devāḥ kapota iṣito yad ichan dūto nirṛtyā idam ājagāma tasmā arcāma kṛṇavāma niṣkṛtiṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade
Ihr Götter, da die gesandte Taube, etwas suchend, als Botin der Nirṛti hierher gekommen ist, wollen wir ihr singen, wollen Sühne bereiten; Heil sei uns Zweifüßlern, Heil den Vierfüßlern.
Wort für Wort
devāḥ
ihr Götter (Vok.Pl.)
kapota
Taube (Nom.Sg.)
iṣito
gesandte (Nom.Sg.)
yad
da
ichan
etwas suchend (Nom.Sg.Part.)
dūto
Botin (Nom.Sg.)
nirṛtyā
der Nirṛti (Gen.Sg.)
idam
hierher (Akk.Sg.)
ājagāma
ist gekommen (3.Sg.Perf.)
tasmā
ihr (Dat.Sg.)
arcāma
wollen wir singen (1.Pl.Konj.)
kṛṇavāma
wollen wir bereiten (1.Pl.Konj.)
niṣkṛtiṃ
Sühne (Akk.Sg.)
śaṃ
Heil (Nom.Sg.n.)
no
uns (Dat.Pl.)
astu
sei! (3.Sg.Impv.)
dvipade
dvi 'zwei' + pada 'Fuß' → dem Zweifüßler (Dat.Sg.)
śaṃ
Heil (Nom.Sg.n.)
catuṣpade
catur 'vier' + pada 'Fuß' → dem Vierfüßler (Dat.Sg.)
śivaḥ kapota iṣito no astv anāgā devāḥ śakuno gṛhaṃ naḥ agnir hi vipro juṣatām havir naḥ pari hetiḥ pakṣiṇī no vṛṇaktu
Heilvoll sei uns die gesandte Taube, schuldlos, ihr Götter, der Vogel unserem Haus; Agni, der Weise, möge unser Opfer gern annehmen; das geflügelte Geschoss meide uns.
hetiḥ pakṣiṇī na dabhāty asmān āṣṭrī padaṃ kṛṇute agnidhāne śivo gobhya uta puruṣebhyo no astu mā no devā iha hiṃsīt kapota
Das geflügelte Geschoss schade uns nicht; die Stachelträgerin [Anm.: "āṣṭrī" – Bedeutung und Bezug unsicher, wörtlich etwa "die mit dem Stachel/Treibstock Versehene"] setzt ihren Fuß an die Feuerstätte; heilvoll sei uns für Rinder und für Menschen; nicht schädige uns hier, ihr Götter, die Taube.