unter den kleinen [Dingen] das Kleinste sich [wie ein Karkadhū?] setzt – wie der Frühlings-Pfeilschaft gehen sie zum Windstillen, [wo] es sich niederlässt.
Wort für Wort
yad
wenn
alpikāsvalpikā
unter den kleinen das Kleinste [?] (Lok.Pl.+Nom., Sandhi)
karkadhūkevaṣadyate
wie ein Karkadhū sich setzt [?] (Kompositum/Verbform)
yad devāso lalāmaguṃ praviṣṭīminam āviṣuḥ sakulā dediśyate nārī satyasyākṣibhuvo yathā
[Anm.: Vers stark unklar, Eigennamen unsicher] Als die Götter den Lalāmagu, den Praviṣṭīmin, betraten, zeigt sich die Frau immer wieder, wie eine, deren Auge aus der Wahrheit entstanden ist.
Wort für Wort
yad
als
devāso
die Götter (Nom.Pl.)
lalāmaguṃ
den Lalāmagu [?] (Akk., Name)
praviṣṭīminam
den Praviṣṭīmin [?] (Akk., Name)
āviṣuḥ
betraten (3.Pl.Aor.)
sakulā
[?] (Nom.)
dediśyate
zeigt sich immer wieder (3.Sg., Intens.)
nārī
die Frau (Nom.)
satyasyākṣibhuvo
der Wahrheit; deren Auge entstanden ist (Gen.+Nom., Sandhi)
[Anm.: Vers stark verderbt, nur bruchstückhaft deutbar] Die Mahānagnī („die große Nackte“) wurde nicht satt … [der Rest des Verses ist nicht sicher zu deuten].
Wort für Wort
mahānagnyatṛpnadvi
mahā 'groß' + nagnī 'die Nackte' → die Mahānagnī; a- 'nicht' + tṛpnat 'wurde satt' (von √tṛp) + vi (Präverb) → die Mahānagnī wurde nicht satt [?] (Kompositum/Sandhi)
Die Mahānagnī redet [ihn] an: „Verbrannt und doch entstanden – wie das Holz, wenn es verbrennt, im Himmel [gleichsam] verzehrt wird.“ [Anm.: zweite Vershälfte unsicher]
Die Mahānagnī redet an: „Die Schwester, von dem Glied erfüllt [Anm.: unsicher] – so möchten wir, wie von der Frucht des Baumes, Sieb um Sieb [an Ertrag] erhalten.“
mahānagnī kṛkavākaṃ śamyayā pari dhāvati ayaṃ na vidma yo mṛgaḥ śīrṣṇā harati dhāṇikām
Die Mahānagnī läuft mit einem Pflock um den Hahn herum. Wir wissen nicht, was das für ein Tier ist, das mit dem Kopf die Dhāṇikā fortträgt. [Anm.: „dhāṇikām“ unbekanntes Wort]
Wort für Wort
mahānagnī
mahā 'groß' + nagnī 'die Nackte' → die Mahānagnī (Nom.)
vaśā dagdhām imāṅguriṃ prasṛjatogrataṃ pare mahān vai bhadro yabha mām addhyaudanam
[Anm.: erste Vershälfte stark unklar] Lasset diesen verbrannten Finger der unfruchtbaren Kuh los, in der Gewalt. Groß fürwahr ist der Gute: „Nimm mich, iss den Brei!“
Wort für Wort
vaśā
der unfruchtbaren Kuh (Gen.)
dagdhām
verbrannten (Akk.)
imāṅguriṃ
diesen Finger (Akk., Sandhi)
prasṛjatogrataṃ
lasset los; in der Gewalt [?] (Imp.2.Pl.+Akk., Sandhi)
[Anm.: Vers stark unklar] Videva, dich bedrängen die großen Nackten Frauen; vom Großen kommt der gute Stoß. Das bräunliche Mädchen läuft mit Asche umher.
Groß und gut ist der Bilva-Baum, groß und gut der Udumbara-Baum. [Anm.: die zweite Vershälfte bleibt unklar] Der Große bedrängt [ihn?] – vom Großen kommt der gute Stoß.
Wer das bräunliche Mädchen, die Füllige, im Frühling gewönne [Anm.: unsicher] – diesen Ölkrug, diesen Daumen, den weinenden [Anm.: „śudam“ unklar], möge er herausziehen.
Wort für Wort
yaḥ
wer (Nom.)
kumārī
das Mädchen (Akk./Nom.)
piṅgalikā
das bräunliche (Akk./Nom.)
vasantaṃ
im Frühling (Akk./Lok.)
pīvarī
die Füllige (Akk./Nom.)
labhet
gewönne (3.Sg.Opt.)
tailakuṇḍamimāṅguṣṭhaṃ
taila 'Öl' + kuṇḍam 'Krug' + imam 'diesen' + aṅguṣṭham 'Daumen' → diesen Ölkrug, diesen Daumen (Akk., Sandhi-Kompositum)