Quellen der Menschheit

Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Sūkta 92

abhi pra gopatiṃ girendram arca yathā vide sūtuṃ satyasya satpatim

Preise mit dem Loblied den Herrn der Rinder, den Indra, so dass man ihn als Antreiber der Wahrheit, als wahren Herrn erkenne.

Wort für Wort
abhi
hin (Präverb)
pra
dar
gopatiṃ
den Herrn der Rinder (Akk.)
girendram
girā 'mit dem Loblied' (Instr.) + indram 'Indra' (Akk.) — Sandhi-Verschmelzung
arca
preise! (Imp.)
yathā
so dass
vide
man erkenne
sūtuṃ
als Antreiber (Akk.)
satyasya
der Wahrheit (Gen.)
satpatim
sat 'wahr/seiend' + patim 'Herr' → als wahren Herrn (Akk.)

ā harayaḥ sasṛjrire 'ruṣīr adhi barhiṣi yatrābhi saṃnavāmahe

Die Falben sind losgelassen worden, die rötlichen Kühe, auf das Barhis-Gras, wo wir gemeinsam unsere Stimmen erschallen lassen.

Wort für Wort
ā
her
harayaḥ
die Falben (Nom.Pl.)
sasṛjrire
sind losgelassen worden
'ruṣīr
die rötlichen (Kühe, Nom.Pl.)
adhi
auf
barhiṣi
das Barhis-Gras (Lok.)
yatrābhi
wo
saṃnavāmahe
wir lassen erschallen

indrāya gāva āśiraṃ duduhre vajriṇe madhu yat sīm upahvare vidat

Für Indra haben die Kühe die Milchmischung gemolken, für den Keulenträger den Süßtrank, als er ihn im Versteck fand. [Anm.: der genaue Bezug dieser Zeile, wohl auf das Auffinden der Kühe in der Höhle, bleibt unsicher]

Wort für Wort
indrāya
für Indra (Dat.)
gāva
die Kühe (Nom.Pl.)
āśiraṃ
Milchmischung (Akk.)
duduhre
haben gemolken
vajriṇe
für den Keulenträger (Dat.)
madhu
Süßtrank (Akk.)
yat
als
sīm
ihn (encl.)
upahvare
im Versteck (Lok.)
vidat
fand

ud yad bradhnasya viṣṭapaṃ gṛham indraś ca ganvahi madhvaḥ pītvā sacevahi triḥ sapta sakhyuḥ pade

Wenn wir zum Gipfel, zum Haus des Bradhna emporsteigen – Indra und ich, wollen wir dorthin gehen, und, vom Süßtrank getrunken, dreimal sieben am Ort des Freundes beisammen sein. [Anm.: der mythologische Bezug „bradhna“ und der Sinn dieses Verses insgesamt bleiben unsicher]

Wort für Wort
ud
empor
yad
wenn
bradhnasya
des Bradhna (Gen.)
viṣṭapaṃ
zum Gipfel (Akk.)
gṛham
zum Haus (Akk.)
indraś
Indra (Nom.)
ca
und (ich)
ganvahi
wollen wir gehen
madhvaḥ
vom Süßtrank (Gen.)
pītvā
getrunken habend
sacevahi
wollen wir beisammen sein
triḥ
dreimal
sapta
sieben
sakhyuḥ
des Freundes (Gen.)
pade
am Ort (Lok.)

arcata prārcata priyamedhāso arcata arcantu putrakā uta puraṃ na dhṛṣṇv arcata

Singt, singt voran, ihr Priyamedhas-Sänger, singt! Singen sollen auch die jungen Söhne! Und singt kühn, wie im Ansturm auf eine Burg!

Wort für Wort
arcata
singt! (Imp.Pl.)
prārcata
singt voran! (Imp.Pl.)
priyamedhāso
ihr Priyamedhas-Sänger (Vok.Pl.)
arcata
singt!
arcantu
sollen singen
putrakā
die jungen Söhne (Nom.Pl.)
uta
und
puraṃ
Burg (Akk.)
na
wie
dhṛṣṇv
kühn
arcata
singt!

ava svarāti gargaro godhā pari saniṣvaṇat piṅgā pari caniṣkadad indrāya brahmodyatam

