vanoti hi sunvan kṣayaṃ parīṇasaḥ sunvāno hi ṣmā yajaty ava dviṣo devānām ava dviṣaḥ sunvāna it siṣāsati sahasrā vājy avṛtaḥ sunvānāyendro dadāty ābhuvaṃ rayiṃ dadāty ābhuvam
Denn wer presst, gewinnt eine Wohnstatt voller Fülle; denn wer presst, opfert und wehrt die Feindschaft der Götter ab, wehrt die Feindschaft ab; nur wer presst, sucht Tausende zu gewinnen, der Kampfpreisreiche, Unbehinderte; dem, der presst, gibt Indra hilfreichen Reichtum, gibt hilfreichen Reichtum.
mo ṣu vo asmad abhi tāni pauṃsyā sanā bhūvan dyumnāni mota jāriṣur asmat purota jāriṣuḥ yad vaś citraṃ yugeyuge navyaṃ ghoṣād amartyam asmāsu tan maruto yac ca duṣṭaraṃ didhṛtā yac ca duṣṭaram
Nicht sollen fürwahr jene eure Manneskräfte uns fern, alt werden, jene glanzvollen Taten; auch sollen sie nicht vor uns vergehen; was euer wunderbares, in jedem Zeitalter neues, unsterbliches Wesen ertönen lässt, das haltet unter uns fest, ihr Maruts, und was unüberwindlich ist, das Unüberwindliche.
Wort für Wort
mo
mā 'nicht' + u 'ja/fürwahr' → nicht fürwahr — Sandhi-Verschmelzung (mā, Vetitiv)
ṣu
wohl (Partikel)
vo
eure
asmad
von uns
abhi
fern (Präverb)
tāni
jene (Akk.Pl.)
pauṃsyā
Manneskräfte
sanā
alt
bhūvan
sollen werden
dyumnāni
glanzvolle Taten
mota
mā 'nicht' + uta 'und' → und nicht — Sandhi-Verschmelzung (mā, Vetitiv)
jāriṣur
sollen vergehen
asmat
von uns
purota
purā 'vorher' + uta 'und' → und vorher — Sandhi-Verschmelzung
jāriṣuḥ
sollen vergehen
yad
was
vaś
euer
citraṃ
wunderbares
yugeyuge
in jedem Zeitalter
navyaṃ
neues
ghoṣād
ertönen lässt
amartyam
unsterbliches
asmāsu
unter uns
tan
das
maruto
o Maruts (Vok.)
yac
was
ca
und
duṣṭaraṃ
dus 'schwer' + taram 'zu überwinden' → unüberwindlich
didhṛtā
haltet fest! (Imp.)
yac
was
ca
und
duṣṭaram
dus 'schwer' + taram 'zu überwinden' → das Unüberwindliche
agniṃ hotāram manye dāsvantaṃ vasuṃ sūnuṃ sahaso jātavedasaṃ vipraṃ na jātavedasam ya ūrdhvayā svadhvaro devo devācyā kṛpā ghṛtasya vibhrāṣṭim anu vaṣṭi śociṣājuhvānasya sarpiṣaḥ
Agni halte ich für den Opferpriester, den Gebenden, den Guten, den Sohn der Kraft, den Jatavedas, den Weisen, wie er Jatavedas ist, den gut opfernden Gott, der mit aufrechter, gottgemäßer Gestalt dem Aufglänzen des Schmalzes folgt, mit seiner Flamme, wenn das Fett dargebracht wird.
Wort für Wort
agniṃ
Agni (Akk.)
hotāram
den Opferpriester (Akk.)
manye
ich halte für
dāsvantaṃ
den Gebenden (Akk.)
vasuṃ
den Guten (Akk.)
sūnuṃ
den Sohn (Akk.)
sahaso
der Kraft (Gen.)
jātavedasaṃ
jāta 'Geschöpfe/Geborenes' + vedasam 'kennend' → den Jatavedas ('der alle Wesen kennt', Akk.)
Mit den Opfern vereint, mit den gesprenkelten Rossen, mit den Speeren ziehend, schön geschmückt bei ihrer Fahrt, die lieben Maruts, nachdem sie sich auf das Opfergras des Bharata-Sohnes gesetzt haben – trinkt, ihr Männer des Himmels, vom Potar-Priesteramt aus den Soma. [Anm.: "Bharatas Söhne" – Bezug unklar, evtl. auf die opfernde Priesterschaft]
Führe die Götter herbei, opfere hier, du Weiser, und, begierig, o Hotar, setz dich auf die drei Sitze, nimm den dargereichten süßen Soma an; trink vom Agnidh-Priesteramt, verlange gierig nach deinem Anteil.
Wort für Wort
ā
her
vakṣi
führe! (Imp.)
devāṃ
die Götter (Akk.Pl.)
iha
hier
vipra
du Weiser (Vok.)
yakṣi
opfere! (Imp.)
cośan
ca 'und' + uśan 'begierig' → und begierig — Sandhi-Verschmelzung
eṣa sya te tanvo nṛmṇavardhanaḥ saha ojaḥ pradivi bāhvor hitaḥ tubhyaṃ suto maghavan tubhyam ābhṛtas tvam asya brāhmaṇād ā tṛpat piba
Dies ist die deinem Leib die Manneskraft Mehrende, die Macht und Stärke, seit jeher in deine Arme gelegt; für dich ist der Soma ausgepresst, du Gabenreicher, für dich herbeigebracht; trink davon aus dem Priesteramt, bis zur Sättigung.
Wort für Wort
eṣa
dies (Nom.)
sya
jenes (Pron.)
te
dein
tanvo
Leibes (Gen.)
nṛmṇavardhanaḥ
nṛmṇa 'Manneskraft' + vardhanaḥ 'mehrend' → die Manneskraft-Mehrende
yam u pūrvam ahuve tam idaṃ huve sed u havyo dadir yo nāma patyate adhvaryubhiḥ prasthitaṃ somyaṃ madhu potrāt somaṃ draviṇodaḥ piba ṛtubhiḥ
Den ich zuvor gerufen habe, den rufe ich jetzt wieder; er ist es, der zu rufende Geber, der über den Namen des Opfers gebietet – den durch die Adhvaryus dargereichten süßen Soma, ihn, den Reichtumgeber, trink vom Potar-Amt aus, zu den rechten Zeiten.