Quellen der Menschheit

Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 6

Sūkta 115

yad vidvāṃso yad avidvāṃsa enāṃsi cakṛmā vayam yūyaṃ nas tasmān muñcata viśve devāḥ sajoṣasaḥ

Was wir wissend, was wir unwissend an Sünden begangen haben – davon löst uns, all ihr Götter, eines Sinnes.

Wort für Wort
yad
was
vidvāṃso
wissend (Nom.Pl.Ptz.)
yad
was
avidvāṃsa
unwissend (Nom.Pl.Ptz.)
enāṃsi
Sünden (Akk.Pl.)
cakṛmā
haben wir begangen (1.Pl.Perf.)
vayam
wir (Nom.)
yūyaṃ
ihr (Nom.)
nas
uns (Akk.)
tasmān
davon (Abl.)
muñcata
löst (2.Pl.Imp.)
viśve
alle (Vok.Pl.)
devāḥ
o Götter (Vok.Pl.)
sajoṣasaḥ
sa 'gleich, gemeinsam' + joṣasaḥ 'Zustimmung, Gefallen' → eines Sinnes (wörtl. gleichgesinnt, Vok.Pl.)

yadi jāgrad yadi svapann ena enasyo 'karam bhūtaṃ mā tasmād bhavyaṃ ca drupadād iva muñcatām

Ob wachend, ob schlafend ich diese Sünde als Sünder begangen habe – vom Vergangenen und vom Zukünftigen löst mich davon wie von einem Pfahl.

Wort für Wort
yadi
ob
jāgrad
wachend (Nom.Ptz.)
yadi
ob
svapann
schlafend (Nom.Ptz.)
ena
diese Sünde (Akk.)
enasyo
als Sünder (Nom.)
'karam
habe ich begangen (1.Sg.Aor.)
bhūtaṃ
vom Vergangenen (Abl./Akk.)
mā
mich (Akk.)
tasmād
davon (Abl.)
bhavyaṃ
vom Zukünftigen (Akk./Abl.)
ca
und
drupadād
von einem Pfahl (Abl.)
iva
wie
muñcatām
sollen lösen (3.Pl.Imp.)

drupadād iva mumucānaḥ svinnaḥ snātvā malād iva pūtaṃ pavitreṇevājyaṃ viśve śumbhantu mainasaḥ

Wie von einem Pfahl gelöst, wie ein Schwitzender nach dem Bad vom Schmutz, wie geklärte Butter durch die Seihe gereinigt – so sollen mich alle Götter von der Sünde reinigen.

Wort für Wort
drupadād
von einem Pfahl (Abl.)
iva
wie
mumucānaḥ
gelöst (Nom.Ptz.)
svinnaḥ
ein Schwitzender (Nom.)
snātvā
nach dem Bad (Ger.)
malād
vom Schmutz (Abl.)
iva
wie
pūtaṃ
gereinigt (Akk./Nom.)
pavitreṇevājyaṃ
durch die Seihe wie geklärte Butter (Instr.+Nom.)
viśve
alle (Nom.Pl.)
śumbhantu
sollen reinigen (3.Pl.Imp.)
mainasaḥ
mich von der Sünde (Akk.+Abl.)

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