Es tönt herab der Gargara, die Godhā-Saite erklingt ringsum, die gelbliche Saite hüpft ringsum – dem Indra ist das Gebet dargebracht. [Anm.: die musikalischen Fachausdrücke „gargara“, „godhā“, „piṅgā“ bleiben unsicher übersetzt]

Wort für Wort
ava
herab
svarāti
tönt
gargaro
der Gargara (Instrument, Nom.)
godhā
die Godhā-Saite (Nom.)
pari
ringsum
saniṣvaṇat
erklingt
piṅgā
die gelbliche Saite (Nom.)
pari
ringsum
caniṣkadad
hüpft
indrāya
dem Indra (Dat.)
brahmodyatam
brahma 'Gebet' + udyatam 'dargebracht/erhoben' → das Gebet ist dargebracht

ā yat patanty enyaḥ sudughā anapasphuraḥ apasphuraṃ gṛbhāyata somam indrāya pātave

Wenn die eiligen, gutmelkenden, nicht zurückweichenden Somaströme heranfliegen, dann ergreift den zurückweichenden Soma für Indra, zum Trinken. [Anm.: Bezug und Konstruktion dieses Verses bleiben unsicher]

Wort für Wort
ā
her
yat
wenn
patanty
fliegen heran
enyaḥ
die eiligen (Nom.Pl.)
sudughā
gutmelkenden (Nom.Pl.)
anapasphuraḥ
nicht zurückweichenden (Nom.Pl.)
apasphuraṃ
den zurückweichenden (Akk.)
gṛbhāyata
ergreift! (Imp.Pl.)
somam
Soma (Akk.)
indrāya
für Indra (Dat.)
pātave
zum Trinken

apād indro apād agnir viśve devā amatsata varuṇa id iha kṣayat tam āpo abhy anūṣata vatsaṃ saṃśiśvarīr iva

Fußlos war Indra, fußlos Agni; alle Götter berauschten sich; Varuṇa allein herrsche hier – ihm haben die Wasser zugejubelt, wie säugende Kühe ihrem Kalb. [Anm.: Das Epitheton „fußlos“ für Indra und Agni ist ein rätselhaftes Bild dieses Hymnus, dessen genauer Sinn unklar bleibt.]

Wort für Wort
apād
fußlos (Nom.)
indro
Indra (Nom.)
apād
fußlos (Nom.)
agnir
Agni (Nom.)
viśve
alle (Nom.Pl.)
devā
Götter (Nom.Pl.)
amatsata
berauschten sich
varuṇa
Varuṇa (Nom.)
id
allein
iha
hier
kṣayat
herrsche
tam
ihm (Dat./Akk.)
āpo
die Wasser (Nom.Pl.)
abhy
zu
anūṣata
haben zugejubelt
vatsaṃ
dem Kalb (Akk.)
saṃśiśvarīr
säugende Kühe (Nom.Pl.)
iva
wie

sudevo asi varuṇa yasya te sapta sindhavaḥ anukṣaranti kākudaṃ sūryaṃ suṣirām iva

Ein guter Gott bist du, Varuṇa, dessen sieben Ströme deinen Gaumen entlangfließen, wie zur durchlöcherten Sonne hin. [Anm.: das Bild dieser Zeile bleibt sehr dunkel]

Wort für Wort
sudevo
ein guter Gott (Nom.)
asi
bist du
varuṇa
Varuṇa (Vok.)
yasya
dessen (Gen.)
te
dein
sapta
sieben
sindhavaḥ
Ströme (Nom.Pl.)
anukṣaranti
fließen entlang
kākudaṃ
Gaumen (Akk.)
sūryaṃ
zur Sonne (Akk.)
suṣirām
durchlöcherten (Akk.)
iva
wie

yo vyatīṃr aphāṇayat suyuktāṃ upa dāśuṣe takvo netā tad id vapur upamā yo amucyata

Der die gutgespannten Zügel entfaltete, hin zum Opferspender, er, der schnelle Führer – das eben ist sein Wunderwerk, er, der als Höchster gelöst wurde. [Anm.: dieser Vers ist sehr dunkel, der Zusammenhang bleibt unklar]

