ud u brahmāṇy airata śravasyendraṃ samarye mahayā vasiṣṭha ā yo viśvāni śavasā tatānopaśrotā ma īvato vacāṃsi
Empor erhoben sich meine heiligen Worte, nach Ruhm strebend; ehre, Vasiṣṭha, den Indra im Kampfgetümmel, der alles mit seiner Kraft ausgespannt hat; er höre auf meine, des Nahestehenden, Worte.
ayāmi ghoṣa indra devajāmir irajyanta yac churudho vivāci nahi svam āyuś cikite janeṣu tānīd aṃhāṃsy ati parṣy asmān
Ein Ruf erging, Indra, ein göttlich-verwandter, als die Sängerscharen im Streit um dich wetteiferten; niemand kennt genau seine eigene Lebensspanne unter den Menschen – über eben diese Nöte bring uns hinweg.
Wort für Wort
ayāmi
erging [?] (3.Sg.Pass.Aor.)
ghoṣa
Ruf (Nom.)
indra
o Indra (Vok.)
devajāmir
deva 'göttlich' + jāmir 'verwandt' → göttlich-verwandter (Nom.) [Kompositum]
Ich schirre den nach Rindern suchenden Wagen mit den beiden Falben an; die heiligen Worte kamen zu ihm, der daran Wohlgefallen findet; er verdrängte dabei beide Welthälften durch seine Größe, Indra, der die unwiderstehlichen Feinde erschlagen hat.
āpaś cit pipyu staryo na gāvo nakṣann ṛtaṃ jaritāras ta indra yāhi vāyur na niyuto no achā tvaṃ hi dhībhir dayase vi vājān
Selbst die Wasser schwollen an wie sonst unfruchtbare Kühe [voll Milch]; deine Sänger, Indra, erreichten die Opferordnung; komm zu uns wie Vāyu mit seinen Schimmeln, denn du verteilst durch unsere Gedanken die Kampfbeute. [Anm.: Das Bild "wie unfruchtbare Kühe" ist ein bekanntes Paradox im Text.]
te tvā madā indra mādayantu śuṣmiṇaṃ tuvirādhasaṃ jaritre eko devatrā dayase hi martān asmin chūra savane mādayasva
Diese Räusche mögen dich, Indra, berauschen, den Kraftvollen, den dem Sänger reichlich Gabenspendenden; denn du allein unter den Göttern teilst den Sterblichen Gaben zu – an diesem Somaopfer, du Held, berausche dich.
eved indraṃ vṛṣaṇaṃ vajrabāhuṃ vasiṣṭhāso abhy arcanty arkaiḥ sa na stuto vīravad dhātu gomad yūyaṃ pāta svastibhiḥ sadā naḥ
So besingen die Vasiṣṭhas den bullenhaften, keulenbewehrten Indra mit Preisgesängen; er, so gepriesen, gebe uns Reichtum an Söhnen und Rindern. Behütet uns immerdar mit Wohlergehen.
Der Trestertrinker, der Keulenträger, der Bulle, der schnell Überwindende, der Kraftvolle, der König, der Vṛtratöter, der Somatrinker – nachdem er die beiden Falben angeschirrt hat, möge Indra herankommen; beim Mittagsopfer möge er sich berauschen.