Du bist als beste der Pflanzen genannt, o Heilkraut; mache mir heute diesen Mann zum Klība (Eunuchen), zum Opaśin. [Anm.: „Opaśin“ bezeichnet den Träger einer als weiblich geltenden Haartracht; der Fluch zielt auf rituelle Entmannung/Feminisierung des Mannes.]
Mache ihn zum Klība, zum Opaśin, und auch zum Kurīrin; dann soll Indra ihm mit den Preßsteinen beide Hoden zerschlagen. [Anm.: „Kurīrin“ ist, wie „Opaśin“, Bezeichnung einer als weiblich geltenden Kopftracht; beide Ausdrücke gehören zum selben Fluch ritueller Entmannung.]
Klība, zum Klība habe ich dich gemacht; Verschnittener, zum Verschnittenen habe ich dich gemacht; kraftlos, zum Kraftlosen habe ich dich gemacht; das Kopftuch und den Krug legen wir ihm auf das Haupt.
Wort für Wort
klība
o Klība (Vok.)
klībaṃ
zum Klība (Akk.)
tvākaraṃ
dich habe ich gemacht (Akk.+1.Sg.Aor.)
vadhre
o Verschnittener (Vok.)
vadhriṃ
zum Verschnittenen (Akk.)
tvākaram
dich habe ich gemacht (Akk.+1.Sg.Aor.)
arasārasaṃ
a 'nicht' + rasa 'Saft, Kraft' → kraftlos, zum Kraftlosen (Vok.+Akk.)