Wort für Wort
yo
der (Rel.)
vyatīṃr
die Zügel (Akk.Pl.)
aphāṇayat
entfaltete
suyuktāṃ
gutgespannten (Akk.Pl.)
upa
hin zu
dāśuṣe
zum Opferspender (Dat.)
takvo
der schnelle (Nom.)
netā
Führer (Nom.)
tad
das
id
eben
vapur
Wunderwerk (Nom.)
upamā
als Höchster (Nom.)
yo
der (Rel.)
amucyata
wurde gelöst

atīd u śakra ohata indro viśvā ati dviṣaḥ bhinat kanīna odanaṃ pacyamānaṃ paro girā

Darüber hinaus fährt ja der Mächtige, Indra, über alle Feindschaften hinweg; als Jüngling zerbrach er den kochenden Brei mit seinem Loblied hinaus. [Anm.: der Bezug des „Brei-Zerbrechens“ bleibt unklar, wohl eine rätselhafte mythologische Anspielung]

Wort für Wort
atīd
darüber hinaus eben
u
ja
śakra
der Mächtige (Nom.)
ohata
fährt
indro
Indra (Nom.)
viśvā
alle (Akk.Pl.)
ati
über... hinweg
dviṣaḥ
Feindschaften (Akk.Pl.)
bhinat
zerbrach
kanīna
als Jüngling (Nom.)
odanaṃ
den Brei (Akk.)
pacyamānaṃ
den kochenden (Akk.)
paro
hinaus
girā
mit seinem Loblied (Instr.)

arbhako na kumārako 'dhi tiṣṭhann avaṃ ratham sa pakṣan mahiṣaṃ mṛgaṃ pitre mātre vibhukratum

Wie ein kleiner Knabe, der auf dem niedrigen Wagen sitzt – so kochte er den mächtigen Büffel, das Wildtier, für Vater und Mutter, mit reichlicher Umsicht. [Anm.: der Sinnzusammenhang bleibt unsicher, evtl. mythologische Anspielung auf eine Kindheitserzählung]

Wort für Wort
arbhako
klein (Nom.)
na
wie
kumārako
Knabe (Nom.)
'dhi
auf (Präverb)
tiṣṭhann
sitzend
avaṃ
niedrigen (Akk.)
ratham
Wagen (Akk.)
sa
er
pakṣan
kochte
mahiṣaṃ
mächtigen Büffel (Akk.)
mṛgaṃ
Wildtier (Akk.)
pitre
für Vater (Dat.)
mātre
für Mutter (Dat.)
vibhukratum
vibhu 'reichlich/mächtig' + kratum 'Umsicht/Tatkraft' → mit reichlicher Umsicht (Akk.)

ā tū suśipra daṃpate rathaṃ tiṣṭhā hiraṇyayam adha dyukṣaṃ sacevahi sahasrapādam aruṣaṃ svastigām anehasam

Besteige, du Schönbackiger, Herr des Hauses, den goldenen Wagen; dann wollen wir uns dem himmlischen Wagen anschließen, dem tausendfüßigen, rötlichen, heilbringenden, makellosen.

Wort für Wort
ā
hinauf
tū
doch
suśipra
du Schönbackiger (Vok.)
daṃpate
dam 'Haus' + pate 'Herr' → Herr des Hauses (Vok.)
rathaṃ
Wagen (Akk.)
tiṣṭhā
besteige! (Imp.)
hiraṇyayam
goldenen (Akk.)
adha
dann
dyukṣaṃ
dem himmlischen (Akk.)
sacevahi
wollen wir uns anschließen
sahasrapādam
sahasra 'tausend' + pādam 'Fuß' → tausendfüßigen (Akk.)
aruṣaṃ
rötlichen (Akk.)
svastigām
svasti 'Heil' + gām 'bringend/gehend' → heilbringenden (Akk.)
anehasam
makellosen (Akk.)

tam ghem itthā namasvina upa svarājam āsate arthaṃ cid asya sudhitaṃ yad etave āvartayanti dāvane

Ihn, den Selbstherrscher, umgeben so die Verehrenden; sogar sein wohlgeordnetes Ziel bringen sie herbei, zum Geben, damit er komme. [Anm.: der Satzbau dieses Verses bleibt unsicher]

Wort für Wort
tam
ihn
ghem
fürwahr
itthā
so
namasvina
die Verehrenden (Nom.Pl.)
upa
herzu
svarājam
den Selbstherrscher (Akk.)
āsate
umgeben (sitzen)
arthaṃ
Ziel (Akk.)
cid
sogar
asya
sein (Gen.)
sudhitaṃ
wohlgeordnetes (Akk.)
yad
damit
etave
er komme
āvartayanti
bringen herbei
dāvane
zum Geben

anu pratnasyaukasaḥ priyamedhāsa eṣām pūrvām anu prayatiṃ vṛktabarhiṣo hitaprayasa āśata

Dem alten Wohnsitz folgend haben die Priyamedhas, dem früheren Vorbild dieser Vorfahren folgend, mit ausgebreitetem Barhis, mit bereitgestellter Opferspeise, ihr Ziel erreicht.

