Der mit Kraft die Enden der Erde gestützt hat – Bṛhaspati, der an drei Sitzen Weilende, mit seinem Gebrüll – ihn haben die alten Ṛṣis, nachsinnend, an die Spitze gesetzt, die redekundigen Sänger, ihn, den mit lieblicher Zunge.
Wort für Wort
yas
der (Rel.)
tastambha
hat gestützt
sahasā
mit Kraft (Instr.)
vi
(Verstärkung)
jmo
der Erde (Gen.)
antān
Enden (Akk.Pl.)
bṛhaspatis
Bṛhaspati (Nom.)
triṣadhastho
tri 'drei' + sadhastho 'Sitz-seiend' → der an drei Sitzen Weilende (Nom.)
raveṇa
mit seinem Gebrüll (Instr.)
taṃ
ihn
pratnāsa
die alten (Nom.Pl.)
ṛṣayo
Ṛṣis (Nom.Pl.)
dīdhyānāḥ
nachsinnend (Nom.Pl.)
puro
an die Spitze
viprā
redekundigen Sänger (Nom.Pl.)
dadhire
haben gesetzt
mandrajihvam
mandra 'lieblich' + jihvam 'Zunge' → den mit lieblicher Zunge (Akk.)
dhunetayaḥ supraketaṃ madanto bṛhaspate abhi ye nas tatasre pṛṣantaṃ sṛpram adabdham ūrvaṃ bṛhaspate rakṣatād asya yonim
Wir, die schüttelnd Schreitenden, uns berauschend, o Bṛhaspati, die Loblieder, die sich zu uns ausgespannt haben zum wohlerkennbaren Ziel – schütze, Bṛhaspati, den gesprenkelten, gleitenden, unbetrüglichen weiten Behälter, seine Quelle. [Anm.: die Bildlichkeit dieses Verses bleibt unklar, evtl. Bezug auf die Kuhhürde oder den Somabehälter]
Wort für Wort
dhunetayaḥ
die schüttelnd Schreitenden (Nom.Pl.)
supraketaṃ
su 'gut/wohl' + praketaṃ 'erkennbares Ziel' → zum wohlerkennbaren Ziel (Akk.)
bṛhaspate yā paramā parāvad ata ā te ṛtaspṛśo ni ṣeduḥ tubhyaṃ khātā avatā adridugdhā madhva ścotanty abhito virapśam
Bṛhaspati, jenseits der fernsten Ferne, von dorther haben sich für dich die die Wahrheit Berührenden niedergelassen; für dich träufeln die gegrabenen Brunnen, aus dem Fels gemolken, ringsum reichlich von Süßigkeit.
Wort für Wort
bṛhaspate
Bṛhaspati (Vok.)
yā
die (Rel.)
paramā
fernste (Nom.)
parāvad
Ferne (Nom.)
ata
von dort
ā
her
te
für dich
ṛtaspṛśo
die die Wahrheit Berührenden (Nom.Pl.)
ni
nieder
ṣeduḥ
haben sich niedergelassen
tubhyaṃ
für dich
khātā
die gegrabenen (Nom.Pl.)
avatā
Brunnen (Nom.Pl.)
adridugdhā
adri 'Fels' + dugdhā 'gemolken' → aus dem Fels gemolken (Nom.Pl.)
Bṛhaspati, als er zuerst geboren wurde, aus dem großen Licht, im höchsten Himmelsraum, siebenmündig, kraftvoll geboren – mit seinem Gebrüll hat der Siebenstrahlige die Finsternisse fortgeblasen.
sa suṣṭubhā sa ṛkvatā gaṇena valaṃ ruroja phaligaṃ ravena bṛhaspatir usriyā havyasūdaḥ kanikradad vāvaśatīr ud ājat
Er hat mit wohltönender, mit liedkundiger Schar den Vala, die Umschließung, mit seinem Gebrüll aufgebrochen; Bṛhaspati, der die Opferspenden bereitet, hat brüllend die muhenden Morgenkühe emporgetrieben.
Wort für Wort
sa
er
suṣṭubhā
mit wohltönender (Instr.)
sa
er
ṛkvatā
mit liedkundiger (Instr.)
gaṇena
Schar (Instr.)
valaṃ
den Vala (Akk.)
ruroja
hat aufgebrochen
phaligaṃ
die Umschließung (Akk.)
ravena
mit Gebrüll (Instr.)
bṛhaspatir
Bṛhaspati (Nom.)
usriyā
Morgenkühe (Akk.Pl.)
havyasūdaḥ
havya 'Opferspende' + sūdaḥ 'bereitend' → der die Opferspenden bereitet (Nom.)
So wollen wir dem Vater, dem Allgott, dem Stier, mit Opfern, mit Verehrung, mit Opfergaben dienen; Bṛhaspati, mit guter Nachkommenschaft, mit Söhnen mögen wir sein, Herren von Reichtümern.
Wort für Wort
evā
so
pitre
dem Vater (Dat.)
viśvadevāya
viśva 'all' + devāya 'Gott' → dem Allgott (Dat.)
vṛṣṇe
dem Stier (Dat.)
yajñair
mit Opfern (Instr.Pl.)
vidhema
wollen wir dienen
namasā
mit Verehrung (Instr.)
havirbhiḥ
mit Opfergaben (Instr.Pl.)
bṛhaspate
Bṛhaspati (Vok.)
suprajā
su 'gut' + prajā 'Nachkommenschaft' → mit guter Nachkommenschaft (Nom.Pl.)