Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 6
Sūkta 37
upa prāgāt sahasrākṣo yuktvā śapatho ratham śaptāram anvichan mama vṛka ivāvimato gṛham
Herangekommen ist der tausendäugige Fluch, seinen Wagen gespannt, den Verfluchenden suchend, wie ein Wolf das Haus des Schutzlosen sucht.
Wort für Wort upa heran (Präverb) prāgāt ist gekommen (3.Sg.Aor.) sahasrākṣo der Tausendäugige (Nom.Sg.) yuktvā gespannt habend (Gerund.) śapatho der Fluch (Nom.Sg.) ratham Wagen (Akk.Sg.) śaptāram den Verfluchenden (Akk.Sg.) anvichan suchend (Nom.Sg.Part.) mama mein (Gen.Sg.) vṛka Wolf (Nom.Sg.) ivāvimato wie – des Schutzlosen (sandhi) gṛham Haus (Akk.Sg.) pari ṇo vṛṅgdhi śapatha hradam agnir ivā dahan śaptāram atra no jahi divo vṛkṣam ivāśaniḥ
Meide uns, o Fluch, wie ein Teich das brennende Feuer meidet; den Verfluchenden schlage hier nieder, wie der Blitz vom Himmel einen Baum.
Wort für Wort pari vorbei an (Präverb) ṇo uns (Akk.Pl.) vṛṅgdhi meide! (2.Sg.Impv.) śapatha o Fluch (Vok.Sg.) hradam Teich (Akk.Sg.) agnir das Feuer (Nom.Sg., sandhi) ivā wie dahan brennende (Nom.Sg.Part.) śaptāram den Verfluchenden (Akk.Sg.) atra hier no uns (Gen.Pl.) jahi schlage nieder! (2.Sg.Impv.) divo vom Himmel (Abl.Sg.) vṛkṣam Baum (Akk.Sg.) ivāśaniḥ wie der Blitz (Nom.Sg.+iva, sandhi) yo naḥ śapād aśapataḥ śapato yaś ca naḥ śapāt śune peṣṭram ivāvakṣāmaṃ taṃ praty asyāmi mṛtyave
Wer uns verflucht, ohne dass wir fluchen, und wer von uns Verfluchenden verflucht wird – den werfe ich dem Tod hin wie einen Happen dem Hund [Anm.: das Gleichnis "śune peṣṭram ivāvakṣāmam" ist lexikalisch unsicher].
Wort für Wort yo der (Nom.Sg.) naḥ uns (Akk.Pl.) śapād verflucht (3.Sg.Opt.) aśapataḥ ohne dass wir fluchen (Gen.Pl.Part.) śapato des Verfluchenden (Gen.Sg.) yaś der (Nom.Sg.) ca und naḥ uns (Akk.Pl.) śapāt verflucht (3.Sg.Opt.) śune dem Hund (Dat.Sg.) peṣṭram Happen [?] (Akk.Sg.) ivāvakṣāmaṃ wie – saftlos [?] (sandhi) taṃ den (Akk.Sg.) praty entgegen (Präverb) asyāmi werfe ich (1.Sg.Präs.) mṛtyave dem Tod (Dat.Sg.)
Interaktive Leseansicht des ganzen Werks
← Sūkta 36 Sūkta 38 →