Wort für Wort
anu
folgend
pratnasyaukasaḥ
pratnasya 'des alten' (Gen.) + okasaḥ 'Wohnsitzes' (Gen.) — Sandhi-Verschmelzung
priyamedhāsa
die Priyamedhas (Nom.Pl.)
eṣām
dieser (Gen.Pl.)
pūrvām
dem früheren (Akk.)
anu
folgend
prayatiṃ
Vorbild (Akk.)
vṛktabarhiṣo
vṛkta 'ausgebreitet' + barhiṣo 'Barhis-Gras' → mit ausgebreitetem Barhis (Nom.Pl.)
hitaprayasa
hita 'bereitgestellt' + prayasa 'Opferspeise' → mit bereitgestellter Opferspeise (Nom.Pl.)
āśata
haben erreicht

yo rājā carṣaṇīnāṃ yātā rathebhir adhriguḥ viśvāsāṃ tarutā pṛtanānāṃ jyeṣṭho yo vṛtrahā gṛṇe

Der König der Völker, der mit seinen Wagen Fahrende, der Unaufhaltsame, der Überwinder aller Kampfscharen, der als Höchster, als Vṛtratöter, gepriesen wird.

Wort für Wort
yo
der (Rel.)
rājā
König (Nom.)
carṣaṇīnāṃ
der Völker (Gen.Pl.)
yātā
der Fahrende (Nom.)
rathebhir
mit Wagen (Instr.Pl.)
adhriguḥ
der Unaufhaltsame (Nom.)
viśvāsāṃ
aller (Gen.Pl.)
tarutā
der Überwinder (Nom.)
pṛtanānāṃ
Kampfscharen (Gen.Pl.)
jyeṣṭho
als Höchster (Nom.)
yo
der (Rel.)
vṛtrahā
vṛtra 'Vṛtra (Dämon)' + hā 'Töter' → als Vṛtratöter (Nom.)
gṛṇe
wird gepriesen

indraṃ taṃ śumbha puruhanmann avase yasya dvitā vidhartari hastāya vajraḥ prati dhāyi darśato maho dive na sūryaḥ

Schmücke jenen Indra, du Vielschlagender, zur Hilfe – ihn, dem zum zweiten Mal, bei der Verteilung, die Keule in die Hand gelegt wurde, den ansehnlichen, wie die Sonne dem großen Himmel. [Anm.: der Satzbau dieses Verses bleibt unsicher]

Wort für Wort
indraṃ
Indra (Akk.)
taṃ
jenen (Akk.)
śumbha
schmücke! (Imp.)
puruhanmann
puru 'viel' + hanmann 'schlagend' → du Vielschlagender (Vok.)
avase
zur Hilfe
yasya
dem (Gen.)
dvitā
zum zweiten Mal
vidhartari
bei der Verteilung (Lok.)
hastāya
in die Hand (Dat.)
vajraḥ
die Keule (Nom.)
prati
entgegen
dhāyi
wurde gelegt
darśato
den ansehnlichen (Akk.)
maho
dem großen (Dat.)
dive
Himmel (Dat.)
na
wie
sūryaḥ
die Sonne (Nom.)

nakiṣ ṭaṃ karmaṇā naśad yaś cakāra sadāvṛdham indraṃ na yajñair viśvagūrtam ṛbhvasam adhṛṣṭaṃ dhṛṣṇvojasam

Niemand erreicht ihn mit eigener Tat, der ihn, den beständig Wachsenden, geschaffen hat – Indra, den durch Opfer allseits Gepriesenen, den kunstfertigen, den unangreifbaren, den von kühner Kraft.

