Quellen der Menschheit

Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 6

Sūkta 42

ava jyām iva dhanvano manyuṃ tanomi te hṛdaḥ yathā saṃmanasau bhūtvā sakhāyāv iva sacāvahai

Wie die Sehne vom Bogen löse ich den Zorn deines Herzens, damit wir, eines Sinnes geworden, wie zwei Freunde zusammen sein mögen.

Wort für Wort
ava
weg (Präverb)
jyām
Sehne (Akk.Sg.)
iva
wie
dhanvano
vom Bogen (Gen.Sg.)
manyuṃ
Zorn (Akk.Sg.)
tanomi
löse ich (1.Sg.Präs.)
te
deines (Gen.Sg.)
hṛdaḥ
Herzens (Gen.Sg.)
yathā
damit
saṃmanasau
eines Sinnes (Nom.Du.)
bhūtvā
geworden (Gerund.)
sakhāyāv
wie Freunde (Nom.Du.+iva)
iva
wie
sacāvahai
wir zusammen sein mögen (1.Du.Opt.Med.)

sakhāyāv iva sacāvahā ava manyuṃ tanomi te adhas te aśmano manyum upāsyāmasi yo guruḥ

Wie zwei Freunde wollen wir zusammen sein; ich löse deinen Zorn; unter einen Stein legen wir deinen Zorn, der schwer ist.

Wort für Wort
sakhāyāv
wie Freunde (Nom.Du.+iva)
iva
wie
sacāvahā
wollen wir zusammen sein (1.Du.Opt.Med.)
ava
weg (Präverb)
manyuṃ
Zorn (Akk.Sg.)
tanomi
löse ich (1.Sg.Präs.)
te
deinen (Gen.Sg.)
adhas
unter (Präverb)
te
deinen (Gen.Sg.)
aśmano
einen Stein (Akk.Sg., sandhi)
manyum
Zorn (Akk.Sg.)
upāsyāmasi
legen wir (1.Pl.Präs.)
yo
der (Nom.Sg.)
guruḥ
schwer ist (Nom.Sg.)

abhi tiṣṭhāmi te manyuṃ pārṣṇyā prapadena ca yathāvaśo na vādiṣo mama cittam upāyasi

Ich trete auf deinen Zorn mit der Ferse und mit dem Fußballen, damit du nicht nach eigenem Willen sprichst, sondern meinem Sinn dich fügst.

Wort für Wort
abhi
auf (Präverb)
tiṣṭhāmi
trete ich (1.Sg.Präs.)
te
deinen (Gen.Sg.)
manyuṃ
Zorn (Akk.Sg.)
pārṣṇyā
mit der Ferse (Instr.Sg.)
prapadena
mit dem Fußballen (Instr.Sg.)
ca
und
yathāvaśo
nach eigenem Willen (Adv.)
na
nicht
vādiṣo
sprichst du (2.Sg.Aor.Inj.)
mama
meinem (Gen.Sg.)
cittam
zum Sinn (Akk.Sg.)
upāyasi
du fügst dich (2.Sg.Präs.)

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks