Quellen der Menschheit

Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Sūkta 14

vayam u tvām apūrvya sthūraṃ na kac cid bharanto 'vasyavaḥ vāje citraṃ havāmahe

Wir, o du Unvergleichlicher, rufen dich, wie man etwas Großes herbeischafft, nach Beistand verlangend, im Kampf um Beute, den Wunderbaren, herbei.

Wort für Wort
vayam
wir
u
fürwahr
tvām
dich (Akk.)
apūrvya
o du Unvergleichlicher (Vok.)
sthūraṃ
etwas Großes (Akk.)
na
wie
kac
etwas
cid
auch
bharanto
herbeischaffend (Ptz.Nom.Pl.)
'vasyavaḥ
nach Beistand verlangend (Nom.Pl.)
vāje
im Kampf um Beute (Lok.)
citraṃ
den Wunderbaren (Akk.)
havāmahe
rufen wir herbei (1.Pl.)

upa tvā karmann ūtaye sa no yuvograś cakrāma yo dhṛṣat tvām id dhy avitāraṃ vavṛmahe sakhāya indra sānasim

Zu dir kommen wir bei unserem Werk um Beistand; du, jugendlich, gewaltig, bist zu uns getreten, der du kühn bist; dich, eben dich, o Freunde, haben wir als Helfer erwählt, den gewinnbringenden Indra.

Wort für Wort
upa
hin zu (Präverb)
tvā
dich (Akk.)
karmann
bei unserem Werk (Lok.)
ūtaye
um Beistand (Dat.)
sa
du (Nom.)
no
zu uns (Akk.)
yuvograś
jugendlich, gewaltig (Nom.)
cakrāma
bist getreten (Perf.)
yo
der (Nom.)
dhṛṣat
kühn (Nom.)
tvām
dich (Akk.)
id
eben
dhy
denn (hi)
avitāraṃ
als Helfer (Akk.)
vavṛmahe
haben wir erwählt (Perf.Med.)
sakhāya
o Freunde (Vok.Pl.)
indra
o Indra (Vok.)
sānasim
den gewinnbringenden (Akk.)

yo na idamidaṃ purā pra vasya ānināya tam u va stuṣe sakhāya indram ūtaye

Der uns dies und jenes vordem zum Guten hingeführt hat, den preise ich euch, o Freunde, den Indra, um Beistand zu erlangen.

Wort für Wort
yo
der (Nom.)
na
uns (naḥ)
idamidaṃ
dies und jenes (Akk.)
purā
vordem
pra
(Präverb)
vasya
zum Guten (Adv./Gen.)
ānināya
hingeführt hat (Perf.)
tam
den (Akk.)
u
fürwahr
va
euch (vaḥ)
stuṣe
preise ich (1.Sg.Med.)
sakhāya
o Freunde (Vok.Pl.)
indram
Indra (Akk.)
ūtaye
um Beistand (Dat.)

haryaśvaṃ satpatiṃ carṣaṇīsahaṃ sa hi ṣmā yo amandata ā tu naḥ sa vayati gavyam aśvyaṃ stotṛbhyo maghavā śatam

Den mit falben Rossen, den guten Herrn, den die Menschenstämme Bezwingenden – denn er ist es, der sich am Soma berauscht hat; uns möge er nun herbeiweben, an Rindern und Pferden – hundertfach den Lobsängern, der Freigebige.

Wort für Wort
haryaśvaṃ
hari 'falb' + aśvaṃ 'Rosse' → den mit falben Rossen (Akk.) [Kompositum]
satpatiṃ
den guten Herrn (Akk.)
carṣaṇīsahaṃ
carṣaṇī 'Menschenstämme' + sahaṃ 'bezwingend' → den die Menschenstämme Bezwingenden (Akk.) [Kompositum]
sa
er (Nom.)
hi
denn
ṣmā
fürwahr (Partikel)
yo
der (Nom.)
amandata
sich berauscht hat (Impf.Med.)
ā
her (Präverb)
tu
nun
naḥ
uns (Dat.)
sa
er
vayati
möge weben (3.Sg.)
gavyam
an Rindern (Akk.)
aśvyaṃ
an Pferden (Akk.)
stotṛbhyo
den Lobsängern (Dat.Pl.)
maghavā
der Freigebige (Nom.)
śatam
hundertfach

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