Wort für Wort
nakiṣ
niemand
ṭaṃ
ihn
karmaṇā
mit Tat (Instr.)
naśad
erreicht
yaś
der (Rel.)
cakāra
geschaffen hat
sadāvṛdham
sadā 'beständig' + vṛdham 'wachsend' → den beständig Wachsenden (Akk.)
indraṃ
Indra (Akk.)
na
wie
yajñair
durch Opfer (Instr.Pl.)
viśvagūrtam
viśva 'alle' + gūrtam 'gepriesen' → den allseits Gepriesenen (Akk.)
ṛbhvasam
den kunstfertigen (Akk.)
adhṛṣṭaṃ
den unangreifbaren (Akk.)
dhṛṣṇvojasam
dhṛṣṇu 'kühn' + ojasam 'Kraft' → den von kühner Kraft (Akk.)

aṣālham ugraṃ pṛtanāsu sāsahiṃ yasmin mahīr urujrayaḥ saṃ dhenavo jāyamāne anonavur dyāvaḥ kṣāmo anonavuḥ

Den Unbezwingbaren, den Gewaltigen, den in den Schlachten Siegreichen, bei dessen Geburt die großen, weithinschreitenden Milchkühe zusammen aufbrüllten, die Himmel und die Erden aufbrüllten.

Wort für Wort
aṣālham
den Unbezwingbaren (Akk.)
ugraṃ
den Gewaltigen (Akk.)
pṛtanāsu
in den Schlachten (Lok.Pl.)
sāsahiṃ
den Siegreichen (Akk.)
yasmin
bei dessen (Lok.)
mahīr
großen (Nom.Pl.)
urujrayaḥ
uru 'weit' + jrayaḥ 'schreitend' → weithinschreitenden (Nom.Pl.)
saṃ
zusammen
dhenavo
Milchkühe (Nom.Pl.)
jāyamāne
bei der Geburt (Lok.)
anonavur
brüllten auf
dyāvaḥ
Himmel (Nom.Pl.)
kṣāmo
Erden (Nom.Pl.)
anonavuḥ
brüllten auf

yad dyāva indra te śataṃ śataṃ bhūmīr uta syuḥ na tvā vajrint sahasraṃ sūryā anu na jātam aṣṭa rodasī

Wenn es, Indra, hundert Himmel und ebenso hundert Erden gäbe – nicht käme dir, du Keulenträger, ein Tausend an Sonnen gleich; kein Geborener erreicht dich, nicht einmal die beiden Welthälften.

Wort für Wort
yad
wenn
dyāva
Himmel (Nom.Pl.)
indra
Indra (Vok.)
te
dir
śataṃ
hundert
śataṃ
hundert
bhūmīr
Erden (Nom.Pl.)
uta
und
syuḥ
es gäbe
na
nicht
tvā
dir
vajrint
o Keulenträger (Vok.)
sahasraṃ
Tausend (Nom.)
sūryā
Sonnen (Nom.Pl.)
anu
gleich
na
nicht
jātam
Geborenes (Nom.)
aṣṭa
erreicht
rodasī
die beiden Welthälften (Akk.Dual)

ā paprātha mahinā vṛṣṇyā vṛṣan viśvā śaviṣṭha śavasā asmāṃ ava maghavan gomati vraje vajriṃ citrābhir ūtibhiḥ

Du hast mit deiner Größe alle stierhaften Kräfte erfüllt, o Stier, du Stärkster mit deiner Kraft; hilf uns, du Freigebiger, bei der kuhreichen Hürde, du Keulenträger, mit deinen wunderbaren Hilfen.

Wort für Wort
ā
ganz
paprātha
hast du erfüllt
mahinā
mit deiner Größe (Instr.)
vṛṣṇyā
stierhaften (Akk.Pl., Kräfte)
vṛṣan
o Stier (Vok.)
viśvā
alle (Akk.Pl.)
śaviṣṭha
du Stärkster (Vok.)
śavasā
mit deiner Kraft (Instr.)
asmāṃ
uns (Akk.)
ava
hilf (Präverb)
maghavan
du Freigebiger (Vok.)
gomati
bei der kuhreichen (Lok.)
vraje
Hürde (Lok.)
vajriṃ
du Keulenträger (Vok.)
citrābhir
mit wunderbaren (Instr.Pl.)
ūtibhiḥ
Hilfen (Instr.Pl.)

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